Was ist neu

seltsam

Genre: seltsam

  1. Gnosis des Mondkalbs

    „Wir müssen gehen“, sagte er und rüttelte sie an der Schulter. „Mh?“, fragte sie schläfrig. „Wir müssen gehen“, wiederholte er. „Steh auf.“ „Aber dann wird sie sterben ...“ Anhand ihres kraftlosen Protests, einem Raunen, als würde sie noch träumen, erkannte Frank, dass seine Worte Wirkung...
  2. An meine Albträume – Luna

    Der schier unendliche Korridor zieht sich aus den unschuldigen Augen, in eine schier unendliche Länge. Man hört das Lachen und das Klirren von Geschirr, das aus dem Ballsaal dringt. Man würde meinen außer den Schreien des ▇▇▇▇▇▇▇▇, könnte man das Wohlbefinden nebenan nicht mehr mitbekommen. Die...
  3. Inseln

    Als er erwachte, war die Kälte der langsam fliehenden Nacht bereits tief in seine Knochen eingezogen und er musste sich zwingen unter dem blattlosen Strauch hervorzukriechen. Die feuchte Erde unter seinen nackten Füßen war mit dem plötzlichen Einzug des Winters gefroren. Er reckte sich, genoss...
  4. Masturbate-a-thon

    Der, der öffnet, ist nackt. Ich sehe ihm in die Augen, sage: "Ich soll beim Aufbauen helfen.“ Er nickt, lässt mich rein. „Frag Georgia, was du tun kannst. Ich glaube, sie ist im Masturbatorium.“ Er zeigt mit dem Finger auf eine Tür und öffnet eine andere, auf der Locker Room steht. Ich sehe...
  5. Serie Das Rätsel des Sees: Lanzelots Reise ins Unbekannte

    Lanzelot und seine tapferen Gefährten zogen durch die endlose Wüste, kehrten siegreich von einer Schlacht gegen ein feindliches Heer vor zwei Monden zurück. Der Durst plagte ihre Kehlen, als sie auf eine schattige Vertiefung stießen, groß genug, um all ihre Krieger zu bergen. Mutig erforschten...
  6. Im Sudhof

    Es beginnt in den Unhöhen. Der Riss im ewigen Eis des Bergs wird länger und tiefer, es ist ein langsames Ablösen, das Kriege und Kaiser, Könige und Regierungen überdauert, bis die Kante schließlich bricht - ein Knirschen, ein Knacken, danach die Bewegung zum Tal hin, die Elemente beugen sich den...
  7. Zaubersee

    Bei einem Spaziergang durch die Hügel und einer Wanderung durch den Wald kamen einige Menschen an einen kleinen See, der nie auf einer Karte verzeichnet sein würde. Bäume wuchsen am Rand des Sees, beschatteten das Wasser, hielten es kühl. Auf der sonnigen Seite lud ein kleiner Streifen Sand die...
  8. Schnickschnack

    Janosch verriegelte das Gartentor und kehrte zum Zustellwagen zurück, als die Sonne durch die Wolken stieß. Er legte den Kopf in den Nacken und schloss die Augen. Die Frühlingswärme streichelte sein Gesicht. Janosch lächelte. So kann es bleiben, dachte er. Eine Sendung noch, dann ab nach Hause...
  9. Das Haus ist still geworden, der Hocker und der Kater.

    Hocker liegt seitlich Der Kater schleicht mir um die Beine, spricht in seiner lauten Quaksprache zu mir und ich bin nur eine kleine Erleuchtung entfernt davon, ihn wirklich zu verstehen. Er ist unvermeidlich, seit wir zu zweit sind. Ich frage mich, ob er mich manipuliert, es wäre ihm...
  10. Der Fette

    So sehr ich auch hinüber starrte, ich konnte ihn nicht verstehen. Seit etwa einer Stunde saß ich dem Fetten nun direkt gegenüber an der Bar und beobachtete, wie er ein Bier nach dem anderen trank. Er musste beim siebten sein. Während dieser Zeit hatte er nicht ein einziges Mal seine Miene...
  11. Im Sande verlaufen

