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Vielleicht kehrt das Leben zurück

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Vielleicht kehrt das Leben zurück

Carolin stellte die Teetasse auf den Beistelltisch und setzte sich in ihren Lieblingssessel vor dem Panoramafenster. Böiger Wind wehte rötlichen Sand durch die flimmernde Luft. Die Gebäude mit Fassaden aus hitzeabweisendem Gestein standen in der Mittagssonne wie vergessene Kunstwerke. Lebten die Architekten noch, die diese abstrakten Formen geschaffen hatten? Bei einigen wunderte sie sich immer wieder, wie darin große Wohnungen Platz fanden, so wie die gebogenen Außenwände ineinander verschlungen waren.
Nach einigen Schlucken des wärmenden Getränks schloss sie die Augen und drehte gedankenverloren mit Daumen und Zeigefinger ihren Ehering. Bis sie von einem Klingelton geweckt wurde. Sie öffnete die Lider, vor ihr war eine kleine holografische Fläche erschienen. Mit dem Zeigefinger fuhr sie durch das grüne Bestätigungssymbol und nahm damit die Verbindungsanfrage an. Das Gesicht von Vitus erschien. Seine müden Augen lagen tief in den Höhlen.
„Vitus, was verschafft mir die Ehre?“, fragte Carolin.
„Brauche mal eine Auszeit und du meldest dich ja nicht von alleine.“ Er lächelte kurz.
„Vielleicht musst du nur geduldiger sein. Wie kommt ihr voran?“
„Wir starten heute Mittag eine weitere Prüfung. Wahrscheinlich ist sie in einigen Tagen startklar.“
„Respekt! Gar nicht so schlecht für euer Alter.“ Auch Carolin lächelte und nahm die Teetasse.
„Lust auf einen Ausflug, bevor ich wieder in der Montagehalle verschwinde?“
„Was schwebt dir vor?“
„Wir könnten ein Kino aktivieren. Oder zu einem der Flüsse?“
„Ich war schon lange nicht mehr unter der Erde. Funktionieren die Aufzüge noch?“
„Klar, die fahren schon.“ Vitus zwinkerte ihr zu.
„Sehr vertrauenswürdig! Aber warum nicht, wo treffen wir uns?“
„Ich komme dich abholen. In einer halben Stunde?“
„Okay, dann hab ich noch genug Zeit für meinen Tee.“

„Wie viele Menschen leben noch in diesem Gebäude?“, fragte Carolin, als sie und Vitus mit dem Aufzug in die Tiefgarage fuhren.
„Weiß nicht, hab lange nichts mehr außerhalb der Montagehalle mitbekommen. Wie geht es Benita?“
Carolin seufzte. „Hoffentlich gut, ich sollte sie mal wieder besuchen. Kaum zu glauben, oder? Unsere Zivilisation vergeht mit Einsamkeit und Teetrinken.“
Der Aufzug hielt, die Türen gingen auf. Flackernd sprang die Deckenbeleuchtung an und tauchte den weitläufigen, unterirdischen Raum in kaltes Licht. Fast fünfzig Fahrzeuge standen darin verteilt auf Induktionsflächen. Sie gingen zu einem kleinen Zweisitzer. Vitus berührte den Wagen und sagte: „Aktivierung.“ Daraufhin öffneten sich die beiden Türen, die Innen- und Außenbeleuchtung sprang an.
„Autopilot oder manuelle Steuerung?“, fragte die monotone Stimme des Bordcomputers, als sie auf der kleinen gepolsterten Sitzbank Platz nahmen.
„Autopilot“, erwiderte Vitus. „Bring uns zum Tunnelzugang Vier.“
Langsam setzte sich das Fahrzeug in Bewegung, fuhr zum Ende der Tiefgarage und die Rampe hinauf. Das metallene Tor wurde hochgefahren, Sand wehte ihnen entgegen. Auf dem Weg aus dem Stadtgebiet kamen sie an mehreren selbststeuernden Reinigungsfahrzeugen vorbei. Unermüdlich befreiten sie die Straßen von der rötlichen Schicht. Genauso die Bürgersteige, die niemand mehr benutzte. Selbst jetzt noch, mit dreiundsiebzig Jahren, bewunderte Carolin die Gestaltung der Gebäude. Eins sah aus wie eine mehrfach gebogene Büroklammer.
„Vielleicht hoffen viele, dass es irgendwann weitergeht“, sagte Vitus, als sie die freie Ebene erreichten.
Immer wieder fuhren sie über Schlaglöcher, niemand kümmerte sich noch um die Straßen außerhalb der Wohngebiete.
„Was meinst du?“
„Alles was wir aufgegeben haben. Unsere Arbeit, die Regierungen, das Leben.“
„Immer für eine Aufmunterung gut.“ Sie klopfte ihm auf den Oberschenkel. „Wenigstens hast du noch etwas zu tun und wartest nicht nur auf das Ende.“
Sie schwiegen während der weiteren Fahrt. Carolin blickte aus dem Seitenfenster. Am Horizont waren die Gebäude und Gewächshäuser des Produktionsbereichs zu sehen. Ausnahmsweise Häuser mit geraden Wänden, funktional und steril. Wie Ameisen wirkten die Roboter, die für die restliche Zeit genügend Nahrung und sauberes Wasser sicherstellten.

Sie erreichten den Zugang zum Tunnelsystem, ein kleines Gebäude mitten im Niemandsland. Der Wagen hielt direkt davor, Carolin und Vitus stiegen aus. Es war fast windstill, sie beeilten sich, aus der Sonne ins Innere zu kommen. Die Eingangstür glitt zur Seite und schloss sich hinter ihnen. Im Innenraum befanden sich neben dem Aufzug zwei Automaten an der hinteren Wand. Einer mit Getränken, der andere mit versiegelten Lebensmitteln.
„Darf ich dir etwas anbieten?“, fragte Vitus.
„Sehr großzügig!“ Carolin lachte kurz. „Ein Wasser reicht mir als Wegproviant.“
„Kommt sofort!“
Er zog eine Flasche, während Carolin zum Aufzug ging und den Rufknopf betätigte. Irgendwo weit unter ihnen setzte sich die Kabine in Bewegung. Erst nach einigen Minuten kam sie an, die metallene Tür schwang nach außen auf.
„Huch!“, rief Carolin und trat einen Schritt nach hinten. „Hatte fast vergessen, wie gemein diese Tür ist.“ Wieder lachte sie.
„Ich auch, sorry.“
Sie betraten den Aufzug und fuhren in die Tiefe.

Die Kabine vibrierte und klapperte. Carolin schloss die Augen und hielt sich an Vitus' Ellenbogen fest, bis sie unten ankamen. Kühle Luft wehte ihnen entgegen als die Tür aufging. In der dahinterliegenden Felskammer waren am Boden in regelmäßigen Abständen Lampen montiert. Nicht alle funktionierten, aber sie konnten ausreichend sehen. Am entfernten Ende der Kammer hörten sie den unterirdischen Fluss. Aufmerksam gingen sie über den unebenen Grund, vorbei an Stalagmiten und Gesteinsbrocken, die sich von der Decke gelöst haben mussten. Am Wasser angekommen kniete Carolin sich hin und hielt eine Hand hinein, genoss die Kühle um sich herum. Auch unter der Oberfläche waren Leuchtmittel angebracht, ließen die Umgebung schimmern.
„Niemand hat das Geheimnis gelöst, oder?“
„Des Wassers? Nein, glaube nicht.“
„Wo kommt es her? Auf eurem Zielplaneten gibt es mehr als genug.“
„Ja, dort bedeckt es Teile der Oberfläche. Sollen wir zum See?“
„Klar.“
Carolin stand auf. Sie folgten dem Fluss stromabwärts, verließen die Felskammer und betraten einen Tunnel. Auch hier waren genügend Lampen und Platz, um neben dem Strom zu gehen. Nach einigen Minuten bog nach links ein Bach ab, der durch einen Stollen floss. Hinter einer langgezogenen Biegung erreichten sie eine weitere beleuchtete Kammer, in deren Mitte war ein See. Sie gingen zum Ufer, zogen Schuhe und Socken aus.
„Wie in alten Zeiten“, sagte Carolin und setzte sich, ließ die Füße ins Wasser baumeln.
Vitus nahm neben ihr Platz und tat das Gleiche. Er öffnete den Verschluss der Wasserflasche und reichte sie ihr.
„Danke!“ Sie trank und gab ihm das Getränk zurück. „Vielleicht sollten wir wieder öfters etwas unternehmen.“
Vitus betrachtete die ruhige Wasseroberfläche. „Wäre wohl besser. Das Meiste hat aufgehört, nachdem die Entscheidung akzeptiert wurde. Keine weiteren Kinder.“
„Ob sich alle daran gehalten haben?“
„Weiß nicht, mir sind zumindest keine mehr über den Weg gelaufen.“
„Was sollten sie auch noch hier?“
Sie schwiegen eine Weile.
„Wir hätten wie früher unsere Schwimmsachen mitnehmen sollen“, meinte Vitus.
„Ach, die brauchen wir nicht.“ Carolin ließ sich nach vorne ins Wasser gleiten.
Vitus lachte. „Ich hätte es wissen sollen!“
„Komm rein, Wasser ist gut für alte Knochen.“ Auf dem Rücken schwamm sie zur Mitte des Sees.
Vitus stand auf, ging in die Knie und machte vorsichtig einen Kopfsprung.
„Nicht schlecht!“, rief Carolin, nachdem er aufgetaucht war und zu ihr schwamm.
„Ich werde spätestens morgen früh wissen, ob das eine gute Idee war.“
Sie kam nah an ihn heran, betrachtete ihn einige Sekunden. „Wir kennen uns eine Ewigkeit, warum waren wir nie ein Paar?“
„Weiß nicht. Du warst verheiratet, ich war verheiratet. Auch jetzt noch trägst du deinen Ehering.“
„So viel ist vergangen.“
„Aber wir sind noch hier.“
Für einigen Sekunden hielten sie den Blickkontakt, dann sah Vitus zum Ausgang.
„Möchtest du gleich mit zur Halle? Unser Wunderwerk der Technik bestaunen?“
„Klar, warum nicht?“

