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philosophisches

Genre: philosophisches

  1. Judith

    Unsere Stadt war belagert, lange hätten wir das nicht mehr durchgehalten. Die Vorräte und das Wasser gingen zur Neige aber keiner der Männer wollte kämpfen. Stattdessen stritten sie sich wie die Waschweiber und warfen sich gegenseitig Verrat vor. Es hieß, Assad wollte die Tore öffnen und sich...
  2. Es war nur Lehmboden

    Er lief eine steile Straße herauf. Es war früh am Morgen. Der Nebel verdeckte die Sicht auf einen Berg in der Ferne. Seine Hand umklammerte eine Tüte. Frische Lebensmittel dufteten. Seine Schritte waren langsam und er genoss den Augenblick. Es würde ihm nichts ausmachen, wenn er der einzige...
  3. Im Herbst

    Manchmal fiel es ihr schwer, etwas Sinnvolles zu tun, obwohl sie den Gedanken mochte, am nächsten Tag in einer schöneren Welt aufzuwachen; wenn ich nur den Teppich staubsauge oder meine Wäsche auf die Leine im Garten aufhänge; sobald ich den Tag nutze, ihm eine Bedeutung gebe, etwas Achtsamkeit...
  4. Rückkehrwunsch

    Rückkehrwunsch Sie trifft den alten Mann am ersten Tag sehr unvermittelt, er liegt mit übergelaufener Blase im Bett, der Harnstoff in seinem Blut ist gefährlich gestiegen und ein Nierenversagen steht kurz bevor. Mehr als drei Liter Urin sind bereits in den Katheter gelaufen, den er noch im...
  5. Wachsen

    Es war gewollt, dass der Junge auf eine Sicht verzichten könne. So zog er, vertrauend auf seine verbliebenen Sinne, in den Wald. Von der Neugier ergriffen, horchte er dem Wind. Eben jener Wind schmiegte sich um die Bäume und fand sich im Säuseln der Blätter wieder. Das Kind versuchte selber...
  6. Falsche Antworten

    Falsche Antworten Inhalt: 1. Das Erwachen 2. Die Stadt und das Geschäft 3. Der Philosoph aus der Kiste 4. Viele Rätsel, eine Antwort 5. Rätseln macht nicht satt 6. Ein himmlisches Festmahl 7. Es werde Licht 8. Die Wanderung 9. Das Ende der Menschheit Prolog...
  7. Das Leben zog vorbei

    Das erste, was sie von der Welt hörte, war ein dumpfes Pochen, das sie nicht verstand. Bald darauf wurde der Deckel geöffnet. Sonnenlicht blendete, als sie den ersten Atemzug nahm. Erinnerungen der Zeit, die kommen würde, tröpfelten in ihren Geist. Um ihr Grab herum standen Familienangehörige in...
  8. Der Wanderer

    Am Horizont leuchtet ein Licht. Sein Schein kämpft sich durch die dichten Nebelschwaden, treibt sie zur Seite. Es ist wie ein Leuchtfeuer für verlorene Seelen, die Erlösung suchen, sie wandern ziellos durch die endlose Weite und suchen etwas, von dem sie nicht einmal selbst wissen, was es ist...
  9. Eduard und der Fisch

    Eduard setzte sich auf den alten Klappstuhl und sah über den See hinaus. Es hatte leicht zu nieseln begonnen, doch er war noch nie der Typ gewesen, der sich über solche Naturgegebenheiten aufregte. Auf seinen nackten Unterarmen hatte sich eine dünne Wasserschicht gebildet, die er jetzt sanft...
  10. Der Maler

    Abends auf dem Bett. Am Ende derartiger Tage im Menschengewirr ist flach atmen angesagt. Anderes erscheint unmöglich. Die Wassertemperatur in der Luft liegt zwischen 35 und 40 Grad. Meine Kiemen öffnen sich träge im Minutentakt. Zu nichts in der Lage sehne ich mich der verdienten Ohnmacht...
  11. Das alte Ehepaar

