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Die Hexe Rumpelpumpel und der Schoffel

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Die Hexe Rumpelpumpel und der Schoffel

Tief im finsteren Finsterwald, wo es finsterer kaum sein konnte, lebte die Hexe Rumpelpumpel. Viele lange Jahre hatte sie Könige in quakende Kröten, Prinzessinnen in picklige Puten und so manche Magier in mickrige Maden verwandelt. Nun aber war sie alt und des Zauberns müde geworden und verbrachte ihren Lebensabend in ihrem kleinen, aber feinen Hexenhäuschen, umringt von hohen Tannen.

Eines Abends, als sie schon im Bett lag und das Licht löschen wollte, hörte sie ein sonderbares Geräusch.
Krrrk, krrrk, krrrk, krrrk, krrrk ...
Was ist das nur?
, fragte sie sich. Und woher kommt es?
Sie schlüpfte in ihre Pantoffeln und machte sich auf leisen Sohlen hinunter ins Erdgeschoss. Unten angekommen, lauschte sie wieder in ihr Haus hinein.
Krrrk, krrrk, krrrk, krrrk, krrrk ...
Das kommt doch aus der Küche,
meinte sie.
Doch als sie in die Küche kam und das Licht anmachte, fiel ihr nichts auf. Alles war an seinem Platz.
Mmmh, vielleicht in der Vorratskammer.
Behutsam öffnete sie die Tür zur Kammer und schaltete auch dort das Licht an. Und dann sah sie es. Da. Hinter dem Vorhang, vor dem Fenster, da war ein kleiner, dunkler Schatten. Sie schob den Vorhang zur Seite und als sie erkannte, was sich dahinter verbarg, fiel sie fast aus den Pantoffeln. Von der oberen der beiden Metallstreben, die zwischen Vorhang und Fenster befestigt waren, hing kopfüber ein ulkiges Wesen. Es war so groß wie ein Küken, schaute aber mehr wie eine runde, behaarte Orange mit zwei Knopfaugen aus.
„Bitte tu mir nichts!“, sagte das Wesen.
Na toll, dachte die Hexe. Das sieht nach Ärger aus. Adieu, wohlverdienter Ruhestand!
„Hab keine Angst, ich tu dir nichts“, beruhigte die Hexe das Wesen. „Aber wer oder was bist du überhaupt?“
„Ich bin ein Schoffel“, erwiderte der Schoffel mit zitternder Stimme.
„Aha!“, sagte die Hexe. Von Schoffeln hatte sie noch nie etwas gehört. „Und was machst du in meinem Haus?“
„Ich verstecke mich.“
„Vor wem?“
„Vor dem bösen Räuber Borrodor!“
„Und warum hast du Angst vor ihm?“
„Er will mich fangen. Obwohl ich panische Angst vor der Dunkelheit habe, soll ich für ihn die Lapislazuli in der Grorgerhöhle finden. Ich besitze nämlich eine Gabe. Ich kann Edelsteine riechen.“
„Die Lasip... was?“, fragte die Hexe verwundert.
„Die Lapislazuli. Das sind wunderschöne, blaue, glitzernde Steine, die einem magische Kräfte verleihen können.“
„Wirklich? Ist das wahr?“
„Ja“, nickte der Schoffel eifrig. „So wahr Golottel mein Zeuge ist. Lapislazuli sind Lichtbringer. Wer sie hat, kann alles sehen, verstehen und erkennen, sogar Gedanken lesen.“
Nicht schlecht, dachte die Hexe. Vor zehn Jahren hätte sie auch einiges dafür getan um an diese Lasipblabuli oder so zu kommen.
„Also, wenn du willst, kannst du ...“
Weiter kam die Hexe nicht.

Bomm, bomm, bomm. Jemand hämmerte gegen die Tür.
„Aufmachen! Aufmachen!“, schrie dieser Jemand und schlug wieder gegen die Tür. Der Schoffel machte sich noch kleiner, als er ohnehin schon war und begann wieder zu zittern.
„Das ist er“, jammerte er. „Räuber Borrodor.“
„Warte hier“, sagte die Hexe. „Ich kümmere mich um ihn.“
Sie lief in den Flur und stellte sich vor den Eingang.
„Wer bist du? Was willst du?“
„Ich bin Räuber Borrodor und ich weiß, dass der Schoffel sich bei dir versteckt hält. Gib ihn mir, dann wird dir nichts geschehen.“
Die Hexe überlegte nicht lange.
„Hier ist kein Scholoffel oder was auch immer du suchst. Geh jetzt, sonst verzaubere ich dich in eine stinkende Kröte. Ich bin nämlich die Hexe Rumpelpumpel.“
„Ha“, lachte der Räuber Borrodor. „Du brauchst mich nicht für dumm verkaufen. Hexen können nur verzaubern, was sie sehen. Und du kannst mich gar nicht sehen, haha.“
So ein Mist, dachte die Hexe. Der Räuber Borrodor war nicht so blöd, wie sie gehofft hatte.
„Ich lass dich nicht rein. Geh jetzt, es ist zwecklos.“
Die Hexe holte ihren Zauberstab. Sie schwang ihn in die Lüfte und rief: „Eeene, meene Popüren, vor alle Fenster und Türen, eene, meene Schmiegel, Doppelschloss und Doppelriegel. Hex, hex!“
In Windeseile flogen Schlösser und Riegel wie aus dem Nichts vor die Fenster und Türen und verbarrikadierten die Eingänge. Die Hexe war beruhigt. Ha, dachte sie, da kommt der Räuber Borrodor niemals durch.
Es hämmerte noch ein paar Mal gegen die Tür, aber auch der Räuber Borrodor spürte beim Schlagen, dass die Tür keinen Millimeter nachgab. Er gab auf.

„Hab keine Angst“, sagte die Hexe Rumpelpumpel, als sie dem Schoffel von der Metallstange half und ihn in die Küche trug. „Bei mir bist du in Sicherheit.“
Der Schoffel beruhigte sich. Seine Beinchen zitterten nicht mehr und sein Fell war jetzt flauschig und entspannt.
„Ich habe Hunger“, sagte er.
„Das kann ich gut verstehen“, meinte die Hexe. „Angst macht hungrig. Soll ich dir ein Marmeladenbrot schmieren?“
„Ein paar Kieselsteine wären mir lieber!“
„Kieselsteine?!“, fragte die Hexe verwundert.
„Ja, Kieselsteine. Marmelade mag ich nicht so gerne.“
„Ach so. Ja dann bleiben ja nur noch Kieselsteine."
Die Hexe lief in den Flur. Unter den Sohlen ihrer Schuhe, in den Rillen, fand sie ein paar Kieselsteine. Die brachte sie dem Schoffel, der sie sofort hastig in sich hineinstopfte.
„Wir sollten schlafen gehen“, meinte die Hexe. „Hier bist du vorerst sicher. Morgen sehen wir weiter.“
Der Schoffel nickte. Dann gähnte er laut, legte sein Köpfchen, also seinen ganzen Körper, auf den Tisch und war sofort eingeschlafen. Die Hexe Rumpelpumpel nahm einen Karton, kleidete ihn mit Handtüchern aus und legte den Schoffel behutsam hinein.
Krrrk, krrrk, krrk, krrk, krrk, kam es zufrieden von dem Schoffel.
Die Hexe ging nach oben, legte sich ins Bett und fiel ebenfalls in einen tiefen Schlaf.

