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Die letzten 3

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26.01.2008
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Die letzten 3

Frederik war erst 26.
Er lag auf dem Fußboden einer dreckigen Kneipentoilette, während der
Schuss, der sein goldener und somit letzter in dieser Welt sein sollte, langsam seine tödliche Wirkung entfaltete.
Draußen vor der Kabine hämmerten namenlose Gestalten wütend vor die Tür, brüllten unverständliche Drohungen und bewarfen ihn mit bedeutungslosen Beschimpfungen.
Frederik nahm sie nicht mehr wahr. Sie waren alle nur Statisten in der, zweifellos traurigen aber keinesfalls unvorhergesehenen, Tragödie seines Ablebens.
Es gab keine glorreichen letzten Worte, nichts worüber zufällige Zeugen einander erzählen würden, nicht mal einen letzten Gedanken. In einem Moment war Frederik Bode noch am leben, im nächsten war er tot.


Er öffnet die Augen.
Die schmutzige Kneipentoilette ist verschwunden, genauso wie die Spritze, die er nicht mehr aus seiner Vene herausziehen konnte. Um ihn herum existiert nichts als Dunkelheit, keine Türen, keine Wände, nicht mal einen Boden scheint es unter seinen nackten Füßen zu geben.
Er steht, nur mit seiner schmutzigen Jeans bekleidet, im ewigen Nichts.
Aber das stimmt nicht ganz. Etwas ist da noch.
Ein Licht. Zuerst traut er seinen Augen nicht, aber sein Zweifel ist nur gespielt, er WEIß, dass da etwas ist.
Er spürt es. Das blutrote Licht ist zuerst nur ein kleiner Punkt, kaum größer als die Faust eines Mannes.
Dann wächst es. Es lodert auf, wie ein angefachtes Lagerfeuer und brennt eine riesige Feuerwand in die Schwärze des Universums. Frederik wird magisch von der flammenschlagenden Wand vor ihm angezogen und geht, ohne den Widerstand eines Fußweges unter ihm zu spüren, auf sie zu.
Das Feuer schlägt ihm ins Gesicht, verbrennt seine Haut, und der plötzliche Schmerz der ihn durchfährt, ist so stark das alle Qualen die er jemals durchleben musste, ihm jetzt wie lächerliche Bagatellen vorkommen. Er spürt seine Lippen, die wie blutige Schläuche platzen, spürt seine Augäpfel, die in seinem Kopf zu schmelzen beginnen, und trotzdem muss er weiterhin auf die Flammenwand zugehen, bis er sie schließlich erreicht und durch sie hindurch schreitet, als wäre sie die Tür in eine andere Welt. Denn das ist sie, die Tür in DIE andere Welt.
Als er auf der anderen Seite ankommt, weiß er dass sein Gesicht völlig gesund ist und die Wunden, die das Feuer verursacht hat, geheilt sind, ohne es anzufassen. Er weiß es, weil das unbestimmte Gefühl von Gewissheit das erste ist, was er verspürt. Frederik steht in einem breiten Korridor, dessen Ende nicht zu erkennen ist. Decke, Boden und Wände sind jetzt sichtbar, da sie komplett mit blutroten Flammen bedeckt sind, die wild um sich schlagen und eine Hitze verströmen, die ihm schmerzhaft auf der Haut brennt. Schmerz, ist das zweite was er spürt. Angst, das letzte der drei Gefühle die bis in alle Ewigkeit die einzigen sein werden die er noch spüren wird, folgt fast im selben Augenblick als er den Mann im schwarzen Anzug erblickt.
„Frederik,“
Keine Frage, eine Festellung. Der Mann dessen Gesicht von den züngelnden
Flammen der Wände verdeckt ist kennt ihn. Kein Wunder, schließlich kennt Frederik ihn auch. Er ist fast an die 2 Meter groß, trägt rote Stiefel zu dem
