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Tayo, der kleine Elefant - Tayo ist verletzt

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Tayo, der kleine Elefant - Tayo ist verletzt

1) Beim Fangen spielen war Tayo in einen Kaninchenbau getreten. Seine Mama untersuchte vorsichtig das Bein. "Tayo, das gefällt mir nicht. Bitte bleibe heute im Schatten liegen, damit sich dein Bein wieder erholen kann". Tayo war wenig begeistert. "Die anderen spielen alle woanders, das ist langweilig!" meckerte er. Aber seiner Mama war das egal.
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2) Als Tayo im Schatten lag, kam Pakka vorbei. "Na, wie geht's dir? Schon schlimm, wenn man wegen so ein bisschen zwicken gleich zu Mama rennen muss. Aber keine Sorge, bleib nur ein paar Tage liegen, dann brauchst du nicht mehr herum weinen. So, wir spielen jetzt fangen, bis dann!". Mit diesen Worten rannte Pakka zu den anderen Elefantenkindern. Tayo kochte vor Wut.
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3) "Von wegen Zwicken. Dem werde ich zeigen, wie stark ich bin.", dachte er sich und rannte zu seinen Freunden. Die hatten sich schon alle aufgestellt und Pakka grinste, als er Tayo sah.
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4) Trotzdem blieb er liegen, denn Mama hatte gesagt, das der Fuß durch das herumrennen schlimmer werden würde. Also machte er es sich unter dem Baum gemütlich und döste vor sich hin.
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5) Sie wollten gerade anfangen, als sie plötzlich ein Knurren vernahmen. Hinter einem Busch hatte ein Löwe geschlafen. Nun war er durch den Krach aufgewacht und schaute sie hungrig an. Die kleinen Elefanten rannten so schnell sie konnten zur Herde zurück. Nur Tayo hinkte hinterher.
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6) Pakka rannte auf ihn zu. "Du bist", rief er und tippte Tayo mit dem Rüssel an. "Na warte", rief Tayo zurück und rannte los. Aber durch seinen kaputten Fuß war er viel langsamer als die anderen. Und so rannte er eine ganze Weile, ohne auch nur einen einzigen anderen Elefanten zu fangen.
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7) Zola kam vorbei. Das kleine Elefantenmädchen lächelte ihn an. "Hey, ich habe gehört das du deinen Fuß verletzt hast. Das tut mir leid. Wollen wir uns gegenseitig Geschichten erzählen?" Sie erzählte ihm die Geschichte vom Gnu, das eine Giraffe sein wollte. Dann erzählte Tayo ihr von seiner Begegnung mit einer Hyäne. Sie waren so vertieft in die Geschichten, das sie gar nicht merkten, wie es langsam Abend wurde.
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8) Sein Papa setzte sich zu ihm. "Na mein Junge, wie geht es dir?" fragte er. "Ganz gut, aber der Fuß tut immer noch ein bisschen weh", meinte Tayo. "Geht es deinem Rüssel gut? Dann könnten wir ja Rüsselfangen spielen?" "Oh ja" strahlte Tayo. Sein Vater legte seinen Rüssel vor Tayo hin, dieser versuchte ihn zu greifen. Doch der Papa wich immer wieder blitzschnell aus. Danach versuchten sie, kleine Steine auf einen großen Stein zu werfen. Sie spielten den ganzen Tag und auf einmal war es Abend.
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9) Als Tayo über einen kleinen Felsen klettern musste, rutschte er ab und viel auf sein Gesicht. Der Löwe war schon fast heran, aber da verdunkelte ein Schatten auf die Sonne. Vor Tayo stand sein Papa und schwenkte drohend den Rüssel. Der Löwe knurrte leise, wich aber zurück.
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10) Als Pakka immer dreister wurde, versuchte Tayo ihn mit einem Sprung zu erreichen Dabei stolperte er und ratschte mit seinem Rüssel an einem scharfen Stein entlang. Pakka lachte aber Tayo musste weinen. "Dann spiel ich eben nicht mehr mit!" schrie er und ging davon.
Weiter mit 13)

11) Als es langsam dunkel wurde, kam seine Freundin Kimya, das Warzenschwein, vorbei. Sie sang ihm ein tolles Lied vor, das sie von ihrer Mama gelernt hatte. Es handelte von den Sternen und ihrem Weg über den Himmel. Tayo lauschte der Melodie und war kurz darauf eingeschlafen.
Weiter mit 14)

