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  1. #1
    Auhan ist offline Mitglied
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    Feierabend (Alltagsschleife)

    Link zum empfohlenen Text: http://www.wortkrieger.de/showthread...456-Feierabend


    Warum ich den Text empfehle:

    Alltagsschleife beschreibt in stringent knapper Form die Alltags-Schleife eines an sich bedeutungslosen Manns, und findet dafür sehr treffende Ausdrücke, deren Widersprüchlichkeit zur Situation bei mir beim Lesen sofort die Geschichte hinter der Geschichte, eine weitere Ebene aufzog -

    Sein fensterloses Büro wird abfällig Kabuff - und zeigt eine Aussichtslosigkeit des Protagonisten: obwohl der Mann arbeitet, hat sich Staub auf die Akten gelegt, den er, der Protagonist mit dem Schließen der Akte aufwirbelt - nichts von seiner Arbeit. Die richtige Wortwahl des Autors macht ihn nun zu einem Gourmet - Luftgourmet, der wie eine Feinschmeckerkritik dies beurteilt.

    So schreibt der Autor Alltagsschleife in Form, Wortwahl, Aufbau sehr dicht, fordert vom Leser Bilder, zu denen er die Stichworte liefert: das Zappen am Fernseher wird so sehr gut bildlich mit Substantiven des Genres vermittelt.

    Man muss sich auf diese Erzählweise einlassen, darf nicht nur "drüberweg-lesen", um die Schönheit des Textes und die adäquat zum grauen Alltag scheinbar einfach grau und damit dennoch sehr detailliert farbenreich beschriebene Situation und Person eines grauen Nicht-Manns, diese Charakterstudie des Alltags aufzunehmen.

  2. #2
    Auhan ist offline Mitglied
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    Zitat Zitat von Dion Beitrag anzeigen
    Statt die von mir konkret als Mängel genannte Punkte durch Gegenargumente zu entkräften, wie ich vorgeschlagen habe, schreibst du, @Auhan, wieder nur allgemeines Blabla hin.
    Werde doch mal konkret, verdammt noch mal!
    Auch wenn Du mit Deinem letzten Satz nicht gerade Umgangsformen zeigst, lesen wir den Text halt mal gemeinsam:
    "Staub wirbelte durch das fensterlose Kabuff, als D. die letzte Akte zuschlug. Er packte alle Papiere in den Schrank. Nur noch den Computer runterfahren, fertig. Er stand auf, knipste das Licht aus und schloss ab. Feierabend. "

    Wen setzt man in ein Kabuff und in kein anständiges Büro - den, der gar nichts zu sagen hat. Fensterlos verstärkt nur die Aussichtslosigkeit
    Der erste Absatz schildert die letzten Aktionen des Tages - Aktenordner schliessen, Computer runterfahren, Licht aus, Tür abschliessen und raus. Aber: in einem normalen Büro schließt man den Aktenordner - schlägt ihn nur zu, wenn man frustriert ist. packt nicht nur Papiere in den Schrank
    Und . ich weiß nicht, was Du beruflich machst - eigentlich sollte sich am Ende des Tages der Staub, den Deine Tagesarbeit verursacht hat, sich bereits legen - nicht mit dem Feierabend erst aufgewirbelt werden.

    "Als er aus dem Bürogebäude eilte, kostete er von der lauen Abendluft und fand sie zu lieblich. Er hastete zu seinem Auto; der Blütenstaub machte den Rost unsichtbar. An der Supermarktkasse gähnte der Marktmitarbeiter neun Euro nochwas, bevor er sich geräuschvoll streckte und dann aufsprang, um die Ladentür zu verriegeln."

    Nun wandelt sich D. zum Akteur (eilte) und Feinschmecker "kostete er von der lauen Abendluft und fand sie zu lieblich" - wie eine Restaurantkritik. D beurteilt die Luft. Sein verrostetes Auto wird durch Blütenstaub veredelt. Aber im Supermarkt wird er wieder bedeutungslos, sogar der Mitarbeiter gähnt ihm was, unklarer Betrag- und wird dann - nicht gegenüber dem Kunden erst aktiv ."sprang auf".

