Was ist neu

Mathilde und die Einbrecher

(Vor)lese-Alter
6-10
Mitglied
Beitritt
01.02.2016
Beiträge
358
Anmerkungen zum Text
Aus der Reihe "Mathilde und"
Mathilde und die Dinosaurierjagd

Mathilde und die Einbrecher

Mathilde sitzt an ihrem Maltisch, sie malt einen Dinosaurier. Es ist ein ruhiger Samstagnachmittag. Ihre Mutter stößt die Zimmertür auf und stürmt herein. „Hilfe, Hilfe!“, ruft sie. „Mathilde! Wir werden ausgeraubt!“
Das Mädchen schreckt zurück und zieht die Augenlider hoch. „Ein Raub? Wirklich Mama?“
„Ja! Zwei maskierte Männer! In der Küche!“
Mathildes Herz schlägt heftiger und ihre linke Hand zittert. „In der Küche?“
„Ja. Und du glaubst nicht, was sie klauen wollen?” Ihre Mutter atmet tief aus. „Den Überraschungskoffer!”
Sie schreit: „Den Koffer?”
Mama nickt. „Den Überraschungskoffer!“

Mathilde denkt nach. Es gibt eine Überraschung? Und sie wird geklaut? Das darf nicht sein! Der Koffer darf nicht gestohlen werden! Alle Geschenke und Überraschungen werden in diesem Koffer übergeben. Wenn er fehlt? Was dann? Dann fällt sogar Weihnachten aus! Das darf sie nicht geschehen lassen!
Aber wer sind die Räuber? Es muss jemand sein, der von dem Koffer weiß, überlegt sich Mathilde. Neben ihren Eltern, dem Christkind und dem Nikolaus, weiß nur ihr Onkel Tomás von dem Koffer. Das Christkind und der Nikolaus haben wirklich keinen Grund den Koffer zu klauen. Könnten die Räuber also ihr Onkel und ... ihr Vater sein? Ist das möglich?

Mathilde springt auf, als steche ihr etwas in den Po. „Keine Sorge!", ruft sie. „Ich kümmere mich darum."
Sie schnappt ihre Spielzeugpistole und zeigt damit auf ihre Mutter. „Du bleibst hier. Zu deiner eigenen Sicherheit.“ Mama nickt.
Vorsichtig schleicht Mathilde in das Wohnzimmer. Sie muss leise sein, vielleicht sind die Einbrecher noch da. Ihr Blick schweift durch den Raum. Das Sofa, der Fernseher, alles noch da. Es wirkt normal. Mathilde bückt sich, kriecht auf allen Vieren. „Ich muss sie überraschen, ihnen eine Falle stellen“, überlegt sie.
Sie huscht am Sofa vorbei, durch den Flur zur Küche. Die Tür ist angelehnt. Sind die Einbrecher noch drin? Mathilde drückt ihr Ohr an die Tür und lauscht. Es war nichts zu hören. Wo stecken sie? Plötzlich rumpelt es. Das Geräusch kommt Mathilde bekannt vor! Es ist, als wäre ein Langhalsdinosaurier gegen die Decke gestoßen. Halt, nein. Es war mehr so, als wäre ein Triceratops mit seinem Nackenschild gegen die Hauswand gerannt. Das Geräusch kam von draußen! Die Einbrecher sind im Garten!

Mathilde quetscht sich durch den offenen Türspalt in die Küche. Dann klettert sie auf die Arbeitsplatte, späht aus dem Fenster. Im Garten erblickt sie zwei Männer, ganz in Schwarz gekleidet und maskiert. Sie sehen wie echt Einbrecher aus. Der größere hält den Überraschungskoffer.
Die Männer gehen zur Garage. Mathilde denkt nach – was nun, wollen sie etwa Papas Auto stehlen? Mit einem Satz springt sie von der Arbeitsplatte, dann rennt sie los. Sie sprintet durch das Wohnzimmer, hüpft über einen Hocker, bleibt vor der Haustüre stehen. Sie steigt auf das Schuhregal. Es wackelt und Papas Anzugschuhe poltern heraus. Mathilde schnappt sich die Schlüssel der Garage und springt herunter. Dabei stößt sie mit dem Bein gegen den Garderobenständer. Er schwankt von links nach rechts – und fällt. Direkt gegen den Ankleidespiegel! Mathilde fasst sich an ihr Knie, es schmerzt und blutet. Sie hat keine Zeit nachzuschauen, ob der Ankleidespiegel kaputt gegangen ist. Sie beißt die Zähne zusammen, macht die Haustüre auf und späht hinaus. Es ist nichts zu sehen, die Luft scheint rein. Auf Socken tippelt sie in den Vorgarten, schleicht um die Hausecke. Dann presst sie ihren Rücken gegen die Hauswand. Sie atmet aus und hört Gelächter aus der Garage. Tiefe Männerstimmen dringen an sie heran. Denen wird das Lachen gleich vergehen, denkt Mathilde.
Schnell bewegt sie sich zum Garagentor. Vorsichtig steckt sie den Schlüssel in das Loch und verschließt es mit einem Ruck. Wenn sie jetzt auch die Tür verschließt, überlegt Mathilde, sind die Räuber eingesperrt. Gerade als sie um die Ecke kommt, sieht sie, wie die Garagentür aufgeht. Sie rennt zur Türe und stemmt sich mit aller Kraft dagegen.
„Was zur Hölle?“, hört sie eine Männerstimme rufen. Der hört sich an wie Papa, findet Mathilde. „Wer will mich nicht rauslassen?“
Mathilde drückt beide Händen gegen die Türe, ihre Füße stemmt sie fest in den Boden. „Achtung, Achtung. Hier spricht die Polizei“, schreit sie. „Bleiben Sie in der Garage und es wird Ihnen nichts passieren.“ Ihr Kopf färbt sich rot, Schweiß tropft ihre Stirn herunter.
„Hilf mir mal!“, ruft der eine Räuber. „Hilf mir die Türe aufzudrücken!“
In diesem Moment rutscht Mathilde aus und stürzt auf die Knie. Die Tür schlägt auf. Sie flüchtet hinter den Apfelbaum und geht in Deckung. Stille. Sie atmet langsam. Ihre Hände zittern und das Herz klopft ihr vor Angst.

Sie schielt um den Baum, niemand ist im Garten. Sie umklammert ihre Pistole und ruft. „Achtung, Achtung. Hier spricht nochmals die Polizei! Kommen Sie mit erhobenen Armen heraus! Sonst schieße ich!“
Die Männer lachen. „Und wenn wir auch bewaffnet sind? Was dann?“
„Dann geht einfach nach Hause, aber nehmt nichts mit!“, antwortet sie. Sie hat einen guten Plan. Erst will sie schauen, ob die Einbrecher wirklich bewaffnet sind. „Okay!", schreien die Männer. Im nächsten Moment kommen sie aus der Garage, einer streckt den Koffer über den Kopf. Mathilde sieht keine Waffen. „Stopp! Halt!“, schreit sie und springt aus ihrer Deckung. „Der Koffer kommt sofort auf den Boden! Hier geht niemand nach Hause!"
Sie nähert sich den Männern. Der eine geht in die Hocke, als würde er den Koffer auf den Boden legen, doch da wirft er ihn mit aller Kraft Richtung Mathilde. Sie hüpft zur Seite und rollt sich ab - das war knapp! „Wir ergeben uns niemals!“, ruft der Mann. Der eine nimmt den Koffer, dann rennen sie zur Mauer, die an den Garten des Nachbarn grenzt. Im Liegen feuert Mathilde ihre Pistole ab. „Bumm!“, ruft sie. „Ich hab dich getroffen“
Der kleinere Einbrecher fällt, brüllt und hält sein linkes Bein. „Hilfe, Tomás, Hilfe!“
Mathilde zielt auf den größeren der beiden. „Stehen bleiben!“
Er bleibt stehen. Sie steht auf, die Pistole auf den Verbrecher gerichtet. Langsam nähert sie sich ihm. Gerade als Mathilde an dem Verletzten vorbei schreitet, beginnt er zu brüllen. „Überraschungsattacke!“ Mathilde erschrickt und lässt die Pistole auf den Boden fallen.
Im selben Moment rennt der größere Einbrecher zur Pistole, versucht sie aufzuheben, doch Mathilde wirft sich auf ihn. Beide gehen zu Boden, sie rangeln miteinander. Sie schieben und drücken. Es ist nicht zu erkennen, wer gewinnt. Plötzlich macht es knack. Mathilde ist auf die Pistole getreten - und hat sie zerstört. Da hebt sie einen Ast auf, der für sie zum Schwert wird. „Tomás, fang!“, ruft der Verwundete. Er wirft seinem Kollegen einen Stecken zu. „Mach sie fertig!“

