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  • Macht bis zum 15.08.2020 mit bei der ersten jährlichen Sommer-Challenge für Kindergeschichten: Zielgruppe Krümel.

Minutentakt

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Minutentakt

Unter der Dusche. Noch 30 Sekunden. Shampoo. Fast leer. Heute daran denken. Jetzt nicht. Die „Zeit“ zu knapp. Noch 20 Sekunden. Haare waschen. Noch 10 Sekunden. Wasser abstellen. Aus der Dusche und abtrocknen. Zeit : 1 Minute 30 Sekunden. Uhr im Bad, wie überall im Haus. Ständige Blicke.
Aus dem Bad. Ankleiden. Zeit : 3 Minuten. Schuhe anziehen. Schmutzig ?? Wie kommt das ?? Hatte seine Frau am Vorabend etwa vergessen, sie zu putzen ?? Ärger und Aufregung. Das wären knapp 5 Minuten, welche durch das Putzen verloren gehen würden. Unmöglich ! Nachdenken, was zu tun ist. Keine „Zeit“ ! Kopfschüttelnd die ungepuzten Schuhe angezogen und mit unbändiger Wut Richtung Küche. Kein Kaffee, kein zubereitetes Frühstück.

Brief auf dem Tisch : „Ich verlasse Dich. Da Du sowieso keine „Zeit“ hast, mehr zu lesen, belasse ich es dabei.“ Auch gut. Blick auf die Uhr. Schon 30 Sekunden über „Zeit“. Schnell jetzt ! Aus der Tür und Richtung U-Bahn. Da kann die „Zeit“ wieder aufgeholt werden, weil eine „Marge“ von 1 Minute vorhanden ist, zwischen seinem Eintreffen auf dem Bahnsteig und der Ankunft der U-Bahn. Doch die U-Bahn hat Verspätung. Hatte sich denn heute alles gegen ihn verschworen ? 2 Minuten über Zeit. Ankunft. Im Laufschritt Richtung Ausgang und Büro. Stechkarte. Schnell ! Schnell ! 20 Sekunden zu spät. „Verflixt und zugenäht !“.

Der Morgenmarathon ist verloren gegangen. Das erste Mal seit über 10 Jahren. Wie konnte das passieren ? Seine Frau war schuld. Warum konnte sie ihn auch nicht am Sonntag, um 12:33 Uhr nach seiner morgendlichen Joggingrunde, welche exakt 1 Stunde und 30 Minuten dauerte, verlassen ? Bevor er dann um 12:35 Uhr unter die Dusche ging, welche er dann um 12:50 Uhr wieder verlassen würde, um sich dann um Punkt 13:00 Uhr an den gedeckten Mittagstisch zu setzen ? Den er dann um 13:15 Uhr wieder verlassen würde, um sich für genau eine Stunde auf sein Sofa zu legen und ein Nickerchen zu machen, während seine Frau für Ordnung sorgte. Selbstredend hatte er den Wecker neben dem Sofa stehen, damit er pünktlich erwachte.

Das war nicht fair. Ganz und garnicht.
Sie würde am Abend zu Hause sein und um Verzeihung bitten.
Nun jedoch keine „Zeit“ darüber nachzudenken. 08:50 Uhr. Kaffepause.

Chef : „Sie sind entlassen“. Um 16:59 Uhr. Eine Minute vor Feierabend. Keine Zeit für Antwort oder Widerrede. Die Bahn und der Abendmarathon warten.
Stechkarte : 17:02 Uhr. Zwei Minuten über Zeit. Ging das schon wieder los ?

Zur U-Bahn im Laufschritt. Eine Minute gutgemacht. Perfekt ! U-Bahn pünktlich.
„Na also ! Es geht doch !“. Zu Hause angekommen und pünktlich um 18:22 Uhr den Schlüssel in das Schlüsselloch gesteckt und die Tür geöffnet.
Der Abendmarathon war gewonnen ! Befriedigt über den Sieg betritt er die Wohnung :

„Guten Abend !“. Keine Antwort. „Hallo ?“. Sie war nicht da. Die Wohnung war im selben Zustand, wie er sie am Morgen verlassen hatte. Der Abschiedsbrief lag noch immer auf dem Küchentisch. Ohne sich umzuziehen setzte er sich auf das Sofa und versuchte, seine Gedanken zu ordnen. Es war „Zeit“ für das Abendessen, aber niemand war da, der es vorbereitet hatte. Er war ohne Arbeit und ohne Frau, wobei er sich nicht einmal fragte, was von beiden schlimmer war, da das Allerwichtigste für ihn die „Zeit“ war und er sich bereits darüber ärgerte, das sein Abendessen nicht bereitstand.

