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Zone Null

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19.04.2020
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Zone Null

Wo liefen sie hin ?

Sie waren doch vor wenigen Wochen erst gekommen. Aus der fernen Hauptstadt.
Sie kamen mit ihren schweren Waffen, Panzern und komischen Geräten und Fahrzeugen, welche aussahen, als stammten sie aus einer anderen Welt.
Flanierten auf der Hauptstrasse der Kleinstadt hier im Osten des Landes herum und erzählten, dass sie einen beschützen würden. Vor wem ? Vor was ?

Sie war hier aufgewachsen. Ihr ganzes bisheriges Leben hatte sie in dieser Kleinstadt verbracht.
Einmal war sie in der Hauptstadt und nach ihrer Rückkehr wurde sie schwanger. Das war nicht gerne gesehen und man redete hinter ihrem Rücken. Das Kind – einen Sohn – bekam sie trotzdem. Einen Mann würde sie hier nie haben. Das wusste sie. Ihr Sohn war ihr Ein und Alles.

Sie arbeitete in der Kleinstadapotheke. Von allem gab es hier nur Eines : Wenig. Man musste viel improvisieren, aber die Menschen hielten zusammen. Sie war eine Aussenseiterin, mehr geduldet , als Teil der Gemeindschaft. Da sie aber in der Apotheke arbeitete und ihre Arbeit gut verrichtete und immer freundlich und hilfsbereit war, dankten es ihr die Menschen, indem sie sie nicht fortjagten. Wohin sollte sie auch gehen ?

Irgendwann tauchten dann die Soldaten auf. Wie lange war das jetzt her ? Ein Monat ? Zwei ? Sie wollten die Kleinstadt beschützen. Wovor oder vor wem wurde ihr nicht recht klar. Dann fielen Schüsse und es fanden Explosionen statt. Die Kleinstadtbewohner hatten Angst, denn sie wollten nur eines : Ihrem geregelten – schweren – Leben nachgehen. Autos explodierten und sie wurde aus ihrem Haus befördert, weil es – angeblich – an einer strategisch wichtigen Stelle stand. Was sollte das bedeuten ? Ihre Eltern hatten in dem Haus gewohnt und sie war dort aufgewachsen. Das es “strategisch” war, hatten sie ihr nie mitgeteilt. Sie hatte einige wenige Sachen mitnehmen können, für sich und ihren – mittlerweile siebenjährigen – Sohn und war in die Anliegerwohnung der Apotheke gezogen. Der Eigentümer hatte ihr das freundlicherweise gestattet. Er selbst war völlig Ratlos ob der Entwicklung der Dinge.

Verwundete trafen ein und sie versorgte sie. Sie wuchs in die Rolle der Krankenschwester hinein. Ihr blieb nichts Anderes übrig. Sie kümmerte sich um ihren Sohn, um die Verwundeten und um die Kleinstadtbewohner Die Apotheke wurde so etwas, wie ein Refugium für Alle, die nicht verstanden, was passierte und für die Verwundeten, welche es wohl ebensowenig verstanden. Sie hatten ihre Befehle auszuführen.

Und jetzt verliessen die “Beschützer” die Kleinstadt fluchtartig.

Es dauerte nicht lange, als andere Fahrzeuge mit anderen Emblemen auftauchten. Die neuen veranstalteten genauso eine Show, wie die Kleinstadtbewohner sie bereits kannten. Sie brachten Lebensmittel mit und Wasser. Sie sprachen eine andere Sprache. Sie alle jedoch kannten diese Sprache, denn sie wurde früher zwangsweise in der Schule gelehrt. Deshalb war es ihnen möglich, sich mit den Neuen zu verständigen.

Die Vorherigen wollten sich jedoch nicht geschlagen geben ( oder durften es nicht. Wer wusste das schon ? ) und kehrten zurück. Es wurde abermals viel geschossen und viele Häuser wurden zerstört. Menschen starben. Menschen aus der Kleinstadt. Menschen ,die sie kannte. Unschuldige Menschen.
Sie verrichtete ihren Dienst in der Apotheke. Was hätte sie auch sonst machen sollen ?

Jemand sprach von “Besatzungstruppen”. Sie hatte keine Ahnung, was das bedeutete, kümmerte sich aber auch um die neuen Patienten aufopferungsvoll.

Eines Tages wurde sie vor den Augen ihres Sohnes von einem rekonvaleszenten “Besatzer” vergewaltigt.