Schwarzen Anzug und dem Schwarzen Hemd und eine Krawatte die selbst eine Flamme zu sein scheint. Sie flackert aufgeregt wie eine lodernde Fackel als er langsam auf ihn zukommt.
„Frederik, schön dich zu sehen. Wenn auch die Umstände nicht die besten sind, freut es mich dir endlich persönlich gegenüberstehen zu können. Du
weißt wer ich bin?“ Er weiß es, aber er kann nicht antworten. Der Mann im
schwarzen Anzug ist mittlerweile so nah an ihn herangetreten das die Hitze seiner in Flammen stehenden Krawatte ihm die dunkelbraunen Haare versenkt. Jetzt kann er auch das Gesicht des Mannes erkennen, der in ihm diese alles betäubenden Angst Attacken auslöst, aber das macht alles nur noch schlimmer. Es ist eine perfekte Kopie seines eigenen nur das anstelle der Augen, winzige Feuerbälle in seinen Höhlen lodern. Ein erbarmungsloses
Lächeln blitzt auf dieser grauenhaften Visage, während Krawatte und „Augen“ im Einklang ein zitterndes Flackern vollführen.
„Komm mit mir, wir haben noch etwas zu erledigen bevor du deine neue Unterkunft besichtigen kannst.“ Frederik antwortet noch immer nicht. Er folgt
dem Mann der sein Gesicht trägt willenlos, als dieser sich umdreht und den Gang der Flammen entlang geht wie ein Tourguide bei einer Besichtigung.
Feuer schlägt ihnen von allen Seiten auf Gesicht, Hände und den Körper und während Frederik „Höllenqualen“ durchleidet, scheint es seinem Zwilling nicht das Geringste auszumachen. Die Gewissheit in seinem Kopf erzählt ihm warum das so ist und er versteht. Er weiß.
Als der Mann im schwarzen Anzug halt macht stehen sie vor einem Fenster,
das von den züngelnden Flammen der linken Wand eingerahmt wird. Der dunkle „Gastgeber“ sieht nun auf den Neuankömmling herab und bittet ihn mit seiner tiefen, fast nur aus Basstönen bestehenden, Stimme näher zu treten und einen Blick durch das Fenster zu werfen. „Nur keine Angst, dafür ist es sowieso schon zu spät.“ Doch Frederik hat Angst. Unvorstellbare Angst. Nicht vor dem Feuer das seine Fußsohlen wie Grillsteaks zu braten scheint, nicht vor dem Fenster aus dem ein beunruhigendes Leuchten flimmert. Er hat panische Angst vor dem Mann mit den brennenden Augen und dem schwarzen Anzug. Die Gewissheit, dass er der jenige ist, ist stärker
als die Schmerzen die er durch wild schlagende Flammen verspürt und viel stärker als die Angst vor der Ausweglosen Situation in der er sich befindet. Sein einziger Gedankengang gilt dem Zwillingsgesicht mit den zwei lodernden Fackeln in den Augenhöhlen.
„Denk nicht darüber nach, Freddy. Das führt zu nichts, nichts angenehmen.“
Er unterstreicht diesen Satz mit einem grausamen Lachen das jegliche Hoffnung, sofern er welche gehabt hätte was nicht der Fall war, auf einen Schlag zu Nichte gemacht wurde. In diesem Punkt war die Gewissheit ein Segen. Es würde keine Enttäuschungen geben. Nie mehr.
„Sieh einfach durch das Fenster, es wird dir nicht gefallen aber das werden die wenigsten Dinge hier unten tun.“ Wieder dieses fürchterliche Lachen das sein Trommelfell zum vibrieren und seine Gliedmaßen zum zittern bringt.
Frederik geht nun einen Schritt nach vorne um in das von Feuer umgebene
Fenster zu blicken. Angst, Schmerz und Gewissheit vereinen sich zu einem
Trance ähnlichen Zustand der ihn wie gebannt die sich vor ihm abspielenden Szenen verfolgen lässt.


