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philosophisches

Genre: philosophisches

  1. Der Maler

    Abends auf dem Bett. Am Ende derartiger Tage im Menschengewirr ist flach atmen angesagt. Anderes erscheint unmöglich. Die Wassertemperatur in der Luft liegt zwischen 35 und 40 Grad. Meine Kiemen öffnen sich träge im Minutentakt. Zu nichts in der Lage sehne ich mich der verdienten Ohnmacht...
  2. Das alte Ehepaar

    Es war leicht bewölkt und heiß. Am weißen Strand räkelten sich einige Pärchen auf breiten Tüchern und streckten ihre Bäuche in die Sonne. Das alte Ehepaar blieb stehen und beobachtete die spielenden Kinder. »Weißt du noch?«, fragte sie. »Als sei es gestern gewesen«, entgegnete er. »Unsere Kinder...
  3. Maois Geschichte

    Der Mann an der Theke hatte seinen Blick nach innen gekehrt. Das Bier vor ihm war kaum angerührt und seine Zigarette verglühte vergessen im Aschenbecher. Ein schweigsamer Mann war in dieser Bar, die eine Zuflucht für Außenseiter war, keine Seltenheit. Die Menschen, die den Weg in diese Bar...
  4. Panzerschokolade Inc.

    “Licht!” Das Studio verdunkelte sich, nur das Set wurde noch bestrahlt. “Kamera!” Die roten Leuchten an den Geräten schalteten sich ein. “Und… Action!” Die Szene und das Take wurden angesagt, und nachdem die Filmklappe zuschnappte, richteten sich alle Augen am Set auf den Star der Show, der im...
  5. Durch den Nebel gucken

    „Abenteuer?“, frage ich! Klar weiß ich was sie meint, aber so offensichtlich möchte ich es nicht machen. „Dir fehlt das Abenteuer?“ Der genervte Blick nervt mich wiederum. Was erwartet sie, frage ich mich? Ich bin weder Indiana Jones, noch liefert mein Lebensstil irgendwelche Anhalte darauf...
  6. Die Zeitmaschine

    Die Zeitmaschine ,,Am besten wäre es, wenn ich mich auf den Weg machen würde", dachte er, als er seinen Koffer zum Ausgang trug. Sein Bruder war bei ihm, und es dauerte nicht lange, bis sie das College verlassen hatten und auf dem Weg nach Hause waren. Sie mussten das Stadtzentrum durchqueren...
  7. Schneeflocken im Sommerwind

    An einem Wolkenverhangenem Juli Morgen ließ sich eine silberne Schneeflocke auf seiner Nasenspitze nieder. Alaric wagte es kaum zu atmen. Denn mit jedem Atemzug sah er den Hauch aus Dunst in die unendliche Eiswüste davon schweben. Mit jedem Atemzug verschwand die Wärme aus seinem Körper. Und mit...
  8. Dieses Team

    Das scheint hier alles zu zerplatzen, wie Seifenblasen, wie Regen an einer Fensterscheibe, das scheint hier alles zu zerfetzen, wie Mikrowellenpopcorn, das an der Mikrowelleninnenwand abprallt, aber doch gerne raus hüpfen will. Das scheint alles zu zerreißen, zu zerspringen und zu zerklingen wie...
  9. Innerer Dialog mit: Postal

    going postal: umgangssprachliche Bezeichnung, vor allem in den USA, für gewaltsames Herumwüten, Amoklaufen. “ICH BRING SIE UM!”, schrie der junge Mann in der schwarzen Kutte. “Okay, was ist diesmal passiert, Postal?”, sagte Egon, der im Türrahmen von Postals Zimmer stand, “Meine Güte, wir...
  10. Die Glasscheibe

    Die junge „Nähe“ war traurig. Immer und immer wieder hatte sie versucht, ihrem Freund dem „Frieden“ näher zu kommen, aber immer und immer wieder prallte sie ab vor einer unsichtbaren Wand. So, als hätte jemand eine riesige Glaswand zwischen sie beide gestellt. Sie konnten sich sehen, anlächeln...
  11. Grau und Grün

