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Das Spiel des Lebens

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14.09.2020
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Das Spiel des Lebens

Als Joshua erwacht, sitzt er auf einem Stuhl. Er hebt seinen Kopf vom Tisch, auf dem er eingeschlafen sein muss. Der Raum ist spartanisch eingerichtet. Ein schwarzer Tisch, zwei Stühle in derselben Farbe. Rings um ihn weiße Wände. »Wo zur Hölle bin ich?«
»Frag nicht.« Eine Frau tritt aus dem Schatten vor ihm. Mit jedem Schritt, den sie sich ihm nähert, wird ihr dunkles Kleid weißer. Graue Haare schlängeln sich wie Ranken um ihren schlanken Körper. Ihr Gesicht ist jugendlich.
»Bin ich tot?«
»Wieso solltest du tot sein? Sieht der Tod in deiner Vorstellung so aus?« Sie setzt sich ihm gegenüber an den Tisch.
»Ich habe mir nie große Gedanken über den Tod gemacht. Ich dachte, ich hätte mehr Zeit.« Joshua versucht, sich zu erinnern. Wieso bin ich hier? Was ist passiert?
»Du wurdest von einem Auto niedergefahren.«
Joshua sieht der Frau in die Augen. Ihre letzten Worte hallen in seinem Hirn wider. Er hat keine Erinnerungen an die letzten Minuten seines Lebens. Er kann sich nicht einmal daran erinnern, was er gestern oder vor einem Jahr getan hat. Ist das die Hölle oder …?
»Ich weiß es selbst nicht. Ich denke, es ist nichts von beidem.«
»Wie machst du das? Ich meine, ich habe das mit der Hölle nur gedacht, aber nicht …«
»Es gibt mehr als eine Art zu kommunizieren. Und nun lass uns spielen.«
Die Frau zieht eine Lade im Tisch auf und holt drei Bretter mit dazugehörigen Figuren heraus. Eines mit 32 Schachfiguren. Eines mit 181 schwarzen und 180 weißen kleinen, flachen Steinen und eines mit seltsamen hölzernen, geometrischen Formen.
»Wir spielen?«
»Ich erzähle dir alles, wenn das Spiel zu Ende ist.« Die Frau lächelt.
Joshuas Körper versteift sich. Er versucht, seine Gedanken in geordnete Bahnen zu lenken. Ich wurde überfahren. Ich bin an einem mir unbekannten Ort. Eine hübsche Frau will mit mir spielen. Sein früheres Ich hätte selbstbewusst gesagt: »Lass die Spiele beginnen. Oder mögen das Glück mit uns sein.« Jetzt weiß er nicht mehr, was er sagen soll.
»Welches Spiel wählst du?«
Joshua überlegt. Ein Spiel kennt er nicht. Die Chancen zu gewinnen, schätzt er als sehr gering ein. Schach kennt er zumindest in den Ansätzen. Er hat es als Kind ein paar Mal ausprobiert. Go schließt er aus. Er kennt es nur vom Namen her. Spiel der Götter. Wie passend.
»Wie nennst du dich?« Diese Frage brennt ihm schon seit Minuten auf der Zunge.
»Die meisten nennen mich Tod oder Sensenmann. Es stört mich nicht, wenn sie denken, ich wäre männlich.«
»Aber wie nennst du dich?«
»Ich habe keinen Namen. Aber du kannst dir einen geben, wenn du gewinnst.«
Wenn ich gewinne? Was, wenn nicht?
Die Sensenfrau blickt auf die drei Bretter auf dem Tisch. Joshua zeigt auf das Schachbrett.
Die Frau lächelt und fegt die anderen Spiele vom Tisch. »Gute Wahl.«
