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Der kleine blaue Frosch mit nur einem Bein

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03.07.2015
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Der kleine blaue Frosch mit nur einem Bein

Vor nicht so langer Zeit, in einem kleinen Teich mitten in einem kleinen Dorf, kam eine kleine Kaulquappe zur Welt. Um sich herrum hatte sie noch ganz viele andere Geschwister und schwamm mit denen ständig um die Wette. Doch Tag für Tag wurden es immer weniger, denn die kleinen Kaulquappen waren ständig von jeglichen Gefahren ausgesetzt. Sei es von gefressigen Fischen, Vögeln oder Insekten. So kam es dazu, dass am Ende nur noch diese eine kleine Kaulquappe übrig geblieben ist. Sie hatte Glück im Unglück,
auch sie wäre beinahe ein Leckerbissen für ein Vogel gewesen. Dieser große Vogel packte sie am Schwanz, doch wie das Schicksal manchmal so spielt, kam ein anderer Vogel dazu und wollte sich die kleine Kaulquappe auch schnappen. Beide Vögel waren so mit ihrem Kampf beschäftigt, dass die kleine Kaulquappe, auch wenn nun ein kleiner Teil ihrer Schwanzflosse fehlte, wieder ins Wasser fiel und wegschwimmen konnte. Unter dutzenden grünen Algen versteckte sie sich und erholte sich erstmal von diesem Schicksal.
Die Zeit verging....Frühling...Sommer...Herbst...Winter.
Aus der kleinen Kaulquappe mit der halben Schwanzflosse wurde ein kleiner blauer Frosch mit nur einem Bein. Doch wenn das schon nicht genug schlimm für ihn gewesen war, musste der kleine blaue Frosch sich ständig mit anderen Einflüssen und Umständen durchschlagen. Er wurde von anderen Fröschen nicht als Frosch akzeptiert, konnte nicht so geschmeidig und schnell, geschweige denn überhaupt hüpfen, sondern eher nur humpeln. Der kleine Frosch hatte es nicht leicht...war jeden Tag sehr sehr traurig und zweifelte so langsam an sein Glück, welches er damals als kleine Kaulquappe bekommen hatte. Er verlor seine Selbsthaltung und beschloss in seiner Trauer sich auf einen kalten, grauen Stein, welcher über dem Wasserspiegel rausragte, sich hinzusetzen, in der Hoffnung, dass demnächst ein Vogel kommt und ihn mitnimmt.
Plötzlich ragte aus dem Wasser ein kleiner Goldfisch empor und fragte den kleinen Frosch, was er da täte?! Der Frosch erzählte dem Goldfisch seine ganze Geschichte und dass er einfach die Lust am Leben verloren hat. Der kleine Goldfisch hörte ihm geduldig zu und hatte am Ende sehr viel Mitleid. Da sprach der Goldfisch zu dem Frosch: „Weisst du eigentlich was für ein Glück du gerade hast?“ Der Frosch fragte sich natürlich, was der Goldfisch ihm damit nur sagen wollte. Der Fisch sprach weiter: „Ich bin ein Goldfisch! Weisst du, dass wir Goldfische eine besondere Gabe besitzen! Wir können einen Wunsch erfüllen, deshalb sind wir ja aus Gold! Ich kann dir nicht mehr das zurück geben, was du ein mal gehabt hättest, aber ich kann dir was ganz Neues schenken. Aber dein Wunsch muss gut bedacht sein, denn ich kann dir nur Einen erfüllen. Denn nach dem du deinen Wunsch ausgesprochen hast, verliere ich meine goldenen Schuppen und werde zu einem ganz einfachen Fisch.“ Der kleine Frosch war sich nicht sicher ob er dem Goldfisch das glauben sollte, doch was hatte er denn schon zu verlieren.
Er überlegte nicht lang und sagte: „Lieber kleiner Goldfisch wenn du mir nicht mehr ein zweites Bein schenken kannst, dann wünsche ich mir zwei große Schwimmflügel, damit ich anstatt hüpfen zumindest richtig schnell und geschmeidig über das Wasser schwimmen kann!.“ Der Goldfisch machte große Augen und sagte zu dem Frosch: „Eine sehr weise und kluge Entscheidung.“ Er sprang aus dem Wasser in die Luft, drehte sich um sich selbst herum, so dass die goldenen Schuppen sich von ihm lösten und auf den kleinen Frosch fielen. Ein paar Sekunden später besaß der kleine Frosch tatsächlich zwei hervorragende Schwimmflügel und der Goldfisch verwandelte sich zu einem ganz einfachen Fisch. Der kleine Frosch sprang wieder ins Wasser, bedankte sich herzzereißend bei dem kleinen Fisch und schwomm mit neuer Lebensfreude und mit voller Pracht auf der Oberfläche des Wassers davon.

