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Die Hoffnung ist nicht grün

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01.01.2015
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Die Hoffnung ist nicht grün

Der Kürbis vibriert, schaukelt und rollt behäbig vom Kompost hinunter. Noch eine Böe. Die Stangenbohnen schwanken, ihr Rankgestell neigt sich, sinkt gegen den Strommast und bleibt dort zitternd hängen. Der ganze Garten wird aufgepeitscht, durcheinandergewirbelt und erwartet, sich ängstlich duckend, das aufziehende Unwetter. Inmitten des Gemüsegartens steht die Vorstadtvilla – alt, gebrechlich und dunkel.
Dicke Gewitterwolken verschlingen das Tageslicht. Hans und Emma beobachten das sich anbahnende Chaos aus dem Wintergarten. Es ist der einzige Raum ohne gesplitterte Fensterscheiben, die Heizung spuckt noch etwas Wärme aus. Das Geld reichte einfach nie für nötige Reparaturen. Hans hofft, dass es jetzt besser wird. Die zunehmende Finsternis lässt das Schachbrett zwischen ihnen ins Reich der Fantasie versinken. Jeder konzentrierte Zug an der Pfeife bringt den Tabak zum Glimmen, macht die Figuren kurz deutlicher. Die beiden Rentner lieben es, hier im Dunkeln zu sitzen, von niemandem gesehen zu werden.
„Ha, jetzt hab ich deine Dame!“ Emma greift resolut über das Schachbrett, die Augen blitzen durch halbe Brillengläser. Es gelingt ihr selten, Hans im Schach zu schlagen. Sie nimmt seinen irritierten Blick auf ihre Handgelenke wahr und zupft die Stulpen zurecht. Normalerweise strickt sie diese einfach aus Wollresten, eher in gedeckten Farben. Doch vor ein paar Wochen entdeckte sie an den Händen einer der Nachbarinnen leuchtend rote Stulpen mit Spitzenkante. Die Frau hatte versucht, in den Gemüsegarten zu spähen und dabei die engstehenden Eisenstangen des Gartenzaunes umklammert. Emma hatte die Augen nicht von den wunderbaren Stulpen lassen können. Aber so etwas war ja lösbar.
Hans ist schon wieder ganz beim Spiel. Er schmunzelt leise vor sich hin und zieht seinen Turm. Emma versucht hektisch ihre Bauern zu retten, übersieht wieder mal ein Pferd und schon droht Schachmatt. Unwirsch, in einer schwer zu durchschauenden Mischung aus Wut, Erstaunen und Beleidigtsein, wischt sie die Figuren in ihre Schachtel.
„Schatz?“ Ganz vorsichtig beginnt Hans das Gespräch.
„Was ist?“ Emma mümmelt, sie hat wieder mal keine Zähne drin.
„Was meinst du, Liebes, reicht das Geld diese Woche für ein Stück Räucherlachs? Ich hätte so Lust auf Kartoffelpuffer und Lachs.“
„Ernsthaft?“ Die zahnlosen Kauleisten hin- und herschiebend zieht Emma die Stirn kraus und steckt die störrischen grauen Haare zurück in den Dutt.
„Ich denke, wenn wir Brot selber backen, ja, dann geht das. Nur gut, dass du seit Jahrzehnten keine Butter mehr isst, die kostet mittlerweile auch einiges.“
„Schon toll, wie du es immer drehst und uns von dem bisschen Rente ernährst.“ Hans setzt sein nettestes Lächeln auf und streicht ihr leicht über den Arm.
„Na ja, den Hauptanteil rettet der Garten und den beackern wir ja wohl zusammen.“ Jetzt kehrt ihr Lächeln allmählich zurück, welches das Schachmatt aus ihrem Gesicht gewischt hat. „Und vielleicht geht der Plan ja auf.“

Ein grellweißer Blitz schlägt in die naheliegende Wiese, sodass ihnen das Aufflackern des Bildschirms der Alarmanlage fast entgeht. Das Grollen des Donners rollt durch ihre Bäuche und mit einem kleinen Lächeln rutscht Emma dichter an Hans heran. Die erste Kamera hängt im Flieder und nimmt verbotenerweise die Straße auf. Es passiert einfach zu viel in dieser Gegend. Gebannt schauen die beiden Alten auf das Bild eines sehr langsam vorbeifahrenden Transporters.
„Meinst du?“ Hans stemmt sich halb aus dem Sessel.
Emma winkt mit der Hand auf und ab, kein Grund für Aktionismus. Bloß nicht zu optimistisch herangehen. Ob Hans der Sache gewachsen ist? Gebannt beobachten sie das Auto beim Anhalten, wer mag darin sitzen?
„Der ist vergangene Woche schon vorbeigeschlichen, lass uns aufpassen.“ Hans wirkt ängstlich.
„Vor dem Einbruch bei Meyers?“
Emma zupft an ihren kurzen Fingernägeln, versucht zu knabbern. Sie ist nervös, kontrolliert, ob nicht doch eine Kleinigkeit wie Kerzenlicht oder Rauch ihre Anwesenheit verraten. Aus dem dicken Passionsblumengeranke schneidet sie einmal wöchentlich schmale Spalten frei.
„Schau, Klaus wird munter.“ Begeistert zeigt Hans auf das Bild der dritten Kamera. Klaus ist ein Weberknecht, der es sich im Objektivdach gemütlich gemacht hat. Dort hält er Wache.
„Ob er etwas spürt?“ Emma kriecht fast in den Bildschirm, versucht Details zu erkennen, erschaudert und zieht ihren Wollschal fester. In den letzten Wochen gab es Überfälle, sogar Gewalttaten in der Nachbarschaft. Zwei Menschen wurden kurzfristig vermisst, jedoch war ihr völlig zerrütteter Zustand, in dem man sie später auffand, noch viel bedenklicher. Seitdem verschanzen sich alle in dieser Gegend, Zäune werden erhöht und Alarmsysteme boomen. Zum Glück ist Hans ein begnadeter Bastler, für eine moderne Überwachung hätte ihr Geld nie gereicht.

Da! Aus der Fahrertür schiebt sich eine schmale Hand, die zierliche Person versteckt lange blonde Haare unter einer Sturmhaube, während sie sich umschaut. Dann spricht sie zu jemandem im Transporter, winkt hektisch und zieht ein Messer aus dem Fahrzeuginneren. Nein, für ein Messer ist das glänzende, geschwungene Ding zu groß.
Emma greift zitternd die Hand ihres Mannes. Es muss einfach funktionieren. Hans drückt sich nun doch aus dem Sessel, schaltet schnell auf die nächste Kamera, die auf das seitliche Gartentor gerichtet ist, die Schwachstelle ihres Grundstückes. Die maskierte Person zieht eine bullige Gestalt hinter sich her, wedelt mit der Machete Richtung Haus. Emma und Hans schauen sich an, dann zum Telefon, der Videokamera und dem gegen die Scheiben klatschenden Regen. Das morsche Tor ist offensichtlich kein Hindernis, schon stolpern die Fremden durch den Gemüsegarten. Hans tippt mit dem Finger auf den Bildschirm. Ein dunkler Fleck dort im Beet, wo sich der Fußabdruck des Typen mit einer zähen Flüssigkeit füllt. Hier stehen Rote Beete in den Reihen.
Emma nickt und wispert: „Gut, hoffentlich sind wir nicht die Ersten.“ Ängstlich sagt Emma das, immer noch das Geschehen im Garten beobachtend.
Hans aktiviert eines der Mikrofone, mehrere sind an der Innenseite der Mauer eingelassen. Trotz Regen ist das Gespräch der beiden gut zu verstehen.
"Nein, es sieht leer aus, kein Licht, kein Rauch aus dem Schornstein.“ Die Frau schleicht näher.
„Lilo, muss das noch sein? Ich bin nicht fit.“
„Ja und ja! Und keine Namen, du besoffener Idiot.“
„Bin nicht besoffen, nur nicht nüchtern. Hier ist es unheimlich.“ Der große Typ schwankt leicht, stolpert und macht noch einen Schritt ins Beet.
„Igitt Kevin, was klebt da an deinen Schuhen? Sieht aus wie Blut.“ Es knistert aus dem Lautsprecher, dennoch ist die Antwort gut verständlich.
„Keine Namen? Und red keinen Unsinn, bin ins Gemüsebeet gestolpert, … ist rutschig.“
„Rutschig? Du bist nicht sicher auf den F…“ Bevor Lilo den Satz beenden kann, reißt es ihr die Füße nach vorn, sie rudert mit den Armen, greift haltsuchend in die Stachelbeere und schlägt mit zerkratzen Händen auf den Plattenweg. Erbsen, grün und rund kullern zu allen Seiten davon. Sprachlos beobachtet sie die sich bewegenden Erbsen auf dem Weg. Endlich springt sie entsetzt auf und krallt ihre Hände in die Jacke ihres Partners. „Was ist hier los?“ Er tastet sich zur Gartentür zurück.
„Warte! Du hattest behauptet, es lohnt sich.“ Ihre Stimme klingt zögerlich.
„Jo, bin mir sicher, die haben ne Menge altes Zeug, leicht gemachtes Geld.“
Lilo zieht ihre Jacke enger. „Stimmt, die Alte hat bestimmt Schmuck. Also los!“ Sie schiebt ihren Partner vor sich her, hält die Machete wieder in der Hand.

Aus einem der Obstbäume tönt ein heiseres Krächzen. Emma hebt einen Zeigefinger und lauscht auf das Geräusch. „Das ist Bang. Ich dachte schon, er verpasst das hier.“
Hans`kleines Lächeln erstirbt und er tippt mit den Fingern auf den Bildschirm. Die beiden kommen dem Haus immer näher, mit dem Umschalten auf die nächste Kamera werden auch die dazugehörigen Mikros aktiviert. Mittlerweile verschlucken die Windböen jedoch fast jedes Wort.
„… fesseln und knebeln …!“, hört sich nach Lilos Stimme an. Emma tastet nach der Hand ihres Mannes, drückt sie. Die beiden Alten beobachten mit zusammengekniffenen Augen, wie die Frau drohend die Machete in Richtung des Hauses schwingt. Ihr Partner ist zusammengesunken, wedelt hektisch vor seiner Nase herum, schwankt und öffnet nach Luft schnappend seinen Mund.
„Die Kohlrabies?“, fragt Hans.
Emma nickt. „Der Geruch war die letzten Tage schon sehr ... Es geht doch nichts über verfaulende Kohlgewächse. Echt böse.“ Dann verändert sich ihr Gesichtsausdruck, ängstlich starrt sie auf das Messer, die beiden Fremden im Garten. „Meinst du, die sind stark?“
Hans zieht seine Jacke enger, ein Finger reißt ein Loch in das morsche Gewebe des Stoffes.
Emma zeigt auf die Reste des Kohlrabiebeetes. „Wer wird noch helfen?“
Draußen drückt die Frau sich mühevoll unter den Arm des zusammengesunkenen Kerls, schiebt ihn weiter, drängt ihn von dem betäubenden Gestank der Kohlgewächse weg. Erschöpft sinkt sie ein paar Meter weiter auf ein Knie und würgt.
„Lass uns verschwinden, hier klappt nichts mehr“, sagt Kevin.
Lilo schüttelt den Kopf. „Nur noch ein kleines Stück bis zur Haustür und dies ist nur ein Gemüsegarten.“ Sie rappelt sich auf und tritt wütend ins Beet. Die Machete energisch schwingend, kämpft sie sich durch das Grün, köpft einen Kohlrabi, zerteilt eine Möhre und trampelt auf die Ringelblumen. Eine Ranke bricht durch die Bohnen. Die Dornen der Brombeere haken sich in ihre Hose und hinterlassen lange, blutige Kratzer auf ihrem Bein. Lilo stolpert, kreischt: „Lass mich los!“
Kevin robbt auf den Knien zu ihr. „Warte! Gleich!“ Die Erde neben dem Beet spritzt hoch, der Boden baut sich zu knöchelhohen Kegeln auf. Mit einem Aufschrei schlägt Kevin auf einen frisch aufsteigenden Haufen, stützt sich ab, als er versucht, auf die Füße zu kommen. Der Schrei bricht, Kevin schnappt nach Luft, brabbelt, starrt auf seine Hand. „Da, da …“ Kevin läuft Spucke aus dem Mund. Er starrt auf den zarten Blatthorst, der sich durch seinen Handteller bohrt. Die Augäpfel rollen nach hinten, der Kopf schlägt hart gegen einen Sellerie.
„Kevin!“ Lilo wirft sich herum, zerrt an den nachwachsenden Dornentrieben, die sich um Handgelenke und Körper winden, versucht ihren Hals zu schützen. Dann sieht sie Kevins Hand. Die Mittelhandknochen sind geborsten, eine kräftig orange Möhre ragt fünf Zentimeter heraus.
„Guck dir das an! Schau!“ Emma trippelt von einem Fuß auf den anderen.
„Bleib ruhig.“ Hans legt seiner Frau die Hand auf eine Schulter. So lebhaft war sie lange nicht, doch ihr Herz ist nicht mehr das Stärkste.

