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  • Macht bis zum 15.08.2020 mit bei der ersten jährlichen Sommer-Challenge für Kindergeschichten: Zielgruppe Krümel.

Alois und seine Freund

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21.07.2020
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Alois und seine Freund

Ach na toll, Mama hat mal wieder keine Zeit für mich, weil sie flink wie eine Rakete mit ihrem Staubsauger von der Küche ins Wohnzimmer flitzt, zurück in die Küche, über den Flur ins Schlafzimmer und dann auch noch in Tobias Zimmer und wieder ... es scheint so, als würde sie immer schneller durch das Haus flitzen, nein fliegen ... ja, einfach wie eine Rakete.

Na gut, ist, wie es ist, dann schauen wir mal, was Papa so macht.

Naja, es hätte mich auch gewundert, wenn Papa nicht tief nach unten gebeugt hinter seinem Computer sitzen würde, zwischenzeitlich mal ans Telefon geht und dann wieder wie von der Tarantel gestochen in seine Tastatur hämmert.

Schön langsam kommt in mir das Gefühl der Langeweile hoch, dagegen kann auch Tobias, mein großer Bruder, nichts machen, denn der ist wie jede Woche mindestens dreimal im Fussballtraining und wenn gerade kein Training ist, dann spielt er so auf dem Bolzplatz mit seinen Kumpels.

Ein Blick aus dem Fenster lässt bei mir den Gedanken aufkommen, ... ach habt mich doch alle gern, ich lege mich jetzt in den Garten und schaue mir eines meiner Bücher an, die ich alle bestimmt schon drei-, vier- oder fünfmal angeschaut habe. Das geht ja bei Bilderbüchern ziemlich schnell.

Plötzlich, als ich gerade auf Seite vier der kleinen gefrässigen Raupe bin, höre ich ein "hubbrrrhu" aber sehen tue ich nichts. Mmh, die Raupe war nun mit dem Apfel schon fast durch und da ist es wieder "hubbrrhu". Jetzt bin ich neugierig, lege das Buch zur Seite und schau mal was dieses "hubbrrhu" denn sein könnte.

An den Rosen vorbei, über den kleinen Teich gehobst, an den hängenden Geranien und den kleinen Bäumchen vorbei, nichts zu sehen und trotzdem immer wieder dieses "hubbrrhu". Enttäuscht darüber, dass ich diesem spannenden Rätsel einfach nicht auf die Sprünge komme, setze ich mich traurig an den Gartentisch und nehme einen kräftigen Schluck aus meiner Apfelschorle ... da, da ist es wieder "hubbrrhu", plötzlich ganz laut. Mein Blick wandert über den großen Gartentisch an dessen Ende ein gelbes Gefäß steht. Das gelbe Gefäß ist eine Ungeziefer-Falle. Wer hat sich Die wohl eingebildet? Ja Mama ....

Mein Blick wandert immer näher an das gelbe Gefängnis für Tiere und bevor ich etwas sagen kann, schauen mich zwei große, traurige Augen an, bestimmt vergrößert, durch das gelb durchsichtige Kunststoffgehäuse. Und wieder ein "hubbrrhu". Nach genauem Betrachten, sehe ich einen kleinen doch etwas pummeligen Marienkäfer 🐞 in unserer Folterkammer für Insekten und er entdeckt mich. Die traurigen Augen ziehen sich links und rechts nach unten und plötzlich ist ein doch rauherer Ton zu hören: "Wos schaustn so deppad, huif ma raus, mi frierts und Hunger hob i a ... "

Hat der Marienkäfer gerade gesprochen? Nein ich habe nicht geträumt, denn nun höre ich: "Hallo, wos is jetz, a bisse schneller wia sonst aufgehts zack zack ..."

Genug, das macht mir Angst. Ich springe ein wenig zurück und nähere mich nochmal mit meinen Blicken aus sicherer Entfernung der unglaublichen Sache, Dings, ... Marienkäfer der spricht und dann auch noch bayrisch ... was ist hier los.

" Äh hallo, hast du gerade gesprochen?" frage ich mit leiser und ein wenig zittriger Stimme.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: "Omei, war ja klar, bei meim Glück a no a Preiss, der werd ned amoi wissen, wia des Scheißheisl do aufgeht" ... "Sog amoi wos machstn du do bei uns im diafstn Niederbayern? Bist du fähig, dassd ma aufsperrst, sche langsam hungert mi scho gscheid und wenn mi hungert werd i grantig, wia de meisten Bayern wenn da Bauch knurrt. Also wos is jetz?"

Ich kann es nicht glauben, spielt mir meine Fantasie einen Streich oder was ist hier los? Mama und Papa werden mir das nie glauben. Ein pummeliger Marienkäfer, der sprechen kann und dann auch noch bayrisch. Wenn er jetz noch eine Lederhose an hätte ... ich hab wohl laut mit mir selbst gesprochen, da aus der Käferfalle zu hören ist: "De hängt dahoam im Schrank ... jetz wart ned zlang, weil mittlerweile geht's ma nämlich nimma guad, eiso, lass mi raus, bitte. A wennst a Preiss bist aber a bisse a Herz werst ja du a hom. Auf Auf, zeit werds."

Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen, irgendwie muss ich dem Kleinen doch helfen. Ich bemerke, dass ich mich schon in Richtung des Gefängnisses begebe. Meine Gedanken spielen damit, wie dieses Plastikungetüm wohl aufgeht. Ich schaue oben, hebe es hoch, schaue unten ... "He He, schüttelt ned a so, sonst werd ma schlecht a no oder bei meim Glück brich i ma an Flügel, eiso Obacht bitte ..."

Entschuldigung, das wollte ich nicht.

"Passt scho, Hauptsache du bringst des Teil boid auf, fui Kraft hob i nimma."

Nach weiteren Minuten, die uns beiden bei weitem länger vorkommen, kann ich endlich den Deckel, mit Schlitz nach links drehen und das "Scheißheisl" öffnen.

Nach zwei, drei Start versuchen schafft es der kleine pummelige Marienkäfer aus seiner Zelle. Nein, er fliegt nicht sofort davon, bevor ich ihn Richtung Horizont aus den Augen verliere, sitzt er auf meiner Nase, schaut mir mit seinen kleinen Runden Klupschern direkt in meine Augen und meint.

"Servus, i bin da Alois Spitznam Loisl, i bin da wos schuldig, wennst irgendwann moi wos brauchst, na schreist, weil i und meine Freind, mia leben in dem Garten und du host jetz wos guad. Danke und Pfiate" ... und schon fliegt er davon ...

Schön dass ich dich kennenlernen durfte ALOIS, alias Loisl. Mit gutem Gefühl und ganz aufgewühlt widme ich mich wieder meinem Buch, schmunzle und denke noch die ganze Nacht an meinen neuen kleinen pummeligen Freund Alois.

Was lernen wir aus dieser Geschichte? Rücksicht auf jedes Lebewesen in unserem Umfeld zu nehmen, ist wichtiger denn he. Egal, ob Mensch, Hund, Katze, der Marienkäfer, die Biene oder der Grashüpfer ... jedes Lebewesen hat seine Aufgabe und auch wenn wir nicht immer Verständnis für einander haben, so sollten wir uns doch alle tolerieren.

Nehmt euch ein Beispiel an den Kleinsten von uns, hier gibt es keine Vorurteile, Diese entstehen erst aufgrund der Wege, die wir einschlagen.

Hilfe und Unterstützung sollten für uns alle ein Gebot sein.

Wir freuen uns auf die nächste Geschichte "vom Loisl" oder einem seiner Freunde.....
 
Zuletzt bearbeitet:
Wortkrieger-Team
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22.10.2011
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2.985
Hallo Liesl, herzlich willkommen auf unserer Seite und gleichzeitig auch herzlich willkommen bei der Krümel-Challenge.
Leider ist es so, dass du insgesamt recht viele Fehler (vor allem Kommafehler) innerhalb deines Textes hast. Ich verschiebe daher deinen Text in unser Korrekturcenter. Dort findest du verschiedene Rubriken, mit deren Hilfe du deinen Text verbessern kannst. Wie gesagt, schau vor allem mal nach den Kommafehlern. Wenn du deinen Text überarbeitet hast, schickst du eine PM an Tserk, der schiebt den Text dann, wenn er soweit in Ordnung ist, wieder zurück zur Challenge. Wenn du deinen Text allerdings nicht verbesserst, würde er nach vier Wochen gelöscht werden.
Ich fang also einfach schon mal an, dann fällt die Überarbeitung vielleicht leichter.
Halt, bevor ich loslege, hier noch ein Hinweis. Wir empfehlen, während man einen Text im Korrekturcenter hat, keine weiteren Texte zu posten und auch nicht inhaltlich über diesen Text zu diskutieren. Diese Zeit im Korrekturcenter dient wirklich der Rechtschreibkorrektur im weitesten Sinne.

Bis demnächst zurück, viele Grüße von Novak

Alois und seine Freund

Ach na toll, Mama hat mal wieder keine Zeit für mich, weil sie flink wie eine Rakete mit ihrem Staubsauger (kein Komma) von der Küche (kein Komma) ins Wohnzimmer (Verb fehlt, z. B. flitzt), zurück in die Küche, über den Flur ins Schlafzimmer und dann auch noch in Tobias Zimmer und wieder ... (Punkte als Auslassungszeichen für ganze Wörter brauchen davor und dahinter jeweils eine Leerstelle, man setzt außerdem nur drei Punkte) es scheint so KOMMA als würde sie immer schneller durch das Haus flitzen, nein fliegen ... ja, einfach wie eine Rakete.

Na gut, ist KOMMA wie es ist, dann schauen wir mal KOMMA was Papa so macht.

Naja KOMMA es hätte mich auch gewundert, wenn Papa nicht tief nach unten gebeugt hinter seinem Computer sitzen würde, zwischenzeitlich mal ans Telefon geht und dann wieder wie von der Tarantel gestochen (kein Komma) in seine Tastatur hämmert.

Schön langsam kommt in mir das Gefühl der Langeweile hoch, dagegen kann auch Tobias KOMMA mein großer Bruder KOMMA nichts machen, denn der ist wie jede Woche mindestens dreimal im Fussballtraining und wenn gerade kein Training ist, dann spielt er so auf dem Bolzplatz kein Komma mit seinen Kumpels.
 

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