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Der letzte Brief

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11.02.2026
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Anmerkungen zum Text

Dies ist meine erste Kurzgeschichte, die ich veröffentliche. Bitte gerne konstruktive Kritik und auch Tipps, was ich besser machen könnte :)

Der letzte Brief

Sie stieg aus dem Auto und lief zur Klippe, vor ihr bereitete sich das Meer aus. Auf dem Meer spiegelte sich der Sonnenuntergang. Sie lauschte den Wellen und schaute in die Ferne. Dann griff sie in ihre Hardrock Jeansjacke, die sie zusammen mit Franklin ergattert hatte in ihrer letzten Tour nach New York, und holte ein Blatt Papier heraus - ein Brief mit ihrem Namen darauf. Sie hatte diesen Brief vor ein paar Tagen unter ihrem Kopfkissen gefunden. Der Tag, der ihr ganzes Leben veränderte - der Tag von Franklins Verschwinden...
Sie faltete den Brief nicht sofort auf, sondern hielt in ihrer Hand. Der Wind spielte mit dem Papier, als wolle er ihr die Entscheidung abnehmen.
Nach ein paar Minuten faltete sie in nun doch auf und begann zu Lesen:
" Liebe Sally,
wenn du das hier liest, bin ich gegangen. Ich war feige - nicht einmal mutig genug, dir das ins Gesicht zu sagen.
Du sollst wissen, dass es nicht deine Schuld ist. Du hast mich verändert - mehr, als ich zulassen konnte. Und genau das war dir gegenüber nicht fair. Du hast mich zum Positiven verändert, doch ich werde immer der sein, zu dem ich von ihm gemacht wurde. In den letzten Jahren hast du soviel für mich gegeben, dass du dich selbst dabei verloren hast. Zuerst wollte ich es nicht wahrhaben, denn was sich so gut anfühlte, konnte doch nicht schlecht sein, oder? Doch hat es sich für dich wirklich so gut angefühlt, wie es das für mich getan hatte?"

"Ja, du Idiot", murmelte Sally und atmete tief durch. Dieser Brief war ein Abschiedsbrief, sie hatte es in der Sekunde gewusst als sie morgens aufwachte und er nicht neben ihr lag. Hatte die Stille in der Wohnung vernommen. Die Wohnung in der noch seine Abreise zu spüren war. Sie las weiter:
"Ich war feige. Nicht einmal mutig genug, dir das ins Gesicht zu sagen. Du bist der stärkste und liebevollste Mensch, den ich in meinem ganzen Leben kennenlernen durfte. Du hast mir die Stirn geboten, als alle anderen gegangen sind. Ich habe dich verletzt, weil mir Liebe mehr Angst gemacht hat als Einsamkeit. Und jedes Mal habe ich dich ein Stück verloren.
Ich weiß du wirst jetzt sagen, dass das nicht wahr ist, aber ich habe es gemerkt. Du hast jemanden verdient, der dir zeigen kann wie sehr er dich liebt, der dich genauso schätzt wie du bist und dir die Welt zu Füßen legt. Ich kann dieser jemand nicht für dich sein. Das einzige was ich tun kann, ist dich gehen zu lassen. Aber du würdest nicht gehen, wenn ich in deiner Stadt bliebe und ich könnte es nicht schaffen, mich von dir fernzuhalten, wenn du so nah bist.
Sally, ich möchte dass du mit deinem Leben weitermachst, suche nicht nach mir. Lebe dein Leben, so wie du es verdient hast. Verlieb dich, geh aus, heirate und gründe eine Familie - so wie du es dir immer gewünscht hast.
Leb wohl. In Liebe Franklin"

Eine Träne rollte über Sallys Wange, sie sah ein letztes Mal auf das Meer.
Dann lies sie den Umschlag los. Er segelte lautlos nach unten...

 

Hallo @Rebecca. ,
und:
Willkommen bei den Wortkriegern!
Du wirst vielleicht ein bisschen Zeit brauchen, dich hier umzusehen und einzulesen, aber da du dich grad mit einem Text vorstellst, gebe ich dir gern ein bisschen Feedback.
Du hast eine Beziehungsgeschichte mit englischen Vornamen, einem Trip nach New York und die Szene spielt am Meer - da erfahre ich nicht wirklich, wo ich bin. USA? Rügen? Das wüsste ich als Leserin schon gern.
Der Mann ist verschwunden und hat einen Brief zurückgelassen, die Frau fährt ans Meer, um den Brief zu lesen und findet heraus, dass es ein Abschiedsbrief ist. Damit hat man gerechnet.
In dem Brief erklärt der Mann, dass er die Frau verlässt, weil es das Beste für sie ist. Das ist natürlich sehr übergriffig (er behauptet, besser als sie zu wissen, was für sie gut ist) und die Leserin entscheidet, dass Sally froh sein kann, von Frankie verlassen worden zu sein. Eine letzte Träne, der Brief segelt ins Meer und ich hoffe nur, Sally segelt nicht hinterher.
Die ganze Situation und vor allem der Brief sind extrem allgemein gehalten, ich würde gern mehr erfahren - wie hat sie ihm geholfen? Was ist passiert? Aber da ist die Geschichte schon zuende.
Schön, dass du uns nicht mit Überlänge quälst, aber ein bisschen mehr Fleisch auf den Rippen würde den Text eigentlich erst zur Kurzgeschichte (mit Plot) machen.
Vielleicht kannst du erst einmal für dich selbst feststellen, was dich an den beiden interessiert?
Zum Lernen sind wir alle hier, also viel Spaß dabei!
Herzliche Grüße
Placidus

P.S. Rechtschreiblich habe ich wenig gefunden, aber ein paar mehr Kommas dürften's schon sein...

 

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