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Herostratos

AWM

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Herostratos

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Hallo AWM :)
Habe mir deinen schönen Text mal unter die Lupe genommen und muss sagen: Meinen Respekt hast du. Rechtschreibungsmäßig gibt es da echt nicht viel zu meckern. Die meisten meiner Korrekturvorschläge beschränken sich auf einzelne Begrifflichkeiten, die mir nicht gefallen, an deiner Geschichte aber auch nicht kratzen würden. Alles in allem eine echt großartige Kurzgeschichte über einen Mann, der dem Ende mit einem Knall entgegen geht. Tolle Leistung. Habe das Ende nicht kommen sehen, dachte mir nur "oh großer Gott" und war trotzdem überwältigt. Lange nicht sowas gutes gelesen.
Fangen wir mal an:
Vom Tod umzingelt schmeckt das Leben besser.
Großartiger Einstieg. Ich habe mich die gesamte Zeit über gefragt, wie alt dein Prot eigentlich ist. Wurde glaube ich nicht geklärt, oder? Naja muss ja auch nicht. Aber ich habe ihn mir um die/unter 40 vorgestellt.
Ich schmatze zwei, drei Mal nach
war das erste, was mich gestört hatte. Nachschmatzen? nennt man das so? Habe ich noch nie gehört. wenn du es behalten willst (ist ja auch Teil des Schlusssatzes) behalte es. Ich bin drüber gestolpert.
Meine Kniegelenke krachen
Muss das jetzt schon sein? Warum knacken sie nicht einfach? Oder protestieren? krachen finde ich etwas zu stark. Klingt natürlich sehr mächtig, aber ist das notwendig hier?
als ich mich wieder gefangen habe, tue ich so, als ob ich zu ihr hinübergehen will.
das habe ich überhaupt nicht verstanden. Warum tut er so als ob? Möchte er die Dame verarschen? Ist er sich selbst nicht sicher, ob er sie ansprechen will? Hier herrscht für mich Unklarheit als Leser.
Ich lasse mir bei der Auswahl übertrieben lange Zeit.
das "übertrieben" stört mich. Niemand im Raum würde es interessiern, meiner meinung nach, wie lange man in einem Wartezimmer die Zeitschriften überfliegt.
Ich trinke die halbe Flasche auf einmal hinunter.
Du benutzt es später im Text noch einmal. Aber ich würde hier trotzdem auch "kippe" statt "trinke" benutzen. eine halbe Flasche Wein trinkt man nicht in einem Zug. Von mir aus auch "Ich saufe die halbe Flasche" oder "vernichte die halbe Flasche"
Ich zappe weg. Spendenaufruf für Flüchtlinge in Griechenland, jedes Leben zählt. Zapp.
Super gut mit dem "Zapp" am Ende des Absatz.
weil ich noch in meinem Körper bin. Sein Schmerz fließt durch den Darm
Fand ich etwas verwirrend beim lesen. Du willst dabei den Körper vom Protagonisten distanzieren, oder? Deswegen benutzt du "Sein Schmerz". Musste ich nicht haben. Mir hätte auch einfach "Der Schmerz" genügt. Musst du wissen.
und wird so klar, dass die Spucke weg und die Zunge am Gaumen kleben bleibt.
mir würde tatsächlich doch: "dass die Spucke mir weg" besser gefallen. Habe es aber trotzdem verstanden.
und dass es nie aufhört.
warum nicht: "nie aufhören wird." ?
Das Problem ist immer lösbar. Das beruhigt.
Finde ich sehr schön verglichen mit seiner lösungslosen Situation.
und schleudert eine Lupe in die davor vorgesehene Halterung.
nicht eher "in die dafür vorgesehene Halterung." ?
knabbert die Frau sanft an einer Gurke, die sie zwischen Daumen und Zeigefinger hält und wirft dabei ihre Locken hinter die Schulter.
Tolles Bild. Hatte ich sofort problemlos vor Augen. Fande ich auch sofort unsympathisch an der Frau, die an seinem Tisch sitzt:D obwohl es eine völlig legitime Situation ist. Schön.
Die Oberflächen der Gin-Tonics kräuseln sich.
Mag ich auch richtig doll die Wortwahl.
In diesem Moment waren die beiden alles. Sie durften unter dem Eindruck großer Gefühle sterben. Andrenalingeflutete, platzende Körper im Trommelfeuer.
Hat mich richtig berührt. Dein Protagonist wünscht sich viel lieber in einer so schrecklichen Situation wie dieser des 1. Weltkriegs zu sterben, als sinnlos an einer Krankheit innerhalb seiner Lebenszeit, wo es niemals ein Foto von ihm in einer NTV Doku geben wird. Konnte ich mich schlagartig mit identifizieren, obwohl ich nicht in der Lage deines Prots bin. Tolle Stelle!
Die heutige Welt bietet uns keinen Grund zu sterben. Das hat mir das Leben unerträglich gemacht. Das macht mir das Sterben unerträglich.
1. Ich schwärme für solche Textstellen. Das sind die Höhepunkte deiner Geschichte. Diese Aussichtslosigkeit, das Dahinsiechen ohne Grund. Gute Arbeit.
2. gehört hinter Grund ein Komma? Bin mir nicht hundertpozentig sicher. Hätte eins gemacht.
Ich bin mir oft unsympathisch.
Kennen wir das nicht alle ab und zu? Super glaubwürdige Charaktereigenschaft. Toll. Vorallendingen ein Beweis dafür, dass der Unsympath, der dein Protagonist ist, durchaus noch dazu in der Lage ist, seine eigenen Gedanken und Taten zu reflektieren. Er mag es selbst nicht, wozu er geworden ist. Kann die Verwandlung aber auch nicht aufhalten, bzw. sieht keinen Sinn mehr darin, sie zu stoppen.
Ich habe mich nie entscheiden können, auf welcher Seite ich stehe.
"auf welcher Seite ich stehen möchte." fände ich schöner
Harm Laagay ist der beste.
"der Beste."
und sprühe aus rund dreißig Zentimetern Entfernung über den Lack.
das "rund deißig Zentimeter" kannst du ruhig weglassen
Aus meinem Briefkasten quellen die Salzburger Nachrichten über.
nachdem er endlich mal sein Abo abgeschlossen hat. Mag ich :D
obwohl ich sie seit mehr als eine Woche nicht gegossen habe.
"einer Woche" gefiele mir besser
Die Vorurteile des Protagonisten, fielen in sich zusammen.
Komma weg
Die zwei Kanister Benzin darauf fallen um, knattern über die Dachziegel und krachen gegen die Regenrinne.
woaaaaah... großartige Stelle. Hätte nicht gedacht, dass sein Tablet-Spiel noch einmal (und ich wiederhole) noch einmal einen so großen Sinn in dieser Kurzgeschichte hätte. Klasse abgerundet.
dass ich sterben werde und was das Nichts ist und dass es mich schon die ganze Zeit umgibt.
mir gefällt "umgeben hat" besser
Ich nehme einen großen Schluck aus meinem Flachmann und schmatze zwei, drei Mal nach.
und wieder das "nachschmatzen". kennste ja schon. ansonsten finde ich den Schlusssatz gelungen.

Eine echt tolle Geschichte, die du da fabriziert hast. Habe jetzt erst zum Schluss nochmal überhaut den Titel deiner Geschichte nachgegoogelt. Toller Titel. Passt super zum Ende und zu dem Fakt, dass er nicht sinnlos aus der Geschichte verschwinden will, sondern sich seinen Platz beibehalten möchte, wie diese zwei Soldaten in der NTV-Doku. Tolle Idee. Hatte eine Heidenfreude beim Lesen. Bin Fan. Ganz liebe Grüße
HerrSperling
 
