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Der Konstrukteur

MRG

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Der Konstrukteur

Das Institut bestand aus drei Gebäuden. In einem Zimmer im Erdgeschoss saßen ein Junge und ein Mädchen auf einem alten Sofa. Eine Stehlampe verströmte grünes Licht, das an leuchtende Smaragde erinnerte.
„Ich muss dir was erzählen. Hast du schon von dem Neuen gehört?“, fragte das Mädchen von etwa zwölf Jahren.
„Nee, was ist denn mit dem?“, antwortete der vierzehnjährige Junge ohne Interesse. Seine schwarzen Haare glänzten grünlich im Licht der Stehlampe.
„Er ist einer von denen, du weißt schon. Aus den Geschichten.“
„Hör auf zu lügen, die gibt’s doch nicht in echt, Mary.“
„Doch, doch. Ich hab‘s gesehen. War direkt vor mir, die ganze Küche hat gewackelt. Und dann hab ich es eben gesehen.“
„Du redest Müll. Hör auf mich zu verarschen! Du weißt, dass ich das nicht mag. Verdammt.“
„Hamburg. Ich hab Hamburg gesehen, war direkt vor mir. Der Sandtorkai.“ Sie strich sich über ihre Haare, die durch ein rotes Haargummi zurückgebunden waren.
„Was redest du da?“
„Johnny, der Neue hat das gemacht. Vor mir hat alles geflimmert. Sogar der Hafen mit einem Feuerwehrboot war zu sehen. Hat sich wie in einem Film angefühlt. Nur, dass da kein Bildschirm war. Wirklich, ich red keinen Müll.“
„Scheiße, er hat das gemacht? Bist du dir ganz sicher?“ Johnny war aufgesprungen, drückte die Arme des Mädchens und schüttelte sie. „Bist du dir sicher, Mary?“
Sie nickte.
„Ich hab‘s selbst gesehen. Er hat Hamburg konstruiert vor meinen Augen. Ganz sicher.“
„Wo ist er?“, fragte Johnny.

Sie gingen einen Flur entlang, an zwei Türen vorbei hinein in ein großes Wohnzimmer. In der Ecke saß ein kleiner Junge mit schwarzen Haaren.
„Hey Billy, ich bin‘s, Mary.“
Der schwarzhaarige Junge drehte seinen Kopf und schaute Mary an. Er nickte kaum merklich. Ihr fielen seine blauen Augen mit dem Silberblick auf.
„Und das hier ist Johnny. Mein Bruder.“
„Hi, Billy“, sagte Johnny. Doch der Kopf von Billy drehte sich wieder zurück in seine ursprüngliche Position. Er schien tief in Gedanken versunken zu sein. Johnny schaute Mary an und flüstere grimmig: „Der soll das gemacht haben? Niemals!“
„Doch, doch. Es war Hamburg. Warte, ich zeig’s dir.“ Sie trat einige Schritte näher an Billy heran. Dann kniete sie sich neben ihn und legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Ich würd so gerne noch mal Hamburg sehen, das Feuerwehrboot. Meinst du das geht? Johnny hat’s mir eben nicht geglaubt, aber ich hab ihm gesagt, dass das sehr wohl Hamburg war. Wäre klasse, Billy.“
„Keine Lust“, sagte Billy tranceartig. „Bin müde.“
„Und wenn ich dir Kekse besorge? Die magst du doch so gern.“ Billys Augen leuchteten auf.
„Aber dann die ganze Packung. Hol die ganze und dann zeig ich's dir.“
Mary nickte. Sie stand auf, ging zu Johnny.
„Holst du die Kekse? Sind in der Küche, da wo Madame Tuskla sie immer versteckt.“
„Warum ich? Geh du doch. Du weißt wie Tuskla ist, wenn sie das merkt. Das ist doch alles Unsinn, Hamburg kann er nicht zeigen. Er ist kein Konstrukteur.“
„Dann geh ich eben!“