Es ist Juni.
Freddy ist 14 Jahre alt und zieht mit seinem besten Freund, Dennis, um die Häuser. In der Abenddämmerung des ersten wirklich heißen Tages in diesem Sommer erzählen die beiden sich laut lachend Geschichten über die Mädchen in ihrer Klasse, und lügen sich gegenseitig vor das sie die meisten von ihnen schon gehabt haben. Sie sind unbeschwert, vergnügt und genießen die warme Brise auf der verschwitzten Haut ihrer pubertären Gesichter. Es ist gerade halb neun als sie die alte Frau entdecken, die müde und beschwerlich mit ihrer großen Handtasche auf dem Weg nach Hause zu sein scheint. Freddy und Dennis wechseln einen Blick der ihnen sagt dass sie beide den selben Gedanken haben. Sie folgen ihr.
Als die alte Dame ihre Haustür erreicht hat und nach dem Schlüssel in ihrer Tasche forscht, stehen die beiden Halbstarken an der Straßenecke und beobachten sie gierig von hinten. In dem Moment in dem sich die Tür öffnet stürmen sie wie zwei Raubtiere aus ihrem Versteck und schubsen die zittrige Rentnerin in den Hausflur worauf diese erst stolpert und dann unbeholfen zu Boden fällt. Sie zeigen keine Gnade. Freddy ist der erste der ihr mit geballter Faust mitten in das von Falten und Entsetzen verzerrte Gesicht schlägt. Sie will sich schützen, will um Hilfe schreien aber keiner der beiden lässt ihr eine Gelegenheit dazu. Sie schleifen die wehrlose Frau in den Keller des Hochhauses um sie dann in einer dunklen Ecke weiter mit brutalen Schlägen und üblen Beschimpfungen zu traktieren bis sie blutüberströmt ist und ihr alter schlaffer Körper keine Bewegung mehr von sich gibt.
Frederik kramt, scheinbar völlig unbeeindruckt, in der Handtasche der jetzt schwer verletzten Frau und findet nach kurzem Suchen den Grund für ihren skrupellosen Überfall. Ihre Geldbörse.
Er wirft sie Dennis zu der daraufhin die Geldscheine, zwei 10er und einen 20er heraus nimmt und in die Tasche seiner bunten Bermuda Short steckt.
Kurze Zeit später kommen die beiden, zufrieden lächelnd, aus der Eingangstür und begeben sich wieder auf ihren ursprünglichen Weg.
Sie lachen, erzählen sich wieder die versauten Storys über ihre Mitschülerrinnen und teilen ihre Beute untereinander auf. 20 Mark für jeden.
Kein Grund auszuflippen, aber besser als gar nichts.


„Sie starb in diesem Keller, Frederik.“
Er sieht sich nicht in der Lage dem Mann im schwarzen Anzug etwas zu erwidern als dieser sich zu ihm umdreht. Er hatte gerade einen Ausschnitt aus seinem Leben, sich selber gesehen wie er eine wehrlose alte Frau mit bloßen Händen umgebracht hatte. Für eine Sekunde ist der Trance Zustand
den die 3 letzten Gefühle seines „seins“ bei ihm auslösen durchbrochen und er empfindet tiefe Trauer und unbeschreibliche Scham.
Dann befindet er sich wieder im gleichen schmerzvollen Gefühls Wirr War
das ihn, seit er durch die Feuerwand getreten war, übernommen hat.
Sein „Tourguide“ schaut ihn aus brennenden Augen an, sein fürchterliches Lächeln blitzt noch immer wie eine Messerschneide über das grauenvolle Gesicht das seinem eigenen so verdammt ähnlich ist.
„Was hat du denn gedacht? Das sie sich aufrappelt, den Staub von ihrem alten Kleid klopft um sich dann in ihrer kleinen Wohnung erstmal einen Tee zu kochen?“ Frederik sieht ihn noch immer mit vor Angst aufgerissenen Augen an, sieht sich immer noch außerstande auch nur ein einziges Wort zu sprechen. Aber er merkt dass er das gar nicht muss als der dunkle Mann wieder zu sprechen beginnt. „Du wusstest nicht dass sie tot war, aber ändert das irgendwas? Hätte dich das damals interessiert, wenn man es dir gesagt hätte?“ Vermutlich nicht. Die Gewissheit war in seinem Kopf über präsent, sich selbst zu belügen funktionierte nicht mehr. Auch wenn er JETZT Trauer und Mitgefühl für die alte Dame verspürt hatte, damals wäre es ihm einfach scheißegal gewesen.
„An diesem Sommerabend hast du den ersten Fuß in dein heutiges Zuhause gesetzt. Komm jetzt mit, ich zeig dir an welchem Punkt du verloren warst.“
Der Mann im schwarzen Anzug spricht, trotz seiner verstörend dunklen Stimme, nicht ganz ohne Humor. Ihm scheint die ganze Sache auf eine perverse Art spaß zu machen. Aber auch das ist Frederik mehr als klar, wenn man bedenkt wer dieser Mann ist.
Wieder schreitet er den Gang entlang und wieder folgt „Freddy“ ihm ohne sich auch nur im Geringsten dagegen wehren zu können. Er beginnt in den Flammen die ihn umgeben, und ihm pausenlos unvorstellbare Schmerzen zufügen, grässlich missgestaltete Gesichter zu sehen. Und zu hören.
Sie warnen ihn vor dem Mann im schwarzen Anzug, flehen ihn an sich umzudrehen bevor es zu spät ist, kreischen fast in seinem Kopf dass er verdammt ist wenn er auch nur einen Schritt weitergehen wird. Doch Frederik geht weiter. Er hat keine Chance. Obwohl der Mann mit seinem Gesicht, ihm den Rücken zugedreht hat, kann er die brennenden Augäpfel sehen, mehr noch, er spürt sie. Sie üben eine Übermenschliche Anziehungskraft auf ihn aus und er weiß dass er jetzt schon verdammt ist, weil er keine Möglichkeit hat sich ihr zu entziehen. Nicht das er es versuchen würde. Er weiß dass es nicht funktionieren wird, weil die Gewissheit in seinem Kopf ihm das sagt.
Als sie an einem weiteren Fenster ankommen bleiben sie stehen. Die brennenden Augen sehen ihn an, das messerscharfe Grinsen verhöhnt ihn und der Mann im schwarzen Anzug streckt ihm seine behandschuhte Hand entgegen damit er näher kommt und in sein Fenster sehen kann.
Er tut es.


