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Gespräche auf der Teststation

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28.04.2016
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Gespräche auf der Teststation

Es war später Nachmittag. An der Teststation am Münchener Busbahnhof ging eine Schicht zu Ende. Die provisorisch aufgebauten Zelte flatterten im Wind.

„Warten Sie noch einen Augenblick, ich muss hier noch desinfizieren.“ Weil die nächste Testperson ihn mit seiner Maske nicht verstand, gab Herr Gruber ihr einen Wink. Sie blieb draußen. Herr Gruber wischte in aller Ruhe Tisch und Stuhl ab, wechselte seine Handschuhe und warf alles vielleicht Kontaminierte in den Mülleimer. Vier Tage war er jetzt erst auf der Corona-Teststation, aber längst kannte er die immer gleichen Handgriffe im Schlaf. Ein Müll wurde hier produziert – nach jeder Schicht mussten mindestens zehn Müllsäcke voller Einweg-Anzüge, Handschuhe, Abwischpapier und leerer Plastikflaschen davongetragen werden. Wenn die Menschheit um ihre Gesundheit besorgt war, hatte die Umwelt wohl endgültig nichts mehr zu hoffen. Herr Gruber dachte daran, wie sie einst Milliarden von Hühnern und Gänsen in Müllbeuteln erstickt hatten, um die Vogelgrippe abzuwenden. Eigentlich hatte er nie richtig verstanden, warum Tiere weniger wert waren als Menschen – was in aller Welt hatte die Menschheit so Unglaubliches für diesen Kosmos geleistet, dass sie sich „Krone der Schöpfung“ nennen konnte?

Herr Gruber war fertig. „Kommen Sie rein!“ Ein junges Mädchen mit einer prall gefüllten, lackierten Handtasche und einer kuriosen Maske, die die Nase bis zwischen die Augen und auch Kinn und Wangen vollkommen verhüllte, betrat das Testzelt.

„Setzen Sie sich. Frau Karolina Wagner?“

„Ja.“

„Haben Sie diesen Test schon mal gemacht?“

„Nein.“ Herr Gruber vermutete nach ihrer Stimme ein unsicheres Lächeln unter der Maske.

„Ich muss einmal in den Rachen und dann noch in die Nase.“

„O je – na gut. Maske ab?“

„Ja.“ Ein unglaublich hübsches Gesicht kam zum Vorschein. Die wachen, leuchtenden Augen standen dicht beisammen, die Nase war schmal und spitz, der Mund zwischen zwei Grübchen schien gar nichts anderes als freundliches Lächeln zu kennen.

„Sagen Sie Ah!“

„Ah“

Ein leises Würgen und Schmatzen war zu hören. Herr Gruber konnte nicht verhindern, dass ihn die Situation erregte. Erbärmlich – aber welcher Erbärmlichkeit musste man sich in dieser Welt noch schämen? Man durfte die Umwelt verpesten nach Lust und Laune, man durfte sich mit Schokolade und Kleidung aus Sklavenarbeit zutürmen und man durfte in den Bordellen hilflose Mädchen ficken – aber man durfte nicht ohne Mundschutz in eine U-Bahn steigen, weil SO rücksichtsloses Verhalten hier nicht geduldet wurde. Man durfte einen Terroristen nicht anrühren, der verraten sollte, wo er seine Bombe versteckt hatte, aber man durfte völlig unschuldige Sterbenskranke von ihren Liebsten isolieren, weil sonst vielleicht Menschen gefährdet sein könnten.

„Nase noch – danke. Nehmen Sie das hier mit und geben Sie’s da drüben ab.“

Das Mädchen setzte seine Maske wieder auf, lächelte noch einmal kurz mit den Augen und ging hinaus. Herr Gruber machte sich wieder ans Abwischen.



Der Busbahnhof starrte vor Leere. Aron Holder spazierte vor den Zelten auf und ab mit einer Langeweile, die fast schon wehtat. Genauso sinnlos musste der Zöllner Zachäus einst auf seinem Posten gestanden haben. Wenn nur endlich wieder ein Jesus käme – einer, der wieder einmal all diese viel zu vielen Menschen, alles was so ohne Sinn und Aufgabe am Straßenrand herumstand wie Bettler, Huren und Zöllner aufsammeln und diese Letzten zu den Ersten eines neuen Glaubens machen würde! Niemand hatte sich so dicht um jenen Sinnstifter gedrängt wie die allersinnlosesten Existenzen – so dicht, dass sie alle zusammen erglüht und zu einem neuen Licht für die Welt geworden waren. Aber wie war dieses Licht seither ermattet! Hatte man je gehört, dass wegen einer Epidemie alle Kirchen hatten schließen müssen? Nicht einmal während der großen Pest hatten plötzlich nirgendwo mehr Gottesdienste stattgefunden. Aber die Menschen hatten seitdem solche Angst vor dem körperlichen Tod bekommen, dass sie es vorzogen, ihre Seele zurückzustellen.

„So!“, sagte Herr Rudolf energisch und erhob sich von seinem Platz am Laptop, in den er zuvor irgendetwas hineingehämmert hatte. Der junge Informatiker leitete das Camp und war der einzige, der die Computerprogramme hier verstand. Darum musste er ständig Überstunden machen, wirkte aber nie müde oder gelangweilt. „Alles fit? Mal wieder nix los hier, was?“

„Nee.“

„Sein Sie doch nicht so missmutig – sehen Sie – wir können hier immerhin etwas zur wichtigsten Aufgabe in der Welt beitragen!“

Aron starrte ihn an – war er verrückt geworden?

Herr Rudolf machte ein Geräusch, das auf ein Lachen unter seiner Maske schließen ließ. „Naja – aber ist doch wahr – was hat der Mensch denn Wichtigeres als sein Leben? Ich glaube, das war uns Menschen nie so bewusst wie heutzutage. Was gibt es also Wichtigeres als die Medizin?“

„Es gab mal Zeiten“, entgegnete Aron, „da war die Seele wichtiger als der Körper. Verstehen Sie – häusliche Gewalt, Vereinsamung, Mediensucht, auseinanderbrechende Familien – was für unglaublichen Gefahren hat man die Seelen der Menschen nur ausgesetzt, nur um ihren Körper nicht zu gefährden!“

„Aber Sie müssen doch einsehen, dass das nötig war - es hätten sonst wer weiß wie viele sterben können an dem Virus.“

„Aber der körperliche Tod ist doch nicht das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann – ich meine, zumindest ist es sehr unchristlich, das zu glauben.“

„Soso – Sie haben’s wohl mit der Kirche? Mit Himmel und Auferstehung und so weiter? Naja – wenn Sie das wirklich glauben – bitteschön.“

„Sie sind also einer dieser Maßnahmengegner?“

„Nicht aller Maßnahmen, aber zum Beispiel der Kirchenschließung.“

„Schon gut, wenn Sie gegen alle Maßnahmen wären, könnten Sie hier nicht arbeiten.“



Sie schwiegen eine Weile.

