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darüber die Sonne Düster hinrollt

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15.01.2008
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darüber die Sonne Düster hinrollt

Sitzend drückte er sich an die niedrige Mauer, wobei er das Sturmgewehr fest umklammert hielt. Eine Vielzahl von Kugeln schlug um ihn herum in die Erde ein und schleuderte kleine Erdklumpen in die Luft. Wenn eine die Mauer hinter ihm traf, zuckte er fast unmerklich zusammen und sein Stahlhelm rutsche noch ein Stück tiefer in sein Gesicht.
Als der Beschuss schwächer wurde, drehte er sich um und gab kniend mehrere Gewehrsalven ab. Viele Männer neben ihm, in Uniformen wie seine, taten es ihm gleich.
Plötzlich löste sich kein Schuss mehr aus seinem Gewehr, weshalb er sich zurück in den Schutz der Mauer begab, während pfeifend die Kugeln über seinem Kopf hinweg schossen und sich tief in den Boden vor ihm bohrten. Sein Atem ging schwer und Schweiß rann ihm über das schmutzige Gesicht. Er wischte ihn mit dem Ärmel weg, bevor er seine Augen erreichte, dann tauschte er mit geübten Fingern das alte Waffenmagazin gegen ein neues. Er rückte noch schnell seinen Helm zurecht und war gerade dabei sich aufzurichten, als er mitten in der Bewegung verharrte.
Wenige Meter vor ihm tat sich ein Loch im Boden auf. Ein grünes Wesen, kaum größer als eine Katze, aber aufrecht gehend, mit einem dicken Bauch und dünnen Gliedmaßen, entstieg der Erde. Sein nackter Körper hatte eine lederne Haut und war mit Warzen überzogen. Seinen kahlen, rundlichen Kopf schmückte eine gigantische Hakennase und sein erschreckend menschliches Gesicht schien erstarrt zu sein in einem dümmlichen Grinsen. Hin und wieder stieß es kurze Laute aus, die wie ein tiefes Lachen klangen. So torkelte das Wesen von ihm weg, einen kleinen Hügel hinauf.
Die Verwirrung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Er saß an der Mauer und war unfähig sich zu bewegen. Niemand schenkte ihm oder dem Gnom Beachtung. Auch nicht als erneut zwei grüne Hände den Lochrand berührten und ein kahler Kopf erschien. Das Wesen kletterte langsam hinaus. Es war genauso hässlich wie das erste und grinste ebenso dümmlich. Doch es war dünner und länger. Zudem ließen sein Körperbau und das Gesicht es weiblich wirken. Es presste seine fischartigen Lippen zusammen, um mit sichtlicher Anstrengung die kurzen Kichersalven zu unterdrücken, die es immer wieder schüttelten. Es beachtete den Soldaten an der Mauer ebenso wenig wie sein Vorgänger und folgte diesem mit staksenden Schritten.
Er hatte sich aufgerichtet und starrte völlig geistesabwesend auf das Loch. Eine Kugel streifte seinen Hals und hinterließ einen roten Strich. Sofort duckte er sich wieder hinter die Mauer. Es war, als hätte ihn der kurze Schmerz aus seinem Schock geweckt. Mit der rechten Hand tastete er seinen Hals ab und betrachtete anschließend seine Finger. Es klebte kaum Blut an ihnen.
Sein Blick richtete sich wieder nach vorn, als erneut ein Gnom erschien. Er war beinahe rund und so massig, dass es an ein Wunder zu grenzen schien dass er laufen konnte. Und überall auf ihm bewegte sich etwas. Kleine Gnome zeichneten sich undeutlich auf dem Großen ab. Sie hingen an ihm und wurden von ihm getragen. Einer wurde händchenhaltend hinterher geschliffen und versuchte mehrfach erfolglos sich loszumachen. Andere fielen herunter und beeilten sich, wieder hinauf zu springen. Die Kleinen betrachteten den Soldaten mit großer Neugier und lachten fröhlich, während sie umhertollten. Das große Wesen hatte einen nachsichtigen Blick, wenn es die Kleinen betrachtete und verzog selbst gelegentlich die Mundwinkel zu einem kurzen Grinsen. Die Gruppe schlug den selben Weg ein wie die anderen Gnome zuvor.
Er schaute ihr eine Weile hinterher, dann legte er sich flach auf den Bauch und fing an zu kriechen. Kugeln verfehlten ihn um Haaresbreite, während er auf das Loch zurobbte, den Blick stur geradeaus gerichtet. Nachdem er es passiert hatte, sprang er auf und rannte geduckt weiter. Ein Kugelhagel folgte ihm, doch er blieb unverletzt. Als er die Spitze des Hügels erreichte, kam ihm keines der Geschosse mehr bedrohlich nahe. Er sah sich um, doch von den Gnomen fehlte jede Spur.