Als sie am nächsten Morgen aufwachte, bemerkte sie sofort den kalten Windzug, der durchs Haus fegte. Sie fuhr aus dem Bett und hastete hinunter ins Erdgeschoss. Bestürzt sah sie die Eingangstür sperrangelweit offen stehen, ein kalter Sturm blies ins Haus.
Oh, nein, wie schrecklich, dachte die Hexe und lief weiter in die Küche. Dort bemerkte sie sofort den leeren Karton und die Handtücher auf dem Boden.
Oh nein, er hat den Schoffel mitgenommen. Räuber Borrodor hat den Schoffel mitgenommen. Aber wie ist er hinein gekommen? Ich hatte doch alles versperrt.
Als sie im Wohnzimmer den Ruß vor dem Kamin sah, da wusste sie die Antwort: Durch den Schornstein, natürlich. Er war durch den Schornstein geklettert, hatte sich den Schoffel geschnappt, die Eingangstür entriegelt und war dann abgehauen.
Was mache ich denn jetzt bloß? Was mache ich denn jetzt bloß? Der arme Schoffel.
Dann fiel es ihr ein.
Natürlich! Ich muss sofort zur Grorgerhöhle. Oh, dieser böse Räuber! Einfach so in mein Haus eindringen, na dem werd ich es zeigen.

Unterdessen war der Räuber Borrodor mit dem Schoffel bei der Grorgerhöhle angekommen.
„So“, brummte der Räuber und zündete eine Fackel an. „Los jetzt, rein da.“
„Ich will nicht“, sagte der Schoffel mit zittriger Stimme. „Ich will nicht in die Höhle.“
„Du gehst jetzt sofort da rein und findest die Lapislazuli für mich, ist das klar?“, schrie Borrodor wütend. „Sonst kannst du was erleben!“
Der Schoffel spürte einen heftigen Stoß im Rücken und stolperte in den dunklen Eingang der Höhle. Er hatte keine Wahl, er musste tun, was der Räuber Borrodor von ihm verlangte. Langsam tastete er sich in das Innere der Höhle vor. Im Schein der Fackel sah er das Gestein bedrohlich vor ihm aufflackern. Schatten wanderten hin und her, Formen und Figuren erwachten auf den Felsen zu gespenstischem Leben.
„Weiter! Schneller!“, brummte der Räuber und schubste den Schoffel wieder und wieder.
„Jetzt riech schon! Wo sind die Lapislazuli? Wo sind sie? Finde sie!“
Der Schoffel reckte sich und hielt seinen Schnabel in die Höhe. Er versuchte, sich zu konzentrieren. Der Geruch der Höhle strömte durch die zwei kleinen Öffnungen am Schnabelansatz. Der Schoffel roch den Kalk, er roch die Schlacke und die Mondmilch, aber Lapislazuli roch er keine.
„Ich kann nicht“, wimmerte der Schoffel verzweifelt. „Ich kann nicht.“
„Doch, du kannst. Du musst können, du musst!“, schrie ihn der Räuber an.
Da, plötzlich, erlosch die Fackel. Der Räuber und der Schoffel konnten nichts mehr sehen. Um sie herum war es pechschwarz.
„So ein Mist aber auch“, rief der Räuber Borrodor und kramte in seiner Westentasche nach den Streichhölzern.

Doch bevor er diese ertasten konnte, leuchtete die ganze Höhle auf. Vor dem Räuber Borrodor und dem Schoffel tat sich wie aus dem Nichts ein brennendes Feuer auf. Es stach beiden unmittelbar in die Augen und brannte siedend heiß. Erst als der Räuber und der Schoffel zurückgewichen und auf den Boden gefallen waren, sahen sie, dass es mehr als nur ein Feuer war. Ein majestätisch großer Vogel tat sich vor ihnen auf, mit flammenden Flügeln und glühend roten Augen. Sein Schnabel hatte die Form zweier scharfer Messer und vor seinem Brustkorb schwebte ein knisternd heißer Feuerball.
„Was wollt ihr hier“, krächzte der Vogel. „Das ist meine Höhle.“
Räuber Borrodor griff nach dem Schoffel und warf ihn dem Feuervogel vor die Füße.
„Das war seine Idee“, rief er. „Er will dir die Lapislazuli klauen.“
„Verschwindet von hier!“, donnerte der Feuervogel. „Oder ich mache euch zu Staub.“
Jetzt kam der schwebende Feuerball auf Räuber Borrodor zu. Er sprang auf die Füße und hechtete nach vorne, Richtung Ausgang. Er nahm seine Beine in die Hand und rannte so schnell er konnte, ohne sich nach links oder rechts oder dem Schoffel umzuschauen. Doch der Feuerball ließ nicht von ihm ab. Wie ein Magnet heftete er sich an die Fersen des Räubers und setzte ihm nach. Der Räuber beschleunigte. Er verlangte seinem Körper noch einmal alles ab. Endlich tauchte der Tunneleingang vor ihm auf. Mit einem letzten Satz sprang er ins Freie. Als er auf dem Boden vor der Grorgerhöhle aufkam, stolperte er und stürzte polternd den Hang hinunter, wie ein Schneeball. Die Hexe Rumpelpumpel und der Schoffel hörten sein Geschrei bis in die Höhle. Unten angekommen, schlug er mit dem Unterkörper auf einem Felsen auf. Es machte laut ‚Knack’. Bewusstlos, mit gebrochenem Schienbein, blieb der Räuber liegen.

