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philosophisches

Genre: philosophisches

  1. Innerer Dialog mit: Postal

    going postal: umgangssprachliche Bezeichnung, vor allem in den USA, für gewaltsames Herumwüten, Amoklaufen. “ICH BRING SIE UM!”, schrie der junge Mann in der schwarzen Kutte. “Okay, was ist diesmal passiert, Postal?”, sagte Egon, der im Türrahmen von Postals Zimmer stand, “Meine Güte, wir...
  2. Die Glasscheibe

    Die junge „Nähe“ war traurig. Immer und immer wieder hatte sie versucht, ihrem Freund dem „Frieden“ näher zu kommen, aber immer und immer wieder prallte sie ab vor einer unsichtbaren Wand. So, als hätte jemand eine riesige Glaswand zwischen sie beide gestellt. Sie konnten sich sehen, anlächeln...
  3. Grau und Grün

    Für viele sind Friedhöfe gruselig und das Gefühl von Trauer und Ernsthaftigkeit kommt im Gesicht zum Vorschein, für Tristan aber nicht. Für ihn steht sein Arbeitsplatz als Metapher für einen Neuanfang, besser gesagt, für das wahre Leben, das nach dem Tod folgt, denn er glaubt fest daran. So...
  4. Das Leck im Boot

    Die See ist ruhig und die Sonne strahlt am wolkenlosen Himmel. Ein Junge, gerade einmal 16 Jahre alt, befindet sich mit vier weiteren Personen auf einem Holzboot. „Wohin fahren wir?“, fragt der Junge einen Mann. Während der Mann rudert sagt er: „Zu der Insel. Zu der Insel auf der es alles...
  5. So die Götter wollen!

    Es war ein sonniger Nachmittag im östlichen Reich Parsen, als ein General gerade einen der vielen Berge dieses Landes erklommen hatte. Er war nun der Sonne sehr nahe und spürte die Wärme der Sonnenstrahlen auf seiner Haut an den Stellen, die sein Chiton nicht bedeckte. „Gut das ich meine Rüstung...
  6. Das Geschenk

    »Sie müssen verstehen, dass uns die Spezies der Pi in den allermeisten Eigenschaften ähnelt, jedoch mit einem entscheidenden Unterschied. Was als biologische Anomalie begann, entwickelte sich schnell zu einer philosophischen Problemstellung. […]« Modul: Entwicklungsbiologie, Einleitung...
  7. Die Gitarrenspielerin

    Ich wache auf. Mein Kopf brummt. Der Kater klopft an. Alles dreht sich und ich versuche aufzustehen. Es ist schwer, nicht sofort meinen Mageninhalt auf meinem Bett zu verteilen. Ich fühle mich schrecklich. Langsam ziehe ich mich an und schmiere mir ein Frühstücksbrot. Der Rest verschwindet im...
  8. Der letzte Drink

    Mit einem schnellen Gang trat ich an die Bar und setzte mich auf den Barhocker in der Ecke am Fenster. Wahrscheinlich wusste ich so, dass ich dort in Ruhe gelassen wurde. Heute war die Bar voll mit Kundschaft und meine Aufmerksamkeit erhielt nun die versiffte Ablage der Theke. Abdrücke von...
  9. Anleitung zum Königsmord

    Der nächste Tag musste strahlend hell werden, denn das Meer des Himmels lag in friedlicher Stille. Die Entscheidung war gefallen, ein Opferfeuer zu errichten, obwohl die Abenddämmerung bereits eingesetzt hatte. Mit eisigem Blick folgte der Fürst seinem Hauptmann in der Vorbereitung der...
  10. Windmühles Heimgang

    Ich erinnere mich an jede Einzelheit: Ein kalter Ostwind blies über die Felder, und die Sonne stand tief und bleich wie ein verhärmtes Gesicht vor dem Fenster. Gelegentlich, wenn ich in den Garten mit den alten Kirschbäumen sah, bemerkte ich eine Schneeflocke, die so langsam und würdevoll...
  11. manchmal musst du rennen

