Hallo rbrbrb14,
willkommen hierorts.
Bei deiner Geschichte fehlt mir das Besondere, ein Konflikt, der den Text lesenswert macht, der den Leser zu interessieren weiß. Ich meine, da geht einfach nur jemand zum Friseur, lässt sich die Haare schneiden und geht wieder nach Hause. Der alte Mann ist auch einfach nur so da. Er interagiert kaum mit dem Protagonisten und trägt ja auch nicht wirklich zur Handlung bei. Zuerst dachte ich, er drängelt sich vor, will zuerst von der Friseuse die Haare geschnitten bekommen, aber auch da passiert nichts. Ja, ich weiß nicht, so ne richtige Kurzgeschichte ist das hier nicht. Da fehlt eben der Konflikt und sowas wie eine Entwicklung. Wenn man mal ehrlich ist, passiert nichts, außer dass dein Protagonist am Ende kürzere Haare hat. Ich les da auch keine Sozialkritik oder ähnliches raus. Da wird mal die Bundeskanzlerin erwähnt und der Protagonist ärgert sich über die Fahrweise eines alten Mannes in einem elektrischen Rollstuhl. Gut, die Haarsalons dieser Welt sind voller alter Leute, muss man nur mal in unser Dorf hier kommen, da sind achtzig Prozent der Kunden ergraut, aber auch aus dieser Konstellation machst du keinen Konflikt, der Besuch beim Friseur verläuft reibungslos und am Ende leider auch belanglos.
Danach wird es noch kälter sein. Doch der Friseurbesuch ist überfällig.
Wird einem wirklich so viel kälter, nachdem die Haare geschnitten worden sind? Ich denke nicht. Kommt so rüber, als hätte der Protagonist/die Protagonistin ein buschiges Fell oder so.
Kurz vor dem Ziel werde ich fast noch von einem älteren Herrn im elektrischen Rollstuhl umgefahren.
noch ist hier ein Füllwort. Der Satz funktionierte ohne besser.
„Ganz schön gefährlich diese Teile!“
Das Schöne an einem Ich-Erzähler ist doch, dass er immer denkt. Der Leser liest ständig seine Gedanken und seine Gefühle, das brauchst du nicht extra hinzuschreiben. Daher finde ich es überflüssig, Gedanken eines Ich-Erzählers in Anführungszeichen zu setzen, oder immer
denke ich zu schreiben, da das automatisch schon so ist, dass man seine Gedanken mitbekommt.
Drinnen sitzt gerade die einzige Friseuse, die gerade keinen Kunden hat, im hinteren Teil und wäscht sich die Haare.
Unschöne Doppelung. Du könntest eines, mMn sogar beide
gerade weglassen.
Mittlerweile hat sich auch der ältere Herr die Treppen hinaufgequält und seinen Platz eingenommen.
Welche Treppen? Hast du die vorher erwähnt?
Auch verschont sich mich mit Gesprächen über die stressige Adventszeit oder die bevor stehenden Ferien.
bevorstehenden
Die Verständigung zwischen Friseur und Kunde ist in diesem Fall aber schwierig, da der ältere Herr offensichtlich sein Hörgerät ausgeschaltet hat, um die Batterie zu schonen.
Woher weiß der Ich-Erzähler, dass er die Batterien schonen will?
Ich nehme mir vor Komma nicht zu kratzen und zu Hause gleich zu duschen.
Gerade als ich anfange mich über die Friseuse aufzuregen
Warum? Kann sie was dafür, dass die Haare jucken? Wenn ja, was hat sie falsch gemacht?
Beste Grüße,
gibberish