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historik

Genre: historik

  1. Freestyle Buddhist

    Mr. John O’Brian hatte seinen Rock bereits angezogen und saß nun an seinem Schreibtisch. Er wohnte in Chapelizod und wollte sich gleich auf den Weg zur Tramstation machen, um in die Stadt zu fahren. Gewöhnlich tat er dies nur um zu seiner Arbeit zu kommen – er war Angestellter in einer privaten...
  2. Serie Nicht länger lebendig

    's geht nicht mit rechten Dingen zu, nein. Der Deibel. Er muss seine elend'gen Klauen im Spiel haben, Hölle! Eben noch der Miles, den ich zetern hör. Seinen Lakaien, den ich's Schwert erheben seh. Hatte den Tod zu empfangen, nichts and'res. Aber mein Rücken zieht wie eh und je. Ich kenn's...
  3. Serie Die Salzkure

    Die Brüh is gut. Geht tief inn Balch unds wärmts Herz. Mit Mark ausm Knochen vom Hirsch sacht der Schankwirt und wischt mitem Tuch übern Tisch. Habts gut geruht dahinten im Kabuff. Ich warn Stein die Nacht. So schwer un tot. E schwere Stein. Der Schankwirt lacht. Noch ne Schal. Habn ja n...
  4. Das Schicksal des jungen Werthers und eine Frau, die es teilt

    Das Schicksal des jungen Werthers und eine Frau, die es teilt Gehend im strömenden Regen, steht sie plötzlich auf der Brücke und lässt ihr Leben Revue passieren. Wie eingefroren hält sie sich am Geländer fest und spult an den Tag zurück, an dem alles begann. An dem sie das erste Mal diesen...
  5. Oskars Kindheit

    „Retten Sie den Hund, Heimlich!“ Harald, Graf von Falkenstein versuchte, mit seinem Kreischen das Prasseln der Flammen zu übertönen. Gemeint war sein Leibdiener Viktor, der, wie die Gräfin und die Hausangestellten, mit rasendem Herzen und schreckengeweiteten Augen vor dem brennenden Familiensitz...
  6. Serie Der Freimann

    Immerzu hör ich se flüstern. Meist schon, bevor ich um die Ecke biege. „Der Freimann kommt“, raunen se, während ihre Kinder mit großen Augen hinter Rockzipfeln und Hosenbeinen hervorlugen. Sie machen mir Platz. Stehen eng beieinander, die Hände in den Taschen vergraben. Nem Haufen Schafe gleich...
  7. Eine Nummer auf Papier

    „1,2,3, ich komme!“, das kleine Mädchen von gegenüber nahm die Hände vom Gesicht, strahlte in die Runde und lief los, um seine Freunde zu suchen. Die alte Frau schloss für einen Moment die Augen und atmete den schweren Duft des Sommers ein. Er roch wie damals. Als sie die Augen wieder öffnete...
  8. Ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach

    Benedikt platzierte den Nagel. Unterdrückte einen tiefen Atemzug, bekreuzigte sich stattdessen. Bestimmt schlug er zu. Metall durchbohrte das Fleisch. Schmerz dehnte sich aus, betäubte für einmal stark genug. Sein letzter Blick fiel auf den ans Kreuz genagelten Jesus Christus. Dann überfiel ihn...
  9. Geschichte aus einem älteren Krieg vor und nach einem anderen Krieg

    Deutsche sitzen in einem vordersten Festungsgraben fest, sie werden massiv beschossen und können es noch nicht einmal riskieren, Ihren Kopf aus dem Graben zu strecken. Einem derartig massiven Beschuss folgt meistens der Versuch eines Vorstoßes von Seiten des französischen Gegners. Im dem...
  10. Serie Der Stechgroschen

    Seit Tagen öder Fraß. Trockenes Brot und gepökelte Wurst, die von den Rändern her schon grün wird. Bald ist se madig. Der Traugott will immerzu angeln, aber taugen tut er zu gar nichts, der würd nur an den falschen Stellen im Fluss stehn und seine Ruten wären auch zu nichts zu gebrauchen. Wenn...
  11. Schicksal

