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Die Freaks aus der Milchstraße

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Die Freaks aus der Milchstraße

Die Freaks aus der Milchstraße

Achtung! Hinweis für Allergiker: Dieser Text kann Spuren von Satire und albernen Passagen enthalten!

Laut den „MUFFON-Akten“ (*siehe Anhang), wurden in den letzten siebzig Jahren tausende Ufos gesichtet, von denen hunderte abgestürzt sein sollen. Für einen logisch denkenden Menschen, für den ich mich in aller Bescheidenheit halte, gibt es dafür nur eine sinnvolle Erklärung:

Jugendliche Aliens sitzen zuhause und dröhnen sich die Birnen mit irgendwelchen Drogen, wie Smirps, Tonk, Smock, Smörp oder Bims zu. Weil Freitag ist und vielleicht wegen des anstehenden Feiertages „1500 Jahre Raumfahrt“, überlegen sie sich, was sich aus dem verlängerten Wochenende Interessantes machen ließe.

Einer aus der vergnügten und angeheiterten Runde schlägt schließlich vor:

„Wir könnten einen Krieg auf diesem sonderbaren Planeten, den die Eingeborenen ‚Erde‘ nennen, crashen!“ – Allseits begeisterte Zustimmung.

Man sackt noch ein paar Drogen und Sandwiches ein und schon befindet sich die Gang im Zeittunnel zur Erde, der es ermöglicht, 200 Lichtjahre in drei Stunden zurückzulegen. Eigentlich würde der Flug sogar nur zwei Stunden beanspruchen, aber da offenbar auch noch andere Jungs die gleiche Idee hatten, kommt es stellenweise zu Staus – vor allem weil der eine oder andere Trottel im Vollrausch gegen die Tunnelwand schreddert.

Dann erreicht die Freak-Raumschiff-Kolonne die Erde und da sich einige Piloten gerade Smörp in den Hintern schießen lassen, übersehen etliche von ihnen das Hinweisschild auf den Planeten und knallen gleich mal direkt auf die Oberfläche oder verglühen in der Atmosphäre, was wir dann als Meteoritenschauer wahrnehmen.

Die Übrigen parken über dem aktuellen Kriegsgebiet und ziehen sich die Show rein, während Chips- und sonstige Tüten kreisen. Großes Gejohle, wenn eine Cruise Missile oder ein Kampfflugzeug explodieren.

Gelegentlich leiten die Hippies unter ihnen die eine oder andere Rakete um oder stören die Kampfaktivitäten, bis die Befehlshaber beider Seiten Lenkwaffen auf sie abfeuern lassen, aber die haben natürlich gegen die E. T. Technologie keine Chance. Die Raumschiffe saugen die Sprengköpfe einfach ein und verwandeln die Explosionen in Antriebsenergie.

Wird es den Jung-Aliens zu langweilig, ziehen sie im Pulk über Los Angeles, lassen ihre Positionslichter bunt aufleuchten und beobachten, wie die Eingeborenen, Ameisen gleich, aufgeregt durch die Straßen rennen, den Blick unisono gen Himmel und Ufos gerichtet.

Schließlich geht’s fröhlich nach Hause, zurück zum Heimatplaneten. Samstag früh fallen alle benebelt, aber glücklich in ihre Betten. War das mal wieder ein abgefahrener Trip ins Wochenende!

Eine andere Erklärung hielte ich schlicht und ergreifend für völlig unrealistisch.

Anhang: (* MUFFON ist eine der größten US-Organisationen zur Erforschung von Ufos)

Copyright Oktober 2021 by Robert Yves Vauxelle

(Erstmals veröffentlicht im April 2016 unter dem Pseudonym Linon)

 
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Hallo @Robert Yves Vauxelle ,

hierbei wundert mich erst mal, dass es als Kurzgeschichte durchgeht.

Mal ein anderer Freitagabend von Jugendlichen, die sich einen Spaß mit der Erde machen. Ich finde es insgesamt eine witzige Vorstellung, wie die Alien-Jugendlichen ihren Spaß haben und auf der Erde die Panik ausbricht. Aber das war's dann auch schon ...

Ich habe mich beim Lesen eher gefragt, warum du das geschrieben hast?
Vielleicht möchtest du es erklären? ;)

Viele Grüße,
Rob

 
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Wunder gibt es immer (wieder), lieber @Rob F und

lieber Robert Yves Vauxelle
(meine Güte, da gebietet schon die Ansprache höchste Konzentration bei der korrekten Namensschreibung, und mein frz. ist abgrundtief schlecht),

aber zum Text oben fällt mir nur ein uralter Spruch (nun etwas aufgemotzt) ein:

Freatle Shuffle
ohne Waffel!​

Friedel

aber die Warnung ist klasse!

