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  • Macht bis zum 15.08.2020 mit bei der ersten jährlichen Sommer-Challenge für Kindergeschichten: Zielgruppe Krümel.

Der schönste Ort der Welt

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Der schönste Ort der Welt

Immer streiten meine Eltern, dachte David. Diesmal, weil sie nicht wussten, auf welchem Gleis der Zug abfuhr. Sie wollten nach Italien, ans Meer.
Um sich abzulenken, dachte er an die spannenden Geschichten, die er abends gerne vor dem Einschlafen hörte. Und wie schön es wäre, mal von seinen streitenden Eltern wegzukommen. Mit Schulfreunden unterwegs sein, irgendwo in einem Abenteuerland. Während er vor sich hin träumte, fuhr auf dem Gleis neben ihm ein seltsamer Zug ein. Die Wagons hatten alle unterschiedliche Farben, wie ein Spielzeugzug.
Niemand war durch die Fenster zu sehen. Aber nein, das stimmte nicht! Nachdem der Zug zum Stehen gekommen war, hob hinter einem der Fenster eine Schildkröte den Kopf. David lächelte und ... konnte es sein? Schmunzelte auch die Schildkröte? Ja, ganz ohne Zweifel. Sie rollte mit den Augen und schnitt seltsame Grimassen. Er kicherte so sehr, dass er sich die Hände vor den Mund hielt.
Aufgeregt sah David zu seinen Eltern, wollte ihnen seine Entdeckung zeigen. Aber sie waren zu sehr in den Streit vertieft und fuchtelten wild mit den Händen in der Luft herum. Er blickte erneut zu dem Zug. Die Schildkröte stellte sich auf die Hinterbeine, balancierte, begann mit den Vorderbeinen zu fuchteln und fiel schließlich nach hinten um.
Ohne zu zögern lief er zur Tür, er musste ihr helfen. Ein angenehmer Duft wehte ihm entgegen, als er den Zug betrat. Marzipan, Zuckerwatte, Karamellbonbons.

Drinnen war der Duft noch stärker, schien den ganzen Zug zu durchdringen. Er ging in das Abteil, in dem sich die Schildkröte befinden musste. Sie lag auf einem Tisch, direkt unter dem Fenster, hilflos auf dem Rücken.
„Hilf mir, bitte“, sagte sie mit tiefer, ruhiger Stimme. David hatte noch nie jemand so langsam sprechen hören und musste wieder kichern.
„Wer bist du?“, fragte er, während er zu dem Tisch ging und die Schildkröte vorsichtig umdrehte.
„Danke, du bist meine Rettung! Ich sollte das mit den Fußständen lassen. Ich heiße Skölja“, antwortete die Schildkröte so langsam, als überlegte sie jedes Mal, welches Wort sie als nächstes sagen wollte.
„Ich bin David. Seit wann können Schildkröten sprechen? Und wohin fährt dieser Zug?“
„Wir sprechen nur, wenn uns jemand zuhört. Dieser Zug fährt an den schönsten Ort der Welt. Was meinst du, wo könnte das sein?“
„Hmmm, vielleicht … ein riesiger Rummelplatz, nur für mich alleine? Wo ich nirgendwo anstehen muss und es die leckerer, ich meine leckereresten Süßigkeiten überhaupt gibt?“
Skölja blinzelte kurz, als würde sie überlegen. „Du hast es erraten, genau richtig! Also los geht’s, setz dich.“
„Aber …“ David blickte aus dem Fenster zu seinen Eltern. Sie diskutierten noch immer lebhaft, hatten gar nicht gemerkt, dass er weg war.
„Keine Sorge, wir sind wieder da, bevor deine Eltern etwas merken“, erklärte Skölja, als hätte sie seine Gedanken gelesen.
David hörte, wie sich die Türen schlossen. Der Zug setzte sich in Bewegung. Er sah wieder aus dem Fenster, sie verließen bereits den Bahnhof. Sein Herzschlag beschleunigte sich, er sah sich nach einer Notbremse um, aber dann sagte Skölja: „Geh mal in den Speisewagen, direkt nebenan. Nimm dir, soviel du möchtest. Immer der Nase nach."
David atmete tief durch die Nase ein, der Duft von Schokolade, Fruchtgummi, Popcorn und weiteren Leckereien schwebte ihm entgegen. Roch das verführerisch! Er sah Skölja an. Der Blick der Schildkröte, die gelben Augen, zogen ihn in ihren Bann. Erst jetzt merkte er, was er für einen Hunger hatte. Ohne ein weiteres Wort lief er zum Speisewagen.

Als David kauend mit einem Pappbecher voller Süßigkeiten wiederkam, der fast so groß war wie ein Eimer, wurde der Zug langsamer. Er sah aus dem Fenster und konnte bereits den Vergnügungspark sehen. Den Looping einer Achterbahn, ein Riesenrad, eine große Krake …
Nach einigen Minuten hielt der Zug an und die Türen öffneten sich automatisch. Der Eingang zu dem Park war nicht weit entfernt. Ein gepflasterter Weg führte vom Bahnsteig direkt dorthin.
„Ich wünsche dir viel Spaß, David! Ich werde mich nun zur Ruhe begeben.“ Skölja gähnte und schloss die Augen.
„Kommst du nicht mit?“, wollte David wissen.
„Nee“, meinte Skölja, während sie Kopf und Beine in den Panzer zog. „Ich bin nur im Zug richtig schnell. Aber du wirst eine Begleitung haben, grüße mir Lila.“ Mit diesen Worten verschwand ihr Kopf vollständig und ein leises Schnarchen drang aus dem Panzer.

David hüpfte aus dem Zug und begab sich zum Haupteingang, einem großen Torbogen. Auf dem Weg dorthin schlemmte er einige Apfel- und Pfirsischringe. Sie rochen wie echte Früchte und füllten seinen Mund mit einem herrlich süßen und zugleich sauren Geschmack.
„Hi David!“, rief jemand hinter dem Torbogen. Erschrocken blickte David hoch, er hatte zuvor niemanden gesehen.
„Komm herein, brauchst keine Angst haben. Es ist der schönste Ort der Welt! Für dich.“ Das Mädchen, das hinter dem Eingang stand, schätzte David auf etwa sein Alter, neun Jahre. Sie hatte einen Pullover, Jeans und Turnschuhe an, alles in lila.
David ging etwas langsamer durch den Torbogen und drückte dabei die Süßigkeiten fest an sich. Als er sie erreichte, meinte sie:
„Keine Sorge, ich nehme sie dir nicht weg. Aber eigentlich brauchst du sie nicht, hier im Vergnügungspark gibt es alles, was du möchtest. Ich heiße übrigens Lila.“
Einige Sekunden war David irritiert, bis er antwortete: „Hallo, ich … ich bin David. Aber das weißt du ja schon. Woher kennst du meinen Namen?“
„Es ist doch extra für dich der schönste Ort der Welt, da sollte ich deinen Namen schon kennen. Komm einfach mit, ich zeige dir den Park.“

Mit offenem Mund stand David vor der riesigen Achterbahn. Sie war so groß, dass die höchsten Stellen die dünnen, weißen Wolken erreichten. Lila hielt ihre Hand unter sein Kinn und drückte den Mund sanft zu. „Bevor ein Frosch hineinfliegt“, lachte sie.
„Das ist die unglaublichste Achterbahn, die ich je gesehen habe“, staunte David.
„Es ist ja auch die unglaublichste Achterbahn überhaupt! Also los, probieren wir sie aus.“
David stellte den großen Becher auf eine Bank und ging mit Lila zum Einstiegsbereich, wo genau ein Wagen bereitstand. Er sah aus wie ein rotes Sportauto mit zwei Sitzen. Lila sprang hinein, nahm Davids Hand und zog ihn auf den Platz neben sich. Kaum hatte er sich hingesetzt, fuhr eine gepolsterte Stange aus dem Boden und drückte sie sichernd in die Sitze. Was für ein cooler Wagen, dachte David grinsend.
Die Bahn fuhr los, zunächst geradeaus, dann um eine Kurve nach links und steil nach oben. Der Aufstieg ging immer weiter und weiter … David sah die Wolken näher kommen, aber er hatte keine Angst, fühlte sich frei wie ein Vogel. Sie erreichten die obere Ebene. Er konnte wenig sehen, da sie sich in einer Wolke befanden. Einige Sekunden genoss er einfach nur das Gefühl von grenzenloser Freiheit, bis Lila in sein Ohr flüsterte: „Halt dich fest, gleich geht es bergab!“
Der Wagen neigte sich nach vorne und sauste in die Tiefe. David hatte das Gefühl, im freien Fall zu sein. Noch befand er sich hoch über dem Vergnügungspark, aber der Boden kam schnell näher. Er wollte schreien, aber ihm blieb die Luft weg. Kurz bevor sie unten ankamen schloss er die Augen, er hielt es einfach nicht mehr aus. Da änderte der Wagen ruckartig seine Ausrichtung, fuhr auf den Schienen knapp über dem Erdboden und machte eine scharfe Linkskurve. David wurde hin- und hergerüttelt, öffnete wieder die Augen und blickte zu Lila. Zu seinem Erstaunen saß sie entspannt im Sitz und lächelte. Bevor er etwas sagen konnte, fuhr die Bahn in einen Tunnel. Es wurde stockfinster und plötzlich ging es wieder steil nach oben. Diesmal jedoch nicht ganz so hoch und als sie aus dem Tunnel fuhren, sah David, worauf sie zusteuerten: Den großen Looping, den er schon auf dem Weg hierhin aus dem Zug gesehen hatte. Mit beiden Händen umklammerte er fest die gepolsterte Sicherungsstange.

Taumelnd kam David aus der Achterbahn und hielt sich an einer Bank fest. Alles drehte sich um ihn herum, er konnte sich an die Fahrt seit dem Looping kaum erinnern. Nur dass er weiter ohne Pause durchgeschüttelt worden war, nach oben, nach unten, links und rechts. Immer wieder.
Lila schien diese wilde Fahrt nichts ausgemacht zu haben, sie kam entspannt und lächelnd auf ihn zu und fragte: „Alles in Ordnung? Möchtest du nochmal?“
David versuchte sie anzusehen, sah sie aber fünfmal vor sich und schloss vorsichtshalber die Augen. „Nein, vielleicht später, machen wir erst mal mit etwas Ruhigerem weiter“, schlug er mit zitternder Stimme vor.
„In Ordnung, dann komm mit!“ Er war gerade dabei, sich zu setzen, als Lila seine Hand nahm und ihn weiterzog.
Und so ging es weiter, eine fantastische Attraktion nach der anderen. David kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Sie machten eine gemütliche Bootsfahrt auf einem See, fuhren mit einer Schwebebahn quer durch den riesigen Park. Erlebten weitere Achterbahnen, eine Wildwasserbahn, verschiedene Karusselle, immer wieder unterbrochen von Pausen an einem Süßigkeitenstand.
Als sie in einem großen Korb nach oben gezogen wurden, eine der ruhigeren Aktivitäten, konnte David den Park überblicken. Noch unzählige Attraktionen warteten darauf, entdeckt zu werden. Wie lange ich wohl noch hier sein werde, überlegte David und dachte an seine Eltern. Er vermisste sie, außerdem durfte er doch den Zug in den Urlaub nicht verpassen.
„Was ist los?“, fragte Lila.
„Na ja, ich … also, ich möchte mal eine Pause machen. Oder besser noch, zurück zum Bahnhof, meine Eltern machen sich bestimmt große Sorgen.“
Lilas Augen blitzten auf, ihr Lächeln verschwand kurzzeitig. „Aber du kannst noch nicht zurück, es gibt hier noch so viel zu entdecken. Deine Begeisterung wird zurückkommen, glaub mir.“

Widerwillig ließ David sich mitziehen, als sie wieder unten ankamen, zunächst auf ein Riesenrad. Von oben meinte er, jemand im Park zu sehen, weit entfernt in weißer Kleidung. Die Person schien etwas aufzustellen, ein Schild oder einen Wegweiser.
"Wer ist das?", fragte er.
Lila blickte in diese Richtung und zuckte kurz zusammen. "Ach, das ist nur eine meiner Angestellten, sie hält den Park in Ordnung", erwiderte sie und kniff die Augen zusammen.
Erneut sah er dorthin, aber die Person verschwand hinter anderen Attraktionen, als das Riesenrad wieder nach unten fuhr. Lila führte ihn weiter zu einem Kettenkarussell, und als sie ihn danach zum Autoscooter schleifen wollte, streikte er endgültig und rief: „Es ist genug jetzt! Zeig mir wo der Ausgang ist, ich möchte hier weg!“
Wieder funkelten Lilas Augen, als würde sich in ihnen ein Edelstein befinden, der von einem Lichtstrahl getroffen wurde. Ihre Haare bekamen plötzlich graue Strähnen und Falten bildeten sich um ihre Augen. „Nein! Du wirst nicht gehen, sondern bei mir bleiben.“ Ihre Hand schloss sich fester um seine wie eine Zange.
Niemand hat das Recht, mich festzuhalten, dachte David. Und stülpte Lila den großen Becher mit den Süßigkeiten wie einen Lampenschirm über den Kopf. Sie ließ ihn los und versuchte, sich zu befreien.
Ohne zu zögern lief David davon, so schnell er konnte. Er hörte ihre Schritte und Rufe hinter sich, aber er war schneller, zumindest bisher. Er kam an einem Wegweiser vorbei, auf dem neben verschiedenen Attraktionen auch „Der schönste Ort der Welt“ ausgewiesen wurde. Instinktiv folgte er dieser Richtung und erreichte weitere solcher Wegweiser. Einer davon zeigte nicht einen Weg entlang, sondern auf ein Gespensterschloss. David zögerte einen Moment, aber Lila würde bestimmt bald hier sein, also lief er hinein.
Drinnen war es dunkel, nur wenig Licht ging von den Gespenstern aus, die links und rechts neben dem Weg schwebten. Sie sahen aus wie große Luftballons, nur mit Umrissen von Armen, Beinen und einem Kopf. Die meisten waren weiß, manche aber auch grün oder blau. Er folgte dem Weg, jetzt gab es kein Zurück mehr. Eine Treppe führte nach oben. Auch hier gruselten die Gespenster durch die Luft, nur hatten sie die Form von Hexen und Kobolden.
"David, komm zurück!", ertönte Lilas Stimme, sie musste sich am Fuß der Treppe befinden.
Wie war sie so schnell hinterhergekommen? David sah sich um und lief zu einem der größeren Gespenster, das flach über dem Boden schwebte. Er stellte sich dahinter und hielt den Atem an. Nur wenige Sekunden später hörte er, wie Lila seinen Namen rufend vorbei lief. Er hielt sich weiter versteckt und das war gut so, denn nur wenig später kam Lila zurück gelaufen, vor sich hin fluchend.
Was mochte das zu bedeuten haben? Führte der Weg in eine Sackgasse? Aber er konnte auch nicht zurück, dort würde Lila bestimmt warten, also ging er weiter. Und gelangte an eine weitere Treppe, die hinunter führte und schon kurze Zeit später war er wieder im Freien. Wahrscheinlich hatte Lila ihn hier nicht gesehen und angenommen, dass er woanders langgelaufen war.
Nicht weit entfernt war wieder ein Wegweiser zum schönsten Ort der Welt und schließlich gelangte er zu einem großen Heckenlabyrinth. Ein Blick zurück zeigte ihm, dass Lila nicht in der Nähe war.
„Mach schnell, komm in das Labyrinth“, flüsterte eine sanfte Stimme, so gerade noch für ihn hörbar. Ein Mädchen trat aus dem Eingang zu den Hecken. Sie sah Lila sehr ähnlich, nur war sie ganz in weiß gekleidet. David zögerte, doch dann hörte er hinter sich Schritte und sah, wie Lila auf ihn zugerannt kam. Ihre Haare waren nun vollständig grau, umgaben ein faltiges Gesicht. War es in dem Gespensterschloss nur ein Trick gewesen, wieder zurückzulaufen? Um ihn aus seinem Versteck zu locken?
Er sah keine andere Möglichkeit, als in das Labyrinth zu flüchten. Das Mädchen in der weißen Kleidung nahm seine Hand und führte ihn durch die Hecken.

