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Heimliches Treffen

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20.02.2004
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Heimliches Treffen

Ein lustvolles Stöhnen entwich ihren leicht geöffneten Lippen, während seine Hände zärtlich über ihre sonnengebräunte Haut glitten. Leidenschaftlich küsste sich das Liebespaar. Von ihrer Umwelt nahmen sie nicht mehr wahr.

Es gab nur noch die Beiden, in ihrer kleinen selbstgeschaffenen Welt. Weder die Spaziergänger, die wenige Meter neben ihnen, ihren Abendspaziergang beim Sonnenuntergang genossen, noch den Hund, der gerade schnüffelnd an ihnen vorbeigekommen war, registrierten sie. Ihre Picknickdecke war für sie eine einsame Insel geworden, auf die von Außen nichts hereindrang.

Langsam kneteten seine Hände ihre Brüste, umspielten zart ihre aufgerichteten Knospen. Ein Beben erschütterte ihren nackten Körper.

Zu lange hatten sie sich nicht mehr gesehen, nicht mehr gespürt, nicht geschmeckt. Seit der Trennung waren viele Jahre vergangen, eine kurze, aber heftige Jugendliebe war es damals gewesen. Ein wunderschöner und stürmischer Sommer, mehr nicht. Danach hatten sie sich aus den Augen verloren, wie es so oft geschieht, wenn man erwachsen wird.

Und dann, vor wenigen Tagen begegneten sie sich zufällig im Supermarkt. Auf Anhieb stellte sich die alte Vertrautheit wieder ein, als wäre nie Zeit vergangen, seitdem sie sich zum letzten Mal begegneten.

Sie hatte ihn nie vergessen, immer wieder an ihn gedacht, sich gefragt, was er wohl jetzt macht, wie es ihm geht. Auch er dachte an sie, zwar war sie nicht immer präsent, doch hin und wieder erinnerte er sich leicht wehmütig an sie.

Sie sah genauso umwerfend wie damals aus. Das gleiche verschmitze Lächeln, die Sommersprossen auf der Stupsnase und das kleine Grübchen auf der Wange, wenn sie lächelte. Die Lachfältchen in ihrem Gesicht, machten sie nur noch schöner.

Auch er hatte sich kaum verändert. Die Brille war neu. Das nussbraune Haar zeigte leichte graue Strähnchen an den Schläfen, was ihn nur noch attraktiver machte. Das markante Kinn verlieh seinem Gesicht das männliche, selbstbewusste Aussehen, was sie bei Männern schon immer anziehend fand.

Und nun standen sie voreinander, nach fast 20 Jahren, sie lachten, erzählten und es war einfach schön sich wiederzutreffen. Fast mechanisch erledigten sie nebenher ihre Einkäufe, und schließlich, als sie die Kasse schon längst hinter sich gelassen hatten, war die Zeit der Verabschiedung gekommen. Fast widerwillig, nicht ohne vorher die Handynummern ausgetauscht zu haben, verabschiedeten sie sich.

Auch wenn keiner es aussprach, so wussten Beide, es war nicht das letzte Mal, sie würden sich wieder sehen. Egal wann, wo und wie.

Nach einigen Tagen hatte er es einfach nicht mehr ausgehalten und ihr eine sms geschrieben:

Heute um 20 Uhr an unserer alten Lieblingsstelle?

Ganz ohne Gruß, sie würde es schon verstehen, was er meinte.

Den ganzen Tag war sie nervös gewesen, hatte sich auf das Wiedersehen gefreut, dann war sie wieder unsicher. Sollte sie gehen? Wohin sollte das führen? Besser zu Hause bleiben. Er war schließlich verheiratet, hatte Kinder, und dennoch, als der Zeiger der Uhr unerbittlich vorrückte, zog es sie, trotz aller Bedenken, fast magisch, zu ihrem Lieblingsplatz am See hin.

Er war schon dort, saß auf einer Picknickdecke, zwei Sektgläser in der Hand und die Flasche Sekt war im seichten Wasser kaltgestellt.