12) Abends kam seine Mama zu ihm. "Na du kranke Wurmnase, möchtest du eine Mango?" Und ob Tayo wollte, denn Mangos aß er für sein Leben gern. Seine Mama war extra auf die andere Seite des Flusses gegangen um sie zu pflücken. Tayo war sehr froh, so eine tolle Mutter zu haben.
Weiter mit 14)

13) Tayo humpelte zurück zur Herde. Sein Fuß tat noch schlimmer weh als vorher. Und nun hatte er auch noch Schrammen am Rüssel. Mama war sehr böse mit ihm.Er musste ganze 3 Tage still liegen, bis er wieder laufen konnte. Und seine Freunde durfte er in der Zeit auch nicht mehr sehen. Er war sehr traurig und weinte viel, bis sein Fuß wieder ganz in Ordnung war.
Weiter mit 15)

14) Als Tayo am nächsten Tag aufwachte, ging es seinem Fuß wieder besser. Er zwickte kein bisschen mehr. Und als er mit seinen Freunden fangen spielte, war er der schnellste von allen.
Weiter mit 15)

15) Ein paar Tage später begegnete ihm Pakka. Er humpelte. "Was ist denn passiert?", fragte Tayo. "Ich bin in einen spitzen Stein getreten und nun tut mir der Fuß weh", meinte Pakka. "Keine Sorge Pakka, das bisschen Zwicken ist bald wieder verschwunden, du musst wohl nur ein paar Tage liegen. Ich geh fangen spielen! Und bloß nicht weinen....", rief Tayo und rannte lachend davon, während Pakka ihm böse hinterher schaute.

 
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Hallo zusammen,

vielen Dank fürs Lesen. Ich habe schon ein paar Geschichten von Tayo in der oben gezeigten Form geschrieben und wollte gerne wissen, wie sie euch gefallen. Die Geschichten sollen so geschrieben sein, das Kinder sich in sie hineinversetzen können, obwohl der Protagonist ja ein Elefant ist. Einige Dinge sind unlogisch (der Papa wäre natürlich nicht mehr bei der Herde, beim fallen würde ein Elefant nicht aufs Gesicht fallen), allerdings handelt es sich um eine Geschichte für 4 bis 6-jährige.

Wenn ihr nicht wisst, wie ihr sie lesen müsst:
Am Anfang eines Absatzes steht immer eine Zahl. Am Ende steht immer "weiter mit X)". An einigen Stellen kann man wählen, ob man mit Zahl 1) oder zahl 2) weiter liest. Am Ende hat man 7 der 15 Abschnitte gelesen und kommt immer wieder auf das gleiche Ende.

Ich freue mich auf viele Kommentare und Verbesserungsvorschläge. Wenn euch die Geschichte gefällt, dann könnt ihr bei Google auch gerne nach "Tayo der kleine Elefant" googlen, dann findet ihr noch mehr davon.

VG,

Thomas

 
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Hallo kidegate

Wir haben deinen Text in die Rubrik Experimente verschoben, denn du spielst ja vor allem mit der Form und dieser Ort ist genau für solche Projekte geschaffen.
Da du bereits ein Buch mit mehreren solcher Geschichten veröffentlicht hast, erscheint mir dein Werk allerdings nur noch bedingt experimentell.

Wie auch immer. Deine Vier-in-eins-Geschichte kann mich nicht so recht überzeugen.
Ich weiss zwar wie ich sie lesen soll, kriege an den Textgabelungen aber keine Entscheidungshilfen, wie zum Beipiel: "Wenn du möchtest, dass alles gut ausgeht, dann springe zu 3)".
So aber hangle ich mich halt durch den Text und wiederhole das Ganze, bis ich am Ende vier Varianten von Toyos "Abenteuer" gelesen habe.
Ich muss dazu jeweils durch Münzwurf entscheiden, zu welcher Textstelle ich hüpfen soll. Dabei kann es schon mal passieren, dass ich einen Satz aus einer anderen Variante aufschnappe, und das stört meinen Lesefluss zusätzlich.

Wozu braucht es den Sprung von 1) nach 2) ?

Du hast übrigens ein paar Tippfehler, die du bei Aufmerksamem Durchlesen locker selber findest.
Beispiele:

Schon schlimm, wenn man wegen so ein bisschen zwicken gleich zu Mama rennen muss.
Zwicken
, das der Fuß durch das [H]herumrennen schlimmer werden würde.

