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sonstige

Genre: sonstige

  1. Vor und hinter Gittern

    Vor und hinter Gittern 5:34 Uhr und der Tag verspricht wie gefühlt jeder andere zu werden, seit dem ich im Gefängnis arbeite. Hauptsächlich befinde ich mich in der Untersuchungshaft. Für viele Menschen ein Unding sich freiwillig mit Mördern, Vergewaltigern und so weiter zu umgeben. Doch mir...
  2. Herr Staupheimer tut Gutes

    Auf seinem Weg zur Arbeit beschloss Herr Staupheimer, etwas Gutes zu tun. Am wirkungsvollsten erschien ihm dazu ein Mord. Alles andere würde in endlosen Bemühungen dahindümpeln. Er bog in die Straße ein, die einen halben Kilometer lang schnurgerade zur Haltestelle der Straßenbahn führte. Er...
  3. Erwachsen werden

    Das Rucken des Esstisches lies das darauf liegende Besteck erklirren, wärend eine Hand durch die Luft schwirrte. Mit einem lauten Schall, traf die Hand das Gesicht. Jay wurde, wie von einer Explosion, zur Seite geschleudert, wärend der Stuhl auf dem er saß nach Hinten umkippte. Es schlug ihm...
  4. Ich haue ab

    (Gedanken) Ich ziehe mir gleich meinen Regenmantel an und laufe hinaus. Hinaus auf die Straße. Nika will in die Freiheit! Es ist schon so spät, aber ich kann mir nicht alles gefallen lassen. Ich habe keinen Bock mehr auf meine Eltern! Sollen die doch sehen, wie sie ohne mich klar kommen! Ich...
  5. Nürburgring

    Ein Rennwagen raste vorbei, das Echo klang nach und löste bei ihm eine Gänsehaut aus. Sie standen auf der Naturtribüne zwischen der Ex-Mühle und der Rechtskurve am Bergwerk; hier erreichten sie keine Lautsprecherdurchsagen und die Kameras hatten freie Sicht. Heute würde er seinem Kollegen...
  6. Der eiserne Zyklop

    Nässe rinnt die Tunnelwände herab, tropft von der Decke auf rußgeschwärztes Eisen. Die Zugmaschine ist von öligen Verbrennungsrückständen überzogen wie von einem stacheligen Pelz, zwei Scheinwerfer ihres Dreilichtes sind zersplittert. Hinter ihr ragen Metallstreben der ausgebrannten Waggons wie...
  7. Martin

    Martin ist ein gutaussehender Mann. Er ist groß, trägt schicke Kleidung und eine moderne Frisur. Eine Freundin seiner Mutter macht ihm immer Komplimente wegen seines charmanten Lächelns. Er verhält sich stets freundlich und zuvorkommend. Seit 8 Jahren arbeitet er in demselben Büro, mit Blick auf...
  8. Fünfzig Jahre später

    Fünfzig Jahre waren vergangen Fünfzig Jahre waren vergangen. – 50 Jahre auf den Tag genau, als Doro das Leihfahrrad an das Gatter stellte. Mit einiger Mühe versuchte sie das große Tor zu öffnen. Sie war im Begriff auf diesen Hof zu gehen obwohl sie nie zuvor hier gewesen war. Irgendetwas...
  9. Was vom Himmel fällt

    Als sie sich schlafen legt, beobachtet Agafja eine Weile das verglühende Holz. Sobald das letzte Licht erlischt, lauscht sie in die Dunkelheit, hört den Stimmen zu, dem Rascheln der Blätter, den heulenden Wölfen, dem Rauschen des Yerinats. Bevor sie wegdämmert, den Träumen entgegen, weckt sie...
  10. Ich erschoss den Dalmatiner, weil mein Vater das so wollte

    Die Vorfreude starb an diesem Ort. Es stank nach Kot. Jaulen und Gebell waren ohrenbetäubend. Ich hielt den Kopf gesenkt, stierte auf den Schlamm, der an den Stiefeln meines Vaters klebte. Er gab mir einen Ruck und als ich zu ihm aufschaute, fummelte er einen Flachmann aus der Jacke, nahm einen...
  11. Danai