„Wer bist du?“, fragte David schnaufend, völlig außer Atem.
„Ich heiße Melba. Warte, bis wir in Sicherheit sind, dann können wir reden.“
Nach einigen Minuten zitterten Davids Beine so sehr, dass er kaum noch weiter konnte. Aber sie waren am Ziel, erreichten einen Park, der sich mitten im Labyrinth befand. In seiner Mitte war ein Teich.
Während David Luft holte, erklärte Melba: „Du hast nicht viel Zeit, Lila wird bald hier sein.“
„Wer ist sie und was hat sie mit mir vor?“, wollte David wissen, noch immer hechelnd.
„Sie ist meine Schwester, und … eine Hexe, die von der Freude der Kinder lebt. Du hast sie und ihr Haustier Skölja angelockt, durch deinen Wunsch, von deinen Eltern wegzukommen. Das konntest du nicht wissen, aber nun ist es geschehen.“
„Ich hab doch nicht... na ja, vielleicht doch, ein wenig, aber wie komme ich nun wieder zurück?“
Melba zeigte auf den Teich. „Er wird dich zurückbringen, aber du musst dir darüber klar werden, wo dein schönster Ort der Welt ist.“
David wollte direkt etwas antworten, musste dann aber doch überlegen. „Mein schönster Ort, na ja, wird wohl mein zu Hause sein. Obwohl es in der Schule auch immer sehr lustig ist. Und auf dem Basketballplatz."
„David!“, hallte ein Schrei aus dem Labyrinth, nicht mehr weit entfernt. Lila war fast bei ihnen.
„Ich kann mich nicht entscheiden, du musst mir helfen, Melba. Bitte!“
„Das kann ich nicht, tut mir leid. Lila ist bald hier, ich werde schwächer. Du musst die Antwort selbst finden.“
Melba fing an zu verblassen, als würde sie sich in einen Geist verwandeln.
Mit Tränen in den Augen versuchte er die richtige Lösung zu finden. Ich möchte einfach nur zurück zu meinen Eltern, dachte er. Er wollte sich gerade auf den Boden setzen, sich seinem Schicksal ergeben, als ihm klar wurde, dass für ihn ein Ort nicht wichtig war. Wichtig waren diejenigen, die er liebte, seine Eltern. Wenn sie da waren, dann konnte jeder Ort der schönste der Welt sein.
„Der schönste Ort der Welt ist dort, wo meine Eltern sind“, rief er.
Melba blickte auf, sie war gerade noch zu erkennen, mit einem Lächeln im Gesicht. „So sei es", sagte sie und deutete erneut auf den Teich. Der Grund wurde durchsichtig, dahinter konnte er seine Eltern sehen, wie sie auf dem Bahnsteig standen und stritten.
„Hab ich dich“, rief Lila vom Rand des Parks.
„Nein“, erwiderte David. „Der schönste Ort der Welt ist woanders.“ Mit diesen Worten sprang er in den Teich.

Im Wasser wurde er durch einen Strudel nach unten gezogen, dem Bahnsteig entgegen. Das Wasser wich zurück, löste sich auf und er befand sich wieder im Bahnhof. Er lief zu seinen Eltern, zog seinen Vater zu seiner Mutter und umarmte beide, fing dabei an zu weinen.
„David, hey, was ist denn mit dir?“, fragte seine Mutter. Auch sie legte einen Arm um ihn und den anderen um seinen Vater. „Ist doch alles in Ordnung, du weißt doch, dass es nicht schlimm ist, wir streiten halt manchmal.“
„Genau, Champ, alles ist gut. Wir vertragen uns doch immer wieder. Bist du übrigens schon vorgefahren und warst im Meer, oder warum bist du so nass?“
 
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Lieber @Rob F ,

auf ans Werk.

Sie wollte nach Italien, ans Meer.
Sie wollten

Er dachte, um sich abzulenken, an die spannenden Geschichten,
Um sich abzulenken, dachte er ... - dann kann ein Komma weg und mE liest es sich dann flüssiger.

Da fuhr auf dem Gleis neben ihm ein seltsamer Zug ein, die Wagons hatten alle unterschiedliche Farben, wie ein Spielzeugzug.
Das passiert mir persönlich zu schnell. Vielleicht kannst du es so aufziehen, dass er erst ein komisches Geräusch hört, sich umdreht und dann den Zug sieht. Das macht es, finde ich, spannender.

Kurze Zwischenfrage: Warum fällt der Zug den Eltern nicht auf? Weil sie im Streit vertieft sind?

Aber sie waren so sehr in den Streit vertieft, beide fuchtelten mit den Händen in der Luft herum, dass sie ihn nicht bemerkten.
Den Teil nach dem zweiten Komma kannst du weglassen. Es wird klar, dass sie nicht aufpassen:

Aber sie waren zu sehr in ihren Streit vertieft und fuchtelten wild mit ihren Armen in der Luft herum.

Ein angenehmer Duft wehte ihm entgegen, wie aus einem Süßigkeitenladen, in dem er mal mit seinen Eltern gewesen war.
Auch hier kann der Teil mit den Eltern mE weg, da Süßigkeiten läden ähnlich riechen und die Besonderheit dieses einen Ladens keine Rolle spielt/ nicht erwähnt wird.

Er ging in das Abteil, in dem sich die Schildkröte befinden musste. Sie lag auf einem Tisch, der sich direkt unter dem Fenster befand - allerdings auf dem Rücken!
Wie ist die Schildkröte so plötzlich in diese mißliche Lage geraten. Beim ersten Blickkontakt hatte sie doch noch die Kontrolle über ihren Körper (nickte zur Tür), oder nicht?

„Hilf mir, David!“, sagte sie mit tiefer, ruhiger Stimme, während sie mit den Beinen strampelte.
Das passt für mich nicht. Mit den Beinen strampeln und trotzdem mit ruhiger und tiefer Stimme sprechen?

„Keine Sorge, wir sind wieder da, bevor deine Eltern etwas merken“, erklärte Skölja, als hätte sie seine Gedanken gelesen.
David hörte, wie sich die Türen schlossen.
Hier bin ich skeptisch, dass David so widerstandslos mitfährt.

David nahm wieder den Geruch war, roch das verführerisch!
Hier würde ich zwei Sätze machen: David nahm wieder den Geruch wahr. Mann, was roch das verführerisch!

in Richtung des Speisewagens.
Diesen Begriff 'in Richtung' benutzt du mE überproportional häufig. Ab und zu finde ich es auch okay, wenn du sagst: er ging zum Speisewagen.

Auf dem Weg dorthin begann er, die Süßigkeiten zu essen.
Für mich nicht nachvollziehbar, warum er nicht schon vorher von den Süßigkeiten nascht. Ein ganzer Eimer voll, aber er geht erstmal damit spazieren. Welches Kind handelt so?

Es waren so viele, dass er nicht glaubte, sie heute alle zu schaffen.
das 'heute' würde ich einfach weglassen. Da die Geschichte im Präteritum steht, irritiert das 'heute'.

Sie war ganz in Lila gekleidet, ein Pullover, Jeans und Turnschuhe.
Auf mich wirkt dein Satzbau manchmal ungelenk, so auch dieser hier. Einfacher fände ich:

Sie trug einen Pullover, eine Jeans und Turnschuhe, alles in Lila.

Lila hielt ihre Hand unter sein Kinn und drückte seinen Mund sanft zu. „Bevor ein Frosch hineinfliegt!“, lachte sie.
Ich mag diese Szene.

dass sie ihn los lies und die Hände schützend vor sich hielt.
ließ

Nach einigen Minuten, Davids Beine zitterten so sehr, dass er kaum noch weiter konnte, erreichten sie einen Park, der sich mitten im Labyrinth befand.
Das ist wieder so ein Satzbau, wo ich mir die Haare raufe. Vier Kommata, Einschübe auf Einschübe. Lieber zwei Sätze machen, finde ich.

„Sie ist meine Schwester, und … eine Hexe, die von der Freude der Kinder lebt.
Die Idee gefällt mir, aber dafür wird die Freude Davids beim Besuch des Parks nicht deutlich genug. Die erste Achterbahnfahrt erlebt er doch als ziemlich schlimm. Vielleicht könntest du die Freude, die er empfindet, noch stärker herausarbeiten und Lila vielleicht stärker auf die Freude reagieren lassen (Sie könnte z.B. immer wieder fragen: "Freust du dich, David?" und dann mit den Augen funklen, oder so.

als im klar wurde,
als ihm klar wurde

Wichtig waren diejenigen, die er liebte, seine Eltern! Wenn sie da waren, dann konnte jeder Ort der schönste der Welt sein!
Hmm, für meinen Geschmack ein bißchen zu plump.

„David, hey, was ist denn mit dir?“, fragte seine Mutter. Auch sie legte einen Arm um ihn und den anderen um seinen Vater. „Ist doch alles in Ordnung, du weißt doch, dass es nicht schlimm ist, wir streiten halt manchmal.“
Happy End.

Also, insgesamt gefällt mir die Geschichte und auch die Idee, die ein wenig wie eine Variation der Zeitmenschen bei MOMO wirkt. Das Ende finde ich einen Tick zu pädagogisch, ich weiß auch nicht, was mit mir los ist, als Lehrer müsste ich eigentlich Hurra schreien.

Sprachlich finde ich die Geschichte verbesserungswürdig, mit deinem Satzbau verhinderst du manchmal einen Flow beim Lesen.

Ich hoffe, du kannst mit meiner Rückmeldung etwas anfangen.

Liebe Grüße,

HL
 
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09.12.2019
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Hallo @HerrLehrer ,

dann auch umgekehrt danke für das Feedback!

Ich habe die Sätze entsprechend deiner Formulierungsvorschläge angepasst, wenn auch ein wenig abgewandelt. Vielen Dank hierfür!

Kurze Zwischenfrage: Warum fällt der Zug den Eltern nicht auf? Weil sie im Streit vertieft sind?
Ja, zum einen deswegen. Aber er fällt ja auch anderen am Bahnhof nicht auf, niemand außer David steigt ein. Es sollte halt ein Teil der Magie sein.

Wie ist die Schildkröte so plötzlich in diese mißliche Lage geraten. Beim ersten Blickkontakt hatte sie doch noch die Kontrolle über ihren Körper (nickte zur Tür), oder nicht?
Es war ein wenig gedacht als ein Trick, um David davon abzulenken, dass er alleine in einen Zug gegangen ist. Die Schildkröte erwähnt ja kurz danach, dass sie "einen Purzelbaum" versucht hat, so konnte David ihr helfen und war vielleicht schon ein wenig vertrauensvoller.

Das passt für mich nicht. Mit den Beinen strampeln und trotzdem mit ruhiger und tiefer Stimme sprechen?
Ich habe die strampelnden Beine mal rausgenommen.

David hörte, wie sich die Türen schlossen.
Hier bin ich skeptisch, dass David so widerstandslos mitfährt.
Im Prinzip hatte er ja keine Zeit zu überlegen, da sich plötzlich die Türen schließen und der Zug losfährt. Und er sucht ja noch nach einer Notbremse, bis er durch die Süßigkeiten und den hypnotischen Blick der Schildkröte abgelenkt wird.

Für mich nicht nachvollziehbar, warum er nicht schon vorher von den Süßigkeiten nascht. Ein ganzer Eimer voll, aber er geht erstmal damit spazieren.
Nun fängt er früher an, kommt schon kauend aus dem Speisewagen.

Die Idee gefällt mir, aber dafür wird die Freude Davids beim Besuch des Parks nicht deutlich genug.
Ja, das ist auf jeden Fall ein guter Hinweis, da muss ich nochmal schauen!

Wichtig waren diejenigen, die er liebte, seine Eltern! Wenn sie da waren, dann konnte jeder Ort der schönste der Welt sein!
Hmm, für meinen Geschmack ein bißchen zu plump.
Es ist schon der Gedanke, auf den es hinauslaufen sollte. Ist es auch deine Einschätzung, dass es auch bei Kindern zu einfach/direkt ankommt? Kann ich selber schwer einschätzen.