„Ich geh in den Keller und fange schon mal an.“ Hans heizt in der alten Waschküche den großen Kessel an, füllt mithilfe eines Eimers kaltes Wasser hinein.
Zögernd steigt er die Treppe wieder hinauf, sieht auf dem letzten Monitor, dass die beiden Möchtegerne zur Haustür kriechen.
„Sie hat die Machete benutzt. Die Möhren sind hin und der Kohl ist gespalten. Aber ein Stückchen Finger hat sie sich wohl auch abgehackt. Denk später dran, es mit einzusammeln.“
Hans wird blass, lenkt aber mit der Frage: „Was ist mit den Maden?“, ab.
„Da war nichts zu sehen, hat wohl noch nicht gereicht. Aber Klaus hat sein Versteck verlassen.“
Hans öffnet die Kellertür und bringt nun den Korb mit den sauber gespülten Flaschen hinunter. Leise klackern sie aneinander.
Als er zurück ist, sagt er: „Bang hat zweimal gekrächzt, auf der Straße ist alles ruhig.“
„Ja, ich glaube, die Extraration hat genützt, er hatte gestern so ein Glitzern in den Knopfaugen.“ Emmas Augen leuchten auch.

Draußen vor der Haustür hat die Brombeerranke Lilos Hals umschlungen, tief bohren sich die Dornen bei jedem Atemzug in die zarte Haut. Sie atmet nur flach, aber in hohem Tempo. Die Machete steckt in einem Rotkohl, leise ploppen Maden aus dem Spalt und nähern sich ihnen.
„Kevin?“ Heulend ruft sie ihren Partner, entdeckt ihn mit gespreizten Beinen, halbsitzend am Wegesrand. Er hält die Hand, aus der die Möhre ragt, fest umklammert. „Ganz … einfach, ja? Nur Garten durchqueren.“
Ihr hysterisches Kichern erstirbt, als der Boden zu beben beginnt. Lilo dreht und windet sich, um zu erkennen, was die Ursache ist. Der Gesichtsausdruck ihres Partners lässt sie erstarren.
Fast ergeben sieht Kevin dem Gelben Zentner, einem Kürbis von sicherlich einem Meter Durchmesser, entgegen. Regen peitscht gegen Kevins Gesicht, ein lautes Krächzen schallt durch den Garten und der Kürbis rollt mit Schwung über Kevins Beine. Es knackt. Kevin schriller Schrei erstirbt, als die gelborange Frucht auf seinem Bauch zum Liegen kommt.
Lilo beginnt zu wimmern, starrt auf die Schutz versprechende Haustür.
Emma schaut Hans tief in die Augen. „Machen wir weiter?“
Der presst die Lippen zusammen, nickt knapp.
„Viel ist ja für uns gar nicht mehr zu tun, wirst sehen.“ Emma reibt sich die Hände.

„Schön wär’s, wenn das auch vom Gemüse übernommen würde …“, murmelt Hans und geht mit einem tiefen Ausatmen zur Haustür. An der Flurwand lehnen zwei Möbelroller. Ein paar Spanngummis und einen Schürhaken zieht er aus der oberen Schublade der Garderobe. Energisch drückt er gegen die klemmende Haustür, ein leichter Ruck und ihm schlägt Regen ins Gesicht. Hans macht schnell einen Schritt zurück, nimmt die Schiebermütze vom Schrank und tritt dann grummelnd aus dem Haus.
Das ungleiche Paar liegt reglos vor der Tür. Wasser spritzt auf, als Hans die Möbelroller abstellt. Er tätschelt seinen Lieblingskürbis und rollt ihn vorsichtig zurück ins Beet. Sanft schiebt er dabei die Blätter beiseite, legt die Ranke in ordentliche Schlaufen. „Wasser gibt es gratis.“
Auf dem Rückweg sammelt er schon mal die ersten zerhackten Kohlrabies in einen Eimer, später wird er sich um die Erbsen und Möhren kümmern.
Mit schräg gelegtem Kopf steht Hans vor den beiden und überlegt, wie er sie in den Keller bekommt. Die zierliche Frau sollte kein Problem sein, doch der Kerl ist eine Herausforderung. Vielleicht bekommt er ihn sitzend auf den Möbelroller, die Beine mit Spanngummis sichern und mit einem Querstrick zu den Ellenbogen …? Im Notfall müsste er hier draußen schon die Säge ansetzen. Hans schüttelt sich. Fürs Erste setzt er die Frau auf den Roller und schiebt sie vorsichtig in den Kellereingang.
Ah, nun hat er doch das Gemüse vergessen, da hätte Emma schon mit dem Sud anfangen können. Und das Fingerstück fehlt ihm auch noch.
Trotzdem bugsiert Hans erst gedulig den Möbelroller unter den dicken Kerl. Es stellt sich schnell heraus, dass der Schwerpunkt eher der Bauch ist, daher bindet er die Arme darunter zusammen und nimmt die nun hochstehenden Beine als Deichsel. Ja, so geht es ganz gut, die Stufen sind extra für die Räder der Roller abgerundet. Im Keller angekommen, muss Hans verschnaufen, setzt sich allerdings so, dass er auf das Marmeladenregal und nicht den dampfenden Kessel schaut.
„Ist noch mehr Gemüse da?“, fragt Emma. Sie wuselt um die Frau herum und Hans sieht aus dem Augenwinkel einen Berg aus Kleidungsstücken wachsen. Mit einem Klappern schiebt ihm seine Frau die Autoschlüssel zu. „Wenn du alles an Grünzeug hier hast, kümmere dich bitte um das Auto. Und den Inhalt.“

Aufatmend nickt Hans, den Teil mag er. Es ist aufregend, was sich wohl im Fahrzeug der Einbrecher finden lässt. Vielleicht könnten Emma und er demnächst Monteure oder potenziellen Hauskäufer anlocken? Doch vorher schleppt er für Emma noch einen Eimer mit verwertbarem Gemüse runter. Von dem Fingerstück war nichts zu sehen, wahrscheinlich hat sie sich das eingebildet. Die Möhre, die über den Weg gekullerten Erbsen und die ausgebluteten Roten Beete machen den Eimer viel zu schwer, aber er möchte lieber nur noch einmal nach unten.
Damit das Fahrzeug nicht verräterisch auf der Straße steht, hat Hans sich einen gut strukturierten Plan erarbeitet. Er fährt zügig unter Einhaltung aller Verkehrsregeln in die große Waschanlage. Kurz zögernd, tastet er seine Hosentaschen ab. Ja, der Störsender für die Kameras ist dabei und aktiv. In den gut abgeschirmten Boxen ist man eigentlich immer allein, da fällt es nicht auf, wenn er entweder vorhandene Beschriftungen mit einer Folie überklebt oder, so wie diesmal, dem weißen Kastenwagen einen roten Streifen verpasst. Mit zur Seite gelegtem Kopf mustert er sein Werk – ja, der Transporter sieht nun anders aus. Jetzt noch die Nummernschilder wechseln und der Wagen ist für Juri bereit. Wahrscheinlich geht er noch heute Nacht über die Grenze, stellt also kein Problem mehr dar.
Endlich kommt Hans dazu, sich im Inneren in Ruhe umzuschauen. Er lächelt. Die Fahrt zu Juri, dem Fahrzeughändler, muss wohl noch etwas warten. So wie es aussieht, war das Diebespaar heute recht fleißig. Da sind mehrere Computer, ein Riesenfernseher und zwei Kartons voll Schmuck.
Hans greift nach seinem Telefon und sucht in den Kontakten: „Paul, kann ich in deiner Garage parken? Nur zum Ausladen? … Ja, ist einiges! Technik und Glitter! … Okay, bis gleich.“ Grinsend steigt Hans ein und fährt die halbe Stunde zu seinem Großhändler. Er hat gleich beim ersten Mal festgestellt, dass er nicht alles einzeln verkaufen will. Lieber gleich das Geld in die Hand und die heiße Ware hat man aus dem Haus. Auch wenn Emma sagt, anders wäre mehr herauszuholen, Hans mag diese Version lieber. Außerdem hat Paul immer einen guten Whisky im Schapp, der ist gut für die Nerven.

Für den Rückweg nimmt Hans die Straßenbahn, es ist gemütlich in dem ruckelnden Zug, heute zusätzlich warm und trocken. Das Beste aber ist, dass die Rückfahrt wirklich lange dauert.
Mit Glück bleibt für ihn nur noch die Gießaktion.
Emma stellt eine der Flaschen beiseite, lächelt ihm unschuldig zu. Sie rührt schwungvoll im Sudtopf, der Fußboden ist bereits abgespült. Nur noch schmale rote Bänder ziehen sich zum Abfluss.
„Alles gut?“ Hans versucht zu ergründen, was noch zu tun ist. Der Türgriff ist backsig.
„Ich musste ihr die Zunge rausschneiden, sie war einfach zu laut.“
Hans läuft eine Gänsehaut über den Rücken. „Dann kann sie aber wieder raus, kann ja nichts mehr erzählen.“
„Selbst wenn, ich glaub nicht, dass die noch alle Gedanken beisammen hat.“ Emma stößt ein krächzendes Lachen aus.
„Und er?“
„Hab ein paar Kleinigkeiten in die Suppe getan: Finger, einen Zeh … ich überlege, ob sein bestes Stück nicht den Gemüsebestand erhöhen könnte, so vom Vermehrungsgedanken her.“ Wie immer, wenn sie aufgeregt ist, hat sie rote Flecken im Gesicht.
Hans verzieht schmerzhaft das Gesicht, kneift die Beine zusammen. „Lass lieber mal sehen, was die Zunge bringt. Ich finde, sie werden allmählich recht blutrünstig.“
„Wäre aber toll, wenn das Gemüse demnächst reden könnte. Oder der Weberknecht?“ Emma schwingt das große Messer. „Meine Idee mit dem Auge beim letzten Mal war doch gut, die sind heute sehr zielgenau vorgegangen.“
Hans dreht sich um, will möglichst schnell raus aus dem Keller. Irgendwo muss er in Blut gefasst haben.
„Und? Bei dir?“ Mit glitzernden Augen schaut sie auf die Geldscheine, die Hans auf den Tisch zählt. Aber noch gieriger starrt sie auf das Blut an seinen Händen. Hat seine Frau etwa selbst einen Schluck aus dem Kessel getrunken?
Emma lässt den fertigen Sud in die bereitgestellten Gießkannen laufen. „Hier, du übernimmst den Garten, ich fülle den Flaschenvorrat ab. Die beiden Idioten sind so weit zusammengeflickt, die setzen wir heute Nacht aus.“
Hans greift eifrig nach den Kannen. Bloß raus aus dem Keller und weg von dem irren Glanz in Emmas Augen.

