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Kiesel, Hölzchen + Stein

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02.08.2021
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Kiesel, Hölzchen + Stein

Der Bub spazierte am Donau-Ufer zwischen Niederachdorf und Oberzeitldorn, das sind zwei kleine Ortschaften im Bayerischen Wald, direkt an der Donau gelegen.

Plötzlich blieb er stehen und hob etwas auf. Es war ein kleiner Kieselstein
Er betrachtete den kleinen Kiesel sehr lange. „Du gefällst mir“ sagte er und der kleine Stein verschwand in seinem Hosensack.

Ein paar Schritte weiter blieb er wieder stehen. Dieses Mal war es ein kleines Stückchen Holz das er in Händen hielt. Auch das betrachtete er einige Zeit und auch das Holzstückchen wanderte in seine Tasche.

In direkter Nachbarschaft zu dem Hölzchen fand er auch noch einen größeren Stein, der, aus Sicht des Buben, wunderschöne Maserungen hatte. Auch der Stein wurde mitgenommen.

Zuhause angekommen legte der Bub den Kiesel, das Hölzchen und den Stein auf seinen Schreibtisch, betrachtete alles noch einmal und freute sich über seinen schönen Fund. Da rief die Mutter zum Abendessen und er verließ das Zimmer, die Tür viel ins Schloß.

Schweigen, man hörte keinen Mucks im Zimmer.

Plötzlich kam Leben in den kleinen Kiesel. Er sagte: „Hallo, mein Name ist Judith und ich bin ein Kieselstein“.

Schweigen

„Könnt Ihr mich hören oder verstehen“ fragte Judith.

Schweigen

„Naja, dann eben nicht“ sagte Judith und schwieg wieder

„Ich heiße Hannibal“ sagte plötzlich der Stein mit tiefer Stimme

„und eeeh ich eeeh binne der Jusuf“ ergänzte plötzlich das Hölzchen

„Hallo Hannibal, hallo Jusuf“ sagte Kieselchen. „Schön mit Euch zu sprechen“.“ Wo kommt Ihr den her“ fragte Judith.

„Ich komme aus dem fernen Afrika“ sagte Hannibal. „Ich bin vor langer Zeit im Reitgepäck eines Königs mit einem Elefanten von Afrika über die Alpen bis hier her gekommen“. „Afrika ist das Land der Palmen und Kokosnüsse“ ergänzte Hannibal

„Wow, sagte Judith „da hast Du ja schon einiges hinter Dir“

„Ichee komme aus dem Oriente“ sagte Jusuf. „Das ist weit weit weg, wo die Datteln und die Feigen an den Bäumen wachsen“ Ichee war eine Holze-Fregatte“

„Eine was?“ fragten Judith und Hannibal gleichzeitig.

„Eine Holze-Fregatte““isse eine groooosssse Holze-Boot mit Kanonen zum schießen“

„Wow, sagte Judith wieder. „Du warst ein grosses Holzboot mit Kanonen“

„Ja“ sagte Jusuf „unde wir haben gekämpft mit Piraten mit unseren Kanonen, Bum Bum Bum“

„Wow“ sagte Judith wieder und war ganz fasziniert von dem was Jusuf da erzählte

„Und wo ist der Rest von Dir“ fragte da Hannibal schnippisch

„Isse kaputte, Piraten haben leider gewonnen“, „Bum, bum, bum, und Holze-Boote kaputt“. Iche binne der Rest“

„Oh, das tut mir echt leid“ sagte das Kieselchen Judith. „Aber sag mal, wie bist Du denn dann vom Orient bis hierhergekommen“

„Im Schnabel von de Vogel Gans-grau“ „Iche habe Vogel Gans imme gesagt, solle Schnabel aufmachen, aber Gans war stur und Schnabel zu bis hierher“ „Hier wollte Gans fressen und iche binne auf Boden gefallen“

„Na, da hast Du aber auch einen weiten Weg hinter Dich gebracht“ sagte Judith.

„Und wo kommst Du her“ fragte Hannibal

„Ich“ sagte Judith““also ich war schon immer hier“

„Imme hiere“fragte Jusuf erstaunt, „imme hiere, ist das nicht langweilig?“

„Nein, eigentlich nicht“ sagte das Kieselchen.
„Ich habe lange Zeit einer Fähre zugesehen, wie sie Menschen, Pferde und Fahrzeuge über die Donau brachte, bis sie eingestellt wurde“.
“Ich habe Menschen beim Fischen zugesehen“
„Ich habe Biber beobachtet“ wie sie Ihre Dämme bauten und vieles mehr“
"Nein, langweilig wurde mit bisher eigentlich nicht“

„Naja, jedem das Seine“ bemerkte Hannibal etwas mürrisch

Plötzlich ging die Tür auf. Der Bub kam rein, das Licht ging aus und er ging zu Bett.

Am nächsten Morgen kam die Mutter ins Zimmer und öffnete das Fenster zum Lüften. Der Bub war in der Küche beim Frühstück. Da bemerkte sie die Fundsachen auf dem Schreibtisch. „Was hat denn der Bub da wieder angeschleppt“, „der ganze Schreibtisch ist schmutzig von den Steinen und dem Holzstück“

Kurzerhand warf Sie Kieselchen, Hölzchen und Stein aus dem Fenster, die alle drei aber wohlbehalten im weichen Gras landeten.