In der sengenden Mittagshitze erreichten sie die Montagehalle. Fast dreißig Meter ragte das ovale Gebäude in die Höhe. Die steinerne, gebogene Fassade glitzerte in der Sonne. Das Fahrzeug fuhr unter dem hochfahrenden Eingangstor durch in den dahinterliegenden Parkbereich. Drei weitere Wagen standen dort.
„Bereit?“, fragte Vitus.
„Denke schon.“
Carolin leerte die Wasserflasche, stieg aus und folgte Vitus. Er hielt sein Identifikationsarmband an den Scanner neben einer der Türen zum Konstruktionsbereich, die daraufhin zur Seite glitt. Sie betraten die riesige Halle.
„Nicht schlecht!“, rief Carolin, als sie die silbern glänzende Rakete erblickte. Mehrere Ingenieure und Techniker arbeiteten daran. „Wie habt ihr das denn geschafft?“
„Es hat zum Glück nicht mehr viel gefehlt, als wir mit den Arbeiten begonnen haben. Die meisten Projekte wurden damals nach der Entscheidung zur letzten Generation eingestellt, auch dieses. Wir haben hauptsächlich die verschiedenen Komponenten verbunden, Einzelteile ergänzt und testen nun alles immer wieder durch.“
Sie ging näher an das Flugobjekt heran und sah nach oben. Es reichte bis unter die Decke.
„Wo wird sie gestartet?“
„Genau hier. Das Gebäude kann auseinandergeklappt werden.“
„Das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Wird es funktionieren?“
„Wir werden es leider nicht erleben, aber warum nicht? Wir schicken die Grundbausteine unseres Lebens zu einer vitalen Welt. Ich mache mich mal an die Arbeit, bleibst du noch etwas?“
„Nein, ich störe euch hier nur. Ich werde mal nach Benita sehen.“
„Okay, dann fahre ich mit den anderen zurück. Bis dann.“ Er strich ihr kurz über den Rücken.
„Bis dann. Pass auf dich auf.“

Die Tür glitt zur Seite, kurz nachdem Carolin geklingelt hatte. Sie betrat Benitas Wohnung, ihre Freundin war nicht zu sehen. Vom Ende des Flurs kam leise, instrumentale Musik. Carolin ging dorthin, vorbei an staubbedeckten Kommoden. Benita saß vor einem Fenster, die angewinkelten Knie mit den Armen umschlungen. Hinter der vom Boden bis zur Decke reichenden Scheibe war kaum etwas zu erkennen, der aufgekommene Sturm wirbelte Sand durch die Luft.
„Alles in Ordnung?“, fragte Carolin.
Auch im Wohnzimmer war alles verstaubt. Die Couch, der flache Tisch, auf dem die kleine Musikanlage stand.
„Nichts mehr zu sehen. Existiert die Welt noch?“, flüsterte Benita und summte mit den ruhigen Klängen.
„Klar, es ist nur der Wind und -“
„Nein!“, unterbrach Benita. „Es gibt nichts mehr! Wofür existieren wir noch?“ Sie wiegte sich vor und zurück.
Carolin schwieg. Sie wusste spontan keine Antwort und betrachtete die holografischen Bilder, die vor einer Wand schwebten. Auf einem waren sie und Benita. Sie hatten eine Motorradtour zu einem Canyon gemacht. Wie alt waren sie damals, knapp über zwanzig? Eine Erinnerung wie aus einem anderen Leben. Die meisten anderen Hologramme zeigten Benita und ihre Familie. Auf den meisten lachten sie.
„Such dir wieder eine Aufgabe, etwas, das dir Spaß macht“, sagte Carolin, als sie zu ihrer Freundin ging und sich neben sie setzte.
Mit glasigem Blick sah Benita hinaus. „Das versuche ich seit Jahren. Jedes Mal endet es hier vor diesem Fenster. Ich habe noch nicht mal mehr die Kraft zum Nachdenken.“
„Wir könnten wieder mehr Zeit miteinander verbringen.“
„Weißt du, warum ich mein Leben noch nicht beendet habe?“, fuhr Benita fort, als hätte sie ihre Freundin nicht gehört.
Carolin legte einen Arm um sie.
„Weil ich mir nicht eingestehen möchte, dass die letzten Jahre sinnlos waren. Ich sitze hier wie eine seelenlose Puppe vorm Fenster, Tag für Tag. Und weil ich ein ziemlicher Feigling bin.“ Sie sah Carolin an. „Hilfst du mir? Hast du noch Zugang zu den Tabletten?“
Tränen schimmerten in Carolins Augen. „Bitte mich nicht darum.“
„Tut mir leid. Ich habe sonst niemanden.“
„Ich weiß es nicht.“
„Denkst du drüber nach?“
„Ja.“
„Danke.“
Benita strich die grauen Haare zurück und lehnte den Kopf an die Schulter ihrer Freundin.
„Ich möchte dir etwas zeigen, wenn es dunkel ist. Kommst du mit?“, fragte Carolin.
„Ist es weit weg?“
„Vielleicht eine halbe Stunde, aber du musst ja erst mal nur mit runter zu den Fahrzeugen.“
„Okay“, antwortete Benita nach einer Weile und begann wieder zu summen.

Sie betraten das Observatorium, eine gedimmte Beleuchtung ging an.
„Ich war erst einmal hier, als Kind“, sagte Benita und ging auf zittrigen Beinen zum Teleskop.
Carolin blickte sich in dem kuppelförmigen Raum um, den auch sie lange nicht mehr betreten hatte. Die dunkelblauen Wände waren mit Sternenkarten bemalt.
„Mein Mann ist mit mir regelmäßig hierhin gefahren. Er hatte immer die Vorstellung, dass die Menschen irgendwann selbst zu anderen Welten reisen.“
„Wer weiß. Vielleicht halten wir uns aber auch für zu wichtig und sind nur Staubkörner im Universum.“
Das holografische Display neben dem Fernglas listete mehrere Koordinaten auf. Eine davon war umrandet. Carolin hatte vermutet, dass es bereits auf diesen Planeten ausgerichtet war. Sie beugte sich nach vorne und blickte durch das Okular.
„Er sieht aus wie das Paradies!“, sagte sie und bekam Gänsehaut. „So viel Wasser und grüne Flächen. Sieh ihn dir an.“
Benita sah nur kurz hindurch und ging dann zu einem der Stühle am Rand der Sternwarte. „Ich möchte das hier nicht mehr, diesen krampfhaften Versuch, noch an ein weiteres Leben zu glauben. Sogar zum Weinen bin ich zu müde.“
„Benita, wir können doch -“
„Nein“, unterbrach sie. „Das hier ist ein guter letzter Ort. Hast du etwas für mich?“
Carolin zögerte, suchte nach weiteren Worten. Dann nahm sie etwas aus ihrer Umhängetasche, eine verpackte Tablette und eine kleine Flasche Wasser.
„Gib es mir einfach, bitte. Keine Abschiedsszene.“ Benita streckte die Hände aus.
„In Ordnung.“ Carolin reichte ihr die Sachen. „In einem anderen Leben machen wir wieder eine Welt auf Motorrädern unsicher.“
Benita nickte stumm und schloss die Augen, als Carolin den Raum verließ.

Vitus hatte das Grab fast zugeschaufelt, nicht weit von der Sternwarte entfernt.
„Warte“, sagte Carolin und zog ihren Hochzeitsring vom Finger.
„Bist du sicher?“, fragte er. Sein Atem kondensierte in der kühlen Morgenluft.
Sie antwortete nicht, gab dem Ring einen Kuss und legte ihn auf die rötliche Erde.
Nach wenigen Minuten war Vitus fertig. Er legte die Schaufel hin und formte mit Steinen einen Kreis auf Benitas letzter Ruhestätte. Dann setzte er sich, Carolin kam neben ihn.
„Ich hätte mich mehr um sie kümmern sollen. Sie war noch einsamer als die meisten von uns.“
Vitus legte einen Arm um ihre Schulter. „Niemand war mehr für sie da als du.“
„Bestimmt hätte sie ihr Grab so gewollt. Schlicht und einfach, mit dem Symbol des Lebens.“
Für einige Minuten schwiegen sie.
„In sechs Tagen ist es so weit.“
„Der Start?“
„Ja. Bis dahin prüfen wir alles immer wieder durch. Bin mir manchmal nicht sicher, ob ich Fehler überhaupt noch bemerke.“
Sie sah zum orangefarbenen, wolkenlosen Himmel. „Vielleicht entsteht etwas Neues und irgendwann blicken andere Lebewesen hierhin.“
„Wer weiß. Nur ist es dann ein toter Planet.“

