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Gefallene Engel

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12.04.2016
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Gefallene Engel

Er starb. Nicht zum ersten Mal und auch nicht so schmerzhaft wie sonst. Dafür aber zum letzten Mal, das wusste er. Seine Strafe hatte er abgesessen und nun durfte er zurück zu seines Gleichen. Er spürte wie ihn die Schwere des Lebens verließ und eine Wärme ihn umgab, nach der er sich so lange sehnte. Wie Ketten die zerbarsten, verloren die natürlichen Grenzen des menschlichen Körpers ihre Wirkung. Er löste sich von seiner erkalteten Hülle und richtete sich auf. Das Licht, von dem alle sprachen, die den Tod einmal kennenlernen durften und ihm nur knapp von der Schippe gesprungen waren, war alles andere als grell und anziehend. Eher glich es einem Sonnenaufgang oder das Leuchten einer brennenden Stadt in der Nacht. Diffus und unwirklich schien es, ohne erkennbaren Ursprung noch wirklicher Quelle. Es war einfach da.
Und das war auch gut so.
Uriels Augen waren klar und tief aber auch sehr empfindlich was Licht anging.
Er schloss seine Augen und konzentrierte sich auf das wohlige Kribbeln in seinem Rücken. Die Federn seiner Flügel kitzelten sacht und bescherten ihm eine elektrisierende Gänsehaut, die sich langsam ausbreitete. Es klang wie alte Knöchel die Treppenstufen überwanden als er seine riesigen Schwingen streckte. Ein leises Rascheln untermalte das beinahe schon leuchtende, weiß seiner Federn. Mit einem Blick der Vorfreude, sah er hinauf.
Und erschrak.
Anstelle der leuchtenden Stadt aus Licht und Liebe, zeigten sich glühende Wolken und ein Feuer, das den gesamten Himmel umgab. Dunkle, fliegende Wesen flogen kreischend wild durcheinander und gewaltige, felsige Formationen brachen hier und da durch die Flüsse aus zähfließender Glut.
Nein, der Himmel sah anders aus. Hier hätte er niemals herkommen dürfen.
Etwas, das an Panik grenzte breitete sich in seiner Brust aus. Er faltete seine Flügel zu einem hellen, dünnen Strich zusammen und bewegte sich Schutz suchend vorwärts.
Eigentlich war es unmöglich. Ein Engel kann die Pforten der Hölle nicht durchschreiten, genauso wenig, wie die Kreaturen aus der Hölle in den Himmel gelangen konnten. Der einzige Ort, an dem sie aufeinandertreffen konnten, war die Erde. Und dort lebte man sterblich. In einer Hülle aus Fleisch und Blut. Nur eines unterschied sie von den Menschen. Sie konnte die wahre Gestalt ihres Gegenüber erkennen. Trafen ein Engel und ein Dämon in der Welt der Menschen aufeinander, entstand augenblicklich ein Gefecht auf einer Ebene in der Zeit und Raum nicht existierten. Einer der Beiden starb immer. Der menschliche Körper würde scheinbar grundlos in sich zusammensacken aber die Seele würde im Fegefeuer brennen. In der Welt der Menschen vergingen hierbei nur Bruchteile von Sekunden aber an dem Ort, an dem sich die beiden Kreaturen trafen, konnte das Gefecht mehrere Tage dauern.
Uriel kannte sich nur bestens damit aus. Als Engel des „Gottesfeuer“, schickte er schon unzählige Menschen dorthin. Auch in dem vergangen Leben auf der Erde hatte er viele Kämpfe ausgefochten. Er war gewiss kein Krieger, auch wenn man ihn dafür halten mochte. Er war die Exekutive Gottes. Der Juror und der Schafrichter zugleich.
Seine Handlungen stießen oft an die Grenze von „Gottes Wille“ und das ein oder andere Mal auch darüber hinaus. Uriel war nicht dazu auserkoren selbst zu richten. Das stand nur Gott zu. Dennoch war die Verlockung oft viel zu groß und so hatte er nicht wenige zu dem ewigen Feuer der Hölle gestraft. Oft hatte er dafür seine Flügel gegen eine Menschliche Hülle aus Schweiß und Schmutz eintauschen müssen. Dort waren es lediglich die Dämonen die er gejagt hatte, und nicht die Menschen mit üblen Seelen. Sicherlich waren es nie die Falschen die er richtete dennoch gehörten alle Menschen zu dem großen Plan den Gott verwirklichte.