„Entschuldigen Sie, aber eigentlich regt mich so was auf – ich bin da ganz offen“, sagte Herr Rudolf schließlich, „nicht alle glauben an ein Leben nach dem Tod und es gibt nicht die geringsten Beweise dafür – an solchem Zeug kann sich die Politik doch nicht ausrichten, indem sie die Kirchen offenlässt – und dabei Menschenleben opfern.“

„Dafür, dass der Tod etwas Schlimmes ist, gibt es auch keine Beweise.“

„Bitte was? Haben Sie schon mal einen Menschen sterben sehen?“

„Ich rede nicht vom Sterbeprozess, sondern vom Tod. Durch den Sterbeprozess müssen wir alle durch und der ist nicht unbedingt leichter, ob er heute oder morgen oder in fünfzig Jahren beginnt. Es gibt alte Leute, die sterben noch voller Angst und mit großen Schmerzen und es gibt junge Menschen und gerade auch Kinder, die sterben friedlich und fürchten sich kaum vor dem Tod.“

Eine Frau kam auf die Station zu.

„Kann ich bei euch reingehen – oder krieg‘ ich da ‘nen Microchip?“

„Wie bitte?“

„Nein – so ganz glaub‘ ich’s auch nicht – aber ‘ne Freundin von mir hat erzählt, bei euch kriegt man Microchips eingesetzt. Geh‘ da nicht hin, hat die zu mir gesagt, da pflanzen sie dir ‘nen Chip ein – und schon haben sie dich!“

„Bei uns gibt es keine Microchips“, sagte Herr Rudolf trocken.

„Naja – wenn, dann sagen sie euch das wahrscheinlich auch nicht. Wenn, dann kommt das von ganz oben – vom Billgates, sagt meine Freundin. Oder vom Obama vielleicht – der soll ja da auf den Fidschiinseln…“

Herrn Rudolf reichte es. „Ich leite dieses Camp und wenn hier jemals ein Microchip existiert hat, dann geh ich dafür gern ins Gefängnis!“, polterte er.

„Na gut“, meinte die Frau, „aber verpflichtend ist’s nur, wenn man aus ‘nem Risikogebiet ist – oder?“

„Ja.“

„Na, dann lass‘ ich das lieber – man weiß ja nie.“

„Na dann – schönen Tag noch!“

Die Frau ging weg.

„Hat den Lockdown eigentlich irgendwer ohne Dachschaden überstanden?“, fragte Herr Rudolf, „die einen fabulieren vom Jenseits, die andern von Microchips, die dritten sieht man allein mit Mundschutz in ihrem Auto sitzen – nicht zu fassen!“

„Aber das ist ganz natürlich“, meinte Aron, „wenn man die Menschen derart in die Vereinzelung drängt, riskiert man alle möglichen Dachschäden.“

„Sonst hätte man Tote riskiert.“

„Aber zum Beispiel das meinte ich mit seelischen Gefahren – die sollte man allgemein wichtiger nehmen als Gefahren für die leibliche Hülle.“

„Die leibliche Hülle – ach Gottchen! Also – wenn ich Sie richtig verstehe, sollte es uns allen egal sein, ob und wann wir ins Gras beißen? Das ist doch verrückt! Alles Leben protestiert gegen den Tod. Jedes verletzte Tier protestiert, indem es weiterhumpelt, und wenn es tödlich verletzt ist, protestiert es bis zum letzten Atemzug – wenn ich an irgendeine Seele glaube, dann ist die Seele des Menschen sein Wille, zu leben – und zwar im Diesseits! Oder wenn Sie so wollen: Die Seele des Menschen ist seine Angst vor dem Tod. Jawohl, die Angst vor dem Tod! Sie ist es doch, die uns in Wahrheit zu allen unseren Taten antreibt – unser Nicht-sterben-wollen – das ist unsere tiefste Triebfeder, also, wenn Sie so wollen, unsere Seele.“

Wieder schwiegen sie. Herr Gruber war herausgetreten und hatte ihrem Gespräch zugehört. Dass man so was hier zu hören bekommen konnte, hätte er sich nicht träumen lassen. Religionswissenschaften hatte er einmal studiert, aber keine Arbeit gefunden. In zwanzig Jahren als Briefträger war sie eingeschlafen, aber jetzt – völlig unerwartet – juckte sie ihn wieder, diese alte, ehrgeizige Intellektuellen-Eitelkeit, die sich in jede Diskussion, die ihr tiefsinnig erschien, erstmal einschalten und erst dann überlegen wollte, ob sie eigentlich etwas Neues beitragen konnte. Er hatte seine erfolgreicheren früheren Mitstudenten in all den Jahren für dieses Intellektuellendasein beneidet und verachtet, aber er hatte nie gewusst, ob er sie aus Neid verachtete oder aus Verachtung beneidete. Nun plötzlich begegnete ihm etwas, das er aus seinem Leben kaum noch kannte: Ein Gespräch interessierte ihn.

„Eigentlich ist das Christentum – und das Judentum auch – ja aus dem Glauben von ägyptischen Sklaven entstanden“, meldete er sich zu Wort, „Aus ihrer Hoffnung, durch den Tod erlöst zu werden – also zu einem besseren Leben im Jenseits, meine ich. Wenn man so glaubt, ist der Tod für niemanden etwas Schlimmes.“

„Sie sind wohl auch Christ?“, fragte Herr Rudolf.

„Naja – Religionswissenschaftler.“

„Merkt man – auch eine schöne Religion.“

Herr Gruber war über seine eigene Dreistigkeit erstaunt – welcher Andere würde es wagen, sich „Religionswissenschaftler“ zu nennen, wenn er seit zwanzig Jahren nichts getan hatte, außer Briefe und Werbung in irgendwelche Kästen zu stopfen? Erst seit wenigen Monaten, seit seine Knie endgültig nicht mehr mitspielten, war er wieder auf der Suche nach etwas Anderem - schlug sich durch mit Jobs wie diesem und hatte doch noch immer die irre Hoffnung, noch einmal im Leben etwas Besseres arbeiten zu können.

„Durch den Tod erlöst zu werden – glauben Sie das wohl auch, dass der Tod Erlösung bedeutet?“, fragte Herr Rudolf zu Aron gewandt.

„Ja – ich hoffe es.“

„Ist die Welt denn so entsetzlich, dass man nur noch hoffen könnte, von ihr erlöst zu werden? Ich weiß schon, aus was für Spalten dieser Dampf gestiegen ist, der die Menschheit jetzt seit Jahrtausenden benebelt! Aus den Seufzern der unterdrückten Seelen, die es nicht ertragen konnten, dass andere keinen Grund zu seufzen hatten. Lesen Sie Friedrich Nietzsche – eine Religion, die immer nur von allem Schwachen, Kranken und Missratenen lernt – das ist nichts weiter als eine einzige, ungeheure Erkrankung der Menschheit!“

„So? Nietzsche würde sich aber wohl im Grabe umdrehen, wenn er hiervon wüsste – schließlich haben wir in der letzten Zeit wirklich fast alles für die Kranken, Schwachen und Missratenen zurückstehen lassen.“

„Nun gut – da haben Sie mich auf einem Widerspruch ertappt – aber mein Widerspruch ist noch viel mehr Ihr Widerspruch. Muss man als Christ nicht diese nie dagewesene Rücksichtnahme auf die Schwachen feiern?“

„Wirklich christliche Nächstenliebe muss um die Seele des Nächsten besorgt sein, aber nicht unbedingt um seinen Körper. Man kann als Christ durchaus seinen Nächsten lieben, ohne Angst davor zu haben, dass er stirbt – denn der körperliche Tod ist für ihn ja gar nichts Schlimmes."