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Hey @AWM ,

was hat dich geritten? Ein wahnsinns-Text. Gestern war ich unter dem von Peeperkorn unterwegs und mir sind die Augen fast herausgefallen und jetzt das. Diese Story ist krass, sie ist super gut geschrieben. Der Text ist auf jeden Fall nicht politisch korrekt und ich ahne, dass dir noch irgendwer dafür auf den Deckel geben wird. Ich jedenfalls nicht, weil ich die Art, wie du das machst einfach angemessen finde. Du zwingst mir diese Sichtweise nicht auf, klar romantisiert deine Figur das auch, aber ich kann das vom Erzähler trennen und das liegt nicht zuletzt daran, dass hier aus jedem Satz großes handwerkliches Können und großer Wille zur Differenzierung abstrahlt. Ein sehr starker Text, finde ich.
Einen kleinen Rundumschlag: Besonders gefällt mir diese Perspektive und die Art, wie du das so (wieder nicht mein Begriff) als Rollenprosa oder einfach mit einem sehr nahen Ich-Erzähler rüberbringst. Das ist eben nicht lazy, sondern Arbeit und es gelingt dir. Weiter finde ich die schiere Power deiner Beobachtungen überzeugend. Genau wie die Bilder, voller Lakonie und optimistischer Indifferenz; dieser Typ ist kein Zyniker, auch wenn das so aussehen mag. Er glaubt an etwas. Solche Bilder und Sätze zu schreiben ist etwas, was mich zum seltenen Zugeständnis von so etwas wie Talent bewegt. Ja, ich denke, du hast wirklich Talent. Aber – und das finde ich auch wichtig – hier wirst du ihm auch gerecht. Da steckt wirklich Arbeit drin, in jedem Satz. Ist für mich etwas ganz anderes als etwa in deiner letzten Geschichte, die auch gut ist; aber das hier ist eben richtig gut. Ich finde es allein schon sehr stark, bei so einem Thema nicht in Selbstmitleid zu verfallen. Nicht mal im Ansatz, finde ich. Dieser Typ ist fertig, trotzdem hält er an etwas fest, so lange er atmet. An einer Stelle beschreibst du, wie er sich ärgert, in seinem Körper aufzuwachen. Das ist genau das. So lange er nämlich lebt, muss er weiter machen. Wirklich stark.
Ich denke, wenn du noch mehr willst, solltest du dem ganzen noch stärker so einen Drive über das Beschriebene und Gesagte hinaus geben. So ist es eine krasse, hardboiled und auch eine Rache Geschichte irgendwie, auch wenn die Rache sich nicht unbedingt auf ein einzelnes Subjekt bezieht. Ich finde, man könnte da noch etwas anderes zwischen den Zeilen erzählen. Nicht nur diesen Kampf mit der Krankheit. Ich denke, da gäbe es viele Möglichkeiten. Was genau heißt es, so ein privilegiertes Leben in einer wohlständigen Gesellschaft zu verlieren? Was kann dadurch über diese Gesellschaft noch ausgesagt werden, außer, dass Leute ihren Gin-Tonic schlürfen in scheinbarem Realitätsverlust der Existentialität von Leben und Tod? Ich denke, da ließe sich nochmal drüber nachdenken. Über mögliche weitere Lesarten, die das bereichern könnten.
Das andere ist der Anfang. Das Ende deines Texte finde ich stark. Der Anfang könnte, finde ich, mehr Power haben, mehr reinziehen, ohne gleich zu viele Infos verteilen zu wollen und gleich so mit der Tür ins Haus zu stürmen. Etwas mehr von den raffinierten Bildern, die du den ganzen Text über so großzügig ausgibst. Ich denke, da ließe sich dran arbeiten.
Mehr will ich erstmal gar nicht schreiben. Ein sehr guter Text, finde ich.

Noch ein paar Lieblingsstellen:

Ihr Schädel erinnert mich an eine gebrauchte Fusselrolle

einfach ein krasses Bild

Salzburger Nachrichten

irgendwie habe ich es mit dem Wort Salz. Das ist mir schon bei Jimmys "Salzmandeln" in seinem letzten Text aufgefallen :lol:

Dabei meide ich den Politikteil, weil ich den nicht ertrage und gehe gleich zum Lokalen über. Tritte gegen den Kopf – Mann (32) nach Vatertagsausflug im Koma.

sehr gut

Auf Arte läuft eine Dokumentation über die Liebe. Was die Menschen Liebe nennen, sei rein rational erklärbar. Pionierarbeit auf diesem Gebiet hätten im Jahr 2000 die Neurowissenschaftler Semir Zeki und Andreas Bartels vom University College London geleistet. Sie nahmen per funktioneller Magnetresonanztomografie

auch das

Ich zappe weg. Spendenaufruf für Flüchtlinge in Griechenland, jedes Leben zählt. Zapp.

ja, das ist eben auch Realität.

Ich bin enttäuscht, weil ich noch in meinem Körper bin.

diese Stelle

Das Problem ist immer lösbar. Das beruhigt.

stark

ist sportlich, aber nicht zu kräftig

kräftig ist, wie ich es kenne, auch ein Euphemismus für dick und hat mich kurz irritiert.

knabbert die Frau sanft an einer Gurke

hehe, gutes Bild

Das ändert nichts daran, dass sie die Scheibe in ein paar Stunden ausscheiden wird

auch krass, wie du das in seine Perspektive übersetzt.

Blähungen entlassen Ahnungen meiner Fäule

finde ich gut; auch wenn ich denke, da geht noch was. "meiner" ist sowieso klar, das braucht es finde ich nicht. Vielleicht so:

Blähungen entlassen Ahnungen innerer Fäule

Wäre das hier eine Geschichte, würde jetzt eine Lektion folgen. Ich, der Protagonist, ginge hinaus, nachdem alles vorbei wäre. Ich würde einem Leichnam die Kapuze vom Kopf ziehen und das entstellte Gesicht eines Bekannten käme zum Vorschein. Vielleicht hätte ich ihn am Anfang der Geschichte beim Rauchen bemerkt und er hätte auch immer mit der Zigarette geschnippt. Es würde sich also herausstellen, dass es sich bei den Autodieben überhaupt nicht um Osteuropäer handelt. Die Vorurteile des Protagonisten, fielen in sich zusammen.

Hat mir von der Machart sehr gefallen. So eine Art Meta-Kommentar.

Lieber AWM. Auf die Story kannst du stolz sein. Das ist was!
Liebe Grüße
Carlo

Edit: Der Titel, musste leider googeln, passt natürlich sehr gut.
 
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04.04.2020
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Lieber @AWM,

ich habe deine Geschichte bereits gestern Abend gelesen. Ach, was sage ich da – verschlungen hab ich sie! Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, die Kommentare der anderen Mitglieder jeweils zu überspringen, um meine Eindrücke unvoreingenommen niederschreiben zu können. Tja, meine guten Vorsätze hielten nicht sehr lange an. Ich war so geflasht von deinem Text, dass ich ihn eben nochmals durchgelesen (und genossen) habe. Und ich konnte mir die Lektüre der ersten beiden Kommentare einfach nicht verkneifen, da ich spürte, dass du nicht nur mich bestens unterhalten hast.

Das Feedback von @Carlo Zwei sagt eigentlich schon alles, aber ich möchte mir nicht die Chance entgehen lassen, meine Bewunderung für deinen Text zum Ausdruck zu bringen:

WAS FÜR EINE GESCHICHTE!

Der Text ist wahnsinnig gut geschrieben. Da gibt es extrem viel, das man sich für die eigene Schreibe "abgucken" kann. Ich bin von der ersten Zeile an in deinem Prota, und das bis zum Schluss, ohne auch nur einmal aus dem Lesefluss zu fallen. Und ich mochte den Kerl einfach … Erinnerte mich ein bisschen an Walter White, auch den mochte man irgendwie, ohne genau wissen, warum (und auch der verabschiedete sich mit einem lauten Knall). Das ist eine ganz hohe Kunst und ich finde, dass du diese vorbildlich meisterst. Gerade auch die politische Unkorrektheit gefällt mir außerordentlich.

Ich denke, dass ich noch ewig lange so weiterschreiben könnte. Es gibt zig Stellen, die Lob und Respekt verdienen, aber den ganzen Text zu zitieren, ergäbe einfach keinen Sinn. Darum hier meine Lieblingsstellen und die eine oder andere Anmerkung:

Ihr Schädel erinnert mich an eine gebrauchte Fusselrolle.
Ein Wahnsinnsbild.

Dabei schwanke ich nur zu dem Tischchen in der Mitte des Raumes, wo sich die Zeitschriften in roten Arzteinbänden stapeln.
"nur" vielleicht durch "bloß" ersetzen? Nur/Bloß so eine Idee :)

Ich lasse mir bei der Auswahl übertrieben lange Zeit.
Der Mistkerl :)

Ich trinke die halbe Flasche auf einmal hinunter.
"hinunter" könnte man allenfalls streichen.

Weil wir den Glauben an Gott aufgegeben haben, hat er den Glauben an uns aufgegeben. Ich nehme mir vor, nicht mehr zum Arzt zu gehen.
Ein Seitenhieb an den Gott-Komplex der Ärzte? Stark!

Das schweißgetränkte Laken zerrt an den Hüftknochen, die spitz in die Höhe ragen. Ich bin enttäuscht, weil ich noch in meinem Körper bin.
Heftig … Sehr schön, dass du hier ein Laken und nicht eine Decke einbaust. Klar, eine Decke wäre sowieso zu warm, immerhin schwitzt der Prota aus allen Poren. Und die Hüftknochen würden sich unter einer Decke auch nicht so scharf abzeichnen. Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Das Laken erinnert an ein Totentuch. Ein Bild, das keine Decke der Welt jemals erzeugen könnte.

Es geht darum, durch eine Kettenreaktion ein Problem zu lösen. Das Problem ist immer lösbar. Das beruhigt.
Auch das eine super Stelle.

Wenn der Mann etwas sagt, knabbert die Frau sanft an einer Gurke, die sie zwischen Daumen und Zeigefinger hält und wirft dabei ihre Locken hinter die Schulter.
Meintest du statt "Wenn" vielleicht "Während"?

Das ändert nichts daran, dass sie die Scheibe in ein paar Stunden ausscheiden wird.
Sowas von gut.

Mein Darm wölbt sich gegen meine Bauchdecke, wie eine gefangene Schlange in einem Sack.
Einer der besten Vergleiche, die ich seit Langem gelesen habe.

„Hauen Sie ab. Sie hauen jetzt ab“, schreit er.
Hier würde es meiner Meinung nach ein Ausrufezeichen vertragen.

Ich gebe ihm eine Ohrfeige. Der Mann bleibt sitzen, stößt mich. Ich verliere das Gleichgewicht, und krache auf den Tisch hinter mir. Es klirrt, mein Hemd saugt sich mit irgendetwas voll. Ich liege auf dem Kopfsteinpflaster.
Irgendwie habe ich den Moment verpasst, in dem der Prota aufgestanden sein musste. Oder schubst der junge Mann den Prota vom Stuhl? Dann würde er aber nicht auf einen Tisch fallen können.

