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Kontra

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Kontra

Anne kommt spät heute. Sie sieht blass aus, als sie in die Küche tritt und sich zu mir an den Esstisch setzt, die Haare hinter die Ohren streicht.
„Scheißtag“, stöhnt sie und greift nach meinem Glas Wein.
„Hmm? Was war los?“
Sie seufzt theatralisch, leert das Glas, legt die Stirn auf die Tischplatte.
Ich kichere. „So schlimm?“
„Hmm.“ Sie dreht den Kopf zur Seite, blickt mich an.
„Wann ist Premiere?“, frage ich.
„In zwei Wochen“, nuschelt sie. „Aber das ist nicht das Problem.“
„Was dann?“
Sie sagt nichts. Richtet sich auf, greift nach der Flasche und schenkt nach.
Ich lasse nicht locker. „Ist es wegen diesem Noack? Dem Trainer?“
„Hör auf damit.“
„Ich frag doch nur.“
„Lass es.“
Beleidigt beiße ich mir auf die Lippe, starre auf die Tischplatte. Echtholz. Teuer. Mit dem Finger fahre ich durch den nassen Ring, den mein Weinglas auf der Oberfläche hinterlassen hat.
Anne lehnt sich zurück, fächert sich mit der flachen Hand Luft zu. „Scheißwetter. Man kann kaum atmen im Studio, fünfzehn Tänzerinnen, alle am Schwitzen.“ Sie lacht auf. „Und dann gehst du raus und auf der Straße ist es auch nicht besser.“
Ich nicke mit dem Kinn in ihre Richtung. „Zieh halt den Pulli aus.“ Es klingt bissiger als beabsichtigt, und ich kassiere einen trotzigen Blick. Sie zieht sich die Ärmel weit über die Handgelenke, wie um mir zu zeigen, dass sie über solch trivialen Dingen wie Hitze steht.
„Du hast gut reden“, fährt sie nach einer Pause fort. „Bei euch läuft den ganzen Tag die verdammte Klimaanlage.“
Ich seufze. „Anne, es ist ein Krankenhaus.“
Sie verdreht die Augen. „Ja, genau. Du bist ja so wichtig. Mama und Papa platzen vor Stolz.“
Getroffen ziehe ich die Luft ein, zähle im Kopf bis drei. Annes Worte hängen über uns wie eine Gewitterwolke, die sich jeden Moment entladen wird. Ich nehme die Schultern hoch, wappne mich gegen das, was wohl als Nächstes kommt. Wie ein Donnerschlag knallt Annes Hand auf den Tisch, und ich zucke zusammen.
„Mann, Kristin! Lass dir doch nicht immer alles gefallen!“ Ihre Augen funkeln mich herausfordernd an. „Immer hältst du die Klappe, frisst alles in dich rein. Sag doch mal, dass dir was nicht passt. Gib mal Kontra!“
Ich zähle weiter bis sechs. Hab das im Griff. Ich weiß ja, sie will mir nicht weh tun, sie ist einfach so. Impulsiv bis zum Gehtnichtmehr. „Anne, bitte. Hör auf.“
Doch sie hört nicht auf. „Weißt du, was ich gern mal sehen würde?“ Sie stützt beide Hände auf die Tischplatte, beugt sich angriffslustig vor. „Wie du die Kontrolle verlierst. Wie du dir vor Lachen in die Hose machst. Oder heulst wie ein Schlosshund. Oder lass von mir aus mal einen fahren!“ Sie lacht, und es klingt anrüchig. Ich wünschte, sie würde das nicht tun, würde mich nicht so provokant anblitzen, so als müsste ich jetzt etwas darauf erwidern.
Sie schüttelt ihre wilde Mähne, sieht mich an mit einem Blick, in dem ich einen Hauch Enttäuschung erkenne. „Aber nee. Contenance, Contenance.“
Ich sage nichts. Schaue auf die Maserung im Holz. Mit dem Finger fahre ich die Linien entlang, hätte jetzt gerne noch einen Schluck Wein.
Doch dann lacht Anne plötzlich, greift mit ihrer schmalen Hand nach meiner, drückt. „Ach Kristin, jetzt guck doch nicht so. Ich hab’s nicht so gemeint.“
Sie kann sowas. Einen Augenblick nehmen, und ihn komplett entschärfen. Ein bisschen wie David Copperfield – Spannung aufbauen, große Theatralik, dann eine magische Handbewegung und alles ist wieder gut, wieder richtig. Widerwillig muss ich selbst lachen, drücke ihre Hand zurück.
Sie kippt den letzten Rest Wein hinunter, dann steht sie auf, fährt sich durchs Haar. „Ich muss jetzt los, Süße.“ Geht zur Tür, kramt in ihrer Jeanstasche, drückt eine Tablette aus dem Blister, flippt sie sich in den Mund. „Wir sehen uns die Tage, okay?“

