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Todesnacht

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17.07.2020
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Todesnacht

„Die Nacht wird dich töten. Die Nacht wird dich töten. Die Nacht wird dich töten“, flüstert eine Stimme, wie ein Mantra. Ich reiße die Augen auf, mein Herz rast.
„Ha ... Hallo?“, rufe ich in die Dunkelheit. Stille. „Wer ist da?“, versuche ich es nochmal und komme mir etwas dumm vor. Wer soll da schon sein? Ich neige mühevoll meinen Kopf nach links, um auf den Wecker zu schauen. Als mein Blick auf das leuchtende Zifferblatt fällt, stockt mir der Atem. Statt Zahlen leuchten mir rote, umgedrehte Kreuze entgegen. Das kann nicht sein. Der Schweiß läuft mir den Rücken runter. Mit der rechten Hand versuche ich nach der Klingel zu tasten, aber ohne Erfolg. Scheiße.

Wieder ertönt eine Stimme: "Hey, Freunde der Nacht. Heute wird getötet!" Diesmal klingt sie wie ein Kind. "Wir töten heute."
„Wer ist da?“, rufe ich. Wieder Stille. "Ich hebe den Kopf an und sehe in der hintersten Ecke die Umrisse einer unförmigen Gestalt." Sie steht einfach nur da und bewegt sich nicht. Auf einmal tapst sie auf mich zu. Wie ein Zombie in Zeitlupe. „Hilfe!“ Mich wird keiner hören. Ich werde sterben. Mein Bett wackelt und die Gestalt steht direkt neben mir. Die Gestalt reißt den Mund auf und seine blutigen Zähne schießen mir entgegen.

Plötzlich geht die Tür auf und ich höre den Rollwagen.
„Guten Morgen, Herr Parker, einmal ihre Tabletten“, trällert Schwester Maria. „Soll ich ihnen das Radio anmachen?“
„Nein, heute nicht“, krächze ich.
 
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09.12.2019
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Hallo @MichiTerra ,

diesmal also eine Gruselszene im Umfang einer flash fiction.

Ich vermute, was der Protagonist sieht, entsteht durch seine Angst vor dem Tod. Sollte dem so sein, würde ich es etwas deutlicher machen. Er könnte z.B. über seine Erkrankung nachdenken, sich nicht sicher sein, ob er sie überleben wird ... so in diese Richtung.

Sprachlich finde ich es leider nicht so gut, hier ein paar Anmerkungen:

Ich reiße die Augen auf und mein Herz rast.
Ich würde ein Komma nach "auf" setzen, "und" streichen

„Hhhallo?“, rufe ich in die Dunkelheit.
Vorschlag: "Ha ... Hallo?", rufe ich in die Dunkelheit.

Statt Zahlen, leuchten mir rote umgedrehte Kreuze entgegen.
Kein Komma nach "Zahlen" (glaube ich ...) ; ein Komma nach "rote" ;
Warum sind die Kreuze umgedreht? Ist mir nicht klar.

Der Schweiß läuft mir den Rücken runter.
Im Liegen?

Mit der rechten Hand versuche ich nach der Klingel zu tasten, aber leider ohne Erfolg.
Ein Komma nach "ich" ; ich würde "leider" streichen ;
Und warum hatte er keinen Erfolg? Zitterten seine Hände zu sehr, oder findet er die Klingel nicht? Würde ich genauer beschreiben.

Plötzlich ertönt wieder eine Stimme: „Hey, Freunde der Nacht. Heute wird getötet!“, flüstert wieder eine Stimme. Aber diesmal klingt sie, wie ein Kind. „Hey, wir töten heute."
Vorschlag:
Wieder ertönt eine Stimme: "Hey, Freunde der Nacht. Heute wird getötet!" Diesmal klingt sie wie ein Kind. "Wir töten heute."

Hilfe. Wer ist da?“, rufe ich.
Ich würde "Hilfe" streichen, er ruft m.E. entweder nach Hilfe oder fragt, wer dort ist, nicht beides.

Ich hebe meinen Kopf leicht an und sehe durch die Schwärze, in der hintersten Ecke, eine schwer definierbare Gestalt stehen.
Vorschlag:
"Ich hebe den Kopf an und sehe in der hintersten Ecke die Umrisse einer unförmigen Gestalt."

Sie steht einfach nur da und bewegt sich nicht vom Fleck. Auf einmal tapst sie auf mich zu. Wie ein Zombie in Zeitlupe.
Auch diese drei Sätze würde ich umformulieren, z.B. der Zusatz "bewegt sich nicht vom Fleck" ist nicht notwendig. Auch für den Satzbeginn "Auf einmal ..." könntest du etwas bsseres finden.
Und da es dunkel ist in dem Zimmer, kann ich mir unter dem "Zombie in Zeitlupe" nicht viel vortstellen. Vielleicht kannst du etwas genauer beschreiben, wie das Wesen sich bewegt. Also schlurft es z.B. über den Boden, oder humpelt ...

Ich werde jetzt sterben.
Ich würde "jetzt" streichen, dann hat sein Gedanke auch eine bessere Verbindung zu seiner grundsätzlichen Angst vor dem Tod (sofern dies ein Inhalt deiner Geschichte ist).

Mein Bett wackelt und die Gestalt steht direkt neben mir.
Warum wackelt sein Bett? ; den Moment, als die Kreatur sein Bett erreicht, würde ich spannender beschreiben

Sein Mund reißt auf und seine Zähne schießen mir entgegen.
Der Beginn des Satzes hört sich seltsam passiv an, als würde der Mund eigenständig aufreißen ;
und wie "schießen" einem Zähne entgegen?

Soweit meine Eindrücke, viele Grüße!

Rob
 
Mitglied
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17.07.2020
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Hey @Rob F,

danke für dein Feedback. Alle Anmerkungen sind für mich komplett nachvollziehbar. Ich arbeite dran. Vielen Dank.

Viele Grüße von MichiTerra

P.S. Die Kreuze sind ein Zeichen des Dämons, der in dem Zimmer wütet!
 
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