Was ist neu
  • Macht bis zum 15.08.2020 mit bei der ersten jährlichen Sommer-Challenge für Kindergeschichten: Zielgruppe Krümel.

Der Mann, der nicht weinen konnte

Mitglied
Beitritt
24.07.2020
Beiträge
23

Der Mann, der nicht weinen konnte

Natürlich waren als Kind auch bei ihm die Tränen geflossen. Nach dem Hinfallen auf der Strasse, bei erbitterter Enttäuschung über das nicht gekaufte Spielzeug oder in ohnmächtiger Wut über typisch kindische Bagatellen.

Nur schien es, als hätte er ein von der Natur zur Verfügung gestelltes, und in seinem Fall besonders limitiertes Kontingent frühzeitig aufgebraucht, ohne dass Nachschub vorgesehen wäre. Als mit 25 seine Grossmutter starb, floss zwar noch eine einsame Träne, aber geweint hatte er damals bereits nicht mehr. In seinen frühen Dreissigern hatte er sein letztes Mal schon lange vergessen. Als wäre der dafür zuständige Muskel durch ausbleibende Wärme wie Kerzenwachs erstarrt und nicht mehr dazu fähig seine Funktion zu erfüllen. Eine wohlmeinende Psychologin hatte ihm als geistigen Tetraplegiker diagnostiziert zu aufwändiger Rehabilitation geraten, die jedoch gänzlich erfolglos verlaufen war.

In seiner Not hatte er angefangen, bewusst die sogenannten Trigger zu suchen. Zuerst harmlos, ja sogar ein wenig lächerlich, wie damals, als er eine extragrosse Portion Zwiebeln tief über das Hackbrett gebeugt geschnitten hatte. Eine Weile lang hatte er sich besonders tragische Filme geliehen. Dem Leid der Protagonisten konnte er jeweils sehr empathisch folgen und war durchaus bei einer gut erzählten Verfilmung innerlich aufgewühlt. Nur äusserlich wollte sich die Regung nicht einstellen. Auch der Wechsel von bezüglich dramaturgischen Handwerks einwandfreier Fiktion zur härteren Kategorie des unvorstellbaren Leids porträtierenden Dokumentarfilms vermochte keinen Unterschied zu machen. Später begannen die weniger harmlosen Versuche. Diskret unangebracht, indem er an fremden Begräbnissen teilnahm und sich dabei, wenn nötig, als fernen Bekannten ausgab. Und in pervers verstörender Weise, indem er sich in die Sterbetrakte der Spitäler schlich und dort, zuweilen als Angestellter verkleidet, die Totgeweihten in der Rolle des teilnahmsvollen Zuschauers im Unterfangen missbrauchte, ihm ein authentisches Wehklagen zu entlocken. Einem Drogenabhängigen gleich erhöhten sich seine Dosen und kulminierten bald in nicht mehr akzeptierbaren Grenzüberschreitungen, wie er komatösen oder auch nur ruhig gestellten Patienten ungefragt die fremde Hand hielt.

Mit der Zeit entwickelte er sich zu einem regelrechten Trauerexperten, musste dabei aber oft sowohl angewidert wie entmutigt an Süskinds Grenouille denken, der als Meister der Düfte selbst über keinen Körpergeruch verfügte. Ja, es schien, dass je dringlicher er auf sein Ziel zuschritt, desto schneller es sich von ihm entfernte. Jeder Versuch, mit immer stärkeren Nadelstichen unter seine Haut zu gelangen, machte diese nur dicker. Eine Pflegerin überführte ihn schliesslich mit Hilfe von Überwachungskameras und setzte seinen ohnehin zum Scheitern verurteilten Experimenten ein jähes Ende. Die nachfolgenden Wochen verbrachte er in Scham und deprimiert zuhause, ohne aber dabei jemals selbst lautlos zu schluchzen, obschon ihm zum Heulen zumute war. Ein guter Monat verging, bis er sich wieder auf die Strasse traute ohne dabei gleich im Schuldgefühl des Ertappten zu versinken, bloss weil ihm ein Passant zufällig oder zum Gruss in die Augen schaute.