Blähungen entlassen Ahnungen meiner Fäule. Ich lupfe das Laken, schnüffle, muss würgen. Ich nehme zwei große Schlucke und gurgle nach.
Supereklig und supergut!

Die heutige Welt bietet uns keinen Grund zu sterben. Das hat mir das Leben unerträglich gemacht. Das macht mir das Sterben unerträglich.
Heftige Stelle. Läßt den Leser kurz stocken, aber im positiven Sinn.

Die Tür des Arztes schlägt gegen die Rauputzwand und lässt den Rahmen eines Picasso-Drucks von Femme au beret et a la robe quadrillee wackeln.
Was? Er geht doch wieder zum Arzt? Ich dachte doch, dass er …

Als ich aufgerufen werde, gehe ich.
… okay, alles klar ;) Super gemacht!

Den Nachmittag verbringe ich mit den weiteren Vorkehrungen. Als ich fertig bin, mache ich mir in die Hosen. Der warme Brei drückt meinen Hodensack nach vorne.
Verdammt … So einfache Worte, so ein intensives Bild.

Ich liege bäuchlings auf der Isomatte, die ich in meinen Wintergarten gezerrt habe.
Genial. Wenn er bereits an einer Isomatte zerren muss …

Wäre das hier eine Geschichte, würde jetzt eine Lektion folgen. Ich, der Protagonist, ginge hinaus, nachdem alles vorbei wäre. Ich würde einem Leichnam die Kapuze vom Kopf ziehen und das entstellte Gesicht eines Bekannten käme zum Vorschein. Vielleicht hätte ich ihn am Anfang der Geschichte beim Rauchen bemerkt und er hätte auch immer mit der Zigarette geschnippt. Es würde sich also herausstellen, dass es sich bei den Autodieben überhaupt nicht um Osteuropäer handelt. Die Vorurteile des Protagonisten, fielen in sich zusammen. Der Leser hätte gelernt, dass Menschen gleich welcher Herkunft gleichsam zu Autodiebstählen neigen. Natürlich ist das Schwachsinn und untergräbt jede empirische Methode. Die Vermummten vor meiner Garage sind Osteuropäer.
Meine drittliebste Stelle in der Geschichte.

Ich stehe auf, zünde mein Zippo an, reiße das Fenster auf und gebe ihnen Feuer.
Meine zweitliebste Stelle.

Und hier noch meine absolute Lieblingsstelle:

Ich zappe weg. Spendenaufruf für Flüchtlinge in Griechenland, jedes Leben zählt. Zapp.
Drei der besten Sätze, die ich jemals gelesen habe.

Ich habe jetzt die undankbare Aufgabe, an meinem eigenen Text weiterzuarbeiten. Die Zeilen in meinem Manuskript wirken seit gestern etwas farblos und träge. Und ja, das ist deine Schuld. Deine allein. Aber ich könnte dir nicht mal ansatzweise böse sein dafür, sondern bedanke mich für dieses Lehrstück und den ungetrübten, doppelten (und bestimmt noch mehrmaligen) Lesespaß.

Du hast es echt drauf.

Es grüßt dich ein Bewunderer und Fan.

sevas

Nachtrag: Der Titel … Perfekt gewählt. Und ich empfehle allen Lesern, den entsprechenden Wikipedia-Artikel aufzurufen. Gibt der Geschichte eine noch intensivere Wirkung.
 
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02.01.2011
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Servus @AWM,

Vom Tod umzingelt schmeckt das Leben besser.
Evil!

Ihr Schädel erinnert mich an eine gebrauchte Fusselrolle.
Hier hab ich einen Moment gestockt. Hab kurz gebraucht, um zu verstehen, was du meinst. Ein sehr böser Vergleich, originell natürlich irgendwo, aber evtl. auch ein wenig schief? Eine Fusselrolle ist ja rollenförmig und nicht schädelförmig. Gut, es erinnert ihn auch nur an eine Fusselrolle. Vllt spezifischer: Ihre Kopfhaut erinnert mich an eine gebrauchte Fusselrolle. Dann wäre der Groschen für mich schneller gefallen, I guess

Auf dem Heimweg parke ich vor der Kirche an der Hauptstraße. Der Regen trommelt auf das Dach meines Porsche 996. Ein paar Meter neben dem Gebäude aus Waschbeton steht der Kirchturm. Vier spitz zulaufende Glasplatten bilden eine Pyramide an seiner Spitze. Darauf ein Kreuz aus Metall. Ich schließe die Augen.
Die Szene finde ich gut. Du lässt sie einfach passieren, als Leser beobachte ich und verstehe das Bild. Das finde ich sehr gut. Eine Beschreibung oder Einschätzung des Erzählers würde mich hier nur stören.

Weil wir den Glauben an Gott aufgegeben haben, hat er den Glauben an uns aufgegeben. Ich nehme mir vor, nicht mehr zum Arzt zu gehen.
houellebecqesk

Auf Arte läuft eine Dokumentation über die Liebe. Was die Menschen Liebe nennen, sei rein rational erklärbar.
Auch das! Liebe, Sexualität und die große Einsamkeit der Postmoderne sind ja solche Steckenpferde Houellebecqs. Ich lese das sehr gerne.

Zurück im Bett kippe ich den restlichen Chardonnay hinunter.
Krass, dass er in seinem Zustand so einen Zug auf Alkohol weg hat. Und auch so viel verträgt!

„Sie können hier nicht sitzen“, sage ich.
Der Mann wendet sich zu mir, seufzt. „Gehen Sie bitte“, sagt er.
Das finde ich eine etwas seltsame Reaktion des Mannes. Also, so würde er antworten, in meiner Vorstellung, wenn er bereits alles durchschaut hat, was dein Erzähler abzieht. Aber er kennt ihn ja gar nicht. Ich finde, er müsste eigentlich eher etwas sagen wie: "Wieso?" oder "Gibt es ein Problem?"

ersten Weltkrieg.
Ersten Weltkrieg

Die heutige Welt bietet uns keinen Grund zu sterben. Das hat mir das Leben unerträglich gemacht. Das macht mir das Sterben unerträglich.
Ich finde den Gedanken, die Prämisse sehr interessant. Aber so direkt ausgedrückt ist mir das zu "direkt". Eigentlich zeigst du das, was dein Prot hier sagt, ja in der kompletten Geschichte.

NTV zeigt eine Dokumentation über die Schlacht beim Tannenberg im ersten Weltkrieg.
Fotografie: Zwei deutsche Soldaten liegen im Dreck. Um sie herum kriecht Qualm verkohlte Baumstämme hinauf. Sie halten sich gegenseitig die Stahlhelme auf dem Kopf. Ich nehme drei große Schlucke. In diesem Moment waren die beiden alles. Sie durften unter dem Eindruck großer Gefühle sterben. Andrenalingeflutete, platzende Körper im Trommelfeuer. Ihre Moleküle gingen auf in einem Mythos, von dem die Historiker noch Jahrhunderte erzählen werden. Sie teilten ihr Schicksal mit Millionen anderen. Im Grunde waren sie keine Individuen, wenn sie ins Nichts versprühten.
Würde ich streichen
Ersteres, weil es sehr erklärend ist und im Kern wieder das, was du mit der gesamten Szene ohnehin zeigen möchtest und auch zeigst.
Zweiteres, weil es mir ein wenig zu unklar formuliert ist und auch bereits klar ist, was dein Erzähler im Kern sagen möchte. Ich denk auch, bei aller Projezierung und Romantisierung des Heldentods hier durch deinen Prot, ist einer Figur wie ihm dennoch klar, dass diese Soldaten natürlich alleine und auch furchtbar gestorben sind; also die Romantisierung nimmt in den letzten beiden zitierten Sätzen für mich ein Ausmaß an, das ich deiner Figur nicht mehr ganz glaube, und es ist mir persönlich auch ein Ticken zu pathetisch. Die Szene würde ohne die beiden Sätze stärker und bereinigter wirken, finde ich.

Die heutige Welt bietet uns keinen Grund zu sterben. Das hat mir das Leben unerträglich gemacht. Das macht mir das Sterben unerträglich.
Vorschlag: Mach das konkret. Was du deine Figur hier denken lässt, ist sehr allgemein. Ich denke, eine Figur wie deine würde nach dem Sehen der Schlachtszene nicht so allgemein über das Leben oder sein Leben und Sterben denken, sondern er hätte konkrete Dinge aus seinem eigenen Leben vor Augen, die im Kern genau das aussagen, was du hier prämissenhaft in den drei Sätzen ausgeschrieben hast. Nach was sehnt sich der Typ konkret? Wie schaut das konkret aus, dass ihm die große Sinnlosigkeit das Leben unerträglich gemacht hat? Wäre auch eine gute Charakterisierung, die du hier auftauchen lassen könntest. So etwas wie Hätte ich nur einen Grund, für den ich sterben könnte. Könnte ich nur für mein Land, meine Familie oder meine Kinder sterben. Könnte ich nur das Land vor Barbaren verteidigen oder würde bei einer Entdeckungsmission im Amazonas im Auftrag der Wissenschaft sterben.
In die Richtung meine ich es.