Es ist Juni.
Frederik ist 21 Jahre alt und die Spuren die sein seit 4 Jahren konstanter Heroinkonsum hinterlassen hat sind deutlich und unbarmherzig.
Er sitzt zusammen mit Dennis auf den Stufen vorm Hauptbahnhof und zündet einen Zigarettenstummel an den er vorher aus dem Rinnstein gefischt hat.
Ihr letzter Schuss ist 10 Minuten her und sie fühlen sich, den Umständen entsprechend, fast gut. Sie beobachten die Scharen von Menschen die an diesem Morgen voller Hektik über den Platz vor dem Bahnhof hetzen und erfinden lächerliche Geschichten über einzelne Personen.
Ein junges Mädchen im Sommerkleid, das fröhlich pfeifend in Richtung Haltestellen trippelt, erregt ihre Aufmerksamkeit. Wieder wechseln die beiden Freunde/Junkies diesen kühlen, herzlosen wissenden Blick bevor sie aufstehen und auf das höchstens 16 jährige Mädchen zugehen. Wieder verfolgen sie ihr Opfer, fahren ein paar Haltestellen in ihrem Bus mit bis sie an einem kleinen Waldstück aussteigt. Sie lächeln sich an, besser hätte es nicht laufen können. Das Mädchen hat sie mittlerweile bemerkt, hatte es schon im Bus, und versucht nun wegzurennen, ohne Erfolg. Freddy und Dennis sind schneller, bekommen sie zu fassen und zerren sie unter ihren fürchterlich kreischenden Hilfeschreien in den Wald.
Sie schlagen sie, zerfetzen ihr Kleid und ihr Höschen, prügeln sie fast bewusstlos. Dann vergewaltigen sie Sie. Erst abwechselnd dann zusammen, schlagen immer wieder auf sie ein bis sie keinen Mut mehr hat sich zu wehren. Erst nach einer Stunde lassen sie endlich von ihr ab und drohen ihr zum Abschied noch an sie umzubringen falls sie irgendwem davon erzählen sollte. Sie lassen sie liegen, schauen sich ein letztes Mal nach eventuellen Zeugen um und verschwinden dann. Sie lachen, scherzen über sie und planen dass doch einmal die Woche zu machen, wo es doch so einfach sei.
Dann steigen sie in den Bus und fahren zurück zum Hauptbahnhof.