Vor ihm lag ein schäbiges Backsteinhaus, dessen rechte Seite praktisch nicht mehr existierte. Stattdessen war dort ein Trümmerhaufen, unter dem man Stühle und ein Klavier ausmachen konnte. Der restliche Teil des Hauses stand zwar noch, war aber in einem desolaten Zustand. Die Fensterscheiben waren kaputt und zum Teil mit Brettern zugenagelt, in der gesamten Wand befanden sich Risse, dem Dach fehlten einige Ziegel und die Eingangstür hing schief und quietschte laut, wenn der Wind sie gegen die Hauswand schlug.
Nachdem er sich es kurz angeschaut hatte, ging er hinein. Er kam in einen länglichen Eingangsbereich mit nackten Wänden und einem steinernen Fußboden, auf dem seine Schritte einen hohlen Klang erzeugten. Rechts von ihm befanden sich zwei Türen, doch sie führten nur zu dem zerstörten Teil des Hauses. Links lag ebenfalls ein Raum. Die Tür stand offen, durch sie fiel Licht in den Flur und er konnte in das Zimmer hineinsehen. Es gab hier keine Anzeichen von den Gnomen, es befanden sich nur alte Schränke, ein runder Tisch und vier Stühle in dem Zimmer. Alles war, wie das Haus, in einem schlechtem Zustand.
Er wandte sich der Treppe am Ende des Flures zu.
Die Stufen nach oben waren zerstört, ihre Überreste lagen auf den unteren verstreut und versperrten den Weg. Einen Fuß nach dem anderen auf die Stufen setzend bahnte er sich seinen Weg durch den Schutt hindurch, hinunter ins Untergeschoss.
Unten erwartete ihn eine rostige Eisentür. Mit beiden Händen zog er an ihr, doch sie gab nur zögerlich und mit schrill quietschenden Lauten nach. Er stemmte die Füße in den Boden und zerrte noch einmal mit aller Kraft. Endlich schwang sie auf.
Dahinter lag ein kahler Keller ohne Fenster. Eine einzelne Glühbirne hing von der Decke, doch ihr mattgelbes Licht verstärkte den Eindruck von Dunkelheit noch, der von den grauen Wänden ausging. Kein einziger Gegenstand befand sich in dem Raum.
Auf dem Boden jedoch standen Dutzende von den kleinen grünen Gnomen, mit ihrer ledernen Haut, den Warzen, und den Hakennasen.
Der ganze Raum war voll von ihnen. Sie waren still und grinsten vor sich hin. Die Mundwinkel steil nach oben verzogen, die Augen leicht verstellt - ein dümmliches Grinsen. Ab und zu entschlüpfte einem ein kurzer Lachlaut und so entstand ein Abfolge von kurzen Lachern aus allen Ecken des Kellers, die sich zu einer Art Musikstück zusammen fanden.
Ungläubig schaute er auf diese bizarre Aufführung hinab.
Eines der Wesen, mit einem zarten Äußeren und feinen Gliedmaßen, blickte ihn direkt an. Es öffnete seinen Mund ein kleines Stück, was es noch dümmer aussehen ließ, dann fing es plötzlich schallend zu lachen an. So heftig, dass sein ganzer Körper sich schüttelte und die Arme sich zuckend hin und her bewegten. Die anderen bemerkten es und sahen ebenfalls zur Tür. Ein paar prusteten sofort los, manche brauchten ein paar Sekunden, ehe auch sie sich vor Lachen bogen. Ein Gnom schlug seine dünnen Hände immer wieder auf seinen dicken Bauch, der dabei kräftig wackelte. Kleine Gnome sprangen auf und ab oder warfen sich auf dem Boden hin und her. Ältere hingegen stützten sich an der Wand und drohten erschöpft umzufallen.
Er stand mit weit geöffnetem Mund in der Tür und sah hektisch auf die lachende Gnomenmasse. Sein Atem ging immer schneller und seine Nasenflügel weiteten sich.
Die grünen Wesen lachten unverändert weiter. Vielen liefen schon dicke Tränen die warzigen Wangen herab. Einige schnappten zwischen den Lachern schnell nach Luft um nicht zu ersticken.
Seine Hände fingen zu zittern an und seine Augen traten aus dem rot gewordenem Gesicht weiß hervor. Dann riss er das Gewehr hoch und drückte laut schreiend ab.
Der Lauf schwenkte ziellos hin und her und die Kugeln peitschten durch den kleinen Raum. Der Knall der Schüsse überdeckte alle anderen Geräusche. Getroffene Gnome wurden von der Wucht der Kugeln zerfetzt, ihre Arme und Beine flogen durch den Raum. Grüner Schleim und eine rötliche Masse aus ihren Köpfen spritzte auf die grauen Wände. Der Geruch von verbranntem Fleisch breitete sich aus und lag stechend in der Luft.
Er schoss, bis das Magazin leer war. Keuchend stand er an der Tür, das Sturmgewehr zum Boden gesenkt. Die Körper der Gnome waren kaum mehr zu erahnen, stattdessen war ein grüner Brei im ganzen Raum verteilt. Zitternd kramte er in den Taschen seiner Uniform. Endlich zog er eine Schachtel Zigaretten samt Feuerzeug hervor und fingerte sich einen Stängel heraus. Nachdem er ihn angezündet hatte, nahm er zwei tiefe Züge. Sein Atem beruhigte sich. Er nahm einen weiteren Zug, dann warf er einen letzten Blick in den Raum, drehte sich um und stieg die Treppe hinauf.