Es gibt keine Relation zwischen der Kürze des Lebens und der Ewigkeit des Todes. Man kann das Leben deshalb unendlich wertvoll finden, oder unendlich unbedeutend.
Stark

Die Vorurteile des Protagonisten, fielen in sich zusammen.
kein Komma

Wäre das hier eine Geschichte, würde jetzt eine Lektion folgen. Ich, der Protagonist, ginge hinaus, nachdem alles vorbei wäre. Ich würde einem Leichnam die Kapuze vom Kopf ziehen und das entstellte Gesicht eines Bekannten käme zum Vorschein. Vielleicht hätte ich ihn am Anfang der Geschichte beim Rauchen bemerkt und er hätte auch immer mit der Zigarette geschnippt. Es würde sich also herausstellen, dass es sich bei den Autodieben überhaupt nicht um Osteuropäer handelt. Die Vorurteile des Protagonisten, fielen in sich zusammen. Der Leser hätte gelernt, dass Menschen gleich welcher Herkunft gleichsam zu Autodiebstählen neigen. Natürlich ist das Schwachsinn und untergräbt jede empirische Methode. Die Vermummten vor meiner Garage sind Osteuropäer.
Ja, interessanter Turn, dass du die vierte Wand einbrichst, oder wie man das nennt. Also die Idee ist gut, aber ich weiß nicht, ob die Szene oder die Gedanken hier deswegen leider ein wenig sprachlich überladen wirken, einfach aus dem Grund heraus, dass du alles in dieser besonderen Zeitform schreiben musst. Es wirkt ein wenig bremsend, der Teil, obwohl mir die Idee gefällt. Aber zum Wohle des Gesamttextes würde ich mir überlegen, ob ich das nicht eindampfe oder kicke, obwohl die Idee hübsch ist.

Ich wusste es ja von Anfang an, aber jetzt wird mir bewusst, dass ich sterben werde und was das Nichts ist und dass es mich schon die ganze Zeit umgibt. Ich nehme einen großen Schluck aus meinem Flachmann und schmatze zwei, drei Mal nach.
Finde ich zu erklärend, auch in der Situation würde er doch nicht so sachlich denken, meinem Empfinden nach. Dass er den Porsche opfert, finde ich symbolisch gut, weil er sich damit auch von seinem Materialismus befreit. Ist eine schöne Figurenwandlung.

Also, sehr gerne gelesen. Liest sich gut und flüssig, ich mag das Nihilistische und Ausweglose deines Prots.
Klingt vielleicht hoch gegriffen, aber theoretisch - versteh's nicht falsch, ich mag das Ende - könnte man aus dem Ende aber noch mehr rausholen. Ist nur mein Eindruck gerade, kommt natürlich darauf an, wo du mit dem Text hin willst.
Ich finde, das Ende könnte durchaus viel böser sein. Ich meine, dein Prot ist ja schon misantropisch, nihilistisch, fatalistisch, wie man das eben ausdrücken will. Wieso lässt du ihn nicht etwas viel böseres tun? Ich meine, im Endeffekt jagt er "die Bösen" zum Schluss, er handelt seltsam moralisch, obwohl er mir im Gesamttext eher unmoralisch und fatalistisch vorkommt. Ich hätte auch kein Problem damit, wenn er beispielsweise Amok läuft oder so etwas macht wie dieser Autofahrer, der aus rassistischen Gründen in Bottrop in eine Menschenmenge gerast ist. Sowas traue ich deinem Erzähler auch zu, aus einer Verzweiflung, Misantropie, Sinnlosigkeit, Projektion usw. heraus. Da wäre man am Ende des Textes kein Fan deines Antihelden, man würde noch mal eine größere Distanz zu ihm aufbauen, aber meinem Gefühl nach könnte das deinem Text noch mehr Wucht verleihen. Ist nur eine Idee. Falls du noch etwas Schrauben möchtest.

Beste Grüße
zigga
 
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Hallo @AWM,

ganz ehrlich, als ich im ersten Satz "Onkologie" gelesen habe, wollte ich schon "weiterzappen". Krebs interessiert mich thematisch in einer Geschichte nicht allzu sehr, weil es schon so häufig behandelt wurde. Dann war ich aber sehr froh, weitergelesen zu haben, denn gemocht habe ich die Geschichte am Ende, gerade wegen des Endes. Das, zusammen mit dem Titel, ist das eigentliche Glanzstück hier, finde ich.

Meine Meinung zu der Geschichte ist aber nicht so durchgehend positiv, wie die der Vorkommentatoren. Ich möchte mal probieren, zu erklären, warum:

Die große Stärke der Geschichte wird für mich irgendwann zu ihrer Schwäche: Die unmittelbare Erzählperspektive aus dem Kopf des Protagonisten. Oder eher noch, seine Selbstwahrnehmung.
Du hast alles sehr intensiv und nachvollziehbar beschrieben, seine Gedanken über seine Situation, seine Schmerzen, ich leide mit dem Prot mit.
Aber irgendwann fiel mir das negativ auf: Er ist sehr selbstzentriert, das meiste, was ich lese, ist Selbstreflexion. Selbst externe Eindrücke wie das, was im Fernsehen läuft, werden direkt zu einer Erweiterung seiner Gedanken gemacht und in innere Monologe gewebt. Natürlich ist man in seiner Situation viel mit sich selbst beschäftigt, das ist verständlich. Irgendwann wirkt das auf mich aber selbst für die Thematik zu schwermütig, zu in sich gekehrt.
Ich weiß gar nicht, ob das mehr Lob als Kritik ist: Du hast seine Gedankenwelt so nachvollziehbar beschrieben, dass ich mir irgendwann "I get it" dachte und mir einen Ausbruch aus seinem Kopf gewünscht habe.
Was ich in dieser Situation viel spannender fände, ist seine Interaktion mit der Außenwelt, die von ihm nicht direkt kommentiert wird, sondern erstmal für sich steht. Das passiert ja auch teilweise, wie die Szene mit dem Paar und natürlich das Ende. Das sagt doch auch so viel über ihn aus. Davon hätte ich mir mehr gewünscht.

Nun muss ich zu diesem Punkt aber auch sagen, dass ich ihn aufgrund des relative kurzen Textes nicht als grundlegend negativ empfunden habe, sondern eher: Hier ist für mich noch Luft nach oben vorhanden. Und, dass das nur mein subjektiver Leseeindruck ist, muss ich ja nicht erwähnen, mache es aber trotzdem mal.

Die richtig gute Stellen wurden ja schon zitiert, da kann ich mich nur anschließen.

Eine Kleinigkeit:
An meinem Tisch sitzt ein Paar. Die beiden sind so Mitte zwanzig. Sie trinken Gin Tonic mit Gurkenscheiben und lachen.
Nur gefühlsmäßig fände ich folgendes schöner, würde nochmal eine Ecke distanzierter klingen:
An meinem Tisch sitzt ein Paar. Mitte zwanzig. Sie trinken Gin Tonic mit Gurkenscheiben und lachen.