 
Zuletzt bearbeitet:

Liebe Natalia,

willkommen bei den Wortkriegern. Du erzählst ein kleines Märchen und wählst auch sehr schön die Form und die Sprache eines Märchens. Auch der Ablauf entspricht vielen Märchen, die wir kennen. Ich mag dein kleines Märchen, wie auch deine Sprache mir in weiten Teilen gefällt.

Inhaltlich hätte ich mir gewünscht, dass du aus den „Schwimmflügeln“ mehr gemacht hättest. Denn der Frosch hat ja nun nicht nur eine Fähigkeit mehr als vorher, er könnte, wenn ich das richtig sehe, sogar fliegen. Das hätte deinem Märchen noch eine ganz besondere Wendung beschert.

Nun aber zur Form. Ich habe deinen Text in mein Word kopiert - und siehe da, es zeigte mir sofort einige Fehler. Ich liste sie mal auf:
herrum, gefressigen, weisst, herzzereißend, schwomm usw. Das hätte doch auch dir auffallen können. Schau selber einmal nach, was hier falsch ist.

Daneben gibt es noch eine Reihe kleiner Schwachstellen:

Doch Tag für Tag wurden es immer weniger, denn die kleinen Kaulquappen waren ständig von jeglichen (vielen/vielerlei) Gefahren ausgesetzt.
So kam es dazu, dass am Ende nur noch diese eine kleine Kaulquappe übrig geblieben ist (blieb).
Du schreibst ja vorher auch alles im Präteritum, der richtigen Form des Märchens.

… auch sie wäre beinahe ein Leckerbissen für ein (einen) Vogel gewesen.

Doch wenn das schon nicht genug schlimm für ihn gewesen war, musste der kleine blaue Frosch sich ständig mit anderen Einflüssen und Umständen durchschlagen.
Hier stimmt leider der ganze Satz nicht. Besonders das Verb „durchschlagen“ passt nicht zu Einflüssen und Umständen. Versuche den Satz neu zu formulieren. Doch als wäre das nicht schon …

... und zweifelte so langsam an sein (seinem) Glück, welches er damals als kleine Kaulquappe bekommen hatte.
Hier solltest du noch einmal überlegen, was du ausdrücken möchtest. So ist es unklar. Woran zweifelte der Frosch?

Er verlor seine Selbsthaltung und beschloss in seiner Trauer sich auf einen kalten (,) grauen Stein, welcher über dem Wasserspiegel rausragte (herausragte), sich hinzusetzen (zu setzen), in der Hoffnung, dass demnächst ein Vogel kommt und ihn mitnimmt.
Hier gefiele mir die Konjunktivform (komme/mitnehme) besser. Oder auch: … kommen und … mitnehmen würde.
Was verlor er? Seine Selbstachtung? Sein Selbstvertrauen?

Der Frosch erzählte dem Goldfisch seine ganze Geschichte und dass er einfach die Lust am Leben verloren hat (habe).