Das Ende finde ich einen Tick zu pädagogisch, ich weiß auch nicht, was mit mir los ist, als Lehrer müsste ich eigentlich Hurra schreien.
Vielleicht bist du hier kurzzeitig Lehrer außer Dienst? ;)

Ich hoffe, du kannst mit meiner Rückmeldung etwas anfangen.
Ja, kann ich, danke!

Viele Grüße,
Rob
 
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Wortkrieger-Globals
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24.01.2009
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Hey @Rob F,

Das erste was mir ins Auge sprang, war die inflationäre Verwendung des Ausrufezeichens. Das ist bisschen drüber an einigen Stellen. Einen schlichten Punkt fände ich hier und da angebrachter.
Die Idee finde ich ganz hübsch, so ein Sehnsuchtsort, ein Kinderparadies, dass sich dann doch nicht als Paradies entpuppt. Aber der Reihe nach:

Ja, ganz ohne Zweifel! Dann fing sie an, mit den Augen zu rollen und seltsame Grimassen zu schneiden. Er musste so sehr kichern, dass er sich die Hände vor den Mund hielt.
Das ist so ein Fall von unnötigem ! Und "Dann" ist auch so ein Wort, das nach faulem Autor klingt, weil es sich in 90% der Fälle vermeiden lässt.
Ja, ganz ohne Zweifel. Sie rollte mit den Augen und schnitt seltsame Grimassen. Er musste so sehr kichern.

Nach einem erneuten Blick zurück ging David langsam zu der offenen Tür. Ein angenehmer Duft wehte ihm entgegen, wie aus einem Süßigkeitenladen. Er begann, seine Sorgen zu vergessen, ging schneller und betrat schließlich den Zug.
Ich fände es irgendwie gut, wenn der Duft in quasi in den Wagon zieht. Dadurch würde man schon spüren, dass hier irgendwas nicht stimmt.

Drinnen war der Duft noch stärker, er schien den ganzen Zug zu durchdringen. Welche Abenteuer mochten ihn hier erwarten?
Schon klar.

David hatte noch nie jemand so langsam sprechen hören und musste bei dem Anblick wieder kichern.
„Danke, du bist meine Rettung! Ich sollte das mit den Purzelbäumen lassen. Ich heiße Skölja“,
:)

„Hmmm … vielleicht … ein riesiger Rummelplatz, nur für mich alleine? Wo ich nirgendwo anstehen muss und es die leckerer … leckereresten Süßigkeiten überhaupt gibt?
Klar gehören Süßigkeiten unbedingt zum Kinderparadies, aber die kommen hier ja gefühlt in jedem fünften Satz vor. Ist doch schön, wenn sie später einfach da sind.

„Aber …“ David blickte aus dem Fenster zu seinen Eltern. Sie beschimpften sich immer noch, hatten gar nicht gemerkt, dass er weg war!
Auch ein drüber für ein ! (finde ich jedenfalls). Ist ja lediglich eine Feststellung. Das er sich darüber empört ist eine zweite Sache und ein anderer Satz. Und ich finde es in erster Linie traurig, so wie es dasteht. Und traurig und ! sind jetzt nicht so das Paar.

David hörte, wie sich die Türen schlossen. Der Zug setzte sich in Bewegung!
... aber dann sagte Skölja: „Geh mal in den Speisewagen, nur drei Wagons weiter. Dort findest du alle Süßigkeiten, die du dir vorstellen kannst. Nimm dir, soviel du möchtest!“
Warum sagt sie nicht, geh mal in den Speisewagen. Es wird dir gefallen. Und dann nimmt er wieder den Geruch wahr und landet im Zuckerparadies. Und wonach riecht es genau? Geruch als Wort macht in meiner Nase nichts. Gebrannte Mandeln oder Popcorn dagegen schon. Lieber Details als Allgemeinplätze verwenden.

Erst jetzt merkte er, was er für einen Hunger hatte! Ohne ein weiteres Wort lief er zum Speisewagen.
Als David kauend mit einem Pappbecher voller Süßigkeiten wiederkam,
Was ist denn genau in dem Becher? Gummibärchen? Schokolade? Bonbons?

Er sah aus dem Fenster und konnte bereits den Vergnügungspark sehen. Der Looping einer Achterbahn, ein Riesenrad, eine große Krake … und noch vieles mehr.
... steht doch schon für vieles mehr.

David hüpfte aus dem Zug und begab sich zum Haupteingang, ein großer Torbogen. Auf dem Weg dorthin begann er wieder, die Süßigkeiten zu essen. Es waren so viele, dass er nicht glaubte, sie alle zu schaffen. Aber sie waren unglaublich lecker! Er konnte einfach nicht aufhören, von ihnen zu naschen.
Mir wird schon vom Lesen darüber langsam schlecht. Weniger ist manchmal mehr ;). Hier auf jeden Fall. Zumal sie ja gleich wieder auftauchen.

„Komm herein, brauchst keine Angst haben. Es ist immerhin der schönste Ort der Welt! Für dich.“
„Na, es ist doch extra für dich der schönste Ort! Schau nicht so verdattert, du überlegst zu viel. Komm einfach mit, ich zeige dir den Park.“
Die Erklärung finde ich nur halbbefriedigend. Ich fände es gut, wenn sie da einfach drüber weggeht.

Lila hielt ihre Hand unter sein Kinn und drückte seinen Mund sanft zu. „Bevor ein Frosch hineinfliegt!“, lachte sie.
:)

„Das ist … die unglaublichste Achterbahn, die ich je gesehen habe!“, meinte David.
Einige Sekunden genoss er einfach nur das Gefühl von grenzenloser Freiheit, bis Lila in sein Ohr flüsterte: „Halt dich fest, gleich geht es bergab!“
Das erste mal, wo ich ein ! für sinnvoll empfinde.

David taumelte aus dem Ausgang der Achterbahn und hielt sich an der Bank fest, auf die er vor der Fahrt die Süßigkeiten gestellt hatte.
Langsam sollte man wirklich mal das Wort zählen.

David versuchte sie anzusehen, sah sie aber fünfmal vor sich und schloss vorsichtshalber die Augen. „Nein, ich … vielleicht später, machen wir erst mal mit etwas Ruhigerem weiter?“, schlug er mit zitternder Stimme vor.
nice!
Und fragt er oder schlägt er vor? Entscheide dich.

Und so ging es weiter, eine fantastische Attraktion nach der anderen!
Hier ist ! völlig fehl am Platz.

„Na ja, ich … also, ich möchte mal eine Pause machen. Oder besser noch, zurück zum Bahnhof, meine Eltern machen sich bestimmt große Sorgen!
Ist wohl auch eher eine Feststellung.

... streikte er endgültig und rief: „Es ist genug jetzt! Zeig mir wo der Ausgang ist, ich möchte hier weg!“
Hier sind sie auch sehr gut eingesetzt die !!

„Nein! Du wirst nicht gehen, sondern bei mir bleiben!“ Ihre Hand schloss sich fester um seine, sie begann ihn mitzuziehen.
Besser den Moment noch ein Gefühl dazu geben. Wie eine Würgeschlange? Ein Schraubstock? Irgendein Bild, was Schmerzen erzeugt.

David hatte Angst, aber er wurde auch wütend. Niemand hatte das Recht, ihn festzuhalten! Er warf Lila den großen Becher mit den Süßigkeiten entgegen, den er am letzten Stand mitgenommen hatte. Sie war so überrascht, dass sie ihn los ließ und die Hände schützend vor sich hielt.
Das ist kein Gedanke den Kinder haben. Er will nicht mehr und fertig. Und ein paar Süßigkeiten nach ihr werfen, ich glaube nicht, dass eine Lila sich davon beeindrucken lässt. Keine Ahnung, er sollte ihr den leeren Eimer über den Kopf stülpen. Dann muss sie ihn loslassen, um den abzunehmen.

„David, mach schnell! Komm in das Labyrinth!“, flüsterte eine sanfte Stimme, so gerade noch für ihn hörbar. Ein Mädchen trat aus dem Eingang zu den Hecken. Sie sah Lila sehr ähnlich, nur war sie ganz in weiß gekleidet.
Das ist der Moment, an dem ich nicht mehr ganz so glücklich mit der Geschichte war. Ich brauche diese Figur nicht. Sie taucht aus dem Nichts auf und wird zur Retterin, was so derart die Spannung drosselt, dabei sollte es doch jetzt losgehen. Ich würde die kicken. Lass ihn im Labyrinth umherirren, überall diese Wegweiser, er verflucht bereits diesen "schönsten Ort" - das ist ja mal ordentlich in die Hose gegangen. Er überlegt, wo denn dieser Ort nun wirklich ist und Lila ist ihm auf den Fersen, mal hört er sie, mal sieht er sie auf der anderen Seite der Hecke. Vielleicht hofft er auch schon, das er am Ende wieder auf dem Bahnsteig steht, denn immerhin versprechen die Schilder das ja. Und dann landet er an einem See. Sackgasse. Doch als Lila nach ihm greifen will, springt er in seiner Auswegslosigkeit hinein.
Mit Melba ist der Spannungsbogen bisschen flach wie eine Pfütze. Ist nur ein Vorschlag und ich würde das moralische eine halbe Drehung zurückdrehen. Das ist ganz schön fett Marmelade auf dem Butterbrot.

So viel von mir. Bin gespannt, wohin die Reise den kleinen David im Verlauf noch führen wird.
Beste Grüße, Fliege
 
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Wortkrieger-Team
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21.04.2015
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Hallo @Rob F,

David und ich haben uns gleich verstanden. Als Kind habe ich Vergnügungsparks geliebt, also wirklich abgöttisch geliebt. Hat sich auch heute nicht sehr verändert, nur hatte ich damals nicht so viel Schiss vor den Bahnen, wie heute :lol: Darum ist für mich komplett nachvollziehbar, dass das für ihn in dem Moment der vermeintlich schönste Ort der Welt ist. Die Wahl hätte ich damals garantiert auch getroffen.

Ich finde, du baust das gut auf. Erst das Märchenhafte mit dem Zug und der Schildkröte, wobei mir hier am besten gefällt, dass Skölja vermeintlich lieb und nett ist - wie halt irgendwie alle Schildkröten in Geschichten -, aber an dieser Stelle durchscheint, dass da vielleicht noch was anderes dahinter steckt:
Der Blick der Schildkröte, die gelben Augen, hatten eine hypnotische Wirkung. Erst jetzt merkte er, was er für einen Hunger hatte!
Keine Ahnung, ob Kindern das auch auffällt. Vielleicht, wenn man es entsprechend vorliest ... Aber fand ich gut.

Die Sequenz im Park funktioniert dann natürlich super. Einzig hier bin ich gestolpert, da funktioniert der Dialog nicht, finde ich:
David schwieg einige Sekunden irritiert, bis er antwortete: „Hallo, ich… ich bin David. Aber das weißt du ja schon. Woher kennst du meinen Namen? Die Schildkröte, also Skölja, kannte ihn auch!“
„Na, es ist doch extra für dich der schönste Ort! Schau nicht so verdattert, du überlegst zu viel. Komm einfach mit, ich zeige dir den Park.“
Warum fragt David nicht schon vorher im Zug, gleich in der Szene, woher Skölja seinen Namen kennt? Müsste die Verwunderung nicht schon hier einsetzen und unmittelbar? Das kommt mir hier zu spät. Hier könnte er Lila fragen: "Du auch? Warum kennt hier eigentlich jeder meinen Namen?" Oder so.
Lilas Antwort passt auch nicht so recht. Auf die Frage wegen des Namens antwortet sie - "ist doch der schönste Ort der Welt für dich". Das holpert. Ich würde das komplett streichen und sie vielleicht wirklich nur sagen lassen: "Schau nicht so verdattert, komm einfach mit." Dann bleibt das Ganze auch noch ein bisschen mysteriöser.
Nur so als Vorschlag.

Interessant finde ich den andauernden Verweis auf die Süßigkeiten. Bei mir hat das psychologisch gleich beklemmend gewirkt. Das hatte sowas Aufdringliches, als sollte David gestopft werden. Liegt bei mir aber wohl auch daran, dass ich noch nie ein großer Fan von Süßem war, schon als Kind nicht. Mich haste immer eher mit Pommes, Currywurst und Pizza gekriegt :)
Gerade bei Süßigkeiten hatte ich wahnsinnig schnell genug. Und das ist hier ganz schön gemacht - Übersättigung. Von Süßem, von wilden Achterbahnfahrten, von einer Freiheit, die sich auf einmal gar nicht mehr so toll anfühlt. Echt schön gemacht. Auch die Auflösung gefällt mir, ein kleiner weiterer Irrweg, bis David herausfindet, wo er wirklich hin möchte. Wobei ich hier die Idee von @Fliege, also auf Melba zu verzichten, sehr gut finde. Das würde am Schluss mehr Spannung in die Geschichte bringen.

Am Schlusssatz des Vaters würde ich noch mal basteln, das klingt unecht (für mein Empfinden).
„Genau, Champ, alles ist gut. Spätestens in Italien vertragen wir uns wieder. Hast du übrigens geduscht, oder warum bist du so nass?“
Fragt er ihn wirklich, am Bahnhof, "hast du geduscht?"? Vielleicht streicht er David das feuchte Haar aus der Stirn und fragt dann schlussendlich: "Sag mal, warum bist du eigentlich so nass?"