Mehr davon!

Nachtrag: Du kennst bestimmt noch die alte, amerikanische Fernsehserie mit deutschem Titel "Invasion von der Vega" - und wenn wir uns umschauen, wissen wir doch, dass die Veganer unter uns sind ... Da kann auch das Ministerium für Aliens nix mehr dran ändern.

 
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@Rob F
Ich finde es insgesamt eine witzige Vorstellung, wie die Alien-Jugendlichen ihren Spaß haben und auf der Erde die Panik ausbricht. Aber das war's dann auch schon ...

Genügt das nicht? Wenn du Tiefe möchtest, lies "Mein Freund, der Programmierer" oder, was mir noch lieber wäre, den 1. Teil meines 1. Kapitels des Romans "Domi: Terraforming". Dazu würde mich sehr deine Meinung interessieren.

Ich habe mich beim Lesen eher gefragt, warum du das geschrieben hast?

Kennst du die zahlreichen Berichte auf zdf info? Ich finde sie ziemlich lächerlich. Da sollen hunderte von Raumschiffen abgestürzt sein, nachdem sie, wer weiß wie viele Lichtjahre zurückgelegt haben. Ich glaube in dem Zusammenhang eher an amerik. Technologien. Aber egal. Ich wollte einfach etwas Unterhaltsames schreiben, indem ich eine eigene Erklärung beschreibe.
Viele Grüße vom Robert

 
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Genügt das nicht? Wenn du Tiefe möchtest, lies "Mein Freund, der Programmierer"
Es war nicht nur auf den Inhalt bezogen, sondern auch auf die sehr kurze Form der Darstellung. Insofern könntest du mein Feedback auch so verstehen, dass du da mehr draus machen könntest. So wie bisher könnte es auch ein ausführlicher Witz sein, den jemand in einer Kneipe erzählt.
Danke für den Tipp, aber ich habe selbst einige Jahre als Programmierer gearbeitet, ich glaub das spar ich mir ;)

... oder, was mir noch lieber wäre, den 1. Teil meines 1. Kapitels des Romans "Domi: Terraforming". Dazu würde mich sehr deine Meinung interessieren.
Kann ich machen, kann aber noch ein paar Tage dauern ...

Viele Grüße,
Rob

 
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@Rob F
Kann ich machen, kann aber noch ein paar Tage dauern ...

Ja, das wäre nett. Ist auch nicht lang. Und ganz unten ist dann noch ein Alternativanfang. Welcher würde dir besser gefallen?
Habe gestern zwei Geschichten von dir gelesen (Unterbrechung und Keine neue Welt). Aber über einen Kommentar muss ich noch genauer nachdenken. Hab bisher nur ein paar Stichworte. Was ich schon mal sagen kann: zu lange finde ich Keine neue Welt nicht.
Viele Grüße vom Rob ert


@Friedrichard

Hallo Friedel,

mehr wovon? Von solchen Texten oder von dererlei Warnungen? Eine habe ich noch: „Bei Satire Intoleranz diesen Text bitte unbedingt meiden!“ Aber ich glaube, in diesem Forum sind solche Hinweise gar nicht nötig. Ich hatte halt gerade diese Idee, Lebensmittelhinweise auf satirische Texte umzuformulieren.

Zugegeben, der große literarische Wurf ist diese kleine Geschichte natürlich nicht, aber etwas leichte Unterhaltung ist doch auch mal ganz nett. Der nächste Text wird wieder anspruchsvoller – versprochen. Allerdings weiß ich nicht wann ich wieder einen reinstelle. Mir scheint, aktuell ist nicht so viel hier los. Alle im Vorweihnachtsstress oder so.

Die Veganer unter uns – das ist gut – das Wortspiel, meine ich. Aber die Veganer sind schon o.k. Die tun ja nix. Ich frage mich, von welchem Planeten nur all die „Querdenker“, „Reichsbürger“ und „Chemtrailer“ kommen? Die neueste Theorie, von der ich kürzlich hörte, war: „In den Impfstoffen befinden sich winzig kleine Metallstücke, mit denen man die armen Menschen magnetisch steuern kann“ Wozu erfinde ich eigentlich noch alberne Texte? In manchen Berichten/auf manchen Socialmedia gibt es so viel zu lachen, da kann ich glatt einpacken.

Aber ich freue mich auch immer, von dir zu hören. Humor und gute Laune sind einfach unbezahlbar.

