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Sieben grinsende Dämonen

Senior
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Sieben grinsende Dämonen

Uwe Post
Sieben grinsende Dämonen
oder: Gehen Sie gerne zum Zahnarzt?

Sicher haben Sie schon einmal Bekanntschaft mit Dämonen gemacht. Es sind die Typen, die sich vor Lachen krümmen, wenn Sie einen guten Bekannten fragen, wie es seiner Frau geht, und er daraufhin erklärt, sie habe gestern die Scheidung eingereicht. Sind Sie Autofahrer? Ja? Dann kennen Sie die Dämonen, die ausgerechnet dann einen Tanklastzug quer auf die Fahrbahn legen, wenn Sie sowieso schon total spät dran sind. Manchmal tun sich mehrere Dämonen zusammen und entführen Sie im Schlaf an Orte, wo Sie furchtbare Alpträume erdulden müssen. Und manchmal ist das nur die Spitze des Eisbergs.

Im Traum kitzelten sieben grinsende Dämonen Friedemann so lange unter den Füßen, bis er seine eigene Zunge zerkaute und verschluckte. Dann spielten sie Mensch-Ärger-Dich-Nicht auf seinem Bauch. Das wäre nicht schlimm gewesen, wenn sie nicht seine Zähne als Spielfiguren benutzt hätten. Anschließend nannten sie ihm eine Adresse in Weißrussland und erinnerten ihn daran, dass dort seine alte Großtante Klarinda wohnte, und er solle ihr weiterhin jeden Monat einen möglichst großen Geldschein schicken. Der eifrigste der sieben Dämonen, ein gewisser Kalle Hirnputt, sagte, während er Friedemanns Beine säuberlich zu einer Schleife verknotete: »Du bist wirklich ein artiger Großneffe.«
Das stimmte so ungefähr. Friedemann war in der Tat artig - er arbeitete jeden Tag zwölf Stunden in einer Werbeagentur - und Großneffe war er auch. Aber seine alte Tante wohnte nicht in Weißrussland, sondern in Villingen-Schwenningen.