Der Feuerball jedoch machte kehrt und schwebte zum Vogel zurück. Er legte sich auf der erloschenen Fackel nieder und verschwand in den wieder aufkommenden Flammen. Das Licht war zurück.
„Ha, ha“, lachte der Feuervogel und schaute den Schoffel aus jetzt warmen Augen an. „Der wird mindestens die nächsten zwei Monate im Rollstuhl verbringen. Das soll ihm eine Lehre sein.“
Bevor der Schoffel es so richtig begreifen konnte, hatte der Feuervogel sich zurückverwandelt. Die feurigen Flügel verschwanden, der Vogelkopf verwandelte sich in einen Menschenkopf und der Brustkorb bekam Arme und Beine.
„Hexe Rumpelpumpel!“, rief der Schoffel voller Erstaunen.
„Die bin ich“, lachte die Hexe stolz. „Du hast doch nicht geglaubt, dass ich dich alleine lasse mit diesem ungehobelten Halunken, oder?“
Der Schoffel atmete erleichtert auf und lachte schließlich.
„Danke, danke“, sagte der Schoffel.
„Gern geschehen“, lachte die Hexe.

Plötzlich leuchteten die Augen des Schoffels auf. Er hob seinen Schnabel in die Höhe und schnupperte.
„Warte einen Augenblick“, meinte er und verschwand hinter einem Felsvorsprung. Etwas später kam er wieder hervor. In seinem Schnabel steckte ein kleiner, wunderschöner, blauer Glitzerstein.
„Den möchte ich dir schenken“, sagte der Schoffel.
„Ist das etwa ein Lalipzazuli?“, fragte die Hexe.
„Ein Lapislazuli, genau“, sagte der Schoffel und schmiegte sich mit seinem orangefarbenen Fell an die Hexe.
„Sag ich ja“, lachte die Hexe und streichelte dem Schoffel übers haarige Fell.

Gemeinsam liefen sie aus der Höhle ins Freie.

 
Monster-WG
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Lieber @HerrLehrer,

schön, dass du mit deinem Beitrag an die letzte Challenge anknüpfst, die freche Hexe Rumpelpumpel ist mir noch von "Pip, dem Einfüßler" gut in Erinnerung. Bin gespannt. Ich schreib mal mit:

Tief im finsteren Finsterwald, wo sich Hund und Fuchs ‚Gute Nacht!’ sagen, lebte die Hexe
In welchem Wald leben Hunde?

Viele lange Jahre hatte sie Könige in quakende Kröten, Prinzessinnen in picklige Puten und verfeindete Magier in mickrige Maden verwandelt.
Das ist schön.

Krrrk, krrrk, krrrk, krrrk, krrrk ....
Bitte bei drei Punkten aufhören.

Was ist das nur für ein Geräusch? fragte sie sich.
Das ist ja ein Redebegleitsatz, also Komma vor fragte.

Von der oberen der beiden Metallstreben, die zum Schutz vor Einbrechern zwischen Vorhang und Fenster befestigt waren, hing kopfüber ein haariges, orangefarbenes, ulkiges Wesen. Es war so groß wie ein Küken, sah aber mehr wie eine runde, sehr behaarte Orange mit zwei Knopfaugen aus. Mit den Krallen hing es von der Metallstange herunter.
Eine der Beschreibungen kann weg.

Die Hexe hatte sofort Mitleid mit dem kleinen Ding.
Wenn ich daran denke, wie lästig der Pip der Rumpumpel war mit seinem Wunsch, dass sie ihm die Tür vor der Nase zuschlug und ihn total abblitzen ließ, dann hat sie sich seither aber stark geändert. Was will ich sagen? Bisschen weniger einfach fände ich gut, lass sie über ein paar Hürden springen.

„Die Lasip..was?“, fragte die Hexe verwundert.
Die Lasip... was?

Die Lapislazuli. Das sind wunderschöne, blaue, glitzernde Steine, die einem magische Kräfte verleihen können.
Na, das müsste die Hexe doch trotz Ruhestands brennend interessieren, stattdessen sagt sie nicht schlecht? Hm.

So ein Mist, dachte die Hexe. Der Räuber Borrodor war nicht so blöd, wie sie gehofft hatte.
Von dem weniger braven Sound hier würde ich mir mehr wünschen.

„Angst macht hungrig. Soll ich dir ein Marmeladenbrot machen?“
Immer noch kein Nutella im Hause?

„Ein paar Kieselsteine wären mir lieber!“
„Kieselsteine?!“, fragte die Hexe verwundert.
„Ja, Kieselsteine mag ich für mein Leben gern.“
Schöne Idee, könntest du noch ausbauen, z.B. dass er auf dem Weg immer wieder über den Boden schnüffelt und leckere Steine aufspürt.

Am nächsten Morgen, als sie aufgewacht war, bemerkte sie sofort den kalten Windzug
als sie aufwachte, ist ja noch nicht vollendet.

„Ich will nicht“, zitterte der Schoffel. „Ich will nicht in die Höhle.“
Wie bitte zittert man einen Satz? Meistens ist das einfache "sagte er" die bessere Lösung.

Der Schoffel roch den Kalk, er roch die Schlacke und die Mondmilch
Was ist denn Mondmilch?

Der wird mindestens die nächsten zwei Monate im Rollstuhl verbringen.
Warum? Einfach so? Verstehen würde ich das, wenn sie ihm die Füße verkohlt hätte, dass er nicht mehr laufen kann, oder so was.

dass ich dich alleine lasse mit diesem, diesem räuberischen Stoffel, oder?“
Der Schoffel atmete erleichtert auf
Stoffel und Schoffel finde ich für das kindliche Publikum schwer zu trennen.

Im Ganzen eine spannende und kindgerechte Geschichte mit guten Figuren, die an manchen Stellen plastischer dargestellt werden könnten. Wie sieht der Räuber aus, wie die Hexe? Der Räuber könnte grober, die Hexe frecher rüberkommen. Wie redet eine alte, erfahrene Hexe, der niemand etwas anhaben kann? Nur so als Anregung.

Peace, ltf.

 
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Hallo @linktofink

und vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren.

In welchem Wald leben Hunde?

Stimmt! Kommt weg!

Eine der Beschreibungen kann weg.

Dieser Paragraph gefiel mir auch nicht so recht. Jetzt weiß ich auch warum. Danke dafür!

Wenn ich daran denke, wie lästig der Pip der Rumpumpel war mit seinem Wunsch, dass sie ihm die Tür vor der Nase zuschlug und ihn total abblitzen ließ, dann hat sie sich seither aber stark geändert. Was will ich sagen? Bisschen weniger einfach fände ich gut, lass sie über ein paar Hürden springen.

Hast recht! Ich glaubte wohl, der Schoffel sähe so winzig und schutzbedürftig aus, dass sie nicht anders kann. Ich überleg mir was!

Immer noch kein Nutella im Hause?