Das Mädchen schlägt - der Erwachsene blockt. Die beiden Schwerter krachen gegeneinander und Holzsplitter lösen sich. Sie liefern sich einen wilden Kampf, die Schwerter fliegen nur so durch die Luft. Die Kämpfer tanzen im Garten. Tomás versucht einen Schwinger. Er holt aus, doch das Mädchen duckt sich im richtigen Moment, die Klinge streift fast ihre Haare. Sie setzt zum Gegenangriff an, schlägt mit aller Kraft gegen die Unterschenkel des Einbrechers. Dieser sinkt in die Knie, jault auf. Mathilde richtet das Schwert auf seine Brust. „Du bist erledigt! Jetzt nehmt die Masken ab!“
„Wir ergeben uns“, sagt er. Die Männer ziehen ihre Maske vom Kopf. Mathilde wusste es. „Die gemeingefährlichen Brüder Riveras! Endlich habe ich euch!“
Ihr Papa lächelt. „Hab ich dir doch gesagt Tomás, wir hätten direkt mit dem Auto wegfahren sollen!“
Tomás steht auf, wirft seinen Stock weg und fährt sich über das Bein. „Hast mir ganz schön weh getan", sagt er zu Mathilde.
„Selbst Schuld!“, antwortet sie. „Mit mir legt man sich eben nicht an! Ist in dem Koffer eine Überraschung?“
Tomás lächelt und zeigt auf den Koffer. „Da drin. Hast sie dir verdient, Kleines.“ Sie greift nach dem Koffer, schüttelt ihn. Es klimpert. „Oh, ist da etwa Gold drin?“
„Na klar“, lacht Tomás. „Ich war vorher noch eine Bank ausrauben. Was denkst du denn?“ Er klopft ihr auf die Schulter. „Mach auf jetzt!“
Sie lächelt. Vorsichtig löst sie die Schnallen des braunen Koffers und öffnet ihn.
Als sie sieht, was darin ist, lächelt sie. Es sind Dinosaurierfiguren. Sie nimmt einen besonders schönen Brachiosaurus aus dem Koffer. „Der ist Toll!“, sagt sie. Dann umarmt Mathilde ihren Onkel. „Danke.“
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied
Beitritt
07.01.2019
Beiträge
361
Guten Morgen @schwarze sonne, Ich habe deine Geschichte mit einem Lächeln gelesen. Ganz schön mutig deine Mathilde.
Ich werde mal aufschreiben, was mir beim Lesen so auffällt.
Als wäre ein Langhalsdinosaurier gegen die Decke gestoßen. Halt, nein. Es war mehr so, als wäre ein Ticeratops mit seinem Nackenschild gegen die Hauswand gerannt.
DINOS :-) Ich finde jede Geschichte sollte Dinos haben. Dinos sind so cool. DINOS:-)
So jetzt gehts erst wieder.
Triceratops, er hat ja drei Hörner :-)
DINOS :rotfl:
Wollen sie etwa Papas Auto stehlen? Und damit wegfahren?
Das finde ich doppelt gemoppelt. Wenn sie es steheln, müssen sie zwangsläufig damit weg fahren, sonst wäre es ja nicht weg :-D
Haustüre
ich finde Türe klingt immer so alt, das mag ich nicht zumal du es mal mit e und mal ohne e schreibst.
und, kabumm, fällt um - direkt gegen den Ankleidespiegel!
okay, kabumm ist ein sehr lautes wort, hat der Ankleidespiegel das wirklich überlebt?
Sockig tippelt sie in den Vorgarten,
wie süß sich das anhört :-)
Hoffentlich haben die Einbrecher das nicht gehört, denkt sie sich.
der Satz kam bei dem Garderobenständer auch schon, finde ich nicht so schick und noch dazu müssten die beiden schon sehr in ein Gespräch vertieft sein um das Schloss nicht zu hören, zumindest kenne ich keine Garage die so leise ist das man das nicht hört, aber vielleicht geht es nur mir so, ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Oh Nein! Sie rennt zur Türe und stemmt sich mit aller Kraft dagegen.
Hier habe ich mich das erste mal gefragt, wie Alt deine kleine Polizistin ist.
Ich kann das schwer einschätzen aber sie ist alt genug um mit Stöcken und Pistolen um zu gehen und so einen Spaß mit zu machen, also irgendwie 8-10?
Ihre Onkel Tomás sagt immer, man solle bloß mutig sein, wenn man Angst hat.
Das klingt so als wenn man nur dann mutig sein soll, ich weiß was du sagen willst, aber durch die Satzstellung klingt es falsch
„Dann geht einfach nach Hause, aber nehmt nichts mit!“, antwortet sie.
Das ist so typisch Kind :-D gefällt mir gut.
doch da wirft er ihn mit aller Kraft Richtung Mathilde. Aua! Er hat genau ihren Bauch getroffen, sie fällt hin.
mhh ist das nicht ein bisschen rabiat? Ich wusste relativ schnell, wer die Einbrecher sind, spätestens als der Onkel erwähnt wurde, aber bei diesem Satz musste ich tatsächlich kurz schlucken.


Ach Sonne, vielen Dank für diesen kurzen Ausflug in eine wilder Garten-Verbrecher-Jagd :-)

Habe ich wirklich gerne gelesen.
Und das was ich angemerkt habe ist ja auch wirklich Kleinkram und pingeliges suchen, damit man überhaupt was anmerken kann :-)

Sehr schön gefällt mit gut.

Liebe Grüße
Shey :-)
 
Senior
Beitritt
12.04.2007
Beiträge
5.889
Mein J,

sonne,

kaum ist der sauerstädtische Enkel aus dem reinen Dino-Alter raus und hat Feuerwehrmann Sam einiger Maßen gesund überstanden und nun auf dem Weg zu Super- und Spiderman, find ich Mathilde (vier oder max. fünf?) im todesmutigen Kampf gegen Vater und Onkel, die ihrer dunklen Seite nachgegeben haben zum Vebrechen.
Was kann ein Opa da großartiges sagen, außer "wohlgetan, kleine Mathilde!, das Kikaverdienstkreuz ist Dear sicher!", was uns nicht von der Flusenlese abhalten soll

Zwei Überraschungen hatte Papa ihr [v]ersprochen – eine hatte sie schon bekommen, …

Dabei stößt sie mit dem Bein gegen den Garderobenständer, oh[,[ nein! Er schwankt von links nach rechts – und, kabumm, fällt um - direkt gegen den Ankleidespiegel! Hoffentlich haben die Einbrecher das nicht gehört.
Warum ist der Wunsch am Ende des Blocks nur ein Aussagesatz?
Ich fordere Gleichbehandlung für Ausruf, Befehl, Bitte, Hoffnung, Wunsch!!!!!

Denen wird das Lachen gleich vergehen, denkt sich Mathilde.
Warum denkt Mathilde „sich“ immer wieder? Wenn ein Descartes sich denkt folgt doch gleich eine ganze Abhandlung übers Sein …
Lass das Reflexivpronomen weg, kommt mehrmals vor
Oh[, n]ein!

"Ok!", schreien die Männer.
Was hat Oklahoma (Ok abgekürzt) darinnen verloren?
Und die Abkürzung von O. K. Ist um ¼ länger als das ausgeschrieben Wort „Okay“ (vier Buchstaben gegen zwo Buchstaben, zwo Punkte und ein Leerzeichen zwischen erstem Punkt und letztem Buchstaben, mach fünf Zeichen ...gegen vier. Aküspra sollte sich eigentlich lohnen ...

Der eine nimmt den Koffer, dann rennen sie zur Mauer, die zum Garten des Nachbarn grenzt.
„an den Garten … grenzt“

Wie dem auch wird, gern gelesen vom

Friedel
 
Wortkrieger-Team
Senior
Beitritt
08.01.2002
Beiträge
5.047
Hallo @schwarze sonne ,

deine Geschichte für Kinder hat mir gut gefallen. Ich glaube auch, dass Kinder sie gerne lesen werden. Es passiert richtig viel darin und die Protagonistin ist eine richtige kleine Heldin, mit der sich der kleine Leser gut identifizieren kann.

Ein bisschen Textliches habe ich aber dennoch anzumerken:

Zwei Überraschungen hatte Papa ihr Versprochen –
versprochen

Bleiben Sie in der Garage und es wird ihnen nichts passieren.“

Ihnen

Ihre Onkel Tomás sagt immer,

ihr
ihr Kontrahent pariert.

Hier stört mich, dass du zwei Worte verwendest, die ein Kind nicht verstehen wird, nämlich Kontrahent, schreibe doch da lieber Gegner und pariert ist ebenfalls nicht so ein sehr geläufiges Wort

orsichtig löst sie die schnallen des braunen Koffers und öffnet ihn.
Schnallen

Lieben Gruß
lakita
 
Wortkrieger-Team
Senior
Monster-WG
Beitritt
03.07.2017
Beiträge
1.138
Hallo @schwarze sonne,

wie schön, dass du auch bei der Challenge mitmachst. :)

Ich sollte mehr auf die Altersangabe achten. Erst dachte ich mir: Wie unrealistisch ist das denn?! Welche Mutter ruft ihre Tochter um Hilfe? :p

Ihre Mutter stürmt hinein.
Ich würde ja sagen herein. Weil der Fokus auf Mathilde liegt und die Mutter sich in ihre Richtung bewegt.
Irgendwie klingt „Ihre Mutter“ so gestelzt. Warum nicht einfach Mama? Würde meiner Meinung nach besser zu dem Alter passen.