"Hey, ich habe gehört[KOMMA] das du deinen Fuß verletzt hast.

Und bloß nicht weinen....",
Und bloß nicht weinen ...",
Mama war sehr böse mit ihm.[ ]Er musste ganze 3[drei] Tage still liegen, bis er wieder laufen konnte.
Ja, da solltest du unbedingt nochmal mit der Rechtschreibelupe drüber. ;)

Auch hätte ich als Kind Mühe, wenn mir jemand Geschichten nur andeutet und nicht erzählt:

Wollen wir uns gegenseitig Geschichten erzählen?" Sie erzählte ihm die Geschichte vom Gnu, das eine Giraffe sein wollte. Dann erzählte Tayo ihr von seiner Begegnung mit einer Hyäne.
Also da musst du dir schon mehr Mühe geben, das ist unbefriedigend, auch oder erst recht für Kinder.

Fazit:
- Ich als Leser habe durch die Aufsplittung und das Ineinanderschachteln der Textblöcke keinen Mehrwert.
- Als Erzählung bringt die Form den Zuhörern (den Kindern) nichts, da der Erzähler sich jeweils für einen Weg entscheidet.
- Der Inhalt ist für meinen Geschmack etwas spannungsarm, aber vielleicht sehen (deine) Kinder das anders.

Nichts für ungut, aber mich hat dein Experiment nicht überzeugt, dazu ist es mir zu kurz und zu einfach gestrickt. Der Ätschebätsch-Schluss gefällt mir auch nicht, das könnte man subtiler bringen, denn Kinder merken die Pointe auch so.

Viele Grüsse,
dot

 
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Hallo kidegate!

Ach, zu den Experimenten wurde deine Geschichte verschoben.

Willkommen bei den Wortkriegern!

Ich muss mich dotslashs Kommentar anschließen: "Ich muss dazu jeweils durch Münzwurf entscheiden, zu welcher Textstelle ich hüpfen soll."
=> Aber das ist doch nicht der Sinn so einer Geschichte. Du sagst es ja selbst in deinen Anmerkungen: das Kind soll sich in Tayo hineinversetzen können. Der Witz einer solchen Geschichte (die ich als Kind auch gelesen habe) ist doch, dass der Leser entscheiden kann, wie es weitergehen soll.
Zum Beispiel: Das Ende von 2) Dort bräuchte das Kind eine Wahlmöglichkeit. Bleibst du liegen und döst vor dich hin? -> gehe zu 4) Oder rennst du zu deinen Freunden -> gehe zu 3).
=> In deinem Text muss man zuerst 3) und 4) lesen, um überhaupt entscheiden zu können. Und das ist ziemlich witzlos, finde ich.

Naja.

Grüße,
Chris

 
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Hi kidegate!

Ich hatte als Kind mal so ein Roman-Spielbuch, wo man durch seine Entscheidungen die Handlung in gewisser Weise beeinflussen konnte. So nach dem Motto: "Wenn Peter in den Keller gehen soll, ließ auf Seite 15 weiter. Wenn er statt dessen in eine Kettensäge springen soll, dann lies die letzte Seite."

Ich vermute, bei dieser Elefantengeschichte handelt es sich um dasselbe Prinzip.

Zwei Anmerkungen dazu - die beide unterm Strich übrigens durchaus als negativ zu werten sind:

1) Für so ein Spiel-Buch-Konzept ist die Geschichte zu kurz. Das macht nur dann Laune, wenn man auch wirklich mehrere Entscheidungen und entsprechende Handlungsmöglichkeiten hat.

2) Was ich allerdings wesentlich "unschöner" finde ist, dass ist mein dringender Verdacht, dass dies hier mehr oder weniger unverhohlene (Eigen)werbung ist, die du bei uns im Forum betreibst. Und sowas hat bei den Wortkriegern (meiner Ansicht nach jedenfalls!) nicht viel verloren - zumindest nicht in dieser Form.
Denn wenn dir unsere "Meinung" tatsächlich etwas bedeuten würde, wäre es doch wohl logischer gewesen, diese vor einer etwaigen Veröffentlichung einzuholen, um unsere "Meinung" ja ggf. noch berücksichtigen zu können.
Statt dessen kommt mir das hier so vor, als hättest du irgend was (bei Amazon oder sonst wo) in den Orbit geschossen und versucht jetzt, unter dem Deckmäntelchen der "Meinungsumfrage" dafür Werbung zu machen bzw. den Bekanntheitsgrad (und damit vermutlich auch die Absatzzahlen) für dieses Elefanten-Dingsbums anzukurbeln.

