Was ist neu

krimi

  1. Bis die Toten sterben

    Jürgen Schneider fuhr in seinem schwarzen Alfa Romeo über die Landstraße. Er war auf dem Weg nach Hause, in sein Heimatdorf Wettstetten. Der Regen prasselte auf die Windschutzscheibe und die bunten Herbstblätter der umliegenden Bäume wirbelten durch die Luft. Das graue Wetter passte zu seiner...
  2. Im Nebel der Nacht

    Die Scheinwerfer des Audi durchdrangen den Nebel in dieser spätherbstlichen Nacht nur kaum. Trotzdem entschied sich Linda dazu, den abgelegenen Feldweg zu nehmen, denn die Bundesstraße wäre ein zehnminütiger Umweg gewesen. Außerdem hatte sie schon ein Sektglas zu viel intus und von der Polizei...
  3. Im Nachtzug nach Hanoi

    Lao Cai hatte zwar einen Bahnsteig. Der Nachtexpress hielt jedoch, abgeschieden vom quirligen Hauptgebäude, kurz nach Zweiundzwanzig Uhr, auf der Bahnsteiglosen Grenzübergangs- schiene. Im Dunkeln schleppte ich meinen Koffer über mehrere Gleise hinweg, an einem einsam abgestellten Viehwaggon...
  4. Immer wenn der Regen fällt!

    „Es tut mir leid, Linda.“ Meine Mutter schaute mich traurig und mitfühlend an, doch in mir kochte es. Ich war so wütend und doch so traurig. Wie konnte Markus mir das antun? Er hatte mir versprochen keine Illegalen Sachen mehr und jetzt musste er den Preis dafür zahlen. „Wir suchen noch nach...
  5. Warten

    Ich bin aufgeregt. Ich bin nervös. Ich bin erregt und vor allem bin ich voller Vorfreude. Seit drei Stunden liege ich nun unter seinem Bett. Drei Stunden in denen ich mein vorhaben verinnerliche. Drei Stunden in denen ich Punkt für Punkt in den Gedanken alles durchgehe. Sein Gestöhne reißt mich...
  6. Frühschicht

    Er hätte es wissen müssen. Etwas war ganz anders als sonst. Und trotzdem machte er sich auf den Weg, wie an jedem anderen Tag. Wäre er doch besser zu Hause geblieben. Vielleicht lag es an seinem dicken Kopf. Sie hatten die Nacht durchgefeiert. Anfänglich sollten es nur ein paar Bier sein. Dann...
  7. Schmutzige Schneebälle

    Kennengelernt habe ich den alten Mann mit den wässrig-grauen Augen und dem schütteren Haar in einer dieser Spelunken, die wie Unkraut neben jedem Teleport aus dem Boden schießen. Wo Geschäftsreisende hingehen und alle, die es zuhause nicht aushalten, um für ein paar Credits ihren Frust in...
  8. Jahrmarkt

    Lainer hasste Volksfeste. Eifrige Ramschverkäufer, pöbelnde Freizeitalkoholiker und immer diese Ansammlungen von Halbstarken. Er verabscheute das ganze Schauspiel. Blöd nur, dass er als Bürgermeister der örtlichen Gemeinde kaum umhinkam, sich auf derlei Veranstaltungen zumindest blicken zu...
  9. Oscar

    Herbert klingelte an der Tür der Wohnung seines Freundes Oscar. Herbert war gekommen, um Oscar zu besuchen, weil er seinen Freund seit Jahren nicht gesehen hatte. Doch die Tür blieb verschlossen. Deswegen pochte er an der Tür, bis seine Hand schmerzte. Herbert war frustriert. Sein Freund tat...
  10. Im Raub der Hoffnung

    Lu zog die schwere Tür hinter sich zu, drehte den Schlüssel zweimal, bis ihr das Einrastgeräusch des Schlosses versicherte, dass sie das Büro nun übers Wochenende sich selbst überlassen konnte. Feierabend: ein unpassendes Wort wie sie fand, denn feierlich mit Sekt und Party den Abend ausklingen...
  11. Das Verbrechen liegt im Auge des Betrachters