Frederik weint.
Eine Sekunde lang ist sein Körper vollkommen ungeschützt gegen diese Flutwelle von negativen Empfindungen. Er fühlt sich als wäre er das Opfer und nicht der Täter gewesen, fühlt sich vergewaltigt. Eine Sekunde lang sind die Flammen die sein Gesicht lebendig verbrennen wollen vergessen, er spürt sie nicht. Der Mann im schwarzen Anzug macht ihm keine Angst mehr, und die einzige Gewissheit die er in seinem Kopf spürt ist die das gerade zwei heroinabhängige gewaltsam in ihn eingedrungen sind.
Einen Augenblick später ist alles wieder beim „alten“.
Er will etwas sagen, MUSS etwas sagen, aber die gute alte Gewissheit hat sich wieder in seinem Kopf eingenistet und er erkennt das alles was er zu sagen hat feige Ausflüchte und Rechtfertigungen gegenüber dem Mann im schwarzen Anzug sein werden.
„Nutzlos!“ knurrt dieser nun zum ersten Mal ohne das abscheuliche Grinsen auf dem Gesicht. „Glaubst du ernsthaft du wärst hier, wenn es eine gute Erklärung für das ganze gäbe? Glaubst du wirklich das es hier auch nur die geringste Fehlerquote gibt?“ Das tut er nicht.
„Du hast eine alte Frau mit deinen eigenen Händen getötet, ein junges Mädchen brutal vergewaltigt und damit in den Selbstmord getrieben und in der einzigen Sekunde in der du Herr über deine Gefühle bist wagst du es meine Entscheidung in Frage zu stellen?“
Frederik fällt keine zufrieden stellende Antwort ein, weiß aber das er sowieso kein Wort rauskriegen würde. Die Angst vor dem dunklen Mann ist wieder überwältigend groß, die Schmerzen der Flammen um ihn herum scheinen sich ins unermessliche gesteigert zu haben und die Gewissheit das er das alles, vermutlich noch viel mehr, verdient hat pocht wie ein riesiges Pendel unaufhörlich in seinem Kopf.
Der Mann im schwarzen Anzug lächelt nun wieder sein unbarmherziges Gewinnerlächeln und schaut mit seinen in flammen stehenden Augen auf Frederik hinab.
„Bei den meisten Menschen gibt’s nur ein Fenster, bei einigen drei oder vier.
Du liegst im Guten Mittelfeld, was an deinem unausweichlichen Schicksal nichts ändern wird, Frederik.“
Sie sind mittlerweile am Ende des brennenden Korridors angekommen, an dem steht eine gewaltige schwarze Tür, die genau wie die Fenster von lodernden Flammen eingerahmt ist. Auf der Tür steht ein Name den er nicht erst lesen muss um zu wissen welcher es ist. Es ist sein eigener.
Auf der Tür steht in blutroten Lettern: Frederik
„Unsere kleine Tour in deine Vergangenheit ist hier beendet. Das was hinter deiner Tür liegt ist allein für dich bestimmt. Ich hoffe es gefällt dir, hab mir viel Mühe gegeben es deinen innersten Ängsten entsprechend zu gestalten.“ Er sagt das mit einem gewissen Anflug von Stolz in seiner verzerrten Stimme, was Frederik völlig überhört. Angst, Schmerz und Gewissheit haben ihn fest in ihrer Umklammerung und werden ihn bis in alle Ewigkeit nicht mehr loslassen. Allein die Gewissheit der bevorstehenden Tortur würde ausreichen um ihm den Verstand zu rauben.
„Aber Gewissheit allein wäre doch keine Strafe, oder?“
Mit diesen Worten geleitet der Mann im schwarzen Anzug ihn zur Tür, woraufhin Frederik sie öffnet und zum ersten und gleichzeitig letzten Mal das Wort an ihn richtet. Seine Stimme bebt, zittert, ist fast nicht zu verstehen.
„Es ist alles genauso wie ich es mir immer vorgestellt hab…..“
Er braucht keine Erklärung abzuwarten, die Gewissheit setzt die Bilder in seinem Kopf zusammen, leitet das Verstehen ein. Die Dunkelheit, das Feuer, der Teufel der ein eineiiger Zwilling von ihm zu sein scheint. Bevor er in die Qualvolle Ewigkeit, die sein Schicksal ist, schreitet denkt er seinen letzten zusammenhängenden Satz. Ein Sprichwort seines Vaters.
Jeder schafft sich seine eigene Hölle.