Das Gemüse kauert in den Beeten und wartet auf seine Ration. Der Kürbis kullert ihm ein klein wenig entgegen, die Möhren lassen ihr Laub um seine Beine kuscheln. Bang, der Rabe schwebt herab und setzt sich auf seine Schulter.
„Ja, du kriegst auch einen Schluck, bisher sehe ich keine negativen Auswirkungen.“ Der Vogel schaut ihn mit wissendem Blick an, stößt ein krächzendes Lachen aus. Eines, was Hans stark an Emma erinnert. Nun läuft ihm doch eine Gänsehaut über den Rücken.
Vor der Kellertreppe sitzt Klaus, der Weberknecht. Hans will ihm gerade einen Schluck Trank auf einem Blatt servieren, da weicht er zurück. Klaus rollt zwischen seinen acht Beinen etwas Blutverschmiertes hin und her, mit einem verzückten Grinsen.

 
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Diese Geschichte wurde von einem Autor geschrieben, der hier im Forum angemeldet ist, es für diese Geschichte aber bevorzugt hat, eine Maske zu tragen.
Der Text kann, wie jeder andere Text im Forum, kommentiert werden, nach zehn Tagen wird die Identität des Autors enthüllt.
Als Kritiker kann man bis dahin Vermutungen über die Identität des Autors anstellen. Damit man anderen mit einem schlüssigen Rateversuch nicht den Spaß raubt, sind Spekulationen und Vermutungen bitte in Spoiler-Tags (oben im Menü) zu setzen.
Da dies jedoch kein Ratespiel ist, sind Beiträge ohne Textarbeit, also reine „Vermutungen“, nicht erwünscht.

Viel Spaß beim Kommentieren und Raten!

Dieser Maskenball endet am 31.07.22

 
Wortkrieger-Team
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Hallo Maske,

hat mir wirklich gut gefallen. Horror im Garten.

Unwirsch, in einer schwer zu durchschauenden Mischung aus Wut, Erstaunen und beleidigt sein, wischt sie die Figuren in ihre Schachtel.
Beleidigtsein

Hans aktiviert eines der Mikrofone, mehrere sind an der Innenseite der Mauer eingelassen.
Hier dachte ich erst an Mikrofone, in die die beiden Alten sprechen. Weil ja auch Innenseite der Mauer/im Haus?

„Lilo, muss das noch sein? Ich bin nicht fit.“
Bevor Leila den Satz beenden kann,
Lilo zieht ihre Jacke enger.
Heißt sie nun Lilo oder Leila?

Hans kleines Lächeln
Hans`kleines

Er starrt auf den zarten Blatthorst, der sich durch seinen Handteller bohrt.
Voll der Horror.

„Ja, ich glaube, die Extraration hat genützt, er hatte gestern so ein Glitzern in den Knopfaugen.“
Also haben sie es schon mal gemacht.

Die Machete steckt in einem Rotkohl, leise ploppen Maden aus dem Spalt und näheren sich ihnen.
nähern sich

„Schön wär’s, wenn das auch vom Gemüse übernommen würde …“ murmelt Hans
würde ..." KOMMA

Sie wuselt um die Frau herum
Wieso sagen die Frau und der Mann gar nichts? Wurden sie geknebelt?

Vielleicht könnten Emma und er demnächst auch Monteure oder potenziellen Hauskäufer anlocken?
Wieso "auch"? Für mich sah es nicht so aus, als hätten sie die Einbrecher angelockt.

Kurz zögernd, tastet er seine Hosentaschen ab. Ja, der Störsender für die Kameras ist dabei und aktiv.
Welche Kameras?

Er hat gleich beim ersten Mal festgestellt, dass er nicht alles einzeln verkaufen will.
Wenn er doch schon mal die "Ware" verkauft hat, wieso werden die Alten als so arm beschrieben?

Die beiden Idioten sind so weit zusammengeflickt, die setzen wir heute Nacht aus.“
Und dann verraten sie alles?

Klaus rollt zwischen seinen acht Beinen etwas Blutverschmiertes hin und her, mit einem verzückten Grinsen.
Hm, das kann alles sein. Lässt mich rätselnd zurück.

Wirklich gut. Lustig, gruselig. Hat mir Spaß gemacht.

Ich frage mich, warum du hier unter einer Maske agierst, Greenwitch? :D

Liebe Grüße,
GoMusic

 
Wortkrieger-Team
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31.01.2016
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Die Hoffnung ist wohl nicht grün, aber der/die Autor*in eher doch schon. Zumindest von den Kenntnissen des Obst- und Gemüsegärtnerns.

Hej, @Maskenball ,
ich habe diese Geschichte zu lesen begonnen, voll des Mitgefühls mit den Protagonisten , ihre Armut betreffend, der freundlichen Unterhaltung, des liebevollen Umgangs miteinander wegen.
Umso unvorstellbarer war für mich dann der allmähliche Plot Point. Ich habe mich dann schwer getan, die beiden in ihren Handlungen auf der kurzen Strecke noch als die zu erkennen, die gemeinsam Schach spielten und über den Kauf von geräuchertem Lachs sprachen. Das war natürlich ignorant, denn es wurde schon angedeutet, dass etwas geschehen würde, etwas das die Situation des Paares ändern könnte. So bin ich getragen worden, von den Beschreibungen des Geschehens im Garten.

Die erste Kamera hängt im Flieder und nimmt verbotenerweise die Straße auf. Es passiert einfach zu viel in dieser Gegend.
Das ist schon recht tricky und auch nicht ganz ... richtig, weil es mich denken lässt, die Kameras wären zum Schutz installiert. Ich bin mir nicht ganz einig, ob ich mich darüber ärgern soll. :D

Die Dornen der Brombeere haken sich in ihre Hose und hinterlassen lange, blutige Kratzer auf ihrem Bein.
Zum Glück sind meine dornlos.
Fürs Erste setzt er die Frau auf den Roller und schiebt sie vorsichtig in den Kellereingang.
Ah, nun hat er doch das Gemüse vergessen, da hätte Emma schon mit dem Sud anfangen können. Und das Fingerstück fehlt ihm auch noch.
Trotzdem bugsiert Hans erst gedulig den Möbelroller unter den dicken Kerl.
ich weiß nicht genau, warum die jetzt tot sind oder bewusstlos.
Sie rührt schwungvoll im Sudtopf, der Fußboden ist bereits abgespült.
dabei hat Emma doch schon ein altes schwaches Herz :shy:
„Ich musste ihr die Zunge rausschneiden, sie war einfach zu laut.“
alles klar: nicht tot. Aber auch ohne Zunge kann man brüllen, nicht wahr? Na, der Schock war wohl unermesslich groß.
„Dann kann sie aber wieder raus, kann ja nichts mehr erzählen.“
„Selbst wenn, ich glaub nicht, dass die noch alle Gedanken beisammen hat.“ Emma stößt ein krächzendes Lachen aus.
warum die beiden aber so lädiert freikommen und nicht zur Polizei gehen, kann ich nicht nachvollziehen.

Wie auch immer, es ist eine grausige Geschichte. Warum die beiden so verschlagen sind, ist mir im Grunde egal, aber warum sie das Gemüse, die Tiere und Emma mit dem Sud aus Mensch und Gemüse tränken, will und will mir nicht aufgehen.
Aber was weiß ich schon.

Liebe Autorin, so weit leg ich mich fest, es war mir ein schauriges Vergnügen, lässt mich aber künftig etwas argwöhnisch durch die Gemüsereihen streifen.

Es kann nur eine geben, die zum Wissen um Flora und Fauna auch noch Worte wie backsig und Schapp nutzt:
greenwitch

oder lakita, die hat auch schon Blumen sprechen lassen.

Bis bald. Kanji

 
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17.12.2005
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Eine ungewöhnliche Geschichte, deren roter Faden aber deutlich sichtbar ist. Ein bisschen zu arg konstruiert, auch wenn das Lesen leicht viel. Manchmal wusste ich nicht genau, aus welcher Perspektive auf das Geschehen geblickt wird. Das Ehepaar erschien mir erst ein bisschen verschlafen und "vertrottelt", aber dann ihre ausgebuffte Sicherheitsvorkehrung.
Ist das Einbrecherduo entkommen? Als Hans den Wagen samt Inhalt verhökert und mit der Bahn nachhause fährt ... hat er da keine Angst, dass er in der Straßenbahn ... ein trefflicher Ort für Raubüberfälle; wenn schon die Zeiten so schlecht sind. Und dass am Ende Weberknecht Klaus den Finger vernascht, zeigt, wie dünn ihr Boden ist, auf dem sie stehen. Vielleicht reicht den Pflanzen das Blut nicht mehr und die beiden Alten ... ja, das wäre wieder eine andere Geschichte.
Gerne gelesen, aber ein bisschen mehr Gefühl hätte ich mir gewünscht, damit die Konstruktion nicht so durchschimmert.
LG Detlev

 
Monster-WG
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10.07.2019
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Hallo @Maske =)

also, ich fasse mal zusammen, wie ich den Text interpretiert habe: Ein altes Ehepaar lebt in einer heruntergekommenen Vorstadtvilla und tötet mit Hilfe von verhextem Gemüse zwei Einbrecher auf morbide und sadistische Weise. Zählt das als Horrorkomödie? Bestimmt! Die Idee gefällt mir ganz gut.
Vielleicht kann man den Text noch etwas straffen und an einigen Stellen störende Kanten abschleifen

Klar, jeder liest einen Text und jeder liest einen Text anders und von allen Stellen des eigenen neuronalen Systems ranken die ulkigen Vorschläge. Hier präsentiere ich dir meine Vorschläge (welch' hohes Wort der Einleitung), wie ich aus meiner kogntitiven Höhle deine Geschichte betrachte und welche Stellen und Motive du vielleicht straffen, stärken oder auflösen könntest.

Anfang

Mein Eindruck zum Anfang: Lego. Du setzt die Elemente zusammen: Hier ein Garten, hier ein Sturm, hier eine Villa, hier ein Pärchen. Du erklärst (!) zwar, warum das Pärchen in die Vorstadtvilla gezogen ist. Aus meiner Sicht braucht es den Umzug aber nicht. Einfacher wäre es, das Pärchen in der Villa zu belassen; so ein sadistischer Garten braucht ja bekanntlich Zeit und Pflege. Verstehe ich ja auch. Meine Gurken im Hochbeet der Kleingartenanlage Markkleeberg-Ost sind zwar überraschend gut gewachsen, aber eine tödliche Gurke zu züchten, das fällt mir sehr, sehr schwer ... Bleibt das Pärchen in der Villa, verstehe ich auch: Für die Instandhaltungsarbeiten an Fenstern und Dach fehlt eben das Geld. So verfällt ein Leben in dem Haus, wo es existiert. Die brutalen Tötungen der Einbrecher mögen vielleicht Zweck, Freude und Adrenalin einem Leben geben, das einfach langweilig ist. Oder wir haben hier den seltenen Fall, dass sich zwei Menschen mit tiefer sadistischer Neigung ergänzen und sich am Töten erfreuen.

Ob Sturm herrscht, eitel Sonne scheint, ein Hitzehoch oder ein kräftiger Nebel aus den Sümpfen zieht, spielt auch - denke ich - für deine Story gar keine Rolle. Du beginnst zwar mit einem Sturm, aber das Pärchen zeigt sich seltsam unbeeindruckt vom aufziehenden Unwetter. Und die technischen Kapazitäten ihrer Überwachungstechnik ebenso. Emma und Hans können ja selbst ein schnell "Jo" bestens verstehen. Spontan hatte ich für den Anfang die Idee einer Kamerfahrt: Ich würde auf irgendeinem weit entfernten Punkt beginnen, von dem aus die ganze Stadt zu erkennen ist, vielleicht mit ein paar Beschreibungen eines stillgelegten Einkaufszentrums und all der grün-braunen Pflanzen, die an Häusern ranken, dann auf das verlassene und immer "verlassendere" Stadtviertel eingehen und schließlich über den Hintereingang zum Garten und Wintergarten überführen, wo Emma und Hans Schach spielen.

