Was ist neu

spannung

Genre: spannung

  1. Kamtschatka

    Vor einigen Jahren war meine Katze Käthe gestorben. Von einem auf den anderen Tag hatte sie aufgehört zu essen und zu trinken und sich unter das Bett meiner Mutter zurückgezogen. In der Nacht schlief ich auf dem Boden neben ihr, um ihr Gesellschaft zu leisten. Käthe hat sich früher jede Nacht am...
  2. Auslöschung

    Schwere Zangen, Hämmer, Schraubenzieher. Alle diese Dinge sind aus den Vorratsräumen verschwunden. Befinden sich versteckt unter Matratzen. Verbergen sich in Gürteln oder stecken griffbereit in den Taschen unserer Kittel. Ich versuche mein Glück in der Küche. Doch in den herausgerissenen...
  3. Der Klingelton

    Klack. Was war das? Ich wache mitten in der Nacht auf. Klack. Merkwürdige Geräusche kommen aus der Wohnung. Vielleicht ist meine Frau einfach nur wach geworden und hat sich etwas zu trinken geholt; ist was ich gerne glauben würde, wenn sie nicht neben mir schlafen würde. Ich höre genauer hin...
  4. Caldera

    Xaver beobachtete eine Fliege auf dem alten Papier. Sie war auf der Tastatur der mechanischen Schreibmaschine gelandet und dann über die Typen auf die Walze gekrabbelt, wo sie jetzt hektisch am Papier schnüffelte. Oder was auch immer diese Biester mit ihren Rüsseln machten. Er hasste Fliegen. Er...
  5. Auf dem Großflecken

    Die Stadt lag noch schlaftrunken im Dunkel unter dichten, regenschwangeren Wolken. Er kam von Südosten in die Stadt im Norden, als er an die große Kreuzung trat. Still und leer lag sie da, nur untermalt von einem leisen Rauschen aus der Ferne, das beständig zunahm, kurz aufbrüllte und...
  6. Nächtliche Angst

    Am Wochenende gehe ich immer gern mit ein paar Freunden weg. So auch heute und der Abend war wie meistens wunderschön. Da wir uns schon lange nicht mehr treffen konnten, war er sogar noch schöner als sonst. Meine Freunde brachten mich noch bis zur Straßenbahn, weil Nachts auf dem Markt oft viele...
  7. Heidrackchens tapferste Stunde - Die Stadtwache - Nachtschicht

    Es war eine ruhige und entspannende Nacht in der Kaiserlichen/Imperialen Hauptstadt. Kersa und sein Kumpel Hjödrik waren wie immer bereits eingeschlafen. Der gute Heidrackchen stand doch immer noch auf Wacht. Er wagte es nicht alleine das Fronttor zu bewachen also patrouillierte er durch die...
  8. Das Meer

    Genau wusste das Mädchen nicht, was Mutter ihr um den Bauch schnallte, aber es drückte ihren kleinen Körper so fest zusammen, dass sie nur schwer atmen konnte. Das braune, rechteckige Ding an dem Gurt um sie, war ihre Bestrafung. Beim Spielen war sie hingefallen und der Bordstein hatte ein...
  9. Rudi, die Feministin und die Priesterin in Doc Martens!

    Emma Blume war gerade 31 Jahre alt geworden. Sie lebte in einer 2-Zimmer-Wohnung in der Nähe von Berlin. Beruflich war sie mit dem Studium der Soziologie beschäftigt, ihr Fachgebiet war aber der Feminismus! Entsprechend war sie in ganz vielen Bewegungen aktiv, um die Gleichberechtigung der...
  10. Der Mann im Fenster

    Sie saß am Fenster. Einige schwache Strahlen der aufgehenden Sonne durchbrachen die dicke graue Wolkenschicht am dämmernden Himmel und kitzelten ihre Wangen. Mit verschwommenem Blick beobachtete sie, wie eine kleine Glasscheibe ihr Schutz vor vereinzelten Regentropfen bot, während einzig und...
  11. Die Tropfen

    „Uihh!“, rief das kleine Mädchen, als es die Tropfen an der Scheibe entdeckte. Erst waren sie klein, wie Pünktchen, dann wuchsen sie und liefen schlussendlich wie kleine Bäche die Scheibe hinab. Sie versuchte vergeblich mit der Zunge die kleinen Tröpfchen aufzufangen aber sie stellte sich vor...
  12. Mission accepted!