Ich wurde ausgeraubt!
Ich werde ausgeraubt! Die Männer sind ja noch da.

Ich würde mir mehr Struktur bezüglich der Handelnden und Sprecher wünschen und zumindest einen Absatz vor
Das Mädchen reißt die Augen auf.
Machen.

Und du glaubst nicht was sie geklaut haben.
Komma nach nicht.
Was sie klauen wollen?

Sie holt ihre Uniform, schlüpft in die grüne Hose, streift die gleichfarbige Weste über, zieht die blaue Mütze auf.
Warum ist die Mütze denn blau bzw die Uniform grün? Müsste das nicht gleichfarbig sein?

„Du bleibst hier. Zu deiner eigenen Sicherheit.“
:D Süß.

Echte Einbrecher eben.
Die wissen, was sich gehört!

Der größere hält einen Koffer. Haben die neben der Überraschung etwa auch noch Geld gestohlen?
Das finde ich einen merkwürdigen Gedankengang. Warum nimmt sie nicht an, dass die Überraschung in dem Koffer ist? Und wieso sollte sie denken, dass da Geld drin ist? Bei uns wird das meisten in einem Portemonnaie aufbewahrt.

Sockig tippelt sie in den Vorgarten
Sockig finde ich auch super!

Sie atmet langsam.Was nun?
Da fehlt ein Leerzeichen.

Die Männer lachten.
Lachen.

„Wir ergeben uns“, sagt er. Die Männer ziehen ihre Maske vom Kopf. Mathilde wusste es. „Die gemeingefährlichen Brüder Riveras! Endlich habe ich euch!“
Mhh, die ganze Zeit wird nicht ersichtlich, dass Mathilde weiß, dass es nur ein Spiel ist. Verstehen das Kinder? Mit 10 bestimmt, aber mit 6? Ich frage mich, ob du da nicht etwas mehr erklären müsstest.
Ist das nicht vielleicht alles zu spannend? Die Kinder von meiner Kollegin fanden fast alles mega gruselig, da sind Einbrecher im Haus, schon ne harte Nummer.

Da wären mal wieder die 6-10 jährigen Testleser gefragt …

Als sie sieht, was darin ist, grinst sie.
Ob so ein Ende Kindern gefällt? Ich höre sie schon schreien! Oder ist das eine neue Mathilde-Geschichte?

Eine süße Geschichte. Ich kann mir vorstellen, dass Kinder sie spannend finden. Den Kampf fand ich allerdings etwas zu lang, da war ich versucht zu überfliegen.

Viel Spaß noch bei der Challenge und liebe Grüße,
Nichtgeburtstagskind
 
Wortkrieger-Team
Monster-WG
Beitritt
02.09.2015
Beiträge
906
Liebe Schwarze Sonne,

„Hilfe, Hilfe!“, ruft sie. „Mathilde! Ich wurde ausgeraubt!“ Das Mädchen reißt die Augen auf.
„Zwei maskierte Männer! In der Küche!“

Ich hoffe, das Kind weiß innerlich, dass das ein Spiel ist. Ansonsten könnte man es damit in Angst und Schrecken versetzen. Auch noch zwei maskierte Männer … da geht einem als Erwachsener die Pumpe.

„Ja. Und du glaubst nicht(,) was sie geklaut haben.“

Als wäre ein Langhalsdinosaurier gegen die Decke gestoßen.

Das gefällt mir. Ist so ein schön kindlicher Vergleich.

Ticeratops

In einem Kinderbuch würde ich hier eine Erläuterung schreiben. So bringst Du die Eltern in Verlegenheit. »Mama, was ist ein Ticeratops?« :D

Ich musste auch nach nachschlagen, ein »Dino mit einem großen Horn wie ein Nashorn …« oder so …

Er schwankt von links nach rechts – und, kabumm, fällt um - direkt gegen den Ankleidespiegel!

Die Lautmalerei gefällt mir auch. Also, ich kann das hören und sehen, wie der Ständer umkippt.

Ihr(e) Onkel Tomás sagt immer, man solle bloß mutig sein, wenn man Angst hat.


Mathilde blickt um den Baum herum - niemand ist im Garten. Sie umklammert ihre Pistole und ruft(:) „Achtung, Achtung.

Sie hat einen guten Plan(.) Erst will sie schauen, ob die Einbrecher wirklich bewaffnet sind.

kommen sie aus der Garage,(–) einer streckt den Koffer

Den Gedankenstrich nach dem Komma finde ich überflüssig. Das Komma macht ja schon eine Atempause.

»()Mit mir legt man sich eben nicht an! Wo ist die Überraschung?“, fragt sie ihren Onkel.

Soll heißen, da ist Dir ein Leerzeichen reingerutscht.

Sie lächelt. Vorsichtig löst sie die (S)chnallen des braunen Koffers und öffnet ihn. Als sie sieht, was darin ist, grinst sie.

Schöner Cliffhanger zum Schluss.

Grundsätzlich eine nette Geschichte. Aber eins stört mich: Für Mathilde sollte das Spiel erkennbar sein. Ich hoffe, dass die Mutter ihr Kind nicht so naiv erzogen hat, dass es sich tatsächlich auf zwei Räuber stürzt mit einer Spielzeugpistole. Schaue Dir einmal die Pfefferkörner an. Die machen auch eine Menge Sachen, die mir das Herz stehen lassen würden, aber wenn es ernst wird, rufen sie immer die echte Polizei.
Was mir auch nicht gefällt ist, dass Papa und Onkel Verletzungen von Mathilde in Kauf nehmen. Drängen sie weg, sie stürzt, werfen den Koffer vor den Bauch ... Mein Vater hat mit mir auch allerlei Mist angestellt, aber er hat immer akribisch darauf geachtet, dass ich mich nicht verletze.

So, das waren meine Anmerkungen. Grundsätzlich finde ich schon, dass das eine schöne Kindergeschichte werden kann.

Liebe Grüße
Mae
 
Mitglied
Beitritt
18.10.2016
Beiträge
271
Liebe @schwarze sonne,

mir geht es ähnlich wie @Maedy, auch ich habe mir sofort Sorgen um das Kind gemacht. Denn nicht nur die Pfefferkörner können echte Bösewichte von gespielten unterscheiden, auch Kalle Blomquist und andere kindliche Spürnasen haben eben auch dafür ein Gespür - das rettet ihnen das Leben oder bewahrt sie zumindest vor massiven Traumatisierungen.
Und so möchte ich mich vor deine kleine Mathilde stellen und den Zeigefinger aufrichten, damit das Mädchen niemals aus erlernter Naivität heraus an die Falschen, bzw. an die echten Bösewichte gerät ... mögen die Eltern auch noch so begeistert davon sein, eine kleine Heldin im Haus zu haben.
Aber vielleicht macht es deine Geschichte gerade so charmant, dass sie auf den Zeigefinger verzichten kann, flott und lebendig ist sie ja erzählt.
Ich schwanke - als Mama hätte ich aus den genannten Gründen jedoch eher auf das Vorlesen verzichtet. Aber was soll's, die Göre ist jetzt erwachsen und schaut sich mit Vorliebe Horrorfilme und Psychothriller an. Das hat man von seiner pädagogischen Umsicht.
Viele Grüße
Willi
 
Beitritt
23.11.2016
Beiträge
525
Hallo @schwarze sonne,

auch ich war am Anfang irritiert, dass nicht klar war, ob das ein Spiel ist oder nicht. Für meine Kinder wäre das nichts gewesen in dem Alter. Zu aufregend für das Alter so um 6. Für das Alter so um 10 zu langweilig (da müsste es dann eher eine echte Krimigeschichte sein).

Also ich glaube, Du müsstest für das Vorlesealter ab 6 gleich klar machen, dass es sich um ein Spiel handelt. Dann kann die Geschichte ganz gut funktionieren, wobei ich aus Erfahrung solche Geschichten nicht vorlesen würde, weil dann die Kinder wieder nachts bei mir im Bett liegen würden (Angst!).

Und dann gibt es da bspw. noch diese Szene:

Mathilde holt zum Schlag aus, ihr Kontrahent pariert. Die beiden Schwerter krachen gegeneinander, Holzsplitter lösen sich. Das Mädchen hetzt nach vorne, will den Einbrecher mit der Spitze treffen, dieser springt zur Seite, lässt sie ins Leere laufen und kontert. Mathilde wehrt den Schlag im letzten Moment ab, fast hätte er ihre Rippe getroffen. Die beiden liefern sich einen wilden Kampf, die Schwerter fliegen nur so durch den Garten. Tomás versucht einen Schwinger. Er holt aus, doch das Mädchen duckt sich im richtigen Moment, die Klinge streift ihre Haare. Sie setzt zum Gegenangriff an, schlägt mit aller Kraft gegen die Unterschenkel des Einbrechers. Dieser sinkt in die Knie, jault auf. Mathilde richtet das Schwert auf seine Brust.

Also das muss ja irgendwie einstudiert sein. Wenn die Schwerter so gegeneinander krachen, dass sich Holzsplitter lösen, muss da echt Wucht dahinter sein. Das würde man mit der Kleinen sonst nicht tun. Viel zu gefährlich.

