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Der Fürst und der Tod

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03.11.2007
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Der Fürst und der Tod

Der Fürst schlich jede Nacht durch sein Schloss. Er liebte die Finsternis und so durften nur zwei Kerzen ihm den Weg beleuchten. Er hasste und schikanierte seine Untergebenen, wo es nur ging. Seine Untertanen pflegte er gelegentlich als wertlose Schmeißfliegen zu bezeichnen.
In seiner Umgebung erstarrten die Gesichter zu eisigen Grimassen. Auf Schritt und Tritt folgte ihm seine Gefühlskälte und er pflegte die Demütigung der Anwesenden.
Der einzige Mensch den er einigermaßen vernünftig behandelte war sein Diener Johann.
Die arme Seele kroch fast zu seinen Füßen, darauf bedacht ihm ständig volle Ehrerbietung entgegenzubringen.
Das Schloss verließ er nur in der Nacht. Er drehte eine Runde durch seinen Park und ließ sich regelmäßig auf einer Parkbank nieder. Stundenlang saß er dort regungslos und blickte immer in die selbe Richtung, spätestens im Morgengrauen zog es ihn zurück in die sicheren Mauern seines Schlosses.
An diesem Abend war es anders, er hieß Johann, die Kutsche anzuspannen. Der Diener ging ohne zu fragen in den Stall und spannte die Pferde vor das Fuhrwerk.
Einige Zeit später kam er mit der Kutsche vor den Eingang des Schlosses gefahren, dort wartete schon voller Ungeduld der Fürst.
Johann war es gewohnt keine Fragen zu stellen, so wartete er die Befehle seines Herrn ab.
Der Fürst setzte sich in der Kutsche und rief laut.
„Johann, fahre er in den finsteren Wald hinein!“
Dem Diener lief nun der kalte Angstschweiß den Rücken hinab, zaghaft fragte er nach.
„Eure Herrschaft es sei gestattet die Frage zu stellen. Meint ihr den dunklen Tannenwald? Es hat dort nicht genügend Licht. Ich werde sicherlich den Weg schlecht erkennen.“
„Johann, höre er auf zu klagen. Handle er endlich, ich habe nicht vor mir sein Geschwätz länger anzuhören.“
Der arme Johann schnalzte mit der Zunge und ließ die Pferde langsam die Kutsche ziehen. Die Kutsche holperte über den morastigen und zum Teil steinigen Weg in den Wald hinein. Der Fürst war erbost und so schrie er aus Leibeskräften.
„Johann, muss er seine Kutsche selber lenken? Gebe er endlich den Pferden die Sporen. Wir sind hier nicht auf einer Spazierfahrt.“
Dem Diener perlte nun der Angstschweiß von der Stirn. Er schmeckte bereits auf den Lippen einen eigenartigen salzigen Geschmack. Er trieb die Pferde an und die Fahrt wurde zu einem halsbrecherischen Wagnis.
Er blickte kurz vom Kutschbock nach hinten zu seiner Herrschaft.
Der Fürst stand aufrecht in der offenen Kutsche und hatte die Arme ausgebreitet.
Johann dachte bei diesem Anblick. „ Die Leute irren nicht, unsere Herrschaft ist verrückt geworden.“
Schnell blickte er nach vorne auf den Weg. Der Vollmond schien durch die Bäume hindurch, an manchen Stellen war der Weg gut zu erkennen, dann wieder schien es als sei überhaupt kein Weg vorhanden.
Der Diener zitterte am Leib, seinem Mund entfuhr ein Stöhnen. In seiner Verzweifelung sendete er ein Stoßgebet zum Herrn. Das aber schien nicht erhört zu werden.
Er hatte die Zügel so fest in seine Hände gekrallt, dass aus ersten kleinen Wunden das Blut austrat.
Während der arme Johann Höllenqualen litt, schien seine Herrschaft sich zu amüsieren. Wie lange mochte diese Fahrt noch gut gehen?
Plötzlich und ohne Vorwarnung standen die Pferde still. Der Fürst kippte nach vorne, schlug mit dem Kopf gegen die Polsterung. Er setzte sich auf seinen Platz.
„Er ist ein Taugenichts! Ein elender Lump! Ein unzuverlässiger Diener, zu nichts zu gebrauchen. Er ist noch zu dämlich eine Kutsche zu fahren.“
Johann hörte diese Worte nicht, erschrocken starrte er auf die Gestalt auf dem Weg.
Vor ihm stand eine schlanke großgewachsene Person mit einer Kutte. Der Kopf war nicht zu sehen. Die Person verstand es ihn gut zu verbergen unter dem weiten Kopfteil der Kutte. In den Händen hielt sie eine Sense. Langsam hob die Gestalt ihren Kopf an, dort wo normalerweise die Augen saßen, funkelten zwei grelle Lichter. Johann war bis auf das Mark erschrocken.
Der Fürst hingegen, verärgert über seinen Diener stand auf und sah die Person.
