Was ist neu

Schwarz und Rot

Mitglied
Beitritt
27.10.2020
Beiträge
2
Anmerkungen zum Text
Oft sind Geschichten nicht nur Geschichten, sondern entstehen aus einer Beobachtung heraus. So auch diese, sie ist an einem Abend in einer stickigen Kellerbar auf einem Stück Papier entstanden. Welcher Teil davon war und welcher Fiktion ist, das müsst ihr schon selbst heraus finden ;)

Schwarz und Rot

Es war warm und stickig. Die Luft musste eigentlich schwarz von der Decke tropfen, so schwer lag sie im Raum. Sie roch nach Bier, Alkohol, Zigaretten und vor allem nach Menschen. Aus den kleinen Boxen, die wahllos im Raum verteilt standen und
hingen, dröhnte
laute Musik. Schwere Gitarrenriffs, das Hämmern eines schnellen Schlagzeugs, begleitet von krachenden Bässen und etwas was entfernt an Gesang erinnerte. Nicht wirklich meine Musik, aber dennoch fand ich Gefallen daran. Ich hatte mir einen Platz an der kleinen Bar ergattert. Ganz hinten, an dem kleinen Stück das die Theke mit der Wand verband. Auf einem wackeligen Hocker hatte ich Platz genommen und beobachtete das Geschehen. Der Freund, der mich hier
her geschleppt
hatte, war schon einiger Zeit verschwunden, irgendwo in der dichten, schwarzen Masse aus Menschen. Auch wenn es hier deutlich voller war, als in den Bars und Clubs die ich gewohnt war und die Musik aggressiver, waren die Leute hier freundlicher. Öfters wurde ich angesprochen, warum es mich hierher verschlagen hatte, denn offensichtlich passte ich hier nicht her. Nach einer kurzen Erklärung meinerseits nickte man aber meistens zustimmend und wünschte mir noch viel Spaß. Den hatte ich.
Auch wenn
ich mit niemandem redete und auch nicht tanzte. Dennoch genoss ich es so ganz allein unter diesen vielen Menschen zu sitzen. Als ich gerade mein fünftes Bier erhalten und die Flasche mit einem Zug halb leer getrunken hatte, sah ich aus den Augenwinkeln eine Gestalt auf mich zu laufen. Als ich die Flasche absetzte und meinen Kopf
drehte, war
ich erstaunt eine zierliche Frau vor mir stehen zu sehen. Sie hatte schulterlange, schwarze Haare mit roten Strähnen. Durch ihre weiße Haut hoben ihre rot-braunen Augen sich deutlich ab. Sie trug einen Rock, der knapp über den Knien endete und ihre Hüfte umschloss ein schwarzes, kunstvoll besticktes Korsett. Um ihren Hals trug sie so viele
Ketten
das ich sie nicht zählen konnte und ihre Arme stecken in schwarzen Stulpen, die mit einem dunkelroten Band verschlossen waren. Ein Rot, dem ihrer Augen gleich. Links und rechts ihren Hals empor schlängelte sich Tattoos welche sich bei näherem Hinsehen als Dornenranken entpuppte. Ihre Füße stecken in hohen Stiefeln, welche mit Ketten verziert waren.