So viel mal von mir :) Habe ich gerne gelesen!
Liebe Grüße
RinaWu
 
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Hallo @Rob F. Ich weiß nicht, ob ich von dir schon mal eine Geschichte gelesen habe, aber besser spät als nie. Und gerade die Kinderchallenge muss ich mitnehmen :-D
Ich kommentiere direkt beim lesen mit. Habe die vorherigen Kommentare nicht gelesen, hoffe es doppelt sich nicht. Ach und es ist natürlich alles meine persönliche Meinung, also nimm dir was du brauchst oder willst und den Rest kannste dir ein mobile von basteln :)
So dann bin ich mal gespannt an welchen Ort du mich mit nimmst :-)

Seltsamerweise schien niemand sonst den Zug zu bemerken, keiner war bisher eingestiegen.
Der Zusatz kann von mir aus gerne weg bleiben.
Nach einem erneuten Blick zurück ging David langsam zu der offenen Tür.
wo schaut er erneuet hin? Und zwei zeilen drüber schaute die Schildkröte auch erneut, diese Dopplung finde ich ungünstig. Das die Tür offen ist musst du auch nicht nochmal erwähnen. Das wurde ja vorher auch schon gesagt.
aber dann sagte Skölja: „Geh mal in den Speisewagen, nur drei Wagons weiter. Dort findest du alle Süßigkeiten, die du dir vorstellen kannst. Nimm dir, soviel du möchtest."
Ich fände es schöner wenn Skölja (übrigens hübscher Name, bin mir nur nicht sicher ob er für die angestrebte Altersklasse vielleicht ein bisschen zu extravagant und schwer auszusprechen ist) in mitnehmen würde. Er ist ein kleiner Junge, der gerade in einen Zug mit einer sprechenden Schildkröte gestiegen ist und die will jetzt, dass er einfach so alleine durch einen komischen Zug läuft? Ich würde eher sowas lesen:
"Keine Angst, David. Komm ich zeig dir was", und gemächtlich kroch Skölja dur den schmalen ganz bis in den Speisewagen. Schon auf dem Weg dahin, kroch ihm wieder dieses verfürerische Duft in seine Nase. Im Speisewagen angekommen erblickte David die leckersten Süßigkeiten die er sich nur vorstellen konnte. So weit das Auge reicht und Regal, höher als die im Supermarkt.
Oder etwas ähnliches :-)
Der Looping einer Achterbahn,
heißt es nicht den Looping einer Achterbahn ?
Er konnte den Looping einer Achterbahn sehen?
Auf dem Weg dorthin begann er wieder, die Süßigkeiten zu essen. Es waren so viele, dass er nicht glaubte, sie alle zu schaffen. Aber sie waren unglaublich lecker!
man sagte mir mal das solche Worte wie beginnen nicht so schön sind, weil sie immer eine Art Anfang bilden und es träge wirken lassen. Besser wäre es, solche Wörter weitestgehen zu vermeiden.
"Auf dem Weg dorthin, aß er die Süßigkeiten weiter, doch es waren so viele, dass er sie gar nicht alle essen konnte."
Sag mir nicht womit er beginnt, denn dann musst du mir auch sagen wie es weiter geht, sondern zeig mir was er tut. ich hoffe du verstehst, was ich meine.
David ging etwas langsamer, durch den Torbogen, und drückte dabei die Süßigkeiten fest an sich.
Ich bin eine Niete in Zeichensetzung, desswegen beachte ich sie für gewöhnlich nur, wenn ich mir sicher bin, das ein Fehler vorliegt. Der Duden Korrektor findet auch keinen Fehler aber ich finde die beiden Kommas irgendwie komisch. Das Zweite kann ich nch durchgehen lassen, aber das erste zwängt mir persönlich eine Pause auf, die mich aus dem Flow wirft. Wie gesagt Persönliche Meinung, grammatikalisch scheint es richtig zu sein.
„Keine Sorge, ich nehme sie dir schon nicht weg. Aber eigentlich brauchst du sie nicht, hier im Vergnügungspark gibt es ohnehin alles, was du möchtest. Ich bin übrigens Lila, wie du unschwer erkennen kannst!“
Ja, man kann davon ausgehen, das sie Lila heißt, weil es Skölja ja auch vorher gesagt hat, aber alleine durch die Farbe der Klamotten finde ich nicht das man "unschwer sehen kann" dass sie wirklich so heißt. Vielleicht bin ich da ein bisschen pingelig. Ansonsten habe ich mal das gestrichen was den Text unnötig aufbläht. Da gibt es bestimmt noch mehr, aber hier ist es mir aufgefallen. Vielleicht schaust du nochmal nach so Füllwortern und schaust, in wie weit man sie weg lassen kann. Meist macht es den Text etwas geschmeidiger.
Schau nicht so verdattert,
schönes Wort, weiß nur nicht, ob es in allen Regionen und gerade bei der jüngeren Generation noch bekannt ist.
„Halt dich fest, gleich geht es bergab.“

David taumelte aus dem Ausgang der Achterbahn
Schade ich hätter gerne gewusst, wie David sich fühlt. Kribbelt sein Bauch hat er geschriehen, streckt er die Hände nach oben und fühlt die Warme Briese in den Zwischenräumen der FInger? Aber du lockst und dann kommt nichts. Da wäre potential den Kinder etwas zu geben was sie kenne, das gefühl in einer Achterbahn zu sitzten, das Kribbeln im Bauch, wenn es runter geht. das rauschen des Wagens auf den Schienen gepaart mit dem fahrtwind in den Haaren und an seinem Ohr vorbei. Wiedererkennungswert mit selbst erlebten.
Obwohl er dabei war, sich auf die Bank zu setzen, nahm sie seine Hand und zog ihn mit sich.
"Er war gerade dabei sich zu setzten, als Lila seine Hand nahm und ihn mit zog"
An manchen Stellen, kannst du ruhig ein bisschen direkter schreiben. Gradliniger, wie oben eben schon mal angesprochen.
Ihre Haare bekamen plötzlich graue Strähnen und Falten bildeten sich um ihre Augen.
Ach herje, was ist denn nu los ?
„Nein! Du wirst nicht gehen, sondern bei mir bleiben.“
okay, eine Kinderdiebin? Ich bin ehrlich, damit hatte ich nicht gerechnet :-) ich dachte es bleibt nett und schön und er fährt entspannt zurück zu Bahnhof, wo seine Eltern sich noch immer streiten.
Aber die Wendung gefällt mir auch, bin gespannt was passiert.
Immer das Gleiche mit euch! Anstatt sich über sie zu freuen und sie so zu akzeptieren, wie sie sind!“
mhhh ich glaube ich verstehe worauf du hinaus willst, aber an de Stelle mit den Worten finde ich das ein bissch ... naja... platt irgendwie. Ich denke das kann man auch irgendwie anders verpacken.
Vielleicht lässt du David erst mal auf die Aussagen "Du hast sie angeockt" reagieren. Einen Dialog zu standen kommen, das er sich das gar nicht so gewünscht hat, das es anders gemeint war und dann erklärt sie es nett und freundlich. Ich finde sie wirkt hilfsbereit und nett und dann kommt der Knüppel aus der tasche "Du du du ihr bösen Kinder. Habt eure Eltern lieb."
Eltern. Wenn
Leerzeichen.
Hast du übrigens geduscht, oder warum bist du so nass?“
ich fände es besser wenn er trocken bleibt und die Geschichte mit den Worten endet in italien vertragen wir uns wieder.

So jetzt zum Schlussfazit. Ich mag deine Geschichte. Es hat eine passenden Länge, deine Sprache ist einfach, auch wenn sie für meinen Geschmack manchmal noch etwas ausgedünnt werden kann, und du hast eine Moral eingebaut "Der schönste Platz ist da wo meine Eltern sind."
David ist neun, ich glaube mit neun beginnt die zeit wo Eltern peinlich sind, wo man manchmal sein eigenes Ding machen will, desswegen gerät David ja überhaupt in die Situation. Anders gesagt, ich weiß nicht ob die Moral für neun jährige so treffend ist.
Den Park hättest du für meinen Geschmack noch etwas detaillierter Beschreiben können, vielleicht einzelheiten rauspicken, wie die Achterbahn fahrt und auf jeden Fall kann die Hexe irgendwie früher auftauchen oder die Flucht länger und aufregender sein. Das was sie Geschichte spannend und aufregend macht und für Neunjährige Interessant kommt ein bisschen zu kurz. Da hätte ich mir noch ein bisschen Aktion gewünscht. Vielleicht auch so den Park ein bisschen detaillierter beschreiben. Fluch in die Geisterbahn und lila abzuschütteln und genug Zeit zu haben nachzudenken oder so. Sich in einer Dosenwerfbude verstecken und wenn sie Kopfüber reinspringt um ihn zu packen, schnell ducken und verschwinden und sie liegt in einem Berg dosen und pinker Kuscheltiereinhörner oder so.

Ich finde die Idee mit dem schönsten Ort der Welt aber sehr gelungen und habe deine Geschichte wirklich gerne gelesen.
Ich bin gespannt was du daraus noch machst.
Jetzt werde ich erstmal die anderen Kommentare lesen, bin ja schon neugierig, was die anderen so denken.

Liebe Grüße
Shey :-)
 
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Hallo Rob,

ich mochte deine Geschichte, die Idee fand ich schön, an einigen Stellen dachte ich, die unendliche Geschichte lässt grüßen. Bei der Auflösung schimmert Alice im Wunderland durch. Aber das ist ja nicht schlimm.

Ich heiße Skölja“, antwortete die Schildkröte so langsam, als müsste sie jedes Mal überlegen, welches Wort sie als nächstes sagen wollte.
Hier dachte ich an Morla.

Der Blick der Schildkröte, die gelben Augen, hatten eine hypnotische Wirkung.
Die Formulierung ist meiner Meinung nach für Krümel sehr anspruchsvoll.

David hüpfte aus dem Zug und begab sich zum Haupteingang, ein großer Torbogen.
Das muss auch noch im Dativ stehen.

David ging etwas langsamer, durch den Torbogen, und drückte dabei die Süßigkeiten fest an sich.
Beide Kommas können weg.

Hallo, ich… ich bin David.
Hallo, ich ... ich bin David. Leerzeichen hinter ich.

David taumelte aus dem Ausgang der Achterbahn und hielt sich an der Bank fest, auf die er vor der Fahrt die Süßigkeiten gestellt hatte. Alles drehte sich um ihn herum, er konnte sich an die Fahrt seit dem Abstieg kaum noch erinnern. Nur dass er ohne Pause durchgeschüttelt worden war, nach oben, nach unten, links und rechts. Immer wieder!
Das hat mich aus der Geschichte gerissen. Bis hierher hat der Text einen guten Fluss und jetzt plötzlich erzählst du mir, wie es weitergeht.

Aber irgendwann, David hätte es nicht für möglich gehalten, verlor er die Lust, immer noch weitere Attraktionen zu erleben. Und er begann, an seine Eltern zu denken, er hatte sie in den letzten Stunden in seiner Aufregung völlig vergessen.
Diese Wendung fand ich gut. Das noch kann weg.

Wieder funkelten Lilas Augen, als würde sich in ihnen ein Edelstein befinden, der von einem Lichtstrahl getroffen wurde.
Schönes Detail

Der Grund wurde durchsichtig, dahinter konnte er seine Eltern sehen, wie sie auf dem Bahnsteig voreinander standen und streiteten.
stritten

„Genau, Champ, alles ist gut. Spätestens in Italien vertragen wir uns wieder. Hast du übrigens geduscht, oder warum bist du so nass?“
Der Schluss gefällt mir gut.

Irgendwie habe ich darauf gewartet, dass es David von den vielen Süßigkeiten schlecht werden würde. Hut ab, der verträgt was :rotfl:

Schöne Geschichte

Liebe Grüße
khnebel
 
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09.12.2019
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Hi @Fliege ,

danke fürs Lesen und den ausführlichen Kommentar!

Das erste was mir ins Auge sprang, war die inflationäre Verwendung des Ausrufezeichens.
Ich habe die Invasion der ! nun deutlich reduziert, ist mir in der Menge beim Schreiben tatsächlich nicht aufgefallen.

"Dann" ist auch so ein Wort, das nach faulem Autor klingt, weil es sich in 90% der Fälle vermeiden lässt.
Ja, es ist halt ein einfacher Satzbeginn, aber ich habe es nun geändert.

Ich fände es irgendwie gut, wenn der Duft in quasi in den Wagon zieht. Dadurch würde man schon spüren, dass hier irgendwas nicht stimmt.
War eigentlich auch in diese Richtung gedacht, durch die Formulierung:
Ein angenehmer Duft wehte ihm entgegen, wie aus einem Süßigkeitenladen. Er begann, seine Sorgen zu vergessen, ging schneller und betrat schließlich den Zug.

Klar gehören Süßigkeiten unbedingt zum Kinderparadies, aber die kommen hier ja gefühlt in jedem fünften Satz vor. Ist doch schön, wenn sie später einfach da sind.
Ich werde sie wahrscheinlich dennoch an dieser Stelle erwähnen und eher im weiteren Verlauf der Geschichte prüfen, ob ich sie etwas weniger nenne.

Geruch als Wort macht in meiner Nase nichts. Gebrannte Mandeln oder Popcorn dagegen schon. Lieber Details als Allgemeinplätze verwenden.
Ich habe den Satz ein wenig umformuliert, das ein oder andere detailliert erwähnt.

„Na, es ist doch extra für dich der schönste Ort! Schau nicht so verdattert, du überlegst zu viel. Komm einfach mit, ich zeige dir den Park.“
Die Erklärung finde ich nur halbbefriedigend. Ich fände es gut, wenn sie da einfach drüber weggeht.
Ich habe den Satzbeginn mal geändert in "Die Welt ist halt klein." So antwortet sie zwar, aber ohne wirklich eine Auskunft zu geben.

Besser den Moment noch ein Gefühl dazu geben. Wie eine Würgeschlange? Ein Schraubstock? Irgendein Bild, was Schmerzen erzeugt.
Habe es mal mit einer Zange versucht.

Und ein paar Süßigkeiten nach ihr werfen, ich glaube nicht, dass eine Lila sich davon beeindrucken lässt. Keine Ahnung, er sollte ihr den leeren Eimer über den Kopf stülpen. Dann muss sie ihn loslassen, um den abzunehmen.
Gute Idee, nun stülpt er Lila den großen Becher wie einen Lampenschirm über den Kopf.