    "Als D. die Tür seiner Wohnung aufschloss, war es weit nach neun. Er verstaute seine Einkäufe. Ein Fertigsandwich mit Imitatschinken schmiss er als Abendessen ein und spülte mit Milch nach. Im Wohnzimmer war er für sich. Sie lag schon im Bett. Bevor er zu ihr ging, wollte er noch fernsehen.

    Erst nach Neun kommt er heim, doch recht spät, oder? -Und er hat für gerade mal Neun-Euro etwas eingekauft - und muss das nun "verstauen" - als wäre es eine riesige Menge. Ein Normalbürger würde sein Essen schätzen - aber D wirft es verächtlich ein, missachtet die Nahrung - spült nach. Nun beginnt die Herrschaft über die zweite(noch unbekannte Person) . Wäre es nicht logisch, den Partner wichtig zu nehmen und zu begrüßen? Also spielt er hier entweder den Mächtigen gegenüber einem unterwürfigen Menschen - oder es stimmt was nicht in der Beziehung.

    Jetzt kommt die Beschreibung des "Fernsehabends" -
    "Diskussionen, Geballer, Gestöhne. Nachrichten? Ein Blick in den Videotext. Ernüchternder Fund: zig Tote. Da stand auch sein Horoskop für heute. Es kündete von Erfolg in Beruf und Liebe. Wie deutete man das? D. war schon froh, wenn ihm nichts Schlimmes zustieß. Er zappte bis zu den dreistelligen Programmplätzen. Nackte Haut, teure Ziffern, billige Gedanken. Fernseher aus. Halb zwölf. Zeit, ins Bett zu gehen!"

    Er zappt durch drei Genres - Talkshow, Krimi, Lustspiel - dann in den Videotext - ja er hat die Macht, dass Programm zu steuern und der Ganze Abend findet in gerade vier und etwas Zeilen mit der Replik des Horoskop (vorhersage) eines vergangen Tages - und seine Erkenntnis, er wäre froh, wenn ihm nichts schlimmes passiert. Danach wieder das Zappen durch die diversen Genres: Sex, Verkaufsshows, Ratgeber oder Wort zum Sonntag oder Kommentare. D bestimmt den Zeitablauf 2,5h umfassen diese kaum fünf Zeilen, und es ist ungefähr gerade etwas über ein Drittel des Textes.

    Nun kommen erstmals "Gefühle" - der spröde Stuhl, weiter seine Erwartung (die er ja genau kennt und die genau nach seinen Wünschen ohne Widerspruch ablaufen wird. Und all die Anspannung, die die Erwartung an sich und laut genutzten Adjektiven D auch hat, überträgt sich nicht auf den Leser, bleibt technisch " so dass sich seine Front an ihre Seite schmiegte". Alles weitere schildert seine Aktionen - bzw. Aktivitäten, schildert aber keinen Liebes-Akt sondern eine mechanische Besteigung. Er hat bewusst bisher keinen Mucks von sich gegeben, weil er den Auslöser kennt, aber den Mechanismus und die Gleichförmigkeit des Abends in der stillen Duldung seiner Herrschaft durch die Puppe anfordert, aus der er seine Befriedigung zieht.

  3. #3
    Dion ist offline Senior-Mitglied
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    Zitat Zitat von Auhan Beitrag anzeigen
    Auch wenn Du mit Deinem letzten Satz nicht gerade Umgangsformen zeigst, lesen wir den Text halt mal gemeinsam:
    Meine Umgangsformen sind schon okay, @Auhan , aber weil du keine Reaktion gezeigt hast, musste ich lauter werden.

    Immerhin hast du diesmal reagiert, wenn auch nicht wie erwartet: Du hast abermals kein einziges Gegenargument zu den von mir kritisierten Punkten gebracht, und auch nicht dort, wo es hingehört, denn ich habe Textkritik gebracht, was unter die Geschichte gehört, und nicht unter die Empfehlungen, weil ich in dem besagten Beitrag vom 01.06.2016, 23:05 kein Wort zu deiner Empfehlung gesagt habe.