Joshua bereut seine Entscheidung. Sicher wählen die meisten Schach. Es ist das bekannteste Spiel auf dem Tisch. Sie muss viel Erfahrung mit dem Spiel haben. Er sieht auf die Spielsteine auf dem Boden. Dann blickt er der Frau ins Gesicht.
»Nun sieh mich nicht so an. Ich kann nichts dafür. Wir müssen beide da durch. Und bevor du fragst, das andere Spiel habe ich vor zweihundert Jahren aus Langeweile aus einem Stück Treibholz geschnitzt. Es hat wie ich keinen Namen. Hättest du es gewählt, hätte ich mir Regeln ausdenken müssen.«
Zweihundert Jahre? Dafür sieht sie noch verdammt gut aus. Der Tod sei friedlich, hat er einmal gelesen. Die Leute gehen gerne ins Licht. Viele sterben mit einem Lächeln auf den Lippen. Sie macht ihre Sache gut. All die Ruhe, die sie ausstrahlt.
»Danke und danke. Schwarz oder weiß?«
Joshua überlegt und wählt die Farbe am anderen Ende des Brettes. Die Sensenfrau dreht das Schachbrett um, wirft ihre Haare nach hinten und lässt ihre Finger knacken. Sie macht ihren ersten Zug und fährt mit einem weißen Bauer ein Feld nach vorne auf F3.
Das ist der dümmste Zug, den man machen kann. Man muss am Anfang die Mitte des Feldes besetzen. Er setzt seinen ersten Bauern auf E5 und wartet darauf, dass die Sensenfrau es ihm gleich macht.
Ihr nächster Zug verwirrt ihn noch mehr. Sie nimmt einen weiteren Bauern in die Hand und setzt ihn auf G4.
Joshuas Hände zittern, als er die Königin auf H4 ziehen lässt und den gegnerischen König mattsetzt. Ein Sterblicher hat den Tod besiegt. Er hat sie in nur zwei Zügen bezwungen. »Du hast mich gewinnen lassen, nicht wahr?«
»Ja.«
»Ich verstehe nicht.«
»Wenige verstehen das Leben und keiner den Tod. Mich hat jemand ermordet. Dann spielte ich mit einem alten Mann Schach und gewann. Er gab mir die Sense, sagte mir, ich müsse anderen den Lebensfaden durchtrennen. Dann verschwand er. Zeit für ein weiteres Spiel.«
Noch eines? Sagte sie nicht gerade, sie hätte mit einem alten Mann Schach gespielt und gewonnen? Wenn wir weiterspielen, dann … »Ich nehme das seltsame Spiel am Boden.«
Sie legt ihm drei Würfel vor die Nase und nickt ihm zu. Die Würfel haben keine Augen, sondern Zahlen. Joshuas linke Hand zittert, als er die Würfel in der Hand bewegt und dann auf den Tisch fallen lässt.
»Die Würfel haben entscheiden, wie viele Menschen du töten musst, um die Sense weiterzugeben.«
Joshua sieht auf das Ergebnis. Eine Sieben, eine Acht und eine Drei. Sieben und acht und drei sind 15. Das wird nicht genug sein. Wahrscheinlich muss man alles miteinander multiplizieren. Sieben mal acht mal drei ist 168.
»Du irrst dich.« Die Sensenfrau zeigt auf jeden Würfel und nennt die Zahl.
»783?«
»Es könnte schlimmer sein. Ich würfelte 918.«
Die Sensenfrau steht auf, verschwindet im Dunkel des Zimmers und tritt dann wieder aus dem Schatten. Die Sense in ihrer Hand sieht riesig aus. »Viel Glück. Und viel Spaß.«
In seiner Hand wiegt sie weniger, als er gedacht hat.