Friedemann hatte so schlecht geschlafen, dass er versuchte, das Badezimmer neben der Tür zu betreten. »Ich bin weiter links«, hätte die Tür gesagt, wenn sie hätte sprechen können. Selbst dann hätte Friedemann es kaum gehört, denn etwas anderes beanspruchte seine Sinne. Die Zahnschmerzen waren kein böser Traum gewesen, sondern Realität. Der Zahnarztbesuch vergangene Woche hatte alles nur noch schlimmer gemacht. Friedemann nahm sich vor, seinem Peiniger heute Vormittag einen Besuch abzustatten, damit der die kreischenden Beißer endgültig zur Räson brachte.
Mit nur halb geöffneten Augen frühstückte Friedemann sein Müsli in der linken Hälfte des Mundes und tastete mit seiner Zunge am gegenüber liegenden bösen Zahn herum. Die Schmerzen gingen davon erwartungsgemäß nicht weg. Und das allgemeine Unwohlsein auch nicht. Etwas bedrückte ihn, und er wusste nicht, ob es nur sein schlimmer Zahn war.
Auf dem Tisch lag sein Lexikon der Traumdeutung, das er auf Empfehlung einer namhaften Illustrierten gekauft hatte. Er schlug das Buch auf und sah unter dem Stichwort »Kitzeln« nach. »Ein Missverständnis wird aufgeklärt«, stand da. Grübelnd blätterte er weiter und erreichte »Zunge: Im Gegensatz zum Hals ist es ein ungünstiges Omen, wenn Sie von Schwierigkeiten mit Ihrer Zunge träumen.« Besorgt klappte Friedemann das Buch zu und schob es zur Seite. Im Traum hatte er seine Zunge verschluckt. Das war also ein ungünstiges Omen. Er nahm sich vor, später eine Tageszeitung zu kaufen. Vielleicht stand ja in seinem Horoskop Genaueres.
Nach dem wenig erfreulichen Mahl ging Friedemann ins Schlafzimmer, öffnete die Schublade mit den Socken und kramte eine abgegriffene Geldbörse hervor. Er entnahm ihr einen großen Geldschein und schob ihn in den Umschlag, der auf dem Nachttisch lag. Er war an seine Großtante in Weißrussland adressiert. Nachdem Friedemann den Umschlag zugeklebt hatte, verstaute er die Börse wieder in der Schublade.
Hm, auf dem Umschlag war kaum noch Platz für die Briefmarke. Die Adresse war zu lang. Friedemann befeuchtete die Marke mit der Zunge und klebte sie vorsichtig auf die Ecke des Umschlags.
Am Garderobenhaken hing sein grauer Mantel, den er überstreifte.
Draußen erwarteten Friedemann kühler Wind, jede Menge Lärm und der Gestank des Verkehrs. Er ging zur Ecke an der Heinzelstraße, wo er den Umschlag in den Briefkasten warf.
Ziemlich genau auf halbem Weg zwischen Briefkasten und Zahnarzt-Praxis befand sich das kleine Häuschen der Wahrsagerin Madame Sarah. Sie hatte Friedemann schon manches Übel vorhergesagt und meistens richtig gelegen. Friedemann wusste von ihr, dass die Außerirdischen schon längst die Politiker kontrollierten (das war wirklich die beste Erklärung für deren Verhalten) und dass er derzeit Single war, weil Saturn im falschen Sternbild stand. Bestimmt konnte Madame Sarah für ihn herausfinden, ob und wann er die Zahnschmerzen loswerden würde.
Ihr Zimmerchen war vollgestopft mit Räucherstäbchen, mehr oder weniger obszönen Statuen, staubigen Büchern, vertrocknetem Grünzeug, toten Fliegen und einem riesigen Sessel. In dem saß die Wahrsagerin und lächelte ihn freundlich an. Glücklicherweise klebte ihre Schminke fest genug in ihren Hautfalten, um nicht herunterzufallen.
»Ohooo, halloo, willkooommen bei Madame Sarah!« begrüßte die alte Dame ihn und winkte ihn auf den schmalen Stuhl vor ihr. Als Madame sich in ihren Sessel vorbeugte, hatten die zehn Schichten Kleidung offenkundig Schwierigkeiten, ihr zu folgen. Während Friedemann Platz nahm, schien die parfümierte Luft ihn zu erdrücken.