    Sein Herzschlag ging langsam und stetig. Kein Adrenalin schoss durch seine Adern. Doch er hatte eine Situation vor sich, welche er mit seinem Leben bezahlen konnte. Das surren der Rotoren waren beruhigend für ihn. In dem Helikopter H145M glitten sie in 300 Meter über dem Boden mit über 200km/h...
  13. Borealis

    Guck woanders hin. Es war das erste, was Silvia durch den Kopf ging, nachdem sie am Schreibtisch gegenüber Gerdes Platz genommen hatte. Bine hatte ihr versichert, der Laden suche nicht nur frisches Fleisch. So ein Quatsch. Alle wollen frisches Fleisch. In Gerdes' Grinsen lag keine Geilheit. Eher...
  14. Die Flucht

    Eines stand fest. Hartmut Samuel Ockelbeck, genannt Mutz, war heute nicht bereit, zu sterben. Es blieb ihm keine andere Wahl, als sich schnellstens zu beruhigen. Aber wo war Foster? In eine solche Lage hatte er sich in seinen ganzen vierzehn Lebensjahren noch nie begeben. Doch er musste hier...
  15. Serie (3) 01.10.1980

    Schweißgebadet schreckte Tom Bradley hoch. Die Dienstmarke um seinen Hals baumelte aufgeregt auf der muskulösen Brust im Takt seiner schweren Atmung. Verwirrt suchte er das beruhigende Leuchten seines Radioweckers: 6.20 Uhr, Mittwoch, 01. Oktober 1980. Er fuhr sich durchs Haar und ließ sich in...
  16. Ein Stern entsteht

    Die Wesen der unsichtbaren Welt, mit sich selbst beschäftigt und von immer währenden Frieden geblendet, waren unvorbereitet und leicht zu überrumpeln. Sie erhoben sich nicht einmal zum Kampf. Viele Monde hatte die Eine gelauert und an ihrem Plan gearbeitet. So brachte sie das magische...
  17. Tausendfaches Spiegelbild

    Es war kalt, dabei war es Sommer. Kein richtiger Sommer, sondern eher Spätsommer oder Frühherbst. Irgendwann am Ende des Urlaubs und am Anfang des restlichen Lebens. Ich glaube, es war Abends; eben dann, wenn die Sonne nicht mehr scheint. Obwohl sie noch schien. Irgendwo sonnte sich bestimmt...
  18. Sein Kampf

    Der Baseballschläger neben dem alten Sofa war umgefallen. Wie so oft. Der Holzgriff hatte schon erste Spuren in der vergilbten Blumentapete hinterlassen. Quer durch eine stilisierte Blüte in altrosa verlief eine lange, gebogene Schramme, wie ein verrutschtes Komma. Sven hatte nicht einmal mehr...
  19. Der verlauste Affe

    Mit einem Affenzahn raste ich den Gang entlang auf die große Glastür zu. Im Schlepptau hatte ich Mo, der nur wenige Meter hinter mir rannte. Mit einem kräftigen Ruck riss ich den linken Türflügel auf und wartete ungeduldig auf meinen Freund, der offenbar mal wieder glaubte, dass Eile keineswegs...
  20. Hausfriedensbruch

    Unsere Sommerferien waren ein Trauerspiel. Schlechtes Wetter, schlechte Laune. Keine Kohle, wenig Ideen. Darum vertrieben Jimmy und ich uns mal wieder die Zeit beim wöchentlichen Baseballspiel der Amateurliga. Meistens, wenn wir den richtigen Zeitpunkt erwischten, konnten wir uns an den...

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