Wenn mein böser, gemeiner und unfairer Verdacht falsch sein sollte, ließ unter 1) weiter.
Wenn mein böser, gemeiner und unfairer Verdacht ins Schwarze getroffen hat, ließ unter 2) weiter.

EISENMANN
-----------------------------------------
1) Sorry!
2) Pfui!

 
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Hallo zusammen,

bevor ich auf die vielen Kommentare eingehe, erst mal vielen Dank für die Veröffentlichung. Mir ist klar, das diese Geschichte nicht der normalen Geschichte entspricht. Daher bin ich froh, zumindest unter Experimente gelistet worden zu sein, auch wenn ich lieber in Kindergeschichten gewesen wäre :)

Dann möchte ich mich für die offenen Meinungen bedanken. Ich mag es lieber, direkt auf den Punkt zu kommen, als drumrum zu reden, solange man eine gewisse Form wahrt. Zuerst einmal zu den Punkten, bei denen ich euch recht geben will.

1. Rechtschreibung: korrigiere ich, sorry dafür. Bei anderen sehe ich meistens X Fehler aber bei mir selber leider nicht. Mein Buch (Ja Eisenmann, dazu komme ich gleich) habe ich von meinen Kollegen mit einer großen Dose Haribo Korrekturlesen lassen, für jeden Fehler gab es einen Schnuller. Das habe ich bei dieser Geschichte versäumt und hole das nach.

2. Wahlmöglichkeiten: Ich habe lange überlegt, ob ich eine Wahlmöglichkeit anbiete und mich dagegen entschieden. Die Geschichten sind bei mir nie länger als ein Pixi-Buch, daher weiß der Leser (nicht das Kind, das vorgelesen bekommt) nach kurzer Zeit, welche Zahl zu welchem Text gehört. Tatsächlich habe ich auch schon mal eine lange Geschichte in dieser Form geschrieben, da kommt das wirklich nicht gut. Nur ist diese Geschichte Kurz. Der Zweck ist ja eigentlich, das man nochmal kurz vorm Schlafengehen ein kleines Buch liest in dem Format eines Pixi-Buchs. Dort ist dann auch nicht mehr zu lesen, nur halt immer das gleiche. Hier entscheidet der Zufall, wohin die Reise geht.
Was ich aber gerne annehme, und worüber ich bislang tatsächlich noch nicht nachgedacht habe, den Leser bzw. das Kind mit einzubeziehen und zwischendurch EINE Frage mit einzubauen (bislang dachte ich, ich müsste bei jeder "Kreuzung" fragen). Das geht nicht bei jeder Geschichte, aber in dieser hier schon (Soll Tayo mit den anderen Spielen gehen oder auf seine Mama hören?). Das würde die Geschichte wirklich bereichern, danke für die Anregung.
dotslash: Wenn ich unter einem Absatz nur eine Wahlmöglichkeit angebe (wie bei 1) und 2)) ist der Sinn, das die Absätze ungefähr gleich groß werden. Ich gebe zu, das es bei 1) und 2) relativ wenig sinn macht, später ist es aber wichtig um die Zahlen in einer Reihenfolge zu halten und so dem Leser zu ermöglichen, von vorne nach hinten zu blättern. Letzten Endes finde ich zu lange Absätze nicht sehr schön zum lesen.

Spannungsarm bin ich mir nicht sicher. Die Geschichte soll für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren sein, da halte ich es für schwierig, gerade in so einer kurzen Geschichte es viel spannender zu machen. Tatsächlich hatte ich von einem Arbeitskollegen schon den Einwand, das seine Tochter eine andere Geschichte zu grausam fand und die war 5. Das kommt also sicher auch auf den Leser an. Hattest du es deinen Kindern vorgelesen? Oder nur selber?

Das du immer wieder in einen anderen Satz gesprungen bist, tut mir leid. Das ist natürlich eine Gefahr bei dieser Art der Geschichte. Hier würde mich interessieren, ob das auch anderen so gegangen ist, vor allem beim Vorlesen.