* * *​

In der Nacht fahre ich schweißgebadet aus klebrigen Laken hoch. Mein Herz pocht wie ein Presslufthammer, und da sind sie wieder, die Bilder.
Noack im Gerichtssaal, sein Gesicht zu einem höhnischen Grinsen verzogen. Mein Rücken steif vom langen Sitzen auf harten Bänken, Papa neben mir, faltig wie ein alter Apfel, der langsam vertrocknet.
Mit steinerner Miene höre ich zu. Höre die Worte, spüre ihren Nachhall in meinem Inneren, lasse den Schmerz nicht an mich heran. Konzentriere mich stattdessen auf die Formalitäten. Verlesung der Anklage, Beweisaufnahme, Vernehmung. Als wäre nicht meine Schwester das Opfer, sondern irgendeine fremde Person, eine, die ich gar nicht kenne.
Anne hockt neben mir, klein wie ein Kind. Ihre Haut glänzt fiebrig, ihr Blick flattert unruhig im Raum umher, wie ein Schmetterling auf der Flucht. Nur zu ihm sieht sie nicht, nie.
Ich schüttele mich, knülle die Bilder in meinem Kopf zusammen und schiebe sie beiseite. Greife mir das Laken, stehe auf.
Die Luft auf der Dachterrasse ist immer noch schwül. Dächer, Lichter in der Ferne, eine Sirene in der Nacht. Ich gehe zum Blumenkasten und taste darunter. Es sind noch zwei Zigaretten und Streichhölzer dort. Eine zünde ich mir an, nehme einen tiefen Zug. Stehe dort für ein paar Minuten.
Nachts kann ich die Erinnerungen manchmal besser ertragen. Als wären sie dann farbloser, genau wie die Dächer der Stadt. Noacks ekelhaftes Grinsen. Der Triumph in seinem Blick. Verfahrensfehler. Einstellung.
Annes Handgelenke.
Ich drücke die Zigarette aus und gehe rein. Versuche, der Nacht noch ein, zwei Stunden Schlaf abzugewinnen.

