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Die Revolution der Buchstaben

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21.11.2021
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Die Revolution der Buchstaben

Es war schon Februar-was auch bedeuten würde, dass Liebe in der Luft flog. Alle Personen waren von diesem Gefühl gefüllt und hatten natürlich auch einen Partner, mit dem sie dieses teilen wollen. Alle außer eine gewisse Dame.

Ihr war bewusst, dass nun die Zeit war, um dem Mann, der so warm war wie der Frühling, ihr Herz zu zeigen, ihr war jedoch nicht bewusst, wie sie das anstellen sollte. Sollte sie zu ihm gehen? Sollte sie es ihm während ihrer Arbeit berichten? Da fiel ihr etwas ein.

Ein Brief!

Die beiden schrieben sich tagtäglich gegenseitig Briefe, und mit diesem Brief sollten die weißen Kuverts nun eine ganz neue Farbe tragen. Schon zog sie ein Blatt Papier hervor, zückte einen Stift her. Nun musste sie noch herausfinden, wie sie es in Worten gestehen sollte. Die Buchstaben, ganz unzufrieden von diesem Ereignis, fürchteten aber, dass ihre geliebte Freundin sie danach nicht mehr gebrauchen werden würde. Eine kleine Beratung wurde zwischen ihnen einberufen und sie wussten was zu tun war.

Sobald die junge Dame es endlich geschafft hatte all ihre Gefühle in den Brief zu leeren, begannen die Buchstaben mit ihrer Revolution. Sie änderten die Wörter. „Ich bewundere dich.“ wurde zu „Ich verachte dich.“ und „Ich hoffe bald von dir zu hören.“ war nun „Ich hoffe nie mehr wieder von dir zu hören.“. Sie waren zufrieden damit. Ihre kleine Freundin brauchte keinen Mann, solange sie ihre Buchstaben hatte.

Die junge Dame sehnte sich nervös und auch voller Aufregung nach einer Antwort. Das Schlafen war unmöglich, so unruhig war sie. Jeden Tag, sobald der Postbote kam, lief sie die Treppen runter und warf einen blick hinein. Tag für Tag. Aber keiner erschien. Aber doch nun endlich erblickte sie ein weißes Kuvert in ihren Briefkasten und nahm ihn mit sich ins Haus. Ungeduldig riss sie ihn offen und las mit Hoffnung. Aber jedoch wurde sie enttäuscht. Sie fühlte nicht Hoffnung, nein, sie fühlte Schmerz. Sie war verwirrt, was ihr Geliebter damit meinen würde, dass sie ihn zutiefst verletzt hatte.

Noch einmal nahm sie ein Papier, und begann zu schreiben, dass sie nicht wüsste, was er meinte. Auch dies gefiel aber den Buchstaben nicht, weswegen sie nochmal ihre Finger ins Spiel ließen. Und schon wieder wurde ein Brief mit der falschen Bedeutung abgeschickt.

Bei der nächsten Antwort waren die Buchstaben zufrieden. Er würde aufhören mit ihrer Freundin zu schreiben und nun würden sie niemals verbannt werden. Aber doch so feierlich waren sie nicht mehr, als sie das kleine rosige Gesicht der Dame sahen, dass nun kalt und trüb wirkte. Auch wenn die Buchstaben es so ungern zugaben, sie hatten sie verletzt.

Sie waren zwar gerettet, aber ihre Liebste war verloren.

Dann hatten die Buchstaben eine Idee: Sie würden einen Brief verfassen, in dem sie alles erklären und ihn abschicken würden.

Alles wurde verfasst. Die Begrüßung, die Erklärung sowie die Entschuldigung und der Abschied. Sie trugen ihn mit schwerer Mühe zu dem Briefkasten und hofften nur, dass alles gut gehen würde. Doch etwas raschelte im Brief. Die Buchstaben I C H L E B D wollten ein Wort ergänzen.

ICH LIEBE DICH.

 
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Moin, moin @Camellia,

und ein ganz herzliches Willkommen bei den Wortkriegern.
Ich finde, Du hast da eine ganz entzückende Idee für eine Geschichte. Man stelle sich vor, unsere Freudne die Buchstaben (denn das sollten sie ja für die schreibende Zunft auf alle Fälle sein) machen mit einmal was Ihnen gefällt. Oh, oh. Da wird aus meiner Alltagsgeschichte dann ein Horrorstück, schlimme Vorstellung.

Generell hatte ich beim ersten Lesen das Gefühl, das Du Deine Welt vor Augen hast und nun dem Leser nicht zuviel erzählen willst (weil, Du weisst es ja schon). Gefühlt muss ich mir einen Teil der Geschichte selber schreiben, dass enttäuscht mich dann doch.
Der märchenhafte Ton passt meiner Meinung nach sehr gut zu der Idee, aber manchmal geht es auf Kosten der Grammatik bzw. es sind merklich viele Füllwörter verwendet.