Scheint so ;-)

Wie bitte zittert man einen Satz? Meistens ist das einfache "sagte er" die bessere Lösung.

Ich tendiere zu: Sagte mit zittriger Stimme.

Was ist denn Mondmilch?

Eine spezielle Art von Calcitablagerung. Ich mochte den Begriff und fand, dass er auch ganz gut in ein Märchen passt.

Warum? Einfach so? Verstehen würde ich das, wenn sie ihm die Füße verkohlt hätte, dass er nicht mehr laufen kann, oder so was.

Er stolpert und stürzt doch den Hang hinunter. Da bricht er sich halt ein oder beide Beine. Vielleicht noch expliziter herausarbeiten?

Stoffel und Schoffel finde ich für das kindliche Publikum schwer zu trennen.

Stimmt auch. Ich wollte unbedingt Stoffel verwenden. Aber der Mehrwert ist fragwürdig.

m Ganzen eine spannende und kindgerechte Geschichte mit guten Figuren, die an manchen Stellen plastischer dargestellt werden könnten. Wie sieht der Räuber aus, wie die Hexe? Der Räuber könnte grober, die Hexe frecher rüberkommen. Wie redet eine alte, erfahrene Hexe, der niemand etwas anhaben kann? Nur so als Anregung.

Ja, danke. Ich will versuchen, an den entsprechenden Stellen da noch etwas mehr Pep reinzubringen. Danke, auf jeden Fall, für die wertvollen Anregungen.

LG,

HL

 
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Hallo @HerrLehrer ,

sehr witzig, die Hexe Rumpelpumpel nochmal wiederzutreffen!

Von der Idee und dem Handlungsumfang her m.E. sehr passend für eine Kindergeschichte, die auch Erwachsene gut unterhalten kann. Und du hast die Wörter der Challenge geschickt untergebracht, ohne dass es konstruiert oder an einer Stelle unpassend wirkt.

Du könntest noch die wiederholte Überschrift im Text entfernen und am Ende die vielen Leerzeilen.

Habe ich gerne gelesen, hier noch einige Details:

Tief im finsteren Finsterwald, wo es finsterer kaum sein konnte, lebte die Hexe Rumpelpumpel.
Ein guter, märchenmäßiger Einstieg in die Geschichte!

Eines Abends, als sie schon im Bett lag und das Licht löschen wollte, hörte sie auf einmal ein sonderbares Geräusch.
"auf einmal" könntest du streichen

Mmmh, vielleicht in der Vorratskammer.
Behutsam öffnete sie die Tür zur Vorratskammer und schaltete auch dort das Licht an.
Vielleicht kannst du an der zweiten Stelle nur "Kammer" schreiben.

Sie schob den Vorhang zur Seite und als sie sah, was sich dahinter verbarg, fiel sie fast aus ihren Pantoffeln.
den

Es war so groß wie ein Küken, sah aber mehr wie eine runde, sehr behaarte Orange mit zwei Knopfaugen aus.
"sehr" könntest du streichen

Aha“, sagte die Hexe.
Ein Ausrufezeichen nach "Aha"

Wer sie hat, kann alles sehen, verstehen und erkennen, sogar deine Gedanken.“
"deine" streichen

Bomm, bomm, bomm. Jemand hämmerte gegen die Tür.
„Aufmachen! Aufmachen!“, schrie dieser Jemand und hämmerte wieder gegen die Tür.
Die zweite markierte Formulierung würde ich ändern.

Der Schoffel machte sich noch kleiner, als er ohnehin schon war und begann wieder zu zittern.
„Das ist er“, jammerte der Schoffel. „Räuber Borrodor.“
er

„Hab keine Angst“, sagte die Hexe Rumpelpumpel, als sie dem Schoffel von der Metallstange half und ihn in die Küche trug. „Bei mir bist du in Sicherheit.“
Der Schoffel beruhigte sich. Seine Beinchen zitterten nicht mehr und sein Fell war jetzt flauschig und entspannt.
„Ich habe Hunger“, sagte der Schoffel.
"Schoffel" wenn passend durch "er" ersetzen

Die brachte sie dem Schoffel, der sie sofort hastig in sich hineinstopfte.“
Keine abschließenden Anführungszeichen

Dann gähnte er laut, legte sein Köpfchen, also seinen Körper, auf den Tisch und war sofort eingeschlafen.
"ganzen" nach "seinen"

Die Hexe Rumpelpumpel nahm einen Karton, kleidete ihn mit Handtüchern aus und legte den Schoffel behutsam in ihn hinein.
"in ihn" streichen

Am nächsten Morgen, als sie aufwachte, bemerkte sie sofort den kalten Windzug, der durchs Haus fegte.
Vorschlag:
Als sie am nächsten Morgen aufwachte, bemerkte sie ...
(ein Komma gespart)

Sie fuhr aus dem Bett hoch und hastete hinunter ins Erdgeschoss.
"hoch" streichen

Bestürzt sah sie die Eingangstür sperrangelweit offen stehen, ein kalter Sturm blies in das Haus.
ins

Aber wie ist er hier hinein gekommen? Ich hatte doch alles versperrt.
"hier" streichen

Der Schoffel spürte einen heftigen Stoß im Rücken und stolperte in den dunklen Eingang der Höhle hinein.
"hinein" streichen

Er versuchte sich zu konzentrieren.
Komma

„So ein Mist aber auch“, rief der Räuber Borrodor und kramte in seiner Westentasche nach den Streichhölzern.
"den" streichen

„Was wollt ihr hier“, krächzte der Vogel. „Das hier ist meine Höhle.“
? nach "hier" ; das zweite "hier" streichen

Jetzt kam der schwebende Feuerball auf Räuber Borrodor zu. Der Räuber sprang auf die Füße und hechtete nach vorne, in Richtung Ausgang. Er nahm seine Beine in die Hand und rannte so schnell er konnte, ohne sich nach links oder rechts oder dem Schoffel umzuschauen.
"er" statt "Der Räuber" ; "in" streichen ; "Er" streichen

Als er auf dem Boden vor der Grorgerhöhle aufkam, stolperte er, fiel und stürzte polternd den Hang hinunter, wie ein Schneeball.
", fiel" streichen, da schreibst ja direkt danach noch, dass er stürzt

Ha, ha“, lachte der Feuervogel und schaute den Schoffel jetzt aus warmen Augen an.
Kein Komma ; "jetzt" würde ich hinter "aus" verschieben

„Hexe Rumpelpumpel“, rief der Schoffel voller Erstaunen.
! nach "Rumpelpumpel"

Viele Grüße,
Rob

 
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Lieber @Rob F

vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren und die hilfreichen Anmerkungen.