Weitere Fahrzeuge erreichten das Gelände um die Montagehalle. Das Gebäude war wie eine Knospe geöffnet, die vier Teile in einem 45-Grad-Winkel geneigt. Die silberne Rakete ragte daraus hervor und reflektierte das Licht der Morgensonne. Im sicheren Abstand bildeten die Zuschauer einen Kreis um die Abflugstelle.
„Hätte nicht gedacht, dass noch so viele da sind.“ Carolin betrachtete die anderen Menschen und den entstehenden Ring. Viele mussten aus anderen Siedlungen hierhin gekommen sein.
„Das letzte große Ereignis unserer Zivilisation“, sagte Vitus.
Carolin nahm seine Hand, als die Triebwerke zündeten. Der Boden vibrierte. Nach einigen Sekunden stieg die Rakete in die Höhe, zuerst langsam, dann immer schneller. Mit rauchendem Schweif verließ sie diese Welt. Alle blickten ihr hinterher, wie sie immer kleiner wurde und schließlich als Punkt am Firmament verschwand. Dann setzte Stille ein. Niemand sagte etwas oder bewegte sich.
Nach einigen Minuten drehte Carolin sich zu Vitus. „Unsere Eltern und Großeltern haben in unserem Alter auch noch neue Dinge angefangen. Welchen Grund gibt es, damit aufzuhören?“
„Weiß nicht. Vielleicht weil es niemanden nach uns gibt, den es noch interessieren könnte?“
„Das ist für mich kein Grund, meine letzten Jahre zu verschwenden.“ Sie ging näher an ihn heran, er legte seine Hände an ihre Hüfte.
„Und was hast du vor, eine weitere Rakete bauen?“
„Warum nicht? Zeit genug haben wir. Oder wir erkunden den Planeten.“
„Auf jeden Fall sollten wir aufhören, alleine auf das Ende zu warten. Lass uns zurückfahren.“
„Warte! Sieh mal.“
Vereinzelt gingen Menschen auf die geöffnete Montagehalle zu. Immer mehr folgten. Carolin sah Vitus an, zuckte mit den Schultern und nahm seine Hand. Gemeinsam machten sie sich ebenfalls auf den Weg. Als sie das Gebäude erreichten, waren bereits viele dort, hielten jedoch einige Meter Abstand zueinander. Bis sie sich nach und nach annäherten und zögernd miteinander sprachen. Kleine Menschentrauben entstanden. Auch Carolin und Vitus stellten sich zu einer kleinen Gruppe.
Eine Frau mit weißem Kopftuch blickte zum Himmel. „Vielleicht kehrt das Leben irgendwann zurück.“
Carolin lächelte und streckte die Hand aus. „Wer weiß. Ich bin Carolin.“
Einige Sekunden zögerte die Frau, dann reichte auch sie ihre Hand. „Anna.“

 
Wortkrieger-Team
Seniors
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Mahlzeit @Rob F,

ja, hat mir gut gefallen. Konnte mich richtig reinlegen in die Stimmung. Sag zum Abschied leise Servus und so ... Tablette nehmen und gehen. Wäre voll mein Ding. Kommt bestimmt bald.

Und dann gibt es da noch so nen Reflex von Trotz. Ich hab so ne Minute nach dem Lesen gedacht, dass es aber auch ein Abbild unseres Jetzt sein könnte ... also metaphorisch. Da gibt es Menschen, die WISSEN, wir können es noch schaffen, WENN wir DIES und DAS tun, WENN die meisten an einem Strang ziehen. Zu denen gehöre ich. Und das, was ICH tun kann, tue ich möglichst (und doch befürchte ich, die Besitzstandswahrer gehen als Sieger hervor).

Und dann gibt es diejenigen, die bewahren wollen, nichts ändern möchten, Angst vor allem haben, was hinter der nächsten Biegung liegt (die Verschwörungsmystiker lasse ich jetzt mal außen vor).

Was mir auffiel:
Der Dialogblock zu Beginn brachte mich etwas aus dem Konzept. Alsbald wusste ich nicht mehr, wer was sagte und begann von vorne (bin ja auch nicht mehr der Jüngste).

Der Aufzug hielt, die Türen gingen auf. Flackernd ging die Deckenbeleuchtung
Doppelwhopper

deren Karosserie funktionerte als Solarkollektor

Immer mehr erreichten in Fahrzeugen das Gelände um die Montagehalle
Das klingt etwas ungelenk und ließ mich stolpern.

Ja, danke für die angenehmen Leseminuten.

Griasle
Morphin

 
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Hallo @Rob F,

ich bin hin- und hergerissen zwischen Melancholie und Hoffnung. Das sind zumindest die zwei Emotionen, die mir der Text hauptsächlich vermittelt. Den Gegensatz verkörpern die Figuren Carolin und Benita sehr anschaulich.
Es gibt keine Zeit- und Ortsangaben, doch ich hatte das Bild einer Erde in ferner Zukunft vor Augen. Einer sehr lebensfeindlichen Erde, mit trostlosen Wüsten und ohne Wasser an der Oberfläche.
Das Lesen hat mir Spaß gemacht, es war ein interessanter Einblick in eine glaubhafte Welt.

Kleinigkeiten:

Fast fünfzig Fahrzeuge standen auf Induktionsflächen, deren Karosserie funktionerte als Solarkollektor.
Es heißt ja, in der Science Fiction werden Tell-Abschnitte eher verziehen. Ich weiß aber nicht, ob es die Erklärung der Funktionsweise hier unbedingt braucht.
„Immer für eine Aufmunterung gut.“ Sie klopfte ihm auf den Oberschenkel[.] „Wenigstens hast du noch etwas zu tun und wartest nicht nur auf das Ende.“
Punkt am Satzende
Ein Summen erfüllte den Raum, irgendwo weit unter ihnen setzte sich die Kabine in Bewegung.
Das passt für mich nicht ganz zur Erzählperspektive. Wenn die Kabine mehrere Minuten braucht, warum erwähnst du sie dann schon so früh?
Nach einigen Minuten bog nach links ein Stollen und zweigte einen Bach ab.
Der Satz klingt verwirrend. Vorschlag:
Nach einigen Minuten bog nach links ein Bach ab, der durch einen Stollen floss.
„Such dir wieder eine Aufgabe, etwas, dass dir Spaß macht“
das
Sie sah Carolin an[.] „Hilfst du mir? Hast du noch Zugang zu den Medikamenten?“
Punkt
„Ich möchte dir etwas zeigen, wenn es dunkel ist. Kommst du mit?“, fragte Carolin[.]
Punkt
„Vielleicht eine halbe Stunde, aber du musst ja erst mal nur mit runter zu den Fahrzeugen.“
Das mit könntest du streichen, so klingt es für mich zu umgangssprachlich.
„Benita, wir können doch -
Halbgeviertstrich –

Viele Grüße
Michael

 
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09.12.2019
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Hallo @Morphin ,

danke fürs Lesen und deine Eindrücke!

Konnte mich richtig reinlegen in die Stimmung.
Danke, das ist mir hierbei auch wichtig, da jede Szene für mich nicht nur diese Welt, sondern auch die Stimmung der Protagonisten zeigen soll. Wie gehen sie damit um, dass nicht nur ihr Leben, sondern das Leben insgesamt auf diesem Planeten zu Ende geht.

Und dann gibt es da noch so nen Reflex von Trotz. Ich hab so ne Minute nach dem Lesen gedacht, dass es aber auch ein Abbild unseres Jetzt sein könnte
Ja, irgendwann "ergibt" sich ein Mensch endgültig einer Situation, wenn Energie und Ideen fehlen. Wahrscheinlich so lange, bis jemand von außen hilft oder mit dem letzten Rest Energie doch noch ein positiver Weg eingeschlagen werden kann. In dieser Geschichte hatte Benita diese Hoffnung nicht mehr, andere dafür schon. Ausgelöst durch ein Ereignis, das sie alle gemeinsam erleben dürfen und vielleicht woanders neues Leben entstehen lässt.

Der Dialogblock zu Beginn brachte mich etwas aus dem Konzept. Alsbald wusste ich nicht mehr, wer was sagte und begann von vorne
Ich habe in einer der letzten Dialogzeilen des ersten Absatz durch einen Zusatz gekennzeichnet, dass Vitus spricht, vielleicht wird es so etwas übersichtlicher.

Der Aufzug hielt, die Türen gingen auf. Flackernd ging die Deckenbeleuchtung an

Doppelwhopper

Ich habe das zweite "ging" durch "sprang" ersetzt.

Immer mehr erreichten in Fahrzeugen das Gelände um die Montagehalle.

Das klingt etwas ungelenk und ließ mich stolpern.

habe es geändert in:
"Weitere Fahrzeuge erreichten das Gelände um die Montagehalle."

Danke für dein Feedback und viele Grüße,
Rob


Hallo @Michael Weikerstorfer ,

danke für deinen Kommentar!

ich bin hin- und hergerissen zwischen Melancholie und Hoffnung. Das sind zumindest die zwei Emotionen, die mir der Text hauptsächlich vermittelt. Den Gegensatz verkörpern die Figuren Carolin und Benita sehr anschaulich.
Das trifft es auch aus meiner Sicht, trotz der trostlosen Situation sollte die Geschichte, gerade zum Ende hin, noch eine positive Richtung bekommen.

