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Das Herz der Finsternis

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30.08.2020
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Das Herz der Finsternis








Dunkelheit, das war alles was Kiketsu's Augen erblicken konnten.

Es war nicht so dass es einfach nur dunkel war, dann hätten seine Augen sich irgendwann an die Lichtverhältnisse gewöhnt und er hätte irgendwas erkennen können.

Doch das Gegenteil war der Fall, je länger er in der Dunkelheit verweilte, desto weniger schien er sehen zu können, was ihm gehörig Angst einjagte.

Es dauerte einen Moment, da beruhigte sich der Braunhaarige ein Stück weit, atmete tief durch und ließ sein inneres Licht erstrahlen.

Sofort, wie ein verschrecktes Tier, wich die Dunkelheit um ihn herum und enthüllte eine karge, felsige Umgebung.

Der scharfkantigen Steinformationen waren schwarz wie die Nacht selbst, was vielleicht erklärte warum man an diesem Ort, an dem es weder Sonne noch Mond, noch irgendeine andere Lichtquelle, gab nichts sehen konnte.

Kiketsu näherte sich einem der Steine und untersuchte ihn sporadisch, als er plötzlich ein anderes Licht in der Ferne aufblitzen, und dann wieder verschwinden sah.

In der Hoffnung es sei einer seiner abgestürzten Kameraden eilte der junge Mann los, beinahe die gefährlich spitzen Felsen ignorierend.

Als er sich der Stelle, an der er glaubte das Licht gesehen zu haben, ankam sah er sich hektisch um.

„Ist irgendjemand hier? Amy? Mali?“

Stille.

Der Braunhaarige wurde unruhiger, jedoch versuchte er sich so gut es ging zu konzentrieren und weitete sein Licht aus, so dass er weiter sehen konnte.

Er schien sich auf einer Art Lichtung zu befinden, mitten in einem Wald aus gezackten Felsbäumen.

Etwas außer Atem sah er sich erneut um und rief noch einmal nach seinen Kameraden, als er plötzlich ein Geräusch hinter sich hörte.

Sofort schnellte der Braunhaarige herum und konzentrierte sein Licht auf die Richtung aus der er das Geräusch gehört hatte.

„Hallo? Amy, Mali, seid ihr das?“ Fragte er hoffend und gleichzeitig der Verzweiflung nahe.

„Sie sind nicht hier.“ Sagte plötzlich eine männliche Stimme ehe hinter einem der Felsen eine in Umhang und Kapuze gehüllte Gestalt auftauchte.

Kiketsu spannte sich an und schluckte schwer.

„Was soll das heißen? Wer bist du?“

Die Gestalt, die plötzlich noch stärker vom Licht des Braunhaarigen beschienen wurde, schreckte einen Schritt zurück bis sie sich an das helle Strahlen gewöhnt hatte.

„Aber aber, hast du mich etwa schon vergessen? Dabei sind doch erst, was, drei Jahre vergangen?“

Die Gestalt warf die Kapuze nach hinten und entblößte ein blasses Gesicht, mit wuscheligen, schwarzen Haaren und smaragdgrünen Augen die von tiefen Augenringen untermalt wurden.

Kiketsu's Augen weiteten sich vor Schock.

„K-Kjell? B-bist du es wirklich?“

Der Schwarzhaarige schnaubte verächtlich.

„Ach, ich wurde also doch noch nicht vergessen? Na ja, ich schätze man vergisst jemanden nur schwer wenn man ihn auf dem Gewissen hat.“

Der Braunhaarige wirkte verwirrt, aber auch schuldbewusst.

„Es... Es tut mir Leid Kjell. Ich... Ich wollte dich unbedingt rausholen als Omega 3 kurz vor der Explosion stand!“

„Und warum hast du es dann nicht getan?“ Fragte Kjell kühl, was Kiketsu leicht erstarren ließ.

Der Braunhaarige holte gerade Luft zum Antworten, jedoch ließ der Grünäugige ihn gar nicht dazu kommen.

„Lass mich raten, die anderen haben dich aufgehalten? Es sei zu riskant, oder dass ich schon wo anders raus gekommen bin? Vielleicht hat auch jemand gesagt dass ich, wenn ich noch nicht draußen bin ohnehin tot sein muss. Oh ja, ich kann mir förmlich vorstellen wie Shiro das sagt.“

„A-aber du bist hier! Du kannst dir gar nicht vorstellen wie froh ich bin dass du noch am leben bist.“ Beteuerte Kiketsu mit leichten Tränen in den Augen, die durch sein Licht schimmerten.

Kjell sah den Braunhaarigen einen Moment verdutzt an ehe er zynisch zu lachen begann.