Das karge Zimmer verschwindet und er steht in einem anderen Raum. Eine Familie isst zu Abend. Joshua sieht ihnen kurz zu, dann entscheidet er sich.
 
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Hallo @Schreibwolf ,

ich finde die Geschichte von der Idee her interessant, den Ablauf jedoch leider nicht sehr gelungen.

Es ist bei einer solchen Handlung zwar irgendwie unpassend, von "unrealistisch" zu sprechen, dennoch wirkt es durch die drei Spiele und die Rechnerei am Ende eher künstlich konstruiert.

Du müsstest m.E. den Dialog und die Geschehnisse so gestalten, dass zumindest irgendwie nachvollziehbar ist, warum das Ganze so abläuft. Ich verliere sonst schnell das Interesse, bin aber auch gespannt, wie andere das sehen.

Noch das ein oder andere zum Text:

Ein schwarzer Tisch, zwei schwarze Stühle. Weiße Wände umgeben ihn.
Ich würde das zweite "schwarze" streichen.

»Du bist der Erste, der das fragt. Obwohl ich weiß nur, was ich damals gefragt habe.«
Durch den zweiten Satz macht diese Antwort keinen Sinn. Falls es als Spaß gemeint war, kam es leider bei mir so nicht an.

Die Stimme der Frau, die aus dem Schatten in der Ecke links vor ihm tritt, ist engelhaft hell. Mit jedem Schritt, den sie sich ihm nähert, wird ihr Kleid weißer.
Das liest sich so, als würde die Stimme aus der Ecke treten ;)
Die markierte Detailinformation würde ich streichen.
Wie hört sich eine engelhaft helle Stimme an?
Wie sieht das Kleid denn ursprünglich aus, wenn es immer weißer wird?

Es überrascht ihn nicht, dass die Frau vor ihm seine Gedanken lesen kann.
Es gibt hier ja nur eine Frau, die Worte "vor ihm" könntest du also streichen.
Wie kommt er an dieser Stelle darauf, dass sie seine Gedanken lesen kann?

Die ganze Situation ist zu bizarr dafür.
Diese Begründung habe ich nicht verstanden. Eine solche Situation muss ja nicht automatisch bedeuten, dass jemand Gedanken lesen kann.

Keine Erinnerungen an die letzten Minuten seines Lebens scheinen verfügbar.
Diese Formulierung hört sich an wie aus einem IT-Protokoll, und nicht wie etwas, das jemand denkt.

Sein Gehirn zeigt ihm kurz, die wichtigsten Ereignisse seines Lebens.
Hier genauso. Hinter "kurz" kommt kein Komma.

Joshua verdrängt diese Erinnerung.
Erinnerungen

Auf dem Tisch erscheinen drei Bretter. Eines mit 32 Schachfiguren. Eines mit 181 schwarzen und 180 weißen kleinen, flachen Steinen und eines mit seltsamen hölzernen geometrischen Formen.
Siehe oben, warum nun diese drei Spiele? Irgendein Gedanke dahinter sollte m.E. schon erkennbar sein.

Er soll um sein Leben spielen?
Das hat die Frau doch zuvor gar nicht gesagt?

»Zwanzigzwanzig.«
»Zwanzig von was? Achtzehnhundertzwanzig oder neunzehnhundertzwanzig?«
Warum versteht sie nicht, was er meint?

Das eine Spiel kennt er nicht.
Welches? Warum benennst du es hier nicht?

Die Chancen zu gewinnen, sind dabei gering.
Ist das eine Vermutung von ihm? Dann würde ich es auch so schreiben. Ansonsten verstehe ich diese Feststellung nicht.
Kein Komma nach "gewinnen"

Die Sensenfrau blickt auf die drei Bretter auf den Tisch.
dem

Seine Chancen stehen schlecht.
Auch hier kann er das ja eigentlich nicht wissen, nur vermuten, würde ich also auch entsprechend formulieren.

Joshuas linke Hand zittert, als er die Würfel darinnen bewegt und auf den Tisch fallen lässt.
darin

Soweit mein Eindruck, im Gegensatz zu deinem vorherigen Text hat es mir leider nicht so gefallen.

Viele Grüße,
Rob
 
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Moin Schreibwolf!

Ich finde die Idee deiner Geschichte witzig und spannend!

Allerdings muss ich Rob zustimmen, dass die Ausführung nicht ganz überzeugend wirkt. Ist natürlich auch mein persönlicher Eindruck, doch es scheint, als hättest du den Text mal eben kurz weggeschrieben und dann nicht wieder angesehen. Vielleicht fallen dir, zusätzlich zu meinen (und Robs) Kommentaren, noch mehr Passagen auf, denen eine Überarbeitung guttun würde.

Ich finde, dass die Situation noch viel mehr Potential hat, um eine bestimmte Stimmung zu schaffen; vielleicht willst du das ja gar nicht, aber wenn doch, könnten ein paar kleine Änderungen eine düstere und beängstigende Stimmung erzeugen, denn immerhin geht es hier ja um Joshuas Leben! Ich finde du hast das mit der Erscheinung der Frau sehr gut gemacht, erzeugst hier eine Atmosphäre, die einen packt, einem Lust auf mehr macht...vielleicht könntest du hier und da ein paar Einzelheiten hinzufügen, die diese Atmosphäre aufrecht erhalten - nur eine Idee!

Ich denke du kannst einiges dran machen, und wäre gespannt auf eine neue Version!

Hier meine Kommentare:

»432.« Eine Zahl, die Joshua überrascht. Er hätte sie älter geschätzt. Sie strahlt eine Weisheit aus, die auf ein sehr langes Leben schließen lässt.
Ich finde es ehrlich gesagt komisch, dass Joshua diese Zahl überrascht und er sie älter geschätzt hätte - als normaler Mensch hat er womöglich niemals einen anderen Menschen gesehen, der/die älter als etwa 100 Jahre alt war (außerdem: wieviel Weisheit kann sie ausstrahlen, dass sie älter als 432 Jahre sein soll?). Zudem widerspricht es deiner Aussage weiter oben, in der du schreibst, ihre grauen Haare würden nicht zu ihrem jugendlichen Aussehen passen.