    Also schreibe deine Gegenargumente, falls du welche hast, dort, wo meine Textkritik steht und beziehe dich bitte darauf.

  4. #4
    jobär ist offline Senior-Mitglied
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    Aktuelles Buch: Liebesromane

    Wo sind wir hier eigentlich? Im Kindergarten?

  5. #5
    jimmysalaryman ist offline Senior-Mitglied
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    Aktuelles Buch: Richard Ford - Rock Springs

    Ich kann die Empfehlung auch keinesfalls nachvollziehen.

    Nach Auhans Lesart steckt in einem Einkaufszettel noch Poesie und eine zweite Ebene. Sorry. Solche Empfehlungen verwässern meiner Meinung nach die Qualität des Forums und verfehlen auch ihren Sinn.

  6. #6
    jobär ist offline Senior-Mitglied
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    Aktuelles Buch: Liebesromane

    Es gibt einige Mitglieder des Forums, die recht genau wissen, welche Texte eine Empfehlung "verdienen". Nun heißt es aber in der Sparte "Empfehlungen":

    Alle neu erstellten Empfehlungen in diesem Forum werden vor ihrer Freischaltung formal geprüft.
    Es gibt - anders als etwa bei Copywrite etc. - keine inhaltlichen Anweisungen, welcher Text empfohlen werden "darf" und welcher nicht. Ich denke jedes Mitglied dieses Forums hat einen Kriterienkatalog, welchen Text sie/er gut oder gar hervorragend findet. Ich gehöre nun mal zu den Menschen, die selber eher seichte Texte ohne großen Anspruch und Tiefgang schreiben. Deshalb ist es für mich auch kein Wunschtraum, einmal empfohlen zu werden. Aber ich lege auch an Texte, die mich ansprechen, nicht die für mich zum Teil unverständliche Meßlatte an, die ich da - von jimmysalaryman - finde:

    Ein empfohlener Text sollte sich durch etwas auszeichnen. Meiner Meinung nach wären oder sind das Kriterien wie: Literarizität, Innovation, Sprache, Plot, Handwerkliche Ebene, Stil, Dialoge. Irgendetwas muss da sein, um den Text hervorzuheben, ihn ganz klar von anderen Werken abzugrenzen.
    Dieses muss stört mich sehr. Zumal der gleiche Autor vorher schreibt:

    Stell es aber bitte nicht als Doktrin hin
    Der eine darf und der andere darf nicht? Im Geiste sehe ich schon eine Literaturpolizei in schimmernder Rüstung (schließlich sind wir Wortkrieger), die eingereichten Texte darauf überprüft, ob sie den hehren Kriterien dieses Forums entsprechen. Ich finde, jedes Mitglied darf und kann sagen: Diesem Text gebe ich keine Empfehlung und ebenso kann und darf jedes Mitglied sagen: Diesen Text empfehle ich. Ob der Text dann in die Empfehlungen kommt, ist alleine Sache des Webmasters. Bisher hat dieses Procedere funktionert, auch wenn alle halbe Jahr eine heftige Diskussion über "falsche" Empfehlungen ausbricht. Sollte sich künftig ergeben, dass zu viele (wie viele sind zu viele?) Geschichten empfohlen werden, können sich die Moderatoren ja moderate Regeln überlegen. Aber bis dahin:

    Hasta la vista!

  7. #7
    Dion ist offline Senior-Mitglied
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    Zitat Zitat von jobär Beitrag anzeigen
    Ob der Text dann in die Empfehlungen kommt, ist alleine Sache des Webmasters. Bisher hat dieses Procedere funktionert, auch wenn alle halbe Jahr eine heftige Diskussion über "falsche" Empfehlungen ausbricht. Sollte sich künftig ergeben, dass zu viele (wie viele sind zu viele?) Geschichten empfohlen werden, können sich die Moderatoren ja moderate Regeln überlegen.
    Weil ich schon ziemlich lange dabei bin, darf ich dich berichtigen: Die Moderatoren haben bei den Empfehlungen nichts mehr zu sagen. Das war mal anders – ich möchte sagen: Die meiste Zeit dieses Forums haben Moderatoren über jede Empfehlung beraten und dann freigegeben oder auch nicht. Warum dem nicht mehr so ist, das weiß wahrscheinlich nur der Webmaster.