 

Was ich noch erwähnen muss: Der Titel der Geschichte stammt aus dem Gedicht "Grodek" von Georg Trakl.

 

Hallo Don Rosa und willkommen auf kurzgeschichten.de,
ja , spannend, die Auflösung dann, als Kriegstrauma sozusagen, ich weiß nicht, dadurch wirkt die Geschichte irgendwie wie ein Flashback aus einer größeren Geschichte. So als „Trauma“-Rückblick.
Aber ich find’s gut gemacht, Krieg ist ein starkes Setting, Chaos, Bedrohung, dann diese grünen Warzen-Zwerge, das bedrohliche, aber die Auflösung schwächelt dann leider ein bisschen. Und die Auflösung ist ja dann fast wirklich der erklärende Satz, hier Überschrift – Trakl. Morphium+ labile Psyche + überbordende Phantasie + Krieg = Nicht gut.

Was gar nicht geht, ist die Zeichensetzung, da sind noch so extrem viele Fehler im Text, müsstest du dich dringend mal mit den Regeln beschäftigen, der Text wird dadurch schwer lesbar.
Also ich finde du hast hier gute Ansätze, erzeugst Spannung und „starke“ Bilder, kannst dann die Erwartung aber – für meinen Geschmack – nicht ganz erfüllen und in der Umsetzung gibt es noch einige Mängel, vor allem was die Kommasetzung angeht.

Gruß
Quinn

 
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Hallo Don Rosa!