Das das Experiment misslungen ist, kann ich nicht sagen. Immerhin habe ich bislang 3 Kommentare von Leuten, die zumindest das ganze lesen konnten. Darüber hinaus schon einen guten Einfall, den ich sicher umsetzen kann. Für mich hat sich das Experiment, hier etwas einzustellen, gelohnt.
Chris: Vielen dank für das nette Willkommen :) ansonsten danke für die Anmerkungen
Eisenmann: Du hast nur teilweise recht, ich habe das Prinzip nicht aus einem Kinderbuch sondern aus einem Soloabenteuer eines Rollenspiels :) Mein erster Entwurf sah auch vor, für jeden Absatz ein eigenes Bild zu machen. Das habe ich aber verworfen, da die Bilder dann zu ähnlich geworden wären.

Dein 2. Kommentar: dafür hast du nicht genügend Antwortmöglichkeiten angegeben :) Tatsächlich interessiert es mich, ob verstanden wird, wie die Geschichten zu lesen sind. Meine Eltern hatten es nicht verstanden, wobei sie wahrscheinlich wesentlich älter sind als die Nutzer dieses Forums. Die anderen Testleser waren alles Programmierer wie ich, und wir ticken nun mal anders als "normale" Leute. Daher ist für mich so ein Feldversuch wichtig.
Das ich nicht vorher gefragt habe, hat einen Grund. Mir ist nicht in den Sinn gekommen ist, irgendwer könnte es nicht lesen können. Es ist wie mit unserer Katze, die kann im Dunkeln sehen und geht daher auch davon aus, das ich sie sehe, wenn ich schlaftrunken die Treppe runtergehe um sie an die Luft zu setzen. Bei mir wars so, das ich beim Bloggen auf einmal gedacht habe, schreib einfach mal eine Geschichte. Die erste Geschichte, die ich von Tayo geschrieben habe, war zu lang, aber meinen Kids hats trotzdem gefallen und sie waren stolz auf mich. Danach kam erst die Idee mit dem Buch. Zuerst wollte ich eine Bildergeschichte machen, das war aber (bei meinen grafischen Kenntnissen) nicht möglich, also ist es jetzt ein Band von 5 Geschichten (gerade bei der Länge der Geschichten ist schreiben schneller als Malen :)). Und erst als es sich nicht verkauft hat, habe ich darüber nachgedacht, wieso nicht.

Allerdings ist es jetzt so wie es ist, ich habe ein Buch geschrieben und online gestellt und natürlich würde ich mich freuen, wenn die Leute es kaufen (oder auch meinen Blog besuchen, meine Themen bewerten, meinen Newsletter abonnieren, etc). Ich werde auch, sofern das erlaubt ist, das Buch hier vorstellen (bei Bücher&Mehr -> Veröffentlichungen unserer Mitglieder). Das sind alles positive Nebeneffekte auf die ich natürlich auch hoffe und über die man nachdenkt, wenn man sich bei dem Forum hier anmeldet (und schon ein Buch geschrieben hat). Aber eben nicht allein und auch nicht zuforderst. Daher kann ich leider keine von deinen Wahlmöglichkeiten wählen, denn 1) wäre unehrlich und 2) wäre falsch :) Die Werbung für mein Buch läuft über meinen Blog, und nicht hier. Hier will ich Kritik, die mich besser macht.

Nun hätte ich aber noch eine Frage:
Hat irgendwer von euch es seinen Kindern (am besten 3 bis 6 Jahre alt) vorgelesen? Bzw. habt ihr mal einfach die Geschichte laut vorgelesen? Hattet ihr dann auch noch die Probleme mit dem Überspringen bzw. dem "wo gehts weiter"?

VG,

Thomas

 
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Nochmals hallo kidegate!

"und zwischendurch EINE Frage mit einzubauen (bislang dachte ich, ich müsste bei jeder "Kreuzung" fragen)."
=> Ich hatte die eine Frage nur als Beispiel für alle Kreuzungen gemeint. Nur eine Frage würde den Text, das Spiel sicher nicht weiterbringen.

Wenn ich dich richtig verstehe, ist deine Geschichte so konzipiert, dass ein Vorleser nötig ist, und dass der Vorleser (weil er den Text immer und immer wieder liest) ohnehin schon weiß, wie es wo weitergeht (und somit eingebaute Wahlmöglichkeiten überflüssig sind).
=> Also, für mich persönlich hat das keinen Reiz. (Kinder zum Vorlesen habe ich nicht, kann dir also keine aktuelle Zielgruppenmeinung bieten.)