Es geschah unerwartet und ganz anders, als er es sich in vielen schlaflosen Nächten vorgestellt hatte. Er spazierte an einem Sonntagnachmittag wie üblich am Spielplatz vorbei, als ihn dort ein im Sonnenschein spielendes Kind erblickte. Es hielt in seinem herzlichen Lachen inne, lief zu ihm hin und schenkte ihm zwei fröhlich über die Wangen gekullerte Tränen. Als er begriffen hatte, sank er auf die Knie, seine Schultern schüttelten sich unkontrolliert und er weinte ohne sich um Zeugen zu kümmern, das Gesicht in den Händen vergraben, laut vor Dankbarkeit und Glück.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied
Beitritt
21.04.2014
Beiträge
592
Hey lana91,

willkommen bei den Wortkriegern.

Ich weiß ja nicht, was du sonst so schreibst, ob der Text hier eine Art Versuchsanordnung sein soll, ob du die Sprache dem Sujet anpassen wolltest oder so, aber ich denke, damit wirst du nicht viele Fans bekommen. Das liegt mMn in erster Linie daran, dass der Text keine Literarizität versprüht, sondern eher an einen Bericht erinnern lässt, das klingt schon nach Amtsdeutsch alles.

Es geschah schliesslich gänzlich unerwartet und ganz anders, als er es sich in vielen schlaflosen Nächten vorgestellt hatte. Er lief an einem sommerlich warmen Sonntagnachmittag auf seinem üblichen Spaziergang an einem Spielplatz vorbei, als dort ein beim fröhlichen Spiel vor herzlichem Lachen fast bersten wollendes Kind innehielt, ihn mit aufrichtigem Mitgefühl verständnisvoll anschaute, zu ihm hinlief, und ihm aufmunternd lächelnd zur Erlösung zwei frische Tränen schenkte.
Daran ändert für mich auch der oben aufgezählte Overkill nichts, jedes markierte Wort ließe sich verlustfrei streichen, nicht?

Sorry, für mich war das nichts.

Danke fürs Hochladen

hell
 
Mitglied
Beitritt
10.07.2020
Beiträge
32
Hi @lana91! Ich finde deine Idee sehr gut - und auch, wie du sie entwickelst. Sprachlich kann man sicher noch was machen, da gebe ich @hell recht, aber das Thema deiner Story finde ich wirklich faszinierend. Die Auflösung im letzten Absatz nimmt der Story meines Erachtens aber etwas - ich frage mich, ob das der beste Schluss ist? (Offene Frage - keine Ahnung.) Anyway: Schönes, düsteres Thema, angenehm kurz, Sprache bisschen sperrig. Kudos!
 
Mitglied
Beitritt
02.04.2019
Beiträge
84
Hallo @lana91,

von der Idee her hat mir dein Text gut gefallen, beim Lesen haben sich leider ein paar Probleme ergeben - Dinge, die mir anders formuliert besser gefallen hätten, rein subjektiv natürlich. Ich mag sehr gerne deinen eher trockenen oder auch "berichtartigen" Stil, für mich hat das eine bestimmte Ästhetik, mit der leider an einigen Stellen gebrochen wird.

Da muss ich mich meinem Vorredner @hell bei seinem angefügten Zitat anschließen, die Adjektive sind durch den Text so zahlreich vorhanden, dass man leicht stolpert und sich hingehalten fühlt, die zitierte Stelle ist dafür das Paradebeispiel. Das kurze Ende wirkt auf mich dadurch leider auch erzwungen, überhastet und leicht missverständlich - als wäre es eben schnell noch abgearbeitet worden. Würdest du auf diesen Schlussmoment tiefer eingehen und ihm mehr Atmosphäre schenken, wäre das gefühlsmäßig ein toller Kontrast zum Rest des Textes, ein Wandel in seiner Struktur, was die Schreibe insgesamt besser als gewähltes Stilmittel erkenntlich machen würde und ich im Hinblick auf Verlauf und Thematik deiner Geschichte mehr als passend fände - weil das "Amtsdeutsch" somit auch als Transportmittel für die Gefühlslage deines Protas unverkennbar wäre.

