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  • Macht bis zum 15.08.2020 mit bei der ersten jährlichen Sommer-Challenge für Kindergeschichten: Zielgruppe Krümel.

Verflixt nötige Notwendigkeiten

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29.07.2020
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Verflixt nötige Notwendigkeiten

...es roch ziemlich stark. nach Knoblauch, Oregano, nicht ganz frischem Frittierfett und nach Chanel no 5.
Seltsame Kombination denkt ihr?
nicht in einem Flughafen Gebäude. ich habe auch längst nicht alle nasalen eindrücke wiedergegeben
nur die die man sagen und auch hören möchte.
Und ich mitten drin. Mit Frau und Schwiegermama. Eine lustige kleine Reisegruppe

Wir wollten auf eine griechische Insel, nach Kos. Alles war gut durchdacht und geplant, die Tickets am Mann
die Koffer, die mit Mühe und Not die Gewichtsbeschränkung eingehalten hatten, schon längst am Schalter abgegeben.
So saßen wir nun da zwischen schnell und langsam Restaurants und Shops und eben Parfümerien.

Die weiblichen teile der kleinen Reisegruppe waren ein wenig nervös, aber nicht ob des bevorstehenden
Flugabenteuers, sondern eher der Tatsache geschuldet, dass sie schon volle zehn Minuten
keine mehr rauchen konnten.

Und ich eben auch nervös, aber nicht der Nikotin Mangel war daran schuld, sondern die Tatsache das ich nicht mehr lange zu leben hatte.
Denn eins war sicher, diese Ansammlung von flugunfähigen Materialien die zusammengeschraubt ein
Transportmittel darstellen sollten würden entweder niemals den Boden verlassen können und am Ende der Startbahn zerschellen oder
wenn es dann, wiedererwarten, doch abheben würde auf jeden Fall wieder abstürzen. Das Ende war somit unausweichlich

Ich tat natürlich im Vorfeld alles um diese Befindlichkeit zu unterdrücken.
"es wird schon", "runter kommen sie alle", "so viele Menschen fliegen täglich, ja stündlich"
Das half bei mir nichts. Ich hatte meinen Hausarzt gebeten mir etwas zu verschreiben was mich beruhigt, besser noch sediert.
Gelacht hat er, mir aber dann doch ein Mittel gegen Flugangst verschrieben.
Ja und das habe ich genommen, sicherheitshalber eine etwas größere Dosis.
Aber dieses Mittelchen wollte und wollte nicht wirken, ich hätte doch auf Betäubungsmittel bestehen sollen. Jetzt war es zu spät.
Was also tun. Ich hatte die rettende Idee. Einfach ein bis zehn Bierchen auf die kleinen Bruhigungsschlingel gießen, dann wirds schon, dachte ich so.
Also gedacht getan, an den Tresen und für 5 Euro die erste Dose Bier erstanden und sogleich verzehrt.
Diesen Vorgang habe ich, soweit ich mich erinnere, dreimal wiederholt.
Die beiden Damen fingen schon an ein wenig ungläubig zu schauen, enthielten sich aber bis dahin jedes Kommentars.

Es begann mir besser zu gehen. die stille in die ich mich zurückgezogen habe wich einem nicht enden wollenden Redefluss.
ich erzählte und redete und war ........ja ich war gut drauf.
Es wirkte so gut, dass ich, hätte die Notwendigkeit bestanden, den Flieger eigenhändig zum Ziel gelenkt hätte.
Unser Flug wurde aufgerufen. Also alle Urlaubwilligen erst in den Bus und übers Rollfeld und in den Flieger.
Ich war ziemlich entspannt und ob dieser Tatsache glücklich.

Endlich saßen wir auf unseren Plätzen. ein leicht mulmiges Gefühl hatte ich noch

aber es ging. Während ich jetzt aber so vor mich hin entspannte merkte ich das mein Körper eine sehr natürliche Reaktion auf die vor

kurzem zugeführte Flüssigkeitsmenge entwickelte.

Mit diesem Gedanken einher ging die Durchsage des Piloten, dass wir aufgrund eines hohen Verkehrsaufkommens noch eine

Zeit lang in dieser Parkposition auf dem Flugfeld verharren müssten.