Du bist zum ersten Mal hier, oder?”, brüllte sie in mein Ohr über den Lärm, “und so wie du aussiehst auch nicht ganz freiwillig.”
“Nein, ein Freund hat mich hierher geschleift. Aber eigentlich gefällt es mir ganz gut”, antwortete ich.
Sie lachte und zog sich einen leeren Barhocker her, wo immer sie den auch so plötzlich her hatte.
Ich mochte sie auf den ersten Blick. Nicht nur weil sie interessant aussah, auch wenn ihr Auftreten hier keine Besonderheit war, es war noch etwas Anderes. Irgendetwas an ihrer Art. So zierlich sie auch wirkte, man sah ihr eine gewisse Stärke doch an. Fast so als hätte sie etwas Mystisches.
Einen Moment lang überlegte ich, was ich sagen sollte, entschied mich dann jedoch für das Übliche. “Willst du was trinken?”, ich musste ganz nah an ihr Ohr damit sie mich überhaupt verstand. Sie nickte. Ich bestellte mir einen Cider, zur Abwechslung, der zusammen mit einem Glas voller Eis kurze Zeit später vor mir stand. Vor ihr stand ein großes Glas Rotwein. Ich trank selbst kaum Wein, doch er erschien mir ungewöhnlich dunkel und trüb.
Wir unterhielten uns eine ganze Weile, doch jedes Mal wenn sie meinen Blick fing lies mich das kurz stocken. Ihre Augen waren magisch und sie hielt mich förmlich mit ihnen fest.
Immer wenn sie mich so ins Stottern brachte, kicherte sie. Was mich zwar auch zum Lachen brachte, mich jedoch auch nervös machte. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass sie sich über mich lustig machte.
Sie hörte mir anfangs gespannt zu, wie sehr es mir hier gefallen würde und das obwohl die Musik mir zu aggressiv sei, ich sie aber trotzdem irgendwie mögen würde und das ich von den sehr freundlichen Menschen hier überrascht sei.
Immer wenn sie antwortete und dazu ganz nah an mein Ohr kam, viel mir etwas Ungewöhnliches auf. Es war ihr Geruch. Nicht nach einem bestimmten Parfüm oder nach Wein. Es war ein sehr schwacher Geruch, der nur deutlich wurde wenn ich ihr nahe kam.
Auf eine seltsame Weise war es ein kalter Geruch. Fast so wie in einer Höhle oder einem Keller. Vermischt mit dem Geruch von Metall. Wer schon einmal in einer alten Gemäuer oder einer Ruine war, kennt diesen seltsamen aber doch angenehmen Geruch.
Ihr Weinglas leerte sich allmählich genauso wie mein Cider und so wollte ich erneut bestellen, doch sie legte ihre Hand auf meine und meinte das sie die nächste Runde zahlen wollte, dafür durfte sie auch entscheiden was ich trinke. Ich willigte ein und wenig später stand auch vor mir ein Glas gefüllt mit dem dunklen Rotwein. Ich verstand warum sie ihn trank, er schmeckte nicht süß, war aber dennoch nicht schwer und sehr angenehm mild.
In einem Moment der Stille, der entstand da uns beiden die Themen ausgingen, dachte ich über eine weitere Auffälligkeit an ihr nach. Als sie meine Hand berührte hatte, kam mir ihre Haut ungewöhnlich kalt vor. Nicht so als, wäre sie lange draußen gewesen, sondern so als wäre ihre Körpertemperatur geringer.
Normalerweise würden so etwas jemanden abschrecken, doch mich machte das umso neugieriger.
Als auch das zweite Glas Wein leer war, fragte sie ob ich mit nach draußen kommen wollte. Gerne tat ich dass, denn so langsam wurde die laute Musik anstrengend.
Sie zog eine Schachtel Zigaretten hervor und bot mir auch eine an. Dankend lehnte ich ab.
Ein Blick auf die Uhr lies mich erschrecken. Es war bereits halb vier. Auch wenn es mir schwer fiel, erklärte ich, dass ich mich auf den Heimweg machen müsste.
Sie lächelte, mal wieder und genauso geheimnisvoll wie immer. “Wenn es dir nichts ausmacht komme ich mit, du musst auch zum Bahnhof oder?”, fragte sie. Natürlich machte es mir nichts aus, ich wollte sie unbedingt wieder sehen.