Du hast Dir wahrscheinlich vorgestellt, zumindest habe ich das so für mich gelöst, dass das mehr in der Phantasie der Protagonistin so heftig geschieht, aber das wäre Deiner Zielgruppe nicht klar.

Aber mal abgesehen davon, habe ich die Geschichte gerne gelesen, flüssig geschrieben und auch ganz witzige Ideen (die Fehlerchen sind in den anderen Kommentaren schon genannt). Nur als Vorlesegeschichte für Deine Zielgruppe finde ich die nicht so geeignet.

Gruß
Geschichtenwerker
 
Wortkrieger-Team
Senior
Monster-WG
Beitritt
04.03.2018
Beiträge
1.095
@schwarze sonne,

wir hatten noch nicht das Vergnügen, also Tach erstmal. Zu deinem Text: Er erinnert mich in seinen starken Momenten an den Film "Wo die wilden Kerle wohnen", in dem es auch mal richtig ernst wird, an die kindliche Fantasie, die auch gerne mal ins Unwirkliche abdriftet, und die Umgebung gefährlicher erscheinen lässt als sie ist. Und doch denke ich keine Sekunde, dass Matilde nicht weiß, mit wem sie kämpft. Das ist Teil des Spektakels, des Spiels, das schon in Zeile zwei glasklar wird, als die Mutter bei ihr Hilfe sucht.
Deiner Prota nehme ich ihren Heldenmut ab, sie nimmt ihren Job ernst und das soll sie auch.
An wenigen Punkten ist es für mich etwas drüber, z.B. der Garderobenständer, der in den Spiegel fällt, denn spätesten da wäre im Normalfall Schluss mit dem Ganzen. Oder der Koffer, der Mathilde mit aller Kraft in den Bauch geschleudert wird. Oder das Schwert, das ihre Haare streift. Ernsthaft? Nee du, die Gefahr, das Kind zu verletzen, ist viel zu groß. Klar soll und darf es spannend sein und Mathilde darf es auch im Spiel richtig wild treiben und in der Rolle aufgehen, doch ich bin mir unsicher, ob du da nicht zu sehr auf die kindliche Übertreibung setzt, die Sechsjährige mMn nicht dechiffrieren können.

doch Mathilde wirft sich auf ihn. Beide gehen zu Boden, sie rangeln miteinander. Sie schieben und drücken. Es ist nicht zu erkennen, wer gewinnt. Plötzlich macht es knack. Mathilde ist auf die Pistole getreten
Liest sich unlogisch. Kann Mathilde, die auf dem Boden rangelt, auf die Pistole treten?

Zur Rechtschreibung sage ich nichts, da hast du schon viele Hinweise bekommen, die du einfach nur abarbeiten solltest. Das Kofferthema finde ich persönlich etwas angepappt, der Koffer hat keine Funktion, keine unverzichtbare Rolle. Freilich enthält er die zweite Überraschung, doch das kann ein Paketkarton auch. Ist mir persönlich zu mau. Vielleicht geht da noch was.
Die Art zu schreiben empfinde ich als angenehm, im positiven Sinn unauffällig.

Peace, linktofink
 
Mitglied
Beitritt
01.02.2016
Beiträge
358
Guten Tag @Shey @Friedrichard @lakita @Nichtgeburtstagskind @Maedy @Willi @Geschichtenwerker @linktofink

und vielen Dank für das fleißige Lesen und Kommentieren. Ich freue mich sehr, dass meine Kindergeschichte so viel Resonanz erzeugt und auf so differenzierte Sichtweisen trifft. Herzlichen Dank natürlich auch für die Verbesserung der Rechtschreibfehler. Die habe ich fix verbessert :)

In den Anmerkungen zum Text habe ich geschrieben, dass es eine Art Folgegeschichte von Mathilde und die Dinosaurierjagd sein soll, also die Leser bzw die Kinder schon in das Universum von Mathilda und ihren Samstagnachmittagen eingeführt worden sind. Trotzdem habe ich mir eure Kritik zu Herzen genommen - und nochmals einen kleinen Hinweis eingeschoben, dass es sich (natürlich nicht) um ein Spiel handelt. Im Spiel wird übrigens der Ernst des Lebens trainiert, deshalb ist es für mich ganz besonders wichtig, dass die Geschichte ernst - und absolut gefährlich ist. Ich habe so einige sechsjährige kennnelernen dürfen, und muss euch sagen, was die schon so kennen - da vergehts mir. Mir erzählen mittlerweile die vier- bis fünfjährigen Kinder von den verschiedenen Star Wars Filmen, von Spiderman (ja der richtig echte Erwachsenenfilm), Harry Potter und wasweißich alles. Am Halloweenstag kommen die kleinen als IT-Clown, Mumie und Zombies verkleidet. Im Gespräch erzählen sie dir dann ganz genau, wie die Zombies eigentlich Untote sind - auferstehen und die Menschen aufessen. Und das sind leider keine Einzelfälle.

Mein Anliegen ist also durchaus Ernst, ich möchte Geschichten schreiben, in denen Kindern etwas zugemutet wird - aber sie eben durch ihre eigene Vorstellungskraft die Dinge abschwächen bzw. verstärken können. Ich hoffe, den Rahmen des "Spiels" nun besser abgesteckt zu haben, sprich klar gemacht zu haben, dass es eben keine richtig echten Einbrecher sind.

Bzgl. des Schwertkampfes; ich kämpfe regelmäßig mit unseren Kindern(meistens Stöcken oder Baseballschlägern aus Hardgummi) - da geht schonmal richtig was zu Bruch. Das schöne ist aber, dass (zumindest meistens) Kindern wie Erwachsenen klar ist, dass wir uns nicht wirklich verletzten wollen - also quasi in einen Kampfmodus wie bei Matrix abtauchen, alles etwas langsamer, mit Beobachtung, ohne aber das Spiel zu verlassen. Schwäche wird nicht gezeigt!
Interessanterweise sind die Kinder da wesentlich vorsichtiger als die Erwachsenen - und trauen sich meist nicht, mal richtig draufzuhauen und den bösen Erwachsenen zu vermöbeln - da haben sie doch noch genügend Respekt. Schön ist aber, dass im Rollenspiel das aufgeweicht werden kann. Im Rollenspiel gibts halt neue Regeln - neue Grenzen - und die sind meist allen Beteiligten bewusst, ohne, dass sie jedesmal aufs neue Verhandelt werden müssen.

Im Rollenspiel soll das ganze ja auch übertrieben werden. Da werden Kinder zu Drachen und verbrennen den ganzen Garten - mit einem einzigen, glühenden Feuerball werden Blumen zerstört, Bäume in Brand gesetzt. Ohne, dass der Baum jetzt wirklich brennt. Genauso borsten Schwerter, Holzsplitter brechen, Koffer werden direkt in den Bauch geworfen, manchmal brechen sogar Knochen! Die Folgen sind spürbar, es schmerzt. Dank der Fantasie der Kinder. Nicht, weil ein Koffer tatsächlich mit voller Wucht irgendwohin geschleudert wird. Es reicht allein eine Berühung, und die Spielpartner wissen genau, dass es jetzt ein Wirkungstreffer gewesen war.

Insgesamt glaube ich, Kinderliteratur darf ruhig etwas härter sein. Sicherlich ist das nichts für alle Kinder - aber für manche. Ich vertraue Eltern, dass sie ihre Kinder kennen - und im Zweifel auch wieder in die Realität führen können. Gegen die Angst gibt es viele Rezepte, das Beste ist übrigens die Fantasie selbst.
Es gibt viele Kinder, die lieben die alten Märchen. Wo Dornen der Rapunzel ihre Augen auskratzen. Wo bei Peter und der Wolf die Ente einfach gegessen wird, wo Pauline noch verbrennt und der Suppenkasper verhungert. Und diese Horrorlust bei den Kindern müssen wir stillen, auch durch Geschichten, nicht nur durch FSK 12 Filme, die wir einfachunseren jüngsten zeigen.

Ich habe die Geschichte nochmal etwas gekürtzt, fehler ausgemerzt und einen kleinen Nebensatz zum Spiel eingefügt. Ich hoffe, jetzt liest sich die Geschichte noch besser. Inwieweit ich den Koffer mehr integrieren kann, weiß ich nocht nicht @linktofink, da muss ich nochmals etwas mehr nachdenken!

Vielen Dank für das vielfältige Feedback! :)
 
Wortkrieger-Team
Senior
Beitritt
22.10.2011
Beiträge
3.060
Hallo schwarze Sonne, von mir gibt es nur ein kurzes Feedback. Eine spannende und schöne Kindergeschichte. Sie hat mir sehr gefallen. Ich bin froh, dass du viele der Verbesserungsvorschläge angenommen hast, denn besonders am Anfang klang es für mich holprig. Nun ist die Sicht des Kindes deutlicher.
Es ist wenig, was ich noch anzuregen hätte. Ansonsten klingt dein Schreibstil für mich angenehm unprätentiös und leichtgängig. Und an den spannenden Stellen gibst du Gas.