Nach jeder Strafe die Uriel in der Welt der Sterblichen abgesessen hatte, kehrte er mit Triumph zurück an die Seite seines Herren.
Nur dieses Mal nicht.
Uriel schritt einen langen Pfad zwischen zwei Lavaströmen entlang, an dessen Ende eine Felsformation in den glühenden Himmel ragte und zwischen Wolken aus Feuer verschwand.
„Wenn das die Hölle war“, so dachte Uriel, „dann könnten die Berge der einzige Weg hier heraus sein.“
Fliegen, schien ihm im Moment so ziemlich die schlechteste Idee zu sein. Würde man ihn hier entdecken, so würden vermutlich ausnahmslos alle Dämonen und ähnlich düstere Wesen über ihn herfallen. Die Aussicht, die Ewigkeit in Pein zu verbringen, gefiel ihm gar nicht.
Als er die Felsen erreichte bemerkte er in einem schmalen Spalt, der gerade genug Platz für ein Kind gegeben hätte, einen kühlen und angenehmen Lufthauch. Er blieb stehen und atmete tief durch denn die Temperaturen waren unerträglich heiß geworden.
„Uriel“ flüsterte es aus jenem Spalt. Der große Engel bückte sich und steckte den Kopf hindurch.
„Amora!“ rief Uriel überrascht.
„Was machst du hier in der Hölle? Von allen bist du die letzte die hierher finden sollte!“ Amora sah Uriel verwirrt an und schluckte.
„Hölle? Das hier ist nicht die Hölle, lieber Uriel. Obwohl es den Anschein hat, als breitete sie sich aus. Das ist Belials Werk! Er will seinem Herrscher den Himmel zum Geschenk machen und hofft damit in seiner Gunst zu steigen. Lutzifer und er treiben diese Machtspielchen schon seit geraumer Zeit aber soweit ist es noch nie gekommen. Belial hat die vier Reiter entfesselt! Sie nehmen sich das Paradies!“ Amora trat aus dem schmalen Spalt in den Felsen und sah über das Feld aus Stein und Asche.
„Nun, das was davon noch übrig geblieben ist fürchte ich.“ fügte sie traurig hinzu, kurz bevor ihre Stimme versagte und eine Träne funkelnd wie ein Diamant ihre Wange hinab lief. Der Schein dieser einen Träne war voller Licht und leuchtete so stark, dass die Ebene vor den beiden für einen Moment hell erleuchtet wurde . In diesem kurzen Moment konnte man die einstige Herrlichkeit des Paradieses erkennen, dass die Landschaft noch vor einem Menschenleben dargeboten hatte.
Uriel stockte der Atem. Er wollte nicht glauben was er da hörte. Just in dem Moment als er Amora anfahren wollte erklang ein gleißender Schrei der sein Trommelfell schier zum Platzen brachte.
„Ein Guhl!“ Zischte Uriel und stieß Amora zurück in den Felsspalt um sich schützend vor sie zu stellen. Guhls waren Licht fressende Dämonen die von allem Licht angezogen wurden wie Motten in der Welt der Menschen. Anders als die Motten, fraßen die Guhls alles was sich bewegte und einen Funken des göttlichen Lichts in sich trug. Groß, hässlich und schwarz mit riesigen Schwingen die den Fledermausflügeln ähnelten kreisten sie durch die Finsternis.
Der Schrei erklang zum zweiten Mal nur sehr viel schriller und lauter. Er hatte Uriel entdeckt. Seine glühenden Augen waren schmal und zogen einen Streifen aus Feuer hinter sich her als er in einem gewaltigen Sturzflug die Flügel anlegte und auf Uriel zuraste. Der Engel stand bewegungslos vor der Steinwand und spannte alle Muskeln und Sehnen an, bereit den Angriff zu parieren. Ein tiefes knurren, wie das eines Tieres entsprang Uriels Kehle und den Bruchteil eines Lidschlages, kurz bevor der Guhl auf den Engel traf, sprang Uriel mit der Kraft einer Gewehrkugel in die Höhe und lies den Dämon mit dem Kopf voran gegen den Felsen krachen. Der ganze Berg zitterte unter der Wucht des Aufpralls und Uriel landete zielsicher auf dem Rücken des Guhls, noch bevor dieser sich wieder aufrichten konnte. Er legte ihm die Hand auf den Hinterkopf und flüsterte die Worte Gottes, die den Dämonen zu Staub zerfallen ließen.
Schnell schmiegte sich Uriel wieder an die Wand und sah sich nach weiteren Angreifern um. Sie hatten Glück. Offenbar war dieser Guhl der Einzige der das Licht von Amoras Träne wahrgenommen hatte und auch sonst wurde kein Wesen von dem Schrei und dem Aufprall alarmiert.