Ich gehe mal an Hand einiger Zitat durch und hoffe, so zu verdeutlichen, was mir gefällt, und wo ich Verbesserungspotential für Deinen Text sehe.

Die Revolution der Buchstaben
Der Titel hat mich auf alle Fälle angelockt, Ziel erreicht.

Es war schon Februar-was
hier gehört ein bisschen Abstand rein und eigentlich formatiert Word dann auch einen längeren Strich (hier lässt er sich nur reinkopieren), sieht auch netter aus. Februar – was

Es war schon Februar-was auch bedeuten würde, dass Liebe in der Luft flog. Alle Personen waren von diesem Gefühl gefüllt und hatten natürlich auch einen Partner, mit dem sie dieses teilen wollen. Alle außer eine gewisse Dame.
Mh, Liebe in der Luft flog? Kann es sein, das Deutsch nicht Deine Muttersprache ist? Du schreibst sehr Fehlerfrei, viele Formulierungen sind schön, aber ab und an gibt es solche Ausrutscher. Standartmäßig heißt es "Liebe in der Luft lag" aber genaugenommen wäre es richtig, hier nach einer frischeren Formulierung zu suchen. Vielleicht "dass Liebe durch die Luft flog/schwebte/tanzte"?
Ach ja, nur einmal zu Versicherung, da Du uns noch nicht so lange kennst. Wie machen Vorschläge zum Text, sagen unsere ganz subjektive Meinung, aber was Du davon annimmst oder gar umsetzt ist völlig Dir überlassen. Man ändert den Text über den unten stehenden Bearbeitungsbutton.

Ihr war bewusst, dass nun die Zeit war, um dem Mann, der so warm war wie der Frühling, ihr Herz zu zeigen, ihr war jedoch nicht bewusst, wie sie das anstellen sollte. Sollte sie zu ihm gehen? Sollte sie es ihm während ihrer Arbeit berichten? Da fiel ihr etwas ein.
Hier schwanke ich sehr. Eigentlich passt alles, märchenmäßig schön. Mir waren es auf alle Fälle zuviele "Ihr", aber auch das ist für diese Sprache normal. Zumindest das es zweite "Ihr" ließe sich duch "das" ersetzen, es kann nur ihr eigenens Herz sein. Bei "Ihrer Arbeit" ähnlich. Der Satz "Sollte sie es ihm während ihrer Arbeit berichten?" fällt für mich aus dem märchenhaften Ton.

Warten wir mal ab, was andere dazu sagen. Du bekomst viel mehr Reaktionen auf Deinen Text, wenn Du anderen Autoren Deine Meinung zu Ihren geschichten da lässt. Wir leben hier vom Geben und Nehmen, jeder freut sich über eine ehrliche Lesermeinung.

Ein Brief! Die beiden schrieben sich tagtäglich gegenseitig Briefe, und mit diesem Brief sollten die weißen Kuverts nun eine ganz neue Farbe tragen.
Hier ist für mich ein Logikfehler! Sie überlegt angestrengt, wie sie die Botschaft an den Mann bringen soll und hat dann DIE Erkenntnis! Ein Brief! Und dabei schreiben sie sich täglich Briefe? Ne, das passt nicht!
Aber mein größerer Kritikpunkt ist? Wo sind die Buchstaben. Du willst die kleinen Typen eine Revolution anzetteln lassen, dafür brauchen sie aber eine Ausgangssituation, irgndwie müsstes Du mir als Leserin vermitteln, warum die Buchstaben revoltieren, was sie mir der Schreiberin verbindet, warum sie nur für sie schreiben soll, was das "Verlieren" bedeuten soll Generell schreiben ja auch Leute inBeziehungen noch Buchstaben. Da hakt es in Deiner Welt für meinen Geschmack noch.

Die beiden schrieben sich tagtäglich gegenseitig Briefe, und mit diesem Brief sollten die weißen Kuverts nun eine ganz neue Farbe tragen. Schon zog sie ein Blatt Papier hervor, zückte einen Stift her. Nun musste sie noch herausfinden, wie sie es in Worten gestehen sollte.
Da kommt aber keien andere Farbe, was meinst Du also?

Die Buchstaben, ganz unzufrieden von diesem Ereignis, fürchteten aber, dass ihre geliebte Freundin sie danach nicht mehr gebrauchen werden würde. Eine kleine Beratung wurde zwischen ihnen einberufen und sie wussten was zu tun war.
Das reicht mir nicht als Revolutionsauslöser. Und kleine Beratung? Ne, komm, hau richtig auf den Putz. Sie bewaffnen sich, drucken Flugblätter, Aufläufe an Briefecken, ...