Habe fast alles deinen Hinweisen entsprechend korrigiert.

HerrLehrer schrieb:
„So ein Mist aber auch“, rief der Räuber Borrodor und kramte in seiner Westentasche nach den Streichhölzern.
"den" streichen

Da er sie vorher schon beim Entzünden der Fackel benutzt hat, sind es nicht irgendwelche Streichhölzer, ich bleibe daher beim bestimmten Artikel.

LG,

HL

 
Monster-WG
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Hallo @HerrLehrer

ich habe Deine Geschichte sehr gerne gelesen. Eigentlich bin ich ja ein Thriller-Leser, aber dieses irgendwie kindliche Märchen hat mich total angesprochen. Eine Hexe mit Herz und der Kampf zwischen gute Böse und dazu noch der herzallerliebste Schoffel. Schön! Die Geschichte ist flüssig geschrieben, es entsteht tolles Kopfkino, ich bin nah bei den Protagonisten und kann mir alles gut vorstellen. Und das Happy End ging mir sehr ans Herz. Auch Deinen Humor mag ich.

Hier ein paar Anmerkungen:

Tief im finsteren Finsterwald, wo es finsterer kaum sein konnte, lebte die Hexe Rumpelpumpel. Viele lange Jahre hatte sie Könige in quakende Kröten, Prinzessinnen in picklige Puten und verfeindete Magier in mickrige Maden verwandelt. Nun aber war sie alt und des Zauberns müde geworden und verbrachte ihren Lebensabend in ihrem kleinen, aber feinen Hexenhäuschen, umringt von hohen Tannen.

Ein sehr gelungener Einstieg. Ich hab sofort ein tolles Bild im Kopf.

Was ist das nur für ein Geräusch?

Geräusch hattest Du grad schon.
Was ist das nur? - würde reichen

Und dann sah sie es. Da. Hinter dem Vorhang, vor dem Fenster, da war ein kleiner, dunkler Schatten. Sie schob den Vorhang zur Seite und als sie sah, was sich dahinter verbarg, fiel sie fast aus ihren Pantoffeln.

Mir ist aufgefallen, dass Du in Deinem Text sehr oft das Verb sehen verwendest. Ein wenig Abwechluns wäre schön. Da gibts so viele Synonyme.

Es war so groß wie ein Küken, sah aber mehr wie eine runde, sehr behaarte Orange mit zwei Knopfaugen aus.

Ein herrliches Bild! :herz: Ich mag dieses Wesen!

„Ich bin ein Schoffel“, erwiderte der Schoffel mit zitternder Stimme.

Herzallerliebst.

Gib ihn mir her, dann wird dir nichts geschehen.“

Kann man streichen

Die Hexe lief in den Flur. Unter den Sohlen ihrer Schuhe, in den Rillen, fand sie nicht wenige Kieselsteine. Die brachte sie dem Schoffel, der sie sofort hastig in sich hineinstopfte.“

Auch dies erzeugt ein sehr amüsantes Bild.

Die Hexe Rumpelpumpel nahm einen Karton, kleidete ihn mit Handtüchern aus und legte den Schoffel behutsam in ihn hinein.

Wie schön, dass sie so liebevoll mit ihm umgeht.

Dort sah sie sofort den leeren Karton und die Handtücher auf dem Boden liegen.
Oh nein, er hat den Schoffel mitgenommen. Räuber Borrodor hat den Schoffel mitgenommen. Aber wie ist er hier hinein gekommen? Ich hatte doch alles versperrt.
Als sie im Wohnzimmer den Ruß vor dem Kamin sah, da wusste sie die Antwort:

Wieder "sah"

Ich leide förmlich mit. Die arme Hexe! Sehr spannend.

Im Schein der Fackel sah er das Gestein bedrohlich vor ihm aufflackern.

„Doch, du kannst. Du musst können, du musst“, schrie ihn der Räuber an.

Hier würde ich Ausrufezeichen setzen.

Es stach den beiden unmittelbar in die Augen und brannte siedend heiß.

Könnte man streichen.

„Verschwindet von hier“, donnerte der Feuervogel. „Verschwindet von hier. Oder ich mache euch zu Staub.“

Auch hier wären Ausrufezeichen passend.

Liebe Grüße,
Silvita

 
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Liebe @Silvita

auch dir vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren und die hilfreichen sprachlichen
Anmerkungen. Ich habe sie größtenteils übernommen und ein paar Synonyme für
'sehen' sind mir auch noch eingefallen.

LG,

HL

 
Wortkrieger-Team
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Mahlzeit @HerrLehrer,

zuförderst: Als Papi hätte ich die Geschichte ausgedruckt und meinen Kindern vorgelesen. Jetzt sind sie wohl groß und lassen sich von mir nix mehr vorlesen, höchstens mal ein Kuchenrezept. Sie ist also kinderfreundlich. Einige der Formulierungen sind vielleicht Fragezeichen in Kinderohren:

Er verlangte seinem Körper noch einmal alles ab
Aber Fragezeichen sind nicht schlecht. Mein Sohn hat meist gefragt, wenn er eine Formulierung nicht umsetzen konnte. So bleibt auch Raum für Erklärung von Sprache. Und es ist dann meine Aufgabe, es interessant zu erklären. Deswegen würde das nicht ändern.

Wichtig ist die Botschaft. Nicht im Stich lassen. Manch Erwachsene täten gut daran, diese Botschaft für sich selbst zu verinnerlichen. Von daher ein Text für alle.

Die fünf Worte sind gut in den Fluss eingebunden und es ist genau was es sein soll: eine schöne Kindergeschichte die man locker in die Augsburger Puppenkiste packen könnte.

Griasle
Morphin

 
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Hallo @linktofink

So ein Mist, dachte die Hexe. Der Räuber Borrodor war nicht so blöd, wie sie gehofft hatte.
Von dem weniger braven Sound hier würde ich mir mehr wünschen.

Ich habe jetzt an zwei Stellen die Hexe ein bisschen frecher werden lassen:

„Ich habe Hunger“, sagte er.
„Das kann ich gut verstehen“, meinte die Hexe. „Angst macht hungrig. Soll ich dir ein Marmeladenbrot machen?“
„Ein paar Kieselsteine wären mir lieber!“
„Kieselsteine?!“, fragte die Hexe verwundert.
„Ja, Kieselsteine. Marmelade mag ich nicht so gerne.“
"Ach so. Ja dann bleiben ja nur noch Kieselsteine."