„Was wagt sich dieses Gesindel mir in den Weg zu stellen. Ich bin der Fürst, siehst du das nicht? Schaffe dich aus dem Weg, du Bauerntölpel! Ich will meinen Weg fortsetzen.“
Die Gestalt lachte ihn mit einer tiefen dunklen Stimme aus.
„Du also bist der Fürst, jener unbeliebte Mensch, der seine Untertanen bis in den Tod quält.“
„Was hast du damit zu schaffen, dein Geist ist viel zu klein um mir zu imponieren.“
Der Angesprochene nahm die Sense in die linke Hand und streckte die rechte Hand in Richtung des Fürsten aus.
„Du wirst mir nicht entkommen, deine Zeit läuft ab. Dein Ablasshandel wird dir auf dem Weg in die Hölle nicht weiterhelfen.“
Der Fürst sah den Kuttenmann finster an.
„Glaubst du im Ernst, ich hätte vor dir Rebell Angst. Ich lasse dich baumeln in luftiger Höhe.“
Da erklang auf ein neuerliches das Lachen des Kuttenmannes und er rief.
„Hört! Hört! Der Fürst glaubt er könne dem Tod entgehen. Was seit ihr doch für eine erbärmliche Kreatur. Ich bin das Ende und daran ändert auch ein Fürst oder ein Kaiser nicht das Geringste. Ich hole euch wann und wo ich will. Merke dir eines mein Fürst, von dieser Nacht an, sollst du noch drei Mal den Vollmond sehen und beim dritten Mal werde ich dich holen. Dieser Schnitt ist mein und zwar hier genau an dieser Stelle. Vielleicht gelingt es dir noch in dieser knappen Zeit ein anständiger Mensch zu werden. Ansonsten aber fährst du hinab in die Hölle!“
Der finstere Fürst zeigte keine Spur der Erkenntnis.
„Du weißt wohl nicht wer ich bin, ich bin der Fürst. Das ist mein Wald, mein Eigentum und ich tue was ich will. Wir werden uns wiedersehen beim dritten Vollmond. Dann werde ich dich baumeln lassen am Baumast.“
Der Tod schwieg, nahm seine Sense in die Hand und machte einen Fällschnitt in die Luft. Ein Klang erfüllte den Wald, als würden tausend Menschen gleichzeitig gegen den Tod anschreien. Der Sensenkopf erstrahlte in goldener Farbe. Der Kuttenmann senkte den Kopf und sprach.
„ Sei bloß pünktlich mein Fürst, ich hasse Unpünktlichkeit bei meiner Arbeit.“
Im gleichen Augenblick war er verschwunden. Johann starrte immer noch auf die Stelle, an der noch vor wenigen Augenblick der Tod stand.
Der Fürst rief.
„Johann, fahre er mich unverzüglich nach Hause.“
In der nächsten Zeit war der Fürst noch unausstehlicher. Die Zeit zog durch das Land aber sie brachte keine Veränderung. Der Fürst schenkte dieser unmöglichen Person nicht einen Gedanken. Warum sollte er auch?
In der dritten Vollmondnacht spannte Johann wieder die Pferde vor die Kutsche und fuhr seinen Fürsten in den finsteren Tannenwald. Der Vollmond schien durch die Zweige und der Weg war diesmal gut auszumachen. Der Fürst saß schweigend in der Kutsche und es schien als berühre ihn diese ganze Angelegenheit nicht.
Johann hingegen tropfte der Schweiß von der Stirn und seine Kleidung schien durchnässt. Er hoffte insgeheim alles sei nur ein Spuk und gleich würde eine Horde Bauern laut grölend aus dem Wald kommen.
Plötzlich standen die Pferde wieder still. Dieses Mal saß der Fürst, sein Oberkörper machte nur eine leichte Verbeugung nach vorne.
Mitten auf dem Weg stand erneut der Sensemann.
„Sie an, der Fürst verbeugt sich vor mir.“
Der Fürst stand in der Kutsche auf und blickte auf den Sensemann.
„Wenn er sich da Mal nicht irre. Ich verbeuge mich niemals vor solch einer Kreatur.“
Der Sensemann sagte fast freundlich.
„Bei unserer letzten Begegnung hielt er mich noch für einen Bauerntölpel. Heute ist er sogar in der Lage mich richtig anzureden.“
Der Fürst blickte ihn verächtlich an.
„Glaubt er wirklich, er könne mich so einfach holen? Vergesse er bloß nicht den Standesunterschied.“
Der Sensemann überprüfte die Schärfe seines Sensenblattes und lachte laut.
„Vor dem Tod, mein Fürst, sind alle Menschen gleich. Lasst uns das Werk vollenden, ich habe noch mehr zu tun in dieser Nacht.“
Der Sensemann schwang seine Sense und wieder erklang der Schrei des Todes. Im goldenen Schein des Senseblattes fiel der Fürst getroffen, wie vom Blitz, auf seinen Sitz. Sein Herz hatte aufgehört zu schlagen.
Johann starrte kreidebleich auf den toten Fürsten. Der Tod hingegen ging wie er gekommen war. Als der Diener auf den Weg blickte, war er bereits verschwunden in der dunklen Nacht.