"Tatsächlich interessiert es mich, ob verstanden wird, wie die Geschichten zu lesen sind."
=> Damit hatte ich keine Probleme, aber, wie gesagt, ich kenne diese Art von Geschichten.

"wobei sie wahrscheinlich wesentlich älter sind als die Nutzer dieses Forums."
=> In diesem Forum findest du alles vom Teenager bis zum Rentner. Rentner sind hier nicht selten.

Ansonsten rate ich dir, hier bei uns "normale" Geschichten zu posten, wo wir uns nicht an der Form abarbeiten müssen, sondern uns auf Inhalt, Stil usw. konzentrieren können.
Geschichten für Kinder müssen nicht spannungsarm sein (sollten sie auch nicht, meiner Meinung nach), und Spannung entsteht ja nicht nur durch Dinge, die Kinder als grausam empfinden könnten.

Grüße,
Chris

 
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15.04.2015
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Hallo kidegate,

ich verstehe die Geschichte so, dass der Vorleser ein Büchlein hat, und dabei aus "mehreren Geschichten" vorlesen kann. Ich mag diese Idee und finde das Prinzip dieser Abenteuerbücher toll (und habe früher reihenweise solcher Bücher verschlungen und lese, bzw. spiele, sogar heute noch das eine oder andere).

Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Zielgruppe passend ist; oder besser gesagt, ob dieses Konzept generell auf so junge Zuhörer (oder auf "die Geschichte vor dem Einschlafen") passt: Ich finde, die Geschichten sind zu kurz, als dass die Verzweigungen wirken können und wirklich immer eine andere Geschichte erzählen. Ein wenig mehr Detail hie und da würde die Geschichten aufwerten. Beispielsweise fände ich es schöner, wenn das Lied nicht nur erwähnt, sondern tatsächlich als Text dastehen würde; vielleicht sogar mit einer Melodie, die man kennt, damit die Kinder das Lied auch lernen und singen könnten.

Und ich muss meinen Vorpostern Recht geben: Ein Spannungsbogen ist (mal abgesehen von der Geschichte mit dem Löwen) nicht vorhanden, da könntest du noch mehr Action rein bringen. Wie Chris schon angemerkt hat, müssen das ja nicht grausame Dinge sein (es kann ja zum Beispiel auch plötzlich anfangen zu regnen und sie können nirgends unterstehen, oder es hängt eine Mango über einem schlafenden Löwen ...).

Muss die Geschichte denn an einem Abend vorgelesen werden können? Sie könnte ja auch auf mehrere Abende aufgeteilt werden; vielleicht sogar mit passenden Stellen zum Aufhören, beispielsweise beim genannten Schlaflied, oder beim Schäfchenzählen, oder so. Ich glaube, dass sich Kinder ja durchaus an die Geschichte vom Vorabend erinnern (vorausgesetzt, sie haben nicht die Hälfte davon verschlafen).

Ich habe allerdings absolut keine Ahnung von der Zielgruppe (auch nicht, ob man (3-)4-6-Jährige unter einen Hut stecken kann), daher sind diese Aussagen ein Wenig mit Vorsicht zu geniessen. ;)

Liebe Grüsse
Raki

 
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Hi,

vielen Dank für die weitern Kommentare. Es freut mich, das so viele die Geschichte lesen und auch noch etwas dazu posten :)
Chris Stone:Bei jeder Kreuzung (oder bei mehreren Kreuzungen) Fragen einzubauen würde bei einer so kurzen Geschichte aus so wenigen Bausteinen keinen Sinn ergeben denke ich. In einer größeren Geschichte wäre es natürlich sinnvoll, noch mehr Fragen an den Leser zu stellen (soll er in den Wald oder zum Wasser, fasst er in den Ameisenhügel oder nicht?) aber an manchen Stellen macht es relativ wenig Sinn. Eine Abfrage, ob Kimya vorbeikommen soll oder die Mama würde für mich so keinen Sinn ergeben. Da aber anscheinend alle der Meinung sind, das man Hilfestellungen auf den weiteren Verlauf der Geschichte geben sollte, würde ich versuchen, Schlagworte mitzugeben (Weiter mit 11) Kimya oder 12) Mama). Dann hätte der Leser einen Anhaltspunkt und müsste nicht raten. Was denkst du/ihr?
Raki: Danke für diesen sehr konstruktiven Kommentar. Daran, das Lied mit in die Geschichte aufzunehmen hatte ich gar nicht gedacht. Das geht ja auch in die Richtung, die Dotslash gemeint hat, als er sagte, das die Geschichten nur angedeutet sind. Das werde ich mir auf jeden Fall überlegen.