  8. #8
    jimmysalaryman ist offline Senior-Mitglied
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    Aktuelles Buch: Richard Ford - Rock Springs

    @jobär

    Geht's noch? Du reißt meinen Kommentar doch vollkommen aus dem Zusammenhang! Vorher steht doch klar und deutlich: meiner Meinung nach. Aber so lässt sich besser abledern, ich verstehe.

    Leute, ist mir egal. Empfehlt was ihr wollt. Für mich ist ein Text, der empfohlen wird, herausragend. Dafür gibt es Kriterien. Ich hab aber eh keinen richtigen Bock mehr hier, weil man sich ständig für den Scheiß rechtfertigen muss und jeder sich direkt angepisst fühlt.

  9. #9
    jobär ist offline Senior-Mitglied
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    Aktuelles Buch: Liebesromane

    Lieber jimmysalaryman,

    du scheinst mir recht dünnhäutig zu sein, was für Autoren meiner Meinung nach gar nicht gut ist. Ob du nun sagst "Meiner Meinung nach muss diese Angelegenheit ..." oder "Diese Angelegenheit muss ..." - die Aussage ist die gleiche, denn fehlbare Menschen können, solange sie nicht zitieren, nur ihre eigene Meinung darlegen und in Zitaten auch immer nur die Meinung des Zitierten. Vielleicht solltest du dich an antike Vorbilder halten: Ceterum censeo ...

  10. #10
    Ane ist offline Moderatorin
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    Wenn ich mir vorstelle, dass einer meiner Texte empfohlen wurde und sich dann so eine Diskussion darunter entwickelt, dann verstehe ich gut, warum Alltagsschleife sich da zurückzieht.

    Ich hab hier schon öfter Geschichten mit Empfehlungen gelesen, die mir belanglos vorkamen. Und möglicherweise habe ich selbst Geschichten empfohlen, die andere lahm und unempfehlenswert fanden.

    Dass keine irgendwie geartete Elite entscheidet, welche Geschichten empfohlen werden dürfen, find ich uneingeschränkt gut, weil man sich dann halt nicht einfach zurücklehnen und sagen kann: "Dass diese Geschichte gut ist, das ist mal sicher."

    Ich seh darin eine Freiheit, die es braucht, wenn man konstruktive Prozesse an Laufen halten will.

    Und ich seh darin die gar nicht so arg schwere Aufgabe für einige (mich inklusive) sich ab und zu mal zu sagen: Gefällt mir vielleicht nicht. Ich muss aber glücklicherweise nicht die ganze restliche Welt mit meiner Meinung tapezieren.

  11. #11
    Dion ist offline Senior-Mitglied
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    Zitat Zitat von Ane Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir vorstelle, dass einer meiner Texte empfohlen wurde und sich dann so eine Diskussion darunter entwickelt, dann verstehe ich gut, warum Alltagsschleife sich da zurückzieht.
    Sie hat sich nicht zurückgezogen: Sie war seit ihrem letzten Posting am 01.06.2016 06:03 bzw. 06:28 nicht mehr im Forum aktiv, kann also gar nichts von Querelen wissen – es sei denn, jemand hat ihr davon berichtet.


    Zitat Zitat von Ane Beitrag anzeigen
    Dass keine irgendwie geartete Elite entscheidet, welche Geschichten empfohlen werden dürfen, find ich uneingeschränkt gut, weil man sich dann halt nicht einfach zurücklehnen und sagen kann: "Dass diese Geschichte gut ist, das ist mal sicher."
    Ich habe es schon gesagt: Früher haben Moderatoren darüber beraten, jetzt entscheidet das Webmaster allein. Ist das besser?


