Was ist neu

Wildes Haar

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01.04.2021
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Wildes Haar

„Bist du dir sicher?“, Monika untersuchte das kleine Gutscheinheftchen in ihren Händen sorgfältig, als wären die größten Geheimnisse darin aufgelistet. „Nicht dass wir am Ende alles bezahlen müssen und gleich am ersten Tag pleite sind.“
Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht unterdrücken; Voraussichtig, bedacht und rational, wie sonst nur ein professioneller Manager, das war Monika. Rationalität, die mir im wahrsten Sinne des Wortes gerade das Leben retten könnte.
„Dann hole ich die ersten beiden und du dann die Nächsten, in Ordnung?“, sagte ich, um dem ganzen einen Anstoß zu geben. Ich wollte gerade nicht planen, ich wollte nicht nachdenken, ich wollte genießen, was der erste Abend meines neuen Lebens sein sollte und sein würde. Ein Neuanfang. Und was war dafür besser geeignet als der erste Abend in einem fremden und dennoch geliebten Land, wo ich mein Auslandssemester verbringen würde? Die Nacht versprach alles wonach ich mich immer gesehnt hatte: neue, noch fremde Menschen, neue, noch fremde Straßen, neue, noch fremde Erlebnisse und Abenteuer.
„Geht klar“, konnte ich Monika noch sagen hören, bevor ich mich in der Schar der neugierig wirkenden englischen Erstsemester und der im Gegensatz dazu eher unbeholfen wirkenden deutschen Drittsemestern, hindurch, gekonnt in Richtung Theke schlängelte. Wenn Pubs kein neues Gebiet für mich war, dann war ich beim Bier großgeworden. Ich mochte Bier, ich mochte England, ich liebte Freiheit und meine Unabhängigkeit. Sinnbildlich für mich standen dafür Haare: lange Haare, kurze Haare, zerzauste oder gefärbte Haare. Solange sie nicht gestriegelt waren und den Anschein erweckten, ich ginge auf eine katholische Mädchenschule, fühlte ich mich wohl, wohl und frei.
„Hey! Two Pints! I also have one of these vouchers“, brüllte ich über den Tresen zu der leicht überfordert wirkenden Kellnerin, die gestresst ein Pint nach dem anderen abfüllte. Sie warf einen kurzen Blick auf den Gutschein, den ich ihr unter die Nase hielt und warf ihn in die Kasse, wo bereits mehrere solcher Papierzettelchen in Vergessenheit geraten zu sein schienen.
„That’s five pounds for both then“, brüllte die junge Frau zurück. Ich war erleichtert, dass auf diese Bitte hin keine Musterung meines mageren Körpers gefolgt war, überreichte ihr einen verlebte Fünfer und nahm die beiden Pints entgegen, bis zum Rand gefüllt mit brauner Flüssigkeit. „Here you go!“, sagte sie, als ich penibel darauf achtete nicht bereits beim anheben der Gläser die Hälfte zu verschütten.
Ich sah mich kurz um, um die Getränke auszubalancieren und um Ausschau zu halten, ob sich Monika noch an dem kleinen, runden Stehtischen befand, an dem ich sie etwas verloren zurückgelassen hatte. Als ich sie erblickte, noch hilfloser wirkend, als in meiner Gegenwart, versuchte ich mir einen Weg zu ihr zu bahnen, darauf bedacht keinen Tropfen zu verschütten, was hinsichtlich des überfüllten Pubs einer Unmöglichkeit glich, anbetrachts dessen, dass meine Aufmerksamkeit ausschließlich auf die beiden Gläser in meiner Hand, sowie dem Voraussetzen meiner Füße gerichtet war. Doch urplötzlich, wurde sie auf etwas vollkommen anderes gerichtet: auf ein Lächeln. Ein junger Mann sah mich an, sein Blick war warm, sein Lächeln wärmer. Er unterhielt sich mit einem groß geratenen Kommilitonen, mit dem er befreundet zu sein schien. Ich konnte meinen Blick nicht von