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26. Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb: Finale

26. Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb: Finale
Erstellt von Isegrims
Online
Samstag, 19.12.2020, 17:30 Uhr
Bis: Samstag, 19.12.2020, 23:00 Uhr
(Ausgabe der Daten für Zeitzone Europe/Amsterdam)
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Bevorstehende Termine
Alle Daten werden für die Zeitzone Europe/Amsterdam dargestellt.

Diese Veranstaltung ist abgelaufen und hat keine kommenden Termineinträge.
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26. Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb: Finale

Neben drei weiteren Geschichten wird
Der Zauberer in Stockholm vorgetragen.
(Die AutorInnen sollen zwischen den Stücken zugeschaltet werden)
Vielleicht hat der eine oder andere von Euch Zeit und Lust auf die Veranstaltung. Ich freue mich!


Hier der Begleittext des Veranstalters:

Grenzwertig die Zeiten - ‚grenzwertig‘ auch unser Thema zum 26. Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb 2020, der am 19. Dezember in einer Publikumslesung mit der Kür eines Siegers/einer Siegerin endet.

Unsere Jury (Dr. Katrin Lange - Literaturhaus München, Clemens Todd - Geschäftsführer buecher.de, Prof. Anna Kathrin Bleuler - Germanistik Universität Salzburg, Marie Reich - Regisseurin/Autorin, hat die SiegerInnen gewählt. Zwei Publikumspreise über 3000 Euro, Jurypreis über 500 Euro.

Der Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb präsentiert seit bald 15 Jahren anspruchsvolle Nachwuchsliteratur in lockerem Rahmen. Die Publikumslesung war immer in eine kulinarische Interpretation der vier Texte der Endrunde durch wechselnde Köche/Köchinnen eingebettet. Dieses Jahr wird sich dieser Teil der Veranstaltung coronabedingt einer fast vergessenen Primärdisziplin der Deutschen widmen: dem Einmachen. Die nachgekochten Geschichten werden den Teilnehmern eingeglast per Post zugeschickt.

Gelesen werden die Geschichten von Mascha Müller, musikalisch interpretiert in vier DJ-Sets von DJ Biedermann und den Brandstiftern. Die Preisträger/innen kommen aus der gesamten Welt – deutschsprachig müssen ihre Texte sein. Keine Grenzen, keine Altersbeschränkungen, formal sind die ‚grenzwertigen‘ Texte zwischen elftausend- und dreizehntausend Zeichen lang.

Lesung und Drumherum gibt’s als Livestream mit personalisiertem Link nach Registrierung. An ausgewähltem Platz wird am 19.12. zu jeder vollen Stunde eine Geschichte gelesen, davor und danach gibt es Musik, DJ, Geschichten über die Geschichten, Einspielungen, Kochanweisungen. Alles live!

Wer kocht ein? G’schmackes ist ein gerade gegründetes Startup von zwei Genussfanatikern: Kevin Schumann bringt über zehn Jahre Erfahrung in der Sterne-Gastronomie mit: Dreisternekoch Christian Bau weckte dessen Lust am kreativen Kochen; die letzten Jahre war er Sous-Chef im ‚Esszimmer‘ (Käfer) und verinnerlichte mit Bobby Bräuer die Liebe zum Detail in der Kulinarik. Anthony Leis sammelte nach Ausbildung in Luzern Erfahrungen im ‚Esszimmer‘, auch im ‚The Setai‘ in Miami; zuletzt war er stellvertretender Geschäftsführer in der Züricher ‚Seerose‘. Vision der beiden: mit gesunder, einfacher Küche auf höchstem Niveau die gastronomische Landschaft bereichern.

Weitere Informationen hier: www.zuendeln.de - Zum Anzeigen anmelden oder registrieren
Reservieren bitte hier:
https://www.zuendeln.de/?page_id=4092


Die Lesung findet als Livestream am 19.12. ab 17:30 Uhr im Netz statt – nach Reservierung über unser Portal und Akkreditierung durch Zahlung bekommt ihr einen Streaming-Link zugeschickt, der personalisiert ist. Pro Person/Stream 10,00 Euro.
Wer das Menü dazu bucht, bekommt eine von unserem Koch arrangierte Kochbox mit auf die Geschichten hin ausgewählten Speisen zugeschickt, für euch Eingekochtes, das kulinarisch abbildet, was literarisch geboten wird. Mit dabei eine Flasche Wein, eine literarische Überraschung. Pro Person 55,00 Euro.

Am Lesungsabend selbst, der live sein wird, werden wir von passendem Platz aus zu jeder vollen Stunde eine der vier Geschichten lesen. Für die Kochboxbesteller gibt es nach der Lesung Erklärungen zum Essen. Da die Gerichte ja schon zubereitet sind, müsst ihr lediglich aufwärmen und würzen; Teile des Menügangs, die frisch sein müssen und daher von euch selbst gekauft werden sollen, schreiben wir euch auf; natürlich bekommt ihr eine Erinnerungsmail.
Unser DJ wird bis zur nächsten vollen Stunde und damit Lesung eine musikalische Interpretation zur Geschichte mixen.