„Bitte tu mir nichts!“, sagte das zierliche Wesen.
Na toll, dachte die Hexe. Das sieht nach Ärger aus. Adieu, wohlverdiente Rente!
„Hab keine Angst, ich tu dir nichts“, beruhigte die Hexe das Wesen. „Aber wer oder was bist du überhaupt?“

Ich wollte nicht mehr groß am Text rumschrauben, daher eher minimale Änderungen. Ich hoffe trotzdem, es ist in deinem Sinne.

LG,

HL
Sinne.

 
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Hallo @HerrLehrer ,

der Gegenbesuch, so lange die Story noch schön frisch ist :-)
Ich finde, da sind ein paar schöne Einfälle drin. Als Borrodor den Schoffel zum Arbeiten zwingt, habe ich mir gedacht, das könnte (oder wird ziemlich wahrscheinlich) zu viel sein für die Zielgruppe. Gerade für die jüngeren. Aber ist ja erstmal Nebensächliches.

verfeindete Magier

Das fügt sich für mich nicht in die übrige Sprache. Lieber unfreundliche Zauberer oder so etwas.

quakende Kröten, Prinzessinnen in picklige Puten

Die Alliterationen finde ich gut.

verfeindete Magier

auch deshalb fällt das raus.

des Zauberns

Eine Hexe hext doch! Würd des Hexens schreiben.

fiel ihr erst einmal nichts auf

das zierliche Wesen.

finde das Adjektiv hier unpassend. Du hast es außerdem schon charakterisiert

Adieu, wohlverdiente Rente!

warum?? :lol: macht nicht so viel Sinn. Vor allem für die Kinder.

Grorgerhöhle

Finde das klingt noch nicht nach der richtigen Bezeichnung.

Lasipblabuli

sehr schön

„Also, wenn du willst, dann kannst du ...“

mir , dann w

Leerzeichen

Marmeladenbrot machen?

schmieren

„Doch, du kannst. Du musst können, du musst!“, schrie ihn der Räuber an.

das mal als Beispiel, wo ich es für die Zielgruppe schon sehr als Zumutung empfinde

„Das war seine Idee“, rief er. „Er will dir die Lapislazuli klauen.“

Gut. Die alte Schlange.

zwei Monate im Rollstuhl verbringen.

ja, Challenge und so :lol: aber es fällt raus für mich

Bevor der Schoffel es so richtig begreifen konnte, hatte der Feuervogel sich zurückverwandelt

schön zusammengeführt.

Gute Stellen dabei. Gern gelesen.
LG
Carlo

 
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Hallo @Carlo Zwei

und vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren.

verfeindete Magier
Das fügt sich für mich nicht in die übrige Sprache. Lieber unfreundliche Zauberer oder so etwas.

Ja, ich verstehe. Ich überlege mal, ob mir eine Alternative einfällt.

Adieu, wohlverdiente Rente!
warum?? :lol: macht nicht so viel Sinn. Vor allem für die Kinder.

Die Geschichte ist eher eine Vorlesegeschichte. Und da find ich es legitim, wenn man auch den Vorlesenden unterhalten möchte. Ich lese meinen beiden Kindern viel vor, und ich mag das, wenn der Autor etwas einbaut, was nur der Erwachsene verstehen kann. Als wollte der Autor sagen: Das Buch ist zwar für deine Kinder, aber hier, ich hab auch was nur für dich reingeschrieben.

Grorgerhöhle
Finde das klingt noch nicht nach der richtigen Bezeichnung.

Hast du evtl einen Vorschlag? Würde dir auch das Copyright zugestehen.

„Doch, du kannst. Du musst können, du musst!“, schrie ihn der Räuber an.
das mal als Beispiel, wo ich es für die Zielgruppe schon sehr als Zumutung empfinde

Mmmh, bin mir nicht sicher, was du daran so krass findest. Kinder sind oft abgebrühter, als
man so glaubt. Siehe South Park ;-)

zwei Monate im Rollstuhl verbringen.
ja, Challenge und so :lol: aber es fällt raus für mich

Von den fünf Begriffen finde ich diesen hier auch am konstruiertesten in Bezug auf die Einbringung. Aber jut, is halt so.

Die sprachlichen Hinweise nehme ich gerne auf. Danke dafür!

LG,

HL

 
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Die Geschichte ist eher eine Vorlesegeschichte. Und da find ich es legitim, wenn man auch den Vorlesenden unterhalten möchte.

klar, finde ich auch gut. Aber es wird mir nicht klar, warum oder inwiefern das ihre Rente beeinflusst. Selbst ironisch. Was hat die Entdeckung dieses Wesens damit zu tun? ^^

Grorgerhöhle Erweitern ... Finde das klingt noch nicht nach der richtigen Bezeichnung.
Hast du evtl einen Vorschlag? Würde dir auch das Copyright zugestehen.

hehe ©©©©©
ja, so eine richtig gute Idee hab ich da auf die Schnelle auch nicht. Aber ich würde etwas nehmen, dass man halbwegs aussprechen kann. Es kann ja immer noch bedrohlich, zackig klingen.


Mmmh, bin mir nicht sicher, was du daran so krass findest. Kinder sind oft abgebrühter, als
man so glaubt. Siehe South Park ;-)

Southpark mit 3-8??? :D Okay, diese Kinder wären wahrscheinlich wirklich abgebrüht oder ziemlich verstört. Kyle, Cartman und Co. sollen um die 11 sein. Außerdem steht ihre Art ja gerade auch in einem Kontrast zum Alter. Ich würde da nochmal andere Fragen, was die denken.

LG

 

AWM

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Servus @HerrLehrer
ich habe deine Geschichte vor zwei Tagen stilecht als Gute-Nacht-Geschichte gelesen, hab nix zitiert und kann dir daher nur einen Eindruck dalassen. Mir hat der Text insgesamt gefallen.
Mir sind aber zwei Dinge aufgefallen.
Zum einen finde ich, dass du den Druck auf das Rumpelpumpel erhöhen könntest. Bislang weiß man nur, dass der Räuber will, dass er für ihn die Steine sucht. Ich dachte mir: Warum macht er es nicht einfach? Was ist so schlimm daran? Der Räuber hat ja kein Interesse daran, dem Vieh zu schaden. Er braucht es ja.
Mein Vorschlag: Der Rumpelpump kann seine Gabe, die Steine zu riechen, nicht einsetzen, ohne dass es ihn etwas kostet. Wenn er seine Gabe zu viel beansprucht, bläht er sich auf und platzt. Oder er schrumpft und verschwindet. Irgendwie so etwas.
Das zweite ist, dass ich finde, dass die Sache in der Höhle zu reibungslos abläuft. Man hat generell nie den Eindruck, dass der Räuber eine wirkliche Bedrohung darstellt. Die Hexe geht da hin und macht ihre Feuervogelzauberei und rettet den Rumpelpump ohne Probleme. Das würde ich spannender machen, einen schlaueren Räuber zeichnen, der schon damit rechnet, dass die Hexe kommt und sich verhüllt, damit sie ihn nicht sieht und auch nicht verzaubern kann und irgendwie schafft sie es dann, die Situation zu lösen.
Weiterer Punkt: Warum liegt der Hexe so viel am Rumpelpump?
Die Figuren sind schon flach. Niemand hat eine wirkliche Motivation etwas zu tun außer der Räuber.
Er will die Steine (Ziel), weil er reich werden will (Motivation).
Der Rumpelpump will ihm nicht helfen (Ziel), weil (Motivation)?
Die Hexe will den Rumpelpump retten (Ziel), weil (Motivation)?