„Oh man habe ich mich erschrocken“ sagte Judith.
„Hurra“ frohlockte da der Stein Hannibal, „wir sind wieder frei“
„Hmmm“ sagte Jusuf „ esse regnet in de strömen“ iche war gerade trocken und jetzt sauge ich mich wieder mitte Wasser volle“ „drinnen warre schönner“

„Finde ich auch“ sagte Judith „das war so schön warm und kuschelig dort drinnen“ „ach könnten wir doch wieder da zurück“
„Hmmnaja“ „da habt Ihr schon recht“ sagte Hannibal“ war schon schön da drinnen“

Plötzlich hob eine Hand den kleinen Kiesel auf. Es war der Bub der sagte „Hurra, bin ich froh, ich habe Dich wieder gefunden, da können die anderen ja nicht weit sein“

Und er fand auch Hannibal und Jusuf wieder und alle drei kamen zurück auf den Schreibtisch.

Dort angekommen wurden der Kiesel, das Hölzchen und der Stein von dem Buben in einer Seifenlauge ausreichend gereinigt.

Und von dort wanderten sie dann in ein Regal, das an der Wand hing mit Blick auf das schöne Donautal. Die Sonnenstrahlen brachen sich im Fenster und alle drei waren glücklich und zufrieden.

Hannibal erzählte jeden Tag viel von seinen Abenteuern in Afrika
Jusuf wusste auch viel Spannendes von seinen Kämpfen mit den Piraten im Orient zu berichten
Und Judith hörte viel zu und war einfach nur glücklich, hier zu sein….

 
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Hallo @KlausNiederbayern
und herzlich willkommen hier.

Zuersteinmal finde ich die Idee ganz niedlich :)
Aber im Detail:

Kiesel, Hölzchen + Stein
Da es eine Kindergeschichte ist, mag ich das + in der Überschrift nicht. Gerade Kinder der ersten Klassen haben so schon Mühe Deutsch und Mathematik auseinander zu halten - und jetzt kommt eine Rechenaufgabe in einer Textüberschrift. Wobei so richtig ist das auch keine Rechenaufgabe - ich denke mit der Überschrift will kein Kind den Rest lesen.

Der Bub spazierte am Donau-Ufer zwischen Niederachdorf und Oberzeitldorn, das sind zwei kleine Ortschaften im Bayerischen Wald, direkt an der Donau gelegen.
Für mich ist Spazieren ist so eine Tätigkeit alter Leute. Wenn er da alleine rumtigert, dann rennt, forscht, erkundet er das Ufer - aber spazieren kann ich mir bei einem Jungen nicht so vorstellen.

Plötzlich blieb er stehen und hob etwas auf.
Das "Plötzlich" hast Du öfter. Da es hier im Zusammenhang mit spazieren kommt, passt "plötzlich" für mich nicht so.
„Du gefällst mir“[Komma] sagte er und der kleine Stein verschwand in seinem Hosensack.
Zeichensetzung bei direkter Rede solltest Du dir nochmal anschauen.
Hier im Forum gibt es auch Tipps dazu: Korrektur-Check-Liste

In direkter Nachbarschaft zu dem Hölzchen fand er auch noch einen größeren Stein, der, aus Sicht des Buben, wunderschöne Maserungen hatte. Auch der Stein wurde mitgenommen.
Ich bin der Meinung das "aus Sicht des Buben" kann weg. Aber das ist wohl Geschmakssache.

Schweigen, man hörte keinen Mucks im Zimmer.
Da an dieser Stelle die drei sowieso noch nichts gesagt hatten, finde ich, dass "schweigen" hier noch nicht passt. Außerdem funktioniert der Satz ohne das vorangestellte "Schweigen" auch wunderbar.

Plötzlich kam Leben in den kleinen Kiesel.
Da ist wieder das "plötzlich". Auch hier finde ich das plötzlich unpassen, leider habe ich diesmal keine Begründung dafür.

Er sagte: „Hallo, mein Name ist Judith und ich bin ein Kieselstein[Punkt]“
Der Punkt muss an dieser Stelle innerhalb der wörtlichen Rede sein.

„Könnt Ihr mich hören oder verstehen[Fragezeichen]“[Komma] fragte Judith.
Zeichensetzung bei direkter Rede.

Schweigen[Punkt]
Da feht ein Satzzeichen für das Ende des Satzes.

„Naja, dann eben nicht“[Komma] sagte Judith und schwieg wieder

Das mit den Satzzeicen bei wörtlicher Rede zieht sich so durch - da gehe ich nicht weiter drauf ein. Auch wenn ein Satz beendet wird, und der gleiche Sprecher weiterspricht, sind Anführungszeichen überflüssig.

Fazit: Schöne Idee für Kinder. Schöne Klammer mit dem Bub am Anfang und Ende. Ansonsten leichte Lektüre.

Ich hoffe, du kannst mit meinem Kommentar was anfangen.
Gruß
pantoholli

 

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