»Ohooo, zeig mir deine Hand, ja, soooo...« Madame Sarah nahm die dargebotene Hand, fuhr mit einem langen Fingernagel darin umher und runzelte die Stirn. Plötzlich kreischte sie laut auf. »Aaaaah! Neiiiiin!« Sie stieß Friedemann fort. »Raus! Verschwinde! Du stehst unter duuunklem Einfluss!« Friedemann wich verunsichert zurück. »Was? Was?«
»Du bist verloooren, kein Mensch kann dich reeetten! Rauuuss! Hinfoooort!« Sie begann zu schluchzen und warf ihm eine Schachtel Räucherstäbchen an den Kopf. »Lass mich in Frieden! Verschwinde endlich! Oooooh...«
Friedemann stand einen Moment später ratlos draußen auf dem Gehweg. Die Zahnschmerzen, dass schlimme Omen im Traum, nun Madame Sarah - er wagte nicht, jetzt auch noch sein Horoskop in der Zeitung zu lesen. Vollkommen durcheinander ging er weiter, ohne seine Umgebung wahrzunehmen, was genauso verständlich wie gefährlich war. Letzteres fand auch ein Autofahrer, der nur durch eine sofortige Vollbremsung eine Beschädigung seiner Stoßstange verhindern konnte.
Irgendwie kam Friedemann heil in der Zahnarzt-Praxis an. Er versuchte, den stechenden, antiseptischen Geruch zu ignorieren. Sein Blick fiel auf die Papiere, die auf der Schreibunterlage des Empfangstresens lagen. Einer der Umschläge war braun und recht groß, und Friedemann fiel der Absender in der Ecke auf. Er kam ihm irgendwie bekannt vor. Ausgerechnet in diesem Moment tauchte die lächelnde Sprechstundenhilfe im weißen Kittel auf. »Ah, Sie sind doch Herr...«
»Genau«, sagte Friedemann.
»Ja, dann nehmen Sie doch bitte einen Moment im Wartezimmer Platz. Ich rufe Sie dann.«
»Ja danke«, sagte Friedemann.
Einige Minuten lang zerbrach Friedemann sich im Wartezimmer den Kopf darüber, was es mit dem großen Umschlag auf sich hatte. Diese Adresse... Dann erschien ein Vampir oder ein Mann, der so aussehen wollte und setzte sich neben ihn. Es stellte sich allerdings die Frage, warum er bei Tag nicht einfach zu Staub zerfiel. Wäre das passiert, hätte die Putzfrau, die zwischendurch herein kam, ihn von der Kunstleder-Sitzfläche seines Stuhls gewischt. Wenn er aber doch eine Art Vampir war, hatte er vielleicht etwas mit dem dunklen Einfluss zu tun, von dem Madame Sarah gesprochen hatte?
Die Sprechstundenhilfe unterbrach Friedemann bei seinem Versuch, sich mit unsinnigen Gedankenspielen von seinen Zahnschmerzen abzulenken.
»Bitteschön«, lächelte sie ihn an, und er durfte ins Behandlungszimmer. »Herr Doktor kommt gleich, nehmen Sie doch schon einmal Platz«, sagte die Sprechstundenhilfe und ließ ihn allein.
Nach einigen Minuten im Behandlungsstuhl wurde Friedemann unwohl. Er versuchte, dem Anblick der Bohrer und anderen Folterinstrumente zu entrinnen. Also stand er auf und schlich im Zimmer umher. Es gab einen Schreibtisch sowie einige Glasschränke, die sauber gestapelte Schachteln und Töpfchen enthielten. Er öffnete eine Glastür und griff wahllos nach einem Behälter. Er wollte ihn gerade genauer in Augenschein nehmen, als mehrere Dinge gleichzeitig geschahen. Sein Zahn begann plötzlich heftig zu pochen. Seine Finger meldeten, dass sie den scheinbar minus hundert Grad kalten Metallbehälter nicht länger festhalten konnten. Das Kästchen fiel scheppernd auf den gefliesten Boden. Die Tür ging auf. Die Putzfrau sprang herein und ließ ihren Wischlappen fallen.
Friedemann wollte etwas sagen, wusste aber nicht was, dann hielt die Putzfrau plötzlich ein Amulett mit einem leuchtend roten Edelstein in der Hand und kam auf ihn zu. Automatisch wich er zurück.
Mit englischem Akzent sagte die Putzfrau: »Okay, Sie sind in Sicherheit. My name is Jackie McIntyre, ich bin Dämonenjägerin. Ich bin großem Unheil auf der Spur.«
