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spannung

Genre: spannung

  1. Die Tropfen

    Die Tropfen „Uihh!“, rief das kleine Mädchen, als es die Tropfen an der Scheibe entdeckte. Erst waren sie klein, wie Pünktchen, dann wuchsen sie und liefen schlussendlich, wie kleine Bäche die Scheibe hinab. Sie versuchte mit der Zunge die kleinen Tröpfchen aufzufangen. Der Himmel war grau und...
  2. Mission accepted!

    Sein Herzschlag ging langsam und stetig. Kein Adrenalin schoss durch seine Adern. Doch er hatte eine Situation vor sich, welche er mit seinem Leben bezahlen konnte. Das surren der Rotoren waren beruhigend für ihn. In dem Helikopter H145M glitten sie in 300 Meter über dem Boden mit über 200km/h...
  3. Borealis

    Guck woanders hin. Es war das erste, was Silvia durch den Kopf ging, nachdem sie am Schreibtisch gegenüber Gerdes Platz genommen hatte. Bine hatte ihr versichert, der Laden suche nicht nur frisches Fleisch. So ein Quatsch. Alle wollen frisches Fleisch. In Gerdes' Grinsen lag keine Geilheit. Eher...
  4. Die Flucht

    Eines stand fest. Hartmut Samuel Ockelbeck, genannt Mutz, war heute nicht bereit, zu sterben. Es blieb ihm keine andere Wahl, als sich schnellstens zu beruhigen. Aber wo war Foster? In eine solche Lage hatte er sich in seinen ganzen vierzehn Lebensjahren noch nie begeben. Doch er musste hier...
  5. Serie (3) 01.10.1980

    Schweißgebadet schreckte Tom Bradley hoch. Die Dienstmarke um seinen Hals baumelte aufgeregt auf der muskulösen Brust im Takt seiner schweren Atmung. Verwirrt suchte er das beruhigende Leuchten seines Radioweckers: 6.20 Uhr, Mittwoch, 01. Oktober 1980. Er fuhr sich durchs Haar und ließ sich in...
  6. Ein Stern entsteht

    Die Wesen der unsichtbaren Welt, mit sich selbst beschäftigt und von immer währenden Frieden geblendet, waren unvorbereitet und leicht zu überrumpeln. Sie erhoben sich nicht einmal zum Kampf. Viele Monde hatte die Eine gelauert und an ihrem Plan gearbeitet. So brachte sie das magische...
  7. Tausendfaches Spiegelbild

    Es war kalt, dabei war es Sommer. Kein richtiger Sommer, sondern eher Spätsommer oder Frühherbst. Irgendwann am Ende des Urlaubs und am Anfang des restlichen Lebens. Ich glaube, es war Abends; eben dann, wenn die Sonne nicht mehr scheint. Obwohl sie noch schien. Irgendwo sonnte sich bestimmt...
  8. Sein Kampf

    Der Baseballschläger neben dem alten Sofa war umgefallen. Wie so oft. Der Holzgriff hatte schon erste Spuren in der vergilbten Blumentapete hinterlassen. Quer durch eine stilisierte Blüte in altrosa verlief eine lange, gebogene Schramme, wie ein verrutschtes Komma. Sven hatte nicht einmal mehr...
  9. Der verlauste Affe

    Mit einem Affenzahn raste ich den Gang entlang auf die große Glastür zu. Im Schlepptau hatte ich Mo, der nur wenige Meter hinter mir rannte. Mit einem kräftigen Ruck riss ich den linken Türflügel auf und wartete ungeduldig auf meinen Freund, der offenbar mal wieder glaubte, dass Eile keineswegs...
  10. Hausfriedensbruch

    Unsere Sommerferien waren ein Trauerspiel. Schlechtes Wetter, schlechte Laune. Keine Kohle, wenig Ideen. Darum vertrieben Jimmy und ich uns mal wieder die Zeit beim wöchentlichen Baseballspiel der Amateurliga. Meistens, wenn wir den richtigen Zeitpunkt erwischten, konnten wir uns an den...
  11. Der Riss