Und er hätte gerne gewusst, wie das andere Spiel geht und wie es heißt.
Finde ich eher unrealistisch in dieser Situation, immerhin spielt er ja um sein Leben...sollte er nicht etwas aufgeregter und verängstigter sein, als dass er sich - scheinbar in aller Ruhe - Gedanken über die Spielregeln eines ihm unbekannten Spiels macht?

Nach wenigen Minuten stehen immer mehr Figuren neben dem Brett. Nur mehr sein Bauer und die weiße Königin sind übrig.
Ich würde hier vielleicht eher "nach einer Weile" o.Ä. schreiben, denn dann müssen sie verdammt schnell gespielt haben, wenn nach wenigen Minuten nur noch zwei Figuren übrig sind.
Außerdem wäre das Spiel bereits vorbei, wenn er nur noch einen Bauern besäße, denn würde es nicht heißen, dass sie bereits seinen König besiegt hat?

Sie legt ihm drei Würfel vor die Nase und nickt ihm zu. Die Würfel haben keine Augen, sondern Zahlen. Joshuas linke Hand zittert, als er die Würfel darinnen bewegt und auf den Tisch fallen lässt.
Vorher hinterfragt er alles, die Regeln und Namen der Spiele, warum er sie spielen soll. Nun kommen Würfel ins Spiel, und er hinterfragt nichts. Vielleicht wäre zumindest eine kleine Erläuterung passend, wie z.B. "Noch ein Spiel? Joshua machte sich schon gar nicht mehr die Mühe, über den Sinn nachzudenken".

Viel Glück oder viel Spaß.
Wie wäre es mit und? Würde mir persönlich besser gefallen, denn das oder scheint so beliebig.

Vor ihm sitzt eine vierköpfige Familie und isst zu Abend. Joshua sieht ihnen kurz zu und entscheidet sich.
Ich würde sagen, dass hier viel Potential für eine Ausführung ist. Es ist immerhin sein erster "Job" und alles ist neu. Wäre es nicht "realistischer" wenn er zögert und passende Emotionen verspürt? Besonders bei einer vierköpfigen Familie... Dass er über die Zeit abstumpfen würde, hätte ich dir abgenommen, aber nicht beim ersten Mal.

Viel Erfolg bei der Überarbeitung!

Viele Grüße,
rainsen
 
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Lieber @Rob F ! Lieber @rainsen! Vielen Dank, dass ihr euch Zeit genommen habt, meine kurze Story zu lesen. Und danke für die Anmerkungen. Ich habe versucht, vieles umzusetzen. Beim Wettbewerb dieses Monats sind nur 1000 Wörter erlaubt. Ich habe versucht, der Story mehr Tiefe zu verleihen, musste aber wieder einiges kürzen.
Dass er über die Zeit abstumpfen würde, hätte ich dir abgenommen, aber nicht beim ersten Mal.
Dass Joshua sich am Ende entscheidet - und dass kaltblütig wirkt - ist nicht so beabsichtigt. Ich dachte eher an: er kann sich auch entscheiden, einfach zu gehen und niemanden zu töten. Ich habe daher ein offenes Ende gewählt.
 
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Lieber Schreibwolf,

ich habe mir deine Geschichte nochmal durchgelesen und finde es gut, dass du die Vorschläge zumindest teilweise angenommen hast. Ich würde schon sagen, dass sie besser geworden ist; so richtig vom Hocker gehauen hat sie mich aber immer noch nicht, muss ich ganz ehrlich sagen. Ich denke es liegt daran, dass mir der Text etwas zu steif ist, was sicherlich Geschmackssache ist. Damit meine ich vor allem die abgehackten, kurzen Sätze (siehe Beispiel unten), bei denen keine richtige Stimmung aufkommen will.