Optisch widerstreben mir generell durch Bindestrich zusammengefügte Worte, gut möglich, dass andere das anders empfinden und es gegebenenfalls sogar "richtiger" ist als meine Weise. Trigger-Momente. Trauer-Experten. Security-Kameras. Wo liegt der Unterschied zu Triggermomenten, Trauerexperten und Securitykameras? (Abgesehen von der roten Markierung unterm Wort beim Tippen). Und warum heißt es nicht z.B. Sterbe-Trakte? Ich mag diese Striche nicht.

"Trigger" und "Security" würde ich versuchen umzudeutschen, weil gerade diese Worte dann deinen Stil zusätzlich stützen würden. Bisher sehe ich da einen Bruch (bringt mich gedanklich weg von der eigentlichen Geschichte) und das bringt mich raus.

Das Ende finde ich zu jäh. Der Prota hat jahrelang gelitten und suchte verzweifelt diesen besonderen Moment heraufzubeschwören. Dementsprechend wird er ihn auch auskosten, muss doch die erste Gefühlsregung wie ein Ozean sein, der über ihn herein- bzw. aus ihm herausbricht - wovon ich als Leser leider nichts mitbekomme, weil dann - zack! - die Geschichte vorbei ist. Stell dir mal vor, dieses Ende wäre dein eigentlicher Ausgangspunkt und du erzählst die Geschichte von dort aus einem Passanten, der in diesem Moment an dem Mann vorbeiläuft, der schamlos wie ein Kind auf Knien heult, als würde er sich um die Öffentlichkeit nicht scheren. Wäre ich dieser Passant, würde mich die Geschichte dahinter brennend interessieren. Und das ist (für mich) auch der Beweis dafür, dass deine Geschichte grundsätzlich interessant ist, ohne wenn und aber, und das ist bei aller Kritik auch eine Leistung.

Bei Rechtschreibung und Grammatik gibt es (glaube ich) hie und da noch Makel, das würde ich aber mal lieber andere beurteilen lassen und mache hier vorerst Schluss.

Hab den Text gerne gelesen und hoffe, dass meine Einwürfe für dich hilfreich sind. Das Thema finde ich wirklich klasse und den Stil grundsätzlich auch, nur hätte ich das Ganze gerne mehr "auf den Punkt gebracht", als mit Adjektiven ausgeschmückt.

Viele Grüße und viel Spaß noch beim Schreiben!

Kahasimir
 
Mitglied
Beitritt
24.07.2020
Beiträge
23
@hell, @Christophe, @Kahasimir

Herzlichen Dank für eure hilfreichen Kommentare. Am liebsten würde ich meine Wertschätzung direkt durch Änderungen im Text ausdrücken. Ich verstehe aber noch nicht alles und würde mich über einige Erläuterungen sehr freuen. Den Beweis bin ich natürlich noch schuldig, aber versteht meine Bitten auch als Versprechen, dass ich mich mit eurer Kritik ausführlich und gebührend auseinandersetze.

@hell

Die generelle Kritik zum Gebrauch von Adjektiv kann ich (hoffentlich) selbstständig bearbeiten. Wo ich ein bisschen Hilfe bräuchte:
Er lief an einem sommerlich warmen Sonntagnachmittag auf seinem üblichen Spaziergang an einem Spielplatz vorbei
Kannst du mir Alternativen vorschlagen? Wäre es zum Beispiel eine Idee, das "sommerlich warme" in anderen Worten direkt auf den Spielplatz scheinen zu lassen? "Jetzt wirds wärmer" zeigt ja dem blind Suchenden, wo sich die Lösung befindet.

Und wie könnte ich anstatt durch das ersatzlos gestrichene "auf seinem üblichen Spaziergang" ausdrücken, dass der Protagonist im entscheidenden Moment sich in seiner Routine befindet, er also nichts anderes tat, als sich der Gelegenheit zu exponieren und die Erlösung in Form von Empathie von aussen kommt?

Du musst mir nichts vorkauen, aber um einen Schubs in die richtige Richtung wäre ich dankbar. Einen Versuch findest du bereits in der Überarbeitung.