Mary ging aus dem Zimmer und bog nach rechts ab. Sie folgte ihrer Nase, es lag ein Duft nach gebackenem Brot in der Luft. Ihr fiel die Neonleuchte auf, die oben am Gang angebracht war, sie strahlte grünes Licht aus. Mary erreichte die Küche, öffnete die Tür spaltbreit. Eine dicke Frau mit einer Schürze stand vor dem Backofen – Madame Tuskla. Vor ihr lag braunes Backpapier, ihre Hände rührten in einer Schale.
Mary erkannte, dass sie so keine Chance hätte. Die Kekse waren direkt in dem Schrank über Madame Tusklas Kopf. Sie fluchte leise, rannte zurück in das Wohnzimmer. Johnny hatte sich in einen Sessel fallen lassen und schaute auf sein Handy. Billy saß noch immer geistesabwesend in der Ecke, so als würde er einen Film auf einem unsichtbaren Bildschirm schauen.
„Johnny, ich brauch dich. Musst die Tuskla ablenken. Komme nicht an die Kekse.“
„Ach, reg dich ab. Gucke gerade was. Das ist doch eh alles Unsinn.“
Mary riss Johnny das Handy aus der Hand.
„Hey, gib das zurück! Vedammt.“
„Fang mich doch“, sagte Mary und rannte los. Johnny hatte keine Wahl.
„Scheiße!“, stieß er hervor und lief los. Er holte sie kurz vor der Küche ein. Energisch legte er Mary die Hände um den Bauch und schwenkte sie zur Seite.
„Mein Handy. Gib mir mein Handy!“ Mary ließ es über den Boden gleiten, es flog gegen die Küchentür. Johnny verstummte.
„Bist du verrückt? Jetzt kommt die Tuskla“, sagte er leise. Die Tür öffnete sich und Madame Tuskla kam heraus.
„Was ist denn hier los?“, fragte sie ungeduldig.
Mary schaute sie aus unschuldigen Kinderaugen an und erklärte ihr die Situation. "Weil wir so schnell waren, ist es den ganzen Weg zur Küchentür gerutscht.“
„Na so was“, sagte sie streng und hob das Handy hoch.
„Ist es kaputt?“, fragte Johnny besorgt.
„Mit diesen Dingern kenne ich mich nicht aus, aber diese Rumtollerei geht so nicht! Was habt ihr euch denn dabei gedacht, im Flur rumzurennen! Los ihr beiden, wir gehen zum Direktor!“
„Aber, Madame Tuskla, ich bin doch schuld. Der Johnny kann da ja nichts für. Ich geh mich sofort entschuldigen. Der Johnny wollte mich ja beruhigen. Ich nehm das auf mich, ja?“
Johnny nickte zustimmend, dabei entging ihm jedoch der Blick von Mary nicht.
„Bitte, Madame Tuskla“, sagte Mary, als sie noch immer ernst blickte. „Johnny kann ja aufpassen, dass in der Küche nichts anbrennt.“
„Na gut, aber wehe du naschst vom Teig. Das ist alles abgewogen und wenn auch nur ein Gramm fehlt, dann gibt es einen Brief. Verstehen wir uns?“
„Jawohl!“
„Gut. Und du kommst jetzt mit mir. Rumrennen gibt es hier nicht. Das Handy nehme ich mit.“

Nach der Ermahnung des Direktors, bei der Mary artig genickt und sich entschuldigt hatte, ging sie zurück in das Wohnzimmer. Dann gab sie Johnny das Handy zurück.
"Hat es geklappt?“
„Ich sag dir eins, wenn du mich angelogen hast mit Hamburg, dann geht’s dir an den Kragen! Was zum Teufel hat dich da geritten?“
„Gib mir die Kekse. Dann zeig ich’s dir.“ Er gab sie ihr und dann ging sie wieder in die Ecke, wo Billy noch immer verträumt saß. Es schien, als hätte er sich nicht bewegt.
Vorsichtig berührte Mary ihn.
„Hey, Billy aufwachen. Kekse.“
Er öffnete die Augen wieder so, als würde er aus einer tiefen Trance erwachen.
„Danke, Mary.“ Doch als er die Hand danach ausstreckte, zog sie die Schachtel zurück.
„Zeig mir erst Hamburg, dann geb ich sie dir.“
„Dann komm.“
Billy atmete tief aus, drehte die Hände im Kreis. Langsam, fast behutsam bewegte er seinen Körper im Kreis. Dann immer schneller und schneller, bis er Mary an einen Derwisch erinnerte. Er drehte und drehte, währenddessen fing sich die Luft an zu verändern. Sie bewegte sich kreisend, folgte seinen Händen und plötzlich entstand ein grauer Tornado in Miniaturformat. Mary und Johnny schauten gebannt auf diesen Miniaturtornado, der sich ausbreitete und an Größe gewann. Er umfing die drei Kinder, umhüllte sie vollständig und dann begannen die Bilder.

Johnny kam es vor, als wäre er in einem 4D-Kino. Er bewegte sich über die Brücke in Richtung des Kaiserkais. Dann bog er nach rechts ab in Richtung Sandtorkai, sah das Feuerwehrboot im Wasser liegen. Über ihm kreischten Möwen, der Wind fuhr ihm durch die Haare. Und dann vergaß er, dass das nicht die Realität war. Seine Gedanken lösten sich auf, er befand sich im Hier und Jetzt. Die Möwen sind zu laut, dachte er. Als er nach oben schaute, waren die Möwen verschwunden. Er fröstelte und bekam eine Gänsehaut. Was war das hier? Das konnte doch nicht wahr sein? Das Feuerwehrboot war viel zu klein. Auch die Farbe stimmte nicht. Es sollte Rot anstatt Orange sein. Vor seinen Augen vergrößerte sich das Boot, die Bemalung veränderte sich so, wie er es sich vorgestellt hatte. Er fühlte sich mächtig, hatte zum ersten Mal eine Idee davon, was ein schöpferischer Prozess wirklich bedeutete. Ich will, dass das Bürogebäude vor mir angestrahlt wird von der Sonne. Es soll reflektieren und in allen Farben leuchten. Johnny lächelte. Erst dann fiel ihm auf, dass außer ihm keine Menschenseele unterwegs war. Es war alles leer. Merkwürdig. Ich kann mich nicht einmal an meinen eigenen Namen erinnern. Was will ich eigentlich? Wo will ich hin? Ich weiß es nicht. Ihn überkam Wut. Ich will, dass alle Fenster des Bürogebäudes explodieren. Die Fenster zersprangen mit einem lauten Knall, das gesamte Gebäude begann einzustürzen. Seine Wut verstärkte sich. Jetzt stieg Hass in ihm auf, Hass auf diese Welt. Im nächsten Augenblick zerplatzte das Feuerwehrboot in tausend Stücke, als hätte jemand eine Bombe darin gezündet. Die Straße vor ihm bekam Risse, der Asphalt zersprang als wäre er aus Glas. Alles um ihn herum schien zu zittern, die Stimmen in seinem Kopf schrien jetzt umso lauter. Dann umgab ihn Dunkelheit und er sank in eine tiefe Bewusstlosigkeit.