Sie taucht aus dem Nichts auf und wird zur Retterin, was so derart die Spannung drosselt, dabei sollte es doch jetzt losgehen.
Es wird die Spannung wahrscheinlich etwas verringern, dadurch dass er eine Helferin hat. Im Moment sehe ich es an dieser Stelle jedoch nicht ganz so drastisch, er ist ja dennoch weiter auf der Flucht vor Lila und Melba taucht zwar nur kurz auf, ist für mich aber wichtig, da sie David und damit dem Leser/Zuhörer den Hintergrund erklärt.
Als erwachsener Leser würde ich dir direkt Recht geben, aber im Hinblick auf die Zielgruppe wollte ich die Botschaft schon einfach und deutlich unterbringen.

Da hast du mir mit deinen Anmerkungen und Vorschlägen auf jeden Fall weitergeholfen, danke hierfür!

Viele Grüße, Rob


Hi @RinaWu ,

danke für deinen Kommentar!

David und ich haben uns gleich verstanden. Als Kind habe ich Vergnügungsparks geliebt, also wirklich abgöttisch geliebt. Hat sich auch heute nicht sehr verändert
Das freut mich! Vielleicht ist die Geschichte ja auch eine Anregung, mal wieder in einem Vergnügungspark zu gehen, ich war allerdings auch schon ewig nicht mehr in einem ...

Warum fragt David nicht schon vorher im Zug, gleich in der Szene, woher Skölja seinen Namen kennt? Müsste die Verwunderung nicht schon hier einsetzen und unmittelbar? Das kommt mir hier zu spät. Hier könnte er Lila fragen: "Du auch? Warum kennt hier eigentlich jeder meinen Namen?" Oder so.
Lilas Antwort passt auch nicht so recht.
Ich habe es allgemein etwas angepasst. Die Schildkröte spricht David nicht mehr direkt mit seinem Namen an, und Lila antwortet auf die Frage von David, woher sie seinen Namen kennt, nur noch mit:
"Die Welt ist halt klein. Komm einfach mit, ich zeige dir den Park."

Interessant finde ich den andauernden Verweis auf die Süßigkeiten. Bei mir hat das psychologisch gleich beklemmend gewirkt.
...
Und das ist hier ganz schön gemacht - Übersättigung. Von Süßem, von wilden Achterbahnfahrten, von einer Freiheit, die sich auf einmal gar nicht mehr so toll anfühlt.
Danke! Ich habe das Wort Süßigkeiten an zwei oder drei Stellen rausgenommen, aber insgesamt wird David hier so mit Glücksmomenten zugeschmissen, dass es halt nicht allzu lange dauert, bis er die Nase voll hat.

Wobei ich hier die Idee von @Fliege, also auf Melba zu verzichten, sehr gut finde. Das würde am Schluss mehr Spannung in die Geschichte bringen.
Ich denke zumindest drüber nach ;)

Am Schlusssatz des Vaters würde ich noch mal basteln, das klingt unecht (für mein Empfinden).
Habe ich, nun sagt er:
„ ... Bist du übrigens schon vorgefahren und warst im Meer, oder warum bist du so nass?“
Hoffe, das ist weniger abwegig an einem Bahnhof, gerade wo sie doch auf dem Weg in den Urlaub sind.

Danke für dein Feedback und viele Grüße,
Rob


Hallo @Shey und @khnebel ,

auch euch vielen Dank für die ausführlichen Kommentare!

Ich werde sie morgen in Ruhe lesen und beantworten, für heute ist (arbeitsbedingt) mein persönlicher Informationsspeicher voll ... das gibt heute nichts mehr ;)

Also bis in Kürze und viele Grüße,
Rob
 
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09.12.2019
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Hallo @Shey ,

danke nochmal für deinen ausführlichen Kommentar, hier nun meine Antwort:

wo schaut er erneut hin? Und zwei zeilen drüber schaute die Schildkröte auch erneut, diese Dopplung finde ich ungünstig.
Ich habe diese Sätze überarbeitet, hoffe es ist nun deutlicher.

Ich fände es schöner wenn Skölja (übrigens hübscher Name, bin mir nur nicht sicher ob er für die angestrebte Altersklasse vielleicht ein bisschen zu extravagant und schwer auszusprechen ist) in mitnehmen würde.
Ich habe es mal dahingehend geändert, dass der Speisewagen in dem Abteil direkt nebenan ist. So muss David nicht weit laufen und Skölja kann bequem auf dem Tisch bleiben.
"Sköldpadda" ist übrigens das schwedische Wort für Schildkröte, so kam ich auf den Namen.

heißt es nicht den Looping einer Achterbahn ?
Er konnte den Looping einer Achterbahn sehen?
Ja, das hört sich richtig an, habe es geändert.

Sag mir nicht womit er beginnt, denn dann musst du mir auch sagen wie es weiter geht, sondern zeig mir was er tut. ich hoffe du verstehst, was ich meine.
Ja, ich denke schon, habe den entsprechenden Satz gändert.

David ging etwas langsamer, durch den Torbogen, und drückte dabei die Süßigkeiten fest an sich.
Ich bin eine Niete in Zeichensetzung, desswegen beachte ich sie für gewöhnlich nur, wenn ich mir sicher bin, das ein Fehler vorliegt. Der Duden Korrektor findet auch keinen Fehler aber ich finde die beiden Kommas irgendwie komisch.
Den Hinweis habe ich nun auch noch durch einen anderen Kommentar erhalten, ich habe demnach nun beide Kommas entfernt.

Ja, man kann davon ausgehen, das sie Lila heißt, weil es Skölja ja auch vorher gesagt hat, aber alleine durch die Farbe der Klamotten finde ich nicht das man "unschwer sehen kann" dass sie wirklich so heißt.
Ich habe diesen Teil allgemein etwas umformuliert und dabei die Anspielung auf die Farbe ihrer Anziehsachen entfernt.

Immer das Gleiche mit euch! Anstatt sich über sie zu freuen und sie so zu akzeptieren, wie sie sind!“
ich glaube ich verstehe worauf du hinaus willst, aber an der Stelle mit den Worten finde ich das ein bisschen ... naja ... platt irgendwie.
Der Wechsel zu dieser deutlichen Ansprache war wohl etwas zu sprunghaft, ich habe es daher etwas mehr Melbas sonstiger Sprache angepasst.

Ich mag deine Geschichte. Es hat eine passenden Länge, deine Sprache ist einfach, auch wenn sie für meinen Geschmack manchmal noch etwas ausgedünnt werden kann, und du hast eine Moral eingebaut "Der schönste Platz ist da wo meine Eltern sind."
Danke, das freut mich! Mit neun Jahren ist David wahrscheinlich an der Grenze, wo er so langsam auch gerne mal mehr von seinen Eltern weg ist. Ich hoffe daher, es passt vom Alter her soweit, dass er zunächst von seinen Eltern weg möchte, sich dann aber doch zu ihnen zurück sehnt.

Den Park hättest du für meinen Geschmack noch etwas detaillierter Beschreiben können, vielleicht einzelheiten rauspicken, wie die Achterbahn fahrt und auf jeden Fall kann die Hexe irgendwie früher auftauchen oder die Flucht länger und aufregender sein.
Ich möchte die Geschichte zwar nicht deutlich länger machen, aber stimmt schon, der Vergnügungspark bietet unzählige Möglichkeiten, noch etwas für Kinder interessantes einzubauen. Ich habe also noch drei Inhalte ergänzt: Die Achterbahnfahrt ist nun länger beschrieben; Er hat die Erkenntnis, dass er wieder nach Hause möchte, auf einer weiteren Attraktion ; Und die Flucht vor Lila führt ihn noch durch ein Gespensterschloss.

Hoffe, das macht es noch ein wenig interessanter!

Viele Grüße,
Rob


Hallo @khnebel ,

freut mich, dass dir die Geschichte gefallen hat, danke für dein Feedback!

Ich habe entsprechend deiner formalen Anmerkungen einige Sätze angepasst, danke hierfür!

David taumelte aus dem Ausgang der Achterbahn und hielt sich an der Bank fest, auf die er vor der Fahrt die Süßigkeiten gestellt hatte. Alles drehte sich um ihn herum, er konnte sich an die Fahrt seit dem Abstieg kaum noch erinnern. Nur dass er ohne Pause durchgeschüttelt worden war, nach oben, nach unten, links und rechts. Immer wieder!
Das hat mich aus der Geschichte gerissen. Bis hierher hat der Text einen guten Fluss und jetzt plötzlich erzählst du mir, wie es weitergeht.
Hierbei ist mir nicht ganz klar, was du meinst. Ich habe die Achterbahnfahrt nicht vollständig beschrieben, daher an dieser Stelle noch etwas im Nachgang.

Irgendwie habe ich darauf gewartet, dass es David von den vielen Süßigkeiten schlecht werden würde. Hut ab, der verträgt was
Ja, jede Menge Süßigkeiten, außerdem ist er erfolgreich einer Hexe entkommen. Er wird im Leben schon gut zurecht kommen!

Viele Grüße,
Rob
 
Wortkrieger-Team
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04.03.2018
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Hallo Rob F.,

vorab mal Textkram:
Er schien leer zu sein, niemand war durch die Fenster zu sehen. Aber nein, das stimmte nicht! Nachdem der Zug vollends zum Stehen gekommen war, hob hinter einem der Fenster eine Schildkröte den Kopf vor die Scheibe. David musste lächeln und … konnte es sein? Fing auch die Schildkröte an zu schmunzeln? Ja, ganz ohne Zweifel. Sie begann, mit den Augen zu rollen und seltsame Grimassen zu schneiden. Er musste so sehr kichern, dass er sich die Hände vor den Mund hielt.
David sah aufgeregt zu seinen Eltern, wollte ihnen seine Entdeckung zeigen. Aber sie waren zu sehr in den Streit vertieft und fuchtelten aufgeregt mit den Händen in der Luft herum. Er blickte erneut
David verwendest du dreißig mal als Satzanfang, Er zweiundzwanzig mal. Ist ein stilistisches Ding, das mir beim Lesen ins Auge sprang.

„Wer bist du?“, fragte er, während er zu dem Tisch ging und die Schildkröte vorsichtig umdrehte.
„Danke, du bist meine Rettung! Ich sollte das mit den Purzelbäumen lassen. Ich heiße Skölja“,
Warum sieht er das mit den Purzelbäumen nicht vorher durchs Fenster? Wäre der perfekte Aufhänger, die Schildkröte schlägt einen Purzelbaum gegen das Fenster vom Abteil und bleibt auf dem Rücken liegen, woraufhin David in den Zug stürmt, um ihr zu helfen. Fände ich als Motivation plausibler, als die Grimassen und das Augenrollen.

begann der Zug langsamer zu werden
was spricht gegen: wurde der Zug langsamer?

„Ich bin nur im Zug richtig schnell ....“
Halte ich für unpassend, dass eine Schildkröte über die du schreibst "David hatte noch nie jemand so langsam sprechen hören ..." sich so schnell bewegt.

Als David kauend mit einem Pappbecher voller Süßigkeiten wiederkam, der fast so groß war wie ein Eimer, begann der Zug langsamer zu werden. Er sah aus dem Fenster und konnte bereits den Vergnügungspark sehen. Den Looping einer Achterbahn, ein Riesenrad, eine große Krake …
Nach einigen Minuten hielt der Zug an und die Türen öffneten sich automatisch. Der große Eingang zu dem Park war nicht weit entfernt, ein gepflasterter Weg führte vom Bahnsteig direkt dorthin.
Was ist ein großer Eingang? Da hat Fliege schon was zu gesagt. Auch bei mir entstehen keine Bilder, weil du deine Beschreibungen nicht mit Leben füllst. Was ist ein Pappbecher voller Süßigkeiten? Hier wäre die richtige Stelle das greifbar zu machen. Vorher schreibst du Schokolade, Fruchtgummi, Popcorn. das sind auch eher Oberbegriffe, die bei mir nichts auslösen. Du schreibst wie jemand, der keine Süßigkeiten mag. Geh ins Detail, mach das konkreter: Lakritzschnecken, Brausewürfel, saure Gummibärchen, Mäusespeck, kandierte Äpfel, gebrannte Mandeln. Das sehe ich vor mir und schmecke es auch. Auch das hier "Auf dem Weg dorthin aß er die Süßigkeiten weiter. Es waren so viele, dass er nicht glaubte, sie alle zu schaffen. Aber sie waren unglaublich lecker. Er konnte einfach nicht aufhören, von ihnen zu naschen." ist Tell, der bei mir keine Bilder erzeugt.

David schwieg einige Sekunden irritiert, bis er antwortete: „Hallo, ich … ich bin David. Aber das weißt du ja schon. Woher kennst du meinen Namen?“
Die Welt ist halt klein. Komm einfach mit, ich zeige dir den Park.“
Die Begründung ist mir zu lapidar, auch dass David sich damit zufrieden gibt.

Lila hielt ihre Hand unter sein Kinn und drückte seinen Mund sanft zu. „Bevor ein Frosch hineinfliegt“, lachte sie.
Witzig, schön absurd.

Kaum hatte er sich hingesetzt, fuhr eine gepolsterte Stange aus dem Boden und drückte sie sichernd in die Sitze. Was für ein cooler Wagen, dachte David grinsend.
Den würde ich nicht brauchen, der Perspektivwechsel verzögert nur unnötig.

Er hätte es nicht für möglich gehalten, aber er verlor bei dem Anblick die Lust, hier immer weiter etwas zu erleben. Und begann, an seine Eltern zu denken, er hatte sie in den letzten Stunden in seiner Aufregung völlig vergessen.
Er sieht also den Park von oben und da macht es klick, da vergeht ihm die Lust? Den Überdruss hast du ja vorher schon angedeutet mit "machen wir erst mal mit etwas Ruhigerem weiter " und "Na ja, ich … also, ich möchte mal eine Pause machen". Das würde ich auf die Spitze treiben, diese absolute Übersättigung, dieses Ertrinken im Überangebot.

Lilas Augen blitzten auf, ihr Lächeln verschwand kurzzeitig. „Aber du kannst noch nicht zurück, es gibt hier noch so viel zu entdecken. Deine Begeisterung wird zurückkommen, glaub mir.“
Schön, das Augenblitzen funktioniert für mich als Menetekel. Auch schön, wie du das weiterführst "Ihre Haare bekamen plötzlich graue Strähnen und Falten bildeten sich um ihre Augen."