seiner perfekt imperfekten Erscheinung abwenden; die ausgewaschenen, zerrissenen Jeans hingen lässig über die abgenutzten Chucks und waren von einem unscheinbaren grün-braun karierten Hemd überschattet. Doch was meine Aufmerksamkeit am meisten für sich beanspruchte, war weder seine Kleidung, noch seine schulterlangen dunkelblonden Haare, die er in einem Mittelscheitel trug und hinter seine Ohren geklemmt hatte. Es waren seine blauen Augen, die nun direkt in meine sahen. Ohne es zu wollen, entlockten mir diese ewig währenden Sekunden ein Lächeln, welches von dem Unbekannten prompt erwidert wurde.
Wie in Zeitlupe steuerte ich weiter auf meine wartende Freundin zu. Unser zarter Flirt wurde erst unterbrochen, als ein Mann, beim Vorbeigehen unseren Blickkontakt trennte.
Ich stellte Monikas Glas auf den Stehtisch, an dem sie gewartet hatte und nippte an meinem Getränk, mit den Gedanken bei dem Unbekannten, so dass ich es zu anfangs kaum merkte, dass er meinen Blick erneut suchte, bevor ich ihn wieder erwidern konnte. Eine weitere vorbeischreitende Menschenmasse, die mir endgültig die Sicht versperrte, zwang meine Augen schließlich wieder zu Monika zurück, die bereits angefangen hatte mir zu schildern, weshalb sie froh sei, wenn das Auslandssemester vorbei war und sie endlich wieder in ihrer geliebten Heimat unterwegs sein konnte. Hatte sich der Andrang in Richtung Tresen endlich gemindert, hielt ich automatisch und ohne mir weitere Gedanken zu machen, Ausschau nach dem Unbekannten – doch er war verschwunden. Ich schluckte die Enttäuschung mit einem weiteren Schluck des mittlerweile nur noch halbvollen Bieres hinunter und rückte die Fassade wieder zurecht, der alles egal zu sein schien, denn ich hatte bereits früh in meinem Leben lernen müssen, dass ein Mensch, dem alles egal zu sein schien, nicht mit nervigen Fragen von Mitmenschen belästigt wurde, wie "Was ist los?" oder "Warum schaust du so traurig?". Ich empfand die eigentliche Verleumndung meiner Gefühle als Selbstschutz.
Die Minuten verstrichen und die älteren Kommilitonen, die auf uns „Neue“ aufzupassen hatten, deuteten uns, dass ihre Aufsicht hier ein Ende hatte und wir nun auf uns gestellt seien. Den Weg zurück wüssten wir schließlich und sie wollten jetzt weiterfeiern.
„Ich will noch Eine rauchen, dann können wir zurückgehen, okay?“, sagte ich und deutete zum Raucherbereich, während ich in meiner Tasche bereits nach meinen Kippen wühlte. Wir schlängelten uns nach draußen. Der mittlerweile zweite Drink fing endlich an Wirkung zu zeigen. Ich zündete die Zigarette an, sah auf und konnte nur eines sehen: den Unbekannten. Er lehnte gegen den eisernen Zaun des Pubs und drehte sich eine Kippe. Mein Herz grinste, meine Beine stockten und der Alkohol in meinem Blut trieb mich in seine Richtung. Als ich näher schritt – Monika auf meinen Fersen – sah er auf. Ich grinste, er lächelte und sah mir zu als ich mich wie ferngesteuert lässig vor ihn stellte. Er grinste mich weiter an während er seine Taschen abtastete. Ein Lächeln für den Moment und ein Moment für die Ewigkeit.
„Brauchst du Feuer?“, sagte ich, überrascht von mir selbst und hielt ihm mein Feuerzeug entgegen.
„Eh, ja!", er wirkte kurz erstaunt, freute sich dann aber wohl über mein direktes Ansprechen und zeigte es mit einem sowohl zaghaften, als auch interessiertem Lächeln. "Danke“, er ließ den Rauch in seine Lungen strömen und genoss es sichtlich.