Als wir uns ein paar Minuten von der Bar entfernt hatten fragte sie: “Kann ich mal dein Handy haben? Ich speichere dir meine Nummer ein.”
Zögernd gab ich es ihr, auch wenn ich ihr vertraute, gerne gab ich es nicht aus der Hand. Eine irrationale Furcht, der andere könnte dort irgendetwas Schlimmes finden.
Sie tippte darauf herum und gab es mir wieder. Als ich den neuen Kontakt las, musste ich lachen. “Dracula”, leuchtet auf dem Bildschirm. Frech lächelte sie mich an. Waren ihre Eckzähne länger geworden? Nein, das bildete ich mir nur ein.
Wir liefen einen verschlungenen Fußweg hinauf, als sie plötzlich stehen blieb.
“Alles in Ordnung?”, fragte ich besorgt und machte einige Schritte auf sie zu. Sie war plötzlich so still und starrte auf ihre Füße.
Als ich vor ihr stand, sagte sie schließlich mit zitternder Stimme. “Ich will das nicht tun, aber nur weiß ob du der Richtige bist. Schneller als ich reagieren konnte, hatte sie mich an den Schultern gepackt und gegen den Zaun gedrückt.
Zu Anfang hielt ich das für einen Scherz, sie konnte unmöglich die Kraft haben mich fest zu halten, doch schnell merkte ich dass ich mich täuschte. Ihre dünnen Finger schlossen sich fest um meine Schultern und drückten mich mit übermenschlicher Kraft fest an den Zaun. Unter ihren Haaren die ihr ins Gesicht gefallen waren leuchteten ihre Augen hervor. Nicht wie zuvor, sie leuchteten nun feuerrot. Ich hatte mich nicht getäuscht, ihre Eckzähne waren länger geworden.
Das war nicht möglich. Ich musste Träumen. Doch als sich ihre Zähne in meinen Hals gruben, wurde mir bewusst dass es kein Albtraum war, sondern schreckliche Realität.
Blut floss aus den zwei Einstichen an meinem Hals, doch da löste sie ihren Biss wieder. Einen Moment lang sah sie mich an. Auf ihren Lippen klebte Blut, mein Blut. Dann kam sie näher, immer näher bis schließlich ihre Lippen meine berührten. Auch wenn sich mein Geist mit aller Macht dagegen wehrte, konnte ich nicht anders als ihren Kuss zu erwidern. Schließlich löste sie ihren Griff und trat einige Schritte zurück.
Für einen Moment spürte ich den starken Drang sie zu schlagen, mich zu wehren, doch wie sie so da stand, war sie wieder die zierliche, junge Frau die mich vor wenigen Stunden angesprochen hatte. Auch wenn ihre Augen rot leuchteten und aus ihrem leicht geöffneten Mund die lange Eckzähne hervor blitzten. Trotz ihres blutverschmierten Mundes und des metallischen Geschmacks von Blut auf meinen Lippen.
Tränen flossen aus ihren Augenwinkeln und über ihre Wangen. “Es tut mir leid, ich musste es tun”, flüsterte sie heiser, “du bist es, du bist der Richtige.”
Sie atmete tief durch und kam vorsichtig näher. Ich konnte mich nicht wehren, ich wollte auch nicht. Gerne durfte sie mich noch einmal beißen, denn warum auch immer musste sie es tun.
Doch stattdessen küsste sie mich ein weiteres Mal, doch dieses Mal wurde mir schwarz vor Augen.
Ich wusste nicht wie, doch wachte ich in meiner Wohnung auf. Hatte ich das vielleicht alles nur geträumt? War ich eingeschlafen nachdem ich nach Hause gekommen war und erinnerte mich nur nicht mehr daran wie?
Mein Handy lag vor mir auf dem Tisch. Irgendjemand hatte es an das Ladekabel angeschlossen. Die kleine blinkende Lampe links oben zeigte mir dass ich eine neue Nachricht hatte.
“Na, schon wach? Komm heute Abend zur Bar dann erkläre ich dir alles, LG Mary (Dracula)”, stand dort. Gedankenverloren rieb ich mir den Hals und stieß auf zwei kleine, kreisförmige Einstiche.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wortkrieger-Team
Beitritt
07.09.2014
Beiträge
785
Hallo @FenriTheWolf ,