 

Lieber Kluth,

am Ende dieser Geschichte war ich sehr enttäuscht. Schon deine zwei vorherigen Geschichten wurden fehlergespickt ins Korrekturcenter eingeliefert, und trotzdem machst du bei dieser Geschichte schon wieder so viele. Vor allem die Kommasetzung ist, entschuldigung, grauenhaft. Bevor du sie hier reinpostest, könntest du deine Geschichten zumindest erstmal in ein Rechtschreibungsprogramm kopieren, dann würde ein grosser Teil mal wegfallen.
Zu deiner Geschichte:
Auch vom Inhalt her war ich nicht sehr begeistert. Von irgendwelchen Leuten, die aufgrund ihrer schlechten Taten in die Hölle kommen, erzählt man sich schon seit Ewigkeiten. Um aus diesem Thema etwas Neues herauszuholen, musst du dich schon mehr anstrengen. Meiner Meinung nach bedienst du dich zu vieler Klischees und Redewendungen, die Vorstellungen von Hölle und Teufel sind auch nicht gerade revolutionär. Gefallen hat mir hingegen die Sache mit den Fenstern, das ist doch mal ein interessanter Ansatz.
Der andere Punkt, der mich noch gestört hat, ist die ständige Wiederholung von Freddys Zustand. Wieder und wieder erwähnst du seine Schmerzen, Angst etc.- dabei kann sich der Leser wohl selber denken, dass der Prot in speziellen Situationen Angst hat, traurig ist oder was auch immer. Wenn es wirklich nötig ist, Gefühle zu erwähnen, oder du findest, dass es zur Geschichte gehört, solltest du es etwas geschickter angehen. Versuche doch mal, ein Gefühl nicht direkt anzusprechen, sondern es mit dem Verhalten des Prots, z.B. mit Gestik, Mimik oder auch Reaktionen deutlich zu machen.
Die Fehler korrigiere ich dir nicht, das ist mir zu viel Arbeit. Ich schlage vor, dass auch diese Geschichte ins Korrekturcenter verschoben wird.

Was mir zuletzt noch aufgefallen ist: Es wäre schön, wenn du dich ab und zu mit Korrekturen oder einer Kritik an Geschichten von anderen Autoren beteiligst. Wenn du das tust, werden diese vielleicht als "Dank" deine Geschichten lesen und kommentieren. Wenn du dazu keine Lust hat, dann antworte doch wenigstens auf die Posts zu deinen eigenen Geschichten, sonst werden sie bald gar nicht mehr gelesen.

Das war's.

Bajonett

 

hallo,

Zu Rechtschreibfehler und Kommasetzung ist genügend gesagt worden und auch zu den Klischees, die du Stapelweise in die Geschichte eingearbeitet hast.

am besten fand ich noch den Ansatz bei dem Fenster mit der Vergewaltigung, dass Frederik das emotionale Erlebnis, die Tortur und das Grauen seines Opfers am eigenen Leib erfährt. hier hättest du ein wenig ins Detail gehen und die Qualen vielleicht um einiges drastischer darstellen sollen.
Leider reitest du auch unnötig lange auf den immer selben Beschreibungen herum. Es hat den Anschein, als wolltest du dich damit über eine nachvollziehbare Beschreibung der Erlebnisse deines Protagonisten hinweg stehlen. Zeig mir deinen Protagonisten, lass mich sehen was er sieht, lass mich fühlen, was er fühlt und lass mich vor allem Anteil nehmen, denn so wie die Geschichte jetzt ist, ist mir Frederik völlig egal.

Der Ansatz gefällt mir, ganz ehrlich! Da könntest du einiges draus machen, dazu müsstest du dich aber von den vielen Klischees verabschieden und das Ganze etwas erlebbarer gestalten. Nicht zu vergessen wäre auch eine drastische Kürzung!

es gibt ein sehr hübsches Buch von Larry Niven: Das zweite Inferno. Das Buch geht in eine ähnliche Richtung und könnte dir gefallen.