„Ich bin Tina, und wer bist du?“, die Worte waren bereits bei dem Unbekannten angekommen, noch bevor ich realisierte, dass ich sie ausgesprochen hatte. Ich war überrascht und beeindruckt zugleich und das von mir selbst. Ein Gefühl, welches ich schon so vergessen hatte, dass es in meiner Brust zwickte. Aber nicht nur ich selbst, auch er schien überrascht von meiner offenen Art zu sein - hatte das wohl genauso wenig geplant, wie ich - schien sich jedoch auch darüber zu freuen. Ein stetiges Lächeln spiegelt die Intuition besser wider, als klare Worte. „Ich bin Olly. Schön dich kennen zu lernen.“
Es war einfach, es war schön. Locker und ungezwungen kam ein Gespräch zustande und floss dahin, wie ein sanft ausklingender Dur-Akkord, der länger im Herzen klang, als er in der Luft schwebte.
Ich fühlte mich wohl, verspürte keinerlei Anstrengung oder Unbehagen. Wir hatten nur ein paar Worte gewechselt und ich fühlte mich sicher bei ihm, ich fühlte mich geschützt. Weder mir, noch ihm, bereitete es Mühe neue Gesprächsthemen zu finden. Von Journalismus über Musik, von Bier bis hin zu Chinesischem Essen, den 60er Jahren und schließlich den Rolling Stones:
„Kennst du Gimme Shelter?“
„Das beste Lied, das jemals geschrieben wurde, wenn du mich fragst!“
„Sehe ich genauso!“, strahlte er mir euphorisch entgegen. „Das Gitarren-Solo… Wahnsinn!“, Olly imitierte Keith Richards legendäres Solo und sah kurz zu seinen Kumpels, die bereits vor einigen Minuten ungeduldig im weit entfernten Hintergrund unseren Gesprächs aufgetaucht waren. Meine ganze Aufmerksamkeit galt allein Olly. Ich hatte weder gemerkt, dass auch Monika schweigend und etwas genervt hinter mir stand, noch dass die Freunde meines Gesprächspartners aufgetaucht waren, so gefesselt war ich von der wohltuenden Energie und der Harmonie zwischen Olly und mir.
Stumm drängten Ollys Freunde ihn dazu, sich ihnen zu widmen. Sie wollten offensichtlich weiter, schienen jedoch zu britisch zu sein, um uns zu unterbrechen.
Als er es nicht mehr verhindern konnte, ließ er es zu und raunte zu seinen Kumpels: „Was ist denn?“
Sie murmelten etwas von wegen „Weiterziehen“ und auch Monika hatte ihre Chance gesehen und sagte: „Wir müssen jetzt zurück. Ich bin erledigt und will ins Bett!“
Ich konnte hören, wie Olly seinen Kumpels versicherte, dass er mitkäme, wenn sie gleich in den nächsten Pub aufbrechen wollten, also stimmte ich Monika zu und versuchte mir die spontane Traurigkeit über das jähe Ende unseres Gespräches, nicht anmerken zu lassen. Ich wollte ihm um alles in der Welt cool und lässig in Erinnerung bleiben. Außerdem redete ich mir ein, dass wir uns sowieso noch tagtäglich auf dem Campus über den Weg laufen würden und ich schien nicht die einzige zu sein, die an diesem Glauben dachte und sich daran festzuhalten schien.
„Ich muss weiter, die Jungs wollen los…“, sagte Olly und schien plötzlich verlegen zu sein. „Man sieht sich sicherlich in der Uni, oder?
„Ja, klar!“, ich wollte nicht, dass unsere Unterhaltung endete, ich wollte nicht gehen und am allermeisten wollte ich nicht, dass er ging. „Man sieht sich dann!“
„Ja. Man sieht sich.“
Kaum war das letzte Wort gesprochen, zog mich Monika von dannen, die illustre Nachtstraße entlang, die noch so viel mehr zu versprechen brach, als einen Spaziergang zurück zum Campus.
„Bye!“, rief ich noch und versuchte ihren schnellen Schritten zu folgen, den Blick immer noch dort haftend, wo er hätte bleiben wollen, bei der Nacht und ihren Möglichkeiten.
Er lächelte, als er mir nachsah. Seine Augen spiegelten, das wieder, was mein Herz still und heimlich schrie, Sehnsucht und Verlangen; entfachte Leidenschaft, die zu früh erstickt wurde.