Als er wieder aufwachte sah er Marys weinendes Gesicht über sich. Sie hatte ein Glas Wasser, das sie ihm versuchte einzuflößen.
„Lass das, Mary“, sagte er zitternd.
„Johnny, was ist passiert? Dachte du wärst tot. Hatte so eine Sorge um dich. Oh, Johnny! Irgendwas muss schief gegangen sein.“
„Was meinst du? Ich kann mich nicht erinnern.“
„Billy hat Hamburg konstruiert, aber ich konnte dich nicht sehen. Und dann hat Billy die Augen verdreht und sich gegen den Kopf geschlagen. Hat dabei die ganze Zeit geschrien und ich bin gar nicht richtig in den Film gekommen wie sonst. Muss irgendwas passiert sein. Und dann ist Madame Tuskla reingekommen. Hat Billy in den Arm genommen, eine Pille rausgeholt und sie dir in den Mund getan. Madame Tuskla hat gemeint, dass du in Gefahr bist. Oh Johnny, ich hatte solche Sorgen.“
Langsam erinnerte Johnny sich an das, was passiert war. Das Feuerwehrboot, das vor seinen Augen zerplatzt war und der Riss in der Straße.
„Hat sie noch was gesagt?“
„Ja, aber das kann ich dir nicht sagen.“
„Mensch jetzt mach doch nicht so ’nen Aufstand. Was war?“
„Johnny, du bist, du bist ein Skarabäus. Das hat sie gesagt. Und sie hat den Sonnengott erwähnt, aber ich hab's nicht verstanden.“
Ein ungläubiger Blick trat in Johnnys Augen. Seine Schultern begannen zu zucken, kurz darauf sein gesamter Körper.
„Nein! Das kann nicht sein.“ Tränen liefen ihm jetzt über das Gesicht. „Weißt du was das heißt, Mary?“
Sie schüttelte den Kopf.
„Die werden mich wegbringen.“
„Aber warum denn? Du hast doch nichts gemacht.“
„Weißt du, was ein Skarabäus ist?“
Sie schüttelte den Kopf.
Johnny atmete aus, versuchte sich zu beruhigen. Dann sagte er: „Ein Skarabäus gehört zu den Göttlichen. Leute, die in den Visionen anderer gestalten können. Die sind nicht erwünscht. Die alten Druiden waren dafür bekannt, den Skarabäus zu bevorzugen. Um sich besser in die Köpfe der anderen einzugraben, und … ihnen wehzutun. Das kann nicht sein.“ Er vergrub das Gesicht in seinen Händen.
„Mary, die werden mich holen. Hast du gesehen, was das für eine Pille war?"
Mary schüttelte den Kopf.
"Hab nur gesehen, dass sie rot war."
"Das passt. War ein Planet auf der Verpackung?"
"Ich weiß nicht", sagte Mary verängstigt.
"Denke, die Tuskla hat mir eine Mars-Tablette gegeben. Jeder Skarabäus wird der Sonne geopfert, weil sie viel zu mächtig sind. Die werden mich holen, sobald ich schlafe."
 
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Hallo MRG,

bitte schreib weiter!
Ich kann nur hoffen, dass das der Auftakt für einen Roman ist! Skarabäen, Konstrukteure, Druiden ... Du hast mich!
Und richtig gut geschrieben. Großes Lob von mir.


Vorschlag:
Wo ist er?“, fragte Johnny, der etwa vierzehn Jahre alt war.
die Altersangabe früher, z.B. hier:
„Nee, was ist denn mit dem?“, antwortete der Junge desinteressiert. Seine schwarzen Haare glänzten grünlich im Licht der Stehlampe.
z.B. "antwortete der gerade zwei Jahre ältere Junge ohne Interesse."

So viel für heute.

Besten Gruß,
AlteHummel
 

MRG

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Hallo @AlteHummel,

Mensch, was für ein schöner Kommentar! Habe mich sehr darüber gefreut.

bitte schreib weiter!
Das ist wirklich ermutigend, weil die Zweifel natürlich auch immer da sind (gerade weil für mich das, was ich schreibe nicht mehr so gut objektiv zu beurteilen ist).

Du hast mich!
Und richtig gut geschrieben. Großes Lob von mir.
Das lese ich gerne, genau so hatte ich es mir erhofft. :-)

Vorschlag:
Habe deinen Vorschlag mit eingebaut.