Es gibt keine Zeit- und Ortsangaben, doch ich hatte das Bild einer Erde in ferner Zukunft vor Augen. Einer sehr lebensfeindlichen Erde, mit trostlosen Wüsten und ohne Wasser an der Oberfläche.
Das Lesen hat mir Spaß gemacht, es war ein interessanter Einblick in eine glaubhafte Welt.
Danke, auch durch den rötlichen Sand könnte es ja zum Beispiel um den Mars gehen, auf dem die Menschen ja aktuell tatsächlich nach Spuren von Leben suchen ... also wer weiß, was dort zu lange vergangenen Zeiten mal passiert ist, falls es mal eine Atmosphäre gab :)

Fast fünfzig Fahrzeuge standen auf Induktionsflächen, deren Karosserie funktionerte als Solarkollektor.

Es heißt ja, in der Science Fiction werden Tell-Abschnitte eher verziehen. Ich weiß aber nicht, ob es die Erklärung der Funktionsweise hier unbedingt braucht.

Da gebe ich dir recht, habe diese Information entfernt.

Ein Summen erfüllte den Raum, irgendwo weit unter ihnen setzte sich die Kabine in Bewegung.

Das passt für mich nicht ganz zur Erzählperspektive. Wenn die Kabine mehrere Minuten braucht, warum erwähnst du sie dann schon so früh?

Hierbei bin ich mir nicht sicher, warum es nicht zur Perspektive passt. Es ist ja die Folge davon, dass Carolin den Rufknopf des Aufzugs betätigt. Ich könnte den abschließenden Nebensatz weglassen, finde ihn aber auch nicht störend, da Carolin und Vitus ja wissen, dass die Kabine hochgefahren wird, auch wenn sie sie noch nicht sehen können.

Nach einigen Minuten bog nach links ein Stollen und zweigte einen Bach ab.

Der Satz klingt verwirrend. Vorschlag:
Nach einigen Minuten bog nach links ein Bach ab, der durch einen Stollen floss.

habe deinen Vorschlag übernommen

Ich habe entsprechend deiner Anmerkungen auch noch andere Stellen korrigiert, danke fürs aufmerksame Lesen!

Viele Grüße,
Rob

 
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16.04.2022
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Hallo @Rob F

ich mag die melancholische Stimmung die du in dieser Geschichte erschaffst, die ist richtig greifbar, das hat mir gut gefallen. Ich bin nicht wirklich im Sci-Fi / Endzeit-Genre drin und vielleicht bringe ich jetzt dann auch Punkte, die einfach so in dieses Genre gehören, aber ein paar Sachen sind mir einfach aufgefallen.

Böiger Wind wehte rötlichen Sand durch die flimmernde Luft.
Toller Satz, hat einen richtig poetischen Klang :herz:

Lebte einer der Architekten noch, die diese abstrakten Formen geschaffen hatten?
der?

Nach einigen Schlucken des wärmenden Getränks schloss sie Augen und drehte gedankenverloren mit Daumen und Zeigefinger ihren Ehering. Bis sie von einem Klingelton geweckt wurde.
schloss sie die Augen?

„Okay, dann habe ich noch genug Zeit für meinen Tee.“
„Wie viele Menschen leben noch in diesem Gebäude?“, frage Carolin, als sie und Vitus mit dem Aufzug in die Tiefgarage fuhren.
Hier würde ich einen Absatz machen.

Sie kam nah an ihn heran, betrachtete ihn einige Sekunden. „Wir kennen uns eine Ewigkeit, warum waren wir nie ein Paar?“
„Weiß nicht. Du warst verheiratet, ich war verheiratet. Auch jetzt noch trägst du deinen Ehering.“
„So viel ist vergangen.“
„Aber wir sind noch hier.“
Für einigen Sekunden hielten sie den Blickkontakt, dann sah Vitus zum Ausgang.
Hier hätte ich mir gerne mehr gewünscht, mehr von den beiden, sie haben ja anscheinend viel Geschichte und außerdem scheint da auch noch etwas zwischen ihnen zu sein. Das wird hier nur so angeschnitten, was ich schade finde.

„Die Grundbausteine unseres Lebens. In der Hoffnung, dass sie sich auf unserem Nachbarplaneten entwickeln, zu was auch immer. Ich mache mich mal an die Arbeit, bleibst du noch etwas?“
Hier finde ich den Umbruch auch sehr abrupt. Ich würde gerne mehr darüber erfahren, aber Vitus schneidet das Thema (was ein echt großes Thema ist) nur kurz an und will sich gleich wieder an die Arbeit machen, schade. Vielleicht weil er so sehr an die Sache glaubt? Aber sein Kommentar "zu was auch immer" lässt eher auf das Gegenteil schließen, nämlich, dass er gar nicht an die Sache glaubt...
Hier und an der Stelle im See sind für mich die Szenen zu skizzenhaft.

„Nein, ich störe euch hier nur. Ich werde mal nach Benita sehen.“
„Okay, dann fahre ich mit den anderen zurück. Bis dann.“ Er strich ihr kurz über den Rücken.
„Bis dann.“
Die Tür glitt zur Seite, kurz nachdem Carolin geklingelt hatte. Sie betrat Benitas Wohnung, ihre Freundin war nicht zu sehen.
Hier würde ich einen Absatz machen.

Vom Ende des Flurs kam leise, instrumentale Musik. Carolin ging über den weichen Teppich dorthin, vorbei an staubbedeckten Kommoden.
Finde die Beschreibung hier komisch... irgendwie passt das nicht. Vielleicht weil es ein positives Adjektiv ist und du vorher nichts so direkt positiv beschreibst...

„Weil ich mir nicht eingestehen möchte, dass die letzten Jahre sinnlos waren. Ich zu einer seelenlosen Puppe geworden bin, die die meiste Zeit vorm Fenster sitzt. Und weil ich ein ziemlicher Feigling bin.“
Also, sie schildert hier gerade, warum sie sich nicht das Leben nimmt und der erste Grund ist, weil sie sich nicht eingestehen will, dass die letzten Jahre sinnlos waren? Verstehe ich nicht. Ein Selbstmord ist radikal und abschließend. Sie muss sich dann gar nichts mehr eingestehen... von daher würde ich den Punkt rausnehmen und nur beim Feigling bleiben.

Sie sah Carolin an. „Hilfst du mir? Hast du noch Zugang zu den Medikamenten?“
Tränen schimmerten in Carolins Augen. „Bitte mich nicht darum.“
„Tut mir leid. Ich habe sonst niemanden.“
„Ich weiß es nicht.“
„Denkst du drüber nach?“
„Ja.“
„Danke.“
Hier verstehe ich Carolins zögern nicht. Sie sind alt und haben eh nichts mehr zu verlieren. Warum will sie ihr nicht die Medikamente geben? Und warum weiß sie nicht, ob sie noch Zugang dazu hat?
Vielleicht ist das Wort Medikament auch nicht ideal gewählt, weil ein Medikament ja eigentlich für die Heilung / bzw. die Vorbeugung von Krankheit da ist. Deswegen war ich am Anfang sehr irritiert, als sie ihr die Medikamente nicht geben will. Sie sind ja gute Freundinnen, warum will sie ihr nicht helfen? Am Ende war es klar, aber das hat es für mich ein wenig holperig gemacht. Vielleicht lieber einfach Tablette? Außerdem, wenn ich so darüber nachdenke, wieso hat Carolin überhaupt Zugang zu Selbstmordtabletten? Naja, gut... ich hör mal auf mit der Fragerein :drool:

„Ist es weit weg?“
„Vielleicht eine halbe Stunde, aber du musst ja erst mal nur mit runter zu den Fahrzeugen.“
„Okay“, antwortete Benita nach einer Weile und begann wieder zu summen.
Sie betraten das Observatorium, eine gedimmte Beleuchtung ging an.
„Ich war erst einmal hier, als Kind“, sagte Benita und ging auf zittrigen Beinen zum Teleskop.
Hier fehlt meiner Meinung nach wieder ein Absatz.

„Bist du sicher?“, fragte er. Sein Atem kondensierte in der kühlen Morgenluft.
Wo sind sie denn jetzt, dass es da eine kühle Morgenluft gibt? Ich dachte die Welt ist voller rotem Sand, trocken und heiß und es gibt kein Wasser mehr oder? Hat mich hier ein wenig stolpern lassen.

Ok, das wars von meiner Seite. Wirklich gut fand ich die Stimmung des Textes und einige sehr poetische Sätze (sowas liebe ich ja). An einigen Stellen hat mir tatsächlich ein Absatz gefehlt (also eigentlich immer wenn die Szene wechselt), aber vielleicht macht man das im Sci-Fi so nicht?
Hat Spaß gemacht.

Grüßle

Mary

 
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09.12.2019
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@Marys_Bücherwald

Hallo Mary,

danke für deinen Kommentar!

ich mag die melancholische Stimmung die du in dieser Geschichte erschaffst, die ist richtig greifbar, das hat mir gut gefallen.
Das freut mich, auch da ich hierbei die Befürchtung hatte, dass die Geschichte zu trostlos und ggf. langweilig ist. Es sind ja eher ruhige Szenen, in denen es hauptsächlich um die Personen geht. Andererseits gibt es auch immer wieder hoffnungsvolle Momente, vielleicht rutscht die Handlung dadurch nicht zu sehr ins eintönige/traurige.

Lebte einer der Architekten noch, die diese abstrakten Formen geschaffen hatten?

der?

Es sind ja mehrere Architekten, die diese Gebäude geschaffen haben ... aber mit "der" hört es sich dennoch richtig an, habe es geändert.