Gruß
AWM

 
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Hallo @AWM

und vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren.

In deinem Kommentar fällt mir allerdings auf, dass du die Namen verwechselst. Die Hexe heißt Rumpelpumpel und das Wesen mit der Gabe, Lapislazuli zu riechen, heißt Schoffel.

Bislang weiß man nur, dass der Räuber will, dass er für ihn die Steine sucht. Ich dachte mir: Warum macht er es nicht einfach? Was ist so schlimm daran? Der Räuber hat ja kein Interesse daran, dem Vieh zu schaden. Er braucht es ja.

Später, vor der Höhle, wird es zumindest angedeutet: Der Schoffel hat panische Angst vor Höhlen (die Dunkelhiet, die Enge, etc.). Ich werde das noch etwas deutlicher formulieren.

Die Hexe will den Rumpelpump retten (Ziel), weil (Motivation)?

Nun ja, die Hexe will ja einen ruhigen Lebensabend in ihrem Häuschen verbringen und wird dabei gestört. Sie macht dafür aber nicht den Schoffel verantwortlich, weil es so ein kleines, hilfsbedürftiges Wesen ist (Samaritereffekt), sondern den Räuber Borrodor. Zudem trickst der Räuber Borrodor sie ja auch noch aus, weil er durch den Schornstein kommt. Diese Verletzung ihrer Privatsphäre erzeugt in ihr den Wunsch, es dem Räuber Borrodor heimzuzahlen. Aber auch das werde ich noch etwas deutlicher formulieren.

Die Figuren sind schon flach. Niemand hat eine wirkliche Motivation etwas zu tun außer der Räuber.

Ich gebe dir recht. Allerdings sind wir hier auch in einem Märchen, wo es häufig um die Simplifizierung Gut gegen Böse geht. Für mich liegt der Clou eher darin, dass die Kinder erst im Nachgang erfahren, dass der Feuervogel in Wirklichkeit die Hexe Rumpelpumpel war, die dem Schoffel zuliebe nochmal einen Akt der Hexerei begeht.

Liebe Grüße,

HL

 

MRG

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Guten Abend @HerrLehrer,

ich mochte deine Geschichte, hat mich gefesselt. An der ein oder anderen Stelle hatte ich den Eindruck, dass es etwas offensichtlich war (ich hatte bei dem Feuervogel an die Hexe gedacht). Allerdings ist das Gemeckere auf hohem Niveau. Insgesamt fand ich es stark geschrieben, gehe in meiner Textarbeit genauer darauf ein:

Tief im finsteren Finsterwald, wo es finsterer kaum sein konnte, lebte die Hexe Rumpelpumpel.
Der Einstieg funktioniert ausgezeichnet. Es geht direkt los, ich kann mich schnell auf die Welt einlassen, die du gebaut hast für diese Geschichte.

Was ist das nur?, fragte sie sich. Und woher kommt es?
Geschickt gemacht, denn das habe ich mich auch gefragt und du sprichst es aus. Denke, dass das eine verstärkende Wirkung für mich hatte.

Von der oberen der beiden Metallstreben, die zwischen Vorhang und Fenster befestigt waren, hing kopfüber ein haariges, orangefarbenes, ulkiges Wesen. Es war so groß wie ein Küken, schaute aber mehr wie eine runde, behaarte Orange mit zwei Knopfaugen aus.
Ich würde vorschlagen die Adjektive "haariges, orangefarbenes und ulkiges" zu steichen. Meiner Meinung nach brauchst du die gar nicht, denn die Erklärung dahinter war da für mich absolut ausreichend.

Adieu, wohlverdienter Ruhestand!
Musste lachen an dieser Stelle. :D

Obwohl ich panische Angst vor der Dunkelheit habe, soll ich für ihn die Lapislazuli in der Grorgerhöhle finden.
Das Wort Lapislazuli gut eingebaut, es liest sich natürlich und so, als wäre es selbstverständlich, dass der Lapislazuli zur Geschichte gehört.

Vor zehn Jahren hätte sie auch einiges dafür getan um an diese Lasipblabuli oder so zu kommen.
Ich mag deine Hexe, sie ist mir sympathisch. Das liegt unter anderem an diesem kleinen Versprecher. Für mich drückt das aus, dass sie eher eine gemütliche und herzliche Frau ist. Das zeigt sich dann ja auch in ihrer Rettungsaktion, war für mich passend.

„Du brauchst mich nicht für dumm verkaufen. Hexen können nur verzaubern, was sie sehen. Und du kannst mich gar nicht sehen, haha.“
So ein Mist, dachte die Hexe.
Finde, dass diese Stelle ein gutes Beispiel dafür ist, dass du deine eigene Welt kennst. Liest sich wie selbstverständlich und drückt deine Selbstvertrauen aus, was diese Welt eingeht. Ich finde das stark.

Unter den Sohlen ihrer Schuhe, in den Rillen, fand sie nicht wenige Kieselsteine.
Ich bin über das "nicht wenige" gestolpert. Vielleicht gibt es da eine bessere Lösung?

Ich muss sofort zur Grorgerhöhle. Oh, dieser böse Räuber! Einfach so in mein Haus eindringen, na dem werd ich es zeigen.
Die Geschichte entwickelt sich aus der vorherigen Situation, kam mir plausibel vor. Ich wollte daher auch weiterlesen, um zu erfahren, was am Ende passiert.

Ein majestätisch großer Vogel tat sich vor ihnen auf, mit flammenden Flügeln und glühend roten Augen. Sein Schnabel hatte die Form zweier scharfer Messer und vor seinem Brustkorb schwebte ein knisternd heißer Feuerball.
Das war mir etwas zu offensichtlich, die Hexe sagt ja vorher, dass sie ihm helfen wird und dann tritt auf einmal dieser Vogel auf. Denke allerdings, dass es zur Zielgruppe passt.