    Am Horizont grollte es. Ein Pfiff unterbrach das Gelächter. „Los, es geht los! Auf!“ Brown kam in die Scheune, in der es sich die Soldaten gemütlich gemacht hatten. Der dickbäuchige Feldwebel war doppelt so alt wie die Neuankömmlinge, für deren Transport er heute zuständig war. Die gerade mal...
  12. Der Wächter der Mauer

    1.Januar, 6:15 Uhr: Ich saß draußen, alleine. Nichts als Stille. Ich saß also auf meinem Baumstamm und beobachtete, wie langsam die Tropfen von den Blättern jener Pflanzen und Bäume herunterliefen, welche den Anfang des kleinen Wäldchens bilden, der sich quer durch unser Dorf erstreckte. Die...
  13. Judith

    Unsere Stadt war belagert, lange hätten wir das nicht mehr durchgehalten. Die Vorräte und das Wasser gingen zur Neige aber keiner der Männer wollte kämpfen. Stattdessen stritten sie sich wie die Waschweiber und warfen sich gegenseitig Verrat vor. Es hieß, Assad wollte die Tore öffnen und sich...
  14. 1666

    Manchmal schwitze ich, die einzelnen Seiten reiben aneinander, verkleben. Besonders wenn Feuchtigkeit eindringt, wenn die letzte der Lykows nicht aufpasst, ihre Finger Spuren auf dem Papier hinterlassen. Wer wird mich in einigen Jahren berühren, den warmen Wind des Umblätterns erzeugen, wer das...
  15. Die Porzellanrose

    Ich hatte nie ein besonderes Verhältnis zu meiner Oma. Nicht, dass wir uns nicht leiden konnten, sicherlich konnten wir das - irgendwie. Im Grunde hatten wir gar kein Verhältnis. Sie war meine Oma und ich war eben die Enkelin. Dabei hatten wir genügend Gelegenheiten, uns kennen zu lernen. Bis...
  16. Copywrite Raben und die Iden des März’ 1246 a. u. c.

    Raben und die Iden des März’ 1246 a. u. c. oder Zur Grundlegung des Dreißigjährigen Friedens “Ach!”, spricht er, “die größte Freud Ist doch die Zufriedenheit!” Lehrer Lämpel »Die Überlebensfragen der Menschheit lassen … kein Land unberührt, und Deutschland würde Schuld auf sich laden, wollte...
  17. Das Band des Krieges

    Meine kleine Geschichte beginnt an einem Tag, den ich aufgrund seines Datums nicht vergesse, dem 7.7.77, der erste Sommerferientag im beschaulichen Nordrhein-Westfalen. Opa Hannes flog auch in diesem Jahr zu seinem seit den 50ern in den USA lebenden Sohn. Und anstatt, wie üblich, meine Oma...
  18. El Caudillo del Sur

    50 Männer ließen ihr Leben für diesen Tag. 50 am Boden zerstörte Mütter, ähnlich viele Witwen und wer weiß wie viele Waisen würden nun mit dem Trauma des Krieges leben müssen. Ihre Tage werden sie fortan doppelt so schwer bestreiten. Mit diesen Gedanken begann der Coronel Jesus Guajardo den...
  19. Schwarze Ehre

    Schon wieder landeten Bomben und endeten in einer Explosion und einer Schockwelle, die dem Fenster das Letzte gaben. Die Splitter flogen durch das ganze Zimmer, trafen mich aber zum Glück nicht. Der Fliegeralarm, der in unserem Dorf stand, heulte schon seit mehr als einer Stunde. Ein...
  20. Dem Tod ist es egal

    Die Tür fiel ins Schloss und der Wind versuchte sie wieder aufzudrücken. Den Riegel hatte er schon wieder vergessen zu reparieren. Na, das mach ich morgen, dachte er und ging in die Küche. »Hallo, Vati«, begrüßte ihn der älteste der drei Jungs, die alle am Tisch saßen und Grießbrei aßen. »Hallo...

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