Nach einigen Schlucken des wärmenden Getränks schloss sie Augen und ...

schloss sie die Augen?

Ja, da fehlte ein Wort :)

„Okay, dann habe ich noch genug Zeit für meinen Tee.“
„Wie viele Menschen leben noch in diesem Gebäude?“, frage Carolin ...

Hier würde ich einen Absatz machen.

In meiner lokalen Version ist hier auch ein Absatz, da habe ich wohl beim Kopieren nicht aufgepasst. Ist nun vorhanden.

Hier hätte ich mir gerne mehr gewünscht, mehr von den beiden, sie haben ja anscheinend viel Geschichte und außerdem scheint da auch noch etwas zwischen ihnen zu sein. Das wird hier nur so angeschnitten, was ich schade finde.
Es ging mir bei dieser Handlung um verschiedene Sichtweisen, wie die Menschen mit der Situation umgehen, die sich nicht mehr grundlegend ändern lässt. Insofern wollte ich zu Carolin und Vitus hauptsächlich andeuten, dass sie sich schon lange kennen und nun doch noch die Möglichkeit haben, sich näherzukommen, wie die letzte Szene zeigt. Ich kann deinen Punkt aber nachvollziehen, ich werde die Geschichte jedoch nicht stärker auf die Vergangenheit der beiden ausrichten, dadurch würde sie m.E. den eher allgemeinen, etwas portraithaften Stil verlieren.

„Die Grundbausteine unseres Lebens. In der Hoffnung, dass sie sich auf unserem Nachbarplaneten entwickeln, zu was auch immer. Ich mache mich mal an die Arbeit, bleibst du noch etwas?“

Hier finde ich den Umbruch auch sehr abrupt. Ich würde gerne mehr darüber erfahren, aber Vitus schneidet das Thema (was ein echt großes Thema ist) nur kurz an und will sich gleich wieder an die Arbeit machen, schade. Vielleicht weil er so sehr an die Sache glaubt? Aber sein Kommentar "zu was auch immer" lässt eher auf das Gegenteil schließen, nämlich, dass er gar nicht an die Sache glaubt...

Danke, auch das ein guter Hinweis! Ich wollte an dieser Stelle tatsächlich nur ausdrücken, dass Vitus ja nicht wissen kann, ob der Plan funktioniert und wieder intelligentes Leben entsteht. Aber stimmt schon, so wie bisher klingt es ziemlich gleichgültig, ich habe den Satz also geändert.

Vom Ende des Flurs kam leise, instrumentale Musik. Carolin ging über den weichen Teppich dorthin, vorbei an staubbedeckten Kommoden.

Finde die Beschreibung hier komisch... irgendwie passt das nicht. Vielleicht weil es ein positives Adjektiv ist und du vorher nichts so direkt positiv beschreibst...

Ich finde es hier einen ganz passenden Gegensatz: Die lebensfeindliche Welt draußen, aber drinnen versuchen die Bewohner, es sich so angenehm wie möglich zu machen. Auch Benita wird ja nicht immer in dieser Stimmung gewesen sein, als sie ihre Wohnung gestaltet hat.

Also, sie schildert hier gerade, warum sie sich nicht das Leben nimmt und der erste Grund ist, weil sie sich nicht eingestehen will, dass die letzten Jahre sinnlos waren? Verstehe ich nicht. Ein Selbstmord ist radikal und abschließend. Sie muss sich dann gar nichts mehr eingestehen... von daher würde ich den Punkt rausnehmen und nur beim Feigling bleiben.
Da muss ich noch mal überlegen ... es geht für mich in die Richtung, dass sie trotz ihrer Stimmung in dieser sterbenden Welt weiter durchgehalten hat und sie sich dementsprechend sagt: "Für irgendwas muss das ja gut gewesen sein." Aber dann gibt sie ihren inneren Kampf auf und nimmt doch die Tablette.

Hier verstehe ich Carolins zögern nicht. Sie sind alt und haben eh nichts mehr zu verlieren. Warum will sie ihr nicht die Medikamente geben? Und warum weiß sie nicht, ob sie noch Zugang dazu hat?
Vielleicht ist das Wort Medikament auch nicht ideal gewählt, weil ein Medikament ja eigentlich für die Heilung / bzw. die Vorbeugung von Krankheit da ist. Deswegen war ich am Anfang sehr irritiert, als sie ihr die Medikamente nicht geben will. Sie sind ja gute Freundinnen, warum will sie ihr nicht helfen? Am Ende war es klar, aber das hat es für mich ein wenig holperig gemacht. Vielleicht lieber einfach Tablette?
Na ja, hauptsächlich, weil sie ihre Freundin nicht verlieren möchte. Carolins Aussage "Ich weiß es nicht" bezieht sich auf ihre Unentschlossenheit, ob sie ihrer Freundin eine der Tabletten gibt, nicht darauf, ob sie Zugang dazu hat. Ich habe anstatt Medikamenten mal nur allgemein Tabletten geschrieben.
Auch hier muss ich noch mal überlegen, ob ich erwähne, warum Carolin Zugang zu den Tabletten hat. Ich würde es dann nur nicht in diesen Dialog einbauen, wäre hier für mich irgendwie unpassend.

Wo sind sie denn jetzt, dass es da eine kühle Morgenluft gibt? Ich dachte die Welt ist voller rotem Sand, trocken und heiß und es gibt kein Wasser mehr oder? Hat mich hier ein wenig stolpern lassen.
Wo sie sich befinden, wird zu Beginn des Absatzes erwähnt (in der Nähe der Sternwarte). Auf Planeten, an denen es tagsüber sehr heiß ist, kann es nachts sehr kalt werden. Insofern fand ich es hier schon passend, dass es morgens noch kühl ist.

Die fehlenden Absätze habe ich ergänzt, danke für die Hinweise, das ist mir wie erwähnt beim Kopieren des Textes leider durchgegangen.

Danke für deine Zeit und das Feedback!

Viele Grüße,
Rob

 
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Hallo,
habe gerade Deinen Text gelesen. Wie ich gesehen habe, wurden bereits einige Textstellen von anderen Kommentatoren erwähnt, die Du dann geändert hast. Deswegen werde ich meine bescheidenen Gedankengänge zur Story und mehr generell hinterlassen.

Da Du ja viel offen gelassen hast, kann sich hier jeder ein eigenes Bild machen. Ich hatte eher den Eindruck als ginge es um eine Vorgeschichte zu unserer und nicht um eine Postapokalypse auf unserem Planeten.Durch den immer wieder erwähnten Sand, die Aussagen zu dem "neuen" Planeten, der von großen Wasserflächen gezeichnet ist, dachte ich eher an sowas wie den Mars.
Generell mag ich an Deiner Geschichte das Setting des bitteren Endes, wobei selbst auch hier noch nicht alle Hoffnung und Menschlichkeit "gefallen" ist.

Die Idee Benita in der Geschichte einen Platz zu geben, einer Frau, die schon auf schon so befremdliche Gedanken kommt, dass sie zur Puppe geworden ist und dann um Sterbehilfe bittet fand ich gelungen. Ohne Sie würde nicht die richtige Tristesse entstehen.

Nicht so gelungen fand ich den hohen Umfang von Umgebungsbeschreibungen. Hier wäre weniger mehr gewesen.Wenn Du mehr dieses Düstere und Einsame in weniger Szenen, aber dafür villeicht etwas verstärkt hättest, hätte es mir persönlich besser gefallen. Jemand hat vor mir schon die Szene mit dem Aufzug genannt. Klar, könnten deine Charaktere die Geräusche möglicherweise schon aus der Ferne hören.....aber dieser und ähnliche Stellen tragen nicht zur Story, Charakterentwicklung oder Atmosphäre hinzu. Da Deine Geschichte aber von der Atmosphäre und den Charakteren lebt, tragen diese stellenweise vielen Details nicht wirklich Wichtiges bei.

Greets from Vienna

 
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Hallo @CharlieBrown ,

danke für deinen Kommentar und willkommen hier im Forum!

Ich hatte eher den Eindruck als ginge es um eine Vorgeschichte zu unserer und nicht um eine Postapokalypse auf unserem Planeten.Durch den immer wieder erwähnten Sand, die Aussagen zu dem "neuen" Planeten, der von großen Wasserflächen gezeichnet ist, dachte ich eher an sowas wie den Mars.
Sehr gut, so war es gemeint :thumbsup:
Ich wollte es nur nicht zu offensichtlich machen, in dem ich die Geschichte zum Beispiel "Die letzten Tage auf dem Mars" nenne. Aber jede andere Interpretation ist ja genauso in Ordnung, ich kann ja immer nur vermuten, wie der Inhalt beim Leser ankommt.

Generell mag ich an Deiner Geschichte das Setting des bitteren Endes, wobei selbst auch hier noch nicht alle Hoffnung und Menschlichkeit "gefallen" ist.
Ja, ein wirklich Happy End kann es ja nicht mehr geben, aber die verbliebenen Menschen kommen nach dem Start der Rakete doch noch mal ein wenig aus sich heraus, sprechen wieder miteinander und versuchen, das Beste aus ihrer restlichen Zeit zu machen.

Die Idee Benita in der Geschichte einen Platz zu geben, einer Frau, die schon auf schon so befremdliche Gedanken kommt, dass sie zur Puppe geworden ist und dann um Sterbehilfe bittet fand ich gelungen. Ohne Sie würde nicht die richtige Tristesse entstehen.
Es ist das, was ich zuvor nur erwähnt habe: Viele sehen keinen Sinn mehr, noch in dieser Welt zu leben, welche Ziele sollten sie auch haben?