"Ist ja nicht schlimm", dachte ich bei mir, nutzt du die Zeit und besuchst eine der vorhandenen Bordtoilletten.

Vom Grundsatz her eine gute Idee, die mir aber wesentlich besser gefiel als dem, Bordpersonal.

"das WC dürfen sie erst nach dem Start benutzen und auch erst wenn wir dann die Reiseflughöhe von 10.000m erreicht haben.
Die ohne Frage nette Flugbegleiterin hätte mir auch eine runter hauen können, das wär sogar besser gewesen denn dann wär ich vielleicht ohnmächtig geworden und hätte nichts von dem Druck mitbekommen der sich in meinem Körper aufzubauen begann.

Die mühsam erlangte Entspannung verließ meinen Körper. Was blieb war pure Verzweiflung
Der Pegel stieg, das WC war nah und doch so fern und dieser blöde Flieger bewegte sich keinen Millimeter.

Ich fing an seltsame Körperhaltungen einzunehmen um irgendwie das drohende Ungemach von mir fernzuhalten
Meine Finger gruben sich hilflos in den vor mir befindlichen Sitz. Die Knöchel meiner Hände wurden weiß und weißer.

Zwischenzeitlich hatte ich Angst den vor mir befindlichen Sitz nebst Passagier aus den Verankerungen zu reißen.

Dann endlich kam Bewegung ins Ganze , der Flieger rollte. Es machte sich so etwas wie vorsichtige Zuversicht breit
Aber wir waren in Frankfurt und die Wege dort sind weit.
Endlos anmutende fünf Minuten später waren wir auf dem Runway
Ein kurzer Moment noch, die Triebwerke heulten auf es drückte mich in den Sitz
was unter den gegebenen Umständen noch unangenehmer war als sonst und nach ein paar
Sekunden waren wir endlich in der Luft.

Aber Ihr erinnert euch "Klo erst bei 10.000m"

Ich war dem Tode näher als dem Leben.
Von meinem Sitzplatz aus hatte ich direkten Blickkontakt zu der Flugbegleiterin von vorhin.
Ich vermute das selbige noch nie in solch verzweifelte Augen schauen musste
Anders ist nicht zu erklären das sie mir noch im Steigflug mit einer Geste
bedeutete, dass ich jetzt das stille Örtchen benutzen dürfte

Ich hatte die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Fluggäste, aber das war mir in diesem Moment mehr als egal.

Was hinter der verschlossenen Tür geschah bedecke ich mit dem Mantel des Schweigens.

Der Rest des Flugs war so angenehm wie ein Flug eben sein kann. und irgendwann
habe ich auch wieder getrunken.
Nur die Abdrücke meiner Finger habe ich und davon bin ich überzeugt
auf ewig im sitz Nr18 eines Airbus a320 der TUIfly hinterlassen
 
Wortkrieger-Globals
Beitritt
02.02.2004
Beiträge
2.963
Hallo @Schmidter68

Willkommen bei den Wortkriegern und im Korrektur-Center, wo dein Text wegen der relativ hohen Fehlerdichte landet.
Auch solltest du die unnötigen Zeilenenden entfernen, da hier der automatische Zeilenumbruch zum Tragen kommt.

Bitte siehe dir auch diese Infos an.

Viel Erfolg bei der Überarbeitung.

Liebe Grüsse, dotslash
 
Mitglied
Beitritt
16.07.2020
Beiträge
15
Hallo @Schmidter68 ,

hier ein paar Rechtschreibanmerkungen:

nach Knoblauch,
Nach muss groß geschrieben werden...
nicht in
Nicht muss groß geschrieben werden...
ich habe
Ich muss groß geschrieben werden...
Bitte achte allgemein darauf, dass man am Satzanfang großgeschrieben wird!
ich habe auch längst nicht alle nasalen eindrücke wiedergegeben
nur die die man sagen und auch hören möchte.
Zwischen "die" und "die" muss ein Komma...

Soviel erstmal von mir...

LG chouette
 

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