„Am leben? Ich? Wenn du das wirklich glaubst bist du noch dümmer als ich dachte.“

Da der Braunhaarige offensichtlich verwirrt über seine Worte war entfernte der Schwarzhaarige seinen Umhang und entblößte seine, einst strahlend helle Uniform, jedoch war sie dunkel und verzerrt.

„Oder nennst du das Leben, Anführer?“ Fragte Kjell höhnisch.

Kiketsu betrachtete erschüttert die von Finsternis zerfressene Gestalt seines einstigen Freundes und bekam kaum ein Wort heraus.

„W-was ist passiert?“ Fragte er unsicher, da er die Situation noch nicht richtig erfassen konnte.

Kjell sah ihn einen Moment mit leeren Augen an.

„Was passiert ist? Du hast mich IM STICH GELASSEN!“

Das eigentlich hübsche und friedlich wirkende Gesicht des Schwarzhaarigen verformte sich aus einer Fratze des Zorns und des Hasses, was Kiketsu einen Schritt zurückschrecken ließ.

So plötzlich wie die Veränderung in Kjell's Miene aufgetaucht war, so schnell verschwand sie auch wieder und sein ruhiger, kühler Blick kehrte zurück.

„Ich habe dir vertraut. Weißt du noch was du damals gesagt hast als du zum Anführer der Sternenwächter erwählt wurdest? Du meintest du würdest nicht nur die Sterne sondern auch deine Kameraden beschützen. Und weißt du was witzig ist? Ich war so blöd und habe dir geglaubt. Ich habe an DICH geglaubt.“

Kiketsu's Körper verkrampfte sich und in seinem Blick machten sich Schuld, bedauern und Verzweiflung breit.

„E-es tut mir so Leid Kjell, wäre ich nur stärker gewesen... Hätte ich bessere Entscheidungen getroffen...“

„Du meinst, hättest du mich nicht einfach zum sterben zurückgelassen? Oder du hättest mich nicht in eine Situation geschickt die offensichtlich zu viel für mich war? Du musst dich schon klar ausdrücken!“

Kiketsu schwieg und starrte den Boden an.

„Ich... Weiß ich habe Mist gebaut. Ich habe an diesem Tag viele falsche Entscheidungen getroffen die uns alle in Gefahr gebracht haben. Ich habe alles versucht um uns da alle heil wieder raus zu bringen, aber... Ich war nicht gut genug. Aber du hast überlebt! Das heißt es wir können noch etwas tun! Wir finden einen weg dich zu heilen und dann...“

„Hörst du dir eigentlich selber zu?“ Fragte Kjell ungläubig.

Sein Blick war starr auf den Braunhaarigen gerichtet, so als wolle er ihn damit durchbohren.

„Dachtest du dir du findest eine Heilung und dann ist alles wieder gut? Es ist wieder Friede Freude Eierkuchen und wir können wieder Sternenwächter Spielen?“

Kiketsu schluckte leicht.

„N-nein, natürlich nicht. Ich weiß es wird sicher nicht leicht aber-“

Die Augen des Schwarzhaarigen verengten sich.

„Hast du überhaupt eine Ahnung was das hier ist? Du redest davon mich zu heilen, davon dass ich überlebt habe, aber eigentlich hast du nicht den blassesten Schimmer was mit mir passiert ist.“

Kjell breitete die Arme aus und betrachtete seinen von Finsternis zerfressenen Körper.

„Ist nicht so als wäre ich in einen schmutzigen Tümpel gefallen und dass man das hier einfach abwaschen könnte. Als ich sagte dass du mich auf dem Gewissen hast meinte ich das auch so. Der Kjell den du mal kanntest ist vor drei Jahren gestorben, und zwar durch dich.“

Ein Moment der Stille herrschte über die beiden Jungen, der eine offensichtlich wütend, der andere von Schuld und Verzweiflung geplagt.

„Weißt du was uns Sternenwächtern das Leben gibt Kiketsu? Es ist das womit du mich die ganze Zeit so dreist bestrahlst, unser Licht. Ohne unser Licht sterben wir.“

Der Schwarzhaarige legte eine Hand auf seine Brust und schien leicht in Gedanken zu versinken.

„Vor drei Jahren hast du mich rein geschickt um eine Ablenkung zu schaffen, so dass du und die anderen die Gefangenen retten könnt. Was mich erwartet hat war weit mehr als ein Paar Wachen, es war eine verdammte Horde an Monstern. Aber weißt du was? Ich hab sie alle erledigt, auch wenn ich dabei selber fast draufgegangen wäre. All das damit du und die anderen keine Probleme bekommt. Und wie habt ihr es mir gedankt?“

Einen Moment wirkte es als würde der Schwarzhaarige zu weinen beginnen und sein Körper samt Uniform erstrahlte für einen Moment in seinem einstigen Glanz, ehe die Finsternis ihn wieder verschlang und sein Blick wieder nur Zorn in sich trug.