© Bernard Bonvivant, Juni 2008
 
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Hallo Bernard,

hmm.. irgendwie lässt mich die Geschichte unbefriedigt zurück. Es gibt keine Überraschungen, keine Unvorhersehbarkeiten.. einfach nichts. Es wird nur die Geschichte eines fiesen Fürstens erzählt, der den Tod trifft und von ihm geholt wird. Das wars.

Sei mir nicht böse, aber mir hat die Geschichte einfach nicht gefallen :(

Liebe Grüße

Kas
 
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Hallo Bernard,

sorry, das war nichts. Jedenfalls kein Horror. Als Märchen würde ich es noch durchgehen lassen - das passt auch von der Sprache her viel besser. Aber als Horrorgeschichte kann das nicht funktionieren. Ein Fürst, der von vornherein als abgrundtief schlecht und unsympathisch beschrieben wird (wobei die Figur die ganze Zeit über ein Abziehbild ohne individuelle Persönlichkeit bleibt), begegnet dem Tod und wird einige Zeit später wie angekündigt von dem geholt. Der Tod ist bloß der übliche Sensenmann aus der mittelalterlichen Vorstellung und absolut nicht furchteinflößend - und mit einem fiesen, unsympathischen Typen wie dem Fürsten habe ich als Leser natürlich auch kein Mitleid.
Außerdem wirkt die ganze Handlung auf mich sehr konstruiert. Der Fürst befiehlt seinem Diener, in den finsteren Wald zu fahren, begegnet dem Tod und fährt wieder heim. Wozu wollte er da überhaupt hin? Die Fahrt ist offensichtlich nur dazu da, die Begegnung mit dem Sensenmann zu ermöglichen, die Figur hat keine eigene Motivation. Ebenso unmotiviert ist die zweite Fahrt zu der Verabredung mit dem Sensenmann - wieso sollte der Fürst das tun? Wenn er nicht glaubt, wirklich den Tod gesehen zu haben, wäre es doch blödsinnig, da wieder hin zu fahren, und wenn er das Erlebnis ernstnimmt, wäre es selbstmörderisch. Warum erscheint der Tod nicht im Schloss?