Auf einmal begannen alle Uhren im Haus gleichzeitig Alarm zu schlagen.
Er erschrak so sehr, das er einen Herzinfarkt erleidete und sofort das „Zeitliche“ segnete.

Seine „Zeit“ war abgelaufen. Um exakt 19:03 und 34 Sekunden.
 
Wortkrieger-Globals
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02.02.2004
Beiträge
2.961
Hi @Dosenfood

Da du hier einfach unausgegorene Texte ablieferst, konstruktive Rückmeldungen nonchalant vom Tisch wischst, weil nicht ernsthaft an Textarbeit interessiert, spar ich mir die "Zeit", bei diesem Text vertieft auf Logikfehler, Orthografie oder Unterhaltungswert einzugehen. Von mir aus hättest du das ganze auch als Excel-Tabelle präsentieren können.
Nee, lieber Autor, hier findet sich in der schluddrigen Verpackung leider auch nur fader Dosenfood.
Ich geh jetzt rüber zur Copywrite Abteilung und lass mir eine saftige, raffiniert zubereitete Geschichte schmecken, bei der ich dann mit dem Gastgeber über sein Rezept fachsimpeln kann.

Viel Spass noch,
Gruss dotslash
 
Mitglied
Beitritt
25.04.2020
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11
Also ich finde die Idee der kurzen Sätze super! Das hat etwas und passt zum Titel Minutentakt. Es ist auch gut geschrieben. Ebenso passt es, dass er die beiden wichtigen Ereignisse ignoriert, weil ihm sein Zeitplan wichtiger ist. Allerdings ist das Ende etwas einfach. Da hatte ich auf mehr gehofft.


Uhr im Bad, wie überall im Haus. Ständige Blicke.
"wie überall im Haus" Das habe ich erst beim zweiten Lesen verstanden.

Schmutzig ??
Die Fragezeichen sollten direkt hinter dem Wort kommen. Das liest sich sonst mühsam.

Doch die U-Bahn hat Verspätung. Hatte sich denn heute alles gegen ihn verschworen ? 2 Minuten über Zeit. Ankunft. Im Laufschritt Richtung Ausgang und Büro.
"2 Minuten über Zeit. Ankunft."
Da fehlt die U-Bahn Fahrt. Da stoplert man drüber.

Schnell !
Auch die Ausrufungszeichen sollten direkt hinter dem Wort stehen.

Warum konnte sie ihn auch nicht am Sonntag, um 12:33 Uhr nach seiner morgendlichen Joggingrunde, welche exakt 1 Stunde und 30 Minuten dauerte, verlassen ?
"Warum konnte sie ihn auch nicht am Sonntag"
Auch darüber gestolpert. Vielleicht besser "ihn nicht auch am Sonntag"

Warum konnte sie ihn auch nicht am Sonntag, um 12:33 Uhr nach seiner morgendlichen Joggingrunde, welche exakt 1 Stunde und 30 Minuten dauerte, verlassen ? Bevor er dann um 12:35 Uhr unter die Dusche ging, welche er dann um 12:50 Uhr wieder verlassen würde, um sich dann um Punkt 13:00 Uhr an den gedeckten Mittagstisch zu setzen ? Den er dann um 13:15 Uhr wieder verlassen würde, um sich für genau eine Stunde auf sein Sofa zu legen und ein Nickerchen zu machen, während seine Frau für Ordnung sorgte.
Der Ablauf sollte aus einem Satz bestehen. Die Fragezeichen irritieren. Es liest sich ohne die Fragezeichen besser. Und es bleibt der Charakter des "Minutentaktes" erhalten.

garnicht
gar nicht

Es geht doch !“.
Kein Punkt am Ende, wenn das Zitat mit Ausrufungszeichen endet.

und pünktlich um 18:22 Uhr den Schlüssel in das Schlüsselloch gesteckt und
Zweimal "und". Liest sich nicht so gut.

betritt er die Wohnung :
Besser Punkt am Ende.

„Guten Abend !“.
Kein Punkt, weil schon Ausrufungszeichen.

das sein Abendessen
dass

Er erschrak so sehr, das er einen Herzinfarkt erleidete und sofort das „Zeitliche“ segnete.

Seine „Zeit“ war abgelaufen. Um exakt 19:03 und 34 Sekunden.
dass
Um exakt 19 Uhr 03 und 34 Sekunden.
 

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