Der Kürbis vibriert, schaukelt und rollt behäbig vom Kompost hinunter. Noch eine Böe. Die Stangenbohnen schwanken, ihr Rankgestell neigt sich, sinkt gegen den Strommast und bleibt dort zitternd hängen. Der ganze Garten wird aufgepeitscht, durcheinandergewirbelt und erwartet, sich ängstlich duckend, das aufziehende Unwetter. Inmitten des Gemüsegartens steht die Vorstadtvilla – alt, gebrechlich und dunkel.
Hier fragte ich mich, ob Sturm ist oder Sturm kommt oder Sturm droht. Du schreibst zwar von einem aufziehenden Unwetter, andererseits wirkt ja der ganze Garten "aufgepeitscht und durcheinandergewirbelt".
Dicke Gewitterwolken verschlingen das Tageslicht. Hans und Emma beobachten das sich anbahnende Chaos aus dem Wintergarten. Es ist der einzige Raum ohne gesplitterte Fensterscheiben, die Heizung spuckt noch etwas Wärme aus. Das Geld reichte einfach nie für nötige Reparaturen. Hans hofft, dass es jetzt besser wird. Die zunehmende Finsternis lässt das Schachbrett zwischen ihnen ins Reich der Fantasie versinken. Jeder konzentrierte Zug an der Pfeife bringt den Tabak zum Glimmen, macht die Figuren kurz deutlicher. Die beiden Rentner lieben es, hier im Dunkeln zu sitzen, von niemandem gesehen zu werden.
Den fetten Satz würde ich streichen, jaja, show don't tell und so ...
Jeder konzentrierte Zug an der Pfeife bringt den Tabak zum Glimmen, macht die Figuren kurz deutlicher. Die beiden Rentner lieben es, hier im Dunkeln zu sitzen, von niemandem gesehen zu werden.
Meinst du den Wintergarten oder die Villa?
Doch vor ein paar Wochen entdeckte sie an den Händen einer der Nachbarinnen leuchtend rote Stulpen mit Spitzenkante. Die Frau hatte versucht, in den Gemüsegarten zu spähen und dabei die engstehenden Eisenstangen des Gartenzaunes umklammert. Emma hatte die Augen nicht von den wunderbaren Stulpen lassen können. Aber so etwas war ja lösbar.
Schönes Detail!

Im Mittelteil duellieren sich die Einbrecher mit dem alten Ehepaar. Mordischer Sport, sozusagen. Bei allen Duellen beginnt man ja, Stärken und Schwächen einzuschätzen. Das alte Ehepaar hat wahrscheinlich mies gewickelte Kompressionsverbände an den Beinen und körperlich sind die Einbrecher ihnen bei weitem überlegen. Aber: Sie haben ja ihren Garten und ihr technisches Know-how. Im Grunde tappen die Einbrecher in eine Falle.

Die erste Kamera hängt im Flieder und nimmt verbotenerweise die Straße auf. Es passiert einfach zu viel in dieser Gegend. Gebannt schauen die beiden Alten auf das Bild eines sehr langsam vorbeifahrenden Transporters.
Hm, die Kamera. Hm, hm. Irgendwie ist deine Geschichte kameralos. Diese ganze Überwachungstechnik samt modernem Schnickschnack passt zu einem Hans und einer Emma einfach nicht. Instinktiv hast du das wahrscheinlich auch gespürt, denn du musst dem Leser noch erklären, dass Hans ein großer Tüftler ist. Er gleicht Armut mit technischem Talent aus. Dieses Ehepaar ist verschroben, kann Kürbisse beeinflussen, so erwarte ich als Leser: Sie haben irgendwelche seltsame Apparaturen entwickelt, wie sie nur am sozialen Rand der Gesellschaft erdacht und erfunden werden. Was auch immer das ist, Lianen als Detektordrähte, Wasser in Schalen als Resonanzmuster, das Fallen der Blätter von der Eiche "Annemarie", das Licht, das durch die schiefen Jägerzaunpfosten durchscheint ... ich glaube, eines ist wichtig: Ein altes Ehepaar im verwahrlosten Wintergarten sieht keinen Baum am Grundstücksrand. Was es sieht, ist ein altes, uraltes Gewächs, das sich zur Frühsommerwende stärker neigt als zur reifen Blüte, dessen Blätter dieses Jahr eigenartig einzeln vom Ast fallen und dessen Früchte überraschend spät, bis zum heiligen August reifen. Sprich: Sie haben einen Detailblick für die Umwelt, in der sie leben, das zieht den Leser in den Sog, den der Autor erschaffen will.
"Nein, es sieht leer aus, kein Licht, kein Rauch aus dem Schornstein.“ Die Frau schleicht näher.
„Lilo, muss das noch sein? Ich bin nicht fit.“
„Ja und ja! Und keine Namen, du besoffener Idiot.“
Kann man die beiden wirklich verstehen?
In den letzten Wochen gab es Überfälle, sogar Gewalttaten in der Nachbarschaft. Zwei Menschen wurden kurzfristig vermisst, jedoch war ihr völlig zerrütteter Zustand, in dem man sie später auffand, noch viel bedenklicher. Seitdem verschanzen sich alle in dieser Gegend, Zäune werden erhöht und Alarmsysteme boomen. Zum Glück ist Hans ein begnadeter Bastler, für eine moderne Überwachung hätte ihr Geld nie gereicht.
Da fragte ich mich im Nachgang, ob das alte Ehepaar für die Vorfälle verantwortlich ist. Aber gut, meiner Ansicht nach: Kannst du streichen.
Trotzdem bugsiert Hans erst gedulig den Möbelroller unter den dicken Kerl. Es stellt sich schnell heraus, dass der Schwerpunkt eher der Bauch ist, daher bindet er die Arme darunter zusammen und nimmt die nun hochstehenden Beine als Deichsel. Ja, so geht es ganz gut, die Stufen sind extra für die Räder der Roller abgerundet.
Es stellt sich schnell heraus <- das klingt unschön.
Ihr hysterisches Kichern erstirbt, als der Boden zu beben beginnt. Lilo dreht und windet sich, um zu erkennen, was die Ursache ist. Der Gesichtsausdruck ihres Partners lässt sie erstarren.
Fast ergeben sieht Kevin dem Gelben Zentner, einem Kürbis von sicherlich einem Meter Durchmesser, entgegen. Regen peitscht gegen Kevins Gesicht, ein lautes Krächzen schallt durch den Garten und der Kürbis rollt mit Schwung über Kevins Beine. Es knackt. Kevin schriller Schrei erstirbt, als die gelborange Frucht auf seinem Bauch zum Liegen kommt.
Lilo beginnt zu wimmern, starrt auf die Schutz versprechende Haustür.
Emma schaut Hans tief in die Augen. „Machen wir weiter?“
Der presst die Lippen zusammen, nickt knapp.
„Viel ist ja für uns gar nicht mehr zu tun, wirst sehen.“ Emma reibt sich die Hände.
Emma und Hans könnten vielleicht brutaler sein. Fieser. Es knackt, als der Kürbis über Kevins Beine rollt. Vielleicht verharrt er ja noch einen Moment. Vielleicht freut sich Emma und wartet und schaut dem Kevin in die Augen, hey du, du Einbrecher, dieser Kürbis wiegt so und so viele Kilos, und dein Schienbein hält vielleicht einen Kilo aus ... nur als Idee.

Zum Schluss: Diese Fahrt mit dem Transporter ... ich finde, sie führt macht die Geschicht ein wenig unscharf. Bleib bei der Villa.

Wer es ist? Hm ....

greenwitch

Vielleicht? Aber nur wegen des Gartenmotivs? Je ne sais pas ...

lg aus Markkleeberg
kiroly

 
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Hallo @Maskenball ,

eine schaurige Geschichte, die ich auch deswegen unterhaltsam fand, da sie eher leicht und komödienhaft erzählt wird.

Auch deswegen wurde sie für mich nicht langweilig, als nach und nach die Richtung der Handlung deutlich wurde. Ein wenig kommen die Überlegungen "was passiert als nächstes" des Autors schon durch, da schließe ich mich dem Eindruck von @Detlev an, aber es ist hierbei wahrscheinlich auch schwierig, einen "natürlich wirkenden Flow" hinzubekommen.

Habe ich gerne gelesen, hier noch zwei Details:

Emma kriecht fast in den Bildschirm, versucht Details zuerkennen, erschaudert und zieht ihren Wollschal fester.
zu erkennen

Emma zeigt auf die die Reste des Kohlrabiebeetes.
einmal "die" streichen

Ich wage mal einen anderen Autorentipp, als den durch den Inhalt naheliegenden:


@Morphin , auch durch die Ähnlichkeit des Titels zu einer seiner Kriegsgeschichten

Viele Grüße, bin gespannt auf die Auflösung!

Rob

 
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Hallo zusammen,

Dieser Maskenball endet am 31.07.22
steht unter der Geschichte und auch wenn ich absolut nicht weiß wie das sonst läuft - ich hebe dann mal die Maske! Okay, eigentlich war es wohl keine, denn schon unter dem ersten Kommentar stand:

Ich frage mich, warum du hier unter einer Maske agierst, Greenwitch? :D
Ich bin unsicher, ob es mich freut, einen erkennbaren Stil zu haben. Aber eigentlich habt Ihr Euch alle am Inhalt aufgehängt, das fand ich schon seltsam. Beim nächsten Mal also schwer religiöse Auseinandersetzung mit ... Autos oder ... keine Ahnung. Ja, irgendwie bleibe ich mir wohl treu und hatte das nicht so auf dem Sender.

Es kann nur eine geben, die zum Wissen um Flora und Fauna auch noch Worte wie backsig und Schapp nutzt:
greenwitch oder lakita, die hat auch schon Blumen sprechen lassen.
Hier bin ich ein Stückchen gewachsen, denn mit @lakita verwechselt zu werden, ist ja wirklich Klasse. Stimmt, an das norddeutsche Wörterbuch hatte ich nicht gedacht.

Wer es ist? Hm ....greenwitch Vielleicht? Aber nur wegen des Gartenmotivs? Je ne sais pas .
Auch wieder der Inhalt, nicht der Stil (aber immerhin auch kein: naja, den Fehler macht immer greenwitch)

Ich wage mal einen anderen Autorentipp, als den durch den Inhalt naheliegenden:
@Morphin , auch durch die Ähnlichkeit des Titels zu einer seiner Kriegsgeschichten
Ha! Einer ist mutig und tippt mal anders. Und auch hier bin ich gewachsen - @Morphin ist auf alle Fälle einige Stufen über mir, das nehme ich als großes Kompliment.

Auf alle Fälle gebe ich allen Recht, die bisher gesagt haben, Maskenball mache Spaß, denn man kann sich sehr entspannt mit den Kommentaren auseinandersetzen (ohne Druck, gleich zu antworten) Ich beantworte die Kommentare später detailiert, gestehe aber, dass ich auf mehr gehofft hatte, ist doch das Genre für mich völlig neu und ich hätte so gerne Hilfe bei "mehr Horror".
Wobei, ich habe mich ja nur zu "Seltsam" getraut. Eigentlich wollte ich Horror schreiben, es einfach mal probieren.
Und deshalb hat mich Dein Kommentar @GoMusic wirklich sehr gefreut, Dankeschön!

hat mir wirklich gut gefallen. Horror im Garten.
Aber da geht bestimmt noch was!

Ein bisschen zu arg konstruiert, auch wenn das Lesen leicht viel.
Und dieser Kommentar macht mich dann sehr hellhörig, dass soll es natürlich auf keine Fall, da muss ich also dringend nachschrauben, bin aber noch ziemlich ahnungslos, wie.