„Sie sind ja ein Spinner – ein Fanatiker sind Sie! Außerdem ist das überhaupt alles Unsinn – wirklich gequälte Menschen beschäftigen sich gar nicht mit dem Jenseits. Lesen Sie mal Berichte über die KZ - deren ganze Hoffnung war, den Winter zu überleben - durch den Tod erlöst zu werden, das ist was für Dichter.“

"Trotzdem soll die Davonrennerei vor dem Tod nicht zum letzten Horizont werden - auch nach Auschwitz, wenn Sie so wollen."

Gerade noch war er Feuer und Flamme für dieses Gespräch, aber schon ödete dieses ganze Gequatsche Herrn Gruber wieder an. Er kannte es aus seinem Studium zur Genüge. Seinen Oberschülersatz, den er dazu beigetragen hatte, hätte er am liebsten wieder hinuntergewürgt. Die Nächstenliebe war nichts, was man hochtrabend, durch irgendwelche Verweise auf Auschwitz dramatisiert, diskutieren konnte – leben musste man sie, aber wie sie zu leben war, musste jeder für sich herausfinden. Es drängte ihn, einen Scherz zu machen. Jemand hatte im Bahnhof auf den Boden gekotzt.

„Die hat’s nicht so mit der Hygiene, wie wir Menschen!“, sagte Herr Gruber und deutete auf eine Taube, die daran herumpickte.

„Was? Wer? Ach so – iii – ksch!“ - Herr Rudolf verscheuchte die Taube – „Ich kann so was gar nicht sehen – da wird’s mir schlecht!“

„Ist doch schön“, entgegnete Herr Gruber, „dann kriegt die Taube bald ihre nächste Mahlzeit.“

Herr Rudolf drehte sich halb weg. Es war nicht auszumachen, ob er unter der Maske lachte.

Eine alte Frau mit einem Rollator bewegte sich in kleinen Schritten auf die Teststation zu.

„Grüß Gott – sind Sie aus dem Ausland zurückgekehrt?“, fragte Herr Rudolf.

„Aus’m Aausland? Na, bin i net.“

„Dann können Sie hier leider keinen Test machen. Auf der Theresienwiese ist eine Station, da kann jeder hin.“

„Bittschön, macha’s doch a kloane Ausnoahme! Jetz bin i scho an goanzen Weg herkimma – i braach des, i will mei Mann bsucha – der liagt im Hoam. Mei Dochter hat jetzt des Scheißvirus und do lassen’s mi jetzt net nei ohne Test. Also bittschön – macha’s a Ausnoahme!“

Die drei Herren in Weiß wechselten ein paar unschlüssige Blicke. Herr Rudolf seufzte.

„Na, dann müssten wir eben irgendeinen Urlaubsort im Ausland erfinden, von dem Sie zurückkehren – auf Ihre Gefahr“ sagte Herr Rudolf schließlich, „Wir sagen dann, Sie haben das so angegeben, falls die vom Labor nachfragen. Ich versteh‘ Sie ja – aber sonst kriegen wir hier Ärger.“

„Vergeit’s Gott. Sonst müassn’s mi hoit verhoaften, weil i den Test hier g’macht hoab‘.“

„Sollen wir ein bestimmtes Risikogebiet eintragen?“

„A Risikogebiet? Woas is jetz des? Die goanze welt is do a Risikogebiet! Ohne Risiko keanas goar nix macha in dearane Welt!“

„Also – wir meinen mit Risikogebiet…“

„Nana, i versteh‘ scho – schroam’s was wuin!“

„Haben Sie ein Smartphone?“, fragte Herr Rudolf.

„Na.“

„Dann müssen Sie leider etwas länger auf Ihr Ergebnis warten. Sonst könnten Sie sich über den QR-Code auf Ihrem Zettel einloggen, den Sie hier bekommen.“

„Na, des hoab i net, so a Smartphone.“

„Kann dauern dann. Bis die Emails vom Labor verschickt sind, das dauert meistens länger. Aber eine E-Mail-Adresse haben Sie?“

„A E-mail? Na, des hoab i a net.“

„Auch nicht – na dann wird’s schwierig. Wissen Sie vielleicht die E-Mail-Adresse von Ihrer Tochter?“

„Mei Dochter – ja die hoad a E-Mail, aber wie des E-Mail von der hoaßt, des woaß i net.“

„Da muss ich mal schauen, wie das dann gemacht wird“, sagte Herr Rudolf und verschwand in einem der Zelte.

„Kann i mi derweil irgawo hisetza?“, fragte die Frau.

Aron sah sich um. Zum ersten Mal fiel ihm auf, dass in dem ganzen Bereich, in dem die Leute oft Schlange standen, kein einziger Stuhl aufgestellt war. Im Eingangszelt gab es zwei Stühle.

„Kommen Sie rein“, sagte er, „aber desinfizieren Sie sich vorher die Hände.“

Langsam tappte die Frau zu dem Desinfektionsmittelspender. Der Spender surrte leise und versprühte einen stechenden Geruch über ihre faltigen Hände. Nachdem die Alte sich auf einen Stuhl hatte fallenlassen, begann sie wieder zu reden. „Eigentlich wünsch i meim Mann scho long, dass‘ irgendwannamal vorbei is. Na, verstahn’s mi net foisch – i hoab mei Mann scho liab, aber des is do koa Leam net in dearane Hoame. Siam Joar liagta jetzt scho do mit da Sonde im Bauch - netamoi vom Bett aafstehn kanna mehr! I soag zu eam scho imma: Wennst amoi stiarbst, des is net schlimm, dann seama uns hoid in a paar Joarn im Himmi. I mach des nämmi a nimma loang hier. Na, soagta, i glaab net an‘ Himmi. Wie kamma denn net an' Himmi glaam – verstahn’s des? Glaam Sie an’ Himmi?“

„Hm – eigentlich – ja“, sagte Aron. Herr Gruber hatte zugehört – das waren nun Fragen, die sie einem an der Universität nie gestellt hatten. Fragen eben, auf die man nicht mit Theorien antworten konnte. Die Dozenten der Religionswissenschaft hatten abgefragt, was man von dieser oder jener Theorie zur Entstehung des Gottesglaubens hielte, aber woran man selbst eigentlich glaubte, hatten sie nie gefragt.

„Mei Mann hat so Angst vorm Stear’m, des glaams goarnet“, fuhr die Alte fort, „I bin immer in mei Kirch ganga. Aber jetz hoams mi ja nimma lassn – di soang, i kennt vielleicht stear’m an dem Virus. Na, wenn’s da Herrgot so wui, soag i, i will in mei Kirch! Wissen’s, was do soang? Des geht net nur um Sie, soangs, des is aach für andere Leit, die wo vielleicht stear’m kenna. Aber i hoab mei Lebtoag für andere Leit gerackert, soag i, jetzt will i in mei Kirch, i woaß ja net, wie lang i no leb! Jetz hoams die Kirch wiader aufg’macht aber jetzt loassen’s mi net eini ohne dearane Maske. Aber i ertroag des net – i ko goar net atmen mit die Dinger!"