    Für viele sind Friedhöfe gruselig und das Gefühl von Trauer und Ernsthaftigkeit kommt im Gesicht zum Vorschein, für Tristan aber nicht. Für ihn steht sein Arbeitsplatz als Metapher für einen Neuanfang, besser gesagt, für das wahre Leben, das nach dem Tod folgt, denn er glaubt fest daran. So...
  12. Das Leck im Boot

    Die See ist ruhig und die Sonne strahlt am wolkenlosen Himmel. Ein Junge, gerade einmal 16 Jahre alt, befindet sich mit vier weiteren Personen auf einem Holzboot. „Wohin fahren wir?“, fragt der Junge einen Mann. Während der Mann rudert sagt er: „Zu der Insel. Zu der Insel auf der es alles...
  13. So die Götter wollen!

    Es war ein sonniger Nachmittag im östlichen Reich Parsen, als ein General gerade einen der vielen Berge dieses Landes erklommen hatte. Er war nun der Sonne sehr nahe und spürte die Wärme der Sonnenstrahlen auf seiner Haut an den Stellen, die sein Chiton nicht bedeckte. „Gut das ich meine Rüstung...
  14. Das Geschenk

    »Sie müssen verstehen, dass uns die Spezies der Pi in den allermeisten Eigenschaften ähnelt, jedoch mit einem entscheidenden Unterschied. Was als biologische Anomalie begann, entwickelte sich schnell zu einer philosophischen Problemstellung. […]« Modul: Entwicklungsbiologie, Einleitung...
  15. Die Gitarrenspielerin

    Ich wache auf. Mein Kopf brummt. Der Kater klopft an. Alles dreht sich und ich versuche aufzustehen. Es ist schwer, nicht sofort meinen Mageninhalt auf meinem Bett zu verteilen. Ich fühle mich schrecklich. Langsam ziehe ich mich an und schmiere mir ein Frühstücksbrot. Der Rest verschwindet im...
  16. Der letzte Drink

    Mit einem schnellen Gang trat ich an die Bar und setzte mich auf den Barhocker in der Ecke am Fenster. Wahrscheinlich wusste ich so, dass ich dort in Ruhe gelassen wurde. Heute war die Bar voll mit Kundschaft und meine Aufmerksamkeit erhielt nun die versiffte Ablage der Theke. Abdrücke von...
  17. Anleitung zum Königsmord

    Der nächste Tag musste strahlend hell werden, denn das Meer des Himmels lag in friedlicher Stille. Die Entscheidung war gefallen, ein Opferfeuer zu errichten, obwohl die Abenddämmerung bereits eingesetzt hatte. Mit eisigem Blick folgte der Fürst seinem Hauptmann in der Vorbereitung der...
  18. Windmühles Heimgang

    Ich erinnere mich an jede Einzelheit: Ein kalter Ostwind blies über die Felder, und die Sonne stand tief und bleich wie ein verhärmtes Gesicht vor dem Fenster. Gelegentlich, wenn ich in den Garten mit den alten Kirschbäumen sah, bemerkte ich eine Schneeflocke, die so langsam und würdevoll...
  19. manchmal musst du rennen

    Du wirst angeschrien. Du verstehst aber nichts von dem was gesagt wird, das Schreien ist wie ein einziges Rauschen im Hintergrund. Dieses Rauschen sagt dir nichts, du fühlst dich erdrückt. Es wird etwas gesagt, endlich hörst du was. Du rauschst zurück, es wird zu viel. Du willst weg, es war zu...
  20. Der Ruf der Stille

    1. Der dichte weiße Himmel zerbröselt in etliche feine Pünktchen, die sich sanft segelnd der Erde nähern. Ein Mann liegt im schneebedeckten Gras. Seine Augen sind geschlossen, seine Arme sind leicht ausgebreitet und er lässt die Flocken regungslos auf seinen entblößten Körper fallen. Schnee...

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