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Walhall - Björn

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18.09.2023
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Anmerkungen zum Text

Björn war ein grosser Krieger.

Walhall - Björn

Björn, der Krieger, lag dort in einer Blutlache, die nun das einst so grüne Gras durchtränkte, in dem er als Kind so oft gespielt hatte.
Er war ja nicht allein. Hunderte blutige und verstümmelte Körper waren seine düstere Gesellschaft.
Björn hatte seine letzte Schlacht geschlagen, für die Freiheit oder für Walhalla! Dies war sein Ruf, um alle zum Kampf zu ermutigen.
Jetzt lag er im Sterben, ein Speer ragte aus seinem Bauch, begleitet von mehreren Pfeilen. So war er sterbend zurückgelassen worden.

Etwas entfernt, aus seinem Dorf hörte Björn die Siegesgesänge seines Stammes und er war glücklich, denn er würde für ihre Freiheit sterben und für ihn würde Walhalla sein Tor öffnen.

Da sah er die Geister seiner Eltern, die ihn anlächelten, doch so sehr er sich auch anstrengte, er konnte ihnen das Lächeln nicht zurückgeben.

Das Erscheinen seiner Frau Gunhilde löste die Halluzination auf.

Sie fiel neben ihm auf die Knie, ihre Wangen waren mit Tränen genässt, sie nahm ihn in die Arme und drückte ihn so stark sie konnte an sich, trotz des Speers und der vielen Pfeile, die aus seinem Körper hinausragten.
Er spürte, wie ihm die Tränen über die Wangen liefen, und sagte mit blutüberflossenem Gesicht schwach zu ihr:
„Es ist ein guter Tag zum Sterben, meine Liebe.“

Er versuchte vergeblich, sie anzulächeln. Er tastete nach dem Schwert, das einst seinem Vater gehörte, seinem Passierschein für Walhall. Gunhilde half ihm dabei und gemeinsam drückten sie das Schwert fest an ihn. Die Kälte drang immer tiefer in ihn ein, das Ende war nahe, der Tod rauschte seinen eisigen Atem über sein Gesicht und seinen Körper, da sah er seine kleine Tochter weinend und versteinert beim Anblick ihres sterbenden Vaters.
Schwerfällig konnte Björn nur einen Satz flüstern:
„Ich liebe euch beide so sehr!“

Sein Kopf fiel zur Seite, als die Schwärze und das Nichts ihn für immer einhüllten, sein lebloser Körper ruhte in den Armen seiner Frau, die vor Kummer zitterte.
Der Tod war pünktlich zu seinem Termin erschienen.
Walhalla hingegen sah er nie.

 

Hi Guido,

habe ein paar Verbesserungsvorschläge:

1.

die hunderte blutigen und verstümmelten Körper waren eine sehr düstere Gesellschaft.

Irgendetwas stört hier. Ich würde den komplett umformulieren:

In etwa:

Er war ja nicht allein. Hunderte blutige und verstümmelte Körper waren seine düstere Gesellschaft.

2.

So war er Sterbend zurückgelassen worden.

"Sterbend" ist hier ein Adjektiv, daher klein schreiben.

3.

Walhall

Heißt doch Wallhalla.

Atmosphärisch wirkte der Text ziemlich düster auf mich. Ich habe nur eine Frage. Wenn Björn auf einem Schlachtfeld steht: Wie kommen dann plötzlich Frau und Kind so schnell dort hin? Vielleicht fehlt noch eine Überleitung dorthin. Irgendetwas irritiert mich noch daran.

Viele Grüße

 

Hallo @Guido Bindels

Björn, der Krieger, lag dort in einer Blutlache, die nun das einst so grüne Gras durchtränkte, in dem er als Kind so oft gespielt hatte.
Klingt am Anfang etwas umständlich, der erste Satz. Aber ansich finde ich, dass er als Einstieg doch gut funktioniert.
Er war nicht allein, nun ja, die hunderte blutigen und verstümmelten Körper waren eine sehr düstere Gesellschaft.
Das "nun ja" mag ich persönlich nicht, da mich der Autor als Leser sozusagen direkt anspricht, und mich damit aus dem Geschehen rausholt - für mich entsteht dadurch ein Abstand zur Geschichte, den ich schade finde.
Jetzt lag er im Sterben, ein Speer ragte aus seinem Bauch, begleitet von einer Vielzahl von Pfeilen.
Ich finde die "Vielzahl" übertrieben. Würden ein paar Pfeile nicht reichen? Dann würde ich dem Text mehr abkaufen, dass er da so vor sich hin stirbt.
... und er war glücklich, denn er würde für ihre Freiheit sterben und für ihn würde Walhall sein Tor öffnen.
Das passt für mich nicht! Sein Schlachtruf war ja "für die Freiheit oder für Walhall" und jetzt wird aus dem "oder" ein "und"? (ja, ich bin Informatiker - mit Logischen-Operator-Fehlern hab ich so meine Probleme :D)
Mit letzter Kraft tastete er nach dem Schwert, das einst seinem Vater gehörte, seinem Passierschein für Walhall.
Wir merken uns: "mit letzer Kraft".
Mit letzter Kraft konnte Björn nur einen schwachen Satz flüstern:
„Ich liebe euch beide so sehr!“
Und nochmal "mit letzter Kraft". Wie viele "letzte Kräfte" hat er denn ;)
Dazu kommt aber, dass ich den Satz "Ich liebe euch beide so sehr!" gar nicht so schwach finde. Das ist doch nen starker Satz. Du meinst mit "schwach" aber etwas anderes - dann solltest Du das anders schreiben.
Walhall hingegen kam nie an.
Wer geht denn wohin. Ich dachte wenn man stirbt geht der Krieger nach Walhall. Jetzt soll das Walhall zu ihm ankommen. Kein Wunder, dass das nicht kommt ;)
Lieber Leser, danke, wenn du bis ans Ende gelesen hast, glaubst du an Walhall?
Das "wenn" reißt einen noch mehr raus, als die dierekte Ansprache an den Leser. Soll ich erst ans Ende lesen, bevor ich die Frage beantworte? Denn wenn ich das "wenn" lese, habe ich ja wenigstens bis hierhin schonmal gelesen, d.h. dieses "wenn" ist überflüssig.
Ich würde es gerne, auch wenn ich hier schreibe, dass es Walhall für Björn nicht geben wird.
Uff. Du eröffnest hier im Nebensatz eine "Diskussion" über ein Thema, worüber die Menschheit seit ... seit - eigentlich seit immer - rumphiliosophiert.
Ich finde, das passt nicht zum Text. Klar vermute ich, dass Björn ausgedacht ist, aber das am Ende des Textes nochmal so zu lesen, wirkt verhöhnend dem Leser gegenüber.

Vorschlag: Mach doch einen Text, wo Deine Protagonisten die Argumente dafür und dagegen bewerten/diskutieren ... . Also einen Text der tiefergehend die Thematik, welche Dich anscheinend interessiert, behandelt. So ist das so "motivationslos reingeballert". Ich hoffe Du verstehst was ich meine ;)

Aber wer weiß, eines Tages werden wir alle es erfahren!
Das glaube ich nicht :D Aber das hier zu diskutieren wäre zu off-topic ;)

Gruß
pantoholli

 

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