Sie schnaufte wirklich sehr unter ihrer Maske. Sollte man ihr erlauben, sie hier drinnen abzunehmen? Aber das war gegen die Vorschrift.

"Wer Angst hot vorm Stear‘m, der braacht do a net inni Kirch geh - die Kirch is do für Leit, die wo an' Himmi glaam - oder isse des jetz nimma? Staat do jetz überoi anni Kirch dro: Fois grank san, diarfas net nei! Des hot unsa Herr Jesus zu die Aassätzige net gsogt. Sangs zu mia: Schoan's, soangs, do gibs ja jetz die Online-Gottesdienst. Ja solli mia do jetz mei Seelenheil downloaden? Mei ihr kennts mi oalle am Oarsch lecka!“

„So“, schmetterte Herr Rudolf, „ich hab nochmal nachgeschaut – reicht, wenn Sie Ihre Telefonnummer angeben. Den Bescheid kriegen Sie dann per Post. Kann allerdings dauern. Haben Sie Ihren Ausweis dabei?“

„Ja, hoab i.“

Während die alte Frau ihre Daten einlesen ließ, ging Herr Gruber in das Testzelt, um alles vorzubereiten. Glaubte er an den Himmel? Glaubte er an Gott? Glaubte er, dass Jesus Gottes Sohn gewesen war? Dazu musste man doch glauben können, dass es einmal in der Geschichte einen Menschen gegeben hatte, der nie an einem Bettler vorbeigegangen war, um sein Geld zu sparen, der nie zuerst an sich selbst gedacht, nie etwas angerührt, das von Sklaven hergestellt oder wofür die Welt verpestet worden war und sich nie am Würgereiz fremder Frauen aufgegeilt hatte – kurz: der unfehlbar gewesen war. Wenn er das nur glauben könnte – dann wäre er vielleicht auch bereit, diesen Menschen die Krone der Schöpfung zu nennen.

„Kommen Sie rein!“ Die alte Frau kam herein. Ihr Rollator wackelte auf dem Kopfsteinpflaster.

„Konn i des Scheißding jetzt oabneama?“, fragte sie und deutete auf ihre Maske.

„Ja. Und Sie können auf dem Hocker dort Platz nehmen.“

„Puuh!“, machte die Alte, „Schaun’s, dass‘ recht schnell a Ergebnis hoam – i wui zu meim Mann! Acht Wocha hoab i an jetzt net sehn kenna weaga die Aaufloang. I hoab denkt, der stiarbt, wenna mi nimma sehn ko. Kummt die Schwester, soagt's zu mia: Sie kenna ean Mann net bsucha, weil Sie kenna ean ja ostecka. Jo, soag i, un wenn scho, donn issa wenigstens erlöst von die Scheiße mit seine Grankheit - der is dann im Himmi - glaam's des net?, soag i. Schaakt's mi so goanz entsetzt o, un soagt - wiassen's woas die denn g'soagt hot? - Mia kenna do des Virus jetz net als Sterbehilfe gebraacha. Wieso net?, soag i, des is die normoale Sterbehilfe, die wo die Natur mocht!“

Eine eigenartige Frau, dachte Herr Gruber.

„Sagen Sie Ah!“

„Ah.“

„Danke. Nase – danke. Sie können das da drüben abgeben.“

„Dankschön. Na, wenn i des Virus hoab, do kennas mi glei begroam.“

„Das ist nicht gesagt – selbst bei den Ältesten liegt die Sterberate nur bei zwanzig Prozent.“

„Sans do sicher? Mei Dochter soagt zu mir: Mama, soagts, geh net ausm Haus, wenns du des Virus kriagst, da bist sicher glei dot! Na, soag i, mach da koan Kopf, du host ja eh nie Zoat für mi! Dann is beleidigt, aber des is a net mei Problem. Hängt wochalank auf Malle umanand aber hot mi im letzten Joar nur zwoamal bsucht – und dann is a immer glei wiader weg. Mei Enkelkinder san genauso. No – scheen Dog no!“

„Danke, ebenfalls.“

Herr Gruber wischte alles ab und trat wieder hinaus. Draußen kämpfte Aron mit einem Klappstuhl, den er vor dem Zelt aufstellen wollte. Herr Rudolf stand daneben. „Alte Leute werden ja zutiefst missachtet in unserer Welt“, meinte Aron aufgeregt, „schon allein dadurch, dass fast nichts mehr ohne Internet geht. Nach dem Motto: Ich muss aufs Klo – na dann loggen Sie sich mal hier ein, dann kriegen Sie den Code per Whatsapp!“

„Nanana“, sagte Herr Rudolf, „so schlimm ist’s nun auch wieder nicht – und die meisten Alten können sich schon damit arrangieren."

"WIR bestimmen, womit sich DIE ALTEN zu arrangieren haben - Vater und Mutter ehren sieht für mich anders aus."

"Na gut, Sie haben Recht, Sie Wächter der Zehn Gebote. Aber Computer sind eben unsere Zukunft."

„Ihre vielleicht – als Informatiker.“

„Nein, unser aller – vielleicht werden uns Computer sogar noch mal die ersehnte Auferstehung bringen – kennen Sie Frank Tipler?“

„Ein Phantast.“

„Aber vielleicht der einzige Theologe, der noch mit der Zeit schritthält.“

„Tipler ist Physiker.“

„Und Theologe auf seine Art.“

„Wissen Sie – um mal wieder auf die Alten zu kommen – ich sehe das so: Wenn wir uns diesen ganzen Popanz mit Lockdown und Maskerade gespart hätten, diese ganze Aufgabe von Freiheit, Gemeinschaft und menschlicher Nähe, und uns dafür alle verpflichtet hätten, in Zukunft einmal im Monat Alte und Kranke richtig zu besuchen – mit richtig meine ich, mal einen ganzen Tag nur bei ihnen sein, Handy aus, zuhören, auch wenn sie langsam sprechen, auch dieselben Fragen geduldig zehnmal beantworten und überhaupt mit der Überzeugung zu ihnen gehen, dass man von ihnen viel lernen kann – da wäre ich eher dabei gewesen. Und sehen Sie – dieser ganze Aufriss zum Schutz der Alten und Kranken hat den Staat hunderte Milliarden gekostet. Was hätte man von diesen hunderten Milliarden nicht alles in der Kranken- und Altenpflege verändern können, hätte man sie wohlüberlegt dort eingesetzt – nicht auszudenken! Von den anderthalb Billionen, die er die EU gekostet hat, hätte man vielleicht ganz Europa mit Krankenhäusern wie in Deutschland ausstatten können. Man muss alte Menschen nicht mit allen Mitteln vor dem Tod schützen – viel, viel wichtiger ist, dass sie in Würde sterben können und, dass sie ihren Seelenfrieden finden. Der Tod steht bei ihnen sowieso vor der Tür - man muss ihnen helfen, sich damit abzufinden.“

„Puh – was Sie nicht sagen – eigentlich muss ich Ihnen Recht geben. Aber alles, was Sie da schildern, hätte große Weitsicht gefordert. So denkt der Mensch nicht, und schon gar nicht die Politik. Gewählte Politiker brauchen schnelle, sichtbare Erfolge - sie wollen schließlich wiedergewählt werden."