Habt vielen Dank Ihr Kommentatoren, in der derzeitigen Sommerruhe bin ich für jeder Hilfe dankbar. Später dann konkreter ...
Schönen Sonntagabend
witch

 
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Hallo Du Lieber, nochmals Dankeschön für den ja fast sofort erscheinenden Erstkommentar, das war natürlich toll, so ohne langes Bibbern.
Das Du es als "Horror" einsortirt hast war mir einen Mini-Jubelschrei wert, wenn da auch bestimmt noch Luft nach oben ist. Aber ers war mein erster Versuch.

Die peinlichen Kleinkramfehler habe ich brav aufgeräumt, schlimm, immer wieder! Danke!

Hans aktiviert eines der Mikrofone, mehrere sind an der Innenseite der Mauer eingelassen.
Hier dachte ich erst an Mikrofone, in die die beiden Alten sprechen. Weil ja auch Innenseite der Mauer/im Haus?
Stimmt, Mikro wäre ja eher andersrum. Aber Wanzen hört sich schon wieder so super Spionagemäßig an und ich wollte halt erst die guten Gefühle beim Rentnerpaar und die bösen Einbrecher und dann sollte es kippen. ich schaue nochmal.

Heißt sie nun Lilo oder Leila?
Mist, muss ich besser drauf achten.

Hans kleines Lächeln
Hans`kleines
okay!? Steht das Zeichen dann für ein "sein?"

Er starrt auf den zarten Blatthorst, der sich durch seinen Handteller bohrt.
Voll der Horror.
:D Fand ich auch, allerdings klappt das wohl nur bei so Warmduschern wie uns, harte Horrorfans lachen sich wahrscheinlich tot.

„Ja, ich glaube, die Extraration hat genützt, er hatte gestern so ein Glitzern in den Knopfaugen.“
Also haben sie es schon mal gemacht.
Ja, sie tasten sich allmählich an dieses "Zusatzeinnahme " heran. Der Garten wird durch den Trank immer mehr zum Mittäter, aber dafür muss ich wohl einmal die Ausgangessituation im Rückblick einbinden. Sie "aktivieren" das Gemüse mit dem Trank.

Sie wuselt um die Frau herum
Wieso sagen die Frau und der Mann gar nichts? Wurden sie geknebelt?
Bewusstlos! Muss ich wohl eindeutiger machen, da warst Du nicht der Einzige.

Vielleicht könnten Emma und er demnächst auch Monteure oder potenziellen Hauskäufer anlocken?
Wieso "auch"? Für mich sah es nicht so aus, als hätten sie die Einbrecher angelockt.
Stimmt, habe ich weggenommen.

Kurz zögernd, tastet er seine Hosentaschen ab. Ja, der Störsender für die Kameras ist dabei und aktiv.
Welche Kameras?
Ups! Das ist so ein typisches "Wortkrieger-Kritik-Vorwegnehmen" Ich hörte beim Schreiben geradezu, wie mich ein Kommentator fragt, warum denn die Videokameras an der Waschanlage kein Problem sind. Also bekam Hans einen Störsender in die Tasche. Ich überlege mir was!

Er hat gleich beim ersten Mal festgestellt, dass er nicht alles einzeln verkaufen will.
Wenn er doch schon mal die "Ware" verkauft hat, wieso werden die Alten als so arm beschrieben?
Naja, von ein/zweimal Überfall/Trank kochen wird man ja noch nicht reich, jedenfalls nicht so, das es für Hausreparaturen und üppig Leben reicht. Sie stehe noch am Beginn ihrer Karriere. Keine Ahnung, wie ich das deutlicher mache.

Die beiden Idioten sind so weit zusammengeflickt, die setzen wir heute Nacht aus.“
Und dann verraten sie alles?
Ja, hie rwar ich halbherzig, ich gestehe es! Ich schreckte davor zurück, die beiden auch gleich zu Mördern zu machen, so mit Entsorgung und allem. Daher wollte ich die Opfer so verwirrt sein lassen, das sie nichts verraten. Klappt wohl nicht, also ändere ich das, zumindest mit Andeutungen.
Hier ist aber mein zweites Problem, die Andeutungen. Passt gut zu dem "zwischen den Zeilen lesen". Ich wollte andeuten, das sich auch die gute Emma von der lieben Oma allmählich zu einer blutrünstigen Wilden entwickelt, sie auch vom Trank nascht und sich verändert. Aber das hat niemand rausgelesen, also habe ich es nicht ordentlich gemacht. Wenn da noch mal jemand einen Tipp hätte?

Klaus rollt zwischen seinen acht Beinen etwas Blutverschmiertes hin und her, mit einem verzückten Grinsen.
Hm, das kann alles sein. Lässt mich rätselnd zurück.
Die Fingerkuppe? Ich bin immer wieder erstaunt, was alles überlesen und was an Infos nötig ist. Da habe ich noch kein richtiges Mass gefunden.

Wirklich gut. Lustig, gruselig. Hat mir Spaß gemacht.
Aber über Dein Gesamturteil habe ich mich selbstverständlich gefreut, denn das sollte es sein, locker-lustig mit etwas Grusel!

Lieben Dank für Deine Zeit @GoMusic und Hilfe
Schöne Woche wünscht
witch

Liebe @Kanji,

wie schön Dich lese ich zur Zeit nicht oft genug und dass Du mir einen Kommentar dalässt, hat mich daherumso mehr gefreut.

Die Hoffnung ist wohl nicht grün, aber der/die Autor*in eher doch schon. Zumindest von den Kenntnissen des Obst- und Gemüsegärtnerns.
Ja, auch Du hast mich sehr schnell erkannt, bin ich wirklich immer im grünen Bereich unterwegs? Muss ich mal drauf achten.

voll des Mitgefühls mit den Protagonisten , ihre Armut betreffend, der freundlichen Unterhaltung, des liebevollen Umgangs miteinander wegen.
Umso unvorstellbarer war für mich dann der allmähliche Plot Point.
Ja, dann hat zumindest mein Einstieg bei Dir funktioniert, so wollte ich es haben. Nun muss ich am zweitenTeil, dem Kippen, aber natürlich für den Leser nachvollziehbaren Bösesein der beiden Altchen arbeiten.

Ich habe mich dann schwer getan, die beiden in ihren Handlungen auf der kurzen Strecke noch als die zu erkennen, die gemeinsam Schach spielten und über den Kauf von geräuchertem Lachs sprachen. Das war natürlich ignorant, denn es wurde schon angedeutet, dass etwas geschehen würde,
Vielleicht ist der letzte Teil zu kurz, dann muss ich dort etwa ausbauen, eventuell dafür vorne kürzen. Oder den Transporterteil raus. Ich wollte abe rhalt auch Hans skeptisch auf die Entwicklung seiner Frau schauen lassen, die Emma wird halt auch seltsam, sie nascht von Trank. Aber das hat niemand so gelesen, also muss ich da nachschrauben.

Die erste Kamera hängt im Flieder und nimmt verbotenerweise die Straße auf. Es passiert einfach zu viel in dieser Gegend.
Das ist schon recht tricky und auch nicht ganz ... richtig, weil es mich denken lässt, die Kameras wären zum Schutz installiert. Ich bin mir nicht ganz einig, ob ich mich darüber ärgern soll. :D
Ha, ja genauso sollte es sein, natürlich ohne dass Du als Leserin Dich hinters Licht geführt fühlst. Aber da muss ich wohl noch etwas dran arbeiten.

Die Dornen der Brombeere haken sich in ihre Hose und hinterlassen lange, blutige Kratzer auf ihrem Bein.
Zum Glück sind meine dornlos.
Ja, ich war da gemeiner. In meiner Ideensamlung waren noch ein paar andere Gemeinheiten dabei, aber es sollte ja nicht ausufern.

Fürs Erste setzt er die Frau auf den Roller und schiebt sie vorsichtig in den Kellereingang.
Ah, nun hat er doch das Gemüse vergessen, da hätte Emma schon mit dem Sud anfangen können. Und das Fingerstück fehlt ihm auch noch.
Trotzdem bugsiert Hans erst gedulig den Möbelroller unter den dicken Kerl.
ich weiß nicht genau, warum die jetzt tot sind oder bewusstlos.
Bewusstlos! Das muss ich auf alle Fälle verdeutlichen, ich spare immer zu doll an den Leserinfos ...

„Ich musste ihr die Zunge rausschneiden, sie war einfach zu laut.“
alles klar: nicht tot. Aber auch ohne Zunge kann man brüllen, nicht wahr? Na, der Schock war wohl unermesslich groß.
Ich denke schon, dass die Gute da erstmal bewusstlos zusammenklappt, also nicht mehr groß rumgrummelt.

„Dann kann sie aber wieder raus, kann ja nichts mehr erzählen.“
„Selbst wenn, ich glaub nicht, dass die noch alle Gedanken beisammen hat.“ Emma stößt ein krächzendes Lachen aus.
warum die beiden aber so lädiert freikommen und nicht zur Polizei gehen, kann ich nicht nachvollziehen.
Ja, hier gebe ich zu, war in inkonsequent - ich wollt e mich vorm Mord drücken und der entgültigen Entsorgung. Aber das muss ich wohl ändern ...

Warum die beiden so verschlagen sind, ist mir im Grunde egal, aber warum sie das Gemüse, die Tiere und Emma mit dem Sud aus Mensch und Gemüse tränken, will und will mir nicht aufgehen.
Ach, schau, Du hast doch gelesen, dass Emma nascht. Es fehlt also irgendwo ein deutlicher Hinweis, warum (sie sind alt und gebrechlich, wollen Hilfe vom Gemüse) und mit welchem Auslöser (keine Idee, eventuell ein altes Buch, Film, Traumidee), die beiden so mit ihren Mitmenschen umgehen. Ja, da fehlt was!

Vielen Dank liebe @Kanji, wenn schon keine Geschichte von Dir, ein Kommetar war auf alle Fälle toll.
Liebe Grüße
witch

Okay, da habt Ihr mir schon gut zu denken gegeben. Lieber @Detlev und @Rob F, Euch auch schonmal lieben Dank, die detailierte Antwort muss ich auf morgen schieben, ich tippe einfach schon zu oft daneben - müde Augen!

 
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Moin @Detlev ,
vielen Dank für Deinen Kommentar zu meinem Horrorversuch.

Ein bisschen zu arg konstruiert, auch wenn das Lesen leicht viel.
Da gibst Du mir echt was zu denken auf. Ich gestehe, ich kann das selbst nicht sehen, akzeptiere aber selbstvertsändlich Deine Lesermeinung. Meinst Du eher sowas, wie "es war zu erwarten, was passiert", also mehr nicht zu erwartende Wendungen?

Manchmal wusste ich nicht genau, aus welcher Perspektive auf das Geschehen geblickt wird.
Ups! Das soll natürlich nicht sein, Perspektivfehler sind leider immer wieder eines meiner Probleme. Ich schaue es mir unter dem Aspekt noch einmal an, Danke!

Gerne gelesen, aber ein bisschen mehr Gefühl hätte ich mir gewünscht, damit die Konstruktion nicht so durchschimmert.
Nochmal stutzen. Gefühl meinerseits oder der Protagonisten? Lönntest Du vielelicht mal eine Stelle benennen, die Dir so unangenhm aufstößt, dass würde mir sehr helfen.

Vielen Dank für Deine Zeit
Viele Grüße
greenwitch

Moin, moin @kiroly! Sorry, Dich habe ich gestern beim vertrösten total ignoriert, dabei hattest Du soviele tolle Ideen im Gepäck.

Ein altes Ehepaar lebt in einer heruntergekommenen Vorstadtvilla und tötet mit Hilfe von verhextem Gemüse zwei Einbrecher auf morbide und sadistische Weise. Zählt das als Horrorkomödie? Bestimmt! Die Idee gefällt mir ganz gut.
Ja, so ist es gedacht, nur meine Umsetzung ist halt noch nicht so richtig gut. War aber auch mein erster Horrorversuch, da geht noch was ...