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie mir die Geschichte gefallen soll. Einerseits hast du das alles gut beschrieben, die Situation fand ich auch gut, aber die Handlung fand ich gemessen an der Länge des Textes ziemlich dünn. Die Geschichte dreht sich im Prinzip nur darum, dass kleine grüne Gnome einen Soldaten in ein Haus locken, wo sie ihn auslachen und von ihm abgeknallt werden. Und jetzt? Das Tempo der Geschichte ist ziemlich zäh, das liegt auch an der Länge, ich würde das reduzieren und die Handlung ausbauen. So sagt sie mir irgendwie nichts. Auch wenn die Geschichte unter "Seltsam" steht.
Zur Form: Da sind einige Rechtschreibfehler drin, viele unsaubere Formulierungen und etliche Kommafehler. Fängt schon beim Titel an, da stecken zwei Fehler drin, Glückwunsch.

darüber die Sonne Düster hinrollt
Müsste heißen: Darüber die Sonne düster hinrollt

Details:

Eine Vielzahl von Kugeln schlugen um ihn herum in die Erde ein und schleuderten
Bezieht sich auf "eine Vielzahl" und nicht auf die Kugeln, deshalb "schlug" und "schleuderte". Auch wenns im Kontext komisch klingt, vielleicht änderst du das ja.
und sein Stahlhelm rutsche noch ein Stück tiefer in sein Gesicht.
Das ist eine von diesen unsauberen Formulierungen. Ich würde schreiben: und sein Stahlhelm rutschte ihm noch ein Stück tiefer ins Gesicht. Da hast du auch die Wortwiederholung weg.
weshalb er sich zurück in den Schutz der Mauer begab, während pfeifend die Kugeln über
Weshalb und während sind für mich so Ausdrücke, die ich nicht unbedingt in einer Geschichte lesen möchte. Kommt natürlich drauf an, in welchem Zusammenhang, aber hier stecken die gleich in einem Satz, das klingt unschön.
über das schmutziges Gesicht.
schmutzige
Ein grünes Wesen, kaum größer als eine Katze aber aufrecht gehend, mit einem dicken Bauch und dünnen Gliedmaßen entstieg der Erde.
Hier fehlen einige Kommas. Aber ich würde den Satz auch umstellen, vielleicht: Ein grünes Wesen entstieg der Erde, kaum größer als eine Katze, aber aufrecht gehend, mit dickem Bauch und dünnen Gliedmaßen. Nur ein Vorschlag.
Die Verwirrung stand ihm ins Gesicht geschrieben.
An der Stelle dachte ich das erste Mal, ob es nicht besser wäre, dem Prot einen Namen zu geben. Wenn du die Geschichte nochmal liest, dann merkst du, dass es an den Stellen, als du von der Beschreibung der Gnome zurück zum Prot springst, oft verwirrend ist, wer jetzt gemeint ist. Du beschreibst den Gnom, und dann geht es gleich weiter mit: Er machte das und das. Da ist zwar ein Absatz und so, aber man denkt trotzdem, dass der Gnom gemeint ist.
und ein schmaler kahler Kopf erschien.
Das "schmaler" würde ich streichen. Erstens reimt es sich ;) und zweitens brauchst du das nicht für die Wirkung.
Es war genauso hässlich wie das Erste
das erste (bezieht sich auf "Wesen" im Satz davor)
Sein Blick richtete sich wieder nach vorne
vorn
Einer wurde Händchen haltend hinterher
händchenhaltend
Ein Fuß nach dem anderen auf die Stufen setzend
Einen
und so entstand ein Abfolge von kurzen Lachern aus allen Ecken des Kellers,
:confused: Klingt echt seltsam. Nach der folgenden Beschreibung weiß man zwar, was du meinst, aber es klingt halt, als hättest du selbst Probleme gehabt, das aufzuschreiben wie es gedacht war.
mit einem zartem Äußeren
zarten
nahm er zwei Tiefe Züge.
tiefe

Jo, Kommafehler hab ich mir mal gespart. ;)

Also gut fand ich die Geschichte schon, sie wirkt halt auf mich unvollständig und ein bisschen lang, dafür was sie transportieren will.