    Plötzlich riss Joseph die Augen auf. Er fand sich an einem Ort wieder, den er, wenn überhaupt, nur entfernt kannte. Schwarze Hose, schwarze Jacke, schwarze Mütze, schwarze Handschuhe. Vor ihm ein sehr alter, schwarzer Golf Variant. Die Kofferraumtür offen und drinnen lag eine lag eine gefesselte...
  12. Als das Unglück auf Kotte zurollte

    Wie ein siechender Einsiedler saß Kotte auf seinem Holzstuhl, der Rücken gekrümmt, das Gesicht fahl vom fehlenden Tageslicht. Er hatte sich alles andere gewünscht, nur nicht diesen Job. Aber was war ihm übriggeblieben? Nach seinem Motorradunfall war er von einer Sekunde auf die andere...
  13. Ein Kurzkrimi

    Das nächste Mal würde er nicht gleich schießen. Wütend starrte er auf die unschönen Wände seiner Gefängniszelle, in der sie ihn jetzt schon so lange schmoren ließen. Diese endlos erscheinenden Verhöre brachten doch alle nichts; wann würden der Herr Kommissar das endlich begreifen? Sein eigener...
  14. Das Mädchen

    Es war ein bisschen stickig in dem Verhandlungssaal. Trotzdem konnte Solveig Kantner noch klar denken. Sie wusste genau, was gleich passieren würde Die Staatsanwältin würde sie gleich in den Zeugenstand rufen, da sollte sie alles erzählen. Quasi ihr ganzes Leben sollte sie dem Richter, der...
  15. Die Zauberfarbe

    Die Geschichte, die ein volles Jahr und vierzig Tage kein Ende nehmen sollte, begann mit einer weißen Leinwand, die inmitten eines kleinen Kunstateliers provisorisch im Raum befestigt war. Ein junger Mann in blauer Jeans und weißem T-Shirt stand vor ihr und betrachtete sie nachdenklich. Geduldig...
  16. Blutige Hände

    Ich wollte das nicht, es war keine Absicht, wirklich nicht! Das müssen Sie mir glauben. Es ist einfach so passiert! Und es tut mir so unendlich leid. Wenn ich es irgendwie rückgängig machen könnte, ich würde es sofort tun, sofort! Ich habe es nicht gewollt, es war einfach so passiert, aus dem...
  17. Identität

    Ein Samstagmorgen im März 2007. Sie saß mit ihrem Espresso am Küchentisch, blickte hinaus in den mit Blumen gesäumten Garten und fühlte sich rundum wohl. Gestern war die Putzfrau da, die Villa glänzte. Der Gärtner hatte ebenfalls ganze Arbeit geleistet und der Frühling spielte seinerseits auch...
  18. Die Bahnhofsuhr

    Der nächste Zug kündigte sich schon von weitem, ohne bereits am Horizont aufgetaucht zu sein, stetig lauter knatternd an. Den irdischen Vibration nach urteilend ist es tatsächlich ein Güterzug, vergewisserte sie sich. Wagon für Wagon würde sich das Ungetüm lauthals vorstellen, um dann...
  19. Der Gesang von Knochen

    Im Wald geschah ein Mord. Dort, weit im Norden, wo die Dunkelheit stärker war als die Sonne, dessen Licht spärlich, noch lange nicht unter die Nadeln der Bäume reichte. Dort, wo der Schnee das Blut trank. Rosenrot, wo es keine Rosen gab, weil sie zu fragil waren, zerbrechlich und blutrünstig...
  20. Der Geruch

    Als sie aufwachte, zeigten die roten Ziffern auf der Funkuhr an der Wand 4:37 Uhr. Draußen herrschte noch tiefe Dunkelheit. Nur das leichte Schimmern der Straßenlaterne schien durch den Vorhang ihres Schlafzimmers und warf einen schmalen, gelblichen Streifen auf ihre Bettdecke. Sie tastete nach...
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