Friedemann brachte zuerst kein Wort heraus. Dann brabbelte er: »Mein Gott, das... das schlimme Omen im Traum...«
Die vermeintliche Putzfrau lachte: »Traumdeutung? Superstition! Aberglaube. Like astrology. Wie Horoskope.« Sie bückte sich, hob mit Hilfe eines weißen Taschentuchs das silberne Kästchen vom Boden auf und stellte es auf den Schreibtisch.
»Wa... was ist das?« stammelte Friedemann fassungslos.
Die grauen Augen der Engländerin fixierten ihn, während sie ihr Kopftuch abnahm. Silberblonde Haare kamen zum Vorschein. Ein Lächeln zuckte über das Gesicht der Putzfrau... Entschuldigung, Dämonenjägerin.
»Darksoulsilver«, flüsterte McIntyre und hielt ihr Amulett in die Nähe des Kästchens. Der rote Edelstein pulsierte. Sie öffnete vorsichtig den Behälter. Darin befand sich ein dunkles, formloses Material. »Tooth Filling. Zahnfüllung.«
»Zahnfüllung?«, fragte Friedemann verständnislos. Er tastete mit der Zunge nach seinem schlimmen Zahn, der komischerweise im Moment gar nicht mehr schmerzte. Befand sich darin eine solche Füllung?
Jackie McIntyre erklärte, während sie ihre blonden Haare hinter ein Ohr klemmte: »Es ist Zahnfüllung, gemacht aus der essence of dark creatures, dunkle Wesen. Wer unter ihrer Einfluss ist, gehorcht ihnen bedingungslos.«
»Dieser... Zahnarzt pflanzt den Leuten... dunkle Wesen ein?« fragte Friedemann, der nicht mehr wusste, was er glauben sollte.
»Well, the essence, die Essenz dunkler Wesen, yeah.« Mit ihrem Akzent und ihrem Amulett in der Hand wirkte die Dämonenjägerin, als wäre sie gerade einem schlechten Romanheft entstiegen.
»Warum tut er das?«
»Who knows? Vielleicht steht er selbst unter ihrer Einfluss. Die strategy der Wesen is, ihre Macht immer more auszubauen. Der Zahnarzt, der Leuten ihre essence einpflanzt, ist ein ideales Opfer. Or, maybe, jemand verkauft diese Füllung very cheap, sehr billig. Besonders... sparsame doctors fallen auf diesem Trick herein.«
»Diesen«, korrigierte Friedemann automatisch. »Diesen Trick, nicht diesem Trick. Mit N wie Niedertracht«, ergänzte er und ballte die Fäuste. Plötzlich erinnerte Friedemann sich an den Umschlag und die Adresse. »Meine Großtante!«, rief er.
Die blonde Engländerin sah ihn nur verständnislos an und ließ ihr Amulett ein wenig sinken.
»Sie zwingen mich dazu, Geld an eine bestimmte Adresse zu schicken!«, sagte Friedemann.
McIntyre nickte ernst. »Yeah, das brauchen sie, um zu finanzieren für ihre dreckige business.«
Friedemann tastete mit der Zunge an seinem Zahn herum und fragte: »Wie wird man das wieder los?«
Die Dämonenjägerin schüttelte den Kopf. »No mortal can do it. Kein Sterblicher kann Darksoulsilver widerstehen. Wenn es nicht entfernt werden will, bleibt es. Forever.«
»Dann...« Friedemann war der Verzweiflung nahe.
Die Tür flog plötzlich auf. Es war der Zahnarzt. Er sah von Friedemann zu McIntyre und weiter zu dem geöffneten Kästchen auf dem Tisch, erkannte die Lage und stürzte sich mit einem Schrei auf sie.
Als Friedemann zurückwich, lag der Zahnarzt plötzlich auf dem Boden. Der Typ aus dem Wartezimmer, der aussah wie ein Vampir, hatte ihn von hinten niedergeschlagen.
Der Vampir kam langsam näher. »Jetzt werde ich dich retten«, sagte er mit Angst einflößender Stimme.
Friedemann tastete auf dem Schreibtisch nach irgendetwas, das die Form eines Kruzifix hatte.
Jackie McIntyre aber lächelte ihn an. »Keine Angst. Vladimir is my friend. As I said: Kein Sterblicher kann Darksoulsilver widerstehen. Aber Vampires sind nicht sterblich. And Vladimir kennt sich mit Zähnen aus und kann auch mit dem Bohrer umgehen, a little bit.«
Vladimir grinste breit.
Friedemann nicht.