„Eine Schattenseite der Demokratie."

„Jetzt schlägt's dreizehn! Ein Feind der Demokratie sind sie wohl auch noch?“

„Ich habe nur eine Schattenseite benannt.“

„Was arbeiten Sie eigentlich sonst, wenn ich fragen darf?“

„Ich wollte eine Erzieherausbildung machen, aber jetzt waren alle Kitas zu. Ich konnte keine Praxisstelle finden.“

„Wollen Sie das alles Ihren Kindern auch beibringen?“

„Was?“

„Na zum Beispiel, dass der Tod ihnen Erlösung bringt.“

„Naja – gern würde ich ihnen die Angst vor dem Tod nehmen – aber wie soll das heute noch gehen? Die gesamte Gesellschaft verhält sich, als wäre der Tod selbstverständlich das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann. Todesfurcht spricht ihnen entgegen aus jedem einzelnen maskierten Gesicht - sei es die des Trägers, oder die derer, für die man diese Masken trägt. Da bringt man einem Kind bei: Wenn die Oma stirbt, kommt sie in den Himmel – aber im nächsten Satz verbietet man ihm alles Mögliche mit der Begründung, dass sonst vielleicht, mit einer winzigen Wahrscheinlichkeit, die Oma sterben könnte. Ist das glaubhaft?“

„Kinder machen sich so keine Gedanken über den Tod.“

„Manche schon – mehr, als man denkt.“

Der Zeiger der Bahnhofsuhr rückte auf fünf vor sechs.

„So – Schicht am Schacht – Sie können sich schon mal umziehen, ich halte hier noch die Stellung.“

„Warten Sie“, bat Herr Gruber, „Wollen wir uns morgen vor der Arbeit mal treffen – dann könnten wir ja weiterreden.“ Er wusste selbst nicht, wieso ihm das so plötzlich kam. Eigentlich hatte er selbst ja kaum mitgeredet.

„So – wenn Sie wollen“, meinte Herr Rudolf. Vielleicht lächelte er unter der Maske. „Ich habe Zeit“

„Ich auch – ja“ sagte Aron, „Um acht in dem kleinen Café dort?“ Er deutete auf die andere Straßenseite.

„Wie Sie meinen.“

Herr Gruber ging hinter das Zelt und begann seinen weißen Anzug auszuziehen. Hatte er Freunde gefunden? Diese Beiden waren jung und freuten sich ihres wachen Verstandes. Seiner war eingerostet und er hatte kaum noch Lust, ihn wieder zu ölen. Staubig und blutleer waren diese ganzen Diskussionen – aber irgendwie musste man doch Gemeinschaft pflegen – auch wenn die ganze Welt ein Risikogebiet war.
 
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MRG

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Hallo @moma,

ich teile hier meinen eigenen subjektiven Leseeindruck und muss sagen, dass ich deine Geschichte interessant fand. Es war nicht meine Lieblingsgeschichte, aber ich habe sie trotzdem interessiert gelesen. Ich glaube das lag vor allem an den unterschiedlichen Positionen und den Konflikten in den Dialogen. Hier meine Eindrücke:

„Warten Sie noch einen Augenblick, ich muss hier noch desinfizieren.“
Mir hat jemand hier im Forum den Tipp gegeben nicht mit direkter Rede zu beginnen, sondern mit einem Ort. Ich glaube, dass ich das bei deiner Geschichte auch besser gefunden hätte.

Weil die Nächste ihn mit seiner Maske nicht verstand, gab Herr Grober ihr einen Wink.
Ich habe mich gefragt worauf sich die Nächste bezieht. Mir würde es besser gefallen, wenn du das präzisierst.

und warf alles vielleicht Kontaminierte
Das "vielleicht" würde ich streichen, liest sich nicht gut.

Wenn die Menschheit um ihre Gesundheit besorgt war, hatte die Umwelt wohl endgültig nichts mehr zu hoffen.
Hier steckt einiges an Wahrheit drin, gibt deinem Text etwas tiefsinniges.

Ein ungeheuer hübsches Gesicht kam zum Vorschein.
Ungeheuer hübsch? Das passt für mich nicht zusammen.

„Soso – Sie haben’s wohl mit der Kirche? Mit Himmel und Auferstehung und so weiter? Naja – wenn Sie das wirklich glauben – bitteschön. Sie sind also einer dieser Maßnahmengegner?“
Guter Dialog, hat mir gefallen und direkt den Konflikt zwischen den unterschiedlichen Positionen unterschrieben.

Herr Gruber war über seine eigene Dreistigkeit erstaunt – welcher Andere würde es wagen, sich „Religionswissenschaftler“ zu nennen, wenn er seit zwanzig Jahren nichts getan hatte, außer Briefe und Werbung in irgendwelche Briefkästen zu stopfen?
Musste hier schmunzeln, finde ich gut geschrieben.

„Sie sind ein Spinner – ein Fanatiker sind Sie!“
Verstärkt den Konflikt, funktioniert für mich.

„Mei Mann hat so Angst vorm Stear’m, des glaams garnet“, fuhr die Alte fort, „I bin immer in mei Kirch ganga. Aber jetzt hoams mi ja nimmer lassn – di soang, i kennt vielleicht stear’m an dem Virus. Na, wenn’s da Herrgot so wui, sog i, i will in mei Kirch! Wissen’s, was do soang? Des geht net nur um Sie, soangs, des is aach für andere Leit, dass die net vielleicht stear’m. Aber i hoab mei Leben loang für andere Leit gerackert, soag i, jetzt will i in mei Kirch gehn, i woaß ja net, wie lang i no leb! Jetz hams die Kirch wiader aufg’macht aber jetzt lassen’s mi net eini ohne dearane Maske. Aber i ertrag des net – i ko gar net atmen mit die Dinger!“
Ich muss sagen, dass ich den Dialekt ambivalent bewerte. Auf der einen Seite gibt es deinem Dialog wohl etwas authentisches, aber auf der andere Seite muss ich mich als Leser deutlich mehr konzentrieren und das hat meinen Lesefluss beeinträchtigt.

Man muss alte Menschen nicht mit allen Mitteln vor dem Tod schützen – viel, viel wichtiger ist, dass sie in Würde sterben können und, dass sie ihren Seelenfrieden finden.
Das habe ich als Beispiel herausgenommen, weil mir generelle aufgefallen ist, dass die jeweiligen Positionen gut ausgearbeitet sind. Zumindest hatte ich den Eindruck, dass die unterschiedlichen Seiten gut beleuchtet werden und mich haben sie zum Nachdenken angeregt.

„Kinder machen sich so keine Gedanken über den Tod.“

„Manche schon – mehr, als man denkt.“
Sehr gute Stelle, steckt für mich viel Wahrheit drin.