* * *​

Doppelschicht in der Notaufnahme. Immerhin ist die Luft im Krankenhaus kühl, das macht es angenehmer.
Aber der Stress liegt mir. Ich kann gut umschalten aufs Funktionieren, darauf, zu tun, was gerade getan werden muss. Nicht nachdenken über all die Schicksale.
Eine Fünfzehnjährige wird hereingeschoben, Glassplitter in Unterarm und Fuß. Röntgen zur Sicherheit, dann schicken wir sie nach Hause.
Als Nächstes ein Neunzigjähriger. Atembeschwerden, Schmerzen in der Brust. Mein Gefühl sagt mir, er wird es nicht überstehen, doch ich schiebe es beiseite. Funktionieren. Eine Kollegin übernimmt.
Ein paar Stunden passiert nichts Besonderes, dann ein geplatzter Blinddarm bei einem Einundvierzigjährigen. Ein Kollege erledigt den Papierkram, schallt, dann wird es hektisch. Äußerlich bin ich ganz Profi, innerlich fluche ich. Ich weiß, was als Nächstes kommt, und mache mich fertig für die OP.
Appendizitis ist eigentlich ein Standardeingriff, doch wenn es schon zur Ruptur gekommen ist, bedeutet das Nervenkrieg. Erst wird der Durchbruch versorgt, dann nur noch gespült und gereinigt. Man muss gründlich sein, es zieht sich. In meiner Jeanstasche drückt sich der Blister fest gegen meinen Oberschenkel und in einer kurzen Atempause denke ich, dass ich eigentlich gerne eine nehmen würde. Heute Abend.
„Kristin, hast du gehört?“, klingt es plötzlich von der Seite.
Irritiert schaue ich auf. Dirk und ich wechseln uns ab. Mal assistiere ich und er spült, nach einer halben Stunde wird getauscht. Ich blicke auf das Geschirr in meinen Händen, dann zu ihm. „Was?“
„Viertel vor acht, Kristin. Ich übernehme.“
„Ah, okay.“
Wir tauschen Plätze. Unsere Kittel rascheln.
„Am Wochenende schon was vor?“, fragt er.
Ich strecke mich, hole durch die OP-Maske tief Luft. „Nee. Hatte viele Doppelschichten in den letzten Wochen. Ich bleib zu Hause und mache gar nichts. Vielleicht ein Buch lesen.“ Der Blister pocht.
Dirks Blick wandert vom Bauchraum des Patienten zu mir. „Bist schon lange nicht mehr mitgekommen.“
Ich zucke mit den Schultern. „Passt grad nicht so.“
Ein paar Minuten vergehen. Spülen, Anreichen, Spülen. Routinehandgriffe. Das einzige, was diesen Eingriff so nervenaufreibend macht, ist seine Länge, die Gründlichkeit, mit der man vorgehen muss.
„Marcel wird vierzig morgen. Wir feiern rein im Macholds. Komm doch mit.“
„Hmmm. Mal schauen.“ Ich merke selbst, dass meine Stimme schneidend und abweisend klingt. Dirk gibt auf. Nach einer Weile tauschen wir erneut. Bis auf die nötigsten Absprachen schweigen wir.
Anne kommt erst, als wir fast fertig sind. Sie stellt sich hinter mich, schaut mir über die Schulter, verfolgt die Bewegungen meiner Hände. Ich spüre ihren Atem in meinem Nacken.
„Marcel ist Single, oder?“, fragt sie nach einer Weile, betont nebensächlich.
Ich antworte nicht, konzentriere mich auf die Handgriffe.
„Geh doch mit. Er ist heiß.“
„Anne, lass das.“
Sie lacht. „Gott, Kristin, du bist immer so verklemmt. Wie hältst du dich selber aus?“
Ich spüle, fülle nach, spüle erneut. Denke nur an meine Hände und an das Leben, das ich gerade rette.
Anne umrundet den Tisch, nimmt sich eine Pinzette vom Tablett, dreht sie in ihren Händen, betrachtet den geöffneten Bauchraum.
„Ist es dir übrigens aufgefallen?“
„Was meinst du?“
Sie nickt mit dem Kinn, deutet auf die Gestalt, die sich unter der OP-Decke abzeichnet. „Du hast ihn nicht erkannt?“
„Wen erkannt?“
Sie kichert. „Hast du also doch. Brauchst mir nichts vormachen.“
Genervt halte ich inne, drehe mich zu ihr. „Verdammt, Anne, ich muss mich hier konzentrieren.“
Sie hebt unschuldig die Hände. Die Pinzette funkelt im Neonlicht. „Ich mein ja nur. So ein Zufall, oder?“
Ich beiße mir auf die Unterlippe, wende mich wieder dem Patienten zu. Nur die Drainage fehlt noch, dann können wir nähen. Schweigend arbeite ich weiter.
Anne zupft mich am Ärmel. „Ziemlich ungerecht damals, oder? Da zerstört dieser Wichser eine ganze Familie und kommt trotzdem ungeschoren davon.“ Sie stellt sich neben mich, beugt sich vor, betrachtet meine Hände.
Unter der OP-Maske bilden sich Schweißtröpfchen auf meiner Haut.
„Anne, woher willst du wissen, dass er das ist?“
Sie zuckt lässig mit den Schultern. „Sieht man doch.“
Widerwillig muss ich auflachen. „Blödsinn.“
Sie tritt näher an den Tisch heran, greift unter die Decke, zieht die Hand des Patienten hervor. Sie ist kräftig, behaart. Mir kriecht eine Gänsehaut über den Rücken.
„Die würde ich überall wiedererkennen.“ Sie zerrt die Hand nach oben, bis fast vor mein Gesicht. Mir wird schlecht. „Weißt du, wo er die überall hatte?“ Sie legt die schlaffe Hand des Mannes auf ihre Brust, wirft mir einen schmerzerfüllten Blick zu. Schiebt sie abwärts, über ihren Bauch, betont langsam. Ich kann kaum atmen. Als sie zwischen ihren Beinen innehält, ist mein Mund staubtrocken.
Dann lässt sie los. „Niemand wird es merken, Kristin. Steck sie dort an die Seite, wo es nicht auffällt.“
Anne sieht mich an. Ihr Blick ist klar wie die Nacht, wie der Himmel über den Dächern der Stadt.
Langsam streckt sie den Arm in meine Richtung, hält mir ihre geschlossene Faust hin. „Gib Kontra, Kristin.“ Die Narben auf ihren Handgelenken im gleißenden Neonlicht.
Ihre Finger öffnen sich, und dort liegt die Pinzette auf ihrer Handfläche, wie eine Aufforderung.
Anne lächelt mir zu.
 
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@elaine

Hallo Mel,

auch diesmal eine spannende Geschichte, die eine interessante und überraschende Entwicklung nimmt.

Ich finde die Dialoge gut, auch in diesem kürzeren Text kommt der Charakter der beiden Schwestern deutlich hervor. Es ist zwar insgesamt keine Horrorgeschichte, dennoch finde ich das Ende sehr gruselig, mit einem ernsten Hintergrund.

Also auch hierbei: Gut gelungen, du nimmst den Leser mit durch die spannende Handlung, lässt ihn nicht vom Haken!

Und noch einige Details:

Sie sieht blass aus, als sie in die Küche tritt und sich zu mir an den Esstisch setzt, sich die Haare hinter die Ohren streicht.
Das zweite "sich" würde ich streichen

Sie sagt nichts. Richtet sich auf, greift nach der Flasche und schenkt sich nach.
auch hier

Es klingt bissiger als beabsichtigt, und ich kassiere einen trotzigen Blick.
Ich würde "und" streichen, ansonsten müsste das Komma weg

Wie ein Donnerschlag knallt Annes Hand auf den Tisch, und ich zucke zusammen.
/
Sie lacht, und es klingt anrüchig.
/
Einen Augenblick nehmen, und ihn komplett entschärfen.
/
Ich weiß, was als Nächstes kommt, und mache mich fertig für die OP.
Hier das Gleiche, Komma oder "und" weg.