@Christophe
Könntest du die Stelle erwähnen, die deiner Meinung nach am sperrigsten ist?
Mein eigener Vorschlag:
Auch der Wechsel von bezüglich dramaturgischen Handwerks einwandfreier Fiktion zur härteren Kategorie des unvorstellbaren Leids porträtierenden Dokumentarfilms vermochte keinen Unterschied zu machen.
Sollte (geglückt oder nicht) die umständliche Art seiner Herangehensweise ausdrücken. Gibt es weitere Stellen, wo es gar nicht passen will? (1-2 Beispiele wären mir von grosser Hilfe).

@Kahasimir
beim Lesen haben sich leider ein paar Probleme ergeben - Dinge, die mir anders formuliert besser gefallen hätten
Ich mag sehr gerne deinen eher trockenen oder auch "berichtartigen" Stil, für mich hat das eine bestimmte Ästhetik, mit der leider an einigen Stellen gebrochen wird.
Darf ich auch dich bitten, 1-2 repräsentantive Stellen anzugeben? Ganz ohne Beispiele ist es für mich schwierig. Gibst du mir einen Ansatzpunkt, kann ich den Faden hoffentlich von dort aufnehmen.
Der Hinweis zu den Bindestrichen ist einleuchtend und sofort umsetzbar. Die Security-Kamera wird zur Überwachungskamera verbessert. Die Trigger-Momente werden zum simplen Trigger (hier muss das Wort auf Englisch bleiben, um an den Fachjargon der Psychologin im Vorgängersatz anzuknüpfen).

Das Ende finde ich zu jäh.
"und setzte seinen ohnehin zum Scheitern verurteilten Experimenten ein jähes Ende." entpuppt sich als Selbstoffenbarung ;).

Zu deinen Überlegungen zum Schluss kann ich mir vorerst selbst Gedanken machen. Gerne würde ich bei einer Änderung nochmals auf dich zukommen, obs nun besser geworden sei. Darf ich?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied
Beitritt
02.04.2019
Beiträge
84
Hallo @lana91,

Darf ich auch dich bitten, 1-2 repräsentantive Stellen anzugeben? Ganz ohne Beispiele ist es für mich schwierig. Gibst du mir einen Ansatzpunkt, kann ich den Faden hoffentlich von dort aufnehmen.
gerne. Ich wollte gerne noch ergänzen, dass ich das "berichtartige" in Anführungszeichen schrieb, weil ich mich an den Punkt meines Vorredners drangehängt habe. Als Bericht liest es sich nicht, geht nur stilistisch in die Richtung, eher trocken als blumig. Ich mag das, in Gedanken ergibt sich mir eine Erzählstimme, wie man sie aus älteren Filmen kennt, etwas sonor, durchgetaktet und trotzdem Ausdrucksstark.
Mit dieser Stimme im Kopf sind Umständlichkeiten und Wortwiederholungen für mich schwer zu vereinbaren. Du hast zwei Entscheidungen getroffen, die den Text im Ganzen und sich auch gegenseitig beeinflussen und dadurch der Erzählstimme den Knack nehmen - falls sie so klingen soll wie ich sie hören will, was ich ja nicht genau weiß und auch total falsch liegen könnte.

Zu Beginn gibt es einige Aussagen, die als Annahmen oder Interpretation formuliert sind. Eigentlich nur im zweiten Absatz, was mir aber erst nach dem zweiten Lesedurchgang bewusst wurde. Der Eindruck wurde mitgezogen, weil die Zeitauswahl zu Umwegen und Wiederholungen führt, sehr viel "wäre" und "hätte", was näher an einer Annahme dran ist, als etwas, das "war" - jemand, der etwas "tat" oder etwas, das "geschah". Würde mir das nicht im Weg stehen, hätte ich an "schien es, als ..." und "es war, als ob ..." -Sätzen gar nichts zu meckern.