„Schön, dass du gekommen bist“ Er strahlte über das ganze Gesicht, seine Freude sie zu sehen, war ihm deutlich anzumerken. Sicher war er sich nicht gewesen, ob sie kommen würden, aber er hatte es gehofft. In den letzten Tagen konnte er nur noch an sie denken, sich auf nichts anderes konzentrieren. Es war wie ein innerer Zwang sie wieder zu sehen. Wieder aller Vernunft hatte er heute zum Handy gegriffen und ihr geschrieben.

Ihr Herz schlug schneller, als sie ihn dort sitzen sah, es war wie damals, als sie noch jung waren. Hier hatten sie sich immer getroffen, heimlich, denn ihre Eltern hätten es niemals akzeptiert, wenn sie sich mit Jungs verabredet hätte.
Nichts hatte sich verändert. Noch immer hatte er die gleiche unwiderstehliche Anziehungskraft auf sie, gegen die sie sich schon früher nicht wehren konnte.

Lächelnd setzte sie sich zu ihm auf die Decke, nahm ihm schweigend das Glas aus der Hand, schaute ihm tief in die blauen Augen. Der Wind wehte schwach, die Sonne versank gerade am Horizont, die Grillen zirpten im Gras.

Mit einer zärtlichen Bewegung strich er ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
Sie schauten sich tief in die Augen. Mit leicht geöffneten Mündern näherten sich ihre Gesichter, bis ihre Lippen sich berührten. Erst war es ein zärtlicher, fast unschuldiger Kuss, der aber schnell leidenschaftlicher und fordernder wurde.

Wie hatte er das vermisst, sie schmeckte so süß wie Honig. Ihre Haut war so zart wie die eines Kindes. Er wollte sie spüren, hier und jetzt. All seine Bedenken hatte er über Bord geworfen.

Sie fühlte genauso. Sie wollte sich ihm hingeben. Ihre Nackenhaare stellten sich auf, als er an ihrem Ohrläppchen knabberte und sanft ins Ohr hauchte. Ein wohliger Schauer breitete sich über ihren ganzen Körper aus. Jede sanfte Berührung ließ sie aufstöhnen. Erst zärtlich streichelnd dann immer fordernder ließ er seine Hände über ihren Körper wandern. Seufzend öffnete sie ihre Schenkel, um ihm zu zeigen, wo sie gestreichelt werden wollte. Seine Finger glitten fast automatisch in sie hinein. Sie war so wunderbar feucht und bereit ihn in sich auf zu nehmen.

Doch noch war er nicht bereit, ihr das Gewünschte nicht geben, sein Verlangen war groß, dennoch zögerte er den Akt an sich hinaus. Unter seinen Händen sollte sie den Höhepunkt erreichen. Er wollte sehen und spüren, wie sie zum Orgasmus kommt. Erst dann wollte auch er sie ganz spüren, sich mit ihr vereinigen.

Sie bäumte sich unter seinen Händen auf, stöhnte, zuckte und dann mit einem langem, fast erleichtertem Seufzen entspannte sich ihr Körper wieder. Ihr Atem ging unruhig, ihre Wangen waren gerötet, einige Haarsträhnen klebten verschwitzt an ihrer Stirn und sie zitterte am ganzen Körper. Langsam öffnete sie die Augen, lächelte ihn an und zog ihn dann auf sich. Sie wollte ihn spüren und zwar sofort.

Er drang erst langsam, Zentimeter für Zentimeter in das noch immer pulsierende Nass. Ihre Wärme, dieses Gefühl der Enge ließ ihn laut aufstöhnen. Wie sehr hatte er sich danach gesehnt. Voller Gefühl fing er an sich zu bewegen, wurde immer schneller, wollte es jedoch so lange wie möglich genießen, verlangsamte darum er sein Tempo. Ihr Becken hob und senkte sich im gleichen Rhythmus. Sein Atem ging immer schneller, ihre Fingernägel bohrten sich immer tiefer in die Haut seines Rückens. Dieser leichte Schmerz erregte ihn nur noch mehr. Immer wieder musste er eine kurze Pause einlegen, verharrte sekundenlang regungslos auf ihr, um nicht vorzeitig zu kommen. Ihre Hände streichelten seinen Rücken, kneteten seinen kleinen muskulösen Po. Und dann konnte er einfach nicht mehr. Er zuckte, stöhnte laut, spannte sämtliche Muskeln seines Körpers an und ergoss sich in ihr. Es war wie eine Explosion in seinem, jede Faser schien zum Reißen gespannt zu sein.

