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philosophisches

Genre: philosophisches

  1. Bestürzung

    zur Überarbeitung gelöscht.
  2. Im Bus

    Ein Bus ist eine tolle Sache. Technisch faszinierend; aber all die Menschen, die er an ihre Ziele bringt, noch viel mehr. Ich liebe das Busfahren, einfach so herum. Vorn die alten Menschen. Taub und steif, weise und alt. Immer wütend. Dahinter ein paar Leute. Auf dem Weg zur Arbeit. Beschäftigt...
  3. Try walking in your own shoes

    Ich reiße das weinrote Einstecktuch aus der Brusttasche meines Anzugs, streife die Krawatte über meinen Kopf und stopfe beides in den nächstbesten Blechmülleimer, an dem ich vorbeikomme. Meine Bewegung gleicht irgendetwas zwischen Vorwärtsstolpern und Sprinten. So schnell man eben mit...
  4. Odins Raben - Wortkrieger in Stube 27

    Seit kurzem hing ein Bild in der Stube 27, von Ben mit Tesafilm an der Wand festgeklebt, er hatte es in der Schreibstube farbig ausgedruckt nach dem Besuch in den Löwen-Lichtspielen. „Wer soll das denn sein?“, fragten wir. "Sieht aus wie Anthony Hopkins?" „Ja, das ist Anthony Hopkins und...
  5. Ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach

    Benedikt platzierte den Nagel. Unterdrückte einen tiefen Atemzug, bekreuzigte sich stattdessen. Bestimmt schlug er zu. Metall durchbohrte das Fleisch. Schmerz dehnte sich aus, betäubte für einmal stark genug. Sein letzter Blick fiel auf den ans Kreuz genagelten Jesus Christus. Dann überfiel ihn...
  6. Warten

    Die abblätternde grüne Farbe zeigte die Abgeschiedenheit und Trostlosigkeit dieses Ortes besser als der übervolle – wahrscheinlich noch niemals geleerte – Mülleimer oder die Pflastersteine, die unter dem Waldboden in Vergessenheit ertranken. Die Luft roch etwas modrig; nach Eichenlaub. Wenn er...
  7. Geschichte aus einem älteren Krieg vor und nach einem anderen Krieg

    Deutsche sitzen in einem vordersten Festungsgraben fest, sie werden massiv beschossen und können es noch nicht einmal riskieren, Ihren Kopf aus dem Graben zu strecken. Einem derartig massiven Beschuss folgt meistens der Versuch eines Vorstoßes von Seiten des französischen Gegners. Im dem...
  8. Wenzels Verzückung.

    Schulhof In der Früh saß der alte Mann leicht verkatert in der Küche. Ach ja, nun ja, die halbe Flasche Wein von gestern Abend. Oder doch eine ganze? Er war halt nicht mehr der Jüngste. Gedächtnis, Kondition. Er nahm die Zeitung vom Tisch auf, griff dann zur Kaffeetasse daneben. Politik...
  9. Big Brother

    Großer Bruder Schuld gehört zum Leben wie der Mensch. Wieviel ich annehme, entscheide ich selbst. Aber wenn du noch extra Schuld oben drauf schichten möchtest, dann tauche ich weg. Wegtauchen ist besser als untergehen. Doch eine Schuld muss ich tragen, eine Schuld so schwer, wie die Bomberjacke...
  10. Tiefer vergrab ich meine Bedürftigkeit (Lieber Mann)

    Du willst wissen, was ich fühle, während du meine Klitoris berührst? Nichts. Aber dafür hasse ich mich. Es braucht viel, um dieses Nichts auszuhalten. Ich schaffe es nicht. Wie kann ich von dir erwarten, dass du es tust? Ich habe einen Knacks da unten. Oder überhaupt. Das dämmert mir erst jetzt...
  11. Die Liebe und das Nichts

    Ich habe mich breitschlagen lassen. Robert meinte, ich solle ihn begleiten, damit ich noch mal rauskomme. Ich denke eher, er will mich dabei haben, um nicht alleine zu sein. Er meinte auch, ich müsse mal an die frische Luft, mal den Kopf freikriegen, neue Leute kennenlernen, lauter so Phrasen...
  12. Niedere Regungen

    Irisierendes Wasser leckte am Bug unserer kleinen Schale und so sehr ich mich auch bemühte, zu vergessen, dass wir völlig verloren waren, so schaffte ich es doch nicht, meinem aufgesetzten Lächeln nachzufolgen. Chiara schien etwas zu ahnen, denn obwohl die Erschöpfung aus jeder ihrer Bewegungen...
  13. Es gibt keine Geister

    Halbleeres Glas: Man könnte das menschliche Leben mit einem Hasen vergleichen, dem man einen Stock auf den Rücken gebunden hat. Der Stock überragt seinen Kopf, eine Karotte ist ans vordere Ende gebunden. Das Tier läuft und läuft, ohne das begehrte Gemüse je zu erreichen. Entwickler: In...
  14. Da scheiden sich die Geister

    Es gibt nur eine einzige Verbindung zu meinem Ziel – Buslinie 314159 Richtung Andromedanebel. Ich sitze als einziger Fahrgast ganz hinten und sabbere auf die Bezüge, vermutlich laut schnarchend. Im Traum stehe ich in Uniform vor einer Armee aus Ausrufezeichen, die schneidig im Gleichschritt...
  15. Heroes

    Sie war die schönste Frau im Strandcafé. Zwischen sechzig und achtzig. Zahnlos. Und freute sich über ihr Pistazieneis. Wir waren an einem Strand, neben dem es eine Höhle gab, die ein rundes Loch in der Decke hatte. Deswegen war die Höhle eine Attraktion. Man konnte entweder schwimmen um zu...
  16. Die graublaue Stunde der Nackten

    VivaldiVersion. Für A.C.D.-C. Sie war schön, traurig und pleite. Und die Letzte, die mit mir geschlafen hatte. Vor zwei Jahren. Vielleicht auch vor drei. So genau wußte ich das nicht mehr. Einfach noch eine verschwommen versoffene Erinnerung. Und meinem Kopf war es mittlerweile egal...
  17. Im Auge des Betrachters

    Es war Licht, doch nicht durchgängiges Licht. Viele Punkte Licht. Ein Saum aus Geäst und grünen Blättern. Getragen wurden sie von den Stämmen dieser Welt. So viele Stämme, in der Weite und in der Breite. Federn flogen und Stimmen hallten von überallher, denn die lautesten Stimmen sind die...
  18. Hamsterrad

    Hier sitze ich erneut. Finger auf der Tastatur. Buchstaben erscheinen einer nach dem anderem auf meinem Bildschirm. Klatsch. Ein nicht zuvor dagewesener Stapel Papier liegt neben mir auf dem Tisch. Daneben steht eine Person welche mich anstarrt und scheinbar etwas sagt. Ich höre aber nicht zu...
  19. Studers letzter Fall

    Studers letzter Fall Die Morgensonne fällt durch das gardinenlose Fenster ins ehemalige Kinderzimmer, das Studer für seine Ermittlungen nutzt. Die neuen Gläser funkeln. „Eine neue Brille, in deinem Alter!“ Studer, der sonst jeden Cent zweimal umdreht, schüttelt verwundert den Kopf. Er entfaltet...
  20. Glück

    "Mama, warst du früher glücklich und auch mit Papa?" Ich habe gerade Mittagspause und mich in einem nahe gelegenen Café auf ein kleines Mittagessen und eine Tasse Kaffee niedergelassen. An einem Tisch neben mir sitzen eine ältere Dame und eine mittleren Alters. Beide Damen sehen gepflegt und...

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