Nur schien es, als hätte er ein von der Natur zur Verfügung gestelltes, und in seinem Fall besonders limitiertes Kontingent frühzeitig aufgebraucht, ohne dass Nachschub vorgesehen wäre. In seinen frühen Dreissigern hatte er sein letztes Mal schon lange vergessen. Als mit 25 seine Grossmutter gestorben war, war zwar noch eine einsame Träne geflossen, aber geweint hatte er damals bereits nicht mehr. Es war, als ob der dafür zuständige Muskel durch ausbleibende Wärme wie Kerzenwachs erstarrt wäre und dadurch seine Funktion verlernt hätte. Eine wohlmeinende Psychologin hatte ihm als geistigen Tetraplegiker diagnostiziert zu aufwändiger Rehabilitation geraten, die jedoch gänzlich erfolglos verlaufen war.
Wenn du die Zeit beibehalten willst, könnte es vllt. helfen ein paar "als hätte/wäre" an den Satzanfang zu rücken, denn dann müsstest du Beschreibende/Umschreibende Passagen bloß mit einem einzigen "hätte/wäre" Satz einleiten.

Bsp.:
Als wäre der dafür zuständige Muskel durch ausbleibende Wärme wie Kerzenwachs erstarrt und nicht mehr dazu fähig seine Funktion zu erfüllen. (Da ließe sich sogar noch das "und" wegsparen)

Eine wohlmeinende Psychologin diagnostizierte ihn damals als geistigen Tetraplegiker und riet zu aufwändiger Rehabilitation, die jedoch gänzlich erfolglos verlief.

Jetzt lautet natürlich die Frage: Ist es so gewesen oder war es so gewesen?

Auch mit dem "hätte/wäre" war mir, als hätte ;-) es sich noch viel mehr durch den Text gezogen, wenn ich jetzt drüberlese finde ich das sonst aber kaum noch. Bin ich bekloppt oder hast du das schon selbst umgeändert? Falls ich mich irre, ist der erste Eindruck eben leider auch bei Texten maßgeblicher als gedacht.

Zu deinen Überlegungen zum Schluss kann ich mir vorerst selbst Gedanken machen. Gerne würde ich bei einer Änderung nochmals auf dich zukommen, obs nun besser geworden sei. Darf ich?
Klar, gerne, freu mich drauf. Denk nur bitte dran, das sind einfach nur meine Eindrücke und Gedanken zu deiner Geschichte. Schlussendlich muss sie dir gefallen und nicht mir.
Wenn ich dir aber dabei eine Hilfe bin, freut mich das sehr.


Schönes Wochenende.

Kahasimir
 
Mitglied
Beitritt
24.07.2020
Beiträge
23
@Kahasimir
Auch mit dem "hätte/wäre" war mir, als hätte ;-) es sich noch viel mehr durch den Text gezogen, wenn ich jetzt drüberlese finde ich das sonst aber kaum noch. Bin ich bekloppt oder hast du das schon selbst umgeändert? Falls ich mich irre, ist der erste Eindruck eben leider auch bei Texten maßgeblicher als gedacht.
Hmm ja, daran dass die originale Referenz beim Ändern verloren geht, habe ich zwar gedacht, aber bei FAQ und Hilfe keine vorgeschlagene Lösung gesehen. Die Konservierung unter einem Spoiler scheint mir eine gute Idee. Ich hoffe, dies ist goutiert oder bereits sogar üblich.

Anmerkung der Moderation: Originalversion gelöscht

In seinen frühen Dreissigern hatte er sein letztes Mal schon lange vergessen. Als mit 25 seine Grossmutter gestorben war, war zwar noch eine einsame Träne geflossen, aber geweint hatte er damals bereits nicht mehr.
Hier sehe ich, dass ich den zweiten Satz ins Imperfekt setzen könnte. Um den ersten Satz dabei unverändert zu lassen, bedingt es aber eine Umstellung der beiden Sätze.

Es sähe dann so aus:
"Als mit 25 seine Grossmutter starb, floss zwar noch eine einsame Träne, aber geweint hatte er damals bereits nicht mehr. In seinen frühen Dreissigern hatte er sein letztes Mal schon lange vergessen. "

Als wäre der dafür zuständige Muskel durch ausbleibende Wärme wie Kerzenwachs erstarrt und nicht mehr dazu fähig seine Funktion zu erfüllen.
Gefällt mir viel besser und ist übernommen, danke.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wortkrieger-Team
Beitritt
07.01.2018
Beiträge
1.210
Hi @lana91

Und willkommen im Wortkriegerland!