 
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Hallo @Peonyheart und Willkommen auf der Seite :)

Ich bin auch erst seit heute dabei :D

Finde deine Kurzgeschichte sehr fesselnd und meiner Meinung nach hat sie echt viel potenzial. Zudem fand ich es sehr schade, als man sich in die Geschichte hineinversetzt hatte, dass sie so abrupt endete.
Ich denke, dass du vielleicht noch mehr rausholen könntest. Es wirkt wie eine Seite aus einem Roman und nicht wie eine Kurzgeschichte. Du solltest hier unbedingt weiterschreiben, vielleicht kommen so ja noch ein paar Seiten zustande.

Grüße
Luisa

 
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Hallo @Luisalyriks, danke für dein Kommentar, freu mich sehr :)
Du hast recht, ich hatte auch mal geplant diese Geschichte weiterzuschreiben, aber dann wäre es nicht mehr authentisch, verstehst du? ;)
Dieses Erlebnis hat dann geendet und so auch die Geschichte. Ich habe mich also bewusst dazu entschlossen, die Geschichte enden zu lassen :)

Frühlingsgrüße,
Luna

 
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Hallo @Luna,

ich mag deine Geschichte. Vor allem wegen deines Schreibstils. Vom Inhalt her finde ich die Geschichte okay, nicht langweilig, aber auch nicht unglaublich spannend, aber soll sie vermutlich auch nicht unbedingt sein oder? Das macht die Geschichte irgendwie authentisch und das Ende passt auch super dazu. Toll ist auch dein Einstieg, mitten in der Geschichte und gleich gehts los. Schön fände ich noch, wenn man mehr über Olli herausgefunden hätte, dass man ihm auch einen Charakter gibt und er nicht nur ein sympathischer Typ ist, der Rollingstones mag ;)

„Here you go!“, sagte sie, als ich penibel darauf achtete nicht bereits beim anheben der Gläser die Hälfte zu verschütten.
beim Anheben

Ich sah mich kurz um, um die Getränke auszubalancieren und um Ausschau zu halten,
Um hier die Wiederholung zu vermeiden vielleicht einfach: Ich sah mich kurz um, wollte die Getränke ausbalancieren und Ausschau halten, ob ...

Locker und ungezwungen kam ein Gespräch zustande und floss dahin, wie ein sanft ausklingender Dur-Akkord, der länger im Herzen klang, als er in der Luft schwebte.
Fand ich besonders schön :)

Seine Augen spiegelten, das wieder, was
Wider ohne e, und ich denke, dass das erste Komma weg muss.

Schöne Geschichte auf jeden Fall, die ich gerne gelesen habe und ich freue mich auf mehr von Dir!

Viele Grüße!
Max

 
Monster-WG
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Zuletzt bearbeitet:

Hola @Luna,

in Deiner Antwort an Luisalyriks lese ich:

Du hast recht, ich hatte auch mal geplant diese Geschichte weiterzuschreiben, aber dann wäre es nicht mehr authentisch, verstehst du?
Okay. Wenn Dir Authentizität wichtig ist, ist alles klar. Im privaten Tagebuch völlig normal – wen wollte man da mit tollen Formulierungen und ein bisschen Deko imponieren?

Wir hatten dieses Thema mit der Auth. schon hin und wieder im Forum, jeder Standpunkt hatte seine Berechtigung – auch jener mit den veröffentlichten Texten, die dem Leser einen Blick in authentisch Privates gestatten, wenn der Autor das will.

Dass Authentisches dem Autor mehr am Herzen liegt als dem Leser, liegt auf der Hand. Wenn also der Autor ihm Wichtiges veröffentlicht, kann die Resonanz enttäuschend sein; es ist schwierig, Empathie beim Leser zu wecken.

Aber möglich ist es: Der Autor muss den Text pimpen. Etwas dazuerfinden, ihn spannender, überraschender machen, der Authentizität ein Krönchen aufsetzen, damit der Text es schafft, den Leser bis zum letzten Wort zu binden. Mehr Applaus ist der Lohn für die Bemühungen.

Luna: Dieses Erlebnis hat dann geendet und so auch die Geschichte. Ich habe mich also bewusst dazu entschlossen, die Geschichte enden zu lassen
Klare Ansage – Du willst es so, und so sei es!

Bis zum nächsten Mal!
José

 
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Hallo @Luna,

ich mag deine Geschichte. Vor allem wegen deines Schreibstils. Vom Inhalt her finde ich die Geschichte okay, nicht langweilig, aber auch nicht unglaublich spannend, aber soll sie vermutlich auch nicht unbedingt sein oder? Das macht die Geschichte irgendwie authentisch und das Ende passt auch super dazu. Toll ist auch dein Einstieg, mitten in der Geschichte und gleich gehts los. Schön fände ich noch, wenn man mehr über Olli herausgefunden hätte, dass man ihm auch einen Charakter gibt und er nicht nur ein sympathischer Typ ist, der Rollingstones mag ;)

„Here you go!“, sagte sie, als ich penibel darauf achtete nicht bereits beim anheben der Gläser die Hälfte zu verschütten.
beim Anheben

Ich sah mich kurz um, um die Getränke auszubalancieren und um Ausschau zu halten,
Um hier die Wiederholung zu vermeiden vielleicht einfach: Ich sah mich kurz um, wollte die Getränke ausbalancieren und Ausschau halten, ob ...