Das Gespensterschloss war gestern noch nicht da, oder?
Und gelangte an eine weitere Treppe, die hinunter führte und schon kurze Zeit später war er wieder im Freien. Wahrscheinlich hatte Lila ihn hier nicht gesehen und angenommen, dass er woanders langgelaufen war.
Das passt nicht so ganz zu dem überlegenen Klarblick, den sie sonst hat, z.B. in der Achterbahn.

„Ich hab doch nicht … na ja, vielleicht doch, ein wenig, aber … wie komme ich nun wieder zurück?“
Melba zeigte auf den Teich. „Er wird dich zurückbringen, aber du musst dir darüber klar werden, wo dein schönster Ort der Welt ist.“
Ist mir zu moralkeulig. Ich fände es schöner, er würde immer weiter den Schildern zum schönsten Ort folgen und so zu den Eltern zurückfinden. Ohne Lehrstunde.

Lieber Rob, sehr fantasievoll gemacht, Hänsel und Gretel meets Charlie und die Schokoladenfabrik. Ich finde die Idee gut, eine Fantasiereise mit Parabelkurve. Mir war es an manchen Stellen noch nicht schlüssig, bzw. genau genug. Da ist noch einiges in unstimmige Beschreibungen eingewickelt. Das Prinzip der guten und bösen Zwillingsschwester, nun ja, für mich wären beide verzichtbar. Ich fände es sehr interessant, wenn der Park selbst ein Bewusstsein hätte. Weißt? Wenn er sich auf Davids Wünsche einstellt, ihm alles bietet, was er sich erträumt, wie ein Holo-Deck, aber dann der Punkt kommt, wo David spürt, das ist es nicht, Wünsche, die sich sofort erfüllen, sind keine richtigen Wünsche mehr sondern werden schal und Süßigkeiten, die ich herbeidenken kann, verlieren den Reiz. Ich verzehre mich nur voller Sehnsucht nach Dingen, die scheinbar unerreichbar sind. Alles in Reichweite verliert den Glanz. Darauf würde ich abheben und aus dem Überdruss der Alles-und-jederzeit-Künstlichkeit den Wunsch nach der Wirklichkeit wachsen lassen.

Peace, linktofink
 
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17.08.2019
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Hey @Rob F

Eine Geschichte, bei der ich über meinen Schatten springen muss. Ein wenig zumindest. Aber das liegt eher an mir. Ich mag deine Art zu schreiben und deine Ideen, aber ich mag Fantasy in gewissen Formen nicht. Dieses Hexenzauberzeugs. Wenn das Böse im Kleid des Guten lockt. Wenn aus weiss plötzlich schwarz wird, oder grau, oder schrumplig. Mir ist das Ganze durch Disney & Co zu abgelutscht. Aber wie gesagt, das liegt eher an mir. Der Erfolg spricht für das Rezept. Aber mich langweilt es. Ich mag überraschende Figuren. Schnörkellos und klar.

Mir scheint, du schreibst mit einer gewissen Leichtigkeit. Das meine ich beim Lesen auch zu spüren. Ich mag die Szene, wie der Spielzeugzug einfährt und die Schildkröte hinter der Scheibe ihre Faxen zieht.
Sie begann, mit den Augen zu rollen und seltsame Grimassen zu schneiden.
Eigentlich war ich bis dahin gespannt, wie sich das Ganze weiter entwickelt. Aber sobald Der schönste Ort der Welt genannt war (also eigentlich bereits im Titel), befürchtete ich, dass die Geschichte für mich gelaufen ist. Der schönste Ort auf der Welt ist bei den Eltern. Punkt. Es dauerte zwar eine gewisse Zeit. Aber zum Schluss hatte ich recht. Und das mag ich nicht. Also wenn ich recht habe schon. :D Aber nicht, wenn ich nicht überrascht werde.

Dazwischen kam für mich lediglich die Beschreibung eines riesigen Vergnügungsparks ...
Den Looping einer Achterbahn, ein Riesenrad, eine große Krake …
... und Disney mit Lila, Melba und Co.

Hier sonst noch ein paar kleine Bemerkungen ...

Aber sie waren zu sehr in den Streit vertieft und fuchtelten aufgeregt mit den Händen in der Luft herum.
Sie beschimpften sich immer noch, hatten gar nicht gemerkt, dass er weg war.
Wow. Die Eltern können sich aber lange streiten, nur weil das Gleis unklar ist. Aber wahrscheinlich ergab ein Wort das andere ...

Du brauchst diese drei Punkte oft. Immer dann, wenn du das kurze Zögern beim Schreiben festhalten willst. Aber in vielen Fällen könntest du sie weglassen. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich mach das auch oft und korrigiere es im Nachhinein.

Erst jetzt merkte er, was er für einen Hunger hatte. Ohne ein weiteres Wort lief er zum Speisewagen.
Das mit dem Hunger kann weg. Um Süssigkeiten zu naschen braucht es keinen Hunger.

„Ich bin nur im Zug richtig schnell.
„Bevor ein Frosch hineinfliegt“, lachte sie.
Deine Erzählung ist gespickt mit solchen kleinen witzigen Details. Das mag ich.

„Nein! Du wirst nicht gehen, sondern bei mir bleiben.“ Ihre Hand schloss sich fester um seine, wie eine Zange.
David hatte Angst, aber er wurde auch wütend. Niemand hatte das Recht, ihn festzuhalten.
Eine Passage, die es Eltern vielleicht auch ermöglicht, ein paar ungezwungene Worte über das Thema Missbrauch zu verlieren. Ist mir nur so durch den Kopf geschossen.

Zusammengefasst, Rob: Deine Schreibweise fliesst und du hast viel Fantasie. Schade, dass diese sich in der eigentlichen Geschichte nicht wiederfindet. Meine Meinung ist, dass die Kinder die Geschichte mögen werden. Wie einen Disney-Film. Aber sie werden diese nicht lieben. Sie wird nicht aus der Masse ähnlicher Geschichten herausstechen. Das finde ich schade.

Liebe Grüsse
snif
 
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Hallo @Rob F ,

mir gefällt deine Geschichte ganz gut, muss jedoch ein paar Abstriche machen. Mir fehlt etwas von dem sonst so schönem Fluss und Leichtigkeit. Gerade am Anfang bekomme ich einfach nicht das runde Gefühl, dass ich bei deinen Geschichten üblicherweise habe. Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber, dass du dieses Mal in einer tiefere Ebene des personalen Erzählers gehst und ich habe das Gefühl, dass du dabei etwas verkrampft bist.
Ich bin mir nicht sicher, ob du damit was anfangen kannst, das ist schon diffus formuliert, aber ich bekomme es leider nicht besser zu fassen.

Ansonsten sind mir nur ein paar Kleinigkeiten aufgefallen.
Davids Eltern streiten und er wünscht sich von seinen schimpfenden Eltern weg. Möglicherweise wolltest du hier die Wortwiederholung vermeiden, aber streiten ist nicht schimpfen. Das ist mMn unnötig irreführend.

Zum Finale möchte Lila David in die Geisterbahn schleppen und er reißt sich los um in eine ganz andere Richtung zu laufen, um sie in einem Geisterschloss abzuhängen. Geisterbahn und Geisterschloss sind mir hier zu nah aneinander.

Melba fing an zu verblassen, als würde sie sich in einen Geist verwandeln.
Melba blickte auf, ein Lächeln erschien auf ihrem Gesicht.
Ich bin mir nicht sicher, ob das so funktioniert, wenn Melba schon verblasst ist.

Letzter Punkt:
David kommt zum "schönsten Ort seines Lebens" zurück, und zwar zu seinen Eltern. Die ihm dann quasi versprechen, dass ihr Streit noch die ganze Zugfahrt bis nach Italien anhalten wird.
Ich weiß ja nicht, aber wenn ich David wäre, würde das mein gerade gefundenes Hochgefühl ganz stark dämpfen. Und zwar so richtig. Es ist für Kinder extrem belastend - emotional belastend - wenn die Eltern ständig und anhaltend streiten. Ich bin mir sicher, dass du das nicht so ausdrücken wolltest, wie es klingt, und ich fände es besser, wenn du das anders formulieren würdest. Vielleicht findet die Mutter ja genau in dem Moment die handschriftliche Notiz, von der sein Vater die ganze Zeit behauptet hat, dass er sie an die Zettel geklebt hat und sie müssen jetzt ganz schnell zu einem anderen Gleis rennen und haben deswegen gar nicht die Zeit sich mit seiner Nässe oder ihrem Streit beschäftigen.
 
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Hierbei ist mir nicht ganz klar, was du meinst.
Hallo Rob,

ich war so richtig bei David in der Achterbahn, du steigerst die Spannung, als es steil bergauf geht, und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie er das Hinab verkraftet, aber da war der Film alle. Kannste doch mit mir nich machen :rotfl:

Schon mal schönes Wochenende!
khnebel
 
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Hi @linktofink ,

danke für´s Lesen und deine Anmerkungen!

David verwendest du dreißig mal als Satzanfang, Er zweiundzwanzig mal. Ist ein stilistisches Ding, das mir beim Lesen ins Auge sprang.
Ich habe nun bei den Satzanfängen etwas mehr variiert, hoffe es liest sich nun abwechslungsreicher.

Warum sieht er das mit den Purzelbäumen nicht vorher durchs Fenster? Wäre der perfekte Aufhänger, die Schildkröte schlägt einen Purzelbaum gegen das Fenster vom Abteil und bleibt auf dem Rücken liegen, woraufhin David in den Zug stürmt, um ihr zu helfen. Fände ich als Motivation plausibler, als die Grimassen und das Augenrollen.
Ja, das ist eine gute Idee! Ich habe es kombiniert mit den vorherigen Grimassen, nun fählt sie durch den Versuch eines "Fußstandes" auf den Rücken.

Was ist ein Pappbecher voller Süßigkeiten? Hier wäre die richtige Stelle das greifbar zu machen. Vorher schreibst du Schokolade, Fruchtgummi, Popcorn. das sind auch eher Oberbegriffe, die bei mir nichts auslösen. Du schreibst wie jemand, der keine Süßigkeiten mag. Geh ins Detail, mach das konkreter: Lakritzschnecken, Brausewürfel, saure Gummibärchen, Mäusespeck, kandierte Äpfel, gebrannte Mandeln.
Ich habe die entsprechenden Sätze bisher nur geringfügig angepasst. Mir ist hierbei glaube ich noch nicht klar, warum es einen großen Unterschied macht, wenn ich die Süßigkeiten genau benenne und im Detail beschreibe. Ich glaube, an diesen beiden Stellen würde es für mich als Leser keinen allzu großen Unterschied machen, muss ich also nochmal schauen.

„Die Welt ist halt klein. Komm einfach mit, ich zeige dir den Park.“
Die Begründung ist mir zu lapidar, auch dass David sich damit zufrieden gibt.
Ja, hierfür ist mir noch nicht so ganz die passende Antwort eingefallen. Ich habe es wieder etwas mehr zu der vorherigen Version geändert, kann aber sein, dass ich diesen Satz nochmal anpasse, wenn mir etwas besseres einfällt.

Das Gespensterschloss war gestern noch nicht da, oder?
Genau, ich habe es nach dem Kommentar von @Shey noch ergänzt. Die Flucht vor Lila war in der ersten Version doch recht kurz, ich hoffe, es ist nun etwas unterhaltsamer.

Und gelangte an eine weitere Treppe, die hinunter führte und schon kurze Zeit später war er wieder im Freien. Wahrscheinlich hatte Lila ihn hier nicht gesehen und angenommen, dass er woanders langgelaufen war.
Das passt nicht so ganz zu dem überlegenen Klarblick, den sie sonst hat, z.B. in der Achterbahn.
Auch hier muss ich nochmal schauen, ob ich noch eine andere Idee habe, wie David die Hexe austrickst. Ich habe erstmal folgendes ergänzt, als David in das Labyrinth flüchtet, auch mit einer Ergänzung zum Aussehen der Hexe:
David zögerte, doch dann hörte er hinter sich Schritte und sah, wie Lila auf ihn zugerannt kam. Ihre Haare waren nun vollständig grau, umgaben ein faltiges Gesicht. War es in der Gespensterburg nur ein Trick gewesen, wieder zurückzulaufen? Um ihn aus seinem Versteck zu locken?
Er sah keine andere Möglichkeit, als in das Labyrinth zu flüchten ...


Ist mir zu moralkeulig. Ich fände es schöner, er würde immer weiter den Schildern zum schönsten Ort folgen und so zu den Eltern zurückfinden. Ohne Lehrstunde.
Ob ich das Ende so bestehen lasse, ist ohnehin noch ein offener Punkt. Ich selbst finde es bisher gut, auch ein wenig als Anregung für die jungen Leser/Zuhörer, hierüber ein wenig nachzudenken. Aber ich hab ja noch Zeit bis zum "Abgabeschluss", auch bezogen auf deinen Vorschlag, ohne Lila und Melba auszukommen, und es als "Park mit Bewusstsein" zu gestalten.

Also vielen Dank für deine Vorschläge!

Viele Grüße,
Rob


Hi @snif ,

danke für deinen Kommentar!

Mir scheint, du schreibst mit einer gewissen Leichtigkeit. Das meine ich beim Lesen auch zu spüren. Ich mag die Szene, wie der Spielzeugzug einfährt und die Schildkröte hinter der Scheibe ihre Faxen zieht.
Danke! Es geht zwar beruflich um kaufmännische Themen, aber ich muss auch dabei so formulieren, dass das Thema einem Fremden verständlich wird, insofern versuche ich, auch die Geschichten entsprechend nachvollziehbar aufzubauen (na ja, zumindest die meisten ...).