Vielen Dank für diesen schönen Kommentar, danke!


Beste Grüße
MRG
 
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04.04.2020
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Hi @MRG,

schön, einen etwas längeren Text von dir zu sehen :thumbsup: Ich habe deine Geschichte sehr gerne gelesen, da stecken viel Fleiß und Kreativität drin, das merkt man sofort. Du vermischst Dinge, die auf den ersten Blick so überhaupt nicht zusammenpassen (Skarabäen, Konstrukteure, Druiden etc.) und bringst dann auch noch das moderne Hamburg ins Spiel … Aber weißt du was? Das funktioniert irgendwie bestens und hat mich auch neugierig gemacht. Alt (Skarabäen, Druiden) trifft auf Neu (Konstrukteure, Feuerwehrboote, gläserne Hochhäuser), finde ich echt cool. Harry Potter meets Inception, so fühlte sich das irgendwie an :) Ich könnte mir vorstellen, dass dies eine Szene aus einer längeren Erzählung ist, kann das sein? Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, mehr über diese Welt zu erfahren.

Beim Setting an sich stellen sich mir diverse Fragen, denn du schreibst:

Das Institut bestand aus drei Gebäuden, früher war es ein Internat gewesen.
Ich frage mich, was für eine Art von Institut das sein könnte. Da gibt's Kinder, einen Direktor, eine Köchin/Haushälterin … Das klingt irgendwie immer noch nach Internat. Hierzu erfährt man nicht sehr viel, aber wie gesagt, ich denke, dass wir hier eine Szene einer längeren Erzählung sehen und vielleicht erzählst du uns in kommenden Texten noch weitere Details?

Den ersten Absatz lese ich eher auktorial, sehr von außen betrachtet. Danach wechselt der Erzähler, er wird personal (aus Marys Sicht) und danach wechselt er eher zu Johnny. Ich hab das mit den Perspektiven selbst nicht so drauf, kann also gut sein, dass ich mich hier irre, aber irgendwie sehe ich zu Beginn Mary als Protagonistin, gegen Ende rückt jedoch Johnny in den Vordergrund. Ich weiß nicht, ob du das beabsichtigt hast oder ob das "handwerklich sauber" ist, da können die erfahreneren Mitglieder bestimmt mehr dazu sagen, aber es ist mir aufgefallen und vielleicht lohnt sich hier ein zweiter Blick.

In einem Zimmer im Erdgeschoss, saßen ein Junge und ein Mädchen auf einem alten Sofa.
Ich denke das Komma kannst du streichen.

Kann dir das nicht glauben. Du redest Müll. Hör auf mich zu verarschen! Du weißt, dass ich das nicht mag. Verdammt.“
Könntest du mMn streichen, das wird auch mit den nachfolgenden Sätzen klar.

Sie strich sich durch ihre Haare, die durch ein rotes Haargummi zurückgebunden waren.
Liegen die Haare dann nicht sehr dicht am Kopf? Vielleicht streicht sie eher über die Haare? Unsicher bin ich bei der Farbe … Hat die etwas zu bedeuten?

„Wo ist er?“, fragte Johnny, der etwa vierzehn Jahre alt war.
Die Altersangabe kommt sehr spät, das würde ich schon früher im Text erwähnen.

Der Junge mit den schwarzen Haaren drehte seinen Kopf und schaute Mary an. Er nickte kaum merklich. Ihr fielen seine blauen Augen mit dem Silberblick auf.
Johnny ist ebenfalls ein Junge mit schwarzen Haaren. Vielleicht wäre es gut, Billy ein wenig anders aussehen zu lassen? Zudem frage ich mich, ob Mary die blauen Augen erst jetzt auffallen würden, sie kennt ihn ja bereits.

Doch der Kopf von Billy drehte sich wieder zurück in seine ursprüngliche Position.
Hier bist du kurz ins Präsens gefallen.

Ihr fiel die Neonleuchte auf, die oben am Gang angebracht war, sie strahlte grünes Licht aus.
Das zweite grüne Licht in der Geschichte … Ich frage mich, ob die grüne Farbe noch eine Bedeutung in der Geschichte haben wird?

„Holst du die Kekse? Sind in der Küche, da wo Madame Tuskla sie immer versteckt.“
Hier müsste noch ein "e" rein.

„Johnny, ich brauch dich. Musst die Tuskla ablenken. Komme nicht an die Kekse.“
Mary verzichtet auffällig oft auf die Personalpronomen … Finde ich gut, so erhält sie eine eigene Stimme. Das Weglassen des Personalpronomens ist dir bei Johnny an einigen Stellen ebenfalls passiert, da lohnt sich unter Umständen ein zweiter Blick.

Mary bewegte ihre Hand nach vorne und riss Johnny das Handy aus der Hand.
Ich denke das könntest du streichen.

Mit einer entschlossenen Bewegung legte er Mary die Hände um den Bauch und schwenkte sie zur Seite.
Die "entschlossene Bewegung" kann ich mir nicht so ganz vorstellen … Passt irgendwie auch nicht so ganz zu Händen, die sich um einen Bauch legen. Vielleicht packt er sie ja auch einfach?