Mit einem letzten Satz sprang er ins Freie. Als er auf dem Boden vor der Grorgerhöhle aufkam, stolperte er und stürzte polternd den Hang hinunter, wie ein Schneeball.
Gerechtigkeit, hat für mich funktioniert. Alles andere hätte mich gestört, denn ich wollte, dass die Hexe und der Schoffel am Ende gewinnen. Denn die Figuren sind mir im Rahmen dieser Geschichte sympathisch geworden. Das liegt auch viel an der guten Dialogführung.

„Den möchte ich dir schenken“, sagte der Schoffel.
Ach, sehr schön. Ich mochte das Ende!


Insgesamt eine schöne Geschichte, die mir gefallen hat. Weiter so!


Beste Grüße
MRG

 
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Hallo @HerrLehrer,

danke für die Geschichte und die ulkigen Charaktere. Ich fühlte mich sofort mit der Hexe Rumpelpumpel verbunden und war neugierig, was sie wohl aus ihrer Ruhe bringen mag.

Ich habe zwei Anmerkungen zu der Geschichte. Die erste betrifft das Zusammenspiel zwischen Hauptfigur und Plot. Die Anfangsfrage ist, was die Hexe Rumpelpumpel dazu bewegen mag, ihren Ruhestand aufzugeben. Dann lernt sie den Schoffel kennen und verteidigt ihn vor dem Räuber Borrodor. Der Überfall des Räubers ist leider nacherzählt und mein Mitleid mit dem Schoffel bewegt sich auf der allgemeinen Ebene, dass ich Mitleid mit Wesen habe, die gegen ihren Willen zu etwas gezwungen werden, das sie nicht möchten. Die Fallhöhe des Schoffels ist mir dabei aber noch unklar. Meine Frage ist daher: Warum bewegt die Hexe das Schicksal des Schoffels so sehr, dass sie für ihn ihren wirklich tollen und gemütlichen Ruhestand aufgibt?

Meine zweite Anmerkung betrifft den Kontext der Challenge. An diesem Punkt...

HerrLehrer schrieb:
Ich muss sofort zur Grorgerhöhle. Oh, dieser böse Räuber! Einfach so in mein Haus eindringen, na dem werd ich es zeigen.
...wanderte meine Aufmerksamkeit zu der Frage, wie Du dieses Setting mit einem Rollstuhl in Verbindung bringst. Die Frage gewann für mich eine größere Bedeutung als die Frage, wie die Hexe den Räuber Borrodor besiegt und den Schoffel rettet. Das vertieft genau genommen meinen ersten Punkt: Ich bin offenbar keine innige Verbindung mit dem Schicksal des Schoffels eingegangen. Ich vermute mir fehlt hier ein Satz, der mir den Schoffel sympathisch macht oder der mir einen Blick in seine Augen schenkt.

Viele Grüße
Chrio

 
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Hallo @MRG

und vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren.

Ich würde vorschlagen die Adjektive "haariges, orangefarbenes und ulkiges" zu steichen. Meiner Meinung nach brauchst du die gar nicht, denn die Erklärung dahinter war da für mich absolut ausreichend.

Stimmt. Danke. Geändert.

Auch das mit den Kieselsteinen habe ich nochmal geändert.

Tja, das mit dem Feuervogel ist schon etwas offensichtlich, aber, so meine Hoffnung, vielleicht nicht für die Drei- bis Fünfjährigen.

Danke für das Lob. Freut mich, dass die Geschichte dir gefallen hat.

LG,

HL

 
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Hallo @Chrio

und auch dir vielen dank fürs Lesen und Kommentieren.

Meine Frage ist daher: Warum bewegt die Hexe das Schicksal des Schoffels so sehr, dass sie für ihn ihren wirklich tollen und gemütlichen Ruhestand aufgibt?

Zwei Dinge: zum einen rührt sie die Schutzbedürftigkeit des kleinen Wesens. Ähnlich wie beim Kindchenschema löst es den Beschützerinstinkt in ihr aus. Zum anderen erträgt sie die Demütigung nicht, dass der Räuber Borrodor sie überlistet hat (Motiv: Rache).

wie Du dieses Setting mit einem Rollstuhl in Verbindung bringst. Die Frage gewann für mich eine größere Bedeutung als die Frage, wie die Hexe den Räuber Borrodor besiegt und den Schoffel rettet.

Tja, der Rollstuhl. Hunderprozentig bin ich nicht mit der Einbindung zufrieden, aber meine Unzufriedenheit ist nicht groß genug, um nochmal daran zu arbeiten.

LG,

HL

 
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Hallo @HerrLehrer

Tja, der Rollstuhl. Hunderprozentig bin ich nicht mit der Einbindung zufrieden, aber meine Unzufriedenheit ist nicht groß genug, um nochmal daran zu arbeiten.
:lol: vielleicht hat ja die Hexe die Fähigkeit in die Zukunft zu schauen? Oder sie beschreibt das Ding in allen Einzelheiten und der Schoffel gibt ihm dann einen Namen? Ne, Scherz. Verstehe ich gut und hast Du mE gut und kindgerecht gelöst.

Liebe Grüße
Die Chrio

 
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26.01.2019
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Hallo @HerrLehrer,

du hast mir den Sonntag morgen versüßt mit dieser putzigen Geschichte. Die Hexe mit dem herrlichen Namen, die könnt ich klauen. Du hast mich super unterhalten und ich hätt gerne noch weitergelesen. In so unsicheren Zeiten wie jetzt gerade, macht so eine Kindergeschichte gute Laune, das Gute siegt über das Böse, die Schwachen werden gerettet.
Ich hab keine Kritik im Gepäck, sondern nur Lob, aber das kann man ja auch mal sagen und ich finde, die Begriffe hast du sauber untergebracht, fand ich alles stimmig.

Kosmetik:

Krrrk, krrrk, krrrk, krrrk, krrrk ....

Ein Punkt zu viel.

„Ich bin ein Schoffel“, erwiderte der Schoffel mit zitternder Stimme.

Vllt. die zweite Erwähnung von "Schoffel" durch er ersetzen ...

„Ha“, lachte der Räuber Borrodor. „Du brauchst mich nicht für dumm verkaufen. Hexen können nur verzaubern, was sie sehen. Und du kannst mich gar nicht sehen, haha.“

Versteh ich nicht. Der Räuber ist unsichtbar?

Viele Grüße
Aurelia

 

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