Der schönste Ort auf der Welt ist bei den Eltern. Punkt. Es dauerte zwar eine gewisse Zeit. Aber zum Schluss hatte ich recht. Und das mag ich nicht. Also wenn ich recht habe schon. :D Aber nicht, wenn ich nicht überrascht werde.
Ja, kann ich gut nachvollziehen! Wenn eine Geschichte schon früh andeutet, wie es am Ende ausgeht, ist sie grundsätzlich nicht mehr wirklich interessant. Hierbei muss ich jedoch auf die Zielgruppe verweisen, ich hoffe also, dass es Kindern nicht direkt klar ist, je nach Alter. Daher auch das eher deutlich erklärende Ende.

Wow. Die Eltern können sich aber lange streiten, nur weil das Gleis unklar ist. Aber wahrscheinlich ergab ein Wort das andere
Nur für das Gleis, das sie nicht finden, wäre es wohl etwas lang. Ich kann es an der Stelle nicht detaillierter schreiben, da David es in dem Zug ja nicht mehr hört. Aber ich hatte ja zu Beginn angedeutet, dass seine Eltern "mal wieder streiten", also vielleicht ist es daher nicht ganz so verwunderlich, dass sie immer noch dran sind.

Du brauchst diese drei Punkte oft. Immer dann, wenn du das kurze Zögern beim Schreiben festhalten willst. Aber in vielen Fällen könntest du sie weglassen.
Ja, ist eine grundsätzliche Angewohnheit, aber ich habe es nun etwas reduziert.

Meine Meinung ist, dass die Kinder die Geschichte mögen werden. Wie einen Disney-Film. Aber sie werden diese nicht lieben. Sie wird nicht aus der Masse ähnlicher Geschichten herausstechen. Das finde ich schade.
Das bleibt auch für zukünftige Geschichten ein wichtiger, vielleicht auch der wichtigeste Punkt: Eine Handlungsidee finden, die so noch nicht da war. Aber ich versuche es weiter!

Danke für deine Einschätzung, viele Grüße!
Rob


Hallo @feurig ,

freut mich, dass du auch zu meinem Beitrag zur Challenge gefunden hast!

Mir fehlt etwas von dem sonst so schönem Fluss und Leichtigkeit. Gerade am Anfang bekomme ich einfach nicht das runde Gefühl, dass ich bei deinen Geschichten üblicherweise habe
Interessant, dass es dir auffällt! Es wird daran liegen, dass ich zum ersten Mal gezielt etwas für Kinder schreibe, und damit verbunden dann halt auch weitestgehend aus Sicht eines Kindes, wie es die Welt erlebt. Da hast du schon Recht, hierbei muss ich mich, auch bei den Überarbeitungen, erst einfinden.

Davids Eltern streiten und er wünscht sich von seinen schimpfenden Eltern weg. Möglicherweise wolltest du hier die Wortwiederholung vermeiden, aber streiten ist nicht schimpfen. Das ist mMn unnötig irreführend.
Genau, es ging mir um die Wortwiederholungen, aber ich habe nun dennoch an beiden Stellen "streiten" geschrieben.

Zum Finale möchte Lila David in die Geisterbahn schleppen und er reißt sich los um in eine ganz andere Richtung zu laufen, um sie in einem Geisterschloss abzuhängen. Geisterbahn und Geisterschloss sind mir hier zu nah aneinander.
Was ja insgesamt noch fehlte ist ein Autoscooter :gelb: Er ersetzt nun also die Geisterbahn.

Ich bin mir nicht sicher, ob das so funktioniert, wenn Melba schon verblasst ist.
Ich habe den zweiten Satz angepasst:
Melba blickte auf, sie war gerade noch zu erkennen, mit einem Lächeln im Gesicht.

David kommt zum "schönsten Ort seines Lebens" zurück, und zwar zu seinen Eltern. Die ihm dann quasi versprechen, dass ihr Streit noch die ganze Zugfahrt bis nach Italien anhalten wird.
Ich weiß ja nicht, aber wenn ich David wäre, würde das mein gerade gefundenes Hochgefühl ganz stark dämpfen. Und zwar so richtig.
Ich habe den Abschluss ein wenig angepasst. Es gibt die ein oder andere Stelle, so wie diese, an der ich vielleicht noch etwas feilen werde, aber nun heißt es:
„Genau, Champ, alles ist gut. Du weißt doch, dass wir uns immer wieder vertragen. Bist du übrigens schon vorgefahren und warst im Meer, oder warum bist du so nass?“

Danke für deine Anmerkungen, im Vergleich zur ersten Version hat sich ja schon einiges getan!

Viele Grüße,
Rob


Hallo @khnebel ,

stimmt, da war ja noch ein Punkt offen:

ich war so richtig bei David in der Achterbahn, du steigerst die Spannung, als es steil bergauf geht, und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie er das Hinab verkraftet, aber da war der Film alle. Kannste doch mit mir nich machen
Als hätte ich es gewusst, habe ich die Achterbahnfahrt etwas verlängert, s.o. meine Antwort an @Shey .

Meine Absicht dahinter war, dass durch die Folgeszene, in der David schwankend aus der Bahn kommt, der Leser sich selbst ein Bild einer ziemlich ereignissreichen Fahrt macht. Aber das ist wohl nicht so ganz geglückt, daher nun etwas ausführlicher, aber dennoch mit Raum zum Vervollständigen.

Viele Grüße,
Rob
 

svg

Senior
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Moin @Rob F

zunächst mal Kleinigkeiten, die mir beim Lesen aufgefallen sind:

Um sich abzulenken, dachte er an die spannenden Geschichten, die er abends gerne vor dem Einschlafen hörte. Und wie schön es wäre, mal ein wenig von seinen streitenden Eltern wegzukommen.
Würde ich streichen, lass ihn da ruhig gedanklich aufs volle gehen ;)

Aufgeregt
sah David zu seinen Eltern, wollte ihnen seine Entdeckung zeigen. Aber sie waren zu sehr in den Streit vertieft und fuchtelten aufgeregt mit den Händen in der Luft herum. Er blickte erneut zu dem Zug.
Dopplung. Beim 2. Mal würde ich wild bzw. gestenreich nehmen

„Aber …“ David blickte aus dem Fenster zu seinen Eltern. Sie beschimpften sich immer noch, hatten gar nicht gemerkt, dass er weg war.
Hier fände ich stritten runder. Beschimpften klingt so, als würden sie sich nur noch irgendwelche Schimpfworte um die Ohren hauen. Bei Streiten geht es noch mehr um die Sache. Aber das ist Geschmackssache.


David stellte den großen Becher auf eine Bank und ging mit Lila zum Einstiegsbereich, wo genau ein Wagen bereitstand.
ein Wort

Taumelnd kam David aus dem Ausgang der Achterbahn und hielt sich an der Bank fest, auf die er vor der Fahrt die Süßigkeiten gestellt hatte.
Insgesamt gibt es so ein paar Stellen, wo du ein bisschen knackiger formulieren könntest. Das hier mal als Beispiel. Meines Erachtens würde auch reichen:
David stieg taumelnd aus der Achterbahn.

„In Ordnung, dann komm mit!“ Er war gerade dabei, sich zu setzen, als Lila seine Hand nahm und ihn weiterzog.

Wie war sie so schnell hinterhergekommen?

Nur wenige Sekunden später hörte er, wie Lila seinen Namen rufend vorbeilief. Er hielt sich weiter versteckt und das war gut so, denn nur wenig später kam Lila zurückgelaufen, vor sich hinfluchend.
Was mochte das zu bedeuten haben? Führte der Weg in eine Sackgasse? Aber er konnte auch nicht zurück, dort würde Lila bestimmt warten, also ging er weiter. Und gelangte an eine weitere Treppe, die hinunterführte und schon kurze Zeit später war er wieder im Freien.

Nach einigen Minuten zitterten Davids Beine so sehr, dass er kaum noch weiterkonnte.
Jeweils nur ein Wort


Melba zeigte auf den Teich. „Er wird dich zurückbringen, aber du musst dir darüber klar werden, wo dein schönster Ort der Welt ist.“
David wollte direkt etwas antworten, musste dann aber doch überlegen. „Mein schönster Ort, na ja, wird wohl mein zu Hause sein.
Das erinnerte mich sofort an die Wasser des Lebens bei der unendlichen Geschichte. Am Ende steht Bastian Balthasar Bux auch in einem Teich und wünscht sich nachhause. Überhaupt kein Plagiatsvorwurf ;). Aber wenn du was anderes nimmst als den Teich dann kommt diese Assoziation erst gar nicht auf.

Wichtig waren diejenigen, die er liebte, seine Eltern.Wenn sie da waren, dann konnte jeder Ort der schönste der Welt sein.
Leerzeichen fehlt

Ich finde, dass das eine schöne abenteuerliche Geschichte geworden ist, die Kinder sicherlich gut unterhält. Und auch als Vorleser hätte ich meinen Spaß daran. Du erzählst in klarer Spache, der man gut folgen kann und hast einige schöne fantasievolle Bilder darin. Finde ich ein wirklich rundes Ding, die Geschichte. Hat auch ein bisschen was von so einer klassichen Gespenstergeschichte für Kinder, für meinen Geschmack könntest du Lila sogar noch einen Tick bedrohlicher darstellen für das von dir anvisierte Lesealter.

Wie einige andere finde ich die Süßigkeiten sehr dominant. Klar, Kinder mögen das. Aber hier sollten sie vielleicht bei der Häufigkeit der Nennung noch eine Bedeutung bekommen. Vielleicht werden sie bei der Flucht ein Hindernis, weil sie plötzlich überall kleben und so letzendlich aus was Schönen dann auch zu etwas Bedrohlichem werden. Nur als Vorschlag.

Mich hast du jedenfalls sehr gut unterhalten, vielen Dank dafür.
LG svg
 
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Hallo @svg ,

danke für deinen Kommentar und die Anmerkungen zu Rechtschreibung und Formulierungen!
Ich habe dementsprechend nochmal einige Sätze angepasst.

Das erinnerte mich sofort an die Wasser des Lebens bei der unendlichen Geschichte. Am Ende steht Bastian Balthasar Bux auch in einem Teich und wünscht sich nachhause.
Ich hatte an dieser Stelle überlegt, ob es ein Teich, ein Spiegel oder ein Brunnen wird ... und hatte dann den Eindruck, dass wahrscheinlich alle drei Sachen in anderen Geschichten vorkommen. Aber das ist naürlich ein guter Hinweis! Mal sehen, vielleicht fällt mir ja noch etwas ganz anderes ein.

Ich finde, dass das eine schöne abenteuerliche Geschichte geworden ist, die Kinder sicherlich gut unterhält. Und auch als Vorleser hätte ich meinen Spaß daran.
Vielen Dank! Und es freut mich natürlich, wenn sie auch für Erwachsene eine leichte Unterhaltung ist.

Wie einige andere finde ich die Süßigkeiten sehr dominant. Klar, Kinder mögen das.
Ich hatte es im Vergleich zur ersten Version schon etwas reduziert, habe die Süßigkeiten aber nun noch an einer weiteren Stelle rausgenommen. Sie sollen David halt, genau wie die Attraktionen, möglichst fröhlich halten, aber dabei natürlich auch nicht beim Lesen nerven, wenn sie zu oft erwähnt werden.

Viele Grüße!
Rob
 
Wortkrieger-Team
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22.10.2011
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Hallo Rob,
ich glaube, wir hatten noch nie das Vergnügen. Oder?
Jedenfalls hast du aus meiner Sicht eine gute, eher klassische Kindergeschichte geschrieben. Sie ist zwar vorhersehbar, das hängt schon mit dem Titel und der Exposition zusammen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Geschichte bei Kindern gut ankommt, weil es ja immer wunderbar ist, ohne die spielverderberischen Eltern über einen Rummelplatz zu flanieren, alles ausprobieren zu können, ohne dass Mama und Papa reinquaken und auf Gefahren und Altersbeschränkungen hinweisen können und dabei zu naschen, bis man sich fast übergeben muss. :) Also das fand ich herrlich an der Geschichte. Und du hast eine Menge Fantasie, und bleibst bunt und gleichzeitig verständlich in deiner Erzählung, das finde ich wichtig.

Ein kleiner Kritikpunkt: Dass es die Feenschwester von Lila gibt, das baust du recht spät in die Geschichte ein, dadurch taucht sie sehr abrupt auf und wie eine künstlich erzeugte Art der Lösung seines Konflikts.

Ein paar Anmerkungen, nimm dir, was du nachvollziehbar findet, den Rest kippst du sonstwohin.
Diesmal nur, weil sie nicht genau wussten, auf welchem Gleis des großen Bahnhofs ihr Zug in den Urlaub abfuhr.
Ist ja klar, dass es ein Bahnhof sein muss.

Und wie schön es wäre, mal von seinen streitenden Eltern wegzukommen. Nur mit seinen Schulfreunden unterwegs sein, vielleicht irgendwo in einem Wald übernachten.
Da könntest du aus meiner Sicht ruhig stärker betonen, dass er die Eltern auch wirklich mal über hat mit der Streiterei einerseits, und andererseits, dass er mal so ganz allein, dass er sie wirklich mal los sein will.

Nachdem der Zug vollends zum Stehen gekommen war, hob hinter einem der Fenster eine Schildkröte den Kopf vor die Scheibe.
Das finde ich ein bisschen unglücklich formuliert. Wo soll sie denn sonst auftauchen? Ist doch ein Fenster. Könntest du streichen.

Ein angenehmer Duft wehte ihm entgegen, als er den Zug betrat. Wie in einem Süßigkeitenladen.
Auch ich gehöre zu denen, die es besser finden, wenn man Düfte konkretisiert. Also nicht einfach Süßigkeiten, sondern schreiben, wonach es riecht. Nach Bratapfel, Marzipan, Schaumküssen, was weiß ich. Das ist ja eine entscheidende Stelle. Es soll ihn ja wirklich in den Zug ziehen ohne dass er Rücksicht nimmt auf frühere Verbote seiner Eltern, ohne dass er irgendwas überlegt. Es sind die Düfte, die ihn treiben und die merkwürdige Kröte, der er, das macht ihn sympathisch, zu Hilfe eilen will.