Die Konservierung unter einem Spoiler scheint mir eine gute Idee. Ich hoffe, dies ist goutiert oder bereits sogar üblich.
Stell Dir mal vor, wie es hier aussähe, wenn alle bei jeder Überarbeitung Vorgängerversionen ihrer Geschichte in die Kommentare posten würden (da käme nämlich bei einigen ganz schön was zusammen). Überarbeitungen sind hier üblich, und das Aufbewahren früherer Versionen würde ich allen Autor:innen empfehlen. Für die Leser:innen ist dies jedoch erfahrungsgemäß eher weniger von Interesse.

Ich habe deswegen die vollständige Originalversion Deiner Geschichte aus Deinem letzten Kommentar entfernt.

Cheers,
Maria
 
Mitglied
Beitritt
24.07.2020
Beiträge
23
@TeddyMaria
Stell Dir mal vor, wie es hier aussähe, wenn alle bei jeder Überarbeitung Vorgängerversionen ihrer Geschichte in die Kommentare posten würden (da käme nämlich bei einigen ganz schön was zusammen). [...]Für die Leser:innen ist dies jedoch erfahrungsgemäß eher weniger von Interesse.
Vorstellen muss ich mir das gar nicht, ich hab den kleinen "Spoiler"-Knopf gesehen und er sah für mich ganz überschaubar aus. Etwa so:
Veranschaulichung
Wie viel dabei zusammenkommt ist auch klar: Ungefähr das Doppelte der Originalposts. In meinem Fall sind das 5KB oder etwa 3x weniger als dein Profilicon. Die Kosten habe ich ungefähr überschlagen anhand Cloud-Storage Preisen: 0.000000115$ pro Monat. Das wären bei 10'000 Benutzern und 1'000x grösseren Texten doch immerhin 1.15$ pro Monat.

Eingefügt hatte ich sie, weil sie für ein:e Leser:in von Interesse war.

Zusammenfassend lasse ich es also sein, danke für die Hinweise.

Edit: "doch immerhin" durchgestrichen
 
Zuletzt bearbeitet:
Monsieur le Directeur
Chef
Beitritt
07.02.2000
Beiträge
10.445
Ja, und auf die Masse von allen Internetnutzern in Foren kannst du mal hochrechnen, welche Verschwendung es wäre, alte Textversionen aufzuheben, die von extrem geringen bis keinem Interesse sind. Mal abgesehen davon, dass es hier nicht um Speicherplatz geht, sondern um Übersichtlichkeit und Sinn.
Alle Beiträge werden übrigens versioniert, falls mal jemand unbedingt eine alte Version benötigen würde, könnte man also die Administration um Hilfe bitten, die dann ggf. bei genügend Zeit Hilfe leisten würde. Das gilt natürlich nur für wichtige Fälle.

Und bevor du das nächste Mal klugscheißt: Denk dann kurz drüber nach, ob es wirklich zielführend ist, dem Team damit auf die Nerven zu gehen.
 
Mitglied
Beitritt
24.07.2020
Beiträge
23
Bitte um Entschuldigung Monsieur le Directeur, war nicht als klugscheissen gemeint. Das "doch immerhin" in meinem Text war unnötig, zugegeben. Übersichtlichkeit und Sinn habe ich in Punkt 1 und 3 angesprochen. Dass sich der Spoiler-Tag geradezu aufdrängt, dabei handelt es sich aber bloss um eine Meinung. Obwohl man Sinn individuell beurteilen könnte verstehe ich auch die Gefahr des Präzedenzfalls. Ich bleibe bei meiner Zusammenfassung: Natürlich füge ich mich den Gepflogenheiten, gar keine Frage. Und bin froh, dass aus den ursprünglich genannten Gründen (Aussehen, Volumen, Interesse) eingegriffen wurde.
 

Letzte Empfehlungen

Neue Texte

Neue Beiträge

Anfang Bottom