Viele Grüße,
Catington
 

AWM

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26.03.2018
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Erstmal an alle vielen Dank fürs Kommentieren :) Werde heute nur zwei Kommentare beantworten können. Geht gerade rund in der Arbeit. Gerade deshalb freut es mich, dass der Tenor so positiv ist. Tut mir gut.
Alles in allem eine echt großartige Kurzgeschichte über einen Mann, der dem Ende mit einem Knall entgegen geht. Tolle Leistung. Habe das Ende nicht kommen sehen, dachte mir nur "oh großer Gott" und war trotzdem überwältigt. Lange nicht sowas gutes gelesen.
Vielen Dank @HerrSperling . Das war eine Erleichterung, als ich deinen Kommentar heute morgen gelesen habe. Der Text war eine harte Geburt. Ich war mir unsicher und habe in der Geschichte ein paar neue Sachen ausprobiert. Das betrifft vor allem tellige Stellen, vor denen ich Angst hatte.
Großartiger Einstieg. Ich habe mich die gesamte Zeit über gefragt, wie alt dein Prot eigentlich ist. Wurde glaube ich nicht geklärt, oder? Naja muss ja auch nicht. Aber ich habe ihn mir um die/unter 40 vorgestellt.
Nein, das wird nicht erwähnt. Ich habe ihn mir so um die 45 vorgestellt.
Nachschmatzen? nennt man das so? Habe ich noch nie gehört.
Denke ich drüber nach. Habe ich bisher nicht. Denke nachschmecken ist geläufiger. Aber das wäre so feiner und bewusster als nachschmatzen.
krachen finde ich etwas zu stark. Klingt natürlich sehr mächtig, aber ist das notwendig hier?
Generell: Der Text war eine harte Geburt und ich werde mal zwei Tage Abstand brauchen, bevor ich mich an die Änderungen mache. Ich wollte da halt schon zeigen, dass er körperlich am Arsch ist. Ich denke, dass du einen Punkt hast und sich das ohne so ein starkes Verb geschmeidiger aufbauen würde.
das habe ich überhaupt nicht verstanden. Warum tut er so als ob? Möchte er die Dame verarschen? Ist er sich selbst nicht sicher, ob er sie ansprechen will? Hier herrscht für mich Unklarheit als Leser.
Mir ging es hier darum, dass er schon in solchen kleinen Situationen Konflikt sucht. Er weiß, ihr ist das unangenehm und er provoziert sie durch sein Verhalten. Dazu auch das "übertrieben".
Du benutzt es später im Text noch einmal. Aber ich würde hier trotzdem auch "kippe" statt "trinke" benutzen.
Werde kippe nehmen.
Du willst dabei den Körper vom Protagonisten distanzieren, oder?
Ja, genau das war die Idee.
nicht eher "in die dafür vorgesehene Halterung."
Hast Recht
2. gehört hinter Grund ein Komma? Bin mir nicht hundertpozentig sicher. Hätte eins gemacht.
Bin auch überfordert. Werde ich googlen.
"der Beste."
Beste bezieht sich da für mich eindeutig auf Designer. Deshalb habe ich das klein gemacht.
"auf welcher Seite ich stehen möchte." fände ich schöner
Es wäre aber ein Unterschied.
das "rund deißig Zentimeter" kannst du ruhig weglassen
Hast Recht. Ich muss gestehen, dass ich noch nie ein Auto geputzt habe. Habe da eine Anleitung beim ADAC gelesen :D
"einer Woche" gefiele mir besser
Hatte ich zuerst. Ändere ich zurück.
mir gefällt "umgeben hat" besser
Auch das ist ein Unterschied. Dann würde es ja aufhören.
Hatte eine Heidenfreude beim Lesen.
Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich werde zwei Tage Abstand zum Text brauchen und mich dann an die Änderungen machen (außer Offensichtliches und Rechtschreibung)
Gruß!
AWM
Hallo @Carlo Zwei und vielen Dank für deinen Kommentar. Meiner zu deiner neuen steht noch aus. Habe sie zweimal gelesen, mache es aber noch spannend und sage hier nicht, wie ich sie fand :D
Gestern war ich unter dem von Peeperkorn unterwegs und mir sind die Augen fast herausgefallen
Ja, die Geschichte von ihm hat mir auch extrem gut gefallen.
Du zwingst mir diese Sichtweise nicht auf, klar romantisiert deine Figur das auch, aber ich kann das vom Erzähler trennen und das liegt nicht zuletzt daran, dass hier aus jedem Satz großes handwerkliches Können und großer Wille zur Differenzierung abstrahlt.
Das ist ein großes Kompliment.
Solche Bilder und Sätze zu schreiben ist etwas, was mich zum seltenen Zugeständnis von so etwas wie Talent bewegt.
Und das noch mehr. Vor allem, weil du die Seltenheit deines Zugeständnisses erwähnst :D
Da steckt wirklich Arbeit drin, in jedem Satz.
Ja, das war viel Arbeit. Und Unsicherheit. Ich wollte (genau wie du, wie man an deiner neuen Geschichte sieht) etwas anderes versuchen. Habe das x-mal umgeschrieben und hatte besonders Angst vor den telligen Stellen, den Monologen den Reflexionen.
Was genau heißt es, so ein privilegiertes Leben in einer wohlständigen Gesellschaft zu verlieren? Was kann dadurch über diese Gesellschaft noch ausgesagt werden, außer, dass Leute ihren Gin-Tonic schlürfen in scheinbarem Realitätsverlust der Existentialität von Leben und Tod? Ich denke, da ließe sich nochmal drüber nachdenken. Über mögliche weitere Lesarten, die das bereichern könnten.
Das fällt mir gar nicht so leicht, darauf etwas zu antworten. Klar, sind das gute Aspekte. An der historischen Figur Herostratos fasziniert mich, dass sich in ihm und seiner Tat Nihilismus verdichtet und dass es den Typus ja zu jeder Zeit gibt. Ich finde zum Beispiel, dass auch Taxi Driver einen Herostratos als Protagonisten hat. Da nimmt das Gesellschaftliche mehr Raum ein. Ich habe mich aber vorrangig für die Figur interessiert und deshalb auch diese Perspektive gewählt. In der ersten Version war es sogar so, dass es gar keine anderen Figuren gab. Daran bin ich gescheitert. Ich habe mir meinen Protagonisten als jemanden vorgestellt, der sozusagen Romantiker ist und an nichts mehr leidet als am Nihilismus, an der entzauberten Welt, aber gerade deshalb zum Nihilisten wird, weil er den so stark spürt und die Welt nihilistischer macht. Ich würde deshalb auch sagen, dass mein Protagonist nicht wirklich an etwas glaubt. Er leidet daran, dass die Welt ihm keinen Anlass gibt, an etwas zu glauben.
Das andere ist der Anfang. Das Ende deines Texte finde ich stark. Der Anfang könnte, finde ich, mehr Power haben, mehr reinziehen, ohne gleich zu viele Infos verteilen zu wollen und gleich so mit der Tür ins Haus zu stürmen. Etwas mehr von den raffinierten Bildern, die du den ganzen Text über so großzügig ausgibst. Ich denke, da ließe sich dran arbeiten.
Ich lasse die Geschichte noch ein paar Tage liegen. Mir ging es aber genau anders herum. Ich war mir beim Anfang sicher und beim Ende unsicher, ob das alles irgendwie zu glatt läuft, unglaubwürdig ist etc.
finde ich gut; auch wenn ich denke, da geht noch was. "meiner" ist sowieso klar, das braucht es finde ich nicht. Vielleicht so:

Blähungen entlassen Ahnungen innerer Fäule
Werde ich übernehmen und das meiner streichen. Hatte zuerst: Blähungen entlassen Ahnungen meiner inneren Verwesung. ung, ung, ung.
Auf die Story kannst du stolz sein. Das ist was!
Vielen Dank. Dein Kommentar hat mich echt gefreut!
Gruß!
AWM
 