Liebe Grüße,
apfelstrudel

 

Danke für eure Kommentare, aber eines muss ich vorweg nehmen, die Geschichte ist surreal und die Beschreibungen sollten gedeutet werden um den Inhalt zu verstehen.

Moin Quinn,

Hallo Don Rosa und willkommen auf kurzgeschichten.de,
ja , spannend, die Auflösung dann, als Kriegstrauma sozusagen, ich weiß nicht, dadurch wirkt die Geschichte irgendwie wie ein Flashback aus einer größeren Geschichte. So als „Trauma“-Rückblick.
Aber ich find’s gut gemacht, Krieg ist ein starkes Setting, Chaos, Bedrohung, dann diese grünen Warzen-Zwerge, das bedrohliche, aber die Auflösung schwächelt dann leider ein bisschen. Und die Auflösung ist ja dann fast wirklich der erklärende Satz, hier Überschrift – Trakl. Morphium+ labile Psyche + überbordende Phantasie + Krieg = Nicht gut.

Sorry, aber es gibt gar keine Auflösung, ein einfaches Kriegstrauma sollte es nicht sein. (sieh erster Satz^^) Und Trakls persönliches Schicksal spielt auch keine Rolle, mir ging es um die Stimmung in diesem Gedicht.


Was gar nicht geht, ist die Zeichensetzung, da sind noch so extrem viele Fehler im Text, müsstest du dich dringend mal mit den Regeln beschäftigen, der Text wird dadurch schwer lesbar.
Also ich finde du hast hier gute Ansätze, erzeugst Spannung und „starke“ Bilder, kannst dann die Erwartung aber – für meinen Geschmack – nicht ganz erfüllen und in der Umsetzung gibt es noch einige Mängel, vor allem was die Kommasetzung angeht.

Ja, Kommas sind mien große Rechtschreibschwäche, die bekomm ich einfach nicht hin. Mich freuts das du es spannend und die Bilder stark fandest.
Aber welche Erwartung habe ich nicht erfüllt? Wie gesagt es ist kein Kriegstrauma...


Und auch Moin apfelsrudel (mmh lecker^^)

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie mir die Geschichte gefallen soll. Einerseits hast du das alles gut beschrieben, die Situation fand ich auch gut, aber die Handlung fand ich gemessen an der Länge des Textes ziemlich dünn. Die Geschichte dreht sich im Prinzip nur darum, dass kleine grüne Gnome einen Soldaten in ein Haus locken, wo sie ihn auslachen und von ihm abgeknallt werden. Und jetzt? Das Tempo der Geschichte ist ziemlich zäh, das liegt auch an der Länge, ich würde das reduzieren und die Handlung ausbauen. So sagt sie mir irgendwie nichts. Auch wenn die Geschichte unter "Seltsam" steht.

Wie erwähnt ist sie nicht als realer Handlungsablauf zu betrachten, es war mir sehr wihtig alles so zu beschreiben, auch wenn das die Handlng natürlich verlangsamt.


Zur Form: Da sind einige Rechtschreibfehler drin, viele unsaubere Formulierungen und etliche Kommafehler. Fängt schon beim Titel an, da stecken zwei Fehler drin, Glückwunsch.
Müsste heißen: Darüber die Sonne düster hinrollt

Jaja, die Rechtschreibung...Danke für all die Hinweise darauf, auch für die alternativen Formulierungsvorschläge.
Aber die Überschrift ist richtig, denn ich habe aus dem gedicht zitiert und da steht es so (wegen einem Zeilenumbruch) und ich zitiere ja, das darf man nichts ändern soweit ich weiß, außerdem sollte das zur verwirrung beitragen, am liebsten hätte ich es wie im gedicht mit Zeilenumsprung geschrieben. Also das bekomm ich grade noch hin^^, Glückwunsch dennoch angenommen.