Uriel bückte sich und sah in die Nische zu Amora die dort Schutz suchend kauerte.
„Wo ist Gott?“ fragte er zornig. Amora zuckte zusammen und ein Ausdruck von grenzenloser Furcht huschte über ihr Gesicht. Sie wusste es nicht.
Wenn Uriel, der Engel der Gottes Zorn unter den Sündern verteilt selbst zornig wurde, bekam man eine Vorstellung davon, wie erbarmungslos Gott tatsächlich sein konnte. Amora war der Engel der göttlichen Liebe. Sie war das Licht das in jedem Lebewesen steckte, das Gott erschuf. Sie stand für alles, was die Hölle verabscheute. Wenn die Streitkräfte des Himmels versagt hatten, war sie alles was zwischen Satanel und dem Schöpfer stand. Wenn sie starb, war alles verloren. Dann hätte der Fürst seinen lang ersehnten Sieg eingefahren und wäre Herr allen Lebens.
Uriel dachte angestrengt nach. Er musste um jeden Preis verhindern, dass sie gefunden wurde. Hier konnte sie nicht bleiben. Es gab nur einen Weg und dieser war sehr gefährlich für den zierlichen Engel.
„Du musste in die Welt der Menschen, Amora!“ Sagte Uriel mit fester aber gedämpfter Stimme.
„Das hier konnte alles nur passieren weil die Menschen sich von allem Übel verführen ließen. Es ist finster geworden in den Herzen der Menschen, dadurch konnte die Hölle an Macht gewinnen. Gott hat diesen Tag vorhergesagt.
Amora sah ihn erneut erschrocken an. Sie kroch aus der Nische und sah in den brennenden Himmel und dann über die karge Landschaft zu ihren Füßen.
„Wie ist es wenn man fällt?“ fragte sie ruhig.
Uriel zuckte mit den Schultern ehe er antwortete.
„Erst ist es ganz kalt und dann plötzlich wird es warm und weich. Das Licht schmerzt in den Augen, aber man gewöhnt sich daran.“
Amora stand vor dem großen Engel. Ihre Flügel waren zierlich und klein aber von einer immensen Leuchtkraft, dass selbst in zusammen gefaltetem Zustand die beiden dünnen Linien auf ihrem Rücken leuchteten. Amora war so alt wie die Zeit selbst aber ihre kindliche Gestalt erweckte den Eindruck sie sei nicht älter als ein elf jähriges Mädchen. Sie schlang die Arme um die Taille Uriels und drückte ihren Kopf gegen seine Brust als lauschte sie seinem Herzen.
Uriel strich ihr über das Haar und drückte sie an sich.
„In der Welt der Menschen gibt es noch Licht und Liebe.“ tröstete er sie.
„Du musst dafür sorgen dass das auch so bleibt! Wenn der Himmel stirbt, stirbt auch der letzte göttliche Funke! Die Qualen, die die Menschen durchleben müssten wären unbeschreiblich. Es liegt an uns sie zu beschützen!“ fügte er bestimmt hinzu.
„Wie soll ich das machen? Dort gibt es auch das Böse und ich bin kein Krieger wie du einer bist!“ flüsterte sie.
„Du wirst deinen Weg dort finden und du wirst wissen was zu tun ist, kleine Schwester!“ antwortete er leise.
„Was ist mit dir? Was hast du jetzt vor?“ fragte Amora vorsichtig. Sie ahnte die Antwort noch bevor er sie ihr gab.
„Ich werde unseren Vater und unsere Brüder suchen. Es wird zu einer Schlacht kommen, die wir nur mit der Hilfe der Menschen gewinnen können. Wenn die Liebe in der Welt herrscht, wächst unsere Kraft. Dann können wir Belials und seine Brut schlagen und das Licht zurückgewinnen!“ knurrte Uriel und schlug mit der rechten Faust in die linke Handfläche.
„Es scheint als wärst du unsere einzige Chance und die letzte Hoffnung. Du musst die Liebe und das Licht Gottes in die Herzen der Menschen zurückbringen!“
„Dann ist das die Apokalypse!“ schlussfolgerte Amora.
„Nur wenn wir scheitern.“ widersprach Uriel, schloss seine Augen, flüsterte die Worte Gottes und gab dem kindlichen Engel einen Stoß, der sie in der Abgrund stürzen ließ. Erst war es kalt, dann wurde es warm und als Amora ihre Augen öffnete, spürte sie einen grellen Stich hinter ihrer Stirn. Sie blinzelte und sah in die Augen einer glücklichen jungen Frau. Sie wirkte erschöpft doch die Freudentränen die in ihre Augen traten zeugte von Liebe und Geborgenheit.