Mein vorheriger Vorschlag, etwas mehr Stimmung reinzubringen, ist dir aus meiner Sicht nur teilweise gelungen. Wenn ich mir vorstelle, ich bin plötzlich in dieser Situation, und es geht um mein Leben (auch wenn es vielleicht durch seine teilweise Amnesie milder ausfällt), dann würde ich mir an Joshuas Stelle ganz schön in die Hosen machen ;) Das würde mir glaub ich gefallen, wenn das, was hier wortwörtlich auf dem Spiel steht, und was das für Joshua bedeutet, deutlicher rauskommen würde. Der Text wirkt halt einfach etwas nüchtern, das meine ich damit...

Wieso ist er jetzt hier? Was ist passiert?
Hier würde ich das "jetzt" rausnehmen. Außerdem stellt im Rest deiner Geschichte der kursiv-gedruckte Text die Gedanken von Joshua dar; demzufolge müsste es hier auch "Wieso bin ich...?" heißen.

»Du wurdest von einem Auto niedergefahren.«
Intuitiv hätte ich statt "niedergefahren" eher "angefahren" geschrieben, allerdings passt das Wort hier vielleicht ganz gut, da die gute Frau ja aus einer anderen Epoche stammt :)

und eines mit seltsamen hölzernen geometrischen Formen.
Meinem Gefühl nach sollte nach "hölzernen" ein Komma rein...

Joshuas Körper versteift sich.Er versucht,
Leerzeile nach dem Punkt.

»Lass die Spiele beginnen. Oder mögen das Glück mit uns sein.«
"Lass die Spiele beginnen", oder, "Möge das Glück mit uns sein."

Jetzt weiß er nicht mehr, was er sagen soll.
Vorschlag: Doch sein Selbstbewusstein scheint ihn verlassen zu haben.

»Wie nennst du dich?«
Warum nicht: "Wie heißt du?"?

Aber du kannst dir einen geben, wenn du gewinnst.
"Dir" würde ich kursiv schreiben, um das Verständnis des Lesers zu erleichtern.

Der Tod ist friedlich, hat er einmal gelesen.
Ähm, verstehe ich irgendwie nicht... Soll das "gelesen" von "Auslese" kommen?

Die Leute gehen gerne ins Licht. Viele sterben mit einem Lächeln auf den Lippen. Sie macht ihre Sache gut.
Finde ich eine gute Idee! :)

Joshuas Hände zittern, als er die Königin auf H4 ziehen lässt und den gegnerischen König mattsetzt. Ein Sterblicher hat den Tod besiegt. Er hat sie in nur zwei Zügen bezwungen. »Du hast mich gewinnen lassen, nicht wahr?«
Kleine Logik-Frage: Wenn sie ihre Sense weitergeben kann, indem sie die Person vor sich gewinnen lässt (und diese intuitiv denken, sie müssen gewinnen), warum ist sie dann seit über 200 Jahren Sensenfrau?

ich müsse anderen den Lebensfaden durchschneiden.
Vorschlag: durchtrennen

Joshuas links Hand zittert,
linke

Wenn du die Zahlen über 10 hier ausschreibst, würde ich es im Rest des Textes auch konsequent machen.

Die Sensenfrau steht auf und verschwindet im Dunkel des Zimmers und tritt dann wieder aus dem Schatten.
Eins der beiden "und" würde ich durch ein Komma ersetzen.



Also nach den Änderungen finde ich die Geschichte definitiv besser, allerdings macht der Text immer noch einen etwas holprigen und starren Eindruck auf mich. Hier ein Beispiel:
Joshua überlegt. Ein Spiel kennt er nicht. Die Chancen zu gewinnen, schätzt er als sehr gering ein. Schach kennt er zumindest in den Ansätzen. Er hat es als Kind ein paar Mal ausprobiert. Go schließt er aus. Er kennt es nur vom Namen her. Spiel der Götter. Wie passend.
Es mag ja von dir beabsichtigt sein, und es ist sicher Geschmackssache, aber diese abgehackten Sätze machen das Lesen für mich eher schwierig.


Viele Grüße,
rainsen
 
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14.09.2020
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Lieber @rainsen! Danke noch einmal, für die Zeit, die du dir für meinen Text genommen hast. "er hat gelesen, dass der Tod friedlich ist" = lesen (Buch, Artikel).
Vielleicht muß ich auch noch mal konkreter darauf eingehen, weil du es hier nicht richtig "gelesen" hast. Als Sensenfrau/mann muss man soviele Menschen töten, wie der Würfel anzeigt und tötet dann den letzten Menschen und gibt dann die Sense weiter. Das Spiel dient eigentlich nur als Ritual. Ich schaue später noch mal drüber, ob ich das besser formulieren kann. Danke.
 

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