Vielleicht kann man den Text noch etwas straffen und an einigen Stellen störende Kanten abschleifen
Bestimmt!

Hier präsentiere ich dir meine Vorschläge (welch' hohes Wort der Einleitung), wie ich aus meiner kogntitiven Höhle deine Geschichte betrachte und welche Stellen und Motive du vielleicht straffen, stärken oder auflösen könntest.
Haha, ich mag es, wenn man ab und an mal beweisen kann, das man auch mit einem höheren Sprachniveau als "Jo" und "Nö" mithalten kann.

Du erklärst (!) zwar, warum das Pärchen in die Vorstadtvilla gezogen ist. Aus meiner Sicht braucht es den Umzug aber nicht.
Welchen Umzug meist Du? Wie Du selbst oben schreibst, wohne Si ein einer Vorstadtvilla mit Garten. Und sie sitzen in einem Wintergarten, meist als "grünes Wohnzimmer", halt ein zusätzlicher Raum, mit mehr Fensterfläche und viel Grünzeug. Aber er gehört fest zur Villa!

Die brutalen Tötungen der Einbrecher mögen vielleicht Zweck, Freude und Adrenalin einem Leben geben, das einfach langweilig ist. Oder wir haben hier den seltenen Fall, dass sich zwei Menschen mit tiefer sadistischer Neigung ergänzen und sich am Töten erfreuen.
Nein, das war nicht meine Idee und da muss ich also nachjustieren. Die beiden Altchen sind Dank nicht wirklich immer ausreichend großer Renten arm dran. Sie machen viel selbst, basteln, reparieren, leben von ihrme GArten. Ja, und irgendwann kam dann die Idee auf, das man sich auch nehemn kann, was man braucht, also arges Verschieben der moralischen Schwellen, erst aus Not, aber auch aus Trotz/Neid. Das muss ich dringend erklären, ich will da kein Psychopatenpaar. Und mit dem Ausrauben und Verstümmeln (noch haben sie nicht getötet) verändern sie sich auch, Emma findet Spaß daran, nascht auch vom Trank, wird seltsam, genau wie die Spinne. Und das fällt Hans auf, daher auch gerne weg von der Szens, daher die Autofahrt.

Spontan hatte ich für den Anfang die Idee einer Kamerfahrt: Ich würde auf irgendeinem weit entfernten Punkt beginnen, von dem aus die ganze Stadt zu erkennen ist, vielleicht mit ein paar Beschreibungen eines stillgelegten Einkaufszentrums und all der grün-braunen Pflanzen, die an Häusern ranken, dann auf das verlassene und immer "verlassendere" Stadtviertel eingehen und schließlich über den Hintereingang zum Garten und Wintergarten überführen, wo Emma und Hans Schach spielen.
Ja, der Einstieg reicht anscheinend nicht für eien saubere Verortung, Danke für die Idee, ich schaue mal, wo ich mich da bediene.

Hier fragte ich mich, ob Sturm ist oder Sturm kommt oder Sturm droht. Du schreibst zwar von einem aufziehenden Unwetter, andererseits wirkt ja der ganze Garten "aufgepeitscht und durcheinandergewirbelt".
Dah hatte ich diese klassischen ertsen dicken Böen vor Augen, wenn es gleich losgeht. Aber vielleicht brauchte ich das auch nur für mich und meine Gruselstimmung.

Jeder konzentrierte Zug an der Pfeife bringt den Tabak zum Glimmen, macht die Figuren kurz deutlicher. Die beiden Rentner lieben es, hier im Dunkeln zu sitzen, von niemandem gesehen zu werden.
Meinst du den Wintergarten oder die Villa?
Der Wintergarten gehört zur Villa, ist ein mehr oder weniger gläserer Anbau.

körperlich sind die Einbrecher ihnen bei weitem überlegen. Aber: Sie haben ja ihren Garten und ihr technisches Know-how. Im Grunde tappen die Einbrecher in eine Falle.
Ja, so war es gedacht, nur das technische Zeug ist mehr ihrer Sicherheit (das alles klappt) gewidmet, den Überfall erledigt mittlerweile das Gemüse. Ich glaube, ich brauch eine Szene oder einen Rückblick vom ertsen Überfall/Rab, da müsste es den Alten dann schwerfallen, das im Griff zu haben. Daraus entsteht dann die Idee, sich vom Gemüse helfen zu lassen.

Diese ganze Überwachungstechnik samt modernem Schnickschnack passt zu einem Hans und einer Emma einfach nicht.
Fand ich wiederum durchaus glaubhaft, mein ganzes Renterumfeld steckt mich technisch in die Tasche.

Sie haben irgendwelche seltsame Apparaturen entwickelt, wie sie nur am sozialen Rand der Gesellschaft erdacht und erfunden werden. Was auch immer das ist, Lianen als Detektordrähte, Wasser in Schalen als Resonanzmuster, das Fallen der Blätter von der Eiche "Annemarie", das Licht, das durch die schiefen Jägerzaunpfosten durchscheint .
Sehr schöne Idee, ich liebe Deine Fantasie. Aber hier wollte ich wirklichmal Horror versuchen, da fand ich den Fantasyanteil zu ablenkend, zu verspielt, ist ja so auch eine Gradwanderung, die sicherlich nicht bei allen klappt.

Sie haben einen Detailblick für die Umwelt, in der sie leben, das zieht den Leser in den Sog, den der Autor erschaffen will.
Uff - klar, das geht immer mehr, aber ich bin hier schon wegen dem grünen Inhalt erkannt worden, daher gehe ich mal davon aus, das es so schon vielen Lesern zu grün war. Aber natürlich geht es noch spezieller.

"Nein, es sieht leer aus, kein Licht, kein Rauch aus dem Schornstein.“ Die Frau schleicht näher.
„Lilo, muss das noch sein? Ich bin nicht fit.“
„Ja und ja! Und keine Namen, du besoffener Idiot.“
Kann man die beiden wirklich verstehen?
Klar! Heutige Abhörtechnik ist super!

Da fragte ich mich im Nachgang, ob das alte Ehepaar für die Vorfälle verantwortlich ist. Aber gut, meiner Ansicht nach: Kannst du streichen.
Ja, genauso war es gedacht, aber es hat niemand herausgelesen, auch sonst sind viele Hinweise (die mir natürlich alle klar sind) einfach nicht angekommen. Ich schreibe also zu undeutlich, verlange zuviel Erkennen/Hellsehen vom Leser - da muss ich nacharbeiten.

Emma und Hans könnten vielleicht brutaler sein. Fieser. Es knackt, als der Kürbis über Kevins Beine rollt. Vielleicht verharrt er ja noch einen Moment. Vielleicht freut sich Emma und wartet und schaut dem Kevin in die Augen, hey du, du Einbrecher, dieser Kürbis wiegt so und so viele Kilos, und dein Schienbein hält vielleicht einen Kilo aus ... nur als Idee.
Ich hab mich nicht getraut! :drool: Ich hatte so schon das Gefühl, das es brutal ist. Ich lese und gucke keinen Horror, da bin ich also dach die Falsche für. Aber ein bisschen Nachjustieren kriege ich bestimmt noch hin. Wobei der Horror ja nicht die Gewaltsein soll, sondern das lebende Gemüse und die Veränderungen, die mit Emma passieren.

Zum Schluss: Diese Fahrt mit dem Transporter ... ich finde, sie führt macht die Geschicht ein wenig unscharf. Bleib bei der Villa.
Denke ich nochmal drüber nach. Ich wollte zeigen, das Hans zwar den Diebstahl, die Falle gut findet, mit dem Rest aber nur bedingt einverstanden bzw, zunehmend ablehnend ist - er verpieselt sich, trödelt beim nach Hause kommen, ist irittiert wenn Emma so seltsam guckt. Aber da sind wohl noch massig Fehler drin, ich versuche nachzuarbeiten.

Lieber Kiroly, hab Dank und pass auf Deine Gurken aus, man weiß nie, was so im Gießwasser ist
witch

Hallo @Rob F .

eine schaurige Geschichte, die ich auch deswegen unterhaltsam fand, da sie eher leicht und komödienhaft erzählt wird.
Okay, Ziel Eins erreicht!

. Ein wenig kommen die Überlegungen "was passiert als nächstes" des Autors schon durch, da schließe ich mich dem Eindruck von @Detlev an, aber es ist hierbei wahrscheinlich auch schwierig, einen "natürlich wirkenden Flow" hinzubekommen.
Ja, da nehme ich Euren HInweise drurchaus ernst, bin aber unsicher, dass ich verstehe, was ihr meint? Ja, wenn man erst eine Ahnung hat, ist der restliche Verlauf durchsichtig. Also mus sich versuchen eine unerwartete Wendung einzubauen. Oder geht es eher um feinfühliger Übergänge, ist mein Schreibstil schuld? Oder noch was ganz anderes?

Habe ich gerne gelesen, hier noch zwei Details:
Freut mich sehr, den peinlichen Kleinkram habe ich schnell aufgeräumt, Dankeschön

Viele Grüße, bin gespannt auf die Auflösung!
Danke für das mutige "Anders tippen" - Ich wäre gespannt, ob ich @Morphin im Maskenball erkennen würde, er schreibt ja sehr vielfältig was Genre und Stil angeht. Und um Längen besser, also der Vergleich schmeichelt mir auf alle Fälle.
Vielen Dank für Deine Zeit und Hilfe
witch

 
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„Hab ein paar Kleinigkeiten in die Suppe getan: Finger, einen Zeh … ich überlege, ob sein bestes Stück nicht den Gemüsebestand erhöhen könnte, so vom Vermehrungsgedanken her.“ ... „Lass lieber mal sehen, was die Zunge bringt. Ich finde, sie werden allmählich recht blutrünstig.“

"When I look over my shoulder
What do you think I see?
Some other cat looking over
His shoulder at me

And he's strange, sure is strange
Season of the Witch
…“ Donovan*​

Im Ernst (kein Scherz, mein dritter Vorname),

liebe witch,

selbst wenn hier nicht Dein Hang zur Substantivierung (erstaunlich selten kommen „am“ oder „beim“ u. a. zur Substantivierung „zum“ Zuge,

(etwa wie hier

Gebannt beobachten sie das Auto beim Anhalten, wer mag darin sitzen?)
aber bei dieser m. E. schön schrägen Räuberpistole wusst ich sofort, wer dahinter steckt – was mich natürlich nicht davon abhalten kann, in Deinem Text nunmehr herumzuwuseln. Hier – keine Bange, da ist nix falsch, aber es lässt sich doch logischer sortieren
Hans und Emma beobachten das sich anbahnende Chaos aus dem Wintergarten.
wenn der Ort vorweggenonmmen wird - „Aus dem Wintergarten beobachten Hans und Emma das sich anbahnende Chaos.“
wie etwa auch hier statt

Normalerweise strickt sie diese einfach aus Wollresten, eher in gedeckten Farben.
Normalerweise strickt sie diese einfach … in gedeckten Farben aus Wollresten.

„eher“ würd ich empfehlen, ganz wegzulassen weil es – zumindest bei mir – sofort die Frage des „als“ was aufwirft. Originell ist jedoch der Hang zu schwachen Klammern, der fast immer bei andern am Ende des Satzes konstruiert wird, bei Dir aber am Anfang, wie hier

Unwirsch, in einer schwer zu durchschauenden Mischung aus Wut, Erstaunen und Beleidigtsein, wischt sie die Figuren in ihre Schachtel.
Warum nicht ohne Klammer „In einer schwer zu …. und Beleidigtsein wischt sie unwirsch die ..."