Als er die Augen öffnete, stellte er fest, dass sie ihn beobachtet hatte. Ihre Hände wanderten zärtlich an seiner Wirbelsäule hinauf, streichelten seine schweißnassen Haare. Noch ein zärtlicher Kuss, dann trennten sich die Beiden seufzend von einander.
Erschöpft lagen sie Arm in Arm auf der Decke, streichelten sich liebevoll und schauten in den Sternenhimmel. Es war dunkel geworden, ohne dass sie es bemerkt hatten.

„Sehen wir uns wieder?“ Fragte sie leise mit fast ängstlicher Stimme.

„Es geht nicht, es tut mir leid, meine Familie braucht mich.“ Seine Stimme war belegt und zitterte.

Er wollte sie nicht wieder verlieren, doch er musste zurück in sein Leben, durfte nicht alles hinwerfen, auch wenn es schon lange keine glückliche Ehe war. Seine Kinder brauchten ihn.

Wortlos stand er auf, und zog sich an. Noch einmal nahm er sie, wortlos, in den Arm, drehte sich um und verschwand in der Dunkelheit.

Mit traurigen Augen schaute sie hinter ihm her. Leise flüsterte sie mit tränenerstickter Stimme: „Ich liebe dich“

 

Hallo Tessi,

ätschbätsch - war ja nur ein Traum! So komme ich mir grade als Leser vor und überlege mir, wieso diese Variante immer wieder verwendet wird - an zweiter Stelle nach dem Thema Suizid. Als Pointe zündet dieses Ende überhaupt nicht. Das, was vorher passierte, leider auch nicht. Klar, dass Grillen zirpen und die Sonne am Horizont verschwindet ...

Die Handlung ist einfach zu belanglos und austauschbar - keine Namen, keine Eigenheiten der Protagonisten - ein wenig Sex und das laue Ende.

Immerhin hast du keine formalen Schnitzer, so läßt sich die Geschichte gut lesen. Aber begeistern konntest du mich leider überhaupt nicht.

Liebe Grüße
bernadette

 

Hallo Tessi!

Ich bin jetzt auch nicht so begeistert. Nicht nur formal sondern auch inhaltlich ist die Geschichte ziemlich dürftig. Es läuft alles auf einen Traum hinaus, das ist eine ziemlich schlechte Pointe, zumal ich Pointen ohnehin nicht mag, nur in den seltensten Ausnahmen.
Damit die Pointe (alles nur geträumt) auch nur halbwegs funktioniert, muss der Part davor so realistisch sein, dass man als Leser nichts merkt. Und das hast du dir schon zu Herzen genommen, das Problem ist nur, dass Träume nicht realistisch sind. Träume sind absurd, seltsam, durchgeknallt, alles, nur nicht realistisch. Und das hier ist eindeutig zu nah an der Wirklichkeit. Ich will nicht behaupten, dass man tagtäglich einen Sunnyboy mit Sekt-Picknick im Park zu sehen bekommt. Eher in der Werbung. Die Pointe kann also meiner Meinung nach gar nicht funktionieren, zumindest wüsste ich nicht, wie.
Dazu kommt, dass deine Protagonisten alle furchtbar blass bleiben. Ständig wiederholst du, wie sehr sie sich nacheinander gesehnt haben, usw usf, aber ich kann mir darunter halt gar nix vorstellen. Du musst als Autor schon dafür sorgen, dass ich mich als Leser für deine Figuren interessiere, und das ist hier nicht der Fall, sie lassen mich völlig kalt.

Sorry für die harte Kritik. Aber probiers einfach nochmal.

Liebe Grüße,
strudel

 

Hi,

gebs ja zu, ihr habt recht, die Prots sind fade und die Pointe sch...!
Hatte eigentlich gerade dran gearbeitet, als mein Rechner sich beim Speichern aufgehängt hat..-Mist-
Werde mich die Tage nochmal dransetzen.
Trotz der negativen Kritik, danke euch zwei, werde versuchen mich zu verbessern. Bekanntlicherweise macht ja den Übung den Meister!

Lg Tessi

 

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