„So – wenn Sie wollen“, meinte Herr Rudolf. Vielleicht lächelte er unter der Maske. „Ich habe Zeit“

„Ich auch – ja“ sagte Aron, „Um Acht in dem kleinen Café dort?“ Er deutete auf die andere Straßenseite.
Musste bei dem Ende schmunzeln, die Situation hat etwas surreales - funktioniert für mich.


Insgesamt fand ich deine Geschichte interessant und besonders der Konflikt innerhalb deiner Dialoge hat mir gefallen. Ich finde, dass du den Anfang noch weiter überarbeiten kannst. Denke, dass in den ersten Sätzen noch mehr Interesse geweckt werden sollte. Ansonsten habe ich die Geschichte gerne gelesen.


Beste Grüße,
MRG
 
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Lieber @MRG,

vielen Dank für Deine Einschätzung. Ich freue mich, dass Dir die Geschichte gefallen hat. Die Vorschläge habe ich umgesetzt, nur den Dialekt habe ich stehenlassen. Ich verstehe, dass er das Lesen erschwert, aber mir scheint, es würde zu viel an Lebendigkeit abhandenkommen, wenn man diese ganze ohnehin sehr kopflastige Geschichte auch noch dieses Stücks Bodenständigkeit und Lebendigkeit berauben würde. Das "vielleicht Kontaminierte" habe ich auch stehenlassen, denn es ist ja nicht im Mindesten gesagt, dass sich irgendwo auf den Papieren und Handschuhen auch nur ein einziges Coronavirus befindet. Ansonsten habe ich meiner Geschichte aber noch mal einen neuen Anfang gegeben und auch sonst noch hier und da etwas hinzugefügt. "Ungeheuer hübsch" ist zu "unglaublich hübsch" geworden. Wenn Du Lust hast, sieh' es Dir doch noch einmal an.

Viele Grüße,

Moritz Mayer
 
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12.04.2007
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5.740
Niemand hatte sich so dicht um jenen Sinnstifter gedrängt wie die allersinnlosesten Existenzen – so dicht, dass sie alle zusammen erglüht und zu einem neuen Licht für die Welt geworden waren. Aber wie war dieses Licht seither ermattet! Hatte man je gehört, dass wegen einer Epidemie alle Kirchen hatten schließen müssen? Nicht einmal während der großen Pest hatten plötzlich nirgendwo mehr Gottesdienste stattgefunden. Aber die Menschen hatten seitdem solche Angst vor dem körperlichen Tod bekommen, dass sie es vorzogen, ihre Seele zurückzustellen.
[…]
„Sie sind ein Spinner – ein Fanatiker sind Sie!“

Schön, mal wieder was von Dir zu lesen, wenn auch alles andere als ein Märchen,

lieber Moritz -

und dann gleich so ein Hammer über Gott und die Welt unter Corona – wobei das obige Zitat über den Schwarzen Tod inhaltlich gar nicht zum Vergleich taugt und in den „allersinnlosesten Existenzen“ vermuten lässt, dass der Sprecher den Begriff des „Untermenschen“ noch kennt und gar gut getarnt gelegentlich in Adjektiven/Attributen versteckt.

Und was ist „Nächstenliebe“ anderes als die (politisch/soziale) Solidarität, die keines wie auch immer gearteten Glaubens bedarf. Was ich – selbstverständlich – als historisch interessierter Mensch scharf fände, wäre der Hinweis, dass der Rattenfloh, der die Pest über den gleichen Weg brachte, über den Corona momentan in Schüben reist, die „Seidenstraße“ als Stand der damaligen Globalisierung. Für China brachte die Pest das Ende der Pax mongolica und in Europa wurde die Ratte als Fernwaffe (via Katapult) zur Kriegswaffe – aber das Positive: nach der Pest begann die Renaissance und mit ihr der Aufstieg Euopas. So wird Corona auch eine Zeitenwende bedeuten ...
für alle Seiten. Das wird ein Trumple nicht verhindern können ...

Flusenlese

Herr Grober wischte in aller Ruhe Tisch und Stuhl ab, wechselte seine Handschuhe und warf alles vielleicht Kontaminierte in den Mülleimer.

Nee, jedes verwendete Teil -ob kontaminiert oder nicht – wandert in den Müll, insofern ist vielleicht sogar „vielleicht“ entbehrlich

„Ja.“ Ein ungeheuer hübsches Gesicht kam zum Vorschein.
Aber da ist doch kein Ungeheuer! Schau mal unter Duden.de, wie viele Synonyme (über 200!) es zu „ungeheuer“ gibt. „Außergewöhnlich“ wäre schon angemessener

Eine Flüchtigkeit
Die wachen, leuchtenden Augen standen dich[t] beisammen, die Nase war schmal und spitz, der Mund zwischen zwei Grübchen schien gar nichts anderes als freundliches Lächeln zu kennen.

„Sagen Sie AAAAAAAAAAAh!“
Aaaarg comichaft, lautschriftlich stünde da nur [a:], ob zwo oder unendlich viele „a“s da stünden. Zwo reichen – oder, um nicht mit dem einfachsten deutschen Wort aus Kindermund verwechselt zu werden, warum kein Dehnungs-h?

Der junge Informatiker leitete das Camp und war der einzige, der die Computerprogramme, welche die Daten der Probanden verarbeiteten, verstand.
Zwar nix falsch, aber warum eine schwache Klammer, denn der Relativsatz sicherlich nur das Programm meinen kann?

Er hatte seine erfolgreicheren früheren Mitstudenten in all den Jahren viel für dieses Intellektuellendasein beneidet und verachtet, aber nie gewusst, ob er sie aus Neid verachtete, oder aus Verachtung beneidete.
Komma weg! Es ist ein schlichter Vergleich

„Eigentlich ist das Christentum – und das Judentum auch – ja aus dem Glauben von ägyptischen Sklaven entstanden“, meldete er sich zu Wort,
Da findet der Flachsinn des Eigenzitates eine Ergänzung. Vgl. etwa hierorts
Der Moses Roman des Sigmund Freud

Erst seit wenigen Monaten, seit seine Kniee endgültig nicht mehr mitspielten, …
Knie – Singular und Plural identisch

Gerade noch war er Feuer und Flamme für dieses Gespräch gewesen, aber schon ödete dieses ganze Gequatsche Herrn Gruber wieder an.
Auch nix falsch – aber das „gewesen“ klingt nicht nur nach „verwesen“, ist aber entbehrlich, weil die Kombination „Gerade …, aber …“ die Begeisterung begrenzt, geradezu "aber" das Ende der Begeisterung bedeutet

Seinen Oberschülersatz, den er dazu beigetragen hatte, hätte er am liebsten wieder hinuntergewürgt.
Besser „heruntergewürgt“ im Sinne der Unterscheidung „komm her (zu mir)“ zum andern „geh hin (zu dem)“

Der Zeiger der Bahnhofsuhr rückte auf fünf vor Sechs.
„sechs“, weil ein verschwiegenes „sechs Uhr“

„So – Schicht am Schacht – Sie können sich schonmal umziehen, ich halte hier noch die Stellung.“
auseinander, weil eigentlich ein verkürztes „schon einmal“

Eigentlich hatte er selbst ja fast nicht mitgeredet.
Warum zwo, wenns ein Wort tut: „kaum“

„So – wenn Sie wollen“, meinte Herr Rudolf. Vielleicht lächelte er unter der Maske. „Ich habe Zeit“
PUNKT!