„War ein tolles Gefühl, so verletzt da zu liegen und eure strahlenden Lichter am Himmel davon fliegen zu sehen. Und weißt du was das letzte Monster gemacht hat dass ich nicht erledigen konnte? Es hätte fliehen können, oder mich umbringen, aber das tat es nicht. Stattdessen hat es mir eine Wahl gegeben die du mir verwehrt hast. Leben, oder sterben. Drei mal darfst du raten für was ich mich entschieden habe, auch wenn ich die Wahl im Nachhinein vielleicht etwas bereut habe.“

Der Schwarzhaarige deutete auf seinen Körper, speziell auf die Stelle an der sein Herz lag.

„Das Biest hat mich also gerettet, aber das ganze hatte einen Haken. Es hat mein Leben bewahrt indem es in mich gefahren ist und mich so gestärkt hat. Der Preis dafür war jedoch dass es sich von da an von dem ernährt hat was mich effektiv Leben lässt. Mein Licht. Es dauert wohl nicht mehr lange bis auch das letzte bisschen Licht in mir verzehrt wurde, und wenn es so weit ist, wer weiß, vielleicht sterbe ich dann ja. Vielleicht werde ich auch nur zu einem gedankenlosen Monster, wird sicher was unschönes sein. Aber du meintest du wolltest mich heilen, mich retten, nicht wahr? Tja, nicht nötig, denn in der Zeit in der du weiter dein Sternenwächter Spielchen gespielt hast, habe ich mir eine Methode überlegt wie ich überleben kann.“

Kjell ging langsam auf Kiketsu zu und ein finsteres Lächeln zierte seine Lippen.

„Wie ich bereits sagte, ernährt sich das Monster in mir von meinem Licht, aber die Sache ist, es frisst nur solange bis es satt ist. Und ich habe herausgefunden dass es nicht unbedingt mein Licht sein muss, Hauptsache das Vieh hat was zu fressen. Und da kommen du und deine Sternenidioten ins Spiel.“

Kiketsu sah seinen einstigen Freund geschockt an, sein Körper zitternd vor Erschütterung.

„D-das kann nicht dein Ernst sein. E-es muss einen anderen Weg geben. Ich finde einen anderen Weg!“

Kjell kicherte leicht und seine einst wunderschönen, smaragdgrünen Augen funkelten den Braunhaarigen bedrohlich und giftig an.

„Zu spät. Hast du dich nicht gefragt warum die Amy und Mali nicht finden kannst? Hätten sie nicht auch ihr Licht benutzt um sich zu orientieren, so wie du?“

Kiketsu erstarrte, seine Augen weit aufgerissen.

„N-nein, bitte sag mir du hast nicht-“

Die Augen des Schwarzhaarigen verengten sich und ein breites, beinahe wahnsinniges Grinsen machte sich auf seinen Lippen breit.

„Habe ich. Aber keine Sorge, deinen Wunsch mir zu helfen kannst du dir ganz leicht erfüllen. Du musst einfach nur still halten!“



Dunkelheit, das war alles was Kiketsu's Augen erblicken konnten.

Jedoch war es nicht die Art Dunkelheit die einem Sicht raubte, es war die Dunkelheit im Herzen desjenigen den er einst innig liebte und nun wohl wahrhaftig, für immer verloren hatte...
 
Wortkrieger-Team
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31.01.2016
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Hej @Yoshimorikiketsu (du wirst bereits wissen, dass du die Konsequenzen für dich selbst tragen musst, so wie dein Protagonist Kiketsu ;)),

@Isegrims hieß dich bereits unter deinem ersten Thema herzlich willkommen, aber leider hast du weder darauf, noch auf die Kommentare reagiert, auch nicht auf den Hinweis, der sich auf die Formatierung deines Textes bezieht. Stattdessen stellst du ein neues Thema ein. Es sei dir und deinem Interesse vorbehalten.
In deinem Profil teilst du mit, Meinungen erfahren zu wollen, ob deine Geschichten taugen.

So habe ich also deinen Text gelesen und weil mir Mangas und die daraus folgenden Animes nicht gänzlich fremd sind, konnte ich deine Sternenwächter wiedererkennen. Schwierig wurde es mit deiner fehlerhaften Interpunktion, die den Lesefluss stark beeinträchtigten.

Als Fazit halte ich diesen Text für einen Auszug, der durch all die Leerzeilen aufgebläht wird, das Davor bleibt vage, die Geschichte besteht im Grunde nur aus einem Dialog.

Es würde mich freuen, da du ja nun schon mal hier bist, wenn du zumindest eine Rückmeldung geben könntest, ob die Kommentare Dir nützlich waren. Vielleicht kannst du hier noch andere Fantasy-Geschichten lesen und auch diesen Autoren mit deiner Meinung darüber behilflich sein.

Viel Spaß weiterhin und lieber Gruß. Kanji
 

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