    Stell dir vor, du läufst durch eine der trockensten, heißesten und größten Wüsten der Erde. Sieh dich um, riech die glühende, brennende Luft, spüre die sengende Sonne auf deiner dünn betuchten Haut. Du bist schon viel zu lang hier, seit Tagen suchst du nach deiner Reisegruppe. Du wolltest dir...
  12. Seltsame Lichter in der Dunkelheit

    Den meisten fallen sie gar nicht auf. Wenn man sie sehen möchte und sich auf nichts Anderes sonst konzentriert, nur darauf, dann bemerkt man die Anwesenheit leuchtender Augen in der Dunkelheit, und zwar überall. Ich starre aus dem Fenster und sehe schon wieder verschwommen, weil meine Augen seit...
  13. Bahnfahren

    Es ist ein Morgen wie jeder andere. Ich steige wie immer in die volle Regionalbahn ein und fange an mich zu fragen, was wohl all diese anderen Menschen außerhalb dieser Bahn so machen. Nicht beruflich. Sondern auf einer anderen Ebene. Was denkt der Kerl da drüben wohl? Den sehe ich zum ersten...
  14. Im Bett mit Nietzsche

    Es war eine düstere Nacht in einem abgelegenen, heruntergekommenen Haus am Rande der Stadt. Friedrich Nietzsche, der große Denker, der oft in seinem eigenen Geist verloren war, fand sich unerklärlicherweise in einem Raum wieder, der mit düsteren Schatten und einer bedrückenden Atmosphäre gefüllt...
  15. Die Uhr

    Irgendwo in Köln befindet sich die Pantaleonsgasse. Dort an der Ecke des alten und ehrwürdigen Benediktinerklosters scheint sie sich dem ewigen Schweigen verschrieben zu haben. Dem Kölner Dom ist sie auf jeden Fall bekannt (dies hat er mir irgendwann einmal glaubwürdig versichert). An einem...
  16. Zeit zu sterben

    Als ich daheim ankam, sah ich Tante Gerdas Wagen vor der Tür. Ich betrat leise das Haus und wollte in mein Zimmer schleichen, aber im Wohnzimmer hörte man ein schluchzen. Ich blickte durch die Tür und sah meine Mutter weinen. Tante Gerda blickte ernsthaft, wie immer, jedoch konnte man Trauer in...
  17. Friedliche Weihnacht

    Die Sonne war so hoch gestiegen, dass sich ihre Strahlen durch den Spalt zwischen Fensterbrett und Gardine durchmogeln konnten. Sie durchquerten das kleine Zimmer, ihrer Wärme gelang es, Staubteilchen dazu zu bewegen, einen vorsichtigen Tanz zu beginnen. Dieser führte bis zur – zugegebenermaßen...
  18. Blutengel

    Marianne wird nicht verstehen, was in Halle 5 geschehen ist. Mein Unterkiefer zittert. Langes Schweigen zwischen uns. Ich warte auf den geeigneten Zeitpunkt. Vielleicht fühle ich mich danach besser. Sie sitzt starr auf ihrem Stuhl. Neben Isabell. Wie mir fehlen ihr die Worte. Ihre Augen...
  19. Ein letztes Fest

    John fummelte in seinem Aktenkoffer rum, wo er den Schlüssel suchte, er fand und steckte ihn in das Schloss, woraufhin sich die Türe zur Wohnung öffnete. Ein Geruch von frisch zubereiteter Pute stieg ihm entgegen. Er wusste, dass er sich nun geistig fallen lassen konnte und mit seiner Familie...
  20. Wünschen darf man sich alles

    Wichtel Tomte stand unter der Wunschzettelanzeige in Werkshalle II. Er sah vom gigantischen Monitor zu dem Klemmbrett in seinen Händen, hob das oberste Blatt an und schaute erneut zum Bildschirm. Rasant flossen die Wünsche abwärts, eine schier endlose Liste rot glühender Begrifflichkeiten. Er...

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