 

Hallo Link,

und ein herzliches Willkommen von mir!

Zum Text:

Er starb. Nicht zum ersten Mal und auch nicht so schmerzhaft wie sonst.
Mir gefällt der Einstieg. Das weckt gleich mal Interesse, was an ihm anders ist.

Dafür aber zum letzten Mal, das wusste er. Seine Strafe hatte er abgesessen und nun durfte er zurück zu seines Gleichen.
Das fand ich etwas unglücklich. Für mich kommt im Text nicht raus, warum das für ihn eine Strafe ist. Ich hatte es so verstanden, dass es sein Job ist.
Und irgendwie nimmst Du mit der Gewissheit, dass es das letzte Mal ist, etwas Spannung raus - mein empfinden.
Er löste sich von seiner erkalteten Hülle und richtete sich auf.
Ich habe Dein Konzept nicht ganz verstanden - vielleicht aber auch, weil ich da andere Konzepte im Kopf habe ;) (Habe ich auch eine Geschichte mit einem Engel hier gebpostet: ein kleiner Auftrag )
Ein paar Fragen:
Wieso muss er als Mensch auf die Erde. Wäre er als Engel (unsichtbar) auf der Erde nicht viel Effektiver?
Dass er als Engel fallen kann, und so Mensch wird - ok, das verstehe ich (Wim Wenders lässt grüßen :))
Seine Handlungen stießen oft an die Grenze von „Gottes Wille“
Wieso ist "Gottes Wille" in Anführungszeichen? Im Kontext des Textes ist das doch "völlig normal".

Bitte lies nochmal Korrektur. Es fehlen ganz viele Kommas. Da ich aber mit der Rechtschreibung oft selber so meine Probleme habe, mache ich kein Korrekturlesen - aber mir ist es bei Deinem Text extrem aufgefallen.
Der lustigste Fehler Deines Textes:

Der Juror und der Schafrichter zugleich.
"Määhhh" (macht mein Sohn jedenfalls gerade, wenn er Schafe sieht) :D
Soweit aus der Kategorie: Manchmal sind schreibfehler witzig.

Insgesamt wirkt das ja wie ein Anfang von einer längeren Geschichte. Und irgendwie schafft der Text den Spagat nicht: Als Kurzgeschichte empfinde ich das Ende zu schwach. Als Einstieg ist etwas längeres ist der Text nicht rund genug - ich weiß nicht, ob ich genug Spannung in mir habe, um weiterlesen zu wollen.
^^ich kann es gerade nicht besser ausdrücken. vielleicht verstehst Du trotzdem, was ich meine.

Ich hoffe Du kannst mit meinen Anmerkungen etwas anfangen.

Gruss
pantoholli

 

Hallo.

Gleich zum Text:

Wie Ketten die zerbarsten, verloren die natürlichen Grenzen des menschlichen Körpers ihre Wirkung.

Was bedeutet das? Ich verstehe leider nicht was damit gemeint ist.

einem Sonnenaufgang oder das Leuchten

Du meintes dem Leuchten, oder?

felsige Formationen brachen hier und da durch die Flüsse aus zähfließender Glut.

Er sieht die Flüsse, durch die Wolken hindurch?

Etwas, das an Panik grenzte breitete sich in seiner Brust aus.

Dieser Satz ist ein Beispiel für mehrere Sätze, die noch nicht klar ausdrücken was passiert. In meinen Augen zu schwammig.

bewegte sich Schutz suchend vorwärts.

Lief er, robbte er, oder schlich? Auch so ein Satz... Mach dem Leser klar, was Du meinst.

Trafen ein Engel und ein Dämon in der Welt der Menschen aufeinander, entstand augenblicklich ein Gefecht auf einer Ebene in der Zeit und Raum nicht existierten. Einer der Beiden starb immer. Der menschliche Körper würde scheinbar grundlos in sich zusammensacken aber die Seele würde im Fegefeuer brennen.