Ob du Recht hast und klar wird, dass die "gefährlichen" Stellen, die die anderen moniert haben, auch wirklich als Übersteigerungen und Fantasieprodukte deutlich werden? Ich weiß es nicht. Ich kann mich jetzt auch nicht mehr frei von dem machen, was du in deiner Antwort geschrieben hast. Wäre gut, es würde jemand lesen, der die Komms nicht kennt.

Ach ja, und eine Sache habe ich noch: Ich bin wohl die einzige, die gerne genauer gewusst hätte, was in dem Koffer ist. Also worin die Überraschung besteht. Oder bin ich nur verpeilt und habe sie überlesen? Egal, jedenfalls kam ich ins Sinnieren über diesen Koffer. Und ich wills dir nicht vorenthalten, vielleicht, ganz vielleicht magst du es ja benutzen, wenn du dem Koffer tatsächlich einen höheren Stellenwert geben willst. Wobei ich ja finde, dass der Koffer ganz normal auch zum Challengethema passt.
Mir kam die Idee von einem Koffer, der generell die Überraschungen der Familie für das Kind enthält, und das gefiel mir so gut, ich musste ein bisschen dran rumspinnen. Er könnte wie gesagt überhaupt DER Überraschungskoffer sein. Ein Koffer, der in dieser Familie immer alle Überraschungen verbirgt für die kleine Mathilde. An Weihnachten, an Geburtstagen, auch einfach mal so. Das ist dann schon sehr übel, wenn ausgerechnet dieser Koffer, eben der Überraschungskoffer verschwindet. Da muss ja fast noch nicht mal was drin sein, wenn der geklaut wird. Das ist ja, als hätte einer den Weihnachtsbaum geklaut. Oder den Weihnachtsmann. Neeneeenee, den Überraschungskoffer muss man schützen, wegen dem, was drin ist und überhaupt. Dass Mathilde die beiden Einbrecher auf ihrem Gang durchs Haus verfolgt und überlegt, dass die noch mehr klauen wollen, also Auto etc, das ginge ja trotzdem noch, wenn man das ein bisschen angliche.


Ihre Mutter atmete tief aus. „Die Überraschung!“
Mathilde konnte es nicht fassen, schnell sprang sie auf.
Du schreibst die ganze Zeit im Präsens, vorher, danach auch, nur hier benutzt du die Vergangenheit. Das klingt nicht so günstig.

Stotternd antwortet Mathilde: „In, in der Küche?“
Die Reaktion gefiel mir nicht so. Es klang nicht nur ungelenk, sondern die Gefühle des Mädchens waren mir da nicht deutlich genug. Soll das Stottern ihre Angst ausdrücken, ihren sich sammelnden Mut? Ihre Überraschung? Für mich wäre das eine Stelle gewesen, an der du hättest deutlicher machen können, was sie empfindet.

„Ja. Und du glaubst nicht KOMMA was sie klauen wollen.“

„Du bleibst hier. Zu deiner eigenen Sicherheit.“ Mama nickt.
Goldig

Sockig tippelt sie in den Vorgarten,
Das auch

Wiederschauen, viele Grüße von Novak
 
Mitglied
Beitritt
01.02.2016
Beiträge
358
Huhu Novak,

vielen Dank für dein Feedback. Freut mich, dass dir die Geschichte gefällt. Die kleinen Anregungen habe ich direkt eingebaut - danke! Ich hoffe, der Anfang ist jetzt noch etwas "emotionsgeladener" - denn du hast Recht, ein Einbruch ist etwas das Angst macht - aber die Motivation das gestohlene wiederzuerhalten, macht dann den Mut.

Ob du Recht hast und klar wird, dass die "gefährlichen" Stellen, die die anderen moniert haben, auch wirklich als Übersteigerungen und Fantasieprodukte deutlich werden? Ich weiß es nicht.

Das weiss ich selbst nicht, da hilft nur eines: verschiedenen Kindern die Geschichte vorlesen. Eines ist aber auch klar; sie wird nicht allen Kindern gefallen - und muss da ja auch nicht.

Deine Idee mit dem Überraschungskoffer habe ich direkt Umgesetzt, wirklich Klasse- vielen Dank! Ich würde die Geschichte damit schliessen, dass niemand erfährt, was die Überraschung ist - das kann dann in der nächten KG behandelt werden. Ich habe noch einige Abenteuer für Mathilde auf Lager! :)

VIelen Dank und bist denne,

Sonne
 
Mitglied
Beitritt
07.04.2016
Beiträge
79
Hallo schwarze sonne,

ich habe den Hinweis, dass diese Geschichte zum Vorlesen geeignet ist, erst nach dem Lesen wahrgenommen. Besser so, denn ich war echt gespannt, in welche Richtung sich diese Geschichte entwickelt und ob sich nicht doch noch ein gut getarnter Abgrund auftut. Ich bezweifle stark, dass diese Geschichte für Kinder geeignet ist. Mathilde löst ihre gespielten Konflikte durch Gewalt, die Prügelei nimmt einen Großteil Deiner Geschichte in Anspruch. Dass die Mutter Mathilde um Hilfe ruft, finde ich aus kindlicher Sicht ebenfalls sehr verstörend. Nein, pädagogischen Mehrwert kann ich nicht erkennen. Sei es drum, ich kritisiere ab jetzt nur noch die Geschichte unabhängig von der Zielgruppe. Mir hat die Geschichte nämlich ganz gut gefallen, aber aus Gründen, die Du ganz sicher nicht geplant hattest.

Mathilde sitzt an ihrem Maltisch, als plötzlich die Zimmertür aufgestoßen wird. Mama stürmt herein. „Hilfe, Hilfe!“, ruft sie. „Mathilde! Wir werden ausgeraubt!“

Das

Du hast mit dem doppelten "Hilfe" geschickt den Hinweis gelegt, dass die Mutter das nur spielt. Die dennoch vorhandene Unsicherheit macht den Reiz dieser Geschichte aus meiner Sicht aus. Wenn dies meine Geschichte wäre, würde ich nach Möglichkeiten suchen, diese Unsicherheit noch weiter zu steigern, Spiel und Realität stärker verwischen lassen. Das machst Du auch ansatzweise mit dem anscheinend blutenden Knie und dem Geschubse, aber ich glaube wirklich nicht, dass das Dein Plan war, den Leser im Unklaren zu lassen, ob das ein Spiel ist. Genau das finde ich schade, ich habe eine Steigerung mit cleverer Auflösung erhofft.

Die Absätze sind oft deplatziert, wie auch hier. Teilweise setzt Du zwei Leerzeilen. Ich merke das nicht weiter an.

Mathildes Herz klopft gegen ihre Brust- ihre linke Hand zittert.

Leerzeichen vor dem Gedankenstrich. Ich empfehle hier aber ein Komma, da es ja eine Aufzählung ist.

Sie schreit. „DEN KOFFER?”

Versalien passen zu Comics, nicht zur Literatur. Dass sie schreit, steht ja da. Doppelpunkt statt Punkt.

„Samt deiner Überraschung!”
Es gibt eine Überraschung.

Die ganze Woche wartet sie schon auf die Überraschungen!
Es gibt mehrere Überraschungen?

Zwei versprach Papa ihr.
Aha, also zwei Überraschungen. Warum nicht gleich.

Eine hatte sie schon bekommen, eine nigelnagelneue Polizeiuniform.
Ich dachte, sie wartet die ganze Woche auf beide Überraschungen? Wenn sie ja eine schon bekommen hat, wartet sie nicht mehr auf beide.

Das ist verwirrend, siehe kursiv meine Gedanken dazu. Die Polizeiuniform spielt in der Geschichte keine Rolle, warum dann überhaupt erwähnen?

Das durfte nicht sein!

Die Zeiten sind durcheinander geraten. Das darf nicht sein!

Bei Familie Rivera war es nämlich so:

Hier auch.

Sonst weiss niemand von dem Koffer.

weiß

Greift zur Pistole und zeigt damit auf ihre Mutter.

Kein vollständiger Satz.

Es wirkt alles normal. Das Sofa, der Fernseher, alles noch da.

Vertausche besser die Sätze im Sinne des Spannungsaufbaus.

Halt, nein. Es war mehr so, als wäre ein Triceratops mit seinem Nackenschild gegen die Hauswand gerannt.

Langhalsdinosaurier und Triceratops nehme ich ja noch ab, da hat halt jemand die Dinosauriernamen gelernt. Das Nackenschild klingt dann doch etwas zu sehr nach Wikipedia und zu wenig nach Kind ...

Echte Einbrecher eben.

Hatte sie schon oft mit echten Einbrechern zu tun?

Mathilde fasst an ihr Knie

"fasst sich an ihr Knie" wäre meine Wahl, aber hier bin ich tatsächlich unsicher und würde mich um Rückmeldung freuen, ob das auch ohne "sich" funktioniert.

Denen wird das Lachen gleich vergehen, denkt Mathilde.

Lasse "denkt Mathilde" weg. Der Leser weiß das.

verschließt es mit einem Ruck. Es macht klick.