Sie schüttelt ihre wilde Mähne, aus der ein Hauch Enttäuschung auf die Tischplatte weht.
Ich hab mir den Satz mehrfach durchgelesen, kann aber beim besten Willen nichts damit anfangen :confused:

Spannung aufbauen, große Theatralik, dann eine magische Handbewegung und alles ist wieder gut, ist wieder richtig.
Das zweite "ist" würde ich streichen.

Versuche, der Nacht noch ein, zwei Stunden Schlaf abzujagen.
oder: abzugewinnen

Mein Gefühl sagt, dass er das nicht überstehen wird, doch ich schiebe es beiseite.
Vorschlag: "Mein Gefühl sagt mir, er wird es nicht überstehen, doch ich schiebe es beiseite."
("dass" als Nebensatzeinleitung vermeiden)

Viele Grüße!
Rob
 
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@elaine

Ich habe gerade Deine Geschichte gelesen. Sie ist interessant und spannend, lässt sich flüssig lesen und es entsteht Kopfkino. Ich mag deine subtilen Andeutungen. Du lässt den Leser langsam entdecken, was Sache ist, haust nicht mit dem Holzhammer auf den Tisch. Ein paar Kleinigkeiten sind mir aufgefallen.

Zitat Elaine: Beleidigt beiße ich mir auf die Lippe, starre auf die Tischplatte. Echtholz. Teuer.
Das klingt ein wenig abgehackt

Zitat Elaine: Sie schüttelt ihre wilde Mähne, aus der ein Hauch Enttäuschung auf die Tischplatte weht.
Was willst du damit sagen? Mit dem Satz kann ich nichts anfangen.

Zitat Elaine: Ich sage nichts. Schaue auf die Maserung im Holz. Mit dem Finger fahre ich die Linien entlang, hätte jetzt gerne noch einen Schluck Wein.
Warum trinkt sie dann nicht?

Zitat Elaine: „Ich muss jetzt los, Süße.“
Sie ist doch eben erst gekommen.

Zitat Elaine: „Kristin, hast Du gehört?“, klingt es plötzlich von der Seite.
…du… (in Romanen schreibt man „du“ „dir“ „dich“ in Dialogen immer klein.

Zitat Elaine: Anne kommt erst, als wir fast fertig sind. Sie stellt sich hinter mich, schaut mir über die Schulter, verfolgt die Bewegungen meiner Hände. Ich spüre ihren Atem in meinem Nacken.
Wieso kommt sie ins Krankenhaus??? In den OP Saal? Oder ist sie ne Halluzination?

Zitat Elaine: „Die würde ich überall wiedererkennen.“ Sie zerrt die Hand nach oben, bis fast vor mein Gesicht. Mir wird schlecht.
Warum schauen sie nicht einfach aufs Gesicht?

Ich hoffe, die Anmerkungen sind hilfreich.

LG Silvita
 
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Lieber @Rob F, auch hier wieder ein herzliches Danke an dich! Ich freue mich sehr, dass der Text Dir gefallen hat.

Ich finde die Dialoge gut, auch in diesem kürzeren Text kommt der Charakter der beiden Schwestern deutlich hervor.
Das war eine der Aufgaben, die ich mir mit der Story stellen wollte: Kurze, knackige Dialoge, die die Charaktere plastisch machen. Hat anscheinend geklappt, wie schön!

Es ist zwar insgesamt keine Horrorgeschichte, dennoch finde ich das Ende sehr gruselig, mit einem ernsten Hintergrund.
Lustig, dass Du das schreibst. Ich wollte überhaupt keine Horrorstory schreiben, nichts lag mir ferner. Aber beim Schreiben hab ich gemerkt, wie es ein bisschen in diese Richtung ging, und ja, das Ende soll durchaus gruseln. Aber das Horror-tag würde ich trotzdem nicht hinzufügen, dafür reicht es glaub ich nicht.

Ich würde "und" streichen, ansonsten müsste das Komma weg
Das hattest Du ja auch schon bei meiner letzten Geschichte angemerkt, danke, dass Du dran bleibst! Ich hab mir jetzt mal die Regeln hierzu angesehen, und es ist so, dass man in dem Fall die Wahl hat, ob ein Komma gesetzt wird oder nicht. Genauer gesagt: Wenn der komplette Teil nach dem und auch alleine stehen kann, ist das Komma optional.
Ein Freund von mir meckert auch immer, dass ich sie setze - seinen Lesefluss scheinen die Kommas also zu stören, und Deinen ganz offensichtlich auch. Ich selbst würde stolpern, wenn an diesen Stellen KEIN Komma stünde. Wie ich in der letzten Story auch geschrieben habe, sind das für mich tatsächlich Stellen, an denen ich beim Vorlesen eine Art "betonte Pause" einlegen würde, und ohne Komma würde das für mich irgendwie verloren gehen.
Ich würde sie daher erstmal drin lassen, wäre aber interessiert, was andere Stimmen so finden. Reißt Euch das raus? Stört es?