Ende

Copyright Uwe Post

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Hallo liebe Leser bei kurzgeschichten.de!

Es ist eine Weile her, dass ich hier mit "Altar Drei" freundlich aufgenommen wurde. Hier habe ich mal eine längere, allerdings etwa ein Jahr alte Geschichte für euch - viel Spaß dabei, und nicht vergessen: Kritik ist erwünscht, damit ich mich verbessern kann!

Viele Grüße aus Gelsenkirchen

Uwe
 
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28.09.2001
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[voice of the mod]
Uwe Post schrieb unter seine Geschichte:
Hallo liebe Leser bei kurzgeschichten.de!

Es ist eine Weile her, dass ich hier mit "Altar Drei" freundlich aufgenommen wurde. Hier habe ich mal eine längere, allerdings etwa ein Jahr alte Geschichte für euch - viel Spaß dabei, und nicht vergessen: Kritik ist erwünscht, damit ich mich verbessern kann!

Viele Grüße aus Gelsenkirchen

Uwe
:D
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hallöchen!

*lach* wie kommt ma eigentlich auf sowas? *g* werd die geschichte dann gleich mal meinen eltern vorlegen, die mögen sowas :)

Tja, stilistisch ist sie ganz wunderbar immer von hinten 'rum beschrieben. Eigentlich würde es meiner Meinung nach ja eher zu "Humor" oder so etwas in der Art gehören, statt zu "Fantasy".
Aber auch gutm, dass sie hier ist, sonst hätt' ich's wahrscheinlich gar nicht gelesen...

hmm. ich hab da nur eine frage:

Friedemann nahm sich vor, seinem Peiniger heute Vormittag einen Besuch abzustatten, damit der die kreischenden Beißer endgültig zur Räson brachte.
Was sind bitte kreischende Beißer.. Klar Zähnchen, ich weiß, aber seit wann kreischen die denn?

MyIntyre Vampirjägerin mit englischem Akzent find' ich übrigens spitzenklasse!

Hm.. sodele, ich hab' also wieder mal versagt, ich bin einfach nicht fähig jemanden zu kritisieren! *g*

Hat mir ganz doll gefallen!
Merdania
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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Hi Merdania,

das Kreischen ist eine Metapher für die Schmerzen.

Schönes Wochenende!

Uwe
 
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achso, die Merdi ist nämlich österreicherin, und tut sich manchmal ein bissl schwerer mit dem verstehen deutscher ausdrücke ;)

Dir auch ein schönes Wochenende!
 
Senior
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15.04.2002
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Macht ja nichts ;-)
Ach ja, und zu der anderen Frage: Ich betrachte "Humor" nicht als Genre, deswegen habe ich diese (wie auch schon die erste) Geschichte "Fantasy" zugeordnet. Humor ist für mich eher eine Eigenschaft einer Geschichte, die in jedem Genre vorkommen kann. Unter "Humor" würde ich eigentlich nur Witze erwarten.

Tschüss
Uwe
 
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23.08.2001
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Hi Uwe!

Cool! Ich verirre mich ja selten in dieses Forum, aber heute hat es sich echt gelohnt! Die GEschichte ist super-klasse, bitte, gib mir mehr davon! :thumbsup:
Lieben Gruß,

chaosqueen :queen:
 
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16.07.2001
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Hallo Uwe!

Die Idee deiner Geschichte, der Handlungsstrang und die Umsetzung sind wirklich originell. Hat mir sehr gut gefallen und an vielen Stellen musste ich grinsen.

Die direkte Ansprache des Lesers im ersten Absatz ist dir ebenfalls auf sehr humorvolle Weise gelungen und wirkt - was sonst leider oft vorkommt - nicht platt und gezwungen. Auch der Übergang zum Traum des Protagonisten und dann zur eigentlichen Handlung ist fließend und ohne Bruch, bei dem der Leser zunächst nachdenken muss, wie das nun eigentlich mit dem vorher Gelesenen zusammenhängt.