Nicht so gelungen fand ich den hohen Umfang von Umgebungsbeschreibungen. Hier wäre weniger mehr gewesen.Wenn Du mehr dieses Düstere und Einsame in weniger Szenen, aber dafür villeicht etwas verstärkt hättest, hätte es mir persönlich besser gefallen.
Es sollte insgesamt eine Kombination aus dem Setting des "sterbenden" Planeten sein und der Art und Weise, wie die Menschen damit umgehen. Insofern war es mir wichtig, dass auch ein Bild dieser fremden Welt entsteht, auch durch die Details wie die verlassenen Straßen und Bürgersteige, die dennoch von Maschinen sauber gehalten werden.
Die ein oder andere Stelle, wie zum Beispiel mit dem Aufzug, wäre hierfür nicht unbedingt notwendig, da gebe ich dir recht. Ich finde nur auch als Leser Szenen besser vorstellbar, wenn die Umgebung etwas beschrieben wird, dazu gehören für mich auch Geräusche und Gerüche.

Da Deine Geschichte aber von der Atmosphäre und den Charakteren lebt, tragen diese stellenweise vielen Details nicht wirklich Wichtiges bei.
Bezogen auf den ersten Punkt (Atmosphäre) finde ich deine Aussage etwas widersprüchlich, einige der Details wie die einsamen Straßen, der rötliche Sand ... sollen ja zu der Atmosphäre der Geschichte beitragen. Wenn ich es deutlich reduziere, wäre die Handlung zwar noch mehr auf die Personen ausgerichtet, aber für mich würde dann etwas fehlen, die Einbettung ihrer Situation und Stimmung in diese Welt.

Danke für dein Feedback, ich hoffe, ich konnte meine Gedanken hinter den Inhalten soweit erklären.

Dann noch viel Spaß hier und viele Grüße,
Rob

 
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„Wäre wohl besser. Das Meiste hat aufgehört, nachdem die Entscheidung gefallen ist und akzeptiert wurde. Keine weiteren Kinder.“

„Vielleicht kehrt das Leben irgendwann zurück.“

Es ist schon beruhigend, dass sich in einer fernen Zeit nicht allzu viel außer der Technik geändert hat, wie etwa die Floskel von „keinen … Kindern“ erhalten bleibt, wo ein „einziges“ Kind in statistischer Sprache gar nicht mehr singulär vorkommt.
Auf die Frage, haben Sie Kinder, kann ich getrost antworten „nein“ und nur dann wäre ich wahrhaftig, wenn ich „Enkel“ einbezöge, dann aber wieder die Statistik verfälschte …, es ist eine Crux mit den mathematischen Disziplinen als Grundlage für die Pfuisik,

lieber Rob,

denn wir sind halt immer noch nach einem geflügelten Wort von Karl Kraus die alten Troglodyten, wenn auch auf technologisch höherem Niveau, womit ich zur Flusenlese dieser kleinen Romanze komme, nicht ohne darauf hinzuweisen, egal, auf welchen Planeten wir Exil finden könnten, wir hinterlassen unsere Spuren ob hochzivilisiert oder in einem früheren, primitiveren Zustand. Die neueste Reaktivierung des Kannibalismus' fand ich dieser Tage in der Nachricht, dass der Bonobo, eine kleinere, aber gleichwohl intelligente Art und Cousin des Schimpansen, als "Leckerbissen" auf der Speisekarte des nackten Affen gefunden hat ...

Carolin stellte die Teetasse auf den Beistelltisch und setzte sich in ihren Lieblingssessel, direkt vor dem Panoramafenster.
Komma weg!, sollte eine Pause angezeigt werden, wäre ein Gedankenstrich sinnvoller, als Kommaregeln auszuhebeln

„Vielleicht musst du nur etwas geduldiger sein. Wie kommt ihr voran?“
Hier würd ich – wegen des Themen/Gedankensprungs - die neue Zeile wählen, also

Vielleicht musst du nur etwas geduldiger sein.
Wie kommt ihr voran?“«

„Ich komme dich abholen, in einer halben Stunde?“
Komma weg!
Ebenso hier

Kühle Luft wehte ihnen entgegen, als die Tür aufging.
Und hier
„Das versuche ich seit Jahren. Jedes Mal endet es hier, vor diesem Fenster.
Unsere Zivilisation vergeht mit Einsamkeit und Teetrinken.“
erweitert um Kaffee und Gott Allohol und ein bisschen Sorge, dass Kaffeebohne und Teestrauch neben der Milch der frommen Denkungsart als Waffe eingesetzt werden können wie der Weizen eine treffende Zeile ...

Der Aufzug hielt, die Türen gingen auf. Flackernd sprang die Deckenbeleuchtung an und tauchte den weitläufigenKOMMA unterirdischen Raum in kaltes Licht.
Die Einheit des Attributes, also der Abhängigkeit beider Adjektive würde durch eine Konstruktion der Art „weitläufig unterirdischen“ hergestellt

Fast fünfzig Fahrzeuge standen darin verteilt auf Induktionsflächen. Sie gingen zu einem kleinen Zweisitzer. Vitus berührte den Wagen und sagte: „Aktivierung“.
Punkt nimmt reißaus ...

Auf dem Weg aus dem Stadtgebiet kamen sie an mehreren der selbststeuernden Reinigungsfahrzeuge vorbei, die die Straßen von der rötlichen Schicht befreiten.
Die längste die-die Formulierung find ich in dem bürokratischen Satz „Die, die die Dienstverordnung dieser Dienststelle, ...“

Carolin schloss die Augen und hielt sich an Vitus Ellenbogen fest, bis sie unten ankamen.
Besser dem Vitus im Genitiv einen Apostroph gönnen ...

Fürchtestu Dich, kurze, wörtl. Rede auf zwei Zeilen zu verteilen? Wie hier

„Des Wassers? Nein, glaube nicht.“
Frage und Antwort auch optisch zu trennen?

„Wo kommt es her? Auf eurem Zielplanet gibt es mehr als genug.“
Da-tief!, „Zielplaneten“

„Es fehlte zum Glück nicht mehr viel, als wir mit den Arbeiten begonnen haben.
Nur zur Information und dem Gedenken an die Einheit der Zeitenfolge – aber im flüchtigen Wort des Gespräches kommt das vor.
Ich weiß aber, das eine Grammatik des gesprochenen Wortes angedacht ist ...
Da graust mich sogar vor!, dass die "Wechselblinkanlage" sich gegenüber der Ampel durchsetzen wird ...

„Okay, dann fahre ich mit den anderen zurück. Bis dann.“
Ich bin immer noch auf dem Kreuzzug, rettet das Ausrufezeichen!

„In sechs Tagen ist es so[...]weit.“

Als sie das Gebäude erreichtenKOMMA waren bereits viele dort, hielten jedoch einige Meter Abstand zueinander.

Wie dem auch wird,
nicht ungern gelesen vom

Friedel,

der sich zugleich bei @dotslash für die Hilfe in den formatierischen Dingen bedankt!

 
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@Friedrichard

Hallo Friedel,

danke für deinen Leseeindruck und die Flusenlese, habe sie entsprechend bereinigt.

egal, auf welchen Planeten wir Exil finden könnten, wir hinterlassen unsere Spuren ob hochzivilisiert oder in einem früheren, primitiveren Zustand.
Das ist leider so, wie verewigen uns durch Plastik in den Meeren und wenn wir so weiter machen, haben wir hier auf der Erde irgendwann marsianische Wüstenverhältnisse. Dann platzt noch die Blase der Atmosphäre und ein zweiter Mars ist da ...

„Es fehlte zum Glück nicht mehr viel, als wir mit den Arbeiten begonnen haben.

Nur zur Information und dem Gedenken an die Einheit der Zeitenfolge – aber im flüchtigen Wort des Gespräches kommt das vor.
Ich weiß aber, das eine Grammatik des gesprochenen Wortes angedacht ist ...
Da graust mich sogar vor!, dass die "Wechselblinkanlage" sich gegenüber der Ampel durchsetzen wird ...

Also dann nun hoffentlich zeitlich richtig:
"Es hat zum Glück nicht mehr viel gefehlt, als wir mit den Arbeiten begonnen haben."

Wie dem auch wird,
nicht ungern gelesen vom

Friedel,

Zum Glück steht das "nicht" davor :)

Danke fürs aufmerksame Lesen und noch einen schönen Feiertag,
Rob

 

AWM

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Hallo @Rob F leider hat es mir meine Zitate verhauen, weshalb ich nicht detailliert auf deinen Text eingehen kann. Deshalb beispielhaft:An manchen Stellen könntest du konkreter werden. Statt "hitzeabweisendes Gestein" sagen, was das für ein Gestein ist. Ich finde auch, du erzählst teilweise unnötig kompliziert.