Details:

„Eure Herrschaft es sei gestattet die Frage zu stellen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass "Herrschaft" keine Anrede ist. Vielleicht "Euer Hoheit"? Bei wiki müsste es eine Liste der Anreden für verschiedene Adelsränge geben, gib da einfach mal "Adelstitel" ein. Ist zwar nur ein kleines Detail, aber mit dem Internet hat man ja unendliche Möglichkeiten, sowas schnell zu recherchieren, also muss man ja nicht unnötigerweise etwas Verkehrtes schreiben.

In seiner Verzweifelung sendete er ein Stoßgebet zum Herrn.

Verzweiflung, und ich würde "zu Gott" schreiben, damit hier keine Verwechslungsgefahr mit dem Fürsten besteht.

„Du weißt wohl nicht wer ich bin, ich bin der Fürst.

Der Tod hat bereits gezeigt, dass er weiß, wer der Fürst ist, weil er ja gesagt hat "du bist also der Fürst". Der Satz ist also ziemlich sinnlos.

„ Sei bloß pünktlich mein Fürst, ich hasse Unpünktlichkeit bei meiner Arbeit.“

Normalerweise würde man davon ausgehen, dass der Tod sich dort einfindet, wo jemand stirbt, nicht, dass er einen Termin ausmacht und verlangt, dass derjenige dort hinkommt ...

In der nächsten Zeit war der Fürst noch unausstehlicher. Die Zeit zog durch das Land aber sie brachte keine Veränderung. Der Fürst schenkte dieser unmöglichen Person nicht einen Gedanken. Warum sollte er auch?

Warum wird er noch unausstehlicher, wenn er gar nicht über das Erlebnis nachdenkt? Das widerspricht sich doch.

Er hoffte insgeheim alles sei nur ein Spuk und gleich würde eine Horde Bauern laut grölend aus dem Wald kommen.

Was ja bedeuten würde, dass es eben kein Spuk war, sondern bloß ein Streich.

Mitten auf dem Weg stand erneut der Sensemann.

Sensenmann (das hast du noch mehrmals im Text)

Im goldenen Schein des Senseblattes fiel der Fürst getroffen, wie vom Blitz, auf seinen Sitz.

Sensenblatt, und der Reim von "Blitz" und "Sitz" macht sich nicht besonders gut.

Die Sprache solltest du vielleicht auch noch mal insgesamt überarbeiten. Es ist schon ziemlich nahe am traditionellen Märchenstil, aber einige Sätze wirken einfach nur seltsam - das wirst du merken, wenn du die Geschichte mal laut liest. Und die Kommasetzung braucht glaube ich noch ein bisschen Feintuning.

Außerdem würde ich eine Verschiebung in Fantasy/Märchen empfehlen.

Grüße von Perdita
 
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Hallo Bernard!

Und schon wieder kann ich mich Perdita nur anschließen: Da kam leider zu wenig rüber in Deiner Geschichte.

Schau mal, hier verbirgt sich die eigentliche Geschichte:
In der nächsten Zeit war der Fürst noch unausstehlicher. Die Zeit zog durch das Land aber sie brachte keine Veränderung. Der Fürst schenkte dieser unmöglichen Person nicht einen Gedanken. Warum sollte er auch?
Warum? - Weil dann eine Geschichte draus geworden wäre! Der fiese Fürst als Ebenezer-Scrooge-Variante, der sich langsam läutert, oder es zumindest versucht: Das wäre reizvoll gewesen, weil es dann einen Konflikt und vielleicht auch eine Entwicklung gegeben hätte. So aber gibt es da gar nichts. Fürst ist fies, Tod dräut, Fürst bleibt fies, Tod kommt. Ziemlich unspannend, oder?
Außer den schaurig schönen Vollmondwäldern hat der Text deswegen leider nichts zu bieten. Schade drum ...

Noch ein paar generelle Anmerkungen, die Du Dir beim nächsten Mal vielleicht zu Herzen nimmst:

Der Fürst schlich jede Nacht durch sein Schloss.
...
Das Schloss verließ er nur in der Nacht.
Der erste Satz klingt schwer nach Ritual: Jede Nacht streift er durch's Schloss. Drei Sätze später ist das Ritual auf einmal ein anderes: Da streift er außerhalb des Schlosses umher. Das ist widersprüchlich. Auf solche Kleinigkeiten solltest Du achten, damit sich ein stimmiges Bild ergibt.