Sobald die junge Dame es endlich geschafft hatte all ihre Gefühle in den Brief zu leeren, begannen die Buchstaben mit ihrer Revolution. Sie änderten die Wörter.
fließen zu lassen, unterzubringen, ... ?

Ungeduldig riss sie ihn offen und las mit Hoffnung.
normalerweise würde man umgangsprachlich sagen "riss sie ihn auf", doch dass passt so gar nicht in Deinen Text. Aber etwas schöner geht das bestimmt. "öffnete sie ihn?"

Auch dies gefiel aber den Buchstaben nicht, weswegen sie nochmal ihre Finger ins Spiel ließen. Und schon wieder wurde ein Brief mit der falschen Bedeutung abgeschickt.
auch eine seltsame Formulierung, aber am Ende ist es Geschmackssache.

Er würde aufhören mit ihrer Freundin zu schreiben und nun würden sie niemals verbannt werden.
Wie gesaht, die Logik dahinter fehlt mir. Warum würden sie verbannt werden. Vielleicht fürchten sie nur noch lapidare Aufgaben wie Einkaufszettel und Steuererklärungen ausführen zu dürfen? Oder sie durften vorher auch Geschichten schreiben, wissen aber, das der Mann soetwas ablehnt ...

Aber doch so feierlich waren sie nicht mehr, als sie das kleine rosige Gesicht der Dame sahen, dass nun kalt und trüb wirkte.
Ich verstehe nicht, warum Du die Handelnden so weit weg hälst. Warum Dame und Mann? Selbst die Buchstaben wären doch viel fassbarer, wenn der Anführer der revolution das Z wäre und das kleine o immer nur staunt. Okay, mir ist schon klar, das dieses ein anderer Text wäre, aber so liest es sich "weit weg" - und damit berührt es mich nicht.

Doch etwas raschelte im Brief. Die Buchstaben I C H L E B D wollten ein Wort ergänzen.
Du hast da sbestimmt voll vor Augen, abe rmir erschließt sich das nicht. Dafür müsste sie vorher etwas schreiben und dann rutschen die Buchstaben um. Und wäre es nichtreizvoller, wenn das vor ihren Augen passiert, dann müsste sie es sich auch eingestehen, denn davor drückt sie sich ja offensichtlich.

Liebe Camellia, ich bin gespannt, was Du aus Deinem Einstieg noch machst, Lust am Formulieren und Ideen sind doch schon da. Lass die Buchstaben tanzen und auf Deiner Seite sein.
Beste Wünsche
witch

 
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05.07.2020
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Hallo @Camellia und willkommen hier im Forum! Ich habe deine Geschichte gelesen und mir hat die Idee mit den eigenwilligen Buchstaben gut gefallen. Allerdings denke ich, dass deine Geschichte an der einen oder anderen Stelle noch etwas Feinschliff vertragen könnte. Auch könnte es vielleicht gut passen, wenn du die Stellen mit den Buchstaben vielleicht noch ein wenig ausbaust? Ich hätte jedenfalls noch gerne etwas mehr darüber gelesen und auch die Reaktion der Verfasserin der Briefe hätte mich interessiert.
Unten habe ich ein paar Anmerkungen. Sind aber nur Vorschläge. Nimm davon mit, was du möchtest.

Es war schon Februar-was auch bedeuten würde, dass Liebe in der Luft flog.
Da hat mich das flog herausgerissen. Müsste es nicht eigentlich lag heißen?

Alle außer eine gewisse Dame.
Bin mir unsicher aber ich würde schreiben: einer gewissen Dame. Eventuell täusche ich mich aber auch.
Die beiden schrieben sich tagtäglich gegenseitig Briefe, und mit diesem Brief sollten
Wortwiederholung
Eine kleine Beratung wurde zwischen ihnen einberufen und sie wussten, was zu tun war.
Komma
Sobald die junge Dame es endlich geschafft hatte, all ihre Gefühle in den Brief zu leeren, begannen die Buchstaben mit ihrer Revolution.
Komma

Jeden Tag, sobald der Postbote kam, lief sie die Treppen runter und warf einen blick hinein.
einen Blick
Ungeduldig riss sie ihn offen und las mit Hoffnung.
Ich würde schreiben: Ungeduldig riss sie ihn auf
Doch etwas raschelte im Brief. Die Buchstaben I C H L E B D wollten ein Wort ergänzen. ICH LIEBE DICH.
Ich muss zugeben, dass ich das nicht richtig verstanden habe. Kann natürlich an mir liegen. Aber was hat es mit I C H L E B D auf sich? Warum nicht gleich Ich liebe dich?

Viele Grüße und viel Spaß hier im Forum
Habentus

 

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