Am Wasser angekommen kniete Carolin sich hin und hielt eine Hand hinein, genoss die Kühle um sich herum.
Hier ein Beispiel. Da kannst du auslassen, dass sie sich hinkniet. Sowas hast du an mehreren Stellen, dass du minutiös die Handlung beschreibst.
„Huch!“, rief Carolin und trat einen Schritt nach hinten. „Hatte fast vergessen, wie gemein diese Tür ist.“ Wieder lachte sie.
„Ich auch, sorry.“
Sie betraten den Aufzug, die Fahrt in die Tiefe begann.
Bei mir würde die melancholische Stimmung auch besser wirken, wenn du diese Blödeleien zwischen den Figuren zurückfährst. Ich würde hier diesen ganzen Dialog streichen. Und auch, dass sie den Aufzug betraten, reicht doch. Es ist ja klar, dass die Fahrt dann beginnt.

ie kam nah an ihn heran, betrachtete ihn einige Sekunden. „Wir kennen uns eine Ewigkeit, warum waren wir nie ein Paar?“
„Weiß nicht. Du warst verheiratet, ich war verheiratet. Auch jetzt noch trägst du deinen Ehering.“
„So viel ist vergangen.“
„Aber wir sind noch hier.“
Für einigen Sekunden hielten sie den Blickkontakt, dann sah Vitus zum Ausgang.
„Möchtest du gleich mit zur Montagehalle? Unser Wunderwerk der Technik bestaunen?“
„Klar, warum nicht?“
Ich empfinde den Text als ein wenig aufgebläht. Gerade auch bei den Dialogen. Da lässt du einfach keine Chance, dass etwas zwischen den Zeilen in Schwingung geraten kann, weil es einfach zu ausführlich ist. Hier fände ich z.B. besser:
"Warum waren wir nie ein Paar?"
Für einige Sekunden hielten sie Blickkontakt. Dann sah Vitus zum Ausgang.
"Möchtest du mit zur Montagehalle?"
„Vitus, was verschafft mir die Ehre?“, fragte Carolin.
„Brauche mal eine Auszeit von der Arbeit und du meldest dich ja nicht von alleine.“ Er lächelte kurz.
„Vielleicht musst du nur etwas geduldiger sein. Wie kommt ihr voran?“
„Wir starten heute Mittag eine weitere umfassende Prüfung. Wahrscheinlich ist sie in einigen Tagen startklar.“
„Respekt! Gar nicht so schlecht für euer Alter.“ Auch Carolin lächelte und nahm die Teetasse.
„So sieht's aus! Lust auf einen Ausflug, bevor ich wieder in der Montagehalle verschwinde?“
„Was schwebt dir vor?“
„Wir könnten ein Kino aktivieren. Oder zu einem der Flüsse?“
„Ich war schon lange nicht mehr unter der Erde. Funktionieren die Aufzüge noch?“
„Klar, die fahren schon.“ Vitus zwinkerte ihr zu.
„Sehr vertrauenswürdig, aber warum nicht? Wo treffen wir uns?“
„Ich komme dich abholen. In einer halben Stunde?“
„Okay, dann habe ich noch genug Zeit für meinen Tee.“
Bei den Dialogen wirken die unnötigen Füllwörter einfach nicht gut. Da würde ich zurückfahren, was nur geht.
"Was verschafft mir die Ehre?", fragte Carolin.
"Du meldest dich ja nicht von alleine." Er lächelte.
"Wie kommt ihr voran?"
"Wir leiten heute die letzte Prüfung ein."
Auch Carolin lächelte jetzt.
"Lust auf einen Ausflug, bevor ich wieder in die Montagehalle muss?"
"Was schwebt dir vor?"
"Zu einem der Flüsse?"
"Funktionieren die Aufzüge denn noch?"
"Klar". Vitus zwinkerte ihr zu.
"Wo treffen wir uns?"
Und dann weiterschreiben, wo sie sich schon getroffen haben.
Es gibt nichts mehr! Wofür existieren wir noch?“ Sie wiegte sich vor und zurück.
Carolin schwieg. Sie wusste spontan keine Antwort und betrachtete die holografischen Bilder, die vor einer Wand schwebten. Auf einem waren sie und Benita.
Oder auch hier. Du musst nicht immer alles schreiben.
"Es gibt nichts. Wofür existieren wir noch?"
Carolin schwieg und betrachtete die holographischen Bilder, die vor der Wand schwebten. Eines zeigte Benita und sie auf Motorrädern vor dem bla bla
„Das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Was wird sie mitnehmen?“
Und ich glaube nicht, dass sie das nicht weiß. Damit leitest du nur Infodump ein.
Und da kommen wir zum letzten Punkt, den ich kritisiere. Inwiefern trägt z.B. der Ausflug zu dem Fluss etwas zur Handlung der Geschichte bei? Eigentlich ja gar nicht. Ich habe eher das Gefühl, dass du mit den Lesern ein paar verschiedene Orte abklapperst und in dem Zuge Exposition und Infos zur Welt vermittelst. Zwingend ist da nichts und es gibt auch keine wirkliche Kausalität in der Abfolge der Schauplätze. Auch hat die Geschichte keinen wirklichen Konflikt und die Protagonistin kein wirkliches Ziel. Das wäre an sich genommen auch gar nicht schlimm, nur müsste der Text sich dann den Figuren auf einer ernsteren und viel psychologischeren Ebene widmen.
Gruß
AWM

 
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09.12.2019
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Hallo @AWM ,

danke fürs Lesen und deine Eindrücke!

Ich weiß nicht, ob "portraithaft" das passende Wort hierfür ist, aber es sollte eine Kombination sein aus der Darstellung dieser Welt, auf der kaum noch Leben möglich ist, und auf der anderen Seite wie die verbliebenen Menschen damit umgehen. Vitus verliert sich nicht in Gedanken, da er eine fordernde Aufgabe hat. Carolins Stimmung bleibt trotz allem noch einigermaßen positiv, auch da ihr langjähriger Freund Vitus noch da ist. Benita jedoch erträgt diese Existenz nicht mehr, sie blickt nur noch aus dem Fenster in die trostlose Welt und bittet ihre Freundin um Sterbehilfe.

Dennoch wollte ich nicht vollständig auf einen Handlungsstrang verzichten mit der Fertigstellung der Rakete. Ein Konflikt steht demnach nicht im Mittelpunkt, da gebe ich dir natürlich recht. Nur Carolin zögert zunächst, als Benita sie um die Tablette bittet, aber hilft ihr dann ja doch. Da ich die Art der Erzählung nicht ändern möchte, werde ich auch keinen über die Handlung hinweg andauernden Konflikt einbauen, das passt für mich hierbei irgendwie nicht.

Es ist für mich mal eine andere Erzählart, bei der die Handlung nicht nach und nach Fahrt aufnimmt und eine Szene auf der anderen aufbaut. Das dadurch nicht unbedingt Spannung aufkommt, kann ich nachvollziehen, aber vielleicht (?) regt sie ja so auch ein wenig zum Nachdenken an, wie man sich selbst in dieser Welt/Situation fühlen würde.

Ich habe in den Dialogen das ein oder andere Wort rausgenommen, danke für die Hinweise! Grundsätzlich nehme ich hierbei jedoch in Kauf, dass sie teilweise informierend für die Leser wirken. Ich finde die Fragen und Aussagen der Personen zwar nicht grundsätzlich unrealistisch, aber so konzentriert in kurzer Zeit würden sie wohl nicht vorkommen.

... und die Protagonistin kein wirkliches Ziel.
Sehe ich nicht ganz so, gerade Vitus hat ein sehr klares Ziel mit dem Start der Rakete. Und Carolin lebt bis zur letzten Szene zwar eher so vor sich hin, macht sich aber in dem letzten Dialog mit Vitus zumindest daran, wieder nach etwas zu suchen. Dass es in Teilen der Handlung so wirkt, wie du geschrieben hast, passt dann halt zu der Welt und der Situation der Personen.

Danke für dein Feedback und viele Grüße,
Rob

 
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Hallo @Rob F

Sehr gelungene Geschichte, mit toller dichter Atmosphäre, schwankend zwischen Resignation und Hoffnung. Super gelungen durch den Kontrast, der durch die Figur Benita sehr gut herausgearbeitet wird.
Auch ich habe die Geschichte beim ersten Mal lesen direkt so aufgenommen, als wäre sie die Vorgeschichte zum Planeten Erde.

Einige Kleinigkeiten habe ich trotzdem zu meckern. Mir ist aufgefallen, dass zum Teil belanglose Umgebungsbeschreibungen eingestreut sind, die die Geschichte nicht vorantreiben und auch nicht zur Atmosphäre beitragen, jedenfalls nicht aus meiner Perspektive. Ich denke, wenn du das noch etwas straffst, trägt es eher zur trostlosen Atmo des Planeten (mit einigen schönen Kontrasten) bei.