Georg

 

Lieber Kluth,

ich melde mich hier noch einmal, weil mein erstes Posting wohl so wirkt, als hätte mir deine Geschichte überhaupt nicht gefallen. So ist es aber nicht. Die Umsetzung hat mir nur nicht gefallen. Wenn du an deiner Rechtschreibung und auch an deinem Stil arbeitest, bin ich mir sicher, dass du wunderbare Geschichten schreiben wirst. Die Ideen dazu hast du schon.
Jetzt brauchst nur nur noch etwas daraus zu machen.
Ich weiss, das ist sicher leichter gesagt als getan, aber ich werde auf jeden Fall alle weiteren Geschichten von dir lesen. Dein "Werdegang" als Autor interessiert mich. ;)

Also hoffentlich bis bald
Bajonett

 

Danke (oder so)

ja, ja, die rechtschreibfehler...
vielleicht sollte ich hörbücher machen!!?
ich könnte behaupten, das ich ein kriegsveteran ohne hände bin, dessen legasthenischer (das hört sich falsch an) hausaffe die storys schreibt.
aber das wäre nur eine faule ausrede (und gelogen).
stattdessen schieb ich das jezt einfach mal auf aufs fehlende rechtschreibprogramm, und auf eine sehr ausgeprägte faulheit. da ich aber merke, dass das das lesen sehr erschwert (habt ihr schonmal 3 "das" hintereinander geschrieben? geiles gefühl!) gelobe ich der besserung. meine faulheit geht allerdings soweit, dass ich nichtmal spanisch lerne obwohl ich in spanien lebe, erwartet also nicht zu viel.

was den inhalt der stories angeht, bin ich für kritik natürlich so offen wie ein 16 jähriges mädchen für ungeschützten geschlechtsverkehr (schon wieder ein klishee), kann aber jetzt schon sagen das ich nicht auf alle antworten werde.
ich ertrinke zwar nicht gerade in "fanpost", trotzdem hab ich kaum zeit mich vor den pc zu setzten und jedem zu antworten(ich muss ja fehler korregieren).
aber auch in diesem punkt gelobe ich besserung (hallejulia).

ich danke allen (also euch 2), dass ihr euch die zeit genommen habt die 2,3 kleinen fehler rauszusuchen, und natürlich auch für die kritik an der story selbst. ich werde mir jetzt eure durchlesen, und aus reiner bosheit ein paar sehr menschverachtende kommentare verfassen (kein spaß).

Danke!

ps: wer die rechtschreibfehler aus diesem text raussucht (das war doch einer, oder?), der hat verdammt gute chancen auf einen sehr frühen tod.

Kluth

 

ich merke gerade, das sich NIEMAND die mühe gemacht hat, meine fehler rauszuschreiben.

streicht das "danke" also.

danke.

 

ich merke gerade, das sich NIEMAND die mühe gemacht hat, meine fehler rauszuschreiben

Wenn Du ganz lieb fragst, findest Du vielleicht sogar jemanden, der sich als Ghostwriter für Deine Ideen hergibt. Dann musst Du gar nichts selbermachen. Wär das was?

 

Wenn Du ganz lieb fragst, findest Du vielleicht sogar jemanden, der sich als Ghostwriter für Deine Ideen hergibt. Dann musst Du gar nichts selbermachen. Wär das was?

darf ich das als bewerbung verstehen..?

 

also ich versteh dich nicht. Was willst du eigentlich? als Antwort auf den berechtigterweise angemahnten Korrekturbedarf verbreitest du dich über deine ach so grenzenlosen Faulheit und motzt herum, dass wir dir nicht alle Fehler raus gesucht haben. Wir sind hier kein Forum das Leuten, nur weil sie eine Geschichte posten, garantiert, eine umfassende Korrektur abzuliefern. Das beruht alles auf Freiwilligkeit und Gegenseitigkeit. Anstatt dich in bemühter Ironie über deine Kritikunfähigkeit auszulassen, hättest du diese Zeit dafür nutzen können, auf die Kritik einzugehen. Aber dazu aus ihr keine Zeit, denn du musst Korrekturen vornehmen, für die du aber anscheinend ebenfalls keine Zeit mehr hast, weil du offenbar lieber darüber referieren möchtest, wie böse alle zu dir sind.
wenn dir also deine Geschichte nicht so wichtig ist, du für Korrekturen zu faul bist und dir die Kritiken anscheinend egal sind, bleibt die Frage: warum sollen dann wir uns damit auseinander setzen?

mit dieser Einstellung wirst du dir keine Freunde machen.

ich danke allen (also euch 2), dass ihr euch die zeit genommen habt die 2,3 kleinen fehler rauszusuchen, und natürlich auch für die kritik an der story selbst. ich werde mir jetzt eure durchlesen, und aus reiner bosheit ein paar sehr menschverachtende kommentare verfassen (kein spaß).
das spricht wirklich für sich selbst. Klar, wenn du dich über zu wenige Leser aufregst, ist es natürlich Konsequent, die beiden, die deine Geschichte gelesen haben, anzugiften. Damit erreichst du mit Sicherheit all jene, die dein Kunstwerk nicht gelesen haben.