Ich hab mir den Satz mehrfach durchgelesen, kann aber beim besten Willen nichts damit anfangen :confused:
Kann ich verstehen! Ist vielleicht zu bildlich, zu poetisch, und passt nicht zum restlichen Stil der Story. Ich überlege mal.

oder: abzugewinnen
Super, gekauft!

Vorschlag: "Mein Gefühl sagt mir, er wird es nicht überstehen, doch ich schiebe es beiseite."
("dass" als Nebensatzeinleitung vermeiden)
Hier wollte ich auch gerne nachfragen, weil Du auch das in der letzten Story erwähnt hattest und mir das völlig neu war, also dass man auf die ganzen "dass" besser verzichten soll. Mir gefällt Dein Vorschlag und ich ändere das sehr gerne, danke! Aber es ändert tatsächlich den Charakter, den Tonfall einer Geschichte.
Wieso ist es so, dass man die "dass" nicht so oft benutzen soll? Woher kommt das?

Vielen Dank, dass Du dir Gedanken gemacht und die Zeit genommen hast, zu kommentieren. Ich freue mich sehr darüber!

Gruß aus Bonn
Mel
 
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Liebe Silvita,

auch Dir ein herzliches Dankeschön fürs Lesen & Kommentieren!

Zitat Elaine: Sie schüttelt ihre wilde Mähne, aus der ein Hauch Enttäuschung auf die Tischplatte weht.
Was willst du damit sagen? Mit dem Satz kann ich nichts anfangen.
Rob fand den auch unpassend. Ich weiß noch nicht, wie genau ich ihn verändere, aber irgendeine Änderung muss her, das ist klar.

Zitat Elaine: „Ich muss jetzt los, Süße.“
Sie ist doch eben erst gekommen.
Ist sie wirklich gekommen? :) Ich habe versucht, die Szenen mit Anne (bis auf den Gerichtssaal) so zu schreiben, dass ein Rest Unsicherheit ruhig bleiben darf. Man kann es so sehen, oder so. In meiner Vorstellung ist Anne da bereits tot, hat einen "erfolgreichen" Selbstmordversuch hinter sich gebracht. Es gibt nur eine leise Andeutung darauf im ersten Abschnitt, die Sache mit dem Pulli. Aber andere Deutungen sind durchaus möglich und auch gewollt.

Zitat Elaine: Anne kommt erst, als wir fast fertig sind. Sie stellt sich hinter mich, schaut mir über die Schulter, verfolgt die Bewegungen meiner Hände. Ich spüre ihren Atem in meinem Nacken.
Wieso kommt sie ins Krankenhaus??? In den OP Saal? Oder ist sie ne Halluzination?
Das geht in die gleiche Richtung. Vielleicht wäre es theoretisch denkbar, dass Anne, eine Person, die überhaupt nicht im Krankenhaus arbeitet, einfach so in eine schwere OP hereinspaziert, die Operateurin in ein Gespräch verwickelt, sich Instrumente vom Beistelltisch schnappt usw, und dass niemand dazu etwas sagt. In irgendeinem Paralleluniversum geht das bestimmt - aber ich glaube, viel wahrscheinlicher ist, dass das alles nur in Kristins Fantasie passiert.

Zitat Elaine: „Die würde ich überall wiedererkennen.“ Sie zerrt die Hand nach oben, bis fast vor mein Gesicht. Mir wird schlecht.
Warum schauen sie nicht einfach aufs Gesicht?
Ich glaube, Kristin weiß tief im Innersten, dass Anne nicht mehr lebt, und dass sie sich die Gespräche mit ihr nur einbildet. Gleichzeitig sucht sie verzweifelt nach einer Möglichkeit, die verlorene Gerichtsverhandlung wieder "wett" zu machen, das geschehene Unrecht aufzuwiegen. Wenn sie sich einfach das Gesicht des Patienten anschauen würde, würde sie sich selbst diese Möglichkeit damit nehmen, denn dann wäre ja klar, dass der Mann überhaupt nicht der Täter ist, sondern einfach nur irgendjemand.

Andererseits wäre es natürlich auch möglich, dass es sich doch um Noack handelt...

Ich möchte gerne, dass die LeserInnen selbst entscheiden, was für sie am schlüssigsten ist. Ich glaube, für die meisten Interpretationen lassen sich Argumente finden.

Vielen Dank fürs Lesen und für Deine Gedanken!