    Noch vor Sonnenaufgang erreichte Danai die Boxhalle am Stadtrand von Montagu. Zikaden besangen das Ende der Nacht. Auch heute war sie die knapp zwei Kilometer von zu Hause gejoggt, um noch vor Schulbeginn zu trainieren. Außer Zikomo, ihrem Trainer, waren zwei Männer da. Zum Aufwärmen bearbeitete...
  12. Begleittiere

    Auf den Brücken hocken die Grauen, stecken ihre Beine durch Geländerstäbe und schaukeln mit den Füßen in der Luft. Seit wenigen Tagen kann ich sie sehen, die Stadt ist gestopft mit ihnen. Dort, wo Leben ist, bilden sie Rudel, um es anzuzapfen und sich einzuverleiben. Fahle Gestalten, die den...
  13. Glück

    "Mama, warst du früher glücklich und auch mit Papa?" Ich habe gerade Mittagspause und mich in einem nahe gelegenen Café auf ein kleines Mittagessen und eine Tasse Kaffee niedergelassen. An einem Tisch neben mir sitzen eine ältere Dame und eine mittleren Alters. Beide Damen sehen gepflegt und...
  14. Unterbrechung

    Das weiße Telefon stand auf einer Kommode aus dunklem Holz. Es klingelte. Er nahm ab und hielt den Hörer ans Ohr. Eine raue Stimme sagte, was er wissen wollte. „Tun Sie es“, antwortete er, legte auf und setzte sich in den Sessel vor dem Panoramafenster. Die künstliche Welt der zahllosen...
  15. Arbeitstage

    Ein Wecker klingelte. Begleitet von einem Fiepen wachte Sie angestrengt auf, selbst das Atmen fiel Ihr schwer. Es dauerte einen Moment, bis Sie zuordnen konnte wo Sie war und was passierte. Sie fühlte einen zwickenden Schmerz an Ihrem linken Oberarm, den Sie ebenso schnell verdrängte, wie Sie...
  16. Caldera

    Xaver beobachtete eine Fliege auf dem alten Papier. Sie war auf der Tastatur der mechanischen Schreibmaschine gelandet und dann über die Typen auf die Walze gekrabbelt, wo sie jetzt hektisch am Papier schnüffelte. Oder was auch immer diese Biester mit ihren Rüsseln machten. Er hasste Fliegen. Er...
  17. Das Schloss

    Vor mir erstreckte sich eine Allee; zwischen den Bäumen ragten Straßenlaternen empor und verströmten orangenes Licht. Ich eilte voraus mit dem sehnlichen Wunsch, endlich das Schloss zu entdecken. Doch vergeblich: Je weiter ich lief, desto dichter wurde der Nebel um mich, bis ich nur noch...
  18. Justus

    Es war die Gier die ihn trieb. Die Gier und die Sehnsucht nach dem schönen Leben, von dem sie immer alle geredet hatten. Ein Leben, welches ihm in der Familie, in die er hineingeboren war, immer verwehrt blieb. Ein Leben, das er durch seine miserablen schulischen Leistungen niemals hätte...
  19. Eine wilde Nacht und eine Flasche Jägermeister

    Ein junger Mann, so nannten ihn meistens andere Erwachsene, wenn sie ihn ansprachen, saß in seinem Zimmer. Er war stolze 14 Jahre alt, hatte dunkelbraunes bis schwarzes buschiges Haar und hellbraune Augen. Sein Zimmer war das eines „normalen“ pubertierenden Jungen in diesem Alter. Vor dem...
  20. Serie Chaconne

    Über der Skyline hängen Wolken, die jeden nächsten Moment die Form ändern, Drachen, Dämonen, Engelszungen, die den Himmel bevölkern wie eine eigene Welt. Inmitten der Türme steht der Kaiserdom, ein Versprechen aus einer anderen Zeit. Amelie läuft gemächliches Tempo, atmet, spürt die Muskeln...

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