Die Seelen der Kreaturen aus der Hölle, würden ebenso wie die Engel im Fegefeuer brennen? Erscheint mir unlogisch, oder ich habe es noch nicht verstanden.

just in dem Moment als er Amora anfahren wollte

Warum sollte er das tun wollen?

spannte alle Muskeln und Sehnen an

Kann man Sehnen bewußt anspannen? Macht für mich keinen Sinn.

sprang Uriel mit der Kraft einer Gewehrkugel in die Höhe

Gewehrkugeln sind bestenfalls schnell, aber als kräftig würde ich sie nicht bezeichnen.

Im folgenden Text geht es so weiter, alles herauszupicken wäre müßig. Ich habe ein paar Beispiele herausgepickt, ich denke es wird klar in welche Richtung meine Kritik ziehlt. Für mich sind da auch noch zu viele Rechtschreibfehler drin und vieles erscheint mir nicht richtig durchdacht. Dazu sind viele Sätze für mich unlogisch.

Die Geschichte als solches, hat meiner Meinung nach Potenzial. Klopf sie auf Ungereimtheiten ab, nimm Dir die Rechtschreibfehler vor und versuche an der Sprache zu arbeiten. Show, don´t tell! Klingt leichter als es ist, ich weiß. Aber meiner Meinung nach, einer der größten Baustellen bei dem Text.

Ich hoffe Du kannst etwas damit anfangen und das es nicht zu entmutigend wirkt.


LG
N.

 

Hi,
ich gebe zu, ich musste eben nach Wim Wenders googeln. ^^

Das mit den kommas ist tatsächlich eine riesen Schwäche von mir. Ich setze sie immer dann wenn ich luft holen würde...
...ich arbeite daran!
In meiner Idee, ist es für die Engel eher eine Strafe das Leben eines Menschen leben zu müssen. Der Engel hatte sich zuviel herausgenommen und den Bogen überspannt. Ich werde aber sofort Deinen Text lesen! ;-)
Die Anführungszeichen hatte ich aus reinem Gefühl gesetzt. Aber gut... Falschen Gefühl eben. ^^

Zum Ende...
ich liebe ein offenes Ende. Es stimmt, es lässt eine weiter Geschichte bzw viel weiteren Text zu. Ich verstehe Dein Argument. Ich feiel noch an mir. Vielleicht wird es ja noch.
Trotzdem Danke für die ehrliche Kritik!

 

Hey Link,

mir hat die Geschichte gefallen, auch wenn das Ende etwas sehr offen war für meinen Geschmack. Die Grundidee, dass Engel zu Menschen werden, wenn sie auf die Erde gehen, und wieder zu Engeln werden, wenn sie sterben, finde ich nicht besonders verlockend. Ich hätte die Engel als eben eine eigene Entität abgebildet, als ein Zauberwesen, das nur für den Aufenthalt auf der Erde eine fleischliche Hülle braucht, das aber nicht unbedingt erst sterben muss, um diese Hülle wieder verlassen zu können.

Was mir sehr gefehlt hat war die Begründung, warum der Himmel auf einmal gefallen ist. Das beleuchtest du kaum, sagst nur was von "Ränkespielen". Wie konnten Dämonen den Himmel erobern, wenn ein Engel einen Dämon mit nur einigen Worten töten kann? Diese Frage erschließt sich aus deiner Geschichte nicht. Der einzige Hinweis, den du lieferst, ist, dass die Engel nicht wissen, wo Gott ist. Aber ob es die Ursache oder eine Folge der militärischen Niederlage des Himmels ist, bleibt unklar. Ich hätte mir so eine Begründung in der Geschichte sehr gewünscht.

Das Ende finde ich verwirrend: um Amora vor den Dämonen zu retten, schickt Uriel sie alleine auf die Erde, wo sie als Mensch geboren wird (wenn ich das korrekt verstanden habe :-)). Aber wird sie nicht dadurch erst Recht verwundbar? Und wenn sie als Kind an irgendwas stirbt, z.B. einem Dämon, der sie jagt, taucht sie irgendwo im Himmel auf und ist wieder allein. Der Plan erscheint mir schon nicht mehr riskant, sondern eher wahnwitzig. Wäre es nicht sinnvoller, wenn Uriel sie bei sich behält und beschützt und im Zweifelsfall mit ihr auf die Erde geht? Dann bekommt die junge Frau am Ende halt Zwillinge und fertig. Dieser Punkt war mir etwas unklar nach dem Lesen.

Und zum Ende etwas lustiges :-D
Zitat: "Anstelle der leuchtenden Stadt aus Licht..." (Kapitän Offensichtlich hat wohl wieder zugeschlagen)

Gruß
Pantoffelheld

 

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