„Danke, du bist meine Rettung! Ich sollte das mit den Fußständen lassen. Ich heiße Skölja“, antwortete die Schildkröte so langsam, als müsste sie jedes Mal überlegen, welches Wort sie als nächstes sagen wollte.
Schön

„Hmmm, vielleicht … ein riesiger Rummelplatz, nur für mich alleine? Wo ich nirgendwo anstehen muss und es die leckerer, ich meine leckereresten Süßigkeiten überhaupt gibt?“
Hier geht das mit der allgemeinen Bezeichnung.

David atmete tief durch die Nase ein, der Duft von Schokolade, Fruchtgummi, Popcorn und weiteren Leckereien schwebte ihm entgegen. Roch das verführerisch!
Hier hast du es find ich ganz schön gemacht. Die Verführung wird einfach deutlicher, wenn man weiß, welche Düfte es sind.

Er sah Skölja an. Der Blick der Schildkröte, die gelben Augen, zogen ihn in ihren Bann.
Genau. Mit der stimmt was nicht.

Als David kauend mit einem Pappbecher voller Süßigkeiten wiederkam, der fast so groß war wie ein Eimer, wurde der Zug langsamer.
Da find ich die Süßigkeiten wieder weniger gut, weil zu allgemein. Lass ihn doch ruhig den Becher voller Popcorn haben und im anderen Arm eine Tüte, aus der oben bunte Gummischlangen rausgucken. Dass Kinder sich futtermäßig mal so richtig austoben können, das würde ich auch ausreizen.

Auf dem Weg dorthin aß er die Süßigkeiten weiter. Es waren so viele, dass er nicht glaubte, sie alle zu schaffen. Aber sie waren unglaublich lecker, vor allem die Apfelringe.
Auch hier wieder. Ich würde das mit den Süßigkeiten anders dosieren. Ich finde es ja gut, dass die so eine Wirkung auf ihn haben. Haben Süßigkeiten ja immer, dass sie einen verleiten und verlocken. Aber ich würde das haptischer und geschmacks- und geruchsmäßig mehr zeigen, du fasst eher zusammen. Eher so (ist natürlich nur ein schneller Vorschlag): Auf dem Weg dorthin stopfte er sich eine Handvoll Apfelringe in den Mund. Unglaublich waren die, wunderbar süß und trotzdem so sauer, als ob seine Zunge kitzeln würde.

Das Mädchen, das hinter dem Eingang stand, schätzte David auf etwa sein Alter, neun Jahre. Sie hatte einen Pullover, Jeans und Turnschuhe an, alles in lila.
Schade, dass die später so fies ist, eigentlich wirkt sie nett mit ihren Turnschuhen.

Sie war so groß, dass die höchsten Stellen die dünnen KOMMA weißen Wolken erreichten.
Schön, aber ich würde ein Komma spendieren.

Lila hielt ihre Hand unter sein Kinn und drückte den Mund sanft zu. „Bevor ein Frosch hineinfliegt“, lachte sie.
Schön

Er hätte es nicht für möglich gehalten, aber er verlor bei dem Anblick die Lust, hier immer weiter etwas zu erleben. Und begann, an seine Eltern zu denken, er hatte sie in den letzten Stunden in seiner Aufregung völlig vergessen.
Das kommt recht lapidar daher. Sehr knapp und emotionslos. Ist ja eine sehr entscheidende Stelle. Immerhin erkennt er ja hier, dass er Sehnsucht nach den Eltern bekommt.

Wieder funkelten Lilas Augen, als würde sich in ihnen ein Edelstein befinden, der von einem Lichtstrahl getroffen wurde. Ihre Haare bekamen plötzlich graue Strähnen und Falten bildeten sich um ihre Augen.
Gut

Ihre Hand schloss sich fester um seine, wie eine Zange.
Ohne Komma. Ist ein Vergleich mit wie , den trennt man nicht ab, wenn es kein Satz ist.

„Mach schnell, komm in das Labyrinth“, flüsterte eine sanfte Stimme, so gerade noch für ihn hörbar. Ein Mädchen trat aus dem Eingang zu den Hecken. Sie sah Lila sehr ähnlich, nur war sie ganz in weiß gekleidet.
Schade, dass die so brav aussieht und so unschuldig weiß.

Er wollte sich gerade auf den Boden setzen, sich seinem Schicksal ergeben, als ihm klar wurde, dass für ihn ein Ort nicht wichtig war. Wichtig waren diejenigen, die er liebte, seine Eltern. Wenn sie da waren, dann konnte jeder Ort der schönste der Welt sein.
Das ist eine hübsche Moral und passend zu einer Kindergeschichte. Wobei ich finde, die Eltern hätten sich ruhig ein paar Sorgen machen können um ihn. Das hätte er verdient nach dem ganzen Naschen und Rumrütteln in den ganzen Rummelplatzattraktionen. Ich hab mich sehr gewundert, dass ihm nicht total schlecht geworden ist. :)

Gerne gelese
Viele Grüße von Novak
 
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21.04.2014
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Hey Rob F,


ich steige gleich ein und widme mich mal vornehmlich deinem Stil.
Du solltest mMn den Text insgesamt straffen, ihm noch mal mehrere Überarbeitungen gönnen, alles Redundante killen, möglichst auf Hilfsverben und Füllwörter abklopfen, insgesamt direkter werden, mehr Show, auf stärkere Verben setzen ...
Alles so ziemlich klassische Ratschläge, die m. E. für die meisten Texte hilfreich sein können - auch für "Krümeltexte". Vielleicht sogar besonders für diese :).
Nachfolgend ein paar exemplarische Beispiele, Denkanstöße.

Immer streiten meine Eltern, dachte David. Diesmal nur, weil sie nicht genau wussten, auf welchem Gleis des großen Bahnhofs ihr Zug in den Urlaub abfuhr. Sie wollten nach Italien, ans Meer.
Vorschläge (zum Verdeutlichen):
- Immer streiten meine Eltern, dachte David. Diesmal nur, weil sie nicht genau wussten, auf welchem Gleis des großen Bahnhofs ihr Zug in den Urlaub abfuhr. Sie wollten nach Italien, ans Meer.
Dieses "nur" hat so was Wertendes, (auch) dem (jungen) Leser wird doch klar, dass es um nichts Weltbewegendes geht. Ist auch für den jungen Leser sicher befriedigender, wenn er solche Rückschlüsse selbst treffen kann, wenn du das dem Leser also nicht abnimmst.
"nicht genau": Wussten sie es ungenau? In etwa? Ist das wichtig? Solche (indirekten) Relativierungen nur gezielt setzen.
"der große Bahnhof": Hm, wenn du aufs Setting gewichten möchtest, auf Schmuck nicht verzichten willst, reicht "der große Bahnhof" einfach nicht -> todlangweilig. Falls nicht, durch Gleis und Zug lässt sich schon eingrenzen, wo sich alles abspielt.
Später dann, "in den Urlaub": brauchst du das als Info?, "ans Meer": steckt schon bildlich in Italien oder Urlaub und spielt auch nicht wirklich eine Rolle, oder?

- Diesmal stritten sich seine Eltern, weil sie nicht wussten, auf (von) welchem Gleis ihr/ der Zug nach Italien (ab)fuhr.
Fehlt da was an Info?

Um sich abzulenken, dachte er an die spannenden Geschichten, die er abends gerne vor dem Einschlafen hörte. Und wie schön es wäre, mal von seinen streitenden Eltern wegzukommen.
Das erschließt sich doch von selbst. Bin mir sicher, dass das auch Krümelleser einordnen können. Weg damit.

Nur mit seinen Schulfreunden unterwegs sein, vielleicht irgendwo in einem Wald übernachten.
Zu Kürzen bedeutet meist, der Text wird knackiger, spannender, schneller.

Er schien leer zu sein, niemand war durch die Fenster zu sehen. Aber nein, das stimmte nicht! Nachdem der Zug vollends zum Stehen gekommen war, hob hinter einem der Fenster eine Schildkröte den Kopf vor die Scheibe.
Kannst ja mal darüber nachdenken.

David musste lächeln und ... konnte es sein? Fing auch die Schildkröte an zu schmunzeln? Ja, ganz ohne Zweifel. Sie begann, mit den Augen zu rollen und seltsame Grimassen zu schneiden. Er musste so sehr kichern, dass er sich die Hände vor den Mund hielt.
Aufgeregt sah David zu seinen Eltern, wollte ihnen seine Entdeckung zeigen. Aber sie waren zu sehr in den Streit vertieft und fuchtelten wild mit den Händen in der Luft herum. Er blickte erneut zu dem Zug. Die Schildkröte stellte sich auf die Hinterbeine, balancierte, begann mit den Vorderbeinen zu fuchteln und fiel schließlich nach hinten um.
Erschrocken lief er zu der Tür, er musste ihr helfen. Ein angenehmer Duft wehte ihm entgegen, als er den Zug betrat. Wie in einem Süßigkeitenladen.
Puh, mit dem Fetten kommt nicht wirklich Spannung auf, oder?
Und die unterstrichene Aufregung und der Schreck könnten beim (jungen) Leser (Zuhörer) zünden, wenn du das "zeigen" würdest. Stichwort: Show, don't tell.
Vorschlag (nur mal so als Denkanstoß):
David lächelte und ... konnte es sein? Auch die Schildkröte schmunzelte? Ja, ganz ohne Zweifel. Sie rollte die Augen und schnitt Grimassen. Er prustete los und hielt sich die Hände vor den Mund.
Seine Eltern bemerkten nichts davon, schrien sich gegenseitig an und fuchtelten mit den Händen herum.
Die Schildkröte stellte sich auf die Hinterbeine, verlor das Gleichgewicht und fiel nach hinten um.
David überlegte nicht lange und spurtete los. Ein Duft nach Karamellbonbons, heißer Schokolade und Sauren Zungen schlug ihm entgegen, als er in den Zug stürmte(, um zu helfen).



Okay, ich hab' keine Ahnung, ob du meinen Komm als hilfreich erachtest oder nicht. Ist natürlich viel Subjektives mit drin. Ich breche hier mal ab - vor allem aus Zeitgründen. Falls du Bock auf mehr hast, schaue ich aber auch gerne noch mal rein.


Danke fürs Hochladen


hell
 
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09.12.2019
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Hallo @Novak ,

ich dachte, die Geschichte wäre schon durch bei den Kommentaren, freut mich also, dass du dir die Zeit genommen hast!

ich glaube, wir hatten noch nie das Vergnügen. Oder?
Noch nicht, aber nun ist es soweit! :)

Jedenfalls hast du aus meiner Sicht eine gute, eher klassische Kindergeschichte geschrieben. Sie ist zwar vorhersehbar, das hängt schon mit dem Titel und der Exposition zusammen
Danke! Wahrscheinlich ist auch Kindern früh der grobe Ablauf und Grundgedanke der Geschichte klar, aber ich hoffe, dass es doch die ein oder andere Überraschung gibt und es nicht langweilig wird.

Ein kleiner Kritikpunkt: Dass es die Feenschwester von Lila gibt, das baust du recht spät in die Geschichte ein, dadurch taucht sie sehr abrupt auf und wie eine künstlich erzeugte Art der Lösung seines Konflikts.
Ja, hierzu sind die Feedbacks ziemlich gemischt, hier und im Freundeskreis. Also von: Ist in Ordnung so, über: Melba komplett entfernen, bis zu: Ihr mehr Raum geben.
Ich habe mal etwas ergänzt, David entdeckt Melba schon ein wenig früher, von einem Riesenrad aus:
Widerwillig ließ David sich mitziehen, als sie wieder unten ankamen, zunächst auf ein Riesenrad. Von oben meinte er, jemand im Park zu sehen, weit entfernt in weißer Kleidung. Die Person schien etwas aufzustellen, ein Schild oder einen Wegweiser.
"Wer ist das?", fragte er.
Lila blickte in diese Richtung und zuckte kurz zusammen. "Ach, das ist nur eine meiner Angestellten, sie hält den Park in Ordnung", erwiderte sie und kniff die Augen zusammen.
Erneut sah er dorthin, aber die Person verschwand hinter anderen Attraktionen, als das Riesenrad wieder nach unten fuhr. Lila führte ihn weiter ...

Bin noch nicht sicher, ob es hierzu der letzte Stand sein wird, aber falls ich nochmal etwas anpasse, werde ich es entsprechend kommunizieren.

Das kommt recht lapidar daher. Sehr knapp und emotionslos. Ist ja eine sehr entscheidende Stelle. Immerhin erkennt er ja hier, dass er Sehnsucht nach den Eltern bekommt.
Ich habe es mal etwas umformuliert:
... konnte David den Park überblicken. Noch unzählige Attraktionen warteten darauf, entdeckt zu werden. Wie lange ich wohl noch hier sein werde, überlegte David und dachte an seine Eltern. Er vermisste sie, außerdem durfte er doch den Zug in den Urlaub nicht verpassen.

Das hätte er verdient nach dem ganzen Naschen und Rumrütteln in den ganzen Rummelplatzattraktionen. Ich hab mich sehr gewundert, dass ihm nicht total schlecht geworden ist.
Er hat halt einen starken Magen! Eine grundsätzlich gute Voraussetzung, auch fürs spätere Leben :bier:

Ich habe entsprechend deiner Vorschläge auch noch andere Sätze angepasst, erwähne es hier nur allgemein.

Also danke für deine Zeit und die Anmerkungen!

Viele Grüße,
Rob
 
Zuletzt bearbeitet:
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09.12.2019
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Hallo @hell ,

danke fürs Lesen und den Kommentar, mit dem Schwerpunkt auf einem straffer formulierten Text.

Ein allgemeiner Vorschlag von dir besteht darin, Formulierungen wie

"Er begann mit den Augen zu rollen" zu vereinfachen in:
"Er rollte mit den Augen"

Ich habe dementsprechend Sätze angepasst, vor allem zu Beginn, im späteren Text ist es mir nicht mehr so sehr aufgefallen. Danke für den Hinweis!

Neben den Hilfsverben habe ich auch das ein oder andere Füllwort entfernt, hierdurch sollte das Lesen nun etwas schneller und leichter werden, vor allem zu Beginn.

Danke für deine Vorschläge und viele Grüße!
Rob
 

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