Aus der Fahrertür schiebt sich eine schmale Hand, die zierliche Person versteckt langeKOMMA blonde Haare unter einer Sturmhaube, …

Trotz Regen ist das Gespräch der beiden gut zu verstehen.
Ich mag nicht, dass der Genitiv dahingemordet und totgeschwiegen wird, besser also:
„trotz Regens“

Bevor Lilo den Satz beenden kann, reißt es ihr die Füße nach vorn, sie rudert mit den Armen, greift haltsuchend in die Stachelbeere und schlägt mit zerkratz[t]n Händen auf den Plattenweg.

Emma zeigt auf die Reste des Kohlrabiebeetes.
Ich liebe vokalreiche Worte … jenseits der Dampfabzugshaube

„Guck dir das an! Schau!“ Emma trippelt von einem Fuß auf den anderen.
„Bleib ruhig.“
Warum wird den ersten zwei Imperativen das entsprechende Satzzeichen zugeschrieben, nicht aber dem dritten …?

Ja, und hier fällstu mal ungewollt in den Substantivierungsdrang

So lebhaft war sie lange nicht, doch ihr Herz ist nicht mehr das Stärkste.
zurück. Ich empfehle allerdings die Kleinschreibung, ist es doch „nur“ der Superlativ des „stärksten Herzen“s

„Kevin?“ Heulend ruft sie ihren Partner, entdeckt ihn mit gespreizten Beinen, halbsitzend am Wegesrand.
Komma weg!

Es knackt. Kevin schriller Schrei erstirbt, als die gelborange Frucht auf seinem Bauch zum Liegen kommt.
Ein letztes Aufbäumen des Substantivierungsdranges.
Lass das verschwiegene „m“ weg und schon kommt er mittels Infiniefen „zu liegen“

„Schön wär’s, wenn das auch vom Gemüse übernommen würde …“, murmelt Hans und geht mit einem tiefen Ausatmen zur Haustür.
„… und geht tief ausatmend zur ...“

Auf dem Rückweg sammelt er schon mal die ersten zerhackten Kohlrabies in einen Eimer, später wird er sich um die Erbsen und Möhren kümmern.

Trotzdem bugsiert Hans erst gedulig den Möbelroller unter den dicken Kerl.
Kommstu selbst drauf ...

Doch vorher schleppt er für Emma noch einen Eimer mit verwertbarem Gemüse runter. Von dem Fingerstück war nichts zu sehen, wahrscheinlich hat sie sich das eingebildet.
Gezeitenwechsel – eine Insel Prät. in einem gegenwärtigen Meer

Nur noch schmaleKOMMA rote Bänder ziehen sich zum Abfluss.

* hab zwar mit Donovan schon ’n Bier getrunken (kein Scherz – ob er mich heute mit zwar noch dunklem Haar, aber vollständig ergrautem Marx-Bart erkennen würde, bezweifel ich – selbst wenn ich immer noch der ranke, schlanke Kerl bin - aber die letzte gebliebene Gitarre verstaubt -, genug angegeben - aber in dem Fall empfehl ich die Version von Dr. John und den Bluesbrothers ...
, das Original aber https://genius.com/Donovan-season-of-the-witch-lyrics

Wie dem auch wird, however

gern gelesen vom Dante FRiedchen

 
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Hallo @greenwitch

das wird ja im Laufe der Geschichte richtig makaber und gruselig. So als ob nach und nach alle Pflanzen, Tiere und Menschen immer bluthungriger werden. Klasse.

Das einzige, von dem ich mir vorstellen könnte, dass es die Geschichte noch besser machen
würde, wäre ein kleiner Hinweis, ein "Foreshading" des Horrors, zu Beginn der Geschichte.

Habe aber gerade keine Idee, wie das gut umzusetzen wäre.

LG,
Gerald

PS: Danke an @Friedrichard für den Ohrwurm. Er passt gut hier.

 
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Lieber Friedel, Du bist ein Schatz! Auch wenn es gefühlt wirklich weniger Fehler werden, einiges zieht sich doch durch. Aber ich arbeite dran. Da ich im Urlaub und somit nur am Handy bin, dauert das Ausbessern etwas. Dazu dann dein wirklich passender Song - lieben Dank für die Hilf, ich gelobe wie immer Besserung. Zumindest die Substantivierungen stehen jetzt auf meiner Überarbeitungsliste.

Wünsche gutes überstehen der Hitze @Friedrichard , pass auf dich auf
Herzliche Grüße
Witch

Guten Morgen und lieben Dank für deinen Kommentar @C. Gerald Gerdsen,

das wird ja im Laufe der Geschichte richtig makaber und gruselig.
Hoffentlich nicht zu makaber? Gruselig und Gänsehaut war das Ziel.
wäre ein kleiner Hinweis, ein "Foreshading" des Horrors, zu Beginn der Geschichte.
Ja, das sehe ich jetzt auch, so eine Ausgangssituation oder das erste 'relativ harmlose' Mal. So das der aleser die Entwicklung sieht und es sich steigert. Noch habe ich aber auch keine Idee.

Danke an @Friedrichard für den Ohrwurm. Er passt gut hier.
Da schließe ich mich an 😎
Vielen für das verstärken der bisherigen Eindrücke
Witch

 
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Hallo @greenwitch,


das ist so ein moralisches Horror-Ding, in dem nicht eben anständig handelnde Menschen die Quittung bekommen. Dazu auch dieser (mitunter schwarze) Humor, die streckenweise fast märchenhaft Art, zu erzählen, das geht so in Richtung EC-Comics. Ich finde das auch gut, musste echt grinsen, eben weil das so klassisch abläuft und ich dachte: „Ah, ihr habt doch keine Ahnung, mit wem ihr euch da anlegt.“

Vielleicht mal ein Tipp, keine Ahnung, ob du das auf dem Schirm hast, aber weil du auch schreibst, dass dies dein erster Ritt im Genre sei: Weil der Leser sich bei dieser Art Horrorgeschichte nicht in die Rolle des Opfers denkt (keiner ist gern der „Böse“), verpufft das Gefühl des Grauens relativ fix, der Effekt ist mehr so „Naja, geschieht ihm/ihr auch ganz recht“. Du weichst das hier ein bisschen auf, weil die Verhältnismäßigkeit nicht zu stimmen scheint, bei alten Leuten einbrechen ist nicht nett, aber dafür so auseinandergenommen zu werden dann wohl eine ziemlich drakonische Konsequenz.

Eigentlich wollte ich noch schreiben, die Einbrecher könnten etwas mehr Charakterisierung vertragen, aber der Horror entsteht aus der Perspektive, dadurch, dass man durch die Augen dieser beiden Senior-Serienmörder guckt. Man muss halt nur aufpassen, nicht in so eine „Richtig so!“-Stimmung abzugleiten. Also, muss man nicht, aber ich finde, die Story, gerade als Horrorgeschichte, profitiert davon.

die Heizung spuckt noch etwas Wärme aus
Auf der Suche nach einem originellen, aktiven Ausdruck, um nicht einfach schreiben zu müssen, die Heizung ist an. Kennen wir wohl fast alle. :) „Spucken“ passt nicht, finde ich.

Jeder konzentrierte Zug an der Pfeife bringt den Tabak zum Glimmen, macht die Figuren kurz deutlicher
Hier habe ich gedacht: Hossa, was ist das denn für eine Pfeife? Mit was für einer krassen Glut? Muss aber zugeben, rauche keine Pfeife.

„Was meinst du, Liebes, reicht das Geld diese Woche für ein Stück Räucherlachs? Ich hätte so Lust auf Kartoffelpuffer und Lachs.“
Ah, Altersarmut. Hier zum Beispiel Grinsen, also im Guten. Hast du The Mortuary gesehen? Eine Figur erzählt eine Horrorgeschichte, die andere sagt: Nee, war gut, auch bisschen sozialkritischer Subtext, alles drin.

"Nein, es sieht leer aus, kein Licht, kein Rauch aus dem Schornstein.“ Die Frau schleicht näher.
„Lilo, muss das noch sein? Ich bin nicht fit.“
„Ja und ja! Und keine Namen, du besoffener Idiot.“
Bei „Keine Namen, du Idiot“ dachte ich, ob das nicht vielleicht ein bisschen zu professionell ist für so ein paar Ganoven, die das Fenster aufhebeln und den Fernseher aus dem Wohnzimmer klauen.

Lilo schüttelt den Kopf. „Nur noch ein kleines Stück bis zur Haustür und dies ist nur ein Gemüsegarten.“
„Dies ist nur …“ klingt sehr unnatürlich, steif, hyperkorrekt für gesprochene Sprache, auch wenn das ganze hier wie gesagt für mich von so einem (Horror-)Märchensound erfüllt ist.

Vielleicht könnten Emma und er demnächst Monteure oder potenziellen Hauskäufer anlocken?
potenzielle

Kurz zögernd,
Für meinen persönlichen Geschmack zu viel Partizip im Text.

„Ich musste ihr die Zunge rausschneiden, sie war einfach zu laut.“
Das haut in seiner plötzlichen Heftigkeit rein, fand ich gut.

so vom Vermehrungsgedanken her.“
Lass lieber mal sehen,
Das klingt für mich beides nicht nach dem Alter der Sprechenden.

Die beiden Idioten sind so weit zusammengeflickt, die setzen wir heute Nacht aus.“
Die sind aber nicht tot, habe ich das richtig verstanden? Dann wäre die Schockwirkung größer, wenn sie sie „behalten“, um sie Stück für zu Suppe oder Blumendünger zu verarbeiten.

Klaus rollt zwischen seinen acht Beinen etwas Blutverschmiertes hin und her, mit einem verzückten Grinsen.
Da bin ich nicht mitgekommen. Ein Weberknecht? Mit solcher Kraft? Und der grinst?


Coole Geschichte!

Viele Grüße
JC

 
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Moin, moin @Proof ,

Ganz lieben Dank, ja auf so einen Kommentar von einem Horrorkenner habe ich gehofft. Da ist noch Luft nach oben.

das ist so ein moralisches Horror-Ding, in dem nicht eben anständig handelnde Menschen die Quittung bekommen. Dazu auch dieser (mitunter schwarze) Humor, die streckenweise fast märchenhaft Art,
Siehste, diesen Moralhintersinn habe ich gar nicht vedacht, ich wollte halt erst das "Mitleid/Gefühl " auf Seiten der Betten alten Leute und dann den Wechsel. Vorher halt versteckte Hinweise, damit es im Nachhinein nicht zu plötzlich kommt. Leider habe ich wohl nicht alle gedachten Hinweise deutlich genug gesetzt, denn es gibt zuviele, verschiedene Lesarten

Vielleicht mal ein Tipp, keine Ahnung, ob du das auf dem Schirm hast,
Gerne, hier muss ich noch viel lernen

Weil der Leser sich bei dieser Art Horrorgeschichte nicht in die Rolle des Opfers denkt (keiner ist gern der „Böse“), verpufft das Gefühl des Grauens relativ fix, der Effekt ist mehr so „Naja, geschieht ihm/ihr auch ganz recht“.
Stimmt, leuchtet sofort ein.
Verhältnismäßigkeit
Schön, das ich da zum Teil intuitiv gegen gesteuert habe, schaue ich mir aber nochmal an.

Ausdruck, um nicht einfach schreiben zu müssen, die Heizung ist an.
Akzeptiert, muss ich aber erstmal weiterdenken.

Nee, war gut, auch bisschen sozialkritischer Subtext, alles drin.
Haha, wohl eher die Begründung ich will ja keine Soziopathen zeigen.

Dies ist nur …“ klingt sehr unnatürlich, steif, hyperkorrekt für gesprochene Sprache, auch wenn das ganze hier wie gesagt für mich von so einem (Horror-)Märchensound erfüllt ist.
Stimmt, da schraube ich nochmal. Märchenhaft? Weil das Gemüse anfängt zu "leben "?