    Das schrille Klingeln des Weckers zerriss die Spannung im Schlafzimmer, sofort brachte ihn eine knöcherne Hand mit einer wachen, präzisen Bewegung zum Schweigen. Stephen hatte es an diesem Morgen nicht nötig geweckt zu werden, er hatte sich schon vor einer guten Stunde aus dem ruhelosen...
  12. "Hey, du"

    Ich liebte unsere jährlichen Ausflüge in die Berge. Mein guter Freund Robert und ich pflegten diese mittlerweile als eine Art heiliges Ritual und ich war schon Wochen bevor wir uns in meinem alten, klapprigen VW Golf auf den Weg machten, erfüllt von kindischer Vorfreude. Wir genossen das...
  13. Wir haben doch nur uns

    Neonröhren sind als Leuchtmittel gänzlich ungeeignet. Dennoch strahlen sie mich an mit diesem leichten Flackern, das eigentlich gar kein Flackern ist, sondern die normale Funktionsweise dieser Scheißdinger, die immer ein bisschen flackernd wirken, auch wenn alles in Ordnung ist. Ich schaue an...
  14. Tequila, Tod und Meuterei

    Es dauert nicht lange, bis der Staub sich legt, die Sicht wieder klar ist. Was für eine Scheiße, aber Job ist Job und Geld ist Geld und Hauptsache, das Paket findet seinen Empfänger. Schulterzuckend blicke ich in die Runde. "Also los." Ein Fingerzeig nach vorn, der Trupp gerät in Bewegung, leise...
  15. Glücklicher Zufall

    JFK, 31. Januar Interessanter Typ, dachte Olivia. Den könnte man auch mal wieder treffen. Ihr Sitznachbar der letzten acht Stunden, ein Belgier namens Pascal, war gleichzeitig an der Passkontrolle angekommen und sie setzten das sporadische Gespräch aus dem Flieger fort. An der Kontrollstellen...
  16. Schneeflocken im Sommerwind

    An einem Wolkenverhangenem Juli Morgen ließ sich eine silberne Schneeflocke auf seiner Nasenspitze nieder. Alaric wagte es kaum zu atmen. Denn mit jedem Atemzug sah er den Hauch aus Dunst in die unendliche Eiswüste davon schweben. Mit jedem Atemzug verschwand die Wärme aus seinem Körper. Und mit...
  17. Black Box

    Als die Kunst verschwand, machte ich mir zum ersten Mal sorgen. Denn nach und nach verschwand alles, was einen Menschen ausmachte. Doch ich erzähle die Geschichte von Anfang an. Mein Name ist Henry. Und ich habe die Black Box erfunden. Naja, zumindest das Vorläufermodell. Damals war ich gerade...
  18. Tequila, Tod und Meuterei II (Drei Buzzwords - Zwei Stories)

    Karibisches Meer, 1576 Der Kapitän war tot. Sie hatten ihn an der Rah aufgeknüpft, bis sein Gesicht ganz lila angelaufen war. Das brachte ihn nicht um, also holten sie ihn wieder herunter. Der Alte würgte und keuchte und dann stach ihm Mr. Godfrey ein Entermesser in den Wanst. Ein kurzer Furz...
  19. Tequila, Tod und Meuterei I (Drei Buzzwords - Zwei Stories)

    Acapulco, 1967 Sehen und gesehen werden. Auf der Terrasse des Hotels ›Los Flamingos‹ pulsiert der Jetset, die Schickeria zieht ihr Ding durch. Der Schampus fließt in Strömen, am Nebentisch sabbeln zwei junge Blondinen enthusiastisch über die Möglichkeit, gleich Johnny Weissmüller, Cary Grant...
  20. Krankhafte Wildnis

    Ich rannte immer weiter. Ich wusste nicht, wie lange ich schon durch die Wildnis des Waldes rannte. Allerdings wusste ich, dass ich, dass ich nicht anhalten durfte. Sonst würde ER mich einholen. ER würde mich kriegen und das durfte nicht passieren. Plötzlich stolperte ich über eine Wurzel und...

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