Also gut fand ich die Geschichte schon, sie wirkt halt auf mich unvollständig und ein bisschen lang, dafür was sie transportieren will.

Ihr habt ja gar nicht erkannt was sie transportieren soll, macht aber nix. Für mich stimmen lnge und Inhalt jedoch super überein. Es freut mich dass du sie trotzdem gut fandest.^^

Danke nochmal für eure Kommentare und Kritik und denkt über die Aussage bitte noch mal intensiver nach.

greetz, der Don

 
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Na ja, du hast eben Spannungsaufbau in der Geschichte. Jemand sieht etwas Mysteriöses und geht ihm nach, da erwarte ich: Jetzt wird irgendwie geklärt, was diese Gnome genau sind, was sie von ihm wollen. Es wird eine Spannungshaltung aufgebaut durch die Konventionen des Spannungsgenres und man rechnet mit einer Auflösung, während du dann sagst, dir geht es um die Stimmung in diesem Trakl-Gedicht, da unterschiedet sich die Lyrik und die Prosa in ihrem Aufbau eben auch.
Natürlich sagst du mit keinem Wort "Ach, hier, ich erzähl gleich, was die Gnome zu bedueten habe", aber es ist in der Form der Geschichte eben schon drin. Einleitung "Es ist Krieg", dann das besondere Element "Er sieht grüne Gnome", Spannungssteigerung "Er läuft den Gnomen nach", Auflösung "Die Gnome lachen ihn aus und er legt sie um."

Die Lesererwartung wird da bei mir etwas unterlaufen eben.
Und na ja, mit dem "Die Beschreibungen deuten" - dafür sind wirklich andere zuständig, mir macht das wenig Freude, auf Gedeih und Verderb in einem Text nach einer verborgenen Handlungsebene zu suchen, wenn mir schon die augenscheinliche nicht ganz klar wird. :)

 

Ihr habt ja gar nicht erkannt was sie transportieren soll, macht aber nix. Für mich stimmen lnge und Inhalt jedoch super überein.
Ist ja toll wenn sie für dich übereinstimmen und wenn du erkennst, was du da aussagen willst. Aber du bist auch der Autor, das muss man immer bedenken. Wenn es beim Leser nicht so ankommt wie gedacht, sollte das dir als Autor zu Denken geben, und nicht uns als Lesern.
Dass die Geschichte surreal ist hab ich mir schon gedacht, ist ja schließlich auch "Seltsam".
Okay ich deute mal.
Ähm, die kleinen Gnome stehen für das Fremde, was dem Prot Angst macht und die einfachste Methode, diese Angst zu beseitigen ist die Gnome einfach abzuknallen. Danach geht er zurück zur Tagesordnung. Ist das die Botschaft? Geht also in die gesellschaftliche Richtung. Hm, kann man machen, aber unter "Seltsam" erwarte ich persönlich keinen Text mit politischer Aussage, vielleicht liegt es auch daran, dass einem hier die Botschaft entgeht.

Liebe Grüße nochmal,
apfelstrudel

 
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Es stimmt natürlich, dass der Autor auch dafür verantwortlich ist, dass der Sinn ankommt. Aber ich hätte diese Geschichte nicht anders schreiben können, ich habe mir nicht gedacht: So du willst das und das aussagen, jetzt verpack das mal schön verwirrend. Hier ergab einfach eins das andere.
Außerdem hängt die Ausage einer Geschichte auch immer vom Leser ab, deswegen macht es nix wenn man Sachen anders versteht.

Und ob die Kategorie Seltsam so richtig ist für die geschichte bin ich mir auch nicht sicher, weil man da ja meistens lustige Seltsamkeiten erwartet, aber das ist hier nunmal nicht so.

Ich danke euch beiden nochmal für eure Kommentare, die helfen echt um seine Geschichte besser einordnen zu können und zu sehen was gut bzw schlecht war.

 

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