„Was ist denn hier los?“, sagte sie mit einer ungeduldigen Stimme.
Wie klingt eine ungeduldige Stimme? Vielleicht "…, raunte sie."?

Mary schaute sie aus unschuldigen Kinderaugen an und sagte: „Wir haben fangen gespielt und da ist dem Johnny das Handy aus der Tasche gefallen. Und weil wir so schnell waren, ist es den ganzen Weg zur Küchentür gerutscht.“
Das liest sich mMn (zu) sehr wie eine Erklärung für die Leser … Den Ablauf hast du vorher ja eigentlich schon beschrieben.

„Aber, Madame Tuskla ich bin doch Schuld.
"Schuld" müsste – denke ich – klein geschrieben werden.

„Na gut, aber wehe du naschst vom Teig.
Da ging dir ein "s" verloren.

Es schien, als hätte er sich in den letzten Stunden nicht bewegt.
Die Episode mit Madame Tuskla und dem Direktor wird wahrscheinlich nicht gerade Stunden gedauert haben?

„Dann komm. Ich will Kekse.
Würde ich streichen, das weiß der Leser bereits.

Billy atmete tief aus, drehte die Hände im Kreis. Langsam, fast behutsam drehte er seinen Körper. Dann immer schneller und schneller, bis er Mary an einen Derwisch erinnerte. Er drehte und drehte, währenddessen fing sich die Luft an zu verändern. Sie drehte sich im Kreis, folgte seinen Händen und plötzlich bildete sich ein grauer Tornado in Miniaturformat.
Vielleicht hast du das mit Absicht gemacht, passt ja immerhin zum Tornado, aber es sind schon auffällig viele "drehte" in diesem Abschnitt.

Johnny kam es vor, als wäre er in einem 4-D Kino.
Ab hier tritt Mary komplett in den Hintergrund, ab hier dreht sich alles um Johnny. Wie gesagt, das mit den Perspektiven ist extrem knifflig, und multiperspektivisches Erzählen gibt's ja durchaus, aber hier wechselt irgendwie auch der Protagonist. Vielleicht wäre es spannend, Johnny von Beginn weg als Protagonisten darzustellen, denn am Ende geht's ja auch um ihn, er ist der Skarabäus, der wahrscheinlich fortgeschafft wird. Die Figur der Mary interessiert dann nur noch bedingt … Oder ist sie doch die Protagonistin und wird im weiteren Verlauf ihren Bruder retten müssen?

Die Möwen sind zu laut, dachte er. Als er nach oben schaute, waren die Möwen verschwunden.
Cool gemacht :thumbsup: Hier deutest du an, dass innerhalb dieser Konstruktion etwas nicht stimmt.

Seine Gänsehaut ließ ihn frösteln.
Die Gänsehaut selbst ist es eigentlich nicht …

Ein Lächeln legte sich auf sein Gesicht.
Wirkt mMn etwas zu sehr von außen betrachtet.

Ihn überkam Wut. Ich will, dass alle Fenster des Bürogebäudes explodieren. Die Fenster zersprangen mit einem lauten Knall, das gesamte Gebäude fing an einzustürzen. Seine Wut verstärkte sich. Jetzt stieg Hass in ihm auf, Hass auf diese Welt.
Ich frage mich, woher die Wut und später der Hass kommen mögen … Bislang gab es hierfür eigentlich keine Anzeichen.

Als er wieder aufwachte sah er Marys weinendes Gesicht über sich. Sie hatte ein Glas Wasser, was sie ihm versuchte einzuflößen.
"das" statt "was" würde runder klingen.

„Billy hat Hamburg konstruiert, aber ich konnte dich nicht sehen. Und dann hat Billy die Augen verdreht und sich gegen den Kopf geschlagen.
Konnte Mary das denn überhaupt sehen? Sie war ja auch irgendwie schon in der Konstruktion … Vielleicht wäre es schlüssiger, wenn sie gar nicht erst in die Konstruktion eintauchen konnte?

Seine Schultern begannen zu zucken, kurz darauf folgte sein gesamter Körper.
Könnte man allenfalls streichen.

„Die werden mich wegbringen. Keine Chance. Das war’s.
Ich persönlich fände es eindrücklicher, wenn nur der erste Satz dastehen würde.

Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen.
"seine" würde ich allenfalls durch "das" ersetzen.

"Denke, die Tuskla hat mir eine Mars-Tablette gegeben. Jeder Skarabäus wird der Sonne geopfert, weil sie viel zu mächtig sind. Die werden mich holen, sobald ich schlafe."
Das Ende finde ich grundsätzlich gut, du gibst einen Ausblick und ich hoffe auch, dass wir die nächste Episode der Geschichte werden lesen dürfen. Vielleicht fehlt hier aber noch etwas, denn dass sie ihn holen werden, weiß der Leser bereits. Vielleicht wäre es noch dramatischer, wenn der Leser eine weitere Information erhalten würde.

"Die werden mich holen, sobald ich schlafe. Du musst das verhindern, Mary!"

Ist jetzt nur so eine Idee, keine Ahnung, ob sich das mit deinem Plot decken würde. Aber ich fände etwas in der Art sehr spannend.