Auch hier:
Das Schloss verließ er nur in der Nacht.
...
Spätestens im Morgengrauen zog es ihn zurück in die sicheren Mauern.
Wieder: Das Ritual, nachts das Schloss zu verlassen; das erweckt den Eindruck, als gefiele ihm das, oder als könnte er es nicht anders. Dann beschreibst Du das innere des Schlosses als "sicher", stufst damit das Außen als eher "unsicher" ein, und zerstörst das Bild des Fürsten, dem es gefällt, nachts draußen zu sein. Das ist wieder unstimmig.
Mal ganz davon abgesehen, dass wir gar nicht erfahren, warum er nur nachts umherstreift. Die Motivation des Fürsten ist bis zum Ende ein Rätsel.

"Ich hole euch wann und wo ich will."
...
"Sei bloß pünktlich mein Fürst, ich hasse Unpünktlichkeit bei meiner Arbeit."
"Natürlich liefern wir ihnen die Möbel frei Haus."
"Oh prima!"
"Ja, kommen sie doch einfach morgen im Versandlager vorbei und holen sie sich ab."
"Äh ..."

Was ich sagen will: Wenn der Schnitter zuschlagen kann wann und wo er will, warum soll der Fürst dann zu ihm kommen?

Mitten auf dem Weg stand erneut der Sensenmann.
Zu viel Helge Schneider gehört? :)
"Watt is datt denn? Wie sehen sie denn aus?"
"Ich darf mich vorstellen, ich bin der Sensemann."
"Oh das ist angenehm, da kommen sie mir recht. Holen'se meinen Mann, den kann ich nicht mehr sehen."
"Nichts einfacher wie dies, Frau Schneider.
"Woher wissen sie meinen Namen?"
"Ja, öhm öhhhm, öhhh, aus dem Telefonbuch!"

:D

Im goldenen Schein des Sensenblattes fiel der Fürst getroffen, wie vom Blitz, auf seinen Sitz.
Zu viel Heinz Erhardt gehört? :)

Im güld'nen Schein des Sensenblattes
fiel der Fürst - der Johann hat es
kommen seh'n - auf seinen Sitz
getroffen nieder, wie vom Blitz.


Bitte nicht reimen. Ich tu's auch nie wieder :)

Na ja, der Wald in einer Vollmondnacht, hat schöne Bilder mitgebracht; jedoch, so ganz ohne Konflikt, die Story ward im Keim erstickt.

Ooops, I did it again. :)

Bis denne,
Fisch
 
Senior
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10.10.2006
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Der Fürst schlich jede Nacht durch sein Schloss. Er liebte die Finsternis und so durften nur zwei Kerzen ihm den Weg beleuchten. Er hasste und schikanierte seine Untergebenen, wo es nur ging. Seine Untertanen pflegte er gelegentlich als wertlose Schmeißfliegen zu bezeichnen.
In seiner Umgebung erstarrten die Gesichter zu eisigen Grimassen. Auf Schritt und Tritt folgte ihm seine Gefühlskälte und er pflegte die Demütigung der Anwesenden.
Der einzige Mensch den er einigermaßen vernünftig behandelte war sein Diener Johann.
Die arme Seele kroch fast zu seinen Füßen, darauf bedacht ihm ständig volle Ehrerbietung entgegenzubringen.
Das ist schon sowas, wo man eigentlich nur schreien kann: Schreibratgeber.
Da fehlt es an den Grundlagen für sinnliches Schildern. Sehen, hören, schmecken, fühlen, riechen. Dann die Satzfanfänge (Der/Er/Er/Seine/In seiner usw. usf.) --> wahnsinnig monoton. Klingt so nach 5./6. Klasse.
Einfach selbst mehr lesen und durch unterbewusste Imitiation geht dann schon mehr, rein stilistisch.

Gruß
Quinn
 

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