Gruß aus Bonn
Mel
 
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Hallo Mel,

ich kannte die genaue Grammatikregel nicht, ich hatte die Sätze mit "Komma + und" angemerkt, da es mir doppelt gemoppelt erschien. Vom Lesefluss her fände ich es besser, das "und" wegzulassen.

Wieso ist es so, dass man die "dass" nicht so oft benutzen soll? Woher kommt das?
Ich würde es nicht nur hierauf beziehen, sondern insgesamt darauf achten, nicht zu oft gleiche Satzstrukturen zu verwenden. Sonst könnte der Eindruck entstehen, dass der Text eher nach "Schema F" gestaltet wurde, was ja gar nicht gerechtfertigt sein muss. Daher also der Vorschlag, auch hierbei etwas zu variieren.

Viele Grüße aus der Nachbarstadt!
 
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Moin Elaine,

ein guter Text, hat mir sehr gefallen. Deine Dialoge sind knackig und realistisch und zeichnen die Charaktere gut. Die Beziehung zwischen den Schwestern ist klasse rübergekommen, und ich konnte mir sämtliche Szenen lebhaft vorstellen und war sofort mitten in der Geschichte.

Den Twist hab ich so nicht kommen sehen, sehr gut. Und es bleibt dem Leser genug Freiraum, um die Fantasie spielen zu lassen. Ich finde es gut, dass du nicht sagst, dass die Schwester tot ist (sie hat sich die Pulsadern aufgeschnitten, oder? ;)) Genau richtig, das dem Leser zu überlassen. Es geht auch oft schief, das Ende offen zu lassen, aber auch das fand ich bei dir gut. Bringt sie den Kerl um bzw lässt sie ihn sterben? Ist das wirklich der Peiniger oder nur irgendein Mann? Sieht deine Protagonisten in vielen Männern den Vergewaltiger ihrer Schwester? Wie viele Männer sind während einer OP tragischerweise schon gestorben? Die Fantasie rast und die Implikationen sind gruselig. Fantastisch umgesetzt, sehr gelungen.

Nur drei Kleinigkeiten sind mir während der Lektüre aufgefallen:

Sie zieht sich die Ärmel weit über die Handgelenke, wie um mir zu zeigen, dass sie über solch trivialen Dingen wie Hitze steht.
Das liest sich irgendwie ungelenk. Hier fände ich als + Konjunktiv besser, machst du ja auch im Rest des Textes so. Also: als wollte sie mir zeigen, dass

Sie schüttelt ihre wilde Mähne, aus der ein Hauch Enttäuschung auf die Tischplatte weht.
Ist natürlich Geschmackssache, aber das Bild ist mir zu unpräzise. Wie soll denn Enttäuschung aus den Haaren wehen? Darunter kann ich mir nichts vorstellen.

Ich taste unter dem Blumenkasten.
Das klingt, als stünde deine Protagonistin unter dem Blumenkasten und tastet umher. Zumindest bin ich deswegen darüber gestolpert. Ich suche unter dem Blumenkasten nach Streichhölzern und Zigaretten, zwei sind noch da. Sowas in der Richtung wäre vielleicht besser.

Ein lumpenreiner Text, hat echt Spaß gemacht.
 
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16.04.2016
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Hallo @elaine

typische Anfägerfehler sind mir nicht aufgefallen, deshalb gehe ich davon aus, dass du schon eine Weile aktiv bist. Sprachlich ist das eine solide Arbeit.
Ich habe trotzdem ein paar Probleme mit der Geschichte.
Als Anne im dritten Absatz auftaucht, dachte ich kurz, das wäre eine Rückblende. Doch es wirkt seltsam, dass sie einfach im OP herumläuft. Also vermute ich, dass ich etwas falsch verstanden habe. Ich rutsche ein paar Zeilen hoch und wieder runter. Dann beschließe ich, dass Anne nur in Kristins Fantasie herumspukt. Es spielt ohnehin keine große Rolle mehr, weil ich jetzt sowieso raus bin.
Die Art von Annes Präsenz sollte klargestellt werden. Beim Lesen lenkt das Rätselraten zu sehr ab.