Lieber @MRG, ich habe viele Stellen bzw. Details rausgesucht, aber das soll dich bitte nicht verunsichern, denn ich habe deine Geschichte wirklich gerne gelesen und mag die Welt, die du dir ausgedacht hast, sehr. Ich hoffe, dass wir hier einen kleinen Einblick in etwas Größeres erhalten haben und freue mich, dass du fleißig mit den Genres experimentierst. Dranbleiben, unbedingt! :thumbsup:

Liebe Grüße
sevas
 
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Nur ganz kurz -

MRG -

muss ich mir Sorgen machen um mein „Haar“, warum immer nur Plural, wenn der ganze Schopf im Deutschen wundervoll zur „Gesellschaft der Singularitäten“ – keineswegs der Individualisten passt?

Aber der Reihe nach!

Das Institut bestand aus drei Gebäuden, früher war es ein Internat gewesen.
Keineswegs falsch – aber „gewesen“ riecht mir zumeist nach „verwesen“ – und hier kannstu m. E. darauf verzichten.
„Früher“ sagt doch alles und was es jetzt ist, ist schon genannt.

Hat @sevas schon angesrochen
In einem Zimmer im Erdgeschoss, saßen ein Junge und ein Mädchen auf einem alten Sofa. Eine Stehlampe verströmte grünes Licht. Es erinnerte an leuchtende Smaragde.
Weg mit dem Komma (es gibt eh schon genug Regeln, dass man nicht noch freiwillig welche hinzuerfinden sollte). Am Theater ist es üblich, im Skript durch Kommata Pausen anzuzeigen

„Der soll das gemacht haben? Niemals.“
Klingt nach mehr als einer bloßen Aussage!, vor allem in fraglicher Folge

„Aber dann die ganze Packung. Hol die Ganze und dann zeig’s ich dir.“
die „ganze“ – weil eigentlich Attribut an eine bestimmte – die vorgenannte – Packung. Und das verschwiegene „es“ wird in gesprochenem Wort sicherlich an anderer Stelle auftauchen -

Besser: Hol die ganze und dann zeig ich’s dir.

Mary erkannte, dass sie so keine Chance haben würde.
Warum der umständlich zweistellige Konjunktiv, wenn der einstellige „Mary erkannte, dass sie so keine Chance hätte.“
auch von jedermann verstanden wir ...
HIer nun
„Aber, Madame TusklaKOMMA ich bin doch Schuld.
kannstu das obige, entfernte Komma ansiedeln

Gern gelesen - aber das Abendbrot kitzelt in der Nase

Bis bald

Friedel
 
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Hallo @MRG,

ich muss zugeben, am Anfang war ich etwas skeptisch, aber dann hat mich die Handlung doch noch gepackt. Lediglich das Ende fand ich etwas unbefriedigend. Was aber nicht daran lag, dass es schlecht geschrieben ist, sondern dass noch viele Fragen offen geblieben sind und man wissen will, wie es weitergeht. Auf eine Fortsetzung der Geschichte wäre ich sehr neugierig. Da lässt sich sicherlich einiges draus machen. :)

Ein paar Anmerkungen habe ich natürlich auch noch:

„Hi, Billy“, sagte er.
Aus den Worten ist zwar klar, wer das sagt, trotzdem sprechen hier zwei 'er' miteinander. Deswegen hätte ich hier den Namen eingefügt.

„Mein Handy. Gib mir mein Handy!“ Mary nahm das Handy und ließ es über den Boden gleiten, es flog gegen die Tür der Küche.
Du hast hier 3x 'Handy' direkt hintereinander. Vielleicht fällt dir noch eine Möglichkeit ein, wenigstens eines davon zu streichen?
Außerdem schreibst du hier 'Mary nahm das Handy', aber das hatte sie doch bereits? Ich würde den Halbsatz einfach streichen.

„Bist du verrückt. Jetzt kommt die Tuskla“, sagte er leise. Er hatte recht. Kurz darauf öffnete sich die Tür und Madame Tuskla kam heraus.
'Kurz darauf' würde ich streichen, sonst klingt es, als würde es noch ein paar Minuten/ Momente dauern, bevor sich die Tür öffnet. Aber ich gehe davon aus, dass Tuskla relativ schnell ist, wenn sie etwas hört, was nicht mit rechten Dingen zugeht ;).

„Was ist denn hier los?“, sagte sie mit einer ungeduldigen Stimme.
Ich würde hier 'einer' streichen und nur 'ungeduldiger Stimme' schreiben. Sie hat ja nur die eine.

„Wir haben fangen gespielt und da ist dem Johnny das Handy aus der Tasche gefallen.
Meiner Meinung nach müsste 'fangen' hier großgeschrieben werden. Es ist in diesem Fall ja der Name des Spiels.

Johnny, dein Handy. Hat es geklappt?“
Ich gehe davon aus, dass sie den ersten Satz sagt, weil sie ihrem Bruder sein Handy zurückgibt? Man kann es sich zwar denken, aber ohne Erklärung macht der Satz an der Stelle wenig Sinn. Mein Vorschlag wäre, du beschreibst die Übergabe des Handys und lässt sie nur die Frage stellen. z.B. "Hat es geklappt?" Sie gab Johnny sein Handy zurück und blickte ihn dabei fragend an.