Hast du die Sendung auf arte über den jüdischen Witz gesehen? Da war ein alter, osteuropäischer dabei, den ich mir sogar gemerkt habe, obwohl ich mir sonst keine, noch so guten Witze, merken kann: Der geliebte und verehrte Rabbi eines Dorfes hat im Sterbebett noch eine Vision. Er sagt zu seinen, um ihn versammelten, Schülern: „Das Leben ist ein Pfeil!“ Die sind von seinen, womöglich schon erleuchteten, Worten tief beeindruckt und beschließen, diese Erkenntnis in die Welt hinauszutragen. Einer von ihnen soll ins Nachbardorf gehen und dem dortigen Rabbi diese Weisheit mitteilen. So also geschieht es. Der Rabbi des Nachbardorfes denkt über diese Worte nach, streicht sich durch den Bart und antwortet schließlich: „Nein, das Leben ist kein Pfeil!“ Der Schüler geht zurück, um diese Antwort dem Rabbi mitzuteilen, der zum Glück noch am Leben ist. Der denkt lange nach, kratzt sich am Bart und sagt schließlich: „So kann man es auch sehen“

Liebe Grüße vom Robert

 
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Alternatiefen sind immer jut, sach ich da ma',

& in Bälde auf dem weiten Felde

Het Dante Friedchen

 
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@Rob F
"Insofern könntest du mein Feedback auch so verstehen, dass du da mehr draus machen könntest."

Was würde dir da so vorschweben?

Grüße vom Robert

 
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Insofern könntest du mein Feedback auch so verstehen, dass du da mehr draus machen könntest

Was würde dir da so vorschweben?

Wenn du den Text zu einer Geschichte erweitern möchtest, könntest du genau den Gegensatz in den Mittelpunkt stellen, den du ja schon erwähnt hast:

Auf der einen Seite die Alien-Jugendlichen, die einfach nur an einem Freitagabend ihren Spaß haben wollen. Denen überhaupt nicht klar ist, was sie eigentlich machen.

Auf der anderen Seite die Menschen, deren Leid du sehr realistisch beschreibst.

Da musst du wahrscheinlich aufpassen, dass es nicht gewaltverherrlichend wirkt. Aber gerade dieser Gegensatz, vielleicht auch mit einem satirischen Unterton, ist m.E. schon eine interessante Idee. Auch als Anspielung auf die Putins, Lukaschenkos und Assads dieser Welt. Als wenn diese Personen irgendeinen Bezug zu dem Leid haben, das sie mit ihren Entscheidungen verursachen.

Viele Grüße,
Rob

 
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@Robert Yves Vauxelle So und noch einer :)

Ja, sehr kurz, der Text - tatsächlich hab ich auch das Gefühl, da ließ sich 'mehr Story' draus generieren.

Ich fand's witzig zu lesen - BUT:

Dann erreicht die Freak-Raumschiff-Kolonne die Erde und da sich einige Piloten gerade Smörp in den Hintern schießen lassen, übersehen etliche von ihnen das Hinweisschild auf dem Planeten und knallen gleich mal direkt auf die Oberfläche oder verglühen in der Atmosphäre, was wir dann als Meteoritenschauer wahrnehmen.
Schließlich geht’s fröhlich nach Hause, zurück zum Heimatplaneten. Samstag früh fallen alle benebelt, aber glücklich in ihre Betten. War das mal wieder ein abgefahrener Trip ins Wochenende!
Diese Alien-Jugendlichen ziehen los und es ist ihnen Wurst, dass die Erdlinge großen Schaden nehmen; vorstellbar. Weniger vorstellbar ist - oder doch? - dass es ihnen ebenfalls Wurst ist, dass ein paar ihrer Kumpels das Leben verloren haben. Dennoch sind sie glücklich und fröhlich.

Logisch wäre eher, wenn die Jugendlichen entsetzt darüber wären, die Schuld für den Tod der Freunde jedoch bei den Erdlingen sehen - und zu einem großen finalen Rachefeldzug aufbrechen.

gruß

 
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Lieber FlacFlac,
vielen Dank für deinen Kommentar.
Zu deinen Anmerkungen:
das Hinweisschild weist auf den Planeten. Es ist ein Schild, dass noch im Tunnel (und nur da) zu sehen ist.
Ja, vielen ist es wuscht. Du musst bedenken, sie sind auf Droge und sie haben eine andere Philosophie, die nicht mit der unseren vergleichbar ist. Andere versuchen sich in das Kampfgeschehen einzumischen. Manche, weil sie Pazifisten sind, andere nur so aus Spaß. Dazu könnte ich noch Bezug nehmen. Deshalb: Danke für diese Anregung.
Grüße vom Robert

 

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