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AWM

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Hallo @sevas und vielen Dank für dein Lob! Hat mich sehr gefreut :)
Und ich konnte mir die Lektüre der ersten beiden Kommentare einfach nicht verkneifen, da ich spürte, dass du nicht nur mich bestens unterhalten hast
Kenne ich. Ich versuche meistens, die anderen Kommentare erst zu lesen, wenn ich meinen geschrieben habe. Aber immer gelingt es nicht.
Der Text ist wahnsinnig gut geschrieben. Da gibt es extrem viel, das man sich für die eigene Schreibe "abgucken" kann. Ich bin von der ersten Zeile an in deinem Prota, und das bis zum Schluss, ohne auch nur einmal aus dem Lesefluss zu fallen.
Danke!
"hinunter" könnte man allenfalls streichen.
hast recht. Habe sowieso recht viele herauf/ hinunters im Text irgendwie.
Sehr schön, dass du hier ein Laken und nicht eine Decke einbaust. Klar, eine Decke wäre sowieso zu warm, immerhin schwitzt der Prota aus allen Poren.
Ein Bild, das keine Decke der Welt jemals erzeugen könnte.
Schön, dass dir das auffällt. Ich hatte nämlich zuerst die Decke und habe mir dann dasselbe gedacht wie du :)
Meintest du statt "Wenn" vielleicht "Während"?
Nein, ich dachte mir schon wenn. Ich wollte damit so ein interessiertes laszives Zuhören beschreiben. Immer wenn er was erzählt, macht sie das. Während würde schon auch gehen. Nur könnte es dann eben nur einmalig sein. Denke ich denke da gerade zu viel drüber nach :D Muss mich noch entscheiden, was ich besser finde.
Irgendwie habe ich den Moment verpasst, in dem der Prota aufgestanden sein musste. Oder schubst der junge Mann den Prota vom Stuhl? Dann würde er aber nicht auf einen Tisch fallen können.
Du hast den Moment verpasst, dass er sich gar nicht hinsetzt!
Was? Er geht doch wieder zum Arzt? Ich dachte doch, dass er …
Wollte damit auch seine Ambivalenz ausdrücken. Und ja, er haut ja dann doch ab.
Vielen Dank lieber sevas. Auch für die Lieblingsstellen. Sind auch viele von meinen dabei. Bin gespannt auf ein Geschichte von dir.
Gruß!
AWM
Servus @zigga und vielen Dank fürs verlässliche Vorbeischauen :)
Hier hab ich einen Moment gestockt. Hab kurz gebraucht, um zu verstehen, was du meinst. Ein sehr böser Vergleich, originell natürlich irgendwo, aber evtl. auch ein wenig schief? Eine Fusselrolle ist ja rollenförmig und nicht schädelförmig. Gut, es erinnert ihn auch nur an eine Fusselrolle. Vllt spezifischer: Ihre Kopfhaut erinnert mich an eine gebrauchte Fusselrolle. Dann wäre der Groschen für mich schneller gefallen, I guess
Ich dachte mir das auch, habe es dann aber gelassen, weil der Vergleich schön böse ist und der mit der Kopfhaut auch nicht viel besser funktioniert. Wenn dann müsste man es so machen: Ihre Kopfhaut erinnert mich an den benutzten Klebestreifen einer Fusselrolle. Das wäre dann aber recht sperrig? Irgendwie aber auch gar nicht so schlecht. Ich denke, ich mache es so.
Krass, dass er in seinem Zustand so einen Zug auf Alkohol weg hat. Und auch so viel verträgt!
Ja, Alkohol ist ja auch ein großer Grund für Darmkrebs. Ich dachte mir, dass er nicht erst seit der Erkrankung so viel trinkt.
Das finde ich eine etwas seltsame Reaktion des Mannes. Also, so würde er antworten, in meiner Vorstellung, wenn er bereits alles durchschaut hat, was dein Erzähler abzieht. Aber er kennt ihn ja gar nicht. Ich finde, er müsste eigentlich eher etwas sagen wie: "Wieso?" oder "Gibt es ein Problem?"
Muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen. Ich finde das gerade nicht so seltsam. Ich dachte an so ein genervtes "Gehen Sie bitte (einfach)", nachdem er den Seufzer ausstößt. Der Prota ist ja sehr distanzlos.
Ich denk auch, bei aller Projezierung und Romantisierung des Heldentods hier durch deinen Prot, ist einer Figur wie ihm dennoch klar, dass diese Soldaten natürlich alleine und auch furchtbar gestorben sind; also die Romantisierung nimmt in den letzten beiden zitierten Sätzen für mich ein Ausmaß an, das ich deiner Figur nicht mehr ganz glaube, und es ist mir persönlich auch ein Ticken zu pathetisch. Die Szene würde ohne die beiden Sätze stärker und bereinigter wirken, finde ich.
Vorschlag: Mach das konkret. Was du deine Figur hier denken lässt, ist sehr allgemein.
Generell sind in der Geschichte diese telligen Stellen drin. Das versuche ich, eigentlich völlig zu vermeiden, wie man (hoffe) ich an meinen anderen (aktuelleren) Texten merkt. Ich wollte aber schon auch etwas anderes mit der Geschichte versuchen. Aus der Perspektive auch ein wenig Tell, Monolog, Reflexion und so Glaubenssätze einstreuen. Ich verstehe also deine Kritik an den Stellen, muss jetzt aber mal den furchtbaren Satz schreiben: Das habe ich schon extra so gemacht. Vielleicht ändere ich auch noch meine Meinung und entschlacke den Text davon. Wer weiß.
Ich bin auch immer sehr darauf bedacht, konkret zu schreiben. In dem Fall fände ich aber deine Vorschläge im negativen telliger. Ich finde diese Unkonkretheit, die du bemängelst, hebt sich durch die Kriegs-Dokumentation auf.
Es wirkt ein wenig bremsend, der Teil, obwohl mir die Idee gefällt. Aber zum Wohle des Gesamttextes würde ich mir überlegen, ob ich das nicht eindampfe oder kicke, obwohl die Idee hübsch ist.
Ich werde die und die pathetische Stelle ein wenig entschlacken, möchte aber im Moment noch an beiden festhalten. Umso dichter er ist, umso pathetischer wird er. Bei der Kriegsdoku ist er sehr betrunken. Das muss ich wohl noch bisschen deutlicher machen.
Ich meine, im Endeffekt jagt er "die Bösen" zum Schluss, er handelt seltsam moralisch, obwohl er mir im Gesamttext eher unmoralisch und fatalistisch vorkommt. Ich hätte auch kein Problem damit, wenn er beispielsweise Amok läuft oder so etwas macht wie dieser Autofahrer, der aus rassistischen Gründen in Bottrop in eine Menschenmenge gerast ist.
Das finde ich nicht, dass er moralisch handelt. Das ist so: Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt. Da müsste man jetzt generell über Moral philosophieren. Ich denke zum Beispiel nicht, dass der Bottroper-Autofahrer geglaubt hat, er handelt unmoralisch (außer nach den Maßstäben der Gesellschaft, die er verachtet). Auch die Bösen denken, sie wären die Guten. Mein Protagonist ist im Vergleich dazu kein Ideologe.
Vielen Dank fürs Lesen! Und ich lasse mir das alles noch einmal durch den Kopf gehen. Brauche noch ein wenig Abstand.
Gruß!
AWM
ganz ehrlich, als ich im ersten Satz "Onkologie" gelesen habe, wollte ich schon "weiterzappen". Krebs interessiert mich thematisch in einer Geschichte nicht allzu sehr, weil es schon so häufig behandelt wurde.
Ja, es gibt viele Krebs und Selbstmordgeschichten :) Schön dass du trotzdem weitergelesen hast.
Dann war ich aber sehr froh, weitergelesen zu haben, denn gemocht habe ich die Geschichte am Ende, gerade wegen des Endes. Das, zusammen mit dem Titel, ist das eigentliche Glanzstück hier, finde ich.
Vielen Dank!
Aber irgendwann fiel mir das negativ auf: Er ist sehr selbstzentriert, das meiste, was ich lese, ist Selbstreflexion. Selbst externe Eindrücke wie das, was im Fernsehen läuft, werden direkt zu einer Erweiterung seiner Gedanken gemacht und in innere Monologe gewebt.
Ich verstehe das. Wie ich an Carlo geschrieben habe, war der Plan zuerst überhaupt nur ihn als Figur vorkommen zu lassen. Das war mir dann auch zu viel und hat nicht funktioniert für mich.
Was ich in dieser Situation viel spannender fände, ist seine Interaktion mit der Außenwelt, die von ihm nicht direkt kommentiert wird, sondern erstmal für sich steht. Das passiert ja auch teilweise, wie die Szene mit dem Paar und natürlich das Ende. Das sagt doch auch so viel über ihn aus. Davon hätte ich mir mehr gewünscht.
Auch dazu: Ich werde sicherlich noch ein paar dieser Stellen entschlacken. Trotzdem ging es mir hier um diese Perspektive mit allem, was dazu gehört und da wird es an manchen Stellen auch mal tellig. Ich betone aber, dass ich die Kritik im Grunde voll und ganz verstehe.
Mal sehen, was noch daraus wird. Vielen Dank fürs Lesen!
Gruß!
AWM
 
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Kenne ich. Ich versuche meistens, die anderen Kommentare erst zu lesen, wenn ich meinen geschrieben habe. Aber immer gelingt es nicht.
Es gehört tatsächlich viel Disziplin dazu – meine Disziplin ist es aber offenbar nicht ;)

Schön, dass dir das auffällt. Ich hatte nämlich zuerst die Decke und habe mir dann dasselbe gedacht wie du :)
Das Laken ist wirklich super gewählt. Wirkt so viel düsterer als die Decke.

Nein, ich dachte mir schon wenn. Ich wollte damit so ein interessiertes laszives Zuhören beschreiben. Immer wenn er was erzählt, macht sie das. Während würde schon auch gehen. Nur könnte es dann eben nur einmalig sein. Denke ich denke da gerade zu viel drüber nach :D Muss mich noch entscheiden, was ich besser finde.
Alles klar, das habe ich falsch verstanden (vor dem inneren Auge beobachtete ich die Freundin tatsächlich nur einmal beim lasziven Gurkenscheibenknabbern).

Du hast den Moment verpasst, dass er sich gar nicht hinsetzt!
Oh je … Da hätte man (ich) drauf kommen können :sealed:

Bin gespannt auf ein Geschichte von dir.
Hab die erste Geschichte eingestellt. Ich zittere, bange und verkrieche mich erst einmal unter mein Laken (bin grad in Griechenland, s'ist angenehm warm, drum bleibt auch hier die Decke im Schrank).

Ich wünsche dir einen tollen Abend.

Liebe Grüße,

sevas
 
Wortkrieger-Globals
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24.01.2009
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Hey @AWM,

Ich sitze im Wartezimmer der Onkologie ...

Ach herr je, überall um einen herum ist Corona und jetzt auch noch Krebs - nicht gerade ein Text, der mich derzeitig ... egal, ich war neugierig auf deine Neue.

... und nehme einen Schluck aus meinem Flachmann.
Okay. Ein untypischer Patient. Das ist ja schon mal gut.

Das schweißgetränkte Laken zerrt an den Hüftknochen, die spitz in die Höhe ragen. Ich bin enttäuscht, weil ich noch in meinem Körper bin.
Ich kaufe es ihm ab.

Und mir wird bewusst, was das Nichts ist und dass es mich schon die ganze Zeit umgibt und dass es nie aufhört.
Mag ich.

Das Problem ist immer lösbar. Das beruhigt.
Das auch.

Der Mann wendet sich zu mir, seufzt. „Gehen Sie bitte“, sagt er.
„Sie gehen“, sage ich und spucke ihn an.
Upps. Aber gut, er hat eh nichts mehr zu verlieren, also, why not.

Ich gebe ihm eine Ohrfeige.
Aber mögen tue ich ihn nicht.

In diesem Moment waren die beiden alles. Sie durften unter dem Eindruck großer Gefühle sterben. Adrenalingeflutete, platzende Körper im Trommelfeuer. Ihre Moleküle gingen auf in einem Mythos, von dem die Historiker noch Jahrhunderte erzählen werden. Sie teilten ihr Schicksal mit Millionen anderen.
Vom Aufbau her, ist der Text schon gut gemacht. Also alles. Das Computerspiel, seine narzisstische Ader, das Bild, das mit den Zeitungen ...

Die heutige Welt bietet uns keinen Grund zu sterben. Das hat mir das Leben unerträglich gemacht. Das macht mir das Sterben unerträglich.
Meine persönliches Highlight. :thumbsup:

Ich will auf keinen Lauf beißen und mein Bewusstsein in eine Collage aus Gewebestückchen an die Zimmerwand platzen lassen. Ich will in keiner Einrichtung dem Tod entgegendämmern.
Und auch das kauf ich deinem Prot. ab.

Das Öffnen der Tür löst eine Wippe aus, die ich auf dem Vordach der Garage platziert habe. Die zwei Kanister Benzin darauf fallen um, knattern über die Dachziegel und krachen gegen die Regenrinne. Die Männer zucken zusammen. Benzin ergießt sich über die Diebe. Sie fuchteln über ihre vollgesogenen Pullover. Ich stehe auf, zünde mein Zippo an, reiße das Fenster auf und gebe ihnen Feuer.
Krass. Und was mich an der ganzen Sache umhaut, ich kauf das. Ich kauf deinem Prot. so eine Tat ab. Und das finde ich sehr bemerkenswert. Das ist richtig gut gemacht. Wahrscheinlich braucht es genau deshalb diese Aggressivität in der Cafészene. Und den Neid auf das Soldatenfoto. Ob er damit die Geschichte überlebt, wage ich zu bezweifeln. Er wird eine Schlagzeile bekommen. Eine unter Millionen.