Der Stil ist passend für eine humoristische Story. An manchen Stellen solltest du vielleicht versuchen, die Verwendung des Konjunktives zu überarbeiten. (z.B.: Beginn dritter Absatz: hier hast du in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen dreimal den Konjunktiv mit "hätte" gebildet.)

Die Dämonenjägerin ist dir ebenfalls gut gelungen, wobei ich mir ein bisschen mehr Details bezüglich ihres Aussehens als Putzfrau und als Dämonenjäger wünschte. Ein bisschen mehr als nur ein abgenommenes Kopftuch und silberblondes Haar. Gleiches gilt für den Vampir - ein paar eingestreute Anmerkungen über ihn, sein Aussehen, sein Verhalten könnten der Schlussszene deiner Geschichte noch mehr Würze und Lächeln geben.

Grüße und weiterhin viel Spaß beim Schreiben,
Kitana
 
Senior
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24.10.2001
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Mahlzeit!

Eine sehr schöne Geschichte! :thumbsup: Genau das, was man (also ich...) in der Mittagspause so lesen möchte. Humorvoll, mit einigen originellen Ideen, unterhaltsam undsoweiter. Hab einige Male doch derbe schmunzeln müssen. Der Stil ist genau mein Ding. Yep! Hat Spaß gemacht! (Die zwei, drei kleinen Holprigkeiten sind mir schon quasi wieder entfallen...) Weiter so! :)

Amused,
Horni
 
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15.04.2002
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Hi Horni,

bitte versuch Dich zu erinnern. Ich möchte natürlich wissen, was Du holprig fandest, damit ich es nächstes Mal besser machen kann!

Uwe
 
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24.10.2001
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Später - bin grad im Büro und kann nich. Evtl. schau ich heute abend noch mal drüber, ok?
 
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15.04.2002
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Hi Arutha,

guter Hinweis mit den sieben Füllungen. Keine schlechte Idee. In der momentanen Form bedient die Zahl sieben nur das klassische Bild des Mystizismus :bla: anders gesagt: sieben ist eben nicht irgendeine Zahl. Und im Grunde sehe ich es so wie Du es andeutest: Die Überschrift soll Lust machen, die Geschichte zu lesen. Erst in zweiter Linie muss sie genau zur Geschichte passen.

Auf Fehler darfst Du selbstverständlich hinweisen; es ist ja dann meine Sache, ob ich die Hinweise ignoriere :p - was ich natürlich nicht tue, sondern sie werden angemessen berücksichtigt :bla: und gerade bei dieser Story ist es ja so (siehe weiter oben), dass Detailkritik zwar angekündigt, aber leider nie gepostet wurde. Ich freue mich über jede Kritik, ein "nette Geschichte" hilft mir nicht bei meinem Versuch, mich zu verbessern. Bzw. meine Geschichten.

Uwe
 
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24.08.2003
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2.620
Lieber Uwe Post, ich muss dich darauf hinweisen, dass Nachworte unter Geschichten den Regeln nach, denen du bei deiner Anmeldung zugestimmt hast... :bla:

Hi Uwe,
ich dachte mir - was ist denn das für ein konfuses Zeug? Das ist ja noch viel schlimmer wirr als dieser ganze andere Kram, den er schreibt - aber dann sah ich, dass die Geschichte von 1865 war, und dachte, hui, da hat er sich wirklich verbessert.
Ich finde den Humor in diesem Text weniger hintergründig als vielmehr slapstickartig und möchte dir an dieser Stelle nochmal attestieren, dass das, was du heute schreibst, mir um Längen besser gefällt ;)

gruß
vita
:bounce:
 
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15.04.2002
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4.455
gbwolf, die Story-Archäologin ... :schiel:

vita: Bitte diese Geschichte ins Archiv für alte, nicht lesenswerte Geschichten (Kurzform: Archiv) verschieben ;)
 

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