Flackernd sprang die Deckenbeleuchtung an und tauchte den weitläufigen, unterirdischen Raum in kaltes Licht. Fast fünfzig Fahrzeuge standen darin verteilt auf Induktionsflächen.
Das hier zum Beispiel. Was soll der Leser für sich da mitnehmen?
Carolin blickte aus dem Seitenfenster. Am Horizont waren die Gebäude und Gewächshäuser des Produktionsbereichs zu sehen. Ausnahmsweise Häuser mit geraden Wänden, funktional und steril. Wie Ameisen wirkten die Roboter, die für die restliche Zeit genügend Nahrung und sauberes Wasser sicherstellten.
Das ist eigentlich auch überflüssig, erklärt zwar, wie die verbliebene Bevölkerung ernährt wird, ist aber für die Geschichte nicht wirklich relevant. Alleine, dass sie noch existieren, erklärt, dass sie sich irgendwie ernähren können.
Die Eingangstür glitt zur Seite und schloss sich hinter ihnen. Im Innenraum befanden sich neben dem Aufzug zwei Automaten an der hinteren Wand. Einer mit Getränken, der andere mit versiegelten Lebensmitteln.
„Darf ich dir etwas anbieten?“, fragte Vitus.
„Sehr großzügig!“ Carolin lachte kurz. „Ein Wasser reicht mir als Wegproviant.“
„Kommt sofort!“
Die ganze Sache mit der Wasserflasche erschließt sich mir nicht ganz, sie kommt allerdings so oft vor, dass ich das Gefühl habe ihr eine Bedeutung zu schreiben zu müssen. Ist mir hier was entgangen?
Sie folgten dem Fluss stromabwärts, verließen die Felskammer und betraten einen Tunnel. Auch hier waren genügend Lampen und Platz, um neben dem Strom zu gehen. Nach einigen Minuten bog nach links ein Bach ab, der durch einen Stollen floss. Hinter einer langgezogenen Biegung erreichten sie eine weitere beleuchtete Kammer, in deren Mitte war ein See. Sie gingen zum Ufer, zogen Schuhe und Socken aus.
Klingt für mich fast wie eine Wegbeschreibung, trägt für mich nicht wirklich zur Atmo bei. Ich würde es wenigstens einkürzen.
Carolin ging über den weichen Teppich dorthin, vorbei an staubbedeckten Kommoden.
Das hier ist ein gutes Beispiel. Der weiche Teppich tut hier nichts zur Sache, könnte man weglassen, sehr wohl aber die staubbedeckten Kommoden, die die Resignation von Benita widerspiegeln.
Die dunkelblauen Wände waren mit Sternenkarten bemalt.
Finde ich auch irrelevant, vor allem in einem Observatorium.

Dann ist mir einiges ins Auge gesprungen, dass ich als Infodump bezeichnen würde. Finde ich grundsätzlich nicht so schlimm, ich mag es nur nicht, wenn es im Dialog verbaut wird, und die Leute über die Dinge reden, die sie eigentlich wissen müssten, das lässt zum einen den Dialog sehr hölzern erscheinen und zum anderen die Geschichte etwas unglaubwürdig erscheinen.

„Vielleicht wollen es viele nicht wahrhaben“, sagte Vitus, als sie die freie Ebene erreichten.
Immer wieder fuhren sie über Schlaglöcher, niemand kümmerte sich noch um die Straßen außerhalb der Wohngebiete.
„Was meinst du?“
„Dass wir die letzten Menschen sind, es kein Zurück mehr gibt.“
„Immer für eine Aufmunterung gut.“ Sie klopfte ihm auf den Oberschenkel. „Wenigstens hast du noch etwas zu tun und wartest nicht nur auf das Ende.
Ist es wirklich notwendig zu erklären, dass sie die letzten Menschen sind? Ich denke, sie müsste das wissen, oder? Außerdem wird es spätestens durch die Entscheidung keine Kinder mehr in die Welt zu setzen völlig klar (finde ich allerdings auch nicht so gelungen, kommt gleich). Klar wird es aber auch durch die Beschreibung des ganzen Settings, einer aussterbenden Welt. Leere Gebäudehülsen, keine Wartung von Straßen mehr, eine Rakete die Leben zu einem anderen Planeten tragen soll, Projekte die eingestellt wurden, Benita, die resigniert und Selbstmord begeht, etc.
Vitus betrachtete die ruhige Wasseroberfläche. „Wäre wohl besser. Das Meiste hat aufgehört, nachdem die Entscheidung gefallen ist und akzeptiert wurde. Keine weiteren Kinder.“
„Ob sich alle daran gehalten haben?“
„Weiß nicht, mir sind zumindest keine mehr über den Weg gelaufen.“
„Was sollten sie auch noch hier?“
Ich kann verstehen, dass die Information einfließen soll, da sie vieles erklärt und beim Leser einiges an Emotion auslöst. Allerdings wirkt sie für mich etwas aufgesetzt. Vielleicht kann man sie etwas besser verpacken. Zum Beispiel so:

„Schön ist es hier, wir sollten öfter hierherkommen. Eigentlich sollten wir generell mehr zusammen unternehmen.“
Vitus betrachtete die Wasseroberfläche mit gerunzelter Stirn. „Das wäre wohl wirklich gut. Wir haben aufgehört, als, das mit den Kindern beschlossen wurde. Ich denke da haben meine Frau und ich, endgültig verstanden, dass es keine Hoffnung mehr gibt. Keine Kinder, keine Zukunft, keine Freude."

Ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt besser ist, aber vielleicht verstehst du durch die Umformulierung was ich meine.

„Das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Was wird sie mitnehmen?“
„Die Grundbausteine unseres Lebens. In der Hoffnung, dass sie sich auf unserem Nachbarplaneten zu etwas Neuem entwickeln. Ich mache mich mal an die Arbeit, bleibst du noch etwas?
Das finde ich sehr unschön und vor allem unglaubwürdig, weil es den Eindruck erweckt, als ob sie wirklich noch gar nicht wüsste, für was die Rakete gut sein soll. Und das, obwohl sie nur wenige Zeit vorher über den anderen Planeten gesprochen hatten.
Vielleicht lässt du sie lieber eine Feststellung machen, ist auch nicht perfekt, aber besser als sie für den Leser in die komplette Ahnungslosigkeit zu stürzen:

„Und es trägt die Bausteine unseres Lebens. Nicht schlecht, dafür, dass ihr nur ein paar Komponenten zusammengesetzt habt.“
„Hoffen wir, dass sie sich dort auch wirklich zu neuem Leben entwickeln. Ich mache mich mal an die Arbeit, bleibst du noch?“

Oder so ähnlich.

Ich zu einer seelenlosen Puppe geworden bin, die die meiste Zeit vorm Fenster sitzt.
Das finde ich auch etwas komisch, ich glaube irgendwie nicht, dass sich jemand so bezeichnen würde.

Bestimmt hätte sie ihr Grab so gewollt. Schlicht und einfach, mit dem Symbol des Lebens
Hätte sie das, oder soll die Äußerung eher die Grabgestaltung erklären? ;-)

Das war es erstmal von mir. Insgesamt finde ich deine Geschichte sehr gelungen.
Ich persönlich finde übrigens nicht, dass du die Blödeleien zwischen den Charakteren zurückfahren solltest, im Gegenteil, das macht es für mich menschlicher und realistischer.
Humor ist wenn man trotzdem lacht. Wir alle haben diesen einen Freund, der in den schlimmsten Situationen einen lockeren Spruch auf den Lippen hat, oder? Ich jedenfalls hab sogar so einige davon. :-)

Viele Grüße,
Sarah

 
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09.12.2019
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Hallo @Sarah996 ,

danke fürs aufmerksame Lesen und den Kommentar!

Ich habe die Dialoge ein wenig angepasst, danke für die Hinweise, auch wenn ich keine grundlegenden Änderungen vorgenommen habe.

Bei diesem Text finde ich es schwierig, die Szenen und Aussagen der Personen authentisch wirken zu lassen, da es ja kaum einen Handlungsverlauf gibt. Die Personen kennen sich schon lange und genauso die ausweglose Situation, von daher ist es wohl ohnehin unwahrscheinlich, dass sie in der kurzen Zeit der Handlung immer wieder grundsätzliche Sachen erwähnen. Die Alternative wäre dann nur, dass sie kaum miteinander sprechen, vielleicht auch eher alleine bleiben, insofern nehme ich das bei dieser Geschichte in Kauf.

Zu den Umgebungen wäre bezogen auf die Atmosphäre das ein oder andere Detail nicht notwendig, da gebe ich dir recht. Ich hatte mir nur, als ich einen der vorherigen Kommentare bearbeitet habe, vorgestellt, wie die Geschichte ohne diese Beschreibungen aussehen würde und kann mir das so reduziert schwer vorstellen. Über den Text hinweg kommt wahrscheinlich einiges zusammen, aber zu jeder Umgebung für sich finde ich es eigentlich nicht sonderlich viel. Ich finde es auch als Leser schwierig, wenn kaum etwas zur Umgebung geschrieben wird und hierbei geht es ja auch um die Darstellung einer anderen Welt.

Aber zumindest habe ich den Teppich in Benitas Wohnung nun nicht mehr erwähnt :)
Ich wollte hiermit zeigen, dass sie sich ihre Wohnung bequem einrichtet, als Kontrast zu der lebensfeindlichen Welt, hat wohl nicht so ganz funktioniert ...

Die ganze Sache mit der Wasserflasche erschließt sich mir nicht ganz, sie kommt allerdings so oft vor, dass ich das Gefühl habe ihr eine Bedeutung zu schreiben zu müssen. Ist mir hier was entgangen?
Es hat keine tiefgründige Bedeutung, ich konnte mir nur nicht vorstellen, dass sie in dieser überhitzten Wüstenwelt nicht darauf achten, genügend zu trinken. Ich wollte grundsätzlich bei diesem Text etwas mehr zu den Personen zeigen, selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind, wie der Ehering von Carolin oder das Vitus ihr ein Getränk "anbietet". Vielleicht wirken die Personen so etwas greifbarer, als wenn ich alles auf das unbedingt notwendige reduziere. Daher auch die ein oder andere Blödelei, zum Beispiel in dem unterirdischen See, ganz trostlos sollte der Text halt auch nicht sein.

Auf jeden Fall freut es mich, dass dir die Geschichte trotz deiner Kritikpunkte gefallen hat, danke für dein Feedback!

Viele Grüße,
Rob

 

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