Ja, Sympathie erweckt der nicht. Will er auch gar nicht. Willst Du auch gar nicht. Sein heroischer Abgang ist abartig. Und deshalb fiel es mir auch schwer, die Geschichte zu mögen. Man ist immer die ganze Zeit so: Auf Abstand gehen. Und am Ende dann, da will man diesen Typen nie "kennengelernt" haben und genau darin begründet sich für mich die Qualität der Geschichte.

Frohe Ostern!
Beste Grüße, Fliege
 

AWM

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26.03.2018
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Hallo @Fliege vielen Dank für deinen Kommentar :)
Ach herr je, überall um einen herum ist Corona und jetzt auch noch Krebs - nicht gerade ein Text, der mich derzeitig ... egal, ich war neugierig auf deine Neue.
Kann ich verstehen. Habe die Geschichte lange vor Corona angefangen und nie beendet und dann habe ich mich jetzt endlich mal drangemacht. Schön, dass du trotzdem gelesen hast.
Vom Aufbau her, ist der Text schon gut gemacht. Also alles. Das Computerspiel, seine narzisstische Ader, das Bild, das mit den Zeitungen ...
Vielen Dank
Und auch das kauf ich deinem Prot. ab.
Das freut mich auch sehr. Habe es ja jetzt schon einige Male erwähnt, aber das waren die Stellen vor denen ich Angst hatte. Man kann ja sagen, der Erzähler behauptet das nur. Ich wollte mit dem Text und der Perspektive ein bisschen tell wagen und es ist ein gutes Gefühl, dass mir das wohl insgesamt gelungen zu sein scheint.
Und was mich an der ganzen Sache umhaut, ich kauf das. Ich kauf deinem Prot. so eine Tat ab. Und das finde ich sehr bemerkenswert.
Auch das freut mich. Meine zweite Angst betraf hauptsächlich das Ende, dass das als unglaubwürdig emüfunden wird.
Wahrscheinlich braucht es genau deshalb diese Aggressivität in der Cafészene.
Ja, genau. Wollte ihn als einen darstellen, der Konflikte sucht. Es ist ja nicht ganz chronologisch erzählt unbedingt. In der Arztszene genießt er ja auch schon, dass sich die Frau wegen ihm unwohl fühlt. Und im Cafe geht er natürlich ein ganzes Stück weiter. Die Szene war mir auch wichtig, um zu zeigen, dass er nicht in der Lage ist "heroisch" zu kämpfen, weil er dazu körperlich einfach zu kaputt ist.
Ob er damit die Geschichte überlebt, wage ich zu bezweifeln. Er wird eine Schlagzeile bekommen. Eine unter Millionen.
Das stimmt. Das hat ja auch @zigga angemerkt, dass das Ende vielleicht noch eine Spur krasser sein könnte. Unsterblich wird er damit nicht. Ich finde aber, seine Motive sind trotzdem "herostratisch". Und irgendwie glaube ich, dass da noch, was drinsteckt, dass er damit im Lokalteil landet, was ich gar nicht beabsichtigt habe und auf das du mich jetzt aufmerksam gemacht hast.
Und am Ende dann, da will man diesen Typen nie "kennengelernt" haben und genau darin begründet sich für mich die Qualität der Geschichte.
Vielen Dank, hat mich sehr gefreut und ich hoffe, du hattest einen schönen Ostersonntag.
Gruß!
AWM
 

AWM

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26.03.2018
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Hallo @Bookwood und vielen Dank für deinen Kommentar!
Diese Einkaufsliste erinnert - bis auf das Benzin - ja stark an die aktuelle Situation.
Das stimmt. Da hat Corona doch etwas abgefärbt. Ich dachte mir dabei, dass er ja nicht weiß, wann und ob der Lockvogel wirkt und deshalb Haltbares kauft. Auf der anderen Seite ist dann eine Woche Wartezeit fast bisschen kurz, um aufzugeben. Vielleicht mache ich, dass mehr als zwei Wochen nix passiert und er dann seinen Plan aufgeben will.
Teils ist mir das etwas zu viel mit den Wechseln der Ereignisse. Es ist zwar wahrscheinlich so, dass sein Leben in diesem Stakkato an ihm entlang rauscht Richtung Tod. Aber manchmal kam ich nicht ganz mit, ob da jetzt zeitliche Sprünge drin sind oder ob es sich nur um Schlaglichter besonderer Situationen handelt, zum Beispiel bei der "Tischepisode".
Das verstehe ich vor allem bei der Tischszene. Man könnte da denken, er ist in seiner Wohnung und warum da Leute an seinem Tisch sitzen. Ich glaube, ich habe eine Idee, wie ich das leicht lösen kann, Muss mal probieren. Generell will ich es schon so erzählen, dass zumindest in der ersten Hälfte nicht ganz klar ist, wie viel Zeit zwischen den Szenen liegt. Ich finde das macht das Ganze glaubhafter, als so eine einfache Abfolge.

Gruß!
AWM
 
Senior
Monster-WG
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18.06.2015
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Hallo AWM

Gerne gelesen. Zwei Dinge möchte ich positiv hervorheben, einerseits, wie sich diese auf den ersten Blick etwas wahllos auftretenden Elemente - Porsche, Crazy Machines, die Liebe als biologischer Prozess, seine Vergangenheit als Ingenieur - am Ende zu einer Erklärung zusammenfügen, weshalb der Protagonist seine eigene Crazy Machine baut. Und insofern ist ja auch die Geschichte selbst eine solche Crazy Machine, eines fügt sich zum anderen. Wäre ein brauchbarer Titel gewesen.
Aber deiner ist auch gut. Weil dieser Wunsch, seinen Namen verewigt zu wissen, der Geschichte eine zusätzliche Ebene verleiht. Ist natürlich nicht ganz neu und abwegig, wenn man sich Amokläufe etc. anschaut, aber dennoch. Das erhebt den Text über eine blosse Moribunder-Mann-sieht-rot-Geschichte, zumindest war das für mich das entscheidende Element, um den Text zu mögen.

Ein Detail:

Ich stehe auf, zünde mein Zippo an, reiße das Fenster auf und gebe ihnen Feuer.
Flammen rauschen an den Beinen der Männer hinauf
Ich kriege da kein Bild. Selbst wenn der Porsche direkt vor dem Fenster geparkt wäre: Wie kriegt er die Füsse der Männer in Flammen gesetzt? Wirft er das Zippo aus dem Fenster auf den Boden? Klappt das? Ich stelle mir bei solchen Szenen immer vor, was geschähe, wenn der unwahrscheinliche Fall nicht einträte.

Noch ein Detail:

Auf Arte läuft eine Dokumentation über die Liebe. Was die Menschen Liebe nennen, sei rein rational erklärbar. Pionierarbeit auf diesem Gebiet hätten im Jahr 2000 die Neurowissenschaftler Semir Zeki und Andreas Bartels vom University College London geleistet. Sie nahmen per funktioneller Magnetresonanztomografie das Gehirn von siebzehn schwer verliebten Probanden unter die Lupe. Einmal zeigten sie ihnen Bilder ihrer Partner und ein andermal Fotos von Freunden. Wie sich herausstellte, sprang beim Anblick des innig geliebten Menschen vor allem das limbische Belohnungssystem an. Fazit: Der Mensch sei nichts als eine hochkomplexe biologische Maschine und die Liebe ein erklärbarer hormoneller Prozess.
Die Tatsache, dass im Gehirn etwas geschieht, wenn eine Person etwas fühlt, haut ja nun wirklich niemanden vom Hocker. Selbst die hartgesottensten Dualisten - Leute, die denken, mentale Entitäten (Wünsche, Gefühle, Wahrnehmungen etc) seien weder identisch mit materiellen Entitäten (Gehirnprozesse) noch auf diese reduzierbar, können die enge Korrelation zwischen Geist und Gehirn leugnen. Wer jemals in seinem Leben genügend Alkohol getrunken oder eine Kopfschmerztablette geschluckt hat, weiss, dass Gehirn und Geist zusammenhängen.
Auf der anderen Seite ist es äusserst naiv, aus einer blossen Korrelation (Das Gefühl der Liebe tritt gleichzeitig mit bestimmten Gehirnprozessen auf) auf eine Identität zu schliessen, zu behaupten, das eine sei nichts anders als das andere, und - noch gewagter - das eine lasse sich auf der Basis des anderen erklären. Anders formuliert: Das oben beschriebene Experiment trägt zur Frage nach dem Verhältnis von Geist und Körper, zur Frage nach der rationalen Erklärbarkeit der Liebe genau nichts bei, und die Schlussfolgerung ergibt sich daraus in keiner Weise - auch wenn ich sie inhaltlich plus/minus teile.