    Es war leicht bewölkt und heiß. Am weißen Strand räkelten sich einige Pärchen auf breiten Tüchern und streckten ihre Bäuche in die Sonne. Das alte Ehepaar blieb stehen und beobachtete die spielenden Kinder. »Weißt du noch?«, fragte sie. »Als sei es gestern gewesen«, entgegnete er. »Unsere Kinder...
  12. Maois Geschichte

    Der Mann an der Theke hatte seinen Blick nach innen gekehrt. Das Bier vor ihm war kaum angerührt und seine Zigarette verglühte vergessen im Aschenbecher. Ein schweigsamer Mann war in dieser Bar, die eine Zuflucht für Außenseiter war, keine Seltenheit. Die Menschen, die den Weg in diese Bar...
  13. Panzerschokolade Inc.

    “Licht!” Das Studio verdunkelte sich, nur das Set wurde noch bestrahlt. “Kamera!” Die roten Leuchten an den Geräten schalteten sich ein. “Und… Action!” Die Szene und das Take wurden angesagt, und nachdem die Filmklappe zuschnappte, richteten sich alle Augen am Set auf den Star der Show, der im...
  14. Durch den Nebel gucken

    „Abenteuer?“, frage ich! Klar weiß ich was sie meint, aber so offensichtlich möchte ich es nicht machen. „Dir fehlt das Abenteuer?“ Der genervte Blick nervt mich wiederum. Was erwartet sie, frage ich mich? Ich bin weder Indiana Jones, noch liefert mein Lebensstil irgendwelche Anhalte darauf...
  15. Die Zeitmaschine

    Die Zeitmaschine ,,Am besten wäre es, wenn ich mich auf den Weg machen würde", dachte er, als er seinen Koffer zum Ausgang trug. Sein Bruder war bei ihm, und es dauerte nicht lange, bis sie das College verlassen hatten und auf dem Weg nach Hause waren. Sie mussten das Stadtzentrum durchqueren...
  16. Schneeflocken im Sommerwind

    An einem Wolkenverhangenem Juli Morgen ließ sich eine silberne Schneeflocke auf seiner Nasenspitze nieder. Alaric wagte es kaum zu atmen. Denn mit jedem Atemzug sah er den Hauch aus Dunst in die unendliche Eiswüste davon schweben. Mit jedem Atemzug verschwand die Wärme aus seinem Körper. Und mit...
  17. Dieses Team

    Das scheint hier alles zu zerplatzen, wie Seifenblasen, wie Regen an einer Fensterscheibe, das scheint hier alles zu zerfetzen, wie Mikrowellenpopcorn, das an der Mikrowelleninnenwand abprallt, aber doch gerne raus hüpfen will. Das scheint alles zu zerreißen, zu zerspringen und zu zerklingen wie...
  18. Innerer Dialog mit: Postal

    going postal: umgangssprachliche Bezeichnung, vor allem in den USA, für gewaltsames Herumwüten, Amoklaufen. “ICH BRING SIE UM!”, schrie der junge Mann in der schwarzen Kutte. “Okay, was ist diesmal passiert, Postal?”, sagte Egon, der im Türrahmen von Postals Zimmer stand, “Meine Güte, wir...
  19. Die Glasscheibe

    Die junge „Nähe“ war traurig. Immer und immer wieder hatte sie versucht, ihrem Freund dem „Frieden“ näher zu kommen, aber immer und immer wieder prallte sie ab vor einer unsichtbaren Wand. So, als hätte jemand eine riesige Glaswand zwischen sie beide gestellt. Sie konnten sich sehen, anlächeln...
  20. Grau und Grün

    Für viele sind Friedhöfe gruselig und das Gefühl von Trauer und Ernsthaftigkeit kommt im Gesicht zum Vorschein, für Tristan aber nicht. Für ihn steht sein Arbeitsplatz als Metapher für einen Neuanfang, besser gesagt, für das wahre Leben, was nach dem Tod folgt, denn er glaubt fest daran. So...

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