Eine andere Frage, die ich nicht sicher beantworten könnte, ist die nach der Prämisse. Der erste Absatz präsentiert mir zwei Figuren und deren Gegensätzlichkeit. Darauf stelle ich mich ein. Im nächsten Absatz schwenkt die Handlung auf das Verbrechen. Das Verhältnis der Schwestern ist erstmal unwichtig.
Und dann wird ein ganz neues Fass geöffnet. Selbstjustiz. Ungesühnte Schuld und falsches Handeln für die gerechte Sache.
Damit hat sich die Geschichte weit von ihrem Anfang entfernt. Die einzige, dünne Verbindung besteht in dem Kontra.
Eine Kurzgeschichte bietet nicht genug Raum für solche übergreifenden Plotverknüpfungen.
Jetzt komme ich zu dem Punkt, der die ganze Idee abwürgt.
Nachdem ich erkenne, dass Kristin Geister sieht, kombiniere ich relativ schnell, dass sie auch den Noack nicht wirklich identifiziert hat. Also überlegt sie, einen Unbeteiligten umzulegen, als Rache für ihre Schwester.
Und das lässt mich ziemlich ratlos zurück. Statt einer Auseinandersetzung mit moralischen Fragen um Schuld, Selbstjustiz, Rache ... wird die Geschichte zu einer Schilderung einer Irren, die das " gib Kontra" ihrer Schwester umsetzen will, indem sie irgendwelche Leute umbringt.
Ich vermute, die Entwicklung Kristins von der passiven Figur zur aktiven Täterin war als Prämisse gedacht. Eine Verrückte, die hilflose Patienten umbringt, taugt aber nicht als starke Figur. Sie entfremdet sich im dritten Absatz kontinuierlich vom Leser und am Ende bleibt mir nur ein Achselzucken. Da das potenzielle Opfer anscheinend nicht Noack ist, findet hier auch keine moralische Abwägung von Selbstjustiz statt. Dazu hätte der Antagonist auch deutlicher aufgebaut werden müssen.

Deine Formulierungen sind ansprechend, sowohl Dialoge als auch Erzählstimme sind sehr gut gestaltet. Die Charakterisierungen der Schwestern ist auch gut gelungen. Im ersten Absatz werden beide für mich lebendig.
Eine funktionierende Struktur aufzubauen ist weitaus schwieriger und verlangt eher organisatorisches Talent.
Für weitere Kurzgeschichten empfehle ich, bereits vor dem Schreiben den Grundkonflikt festzulegen und während des Schreibens immer wieder zu kontrollieren, ob die Handlung sich dem unterordnet. Das Ende sollte die Lösung oder auch Unlösbarkeit dieses Konflikts darstellen. Nur dann bleibt bei den Lesern etwas mehr als "gern gelesen" übrig.

Schönen Gruß!
Kellerkind
 
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@elaine

Liebe Elaine,
wenn Du den Leser selbst entscheiden lassen möchtest, dann hast du das super umgesetzt. Ich bin gar nicht drauf gekommen, dass der Selbstmordversuch erfolgreich war. Ich dachte, der wäre misslungen und sie lebt noch. Du lässt viel Raum für eigenen Interpretationen. :)

Liebe Grüße aus Freiburg,
Silvita
 
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26.03.2003
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Hey @Rob F ,

Ich würde es nicht nur hierauf beziehen, sondern insgesamt darauf achten, nicht zu oft gleiche Satzstrukturen zu verwenden. Sonst könnte der Eindruck entstehen, dass der Text eher nach "Schema F" gestaltet wurde, was ja gar nicht gerechtfertigt sein muss. Daher also der Vorschlag, auch hierbei etwas zu variieren.
Da hast Du recht - danke fürs Klarstellen! Deine Kommentare klangen für mich zuerst so, als solle man Konstruktionen mit "dass..." generell meiden. Abwechslung tut immer gut.

Hab einen sonnigen Tag!
Mel

Lieber @Steppenläufer, ich danke Dir fürs Lesen & Kommentieren, und ich freue mich total, dass Dir der Text gefällt. Sieht so aus, als wäre das, was ich geplant und mir für den Leser gewünscht hatte, bei Dir genau aufgegangen. :)

Ich finde es gut, dass du nicht sagst, dass die Schwester tot ist (sie hat sich die Pulsadern aufgeschnitten, oder?
In meiner Vorstellung, ja. Aber wie ich in einem anderen Post schon geschrieben habe: Der Text soll auch andere Deutungen möglich lassen.

Das klingt, als stünde deine Protagonistin unter dem Blumenkasten und tastet umher. Zumindest bin ich deswegen darüber gestolpert. Ich suche unter dem Blumenkasten nach Streichhölzern und Zigaretten, zwei sind noch da. Sowas in der Richtung wäre vielleicht besser.
Stimmt, Du hast recht. Jetzt gefällt mir der Satz selbst nicht mehr. Ich überlege mir etwas, danke für den Input!

Sonnige Grüße aus dem Garten
Mel
 
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26.03.2003
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Guten Morgen, @Kellerkind, und auch Dir vielen Dank für Deine Überlegungen und die Zeit, die Du dir genommen hast, um sie aufzuschreiben.

Dein Kommentar ist für mich definitiv einer, mit dem ich mich beschäftige - danke für die Denkanstöße!

Was ich hauptsächlich in der Geschichte zeigen wollte, sind alle die Möglichkeiten: Nicht nur die (wie weiter oben schon geschrieben) Interpretationsmöglichkeiten, also zum Beispiel: Ist die erste Szene real? Hat Anne sich umgebracht? Ist der Patient wirklich Noack? Und so weiter. Sondern auch die Überlegung, was aus Kristin geworden wäre, wenn es kein Verbrechen gegeben hätte.