herzlich willkommen bei uns Wortkriegern. Leider auch herzlich willkommen im Korrektur-Center.

Deine Geschichte enthält sehr viele Fehler, weshalb ich sie ins Korrektur-Center verschiebe. Hier hast Du vier Wochen Zeit deine Geschichte zu überarbeiten, d.h. eine Korrektur an den Rechtschreib-/Grammatik-, Tipp-, oder formalen Fehlern vorzunehmen.

Zum Korrigieren: Bitte auf den Button „Bearbeiten“ am unteren Ende des Postings mit der Geschichte klicken.

Wenn die Geschichte überarbeitet ist, schreibe eine kurze Information per PM an Tserk (KC-Moderator). Ist sie in Ordnung, verschiebt er sie in die ursprüngliche Rubrik zurück.
Solltest du innerhalb der vier Wochen nicht korrigieren, wird die Geschichte gelöscht. Einem erneuten Posten nach späterer Überarbeitung steht jedoch nichts im Weg.

Als kleine Hilfestellung schreibe ich dir auf, was mir in den ersten Absätzen aufgefallen ist. :)Vor allem wechselst du die Zeiten, z.T. sogar innerhalb eines Satzes. Hier solltest du dich entscheiden.

Ich gehöre nicht hier her (hierher), ich bin falsch. Warum war ich so blöd und hab mich darauf eingelassen. (?)
Es ist warm und stickig. Die Luft ist so schwer und feucht, dass es eigentlich von der schwarz gestrichenen Decke tropfen müsste. Die heiße Luft riecht nach Bier, Alkohol, Zigarettenrauch und vor allem nach Menschen. Aus den kleinen Boxen (Komma) die wahrlos (wahllos) im Raum verteilt standen und hingen (Komma) (hier hast du den ersten Zeitwechsel, vorher war alles Präsens) dröhnte laute Musik. Schwere Gitarrenriffs, das Hämmern eines schnellen Schlagzeugs, begleitet (jetzt wieder Präsens) von krachenden Bässen und etwas(Komma) was entfernt an Gesang erinnert. Nicht wirklich meine Musik, aber dennoch fand ich gefallen (Gefallen) daran.
Ich hatte mir einen Platz an der kleinen Bar ergattert. Ganz hinten, an dem kleinen Stück(Komma) das die Theke mit der Wand verband. Auf einem wackeligen Hocker hatte ich Platz genommen und beobachte (beobachtete) das Geschehen. Der Freund, der mich hier her (hierher) geschleppt hatte (Komma) (hat) ist (oder eben: war) verschwunden, irgendwo in der dichten, schwarzen Masse aus Menschen.

Soweit erstmal.

Liebe Grüße von Chutney
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied
Beitritt
27.10.2020
Beiträge
2
Hallo @FenriTheWolf ,

herzlich willkommen bei uns Wortkriegern. Leider auch herzlich willkommen im Korrektur-Center.

Deine Geschichte enthält sehr viele Fehler, weshalb ich sie ins Korrektur-Center verschiebe. Hier hast Du vier Wochen Zeit deine Geschichte zu überarbeiten, d.h. eine Korrektur an den Rechtschreib-/Grammatik-, Tipp-, oder formalen Fehlern vorzunehmen.

Zum Korrigieren: Bitte auf den Button „Bearbeiten“ am unteren Ende des Postings mit der Geschichte klicken.

Wenn die Geschichte überarbeitet ist, schreibe eine kurze Information per PM an Tserk (KC-Moderator). Ist sie in Ordnung, verschiebt er sie in die ursprüngliche Rubrik zurück.
Solltest du innerhalb der vier Wochen nicht korrigieren, wird die Geschichte gelöscht. Einem erneuten Posten nach späterer Überarbeitung steht jedoch nichts im Weg.

Als kleine Hilfestellung schreibe ich dir auf, was mir in den ersten Absätzen aufgefallen ist. :)Vor allem wechselst du die Zeiten, z.T. sogar innerhalb eines Satzes. Hier solltest du dich entscheiden.

Ich gehöre nicht hier her (hierher), ich bin falsch. Warum war ich so blöd und hab mich darauf eingelassen. (?)
Es ist warm und stickig. Die Luft ist so schwer und feucht, dass es eigentlich von der schwarz gestrichenen Decke tropfen müsste. Die heiße Luft riecht nach Bier, Alkohol, Zigarettenrauch und vor allem nach Menschen. Aus den kleinen Boxen (Komma) die wahrlos (wahllos) im Raum verteilt standen und hingen (Komma) (hier hast du den ersten Zeitwechsel, vorher war alles Präsens) dröhnte laute Musik. Schwere Gitarrenriffs, das Hämmern eines schnellen Schlagzeugs, begleitet (jetzt wieder Präsens) von krachenden Bässen und etwas(Komma) was entfernt an Gesang erinnert. Nicht wirklich meine Musik, aber dennoch fand ich gefallen (Gefallen) daran.
Ich hatte mir einen Platz an der kleinen Bar ergattert. Ganz hinten, an dem kleinen Stück(Komma) das die Theke mit der Wand verband. Auf einem wackeligen Hocker hatte ich Platz genommen und beobachte (beobachtete) das Geschehen. Der Freund, der mich hier her (hierher) geschleppt hatte (Komma) (hat) ist (oder eben: war) verschwunden, irgendwo in der dichten, schwarzen Masse aus Menschen.

Soweit erstmal.

Liebe Grüße von Chutney
Hallo Chutney,

das tut mir Leid. der erste Post und dann gleich sowas, wie peinlich.
Ich gelobe Besserung :D
Danke für die Hilfe. Das mit den Zeiten ist mir ehrlich nicht aufgefallen, ich sollte vielleicht nicht eins zu eins meine Notizen von einer Serviette übertragen :D

viele Grüße,
FtW
 

Letzte Empfehlungen

Neue Texte

Neue Beiträge

Anfang Bottom