Die Unruhen gingen irgendwann zu Ende. Die “Besatzer” liefen siegestrunken durch die Kleinstadt und überliessen sie dann wieder sich selbst.

Der Alltag kehrte wieder ein. So gut wie nichts hatte sich geändert. Jedenfalls für diejenigen, die noch am Leben waren.

Ihr Sohn wurde stiller und in sich gekehrter. Eines Tages war er nicht mehr da.
Ein Terrorist war “geschaffen”.
 
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24.02.2005
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85
Hey Dosenfood,

die Handlung deiner Geschichte scheint zu stehen. Das ist ja schon mal was. Bisschen traurig, da diese story ja leider schon oft so ähnlich passiert ist auf dieser Welt.

anyway du musst näher ran an deine Figuren...eines Tages wurde deine Protagonistin vergewaltigt und dann heisst es im nächsten Satz "Irgendwann gingen die Unruhen zu Ende". ??

Wie wurde sie denn vergewaltigt? Von wem?

Ich weiss, es ist Arbeit. Aber du musst uns mehr erzählen über deine Protagonistin. Sonst verhungert der Leser ;) also pack mal ordentlich Futter dazu. Für mich ist das nur eine Story-Outline bis jetzt, also eine Rahmenhandlung...pack mehr Leben rein ...

Lg
N
 
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08.07.2020
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Hi Dosenfood,

mir gefällt der kleine Twist am Ende relativ gut, wie der Fokus der Geschichte plötzlich von der eigentlichen Hauptperson, auf eine andere Figur gelenkt wird, die man vorher gar nicht so auf dem Schirm hatte. Aber dennoch hätte ich mir von dem Sohn ein wenig Figurentwicklung gewünscht. Muss ja nicht viel sein. Eins, zwei Sätze im Verlauf.

Mir ist aufgefallen, dass du gerne lange Sätze machst. Dann aber auch mit mehr Kommata arbeiten, oder einfach 2 Sätze daraus machen. Aber mir persönlich sind das zu viele Unds
Da sie aber in der Apotheke arbeitete und ihre Arbeit gut verrichtete und immer freundlich und hilfsbereit war, dankten es ihr die Menschen, indem sie sie nicht fortjagten
(Oder Infos einfach weglassen. Dass sie in der Apotheke arbeitet, haben wir auch schon davor erfahren.
Sie kamen mit ihren schweren Waffen, Panzern und komischen Geräten und Fahrzeugen, welche

Insgesamt muss ich Nicolaijewitsch recht geben. Ich denke es liegt auch unter anderem daran, dass du viele Themen aufmachst, ohne sie weiter zu verfolgen. Hier kurz ein paar Beispiele:
Einen Mann würde sie hier nie haben. Das wusste sie.
Ziemlich traurig, aber warum? Wegen dem Kind? Weil die Männer in dem Dorf alle dumm sind? Man erfährt es leider nicht.

Sie hatten ihre Befehle auszuführen.
Wer? Die Verwundeten? Hatten die immer noch Befehle?

Sie sprachen eine andere Sprache. Sie alle jedoch kannten diese Sprache, denn sie wurde früher zwangsweise in der Schule gelehrt. Deshalb war es ihnen möglich, sich mit den Neuen zu verständigen.
Ok, aber was genau bringt mir diese Information im weiteren Verlauf?

Eine Kleinigkeit. Ich denke, dass ist Ansichtssache... Mir gefällt in dem Satz das "als" nicht sonderlich. "bis" oder "da" würde für mich, glaube ich, flüssiger klingen.
Es dauerte nicht lange, als andere Fahrzeuge mit anderen Emblemen auftauchten.

Dann nochmal auf Fehler checken. Korrigiert mich, falls ich Müll schreibe (bin jetzt nicht der Rechtschreibexperte), aber
Die neuen
Neuen
Das es “strategisch” war, hatten sie ihr nie mitgeteilt
Dass
Und irgendwo war noch ein Leerzeichen vor dem Komma. Das finde ich grad nicht mehr.


Also Fazit: Ich denke das Thema hat Potenzial und mir hat der Fokuswechsel von den Personen am Ende gut gefallen. Aber wie der gute Nicolaijewitsch schon gesagt hat: Nicht so sehr mit den Infos geizen. Oder Themen erst gar nicht aufmachen.

LG
Eldras
 

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