    Zitat Zitat von Ane Beitrag anzeigen
    Und ich seh darin die gar nicht so arg schwere Aufgabe für einige (mich inklusive) sich ab und zu mal zu sagen: Gefällt mir vielleicht nicht. Ich muss aber glücklicherweise nicht die ganze restliche Welt mit meiner Meinung tapezieren.
    Es geht nicht ums Gefallen, es geht um literarische Kriterien und auch um das simple Handwerk. Wenn eine Geschichte nicht einmal handwerklich in Ordnung ist und dennoch empfohlen werden kann, dann hat dieses Forum seine besten Tage bereits hinter sich gelassen.

    Was ich sagen will: Seit der Umbenennung des Forums in wortkrieger.de sind sehr viele neue Mitglieder dazu gekommen, was zu begrüßen ist, weil jetzt auch sehr viel mehr Geschichten veröffentlicht werden. Aber die Qualität dieser Geschichten ist nicht gleichermaßen gestiegen – sie ist eher gesunken. Entsprechend ist auch die Qualität der empfohlenen Geschichten gesunken. Wir haben davon jetzt im Durchschnitt 2 pro Monat, gegenüber früher 1 pro 2 oder 3 Monate. Mit anderen Worten: Früher wurden wirklich herausragenden Geschichten empfohlen, heute auch durchschnittliche oder nicht einmal das.

    Die Frage, um die es geht, ist simpel: Wollen wir diesen Trend zur mehr Quantität statt Qualität weiter fahren?

  12. #12
    Webmaster ist offline Monsieur le Directeur
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    Aktuelles Buch: Zsuzsa Bánk: Der Schwimmer

    Totaler Quark, Dion. Die Empfehlungen waren schon immer rein subjektive Einschätzungen eines Mitgliedes, da gab es immer schon Geschichten, die vielleicht nur wenigen gefielen. Stell nicht irgendwelche Behauptungen auf, die du nicht beweisen kannst, sonst werd ich mal richtig fuchsig.

    Und jimmy, aber sorry, hier muss ich mal reingrätschen. Was die Qualität dieses Forums wirklich verwässert, ist, wenn wirklich gute Geschichten von Autoren zurückgezogen werden, weil Ruhm und Kohle winken. Muss ich nix weiter zu sagen, oder? Ich lass hier echt nicht so blöde auf der Seite rumhacken, da kann ich null drauf.

    Ihr könnt euch kritisch mit einer Empfehlung auseinandersetzen, wenn euch das unbedingt ein Bedürfnis ist, aber ich lass nicht zu, dass irgendein Unsinn gelabert wird. Damit hat sich das Thema.
    Geändert von Webmaster (05.06.2016 um 17:04 Uhr)

  13. #13
    Dion ist offline Senior-Mitglied
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    Ich rede keinen Quark, Webmaster, das haben wir schon vor einem halben Jahr in dem Thread „Erwartungen an empfohlene Geschichten“ diskutiert. Und da hast du selbst gesagt, dass früher der Moderator der Rubrik (oder die Moderatoren, wenn es mehrere gab) darauf geschaut hat/haben, ob eine Empfehlung gerechtfertigt ist. In Einzelfällen wurde darüber im Moderatorenteam gesprochen und mehrheitlich entschieden.

    Aber wir brauchen das nicht wieder aufwärmen, denn das bringt eh nichts.

    Wer will, kann sich die damalige Diskussion reinziehen – ab dem Beitrag #38 wird’s interessant, denn da hat jimmy etwas gesagt, was mMn auch hier eingetreten ist:
    Zitat Zitat von jimmysalaryman Beitrag anzeigen
    Vor allem stört mich dabei, dass jeder empfehlen kann. Neue Mitglieder mit kaum drei Beiträgen, oder wie dieses Jahr auch schon geschehen, mit genau einem, nämlich der Empfehlung, repräsentieren dann de facto das gesamte Forum. Das hat einen Geschmack, wie ich finde, und es ist auch nicht besonders fair. Der Empfehler hat sozusagen keinen Kompetenznachweis erbracht, sich aktiv im Forum zu beteiligen, diese Empfehlung ist auf nichts begründet, auf keine Historie. Ich kenne keine Texte von demjenigen, weiß nichts über ihn, kann das nicht einschätzen. Wie ernst meint er das? Wieviele Texte hat er denn gelesen? Da kommt jemand, meldet sich an, liest drei Texte und empfiehlt einen davon. Ich finde, so kann das nicht gehen.
    PS: Auch für mich ist das Thema jetzt erledigt.