„Ich auch – ja“ sagte Aron, „Um Acht in dem kleinen Café dort?“
„Um acht“ (weil eigentlich, siehe unter sechs … weiter oben)

Herr Gruber ging hinter das Zelt und begann, seinen weißen Anzug auszuziehen.
Komma vorm Infinitiv weg, weil sonst das Komplexe Prädikat zerstört wird


Genug für itzo,

außer vllt. noch die Anmerkung, dass ich übrigens den dialekt(ischen) Teil sehr schön finde. Man sollte Dialekte und Soziolekte, selbst die Kindersprache - wenn denn ein Kind spricht - und die Jugendsprache der jeweiligen Zeit einfließen lassen in die wörtl. Rede, selbst grammatische Fehler (es gibt keine Grammatik der gesprochenen Sprache!) Wer weiß denn schon im voraus, wie weit sie unser "amtliches" Deutsch verändert/n und somit die Grammatik. In einer Geschichte lass ich sogar Gotisch sprechen - und garantiert wird verstanden, was da gesagt wird.

Schönes Wochenende - was immer Du darunter verstehst - ausm Pott!
 
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Lieber @Friedrichard

vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich habe fast alles nach Deinen Ratschlägen ausgebessert, außerdem überhaupt noch hie und da etwas hinzugefügt. Übrigens war ich selbst zwei Wochen lang auf einer solchen Teststation kurzfristig beschäftigt.

Was ich nicht verstehe - warum meinst Du, dass der Vergleich mit der Pest so sehr hinkt? Natürlich leben wir in einer anderen Zeit, aber man darf doch auch verschiedene Zeiten vergleichen, oder?

Das mit den "Allersinnlosesten Existenzen" - naja, es war eben typisch für Jesus, sich mit allen menschlichen Existenzen zu beschäftigen, die allgemein als das Letzte vom Letzten galten und all jene anzuziehen, die ihr eigenes Leben als sinnlos empfanden.

Der Flachsinn von Herrn Grubers Gesprächsbeitrag war gewollt - er wird ja später auch "Oberschülersatz" genannt. Er ist ein älterer, ehemaliger Student der Religionswissenschaften, dem eben, wenn er in seinem Gedächtnis nach einstmals Gelerntem kramt, zuerst Plattheiten einfallen.

Aber wie auch immer - wie gesagt, ich freue mich über Deine Rückmeldung

Moritz Mayer
 
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Was ich nicht verstehe - warum meinst Du, dass der Vergleich mit der Pest so sehr hinkt? Natürlich leben wir in einer anderen Zeit, aber man darf doch auch verschiedene Zeiten vergleichen, oder?
Fragstu, lieber Moritz,

und sicherlich kann man Zeiten wie jedes andere „vergleichen“ und oft geschieht es ja auch recht gedankenlos ("wir wollen unsern Kaiser W. wiederhaben!" oder "bei Adolf konnte man noch nachts allein über die Straße gehen", und zu Pest-Zeiten galt nicht nur gelegentlich der "Jude" als Ursache ... vergiftete Brunnen u. a.), denn ein Regenwurm ist genauso ein Lebewesen wie der Elefant, die Mütze kleidet einen so gut wie der Schuh und doch wird keiner sich den Schuh auf den Kopf stülpen und den Fuß in die Mütze schieben


– aber beim „Schwarzen Tod“ im 14. Jh. wusste niemand, was da geschah, erkannte nicht die Ursache und im religiösen Wahn vermutete man dahinter eine Strafe Gottes (deshalb die offenen Gotteshäuser), geißelte sich und kippte seine Ausscheidungen (flüssige wie feste) i. d. R. auf die Straße.
Geschätzt 1/3 der europäischen Bevölkerung fiel dem Schwarzen Tod zum Opfer. Und selbst das frühe 20. Jh. lässt sich nicht vergleichen, als die „Spanische“ Grippe 1918 f. mehr Menschen dahinraffte als der Erste Weltkrieg Leben kostete

Z. T. gebar die Angst sogar Kulturgüter wie etwa den Volkstanz „Tarantella“, weil man den Biss der gleichnamigen Spinne in Süditalien für die Ursache hielt.

So, genug geplaudert, die Sendung mit der Maus rückt näher und das Frühstück …

Schönen Sonntag noch wünscht der Friedel!
 
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Lieber @Friedrichard,

sicher, hundertprozentig kann man das nicht vergleichen - es gibt auch andere Gründe, als die zunehmende Angst vor dem Tod, weshalb man Epidemien heute anders begegnet. Aber die Letztere ist doch wohl auch ein Hauptgrund. Dadurch, dass der Tod sich heute meist nicht mehr, wie in früheren Zeiten, mitten im Leben abspielt, sondern größtenteils in abgeschirmten, völlig natur- und alltagsentfremdeten Kliniken seine Ernten hält, haben die Schwierigkeiten, ihn als etwas Natürliches und zum Leben Gehörendes zu begreifen, zweifellos enorm zugenommen - man kann den medizinischen Fortschritt an sich nicht schlechtreden, aber dies ist sicherlich eine seiner großen Kehrseiten. Bestimmt hat man früher - auch wenn man nicht wusste, was Bakterien oder Viren waren - auch gewusst, dass man sich auf engem Raum anstecken konnte - aber wenn man früher wegen jeder Krankheit mit zwei oder drei Prozent Sterberate alles dichtgemacht hätte, hätten die Menschen nur noch zu Hause sitzen können. Masern, Krupp, Röteln, ganz zu schweigen von Cholera, Typhus, Lepra und Tuberculose - irgendetwas davon war fast immer irgendwo in Umlauf.

Falls Du noch einmal Zeit und Lust hast, lies Dir meinen Text doch noch einmal durch. Ich habe ihn inzwischen überarbeitet und noch einiges eingefügt. Ich würde mich freuen, denn ich würde diesen Text gern bei einem Wettbewerb einreichen

( bei SCIVIAS Literaturpreis 2021 (Ausschreibung) - Risikogebiet - Was Krisen aus uns machen)

Viele Grüße und schönen Sonntag,

Moritz Mayer
 
Zuletzt bearbeitet:
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Ja, da bin ich noch mal,

lieber Moritz,

und für den Wettbewerb drück ich Dir schon mal die Daumen!
Und was unbedingt bereinigt werden muss ist der Namenswandel des „Herrn Grober“ zum „Gruber“ (der häufiger genannt wird als der Name der gleichen Person am Anfang und das gute Dutzend „vielleicht“ könnte auch eingeschränkt werden – der Duden (Synonyme zu vielleicht | Anderes Wort für vielleicht | Duden) nennt und kennt 33 Synonyme. Auch das eine oder andere Adjektiv lässt sich vermeiden wie etwa beim „(unglaublich) hübschen Gesicht“. Und das langgezogenen [a:] in seinen Varianten wirkt schon ein bisschen kindlich.