Sie ist offenbar eine Person, die viel unterdrückt, die Schwierigkeiten damit hat, Gefühle zu zeigen, bzw. überhaupt erst zuzulassen. Ihre Schwester ist das genaue Gegenteil - lebenslustig, kreativ, überschwänglich, auch mal zügellos, übers Ziel hinaus.
Ich vermute, die Entwicklung Kristins von der passiven Figur zur aktiven Täterin war als Prämisse gedacht.
Nicht unbedingt die Entwicklung zur aktiven Täterin. Ich wollte eher zeigen, dass ein Verbrechen, dass einem Menschen angetan wird, auch Auswirkungen auf das Leben anderer hat - in dem Fall das der Schwester, also Kristin selbst.

Das Unrecht, das Anne angetan wurde, hat in meiner Vorstellung dazu geführt, dass Kristin niemanden mehr hat, der sie davon abhält, alles in sich reinzufressen. Anne war ihr Gegengewicht, ihr gesunder Ausgleich für ungute Tendenzen, die es in ihr eh schon gab. Jetzt wurde ihr das auf die schlimmstmögliche Weise genommen, und sie hat nichts mehr, was sie all dem entgegensetzen kann. Ein Job, der das Abstumpfen regelrecht von ihr einfordert, eine Mutter, die kaum in Erscheinung tritt, ein Vater, den das Leid selbst klein und faltig gemacht hat. All das verwandelt sie nach und nach in einen Menschen, der den Bezug zur Wirklichkeit langsam aber sicher verliert.

Kristin selbst merkt das nicht - für sie sind die Übergänge zwischen Realität und Einbildung fließend. Dasselbe Gefühl wollte ich dem Leser vermitteln. Bei Dir ist mir das anscheinend nicht gelungen - es hat dich gestört und aus dem Fluss gebracht.

Ich danke Dir für die neue Perspektive!

Viele Grüße, hab einen schönen Tag
Mel
 
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26.12.2014
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Hallo elaine,

ziemlich unkonventionell gestalteter Text, den ich gern gelesen habe. Zu Anfang dachte ich, es würde sich um eine typische Alltagsgeschichte handeln und fand schnell rein. Die Szene am Tisch konnte ich mir gut vorstellen, sie wirkte sehr lebendig.

Sie stützt beide Hände auf die Tischplatte, beugt sich angriffslustig vor.
Diese Stelle ist merkwürdig, die Reaktion scheint einfach etwas zu übertrieben und ausufernd, um in ein Alltagsgespräch zu passen. Trotzdem gelang mir nicht der gedankliche Sprung, dass Anne nur eine pathogene Halluzination ist. Vielleicht könntest du das mit kleinen Andeutungen noch etwas deutlicher machen, damit die Leser auf das Kommende besser vorbereitet sind?

Noack im Gerichtssaal, sein Gesicht zu einem höhnischen Grinsen verzogen.
Ich gebe zu, ich habe etwas Mühe, in diese Szene hineinzukommen. Du machst, wie Kellerkind schrieb, ein völlig neues Fass auf. Die Multithematik, der plötzliche Wechsel des Settings, war für mich eine große Herausforderung.

Anne kommt erst, als wir fast fertig sind.
Die Verwirrung beim ersten Lesen war hier maximal, weil Anne doch woanders arbeitet? Nur langsam kam ich dahinter, wie sich die Dinge verhalten könnten. Da du das auch nicht auflöst, ist der Text schon schwer zu nennen. Aber ich mochte deine Kristin, auch wenn es mir nicht so richtig gelungen ist, in ihre komplizierte Psyche hineinzufinden.

Viele Grüße
Manlio
 
Mitglied
Beitritt
26.03.2003
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Lieber @Manlio,

ich danke Dir sehr fürs Lesen und für den Kommentar! Entschuldige bitte die späte Reaktion - ich habe einen großes Schreibprojekt fertiggestellt und war abgetaucht. :D Jetzt freue ich mich drauf, wieder mehr Zeit für Kurzgeschichten zu haben.

Ich freue mich, dass Dir diese Story gefallen hat, wenn auch mit Abstrichen. Fandest Du sie wirklich so schwer? Hm, ich stecke vermutlich gedanklich so tief drin, dass für mich alles recht offensichtlich ist. Beim allerersten Lesen ist das ganz sicher anders, von daher kann ich Deine Punkte schon gut nachvollziehen.

Vielleicht schaue ich mir den ersten Absatz aber tatsächlich nochmal an. Ein Freund hat mir letztens schon eine Kopfwäsche verpasst, wieso ich den Satz mit der auf den Tisch wehenden Enttäuschung herausgenommen habe. Vielleicht braucht es doch mehr solcher Sätze, um das Irreale stärker zu betonen. Ich überlege!

Herzliche Grüße und einen schönen Sonntagabend :)
Mel
 

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