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Bei der Liebe meiner Tochter
Vorwort
Mir musste erst 10 Monate lang klar werden das nur ein Kind verdient das man seine eigene Bedürfnisse in den Hintergrund stellt, bevor ich meine damalige jahrelange Beziehung mit dem Vater meiner Tochter endgültig aufgab und zu mir selbst zurück fand.
Eigentlich stimmt das nicht ganz denn ich habe nicht zu mir selbst zurück gefunden sondern erst nach dieser Trennung angefangen ich selbst zu sein.
Ich stamme aus schwierigen Verhältnissen. Meine Mutter selbst hat ähnliche Probleme wie ich sie jahrelang mit mir trug und findet aus diesem ewigen Kreislauf aus Depressionen, Selbstverwahrlosung und Liebessucht seit meiner frühen Jugend nicht mehr heraus.
Ja man kann sagen sie hat es mir so vorgelebt und deswegen empfand ich es wohl als normal mich für meine Liebe, die seit ich 15 war dem Vater meiner Tochter gebührte, voll und ganz aufzuopfern.
Ich wollte gefallen, erkannt werden und selbst Liebe erhalten wie ich es für richtig empfand, denn mir fehlte der frühe kindliche Rückhalt in der Familie und die Kraft auf eigenen Füßen zu stehen.
Als meine Tochter 9 Monate alt war began sie sich über den Boden zu ziehen. Nur mit dem linken Arm und ohne dabei die Beine zu benutzen. So als sei sie gelähmt und müsste sich mit letzter Kraft ans Ufer ziehen.
Meine Mutter erzählte mir, als sie bei einem Besuch lächelnd meine Kleine musterte, das ich das als Baby genauso getan hätte. Damals dachte ich mir nichts weiter dabei. Ich war nur beruhigt denn ich hatte schon Bedenken das meine kleine Lotta womöglich ein Entwicklungsdefizit haben könnte.
2 Monate später als ich im Gerichtsgebäude darauf wartete das meine Nummer aufgerufen wurde und die kleine Lotti wie ein Kampfroboter (mittlerweile mit beiden Armen) über den Boden rutschte als würde sie sich in einen Schützengraben retten wollen, ja da kam mir ein Gedanke der mich seither immer wieder aufbaut und mir die Kraft zum selbstständigen Laufen gab.
Ihren Vater lernte ich schon mit seinen Drogenproblemen kennen. Damals, mit 15, verabscheute ich Drogen. Die wirklichen Gründe dafür gab es jedoch noch nicht, sie schlummerten noch tief in meinem Unterbewusstsein. Meine große Schwester war in ihrer Jugend (gleichzeitig meine Kindheit) selbst schwer Drogenabhängig und auch andere Verwandte zu welchen längst kein Kontakt mehr besteht, vegetierten wegen diverser Suchten vor sich hin. Ich erinnerte mich damals nur an Erzählungen doch heute Weis ich das all das mein späteres Handeln und Denken beeinflusste.
Denke ich jetzt an den Moment zurück als mein damaliger Chef oder besser dessen Freund und Mitinhaber des kleinen Ladens in dem ich Praktikum machte und einen Großteil meiner Freizeit in die Hilfe dort vor Ort investierte, mir mitteilte das heute ein alter Bekannter kommen würde, wird mir klar das seine Worte meinen späteren Kampf in Gang gebracht haben.
Damals suchte ich nach Ablenkung. Mein damaliger Freund, er war 10 Jahre älter als ich, befand sich im Gefängnis und mir fehlte die Liebe die ich mir bei jeder erdenklichen Gelegenheit erbettelte und die ich seit meinem 13. Lebensjahr in Beziehungen zu Männern suchte. Ich wollte erwachsen sein und spielte meine Rolle gut.
Deswegen war es kein Problem für mich andere Praktikanten um den Finger zu wickeln. Doch nie hielt es lang und immer lachten die beiden Chefs über meine naive Art.
"Verlieb dich nicht in ihn! Er heißt Heinie und ist auch ein Heinie!" Waren die Zauberworte die mich nun in die verhängnisvollste Beziehung stürzen sollten.
Er hätte auch sagen können "Hier kommt ein Mann mit schlimmen Problemen. Schlimmer noch als deine eigenen! Versuch ihn nicht zu retten, er wird dich nur gefährden!" Und selbst dann hätte ich nur verstanden was ich hören wollte. Nämlich das jemand, ein drogenabhängiger Mann, unbedingt meine Hilfe benötigt.....
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Bis zur Klärung geschlossen.
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