Ich kann dir nicht mehr das zurück geben (zurückgeben), was du ein mal (einmal) gehabt hättest (hast)
Aber dein Wunsch muss gut bedacht sein, denn ich kann dir nur Einen (einen) erfüllen.
Denn nach dem (nachdem) du deinen Wunsch ausgesprochen hast, ...
Der kleine Frosch war sich nicht sicher Komma ob er dem Goldfisch …
„Lieber kleiner Goldfisch Komma wenn du mir nicht mehr ein zweites Bein schenken kannst, dann wünsche ich mir zwei große Schwimmflügel, damit ich anstatt (zu) hüpfen zumindest richtig schnell und geschmeidig über das Wasser schwimmen kann!“

Achte auch auf die Füllwörter (aber, denn usw.), die sich manchmal sogar in einem Satz wiederholen.

Das zu deinem kleinen Märchen. Wie schon gesagt, hättest du am Schluss etwas mehr daraus machen können. Aber das ist nur meine Meinung. Insgesamt hat es mir gefallen.

Liebe Grüße
barnhelm

 

Vielen lieben Dank für die Verbesserungsvorschläge und die hilfreiche Kritik barnhelm! Ich werde mein kleines Märchen definitiv ausbessern. Einige Fehler sehe ich jetzt auch und frage mich selbst, wie ich Diese übersehen konnte. Andere wären mir nicht aufgefallen, wo du mir jetzt schon sehr geholfen hast. Ich bleibe am Ball und freu mich, dass Dir mein Märchen gefällt.

Liebe Grüße zurück
Natalia

 

Hallo Natalia Simonsen,

und herzlich Willkommen bei uns Wortkriegern :).

Schade das Du nur sagst:

Ich werde mein kleines Märchen definitiv ausbessern.
und es nicht tust, denn ich bin beim Lesen über all die Dinge gestolpert, die barnhelm schon so fleißig aufgetippt hat. Es wäre für mich und all die anderen Leser ein größeres Lesevergnügen, wenn die Sachen aus der Welt wären. Mach mal ;). Unten am Geschichtenfeld gibt es einen Button "bearbeiten". Da drauf drücken und Du kannst herrlich korrigieren.

Ab von den sprachlichen Dingen habe ich eine weitere Anmerkung. Deinem Frosch erfährt ein Unrecht und dann kommt der Goldfisch vorbei und macht alles wieder gut. Das ist zwar alles schön und gut und nett, aber (tut mir leid) auch unspannend. Schau dir mal die Märchen an, bevor es zum happy end kommt (sofern überhaupt eines kommt). Bei Dornröschen: 100 Jahre muss sie schlafen und der Prinz durch die Dornenhecke; Rotkäppchen wird gefressen, Hensel und Grethel erleben eine schlimme Zeit bei der Hexe, Schneewittchen überlebt drei Mordanschläge. Bei Frau Holle müssen die Mädels hart arbeiten und so weiter und so weiter.
Okay. Deiner Kaulquappe wird beim Vogelfraß ein späteres Bein weggenommen - aber das ist nur ein Satz. Ein Satz ist bisschen Mau um als Höhepunkt und Hauptteil zu dienen. Und dann muss er nichts weiter tun, um seinen Wunsch erfüllt zu bekommen. Ich finde, der Goldfisch sollte golden bleiben, dafür muss der Frosch aber irgendein Abenteuer erleben und bestehen. Davon lebt die Spannung in den Märchen ;).
Aber Märchen sind auch gar nicht so leicht. Sie hören sich nur so leicht an. Und üben und dran arbeiten und gucken, wie es besser wird ... eine schöne Ausgangssituation hast Du ja. Wäre schade drum, würdest Du da echt nichts mehr dran feilen.

In diesem Sinne,
beste Grüße Fliege

PS: Ich nehme mal den Philosophietag raus, ich sehe hier keine Philosophie.

 

Hallo Natalia Simonsen,

Deine Märchenidee finde ich toll, ein Frosch mit einem Bein und ein Goldfisch, der einen Wunsch erfüllen kann, aber nur etwas Neues, und dann seine Goldschuppen verliert. Wirklich schade, dass die Geschichte noch nicht überarbeitet ist.

Was mir noch aufgefallen ist:

  • Du verwendest sehr oft "klein". Braucht z.B. die winzige Kaulquappe dieses Adjektiv wirklich?
  • Der Frosch ist ohne Bedeutung blau? Weglassen?

Hau in die Tasten,
oheim

 

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