Vier solcher Gänge gibt es – mit der letzten Geschichte stimmt ihr als Publikum über eine von uns eingerichtete Homepage über eure Lieblingsgeschichte ab – pro Lizenz gibt es eine Stimme, sitzen vier Publikumsteilnehmer beim Menü zusammen, haben diese auch vier Stimmrechte.
 
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Etwa 600 Anmeldungen laut Veranstalter: wow, hätte ich nicht mit gerechnet.
Bisschen Lampenfieber, aber sehr gespannt auf die Texte und wie sie vorgetragen werden, auf den Event selbst, der in eine Art Koch-Show eingebettet ist. Wird über hopin durchgeführt, gibt ne Art virtuelle Bühne, Lounges für die Pausen und was weiß ich schon welche Überraschungen.
Sorry, musste ich mal loswerden.
 
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Die Lesung ist ja schon ein paar Tage her. Ich berichte mal. (weiß nicht, ob jemand von den Wortkriegern dabei war)
Zwei Tage vor dem Event kam das Paket mit den Zutaten, bzw. dem vorbereiteten Essen an: Gläschen, Tütchen, abgepacktes vorgekochtes Fleisch. So wie das aussah (ich füge ein Bild bei) konnte ich mir nicht vorstellen, ob der Gaumengenuss funktioniert.
Über die Plattform Hopin ging es dann einigermaßen pünktlich los. Die AutorInnen wurden gebeten über Zoom ggf. für ein Interview zur Verfügung zu stehen und keiner wusste, an welcher Stelle, zu welchem Gang der eigene Text dran war. Was nicht gerade die Nervosität linderte.

Anmoderation, Musik (ein Akkordeonspieler: Zopf, etwas älter, geschlossene Augen beim Musizieren: er wollte die Texte interpretieren, aber die Intros klangen alle sehr ähnlich. Eine Sängerin. Stil: Jazz)
Dann die erste Geschichte, gelesen von einer Schauspielerin (Mascha Müller, die jeden einzelnen Text konzentriert und wirklich fein vorgetragen hat): Dir Story handelte von einem Journalistenteam, das eine Reportage an der mexikanisch-amrikanischen Grenze, machte. Sprachlich recht gut, auch der Plot sehr ansprechend. Erster Gang: USA versus Mexiko. Hühnchen, Coleslaw, Mousse.
Die zweite Story zeigte einen Kerl, der im Flugzeug neben einer schlafenden Schönheit sitzt. Sie schläft ein und lehnt den Kopf an seine Schultern. Innerer Monolog: Wehmut und Männerfantasien. Fly High: Pfeffer Velouté mit Tomate (sehr lecker!)
Danach meine Geschichte, angekündigt ohne Titel, was mich sehr wunderte. Sehr sehr gut gelesen, besonders die unterschiedlichen Stimmen. Dark After Light (Rinderschulter, Sellerocreme. Whiskey-Preiselbeere-Jus, Münchner Topinambur-Salat).
Schließlich ein Text, der aus Sicht der Schwester vom Selbstmord des Bruder erzählt. Äußerst rührselig, zart, aber mit sprachlichen Finessen (Wiederholngsschleife, ein feines Element). Back to the Roots: Rote-Beete Creme Brulée mit süßer Erde.
Tja, und dann sollte das Publikumsvoting stattfinden. Klappte aber nicht, weil einerseits die Zeit abgelaufen war (man mietet Hopin für einen bestimmten Zeitraum) und andererseits nichts Besseres einfiel als die Teilnehmer aufzufordern, per Mail abzustimmen. Vergabe des Publikumspreises. (an die letzte Geschichte). Die AutorInnen per Zoom ausgestellt, ohne ein Wort sagen zu können. Fand ich sehr grenzwertig (um das Motto wieder aufzunehmen). Publikumspreis sollte (und wurde) dann am Montag bekanntgegeben werden.

Fazit: Klasse Veranstaltung mit ein paar Pannen und abrupten Ende. Favoriten hatte ich keine (die eigene Geschichte zu beurteilen ist ja schwierig). Den zweiten Text fand ich etwas schwächer.

Zwei Studentinnen aus Wien, ein einigermaßen bekannter Autor aus Brandenburg, der für die ZEIT und die SZ schreibt. Und eben ich.

Auf YouTube gibt es Interviews mit den AutorInnen. Siehe Link.


Haha: ich musste mich wie ein Politiker verhalten, weil ich mit dem, na ja zerstreuten Otger, nicht über Persönliches, sondern über den Text sprechen wollte.

Die komplette Lesung werde ich verlinken, sobald ich eine Aufzeichnung habe.
 

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