Beteilige dich an den Diskussionen zu aktuellen Geschichten, übe Kritik, teile den Autoren mit, was du gut oder schlecht findest und du wirst sehen, dass du innerhalb kürzester Zeit weitaus mehr Kritiken/Kommentare bekommen wirst als bisher.

 
Zuletzt bearbeitet:

Hey Kluth,

hab die Geschichte nicht gelesen, find aber die Figur des "Ihr habt doch alle nur auf einen wie mich gewartet"-Autors kombiniert mit der Figur des "Ich scheiß drauf, was ihr denkt"-Autors sehr spannend und werde den mal in einer zukünftigen Geschichte verwende.

Sehr inspirierend, vielen Dank
Quinn

P.S.: Wenn du hierauf antwortest, bist du ein Spießer und stirbst einen frühen Todes.

 

aha.

sich über meine "bemühte ironie" auslassen, und dann trotzdem alles ernst nehmen. mich interresiert es nicht, ob jemand die fehler rausschreibt oder nicht. ich rege mich auch nicht über zu wenige leser auf, oder "gifte" jemanden an. ich stelle kurzgeschichten ins internet. das wars.
meine antwort war witzig gemeint, doch da du diese ganze sache anscheinend sehr, sehr ernst nimmst, entschuldige ich mich dafür.

ich habe mich hier auch nicht angemeldet um mir freunde zu machen, oder um kritik an anderen zu üben. ich seh mich nicht in der position, anderen zu sagen wie sie ihre geschichte verbessern können. wenn ich eine lese, und sie gefällt mir, dann lass ich das den verfasser wissen. wenn sie mir nicht gefällt, dann lese ich die nächste. ich schreibe stories, ich bewerte sie nicht.

so.
da ich mich jetzt dabei ertappe, dass ich mich gerade vor einer mir völlig unbekannten person, für einen ironischen text rechtfertige, lass ich das ganze bleiben und hoffe, dir macht mein unsoziales verhalten nicht all zu viel kopfzerbrechen.

nichts für ungut.

 

Es stellt sich langsam die Frage, was du eigentlich auf dieser Seite erreichen willst. Du postest Geschichten und erwartest offenbar, dass sie gelesen werden, oder auch nicht. Denn Kritiken wiederum interessieren dich ja nicht. Ausserdem scheinst du keinen Gedanken daran zu verschwenden, dich einmal bei den Leuten zu bedanken, die die Fehler aus deinen Geschichten suchen, sonst irgend eine Kritik schreiben oder sich nur damit beschäftigen, über die Geschichte nachzudenken. Du erwartest, dass all diese Dinge ohne Gegenleistung passieren, und du höchstens mal in Form eines ach so witzigen, intoleranten Kommentars antworten musst. Ich denke nicht, dass diese hier gut ankommen, weil ein Grossteil der anwesenden Autoren das Schreiben durchaus ernst nimmt.
Ich schätze, bald werden deine Geschichten ungelesen und unbeantwortet auf die hinteren Seiten absacken.

B

 

Hallo Kluth.

Leute wie du gehen hier immer mal wieder ganz gerne ein und aus. Interessieren sich einen Scheiß für Kritiken, machen sich lustig darüber, wenn andere sich in ihrer Freizeit die Mühe machen, Fehler herauszusuchen, und sind absolut null an ehrlichen Meinungen interessiert.
Natürlich kann dich keiner zwingen, auf Kritiken zu reagieren, und es kann dich auch niemand zwingen, andere Texte zu kommentieren.

Aber diese Seite lebt nuneinmal vom Geben und Nehmen.

Daher ist es asozial, wie du dich hier verhältst, und ich hoffe, du wirst bald eine geeignetere Literaturplattform für dich finden. Eine, auf der die Leute nur schreiben: "Hat mir gut gefallen, deine kleine Geschichte."

Das deckt sich dann viel eher mit deiner Einstellung.

 

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