Klick groß.
Es klingt so, als findet das Klicken nach dem Ruck statt. Ich würde eines von beiden Streichen.

Oh, Nein!

Oh nein!

Sie rennt zur Türe und stemmt sich mit aller Kraft dagegen. Sie ist fast halboffen!

Sie war vielleicht vorher halboffen. Wenn sich Leute von beiden Seiten dagegen stemmen, sollte sie keine fixe Position mehr haben.
"Fast halboffen", wie ist das "fast" zu verstehen? Zu offen oder zu verschlossen, damit es halboffen ist? Was ist überhaupt halboffen? Ich würde es angelehnt nennen.

„Was zur Hölle?“, hört sie eine bekannte Stimme rufen. „Wer will mich nicht rauslassen?“

Hier hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass der Erzähler etwas zu provokant seine Information verheimlicht, wem diese Stimme gehört. Im Nachhinein kann ich schon nachvollziehen, dass man die Stimme kennt, aber nicht einer Person zuordnet.

Schweiß tropft ihre Stirn herunter

Schweiß tropft von ihrer Stirn herunter.

Sie flüchtet, verschanzt sich hinter dem Apfelbaum, geht in Deckung.

Wer sich verschanzt, geht in Deckung, daher doppelt gemoppelt.

Im Liegen feuert Mathilde ihre Pistole ab. (....) Gerade als Mathilde an dem Verletzten vorbei schreitet, wird sie von ihm geschubst.

Sie zielt ja im Liegen auf den Einbrecher. Mir fehlt hier der Moment, wie sie aufsteht und losläuft. Das ist ja während des Zielens nicht ganz einfach.

Der zweite Einbrecher

Puh, wer war nochmal der zweite Einbrecher? Das ist unnötig abstrakt, unterscheide die Einbrecher doch anhand ihrer Größe oder Maskenfarbe ...

Als sie sieht, was darin ist, umarmt sie ihren Onkel. „Danke“, flüstert sie.

Ich finde es gut, dass die Überraschung nicht aufgeklärt wird. Da hat man nochmal etwas Gedankenfutter, nachdem man das Lesen beendet hat.

Gerne gelesen!

Viele Grüße

Ephraim
 
Zuletzt bearbeitet:
Wortkrieger-Team
Beitritt
07.09.2014
Beiträge
815
Hallo @schwarze sonne,
sehr charmant deine Geschichte, die lebt von dieser krassen Räuberpistole, die ja nicht zimperlich abläuft, vor dem Hintergrund eines sehr behüteten Kindes, das im Mittelpunkt des Spiels steht, an dem die Erwachsenen offenbar auch viel Spaß haben.
Inzwischen hast du ja noch einmal sehr deutlich gemacht, dass das Ganze ein Spiel ist, was ich gut finde, wenn es wirklich was für Kinder sein soll. Auch hast du dabei die Leichtigkeit und den Witz behalten. Was mich aber wirklich irritiert, sind die ganzen Absätze an Stellen, wo die Handlung eigentlich normal weiterfließt. Das macht es merkwürdig abgehackt. Was mir noch so aufgefallen ist:

Das durfte nicht sein! Der Koffer durfte nicht gestohlen werden!
Bei Familie Rivera war es nämlich so: Geschenke wurden nicht einfach nur verpackt – sondern in einen ganz speziellen Koffer gelegt, der dann im Haus versteckt wurde. Selbst das Christkind machte dies. Und wenn dieser Koffer nun geklaut wird? Dann würde es keine Geschenke mehr geben – und Weihnachten ausfallen? Das darf Mathilde nicht geschehen lassen!
Hier bist du ins Präteritum gerutscht. Vorschlag: Das darf nicht sein! (...) Bei Familie Rivera ist es nämlich so: u.s.w.


Schnell springt sie auf, als hätte sie etwas in den Po gestochen.
Sie springt auf, als hätte sie etwas in den Po gestochen. "Schnell" ist überflüssig.

Mathilde holt zum Schlag aus, der Erwachsener blockt ihn ab.
ein "r" zuviel.

Es war mehr so, als wäre ein Triceratops mit seinem Nackenschild gegen die Hauswand gerannt.
schön!

Denen wird das Lachen gleich vergehen, denkt Mathilde.
auch sehr schön.

Die Männer lachen. „Und wenn wir auch bewaffnet sind? Was dann?“
„Dann geht einfach nach Hause, aber nehmt nichts mit!“, antwortet sie.
:lol:

Tomás steht auf, wirft seinen Stock weg und fährt sich über das Bein. „Hast mir ganz schön weh getan", sagt er zu Mathilde.
„Selbst Schuld!“, antwortet sie. „Mit mir legt man sich eben nicht an! Wo ist die Überraschung?“, fragt sie ihren Onkel.
Das Letzte kann weg, sie antwortet ihm ja bereits.

Also, ich habe mich amüsiert!

Liebe Grüße von Chutney
 
Mitglied
Beitritt
01.02.2016
Beiträge
358
Guten Mittag @Ephraim Escher,

vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Kommentar inklusive Verbesserungsvorschläge. Viele davon habe ich umgesetzt, danke!

Du hast mit dem doppelten "Hilfe" geschickt den Hinweis gelegt, dass die Mutter das nur spielt. Die dennoch vorhandene Unsicherheit macht den Reiz dieser Geschichte aus meiner Sicht aus. Wenn dies meine Geschichte wäre, würde ich nach Möglichkeiten suchen, diese Unsicherheit noch weiter zu steigern, Spiel und Realität stärker verwischen lassen. Das machst Du auch ansatzweise mit dem anscheinend blutenden Knie und dem Geschubse, aber ich glaube wirklich nicht, dass das Dein Plan war, den Leser im Unklaren zu lassen, ob das ein Spiel ist. Genau das finde ich schade, ich habe eine Steigerung mit cleverer Auflösung erhofft.

Du hast mich auf eine Idee gebracht. Meine nächste Kurzgeschichte wird in diese Richtung gehen. Das könnte funktionieren!

Diese Geschichte soll aber eine Kindergeschichte sein, eine ohne großartigen pädagogischen Mehrwert, eine, die einfach ein utopisches Spiel mit Fantasie beschreibt. Eines, wo die Kinder mitfiebern sollen. Ich habe einige Stellen nochmals überarbeitet

Das ist verwirrend, siehe kursiv meine Gedanken dazu. Die Polizeiuniform spielt in der Geschichte keine Rolle, warum dann überhaupt erwähnen?

Aus zwei nur eine Überraschung gemacht. Aus der Pistole eine Spielzeugpistole. Ich hoffe, jetzt wird es nochmals deutlicher, dass es hier eine Kindergeschichte ist.


Hatte sie schon oft mit echten Einbrechern zu tun?

Ja, klar. Sie ist ja ein Kind - und Kinder haben ständig mit Einbrechern zu tun. In quasi jedem Kinderbuch, Kinderzeichentrickfilm, ... geht es um Einbrecher und Verbrecher.


Hier hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass der Erzähler etwas zu provokant seine Information verheimlicht, wem diese Stimme gehört. Im Nachhinein kann ich schon nachvollziehen, dass man die Stimme kennt, aber nicht einer Person zuordnet.

Auch das habe ich geändert. Da hast du recht. Ich war an vielen Stellen noch zu sehr Erwachsener - zu wenig Kind.


Vielen Dank für deinen Kommentar Ephraim, du hast mir geholfen, die Geschichte nochmals klarer zu machen. Ich hoffe dich auch bei meiner nächsten Geschichte zu begrüßen, die dann ganz ähnlich und doch sehr anders sein wird ;)


Liebe Grüße!


Guten Mittag @Chutney,

vielen Dank für deine Antwort! Freut mich, dass dir meine Geschichte gefällt hat. Ich habe deine Verbesserungsvorschläge und Korrekturen eingebaut. Danke!

Inzwischen hast du ja noch einmal sehr deutlich gemacht, dass das Ganze ein Spiel ist, was ich gut finde, wenn es wirklich was für Kinder sein soll. Auch hast du dabei die Leichtigkeit und den Witz behalten. Was mich aber wirklich irritiert, sind die ganzen Absätze an Stellen, wo die Handlung eigentlich normal weiterfließt. Das macht es merkwürdig abgehackt. Was mir noch so aufgefallen ist:

Da hast du recht. Ich habe die Formatierung angepasst. Jetzt müsste es flüssiger lesbar sein. Auch habe ich nochmal das kindliche mehr ausgearbeitet - und etwas Brutalität rausgenommen. Aber nicht sehr viel. :)

Vielen Dank für das Feedback.

Julian
 
Wortkrieger-Team
Senior
Monster-WG
Beitritt
19.05.2015
Beiträge
2.188
Hallo @schwarze sonne

eine hübsche kleine Kindergeschichte lese ich da, mit einer mutigen, entschlossenen Kinderheldin. Ich habe die Geschichte schmunzelnd gelesen. Wenn ich sie allerdings pädagogisch sehe, weiß ich nicht so recht, ob es empfehlenswert ist, Kindern zu vermitteln, dass sie Einbrecher mit vertretbaren Spielzeugpistolen entgegentreten sollten. :D

Das darf Mathilde nicht geschehen lassen! Sie springt auf, als hätte sie etwas in den Po gestochen. „Keine Sorge!", ruft sie. „Ich kümmere mich darum." Der Räuber muss ihr Onkel Tomás sein, da ist sich Mathilde ganz sicher. Sonst weiß niemand von dem Koffer.
wow, wie bestimmt Mathilde auftritt; allerdings weiß doch auch die restliche Familie vom Koffer, oder?