Für meinen persönlichen Geschmack zu viel Partizip im Text.
Leider eine meiner Kinderkrankheiten - ich war ha heilfroh, dass keiner während des Maskenballs gesagt hat, so viele Partizipien benutzt nur Greenwitch :Pfeif:
Das haut in seiner plötzlichen Heftigkeit rein, fand ich gut.
Ja, so wollte ich es, schön, dass es klappt. Ich empfand es als ziemliche Herausforderung, das es nicht zur Komödie wird, ich wollte Horror einfach mal ausprobieren.

so vom Vermehrungsgedanken her.“
Lass lieber mal sehen,
Das klingt für mich beides nicht nach dem Alter der Sprechenden.
Mal sehen, ob mir was passendes einfällt, aber die alten von heute, reden ja durchaus schon anders, als die alten in meiner Kindheit, also vor 50 Jahren.

Dann wäre die Schockwirkung größer, wenn sie sie „behalten“, um sie Stück für zu Suppe oder Blumendünger zu verarbeiten.
Gute Idee, ich habe mich vor dem Mord gedrückt, da wollte ich die alten nicht haben, wobei es ja so schon sehr fies ist ( ich bin ein totales Weichei)

Klaus rollt zwischen seinen acht Beinen etwas Blutverschmiertes hin und her, mit einem verzückten Grinsen.
Da bin ich nicht mitgekommen. Ein Weberknecht? Mit solcher Kraft? Und der grinst?
Ja, dass habe ich nicht deutlich genug, hat kaum jemand erkannt. Der trank macht das Gemüse, aber auch der Raben und den Weberknecht immer blutrünstige. Auch Emma, sie macht vom Trank. Hans sieht die Veränderung und fängt an, sich davor zu fürchten. Aber das klappt leider bisher nur in meinem Kopf. Ich überlege, eine Szene einzufügen, wie das alles beginnt, damit der Keser die Entwicklung sieht.
Lieben Dank für die tollen Tipps
Witch

 
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Lieber @Friedrichard , ich habe dich nicht vergessen, sondern nur ein ganz klein bisschen übergangen. Sorry! Aber ich hatte mich so über die eher inhaltliche Kritik der beiden mehr horrorerfahrenen Kommentatoren gefreut, dass ich sowas "profanes" wie Kommas kurzzeitig ignoriert habe. Ist natürlich verwerflich und falsch, wird also jetzt nachgeholt, auch wenn die Korrektur noch bis zum kommenden Wochenende warten muss, dass ist mir am Handy zu doof ( oder mühsam)
Lass mal schauen ...

selbst wenn hier nicht Dein Hang zur Substantivierung (erstaunlich selten kommen „am“ oder „beim“ u. a. zur Substantivierung „zum“ Zuge,
Siehste, ich lerne dazu! Steht allerdings auch auf meinem "Überarbeiteten" Zettel. Die Reste schaue ich mir nochmal an.

aber bei dieser m. E. schön schrägen Räuberpistole wusst ich sofort, wer dahinter steckt – w
Mist! Ich bin davon ausgegangen, dass mich niemand hinter Horror sieht. Das der Garten schon als Erkennungszeichen reicht - sehr seltsam.

Hans und Emma beobachten das sich anbahnende Chaos aus dem Wintergarten.
wenn der Ort vorweggenonmmen wird - „Aus dem Wintergarten beobachten Hans und Emma das sich anbahnende Chaos.“
Ja, auch das sollte ich wohl mal auf den besagten Zettel schreiben, habe ich schon mehrfach gehört, da muss ich dran arbeiten.

eher“ würd ich empfehlen, ganz wegzulassen weil es – zumindest bei mir – sofort die Frage des „als“ was aufwirft.
Guter Tipp

Originell ist jedoch der Hang zu schwachen Klammern, der fast immer bei andern am Ende des Satzes konstruiert w
Ha, ich wollte schon immer mal originell sein! Aber vielleicht eher bei eas sinnvollem? Ich schätze, das sind verunglückte Versuche, mehr Abwechslung in die Satzanfänge zu bringen.

Ich mag nicht, dass der Genitiv dahingemordet und totgeschwiegen wird, besser also:
„trotz Regens“
Korrekt, zu dieser Missetat will ich auch nicht beitragen, wird geändert. Wie natürlich auch der Beifang wie fehlende oder überflüssige Kommas.

Emma zeigt auf die Reste des Kohlrabiebeetes.
Ich liebe vokalreiche Worte … jenseits der Dampfabzugshaube
Cool, nicht wahr? Ich denke aber, es ist richtig so.

Warum wird den ersten zwei Imperativen das entsprechende Satzzeichen zugeschrieben, nicht aber dem dritten …?
Oh man, es sind soviele Ausrufezeichen drin und bei jedem einzelnen habe ich an deine wiederholten Kommentare zum 'Schützt die Ausrufezeichen!' gedacht.

Ja, und hier fällstu
Überarbeitungsliste missachtet!

Trotzdem bugsiert Hans erst gedulig den Möbelroller unter den dicken Kerl.
Kommstu selbst drauf ...
Ups!!

gern gelesen vom Dante FRiedchen
Das freut mich sehr, lieben Dank für deine Hilfe
Heiße Grüße aus Berlin, ich will zurück in den kühlen Norden
Witch

 
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Liebe demaskierte Greenwitch,

jetzt bin ich ich auch einmal zum Lesen bekommen und ja, bereits der erste Absatz klingt total nach. Dir :lol:.

Also vorab erst einmal: Die kleine Geschichte gefällt mir. Manchmal ist sie mir etwas tell-lastig. Ob es die Story mit den Stulpen und dem langen Schachspiel nicht auch hätte wegkönnen, ist aber wohl auch Geschmacksache. Mir beginnt es etwas zu träge, bevor es richtig losgeht. Der Karl gefällt mir übrigens :D, auch wenn er gar keine echte Sp… ist.

So nun die Details:

Inmitten des Gemüsegartens steht die Vorstadtvilla – alt, gebrechlich und dunkel.

Das gefällt mir gut.
Doch vor ein paar Wochen entdeckte sie an den Händen einer der Nachbarinnen leuchtend rote Stulpen mit Spitzenkante.

Die zahnlosen Kauleisten hin- und herschiebend zieht Emma die Stirn kraus und steckt die störrischen grauen Haare zurück in den Dutt.
Das ist auch ein schönes Bild.
Emma winkt mit der Hand auf und ab, kein Grund für Aktionismus. Bloß nicht zu optimistisch herangehen.
Also, die beiden Sätze verstehe ich nicht. Die sollen vermutlich eine Andeutung auf das kommende sein. Da die Lesenden aber noch ganz unbedarft sind, fragt man sich wie Aktionismus und Optimismus zu der ängstlichen Grundhaltung passen. Ich würde das einfach ersatzlos streichen.
„Bin nicht besoffen, nur nicht nüchtern. Hier ist es unheimlich.“
:lol:
hält die Machete wieder in der Hand.
Warum hat die Einbrecherin denn eine Machete? Zu viele B-Movies gesehen? Ich würde ja eher eine Brechstange oder so erwarten. Vor allem, nachdem sie offenbar ein leeres Haus erwarten.
Draußen drückt die Frau sich mühevoll unter den Arm des zusammengesunkenen Kerls, schiebt ihn weiter, drängt ihn von dem betäubenden Gestank der Kohlgewächse weg. Erschöpft sinkt sie ein paar Meter weiter auf ein Knie und würgt.

An dieser Stelle geht die Geschichte wirklich los. Ich glaube, ich würde radikal kürzen und die beiden kurz am Schachtisch zeigen, wie sie sich über die Einbrüche unterhalten und dann direkt bei den Einbrechern weitermachen.

Und ein Zitat wurde nicht kopiert. Da stand aber das schöne Wort “boomen”. Das passte für mich gar nicht zu den alten, wenn auch gut ausgerüsteten, Leuten. Vielleicht eher: fanden reißenden Absatz.

So, dass war es von mir und ich bin heile froh, dass ich meine Portion Gemüsesuppe zum Mittag vorher schon intus hatte; sonst hätte ich gefürchtet, das Gemüse schaut mir aus dem Teller entgegen und …


GLG
Mae

 
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Hallo Du Liebe,
Und ganz dickes Dankeschön, dass du meinen Horror-Erstling auch so gut davon kommen lässt.

Liebe demaskierte Greenwitch,

bereits der erste Absatz klingt total nach. Dir
Ich verstehe es immer noch nicht - aber vielleicht ist das ja positiv.


Die kleine Geschichte gefällt mir. Manchmal ist sie mir etwas tell-lastig. Ob es die Story mit den Stulpen und dem langen Schachspiel nicht auch hätte wegkönnen, ist aber wohl auch Geschmacksache. Mir beginnt es etwas zu träge, bevor es richtig losgeht.
Ja, ich glaube mir gefällt "tell" , daher war und ist mir das bewusst. Dennoch Dankeschön für den Hinweis. Ich wollte halt gerne vorne zwar die beiden Altchen als bemitleidenswert erscheinen lassen, aber dem Leser dennoch Hinweise geben, dass sie eigentlich gar nicht die netten sind. Eher so, dass es ihm dann im Nachhinein klar wird, weil es stand da schon. Das habe ich bisher noch nicht geschafft 🙄

Der Karl gefällt mir übrigens :D, auch wenn er gar keine echte Sp… ist.
Da spricht die wahre Horrorqueen. Aber Karl ist ja theoretisch nur für einen einzelnen (nicht netten) Mann in der Südwestlichen Ecke des Landes dabei.

Inmitten des Gemüsegartens steht die Vorstadtvilla – alt, gebrechlich und dunkel.
Das gefällt mir gut.
Fein! Solch "gefällt mir" Meldungen sind auch immer wichtig, denn da will man ja hin.

Emma winkt mit der Hand auf und ab, kein Grund für Aktionismus. Bloß nicht zu optimistisch herangehen.
Also, die beiden Sätze verstehe ich nicht. Die sollen vermutlich eine Andeutung auf das kommende sein. Da die Lesenden aber noch ganz unbedarft sind, fragt man sich wie Aktionismus und Optimismus zu der ängstlichen Grundhaltung passen. Ich würde das einfach ersatzlos streichen.
Ja, ich sehe das Problem. Dennoch werde ich wohl einmal probieren, eine Szene einzuschieben, die es deutlicher macht, mal schauen, wie es dann funktioniert.
Streichen ist dann die andere Option.

Warum hat die Einbrecherin denn eine Machete? Zu viele B-Movies gesehen? Ich würde ja eher eine Brechstange oder so erwarten. Vor allem, nachdem sie offenbar ein leeres Haus erwarten.
Naja, sie haben es ausspioniert, hier ist viel grün. Aber vielleicht sollte ich ihm die Brechstange geben und einen Satz einfügen.

An dieser Stelle geht die Geschichte wirklich los. Ich glaube, ich würde radikal kürzen und die beiden kurz am Schachtisch zeigen, wie sie sich über die Einbrüche unterhalten und dann direkt bei den Einbrechern weitermachen.
Ich hasse kürzen, natürlich sollte ich es genau deshalb tun.

Da stand aber das schöne Wort “boomen”. Das passte für mich gar nicht zu den alten, wenn auch gut ausgerüsteten, Leuten. Vielleicht eher: fanden reißenden Absatz.
Ah, guter Hinweis. Ich schaue mal.

sonst hätte ich gefürchtet, das Gemüse schaut mir aus dem Teller entgegen und …
Ja, ab sofort gilt auch bei mir: immer den Kürbis im Auge behalten.
Ich freue mich jedenfalls sehr, dass die Geschichte im großen und ganzen funktioniert. Deshalb werde ich bestimmt kein Horror Fan, aber ein bisschen mehr Spannung schadet meinen Geschichten sicherlich nicht.

Hab vielen Dank und sei schön fleißig beim Schreiben, ich freue mich auf etwas Neues von dir.
Schwitzige Grüße aus der Bahn
Witch

 

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