Es schien, als hätte er sich in den letzten Stunden nicht bewegt.
Hier war ich mir nicht ganz sicher, worauf sie die 'letzten Stunden' beziehen.
Sind Stunden vergangen, seit sie versprochen hat die Kekse zu stehlen? Dann solltest du das vorher schon irgendwo erwähnen, von der Handlung würde ich davon ausgehen, dass es vielleicht 20-30 Minuten waren.
Oder saß er schon stundenlang so da, bevor sie und Johnny ihn das erste Mal angesprochen haben? Dann würde der Satz besser passen, wenn du Billy am Anfang beschreibst.

Sie drehte sich im Kreis, folgte seinen Händen und plötzlich bildete sich ein grauer Tornado in Miniaturformat.
2x 'sich' in einem Satz. Lässt sich manchmal nicht vermeiden, aber vielleicht findest du noch eine Möglichkeit das anders zu formulieren?
Grundsätzlich würde ich daraus ohnehin zwei Sätze machen. Es ist etwas verwirrend, weil du einmal etwas beschreibst, was mit ihr passiert, dann etwas, was sie sieht und dann etwas, was um sie herum passiert. Ich würde das trennen.

Er fing an die drei Kinder zu umfangen, umhüllte sie und dann fingen die Bilder an.
Du hast hier 3x verschiedene Versionen von 'fangen' in einem Satz.
Das erste würde ich mit 'begann' ersetzen, das zweite lassen und das dritte mit 'entstanden die Bilder'. Das ist natürlich nur ein Vorschlag.

Was will ich eigentlich? Wo will ich hin? Ich weiß es nicht. Ihn überkam Wut.
Es wird nicht ganz klar, warum er plötzlich wütend wird.
Wenn es eine Fortsetzung zu der Geschichte gibt, in der sich das als typische Reaktion von einem Skarabäus herausstellt, kannst du das so lassen. Wenn die Geschichte so abgeschlossen ist, würde ich mir dafür eine Erklärung wünschen. Oder eine langsamere Steigerung seiner Wut. Vielleicht ist er zuerst genervt und gereizt und dann entwickelt es sich langsam zu mehr ...

Die Fenster zersprangen mit einem lauten Knall, das gesamte Gebäude fing an einzustürzen.
Würde ich mit 'begann' ersetzen. 'Fing an' klingt in diesem Zusammenhang sehr umgangssprachlich.

Das Feuerwehrboot, was vor seinen Augen zerplatzt war und der Riss in der Straße.
'das' ist schöner.


Ich habe deine Geschichte wirklich gern gelesen und wäre auf jeden Fall neugierig auf eine Fortsetzung.

LG
Nele Marie
 
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Hi @MRG,

den Text habe ich gerne gelesen. Schade, dass es "nur" ein Kapitel in einer größeren Geschichte war, ich hätte natürlich gerne noch mehr erfahren. Du machst große Räume auf und deren Türen sind mit Fragezeichen versehen - das ist gut, so hast Du Deine Leser am Haken. Das Setting macht mir direkt Lust auch in einem ähnlichen etwas zu schreiben.
Vor einer Weile habe ich "Das Institut" von Stephen King gelesen, kennst Du das? Jedenfalls geht es da auch um Kinder mit besonderen Fähigkeiten, ich finde Deine Idee - so viele Fragezeichen da auch noch sind - aber spannender.
Was mich ein klein bisschen gestört hat, war dass Jonny sofort wusste was es mit dem Skarabäus auf sich hat und was nun als nächstes mit ihm geschehen würde. Vielleicht bereitest Du das noch etwas besser vor. Du könnntest ihn von Mary gleich zu Beginn als ausgewiesenen Experten für die Mythen und Legenden des Übersinnlichen betiteln lassen. Dann wirken seine Kenntnisse am Ende nicht wie aus dem Hut gezaubert, gerade weil Du ihn am Anfang ja eindeutig sagen lässt:
„Hör auf zu lügen, die gibt’s doch nicht in echt, Mary.“

Oder Du lässt ihn selbst Überrascht und Ahnungslos sein und schreibst noch das Kapitel noch soweit, bis er am nächsten Morgen plötzlich aus seinem Bett verschwunden ist. Wie auch immer, ich bin gespannt wie es weiter geht.:D

Schöne Grüße
Ebbe Flut
 

MRG

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12.03.2020
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Guten Morgen @sevas,

vielen Dank für diesen schönen Kommentar! Da sind ganz viele hilfreiche Punkte drin und ich freue mich, dass du dir die Mühe und Zeit genommen hast. Ich weiß das zu schätzen. :-)

schön, einen etwas längeren Text von dir zu sehen :thumbsup: Ich habe deine Geschichte sehr gerne gelesen, da stecken viel Fleiß und Kreativität drin, das merkt man sofort.
Das freut mich zu lesen, vielen Dank.