Ich hatte mir die Fassung
Zuletzt bearbeitet: Gestern um 20:53
heruntergezogen und kurz vor Mittag beackert.
Es können also durchaus hier dargestellte Korrekturen schon durchgeführt sein.

Aber der Reihe nach!

Es war später Nachmittag. An der Teststation am Münchener Busbahnhof ging eine Schicht zu Ende. Die provisorisch aufgebauten Zelte flatterten ein wenig im Wind.

Herr Grober wischte in aller Ruhe Tisch und Stuhl ab, wechselte seine Handschuhe und warf alles vielleicht Kontaminierte in den Mülleimer.
Fürs „vielleicht“ bietet sich zB „möglicherweise“ an

Wenn die Menschheit um ihre Gesundheit besorgt war, hatte …
Ist sich Herr G. bewusst über die Größe der Menschheit – ein Wort/Begriff, der ja genau genommen alle Generationen einschließlich der gewesenen wie der kommenden umfasst …?

Herr Gruber war fertig. „Kommen Sie rein!“ Ein junges Mädchen mit einer prall gefüllten, lackierten Handtasche und einer kuriosen Maske, die die Nase bis zwischen die Augen und auch Kinn und Wangen vollkommen verhüllte, betrat das Testzelt.

„Setzen Sie sich. Frau Karolina Wagner?“
Jetzt versteh ich ein bisschen, warum gleich aus Gruber Grober wird – er spricht den puren Imperativ als Befehl auch ohne Ausrufzeichen und nicht als Bitte, als wenn ein „setzen Sie sich bitte“ weniger Erfolg hätte als der Befehl …

hab ich anfangs schon erwähnt
Ein unglaublich hübsches Gesicht …

„Sagen Sie Aaa!“

„Aa“
Beim einfachsten Wort der deutschen Sprache fehlt das abschließende Satzzeichen.
Der Duden schreibt dazu: „Kindersprache“ und den Rest erspar ich uns.
Warum nicht einfach ein Dehnungs-h?

„Naja – aber ist doch wahr – was hat der Mensch denn Wichtigeres, als sein Leben?
„wichtigeres“ und weg mit dem Komma beim Vergleich! Und hier
Jedes verletzte Tier protestiert, indem es weiterhumpeltKOMMA und wenn es tödlich verletzt ist, protestiert es bis zum letzten Atemzug – wenn …
der Relativsatz ist zu Ende und das „und“ fügt dem ersten Hauptsatz einen Konditionalsatz („wenn …“) an, der zu einem zwoten Hauptsatz („es protestiert ...“) gehört (nur zur Entschlüsselung!)

..., diese alte, ehrgeizige Intellektuellen-Eitelkeit, die sich in jede Diskussion, die ihr tiefsinnig erschien, erstmal einschalten und erst dann überlegen wollte, ob …
„erst mal“ auseinander, weil ein verkürztes „erst einmal“ ist

„Also – wir meinen mit Risikogebiet[...]…“
direkt am Wort behaupten Auslassungspunkte, dass da wenigstens ein Buchstabe fehle – was nicht der Fall ist.
Also i. d. T. eine Leerstelle zwischen Wort und Auslassungspunkten

„Puuh!“, machte die Alte, „Schaun’s, dass‘ recht schnell a Ergebnis hoam – …
„schaun‘s“ mit Minuskel oder Punkt nach der Alten

Eine eigenartige Frau, dachte Herr Gruber.
„Sagen Sie Aaah!“

„Aaaaaaaaaaaaa.“
Immer noch Comic - muss doch nicht sein, wenns doch vorher einfacher geht . Oder?

„Jetzt schlägt's Dreizehn! Ein Feind der Demokratie sind sie wohl auch noch?“
„dreizehn“
Zahlwörter i. d. R. mit Minuskel – ähnlich wie ander und beide, „ander“ war bis Luther „zwei“ (schwingt noch im „anderthalb“ mit – mehr als eins aber weniger als zwei). Die Ausnahme bilden die beiden [‘pa:r], paar als unbesrimmte Menge und Paar als Zweiheit

„So – wenn Sie wollen“, meinte Herr Rudolf. Vielleicht lächelte er unter der Maske. „Ich habe Zeit“
wie schon mal weiter oben: Punkt nicht vergessen!!

„So – Schicht am Schacht – Sie können sich schon[...]mal umziehen, ich halte hier noch die Stellung.“
auseinander, weil ein verkürztes „schon einmal“

So viel für heute und viel Erfolg!, wünscht der

Friedel
 
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28.04.2016
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Lieber @Friedrichard,

danke für Deine Hilfe. Das mit dem "Wichtigeres" sieht das Rechtschreibprogramm von Microsoft anders - aber es gibt wohl W/wichtigeres als das. Herrn Grubers etwas unfreundliches "Setzen Sie sich." habe ich stehenlassen, weil es zu seiner schlechten Laune passt.
Außerdem habe ich inzwischen noch eine kleine Episode eingefügt. Wenn Du noch einmal Zeit hast, kannst Du mir vielleicht schreiben, ob sie sich Deiner Meinung nach in den Text gut einfügt - ich kann das selbst schwer übersehen.

Viele Grüße,

Moritz
 
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„Hat den Lockdown eigentlich irgendwer ohne Dachschaden überstanden?“, fragte Herr Rudolf, „die einen fabulieren vom Jenseits, die andern von Microchips, die dritten sieht man allein mit Mundschutz in ihrem Auto sitzen – nicht zu fassen!“

Moin, Moritz,

ja, interessanter – weil zu der ganzen Misere gehörender Teil – aber da würd ich Namen, trotz aller Aufregung, korrekt schreiben (ob ein Sprecher den Namen korrekt zu schreiben weiß, ist uninteressant, wenn er (der Sprecher) ihn (den Namen) korrekt ausspricht. Da hat der Schriftführer behutsam einzugreifen. Und wie schon oft gesagt, es gibt keine Grammatik der gesprochenen Sprache – und es wäre auch abenteuerlich, ein verfassen zu wollen mit all den individuellen potentiellen und doch zulässigen, weil immer noch inhaltlich verständlichen Abweichungen. Spräche ich Mittelhochdeutsch, Du würdest mich wahrschein verstehen (was soll etwa an "ih kam gegangen" unverständlich sein? und du wüsstest, dass am Anfang am "ih" kein Dehnungs-h, sondern der Reibelaut steht, den wir heute "ch" ausschreiben.)
Aber - und das scheint mir Dein eigentliches Problem zu sein, denn zugleich tappstu wie schon an anderer Stelle in die Falle der Auslassungspunkte – Du erinnest Dich …? - und ab und zu vergisstu das Abschlusszeichen, bei einem einsame "Ah" schon das dritte Mal. Leseschwäche?
Aber zum Namen
Wenn, dann kommt das von ganz oben – vom Billgates, sagt meine Freundin. Oder vom Obama vielleicht – der soll ja da auf den Fidschiinseln…“

Nun würd ich mich kindlich freuen, wenn's mal zu einem Gegenbesuch käme ... und dass ich die Daumen drücke weißtu ja schon. Für mich bleibt der dialektische Teil der wirkliche Hammer, Der würde auch allein Bestand haben.

Tschüss und bis bald

Friedel
 

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