Locker und ungezwungen kam ein Gespräch zustande und floss dahin, wie ein sanft ausklingender Dur-Akkord, der länger im Herzen klang, als er in der Luft schwebte.
Fand ich besonders schön :)

Seine Augen spiegelten, das wieder, was
Wider ohne e, und ich denke, dass das erste Komma weg muss.

Schöne Geschichte auf jeden Fall, die ich gerne gelesen habe und ich freue mich auf mehr von Dir!

Viele Grüße!
Max

Vielen lieben Dank für deinen Kommentar, lieber @Max88 :) Das motiviert mich sehr :D Und danke für die kleinen Verbesserungen ;)

- Luna

 
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01.04.2021
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Hallo @Luna,

ich mag deine Geschichte. Vor allem wegen deines Schreibstils. Vom Inhalt her finde ich die Geschichte okay, nicht langweilig, aber auch nicht unglaublich spannend, aber soll sie vermutlich auch nicht unbedingt sein oder? Das macht die Geschichte irgendwie authentisch und das Ende passt auch super dazu. Toll ist auch dein Einstieg, mitten in der Geschichte und gleich gehts los. Schön fände ich noch, wenn man mehr über Olli herausgefunden hätte, dass man ihm auch einen Charakter gibt und er nicht nur ein sympathischer Typ ist, der Rollingstones mag ;)

„Here you go!“, sagte sie, als ich penibel darauf achtete nicht bereits beim anheben der Gläser die Hälfte zu verschütten.
beim Anheben

Ich sah mich kurz um, um die Getränke auszubalancieren und um Ausschau zu halten,
Um hier die Wiederholung zu vermeiden vielleicht einfach: Ich sah mich kurz um, wollte die Getränke ausbalancieren und Ausschau halten, ob ...

Locker und ungezwungen kam ein Gespräch zustande und floss dahin, wie ein sanft ausklingender Dur-Akkord, der länger im Herzen klang, als er in der Luft schwebte.
Fand ich besonders schön :)

Seine Augen spiegelten, das wieder, was
Wider ohne e, und ich denke, dass das erste Komma weg muss.

Schöne Geschichte auf jeden Fall, die ich gerne gelesen habe und ich freue mich auf mehr von Dir!

Viele Grüße!
Max

Vielen lieben Dank für deinen Kommentar, lieber @Max88 :) Das motiviert mich sehr :D Und danke für die kleinen Verbesserungen ;)

- Luna

Hola @Luna,

in Deiner Antwort an Luisalyriks lese ich:

Du hast recht, ich hatte auch mal geplant diese Geschichte weiterzuschreiben, aber dann wäre es nicht mehr authentisch, verstehst du?
Okay. Wenn Dir Authentizität wichtig ist, ist alles klar. Im privaten Tagebuch völlig normal – wen wollte man da mit tollen Formulierungen und ein bisschen Deko imponieren?

Wir hatten dieses Thema mit der Auth. schon hin und wieder im Forum, jeder Standpunkt hatte seine Berechtigung – auch jener mit den veröffentlichten Texten, die dem Leser einen Blick in authentisch Privates gestatten, wenn der Autor das will.

Dass Authentisches dem Autor mehr am Herzen liegt als dem Leser, liegt auf der Hand. Wenn also der Autor ihm Wichtiges veröffentlicht, kann die Resonanz enttäuschend sein; es ist schwierig, Empathie beim Leser zu wecken.

Aber möglich ist es: Der Autor muss den Text pimpen. Etwas dazuerfinden, ihn spannender, überraschender machen, der Authentizität ein Krönchen aufsetzen, damit der Text es schafft, den Leser bis zum letzten Wort zu binden. Mehr Applaus ist der Lohn für die Bemühungen.

Luna: Dieses Erlebnis hat dann geendet und so auch die Geschichte. Ich habe mich also bewusst dazu entschlossen, die Geschichte enden zu lassen
Klare Ansage – Du willst es so, und so sei es!

Bis zum nächsten Mal!
José

Hello @josefelipe, was soll ich sagen, das ist halt mein Schreibstil ;)

 

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