    Du wirst angeschrien. Du verstehst aber nichts von dem was gesagt wird, das Schreien ist wie ein einziges Rauschen im Hintergrund. Dieses Rauschen sagt dir nichts, du fühlst dich erdrückt. Es wird etwas gesagt, endlich hörst du was. Du rauschst zurück, es wird zu viel. Du willst weg, es war zu...
  12. Der Ruf der Stille

    1. Der dichte weiße Himmel zerbröselt in etliche feine Pünktchen, die sich sanft segelnd der Erde nähern. Ein Mann liegt im schneebedeckten Gras. Seine Augen sind geschlossen, seine Arme sind leicht ausgebreitet und er lässt die Flocken regungslos auf seinen entblößten Körper fallen. Schnee...
  13. Herzwerkskunst

    Herzwerkskunst Von Sebastian Skopp Es war einer dieser Tage, an dem vor Trübsal, der Kopf zu schwer ist um geradeaus zu sehen. Und so ging ich dahin. Schritt für Schritt, den Blick gesenkt auf meine sich abwechselnd vor und nieder schlurfenden Schuhe. Wenn man zu Boden schaut, ist der Kopf...
  14. Der Augenblick

    Lange war ich auf der Suche nach einem Gebäude gewesen. Das Heriét Placa Hotel schien auf den ersten Blick perfekt zu sein. Es stand etwas abgelegen am Stadtrand in einer ruhigen Gegend. Ziemlich in die Jahre gekommen, wurde es nicht mehr oft gebucht. Doch dann war mir eine weitere interessante...
  15. Die Gnade der Götter

    I Als das Dorf brannte, hielt Sepp eine Predigt. »D’rum schenkte uns der Vater Himmel Gerechtigkeit; alles auf dieser Welt, so sprach er, soll geschehen, wie es Recht ist.« Die Worte waren wie süßer Wein auf seinen Lippen und beschwipsten ihn. Auch die Zuhörer nahmen einen Schluck. »Nicht...
  16. Aller Anfang ist schwer

    Ich bin ein Nachtmensch. Das ist in meiner Lebensrealität eine schwere Bürde. Diese Veranlagung passt so gar nicht in unsere durchgetaktete, verplante und koordinierte Welt. So kommt es, dass ich ein Doppelleben führe. Am Tag der Berater, der Trainer, der Coach, in der Nacht der Kreative, der...
  17. Zug Umzug

    Als sich John Terry auf die Fresse legt, bin ich zwölf. Saturn, FIFA, ich kann das besser. Konnte ich nicht und lege die Hülle in die Tüte ohne Aufschrift für den Müll. Pause. Pueblo in das Papier, Strohhalm in die Capri-Sonne, fünfundzwanzig, fast so alt wie er damals, nicht auf die Fresse...
  18. Das Podest - „…. aber ich stelle sie nicht auf ein Podest.“

    Das leuchtende Abendrot war längst dahin, die Dunkelheit hatte es bereits in sich verschlungen, als ihr dennoch das Leuchten in seinen Augen auffiel, in denen sie sich so gerne so oft verloren hatte und sie wünschte sich so sehr, dass er sehen hätte sehen können, dass es auch in ihr noch hell...
  19. Die wahre Farce der Vase

    Es war einmal eine Vase. Nun, es war nicht nur eine Vase. Es waren hunderte, tausende - nein - Millionen, Milliarden - nein - vergessen wir die Zahlen. Es waren einmal unzählige Vasen. Und sie sind es noch immer. Auch wenn die meisten von ihnen das vermutlich vergessen haben. Vielleicht spielt...
  20. Unbemerkt

    Unsichtbar stolperte Gregor die Treppe runter. Wie jeden Morgen war er pünktlich um 06.00 Uhr vom Wecker geweckt worden, hatte geduscht, sich rasiert, angezogen, Rührei mit Toast gefrühstückt, Zähne geputzt und dann seine Wohnung um genau 07.05 Uhr verlassen und wollte das Treppenhaus runter zur...

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