Was den Spannungsbogen betrifft: Womöglich habt ihr recht, womöglich nicht :) Wir haben alle Heidi-Folgen zu hause und die Geschichten sind auch nicht viel spannender finde ich. Aber es hat für die Bücher, 2 verschiedene Serien und einen Film gereicht. Aber auch hier werde ich versuchen, etwas nachzureichen (da hattest du ja auch schon ein paar Ideen).

Was die Länge der Geschichten betrifft, so möchte ich hier eigentlich nicht soooo viel ändern, evtl. noch einen oder 2 Blocks pro "Durchlauf" mit hinzufügen. Aber es soll tatsächlich so klein bleiben. Was du schreibst mit den "passenden Stellen zum Aufhören": Das würde sich für ein großes Abenteuer eignen oder aber für mehrere Geschichten hintereinander die miteinander verbunden sind. Das werde ich bei einem solchen Abenteuer gerne mit bedenken.

VG und danke nochmal,

Thomas

 
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Hallo Kidegate

und willkommen hier :)

Als ich deinen Text gesehen habe, habe ich mich zunächst gefreut, denn ich habe alle nennenswerten Bücher dieses Konzepts früher verschlungen. Und ich muss zugeben, es reitet mich immer wieder mal. Tatsächlich erleben Spielbücher derzeit eine kleine Renaissance. Einsamer Wolf wird neu aufgelegt, sogar die restlichen Bände erscheinen demnächst in deutscher Übersetzung. Der Mantikore-Verlag bringt auch andere neue Spielbücher heraus. Falls dich das Thema ernsthaft reizt, solltest du da mal einen klick investieren.
Mein Hauptkritikpunkt deckt sich mit den Stimmen der anderen user. Das ist einfach zu lahm und willkürlich, was du hier anbietest.
Meiner Meinung nach solltest du deinen Ansatz überdenken.

Bei jeder Kreuzung (oder bei mehreren Kreuzungen) Fragen einzubauen würde bei einer so kurzen Geschichte aus so wenigen Bausteinen keinen Sinn ergeben denke ich. In einer größeren Geschichte wäre es natürlich sinnvoll, noch mehr Fragen an den Leser zu stellen (soll er in den Wald oder zum Wasser, fasst er in den Ameisenhügel oder nicht?) aber an manchen Stellen macht es relativ wenig Sinn. Eine Abfrage, ob Kimya vorbeikommen soll oder die Mama würde für mich so keinen Sinn ergeben.
Das ist mehr oder weniger deine einzige "Rechtfertigung". Meine Frage: Warum schreibst du dann solch kurze Geschichten? Ich habe den Eindruck das ist schlicht nicht die richtige Form für das, was - und für wen, du erzählen möchtest.
Und zu deiner Überlegung, ob etwas keinen Sinn machen würde - dann muss die Geschichte eben umgeschrieben werden. Das bedingt sich doch
Da aber anscheinend alle der Meinung sind, das man Hilfestellungen auf den weiteren Verlauf der Geschichte geben sollte, würde ich versuchen, Schlagworte mitzugeben (Weiter mit 11) Kimya oder 12) Mama). Dann hätte der Leser einen Anhaltspunkt und müsste nicht raten. Was denkst du/ihr?
Meiner Meinung nach geht es nicht um Hilfestellung. Sondern um den spannenden Aspekt, die Geschichte mitgestalten zu können. Schlagworte machen da nix beser. Präzise Sprache, hurze Sätze. Wird es insgesamt zu lang, ist die Form eben falsch.
Vielleicht schreibst du eine Geschichte und zwei Enden. Soetwas ist auch möglich. Und würde kürzer funktionieren und eine Frage ermöglichen, über die man mit den Kleinen noch schön reden kann.
Naja, wie du siehst, empfinde ich deine Idee als nicht ausgereift.
Von welchem Rollenspiel hast du dich denn inspirieren lassen?

Dann noch eine Sache zwecks Werbung: Foren leben von geben und nehmen. Zu sagen, man ist nur hier, um Feedback zu bekommen, klingt sehr einseitig.

grüßlichst
weltenläufer

 

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