  14. #14
    Novak ist offline Moderator
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    Aktuelles Buch: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki, Murakami

    Einfach noch mal zur Klarstellung, weil ich es unangenehm finde, wenn amS sachlich Falsches zum Schluss steht.

    1. Ja, es gab eine Zeit, da haben die Moderatoren über Empfehlungen entschieden. Auch da gab es Ärger über manche Entscheidung. Jetzt entscheidet Webmaster. Hast du ein Problem damit? Ich nicht.

    2. Nein, eine Empfehlung repräsentiert NICHT das Forum. Eine Empfehlung ist eine EINZELSTIMME, die einen Text wegen seiner Besonderheit anderen Mitgliedern ans Herz legen will.
    Erzähl also bitte nicht immer wieder solchen Quatsch, auch wenn du es als Zitat tust.

    3. Das Forum wird erst dann repräsentiert, wenn alle empfohlenen Geschichten eines Jahres zur Wahl stehen. Zu diesen Wahlen kam es eine Zeitlang gar nicht mehr, weil es überhaupt keine Empfehlungen mehr gab. Wenn ich mir dieses Theater hier anschaue, dann verstehe ich auch, warum es so wenige Empfehlungen gab.

    4. Auch diese Empfehlung hier wurde literarisch begründet. In der Empfehlung selbst und später in den Diskussionen. Weil dir die Argumentation nicht einleuchtete, hast du gegenhalten. Wenn sie dir dann später immer noch nicht einleuchtet, hast du Pech gehabt, so einfach ist das. So geht das dir, mir auch, immer dann, wenn man in einer Diskussion nicht weiterkommt.

    5. Eine Sache würde ich mir doch sehr wünschen, eine Diskussionskultur, die direkt ist, aber eben auch fair. Die auch mal an den Menschen denkt, der hinter dem Text steht.
    Geändert von Novak (08.06.2016 um 19:56 Uhr)

  15. #15
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    118
    Hallo ihr Lieben!

    Ich habe mein Schlussplädoyer unter den Text gesetzt. Zwar hat der Webmaster gemeint, hier solle die Diskussion weitergehen. Da sich meine Ausführungen aber hauptsächlich auf die Kritik am Text beziehen, hielt ich es für angebrachter, sie dorthin zu posten.
    @Novak:

    5. Eine Sache würde ich mir doch sehr wünschen, eine Diskussionskultur, die direkt ist, aber eben auch fair. Die auch mal an den Menschen denkt, der hinter dem Text steht.
    Das kann ich nur unterschreiben!

    Ich will hier nicht in eine Grundsatzdebatte über Umgangsformen ausbrechen. Allerdings stößt mir der Ton hier allzu oft auf, Wortkrieger hin oder her. Es ist die eine Sache, dezidiert an einen Text heranzugehen und ihn auseinanderzufasern - allerdings sollte man dem Autor dann auch die Gelegenheit geben, sich zu äußern. Möglichst nicht erst nachdem ein ganzes Rudel, das in genau demselben Ton, darüber eingefallen ist.

    Nun könnte man glauben, ich sei überaus empfindlich. Bin ich aber gar nicht (mehr). Mir geht es nur auf den Zeiger, dass solch ein heftiges Kritisieren erst nach dieser (elendigen) Empfehlung stattgefunden hat und ich nun das Gefühl habe, wie ein Kadett strammstehen und mich zu rechtfertigen müssen. Musste ich vor der Kritik nicht. Tss.

    Denn: So sehr euch diese Empfehlung auch alle anpisst, ich möchte doch sehr darum bitten, dass ihr im Hinterkopf behaltet: Ich habe die nicht gegeben! Der Text ist derselbe wie vorher; die Autorin auch.

    LG
    Schleife

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