Aber weißt du was? Das funktioniert irgendwie bestens und hat mich auch neugierig gemacht.
Ich hatte etwas die Sorge, dass es vielleicht doch zu stark abweicht. Aber genau diesen Misch aus Fantasie und Realität finde ich interessant. Bin froh, dass es für dich funktioniert hat.

Harry Potter meets Inception, so fühlte sich das irgendwie an :)
Ist ja lustig, das trifft es von den Quellen der Inspiration schon ganz gut. Und Stephen Kings Institut hat mich auf jeden Fall auch inspiriert.

Ich könnte mir vorstellen, dass dies eine Szene aus einer längeren Erzählung ist, kann das sein? Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, mehr über diese Welt zu erfahren.
Also es ist eine Szene aus einer Welt, die ich versucht habe zu bauen. Die Geschichte existiert bislang nur in meinem Kopf, also noch nicht auf Papier. Daher ist dein Kommentar hier ausgesprochen motivierend für mich.

Ich frage mich, was für eine Art von Institut das sein könnte. Da gibt's Kinder, einen Direktor, eine Köchin/Haushälterin … Das klingt irgendwie immer noch nach Internat.
Das ist ein guter Punkt, du hast vollkommen recht. Ich frage mich gerade, wie ich das noch klarer abgrenzen kann. Mein Gedanke war, dass es eben ein Institut ist, wie das bei Stephen King beschrieben wird. Also ein Ort, wo besondere Fähigkeiten "gesammelt" werden.

Den ersten Absatz lese ich eher auktorial, sehr von außen betrachtet. Danach wechselt der Erzähler, er wird personal (aus Marys Sicht) und danach wechselt er eher zu Johnny. Ich hab das mit den Perspektiven selbst nicht so drauf, kann also gut sein, dass ich mich hier irre, aber irgendwie sehe ich zu Beginn Mary als Protagonistin, gegen Ende rückt jedoch Johnny in den Vordergrund. Ich weiß nicht, ob du das beabsichtigt hast oder ob das "handwerklich sauber" ist, da können die erfahreneren Mitglieder bestimmt mehr dazu sagen, aber es ist mir aufgefallen und vielleicht lohnt sich hier ein zweiter Blick.
Das muss ich mir dringend anschauen, da fühle ich mich noch unsicher. Auf den zweiten Blick betrachtet, hast du auf jeden Fall recht. Dieser Wechsel ist nicht schön. Da muss ich noch mal für mich selbst genau überlegen, wessen Geschichte ich hier eigentlich erzählen möchte. Vielen Dank für das aufmerksame Lesen.

Vielleicht streicht sie eher über die Haare? Unsicher bin ich bei der Farbe … Hat die etwas zu bedeuten?
Stimmt und die Farbe habe ich nur eingebaut, damit man sich Mary im Kopf etwas besser vorstellen kann.

Vielleicht wäre es gut, Billy ein wenig anders aussehen zu lassen? Zudem frage ich mich, ob Mary die blauen Augen erst jetzt auffallen würden, sie kennt ihn ja bereits.
Ja, da ist etwas dran. Habe allerdings noch kein klares Bild, wie ich ihn aussehen lassen will. Vielleicht könnte ich auch hier schon einen weiteren Hinweis auf die Konstrukteure geben. Regt mich zum Nachdenken an, top!

Das zweite grüne Licht in der Geschichte … Ich frage mich, ob die grüne Farbe noch eine Bedeutung in der Geschichte haben wird?
Der Grundgedanke dieser alternativen Welt ist, dass Licht grünlich wahrgenommen wird. Ich habe die Vorstellung einer Szene, dass Mary nachts draußen steht und nach oben zum Mond schaut, der grünlich leuchtet.

Das Weglassen des Personalpronomens ist dir bei Johnny an einigen Stellen ebenfalls passiert, da lohnt sich unter Umständen ein zweiter Blick.
Danke, wird gemacht.

Die "entschlossene Bewegung" kann ich mir nicht so ganz vorstellen … Passt irgendwie auch nicht so ganz zu Händen, die sich um einen Bauch legen. Vielleicht packt er sie ja auch einfach?
Übernommen, danke.

Wie klingt eine ungeduldige Stimme?
Gute Frage, das wird geändert.

Das liest sich mMn (zu) sehr wie eine Erklärung für die Leser … Den Ablauf hast du vorher ja eigentlich schon beschrieben.
Vielleicht kann ich das dann eleganter lesen und mit Konjunktiv arbeiten. Ja, das mache ich.

Die Episode mit Madame Tuskla und dem Direktor wird wahrscheinlich nicht gerade Stunden gedauert haben?
Guter Beobachtung, das ist ein Fehler in der Logik. Überarbeitet.

Vielleicht hast du das mit Absicht gemacht, passt ja immerhin zum Tornado, aber es sind schon auffällig viele "drehte" in diesem Abschnitt.
Muss zugeben, dass ich das nicht mit Absicht gemacht habe und das gefällt mir auch nicht so gut. Das geht stilistisch noch besser, vielen Dank für die aufmerksame Beobachtung.

Ab hier tritt Mary komplett in den Hintergrund, ab hier dreht sich alles um Johnny. Wie gesagt, das mit den Perspektiven ist extrem