Ich denke, da müssten sich andere Experimente, auch im Bereich "Liebe" und "Gefühl", finden lassen, die viel stärker in die Richtung eines Materialismus weisen. Es gibt Studien, die zeigen, dass sich das Verhalten von Probanden durch transkranielle Magnetstimulation manipulieren lässt, ohne dass das den Probanden bewusst wird. Manipulation ist ein sehr viel stärkerer Hinweis auf kausale Abhängigkeit oder gar Identität als blosse Korrelation.
Es gäbe auch diese psychologisch-soziologischen Rational-Choice-Ansätze, die alles menschliche Verhalten, auch das Liebesverhalten, als Folge einer rationalen Wahl erklären wollen. Wäre auch eine Möglichkeit.
Was ich sagen will: Ein überzeugenderer Arte-Beitrag an dieser Stelle hätte mir besser gefallen. Aber das ist ein wohl etwas gar exquisiter Wunsch, ist mir schon klar. :shy:

Lieber Gruss
Peeperkorn
 
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AWM

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26.03.2018
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Hallo @Peeperkorn vielen Dank für deinen Kommentar!
Ich finde, dass deine Anmerkungen nicht nur Details betreffen, sondern wichtig sind.
Zur ersten: Ich werde da noch was einbauen. Ich als Autor hatte ich natürlich ein Bild im Kopf: Dieser Benzinschwall ergießt sich ja nicht nur direkt auf die Kleidung. Ich dachte mir, dass da auch eine Menge auf den Boden geht und eine Pfütze bildet, sich das Benzin verteilt.

Auch die Arte-Doku ist kein Detail. Ich habe bei der Geschicht darauf geachtet, alles gut zu recherchieren. Und ich finde, dass du da Recht hast. Ich hatte diesen Gedanken auch (das hört sich jetzt unglaubwürdig an), habe ihn aber im Laufe der Überarbeitungen vergessen. Ich hatte mal eine Version, in der ich zwischen der Erklärung des Experimentes und dem Fazit "Bla, Bla, Bla" stehen hatte. Das hat mir nicht gefallen und ich habe es gestrichen und dann so gelassen und vergessen, dass das Fazit sich nicht stringent daraus ergibt.
Da werde ich noch einmal rangehen und deine Tipps nachrecherchieren.

Ansonsten bedanke ich mich für dein Lob :)

Gruß!
AWM
 
Wortkrieger-Team
Senior
Monster-WG
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19.05.2015
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Hi @AWM

ich statte dir bzw. deinem Text mal einen Gegenbesuch ab. Gelsen habe ich die Geschichte schon kurz nachdem du sie eingestellt hast.
Die Stimme erinnert mich an Thomas Bernhard. Und das meine ich durchaus als Lob und soll keinen Epigonen-Vorwurf enthalten. Ich höre all das selbstmitleidige Gegrummel, die wehleidige Wut eines Intellektuellen über den Zustand, die Banalität der Welt, die sich am Ende nur zerstören, so wie man sich selbst am besten zerstört. Ah, was zu TB noch fehlt: Häme und Diffamierung Österreichs, die unbändige Wut über die Dummheit der Gesellschaft, aus der man selbst stammt.
Kurzum: ein sehr starker Text auf hohem literarischen Niveau. Gratuliere!

Paar Stellen:

Ich sitze im Wartezimmer der Onkologie und nehme einen Schluck aus meinem Flachmann. Vom Tod umzingelt schmeckt das Leben besser. Ich schmatze zwei, drei Mal nach, reibe meinen Rücken an der Lehne des Holzstuhls. Das lindert das Jucken der Aknepusteln, die ich von den Medikamenten bekommen habe.
ganz schöne Selbsttäuschung gleich am Anfang: als ob der Flachmann lebendigeres böte

Ihr Schädel erinnert mich an eine gebrauchte Fusselrolle. Ich lächle sie an.
starkes Bild

Ich trinke die halbe Flasche auf einmal hinunter. Weil wir den Glauben an Gott aufgegeben haben, hat er den Glauben an uns aufgegeben. Ich nehme mir vor, nicht mehr zum Arzt zu gehen.
hinunter klingt nicht besonders elegant und die Weisheit gleich danach finde ich over the top

Ich bin enttäuscht, weil ich noch in meinem Körper bin.
fein gedrechselter Satz


Zuhause parke ich den 996er vor meiner Garage. Ich streiche über den Lack. Seine Kälte schmerzt auf meiner Haut.
mm, ich weiß nicht, ob das gewollt ist, aber nach der Fahrt ist zumindestens die Motorhaube heiß

Wäre das hier eine Geschichte, würde jetzt eine Lektion folgen.
ganz stark, wie du da eine neue Ebene einbaust

Ich wusste es ja von Anfang an, aber jetzt wird mir bewusst, dass ich sterben werde und was das Nichts ist und dass es mich schon die ganze Zeit umgibt. Ich nehme einen großen Schluck aus meinem Flachmann und schmatze zwei, drei Mal nach.
und auch die Klammer zum Anfang finde ich sehr gelungen.

Ich müsste mal den SLK polieren, mindestens durch die Waschanlage fahren.:D

Liebe Grüße
Isegrims
 

AWM

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26.03.2018
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Lieber @Isegrims vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe erst nächste Woche Zeit, die ganzen Anmerkungen auch der vorherigen Kommentatoren umzusetzen. Wollte ich nur mal gesagt haben, damit niemand denkt, ich ignoriere die Kritik einfach.
Die Stimme erinnert mich an Thomas Bernhard. Und das meine ich durchaus als Lob und soll keinen Epigonen-Vorwurf enthalten.
Vielen Dank. Ich oute mich jetzt: Ich habe noch nie was von Bernhard gelesen :( Bin gebürtiger Deutscher und wohne nur in Salzburg. Denke nicht, dass das eine Entschuldigung ist. Werde die Bildungslücke alsbald schließen.
Kurzum: ein sehr starker Text auf hohem literarischen Niveau. Gratuliere!
Dankeschön :)
hinunter klingt nicht besonders elegant und die Weisheit gleich danach finde ich over the top
Ja, das ist eine Stelle, die ich noch nicht verbessert habe. Das wurde schon angemerkt. An der Weisheit hänge ich leider arg.
mm, ich weiß nicht, ob das gewollt ist, aber nach der Fahrt ist zumindestens die Motorhaube heiß
Das ist eine sehr gute Anmerkung. Das sind so Kleinigkeiten, die einem selbst nicht mehr auffallen.

Vielen Dank. Hat mich sehr gefreut, dass du vorbeigeschaut hast,

Gruß!
AWM
 

AWM

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26.03.2018
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Hallo @wolf999
Welche Untaten begeht Dein Protagonist? Durch Krebs sterben ist wohl keine Untat?
Ich sehe, du hast meine Geschichte auch nicht zu Ende gelesen :D

Zu den Klischees: Mein Protagonist ist kein Klischee. Was du Klischee nennst, sind die Ansichten meines Protas, die ihn charakterisieren und eine wichtige Funktion in der Geschichte haben. Das ergibt sich aus der Erzählperspektive.

Deine Erzählperspektive ist eine auktoriale. Das ist schon einmal ein großer Unterschied. Es ging mir bei dir auch nicht darum, ein Klischee zu "brandmarken", wie du dich ausgedrückt hast. Ich habe das gesagt, weil deine Figur durch ihre Klischeehaftigkeit sehr langweilig ist. Das ist nicht gut für eine Kurzgeschichte. Das liest sich wie ein Sketch von Pastewka aus den 90ern. Vielleicht haben wir einfach eine andere Auffassung von Klischees und ich habe deine Geschichte aus bekannten Gründen nicht zu Ende gelesen (vielleicht überwirt sich das ja alles noch?). Aber ich glaube, dass die meisten Leser deinen Kurt als wahnsinniges Klischee lesen werden. Er liest sich wie eine Mischung aus Harald Glöckler, Mooshammer und Frank dem Weddingplanner. Er näselt, tänzelt, ist feminin und liebt seinen Mops über alles. Und das behauptest du aus einer auktorialen Erzählperspektive, ohne es zu zeigen. Deshalb interessiere ich mich nicht für ihn, weil ich das unoriginell finde. Das ist alles. Nimm von meinen Anmerkungen, was du brauchen kannst und kümmer dich nicht um den Rest.

Gruß!
AWM
 
Mitglied
Beitritt
26.08.2019
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59
Hallo @AWM ,

inzwischen haben so viele deine Geschichte kommentiert, dass mir nur zwei Dinge bleiben:
1. Großes Lob für deinen Text. Ich finde es sehr schwierig aus der Ich-Perspektive zu schreiben, ohne dass es sich aufgesetzt anhört. Ich komme bei deinem Text aber sehr schnell rein und habe nie das Gefühl, dass mir hier etwas Unechtes serviert wird.
Auch die Komposition gefällt mir sehr gut. Du nennst erst einmal unwichtig scheinende Details, die aber später wieder in anderem Kontext aufgenommen werden oder dem Leser dann doch eine Richtung weisen. Ich mag so etwas.
Hier kommt das zweite: Tannenberg ist kein Berg sondern (war?) ein Ort. Es muss also
NTV zeigt eine Dokumentation über die Schlacht bei Tannenberg
heißen.

Gern gelesen!
Viele Grüße
Daeron
 

AWM

Mitglied
Beitritt
26.03.2018
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426
Hallo @Daeron vielen Dank für deinen Kommentar und vor allem, dass du den peinlichen Fehler entdeckt hast!
Großes Lob für deinen Text
Danke!
Hier kommt das zweite: Tannenberg ist kein Berg sondern (war?) ein Ort. Es muss also
Verbessere ich sofort. Vielen Dank, dass du da so aufmerksam warst!

Gruß!
AWM
 
Mitglied
Beitritt
04.10.2006
Beiträge
213
Hallo @AWM,

kurz nur das:
Ich bin sehr beindruckt von diesem Text, er hat mich mehr als nur einmal erfolgreich auf falsche Fährten gelockt, ich finde viele deiner Bilder und Gedanken beklemmend schön und galgenhumorig gut, meine Hochachtung.

Danke!
bvw
 

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