Mathilde schiebt sich durch die Tür in die Küche. Klettert auf die Arbeitsplatte, späht durch das Fenster.
warum brauchst du hier einen zweiten Satz, die Nebensätze ließen sich doch ganz gut reihen?

Mathilde stemmt beide Händen gegen die Türe, ihre Füße drückt sie fest in den Boden. „Achtung, Achtung. Hier spricht die Polizei“, schreit sie. „Bleiben Sie in der Garage und es wird Ihnen nichts passieren.“ Ihr Kopf färbt sich rot, Schweiß tropft ihre Stirn herunter.
mm, wieviele Kinder haben hohen Blutdruck?

Ihr Papa lächelt. „Hab ich dir doch gesagt Tomás, wir hätten direkt mit dem Auto wegfahren sollen!“
Tomás steht auf, wirft seinen Stock weg und fährt sich über das Bein. „Hast mir ganz schön weh getan", sagt er zu Mathilde.
wegfahren, fährt sich übers Bein, würde ich nicht doppeln, sonst klingt es merkwürdig zweideutig.

Süße Geschichte, ich mag diese Mathilde
viele Gute-Idee-mit-dem-Geschenke-Koffer-Grüße
Isegrims
 
Mitglied
Beitritt
01.02.2016
Beiträge
358
Hallo @Isegrims,

die Geschichte soll genauso wenig pädagogisch sein wie eine Geschichte für Erwachsene eine Moralpredigt sein muss. Ob das nun auf ein breites Zielpublikum trifft - keine Ahnung.

Wie ich eingehend schon erklärte - für mich dürfen Kindergeschichten auch gerne mal etwas brutaler sein - etwas andere Emotionen ansprechen. Denn die Emotionen sind sowieso vorhanden.

Das Problem mit dem Hinweis zu geben und auf ihren Onkel zu lenken ist schwierig, und sicher noch nicht optimal gelöst. Aus Kinderlogik heraus: wieso sollte jemand aus ihrer Familie den Familienüberraschungskoffer klauen? Da würde er sich ja selbst bestehlen.

Deine Verbesserungsvorschläge habe ich dreist übernommen. Vielen Dank! :)

LIebe Grüsse,

Sonne
 
Wortkrieger-Globals
Wortkrieger-Team
Senior
Beitritt
24.01.2009
Beiträge
3.775
Hey schwarze sonne,

ich finde ja, mindestens eine Kindergeschichte sollte sich immer in der Challenge wiederfinden. Gibt hier (Forum allgemein) eh zu wenige davon!

Es gibt eine Überraschung? Und sie wird geklaut? Das darf nicht sein! Der Koffer darf nicht gestohlen werden! Alle Geschenke und Überraschungen werden in diesem Koffer übergeben. Wenn er fehlt? Was dann? Dann fällt sogar Weihnachten aus! Das darf Mathilde nicht geschehen lassen!
Sweet!

Der Räuber muss ihr Onkel Tomás sein, da ist sich Mathilde ganz sicher.
Aber es sind zwei Männer? Sie kann sich ja kurz fragen, wen er wohl noch dabei hat? Ich würde dem Satz/Gedanken eh etwas mehr Raum geben, damit der nicht so durchrutscht und die Kids irgendwie eine Ahnung bekommen, aha, vielleicht ist es ja nur ein Spiel.

Sonst weiß, neben ihren Eltern, dem Christkind und dem Nikolaus, niemand von dem Koffer. Und die haben ja nun wirklich keinen Grund den Koffer zu klauen!
:D

Mathilde schnappt ihre Spielzeugpistole und zeigt damit auf ihre Mutter. „Du bleibst hier. Zu deiner eigenen Sicherheit.“ Mama nickt.
So geil!

Schnell bewegt sie sich zum Garagentor. Vorsichtig steckt sie den Schlüssel in das Loch und verschließt es mit einem Ruck..
doppelter Punkt am Ende, ansonsten: schlaue Maus!

Wenn sie jetzt die Eingangstür verschließt, überlegt Mathilde, dann sind die Räuber eingesperrt.
Ich habe Tor und Tür in Gedanken irgendwie gleichgesetzt und mich dementsprechend gewundert. Ein auch würde helfen. Wenn sie jetzt auch die Tür ...

„Was zur Hölle?“, hört sie eine Männerstimme rufen. Ist das etwa ihr Papa, vermutet sie. „Wer will mich nicht rauslassen?“
Komischer Satz. Der hört sich an wie Papa, findet Mathilde. Vorschlag jetzt.

Mathilde drückt beide Händen gegen die Türe, ihre Füße stemmt sie fest in den Boden. „Achtung, Achtung. Hier spricht die Polizei“, schreit sie. „Bleiben Sie in der Garage und es wird Ihnen nichts passieren.“
Die ist so helle! Sehr schöne Heldin haste da geschaffen.

In diesem Moment rutscht Mathilde aus (und stürzt auf die Knie). Die Tür schlägt auf. Sie flüchtet hinter den Apfelbaum und geht in Deckung. Stille. Sie atmet langsam. Ihre Hände zittern und das Herz klopft ihr vor Angst.
Wir haben doch schon Blut am Knie ...

„Dann geht einfach nach Hause, aber nehmt nichts mit!“, antwortet sie.
:lol:

Sie nähert sich den Männern. Der eine geht in die Hocke, als würde er den Koffer auf den Boden legen, doch da wirft er ihn mit aller Kraft Richtung Mathilde.
Ich fände es lustiger, wenn da einer dem anderen den Koffer zuwirft und ein Gangster zu Boden geht ;). Die Kinder sicher auch, schätze ich mal.

Er bleibt stehen. Sie steht auf, die Pistole auf den Verbrecher gerichtet. Langsam nähert sie sich ihm. Gerade als Mathilde an dem Verletzten vorbei schreitet, wird sie von ihm geschubst.
Hier herrscht ein eindeutiges Ungleichgewicht. Zum einen finde ich schupsen schon hart, würde doch kein Erwachsener wirklich machen und immer ist es Mathilde die Schmerzen erfährt. Dabei gibt es doch drei leute in diesem Spiel. Ich finde, es könnte jeder sein Fett abbekommen.

Der größere Einbrecher rennt zur Pistole, versucht sie aufzuheben, doch Mathilde wirft sich auf ihn. Beide gehen zu Boden, sie rangeln miteinander. Sie schieben und drücken. Es ist nicht zu erkennen, wer gewinnt.
Das ist super!

Das Mädchen schlägt - der Erwachsene blockt. Die beiden Schwerter krachen gegeneinander und Holzsplitter lösen sich. Sie liefern sich einen wilden Kampf, die Schwerter fliegen nur so durch die Luft. Die Kämpfer tanzen im Garten. Tomás versucht einen Schwinger. Er holt aus, doch das Mädchen duckt sich im richtigen Moment, die Klinge streift fast ihre Haare. Sie setzt zum Gegenangriff an, schlägt mit aller Kraft gegen die Unterschenkel des Einbrechers. Dieser sinkt in die Knie, jault auf. Mathilde richtet das Schwert auf seine Brust. „Du bist erledigt! Jetzt nehmt die Masken ab!“
Das auch. Okay. Hier erwischt es den Bösewicht. Und der andere wurde ja angeschossen. Trotzdem gefällt mir das mit dem Schupsen nicht so recht. Kann sie nicht wenigstens von sich aus stolpern?

„Na klar“, lacht Tomás. „Ich war vorher noch eine Bank ausrauben. Was denkst du denn?“ Er klopft ihr auf die Schulter. „Mach auf jetzt!“
LOL

Als sie sieht, was darin ist, umarmt sie ihren Onkel. „Danke(.)”, flüstert sie.
Punkt weg. Und nein, das kannst Du nicht machen. So kannst Du die Kids nicht gehenlassen. Die müssen auch sehen, was Mathilde sieht. Ich fände ja ein Ninja-Schwert sehr cool. Oder eine Dino-Burg. Oder ... What ever, aber eine Überraschung ohne Überraschung ist keine Überraschung - aus Leser Sicht jetzt.

Ich mags! Beim Vorlesen würde ich zwar manche Stellen leicht abwandeln, aber ich würde sie vorlesen. Coole Mathilde!

Sehr gern gelesen, Fliege
 
Mitglied
Beitritt
01.02.2016
Beiträge
358
Hallo @Fliege,

vielen Dank für deinen Kommentar. Und natürlich für die vielen Anregungen und Verbesserungsvorschläge.

Aber es sind zwei Männer? Sie kann sich ja kurz fragen, wen er wohl noch dabei hat? Ich würde dem Satz/Gedanken eh etwas mehr Raum geben, damit der nicht so durchrutscht und die Kids irgendwie eine Ahnung bekommen, aha, vielleicht ist es ja nur ein Spiel.
Das stimmt. Das habe ich direkt geändert, ich hoffe, jetzt wird es endgültig klar, dass es hier ein Rollenspiel ist.

Komischer Satz. Der hört sich an wie Papa, findet Mathilde. Vorschlag jetzt.
Hab ich übernommen. Danke

Ich fände es lustiger, wenn da einer dem anderen den Koffer zuwirft und ein Gangster zu Boden geht ;). Die Kinder sicher auch, schätze ich mal.

Nö. Das ist ja kein Spiel, sondern ernst ;) Also das Spiel ist ernst :P


Hier herrscht ein eindeutiges Ungleichgewicht. Zum einen finde ich schupsen schon hart, würde doch kein Erwachsener wirklich machen und immer ist es Mathilde die Schmerzen erfährt. Dabei gibt es doch drei leute in diesem Spiel. Ich finde, es könnte jeder sein Fett abbekommen.

Ich hab das mal geändert und den Erwachsenen Mathilde erschrecken lassen - ich weiß aber nicht, ob das wirklich funktioniert. Muss ich mal noch ein paar Tage drüber nachdenken und sinnieren.


Punkt weg. Und nein, das kannst Du nicht machen. So kannst Du die Kids nicht gehenlassen. Die müssen auch sehen, was Mathilde sieht. Ich fände ja ein Ninja-Schwert sehr cool. Oder eine Dino-Burg. Oder ... What ever, aber eine Überraschung ohne Überraschung ist keine Überraschung - aus Leser Sicht jetzt.

Das habe ich jetzt auch aufgelöst. Natürlich sind Dinosaurier drin. Was auch sonst? :)

Vielen Dank fürs Lesen und deine tollen Ideen.

Viele Grüsse,

Sonne
 
Mitglied
Monster-WG
Beitritt
01.01.2015
Beiträge
630
Moin, moin @schwarze sonne ,
auch wenn wir gestern beim Stammtisch festgestellt haben, das die gut gemeinte Idee von "alle Geschichten kommentieren" auch Nachteile hat - oft weiß man entweder nicht mehr, was man noch neues hinzufügen kann und noch schlimmer ist es, wenn der Autor sich überflutet fühlt - ich hoffe also, Du kannst noch einen Leseeindruck ab, ist ja auch schon viel passiert hier. Ich habe leider nicht mehr alle Komms im Überblick behalten, also einfach die Dopplungen überlesen ...

Mathilde und die Einbrecher
Mathilde sitzt an ihrem Maltisch, sie malt einen Dinosaurier.
gefällt mir, ich weiß schon beim Titel, das mich eine Kindergeschichte erwartet, alles klar. Allerdings glaube ich, die kleine Dopplung ließe sich auch noch wegpolieren ...

Das Mädchen schreckt zurück und zieht die Augenlider hoch. „Ein Raub? Wirklich Mama?“
„Ja! Zwei maskierte Männer! In der Küche!“
schön, für mich als Leserin ist gleich klar, das es ein "Spiel" ist, die Reaktionen der Mama sind deutlich genug. Und auch Mathilde ahnt es, oder?

Ihre Mutter atmet tief aus. „Den Überraschungskoffer!”
Sie schreit: „Den Koffer?”
Mama nickt. „Den Überraschungskoffer!“
tolle Idee

Mathilde denkt nach. Es gibt eine Überraschung? Und sie wird geklaut? Das darf nicht sein! Der Koffer darf nicht gestohlen werden! Alle Geschenke und Überraschungen werden in diesem Koffer übergeben. Wenn er fehlt? Was dann? Dann fällt sogar Weihnachten aus! Das darf sie nicht geschehen lassen!
Über das Fette bin ich immer wieder gefallen (ich hab die Geschichte jetzt dreimal gelesen, nicht weil ich so langsam von Begriff bin, sondern meine Zitate auf einmal alle weg waren - Mist)
Im nachhinein ist diese "Familientratition" klar, alle Überraschungen kommen aus dem Koffer - aber sinniger wäre die Frage für mich dann weiter hinten oder anders.

Neben ihren Eltern, dem Christkind und dem Nikolaus, weiß nur ihr Onkel Tomás von dem Koffer. Das Christkind und der Nikolaus haben wirklich keinen Grund den Koffer zu klauen.
ich mag die Logik Deiner Mathilda total

„Du bleibst hier. Zu deiner eigenen Sicherheit.“ Mama nickt.
auch das ist super süß

Das Geräusch kommt Mathilde bekannt vor! Es ist, als wäre ein Langhalsdinosaurier gegen die Decke gestoßen. Halt, nein. Es war mehr so, als wäre ein Triceratops mit seinem Nackenschild gegen die Hauswand gerannt.
nö! Hier protestiert mein Kopf. Auch Mathilda hat Sauriergeräusche noch nie gehört, also kann sie sich das nur vorstellen. z.B. So müssten sich eine Triceratops anhören ...

Sie sehen wie echt Einbrecher aus.
kleiner Umbaufehler

Die Männer gehen zur Garage.
hallo, die Kerle sind auf der Flucht! Also schleichen, rennen, flüchten - geht gar nicht! :-)

Sie sprintet durch das Wohnzimmer, hüpft über einen Hocker, bleibt vor der Haustüre stehen. Sie steigt auf das Schuhregal. Es wackelt und Papas Anzugschuhe poltern heraus.
Ich mag Deine Beschreibungen. Ganz oft habe ich gedacht, oh, hier würde eine Ellipse passen, oder hier ein verschachtelter Satz. Aber es ist eine Kindergeschichte und für meine Geschmack machst Du das genau richtig (allerdings bin ich ziemlich ahnungslos auf dem Gebiet)

Tiefe Männerstimmen dringen an sie heran.
ist das so ein regionales Ding? Die Stimme dringt zu ihr herüber - an sie heran hört sich ziemlich bedrohlich an.

„Was zur Hölle?“, hört sie eine Männerstimme rufen. Der hört sich an wie Papa, findet Mathilde. „Wer will mich nicht rauslassen?“
auch gut, immer wieder in Erinnerung bringen, das sie ja eigentlich weiß, wer da ist.

Sie flüchtet hinter den Apfelbaum und geht in Deckung. Stille. Sie atmet langsam. Ihre Hände zittern und das Herz klopft ihr vor Angst.
ich habe mich lange nicht mehr gerettet bzw. versteckt, aber gefühlt hätte ich auf schnelle Atmung, Japsen, nach Luft schnappen getippt.

„Dann geht einfach nach Hause, aber nehmt nichts mit!“, antwortet sie.
super Plan!

Im Liegen feuert Mathilde ihre Pistole ab. „Bumm!“, ruft sie. „Ich hab dich getroffen“
Der kleinere Einbrecher fällt, brüllt und hält sein linkes Bein. „Hilfe, Tomás, Hilfe!“
Sorry, ich staune über mich selbst, aber die Szene mag ich mir echt nicht vorstellen. Also normalerweise bin ich auch eher der Jungstyp, hab ausreichend Abschüsse mit dem Erbsengewehr vorzuweisen, aber hier hab ich gleich die Verwechslungsgefahr mit einer richtigen Pistole vor Augen. Ist das so ein Älter-Werde-Ding, ich finde die Szene für Mathilda beim Erleben absolut okay, aber sie einem Kind vorzulesen, bei dem ich ja nicht weiß, wie verknüpft es das gehörte. Ach, ich glaube es ist Quatsch, die Medien sind voll mit sowas und zum Glück geht es normalerweise gut. Ich melde also einfach Bauchweh mit dieser Idee, fertig.

Das Mädchen schlägt - der Erwachsene blockt. Die beiden Schwerter krachen gegeneinander und Holzsplitter lösen sich. Sie liefern sich einen wilden Kampf, die Schwerter fliegen nur so durch die Luft. Die Kämpfer tanzen im Garten.
gut gemachte Kampfszene, im Sonne von Kindgerecht.

Mathilde wusste es. „Die gemeingefährlichen Brüder Riveras! Endlich habe ich euch!“
Hier höre ich heraus, das es ähnliches schon häufiger gab, ein altbekanntes Spiel

Sie greift nach dem Koffer, schüttelt ihn. Es klimpert. „Oh, ist da etwa Gold drin?“
spannend

Es sind Dinosaurierfiguren.
ähm! Die sind aus Kunststoff und "klimpern" garantiert nicht wie Geld?!

Dann umarmt Mathilde ihren Onkel. „Danke.“
Tja! Hier kommt jetzt wohl meine Unerfahrenheit bei Kindergeschichten zum tragen, das Ende ist mir zu ... Nix? Aber wenn das für die Kinder so okay geht. Ich schaue mal, ob ich die Tage mein Enkelmonster zu fassen kriege, dann teste ich live, versprochen!
Gelesen habe ich Deine Koffergeschichte auf alle Fälle wirklich gerne, sehr hübsche Idee.
Beste Wünsche
witch
 

Letzte Empfehlungen

Neue Texte

Neue Beiträge

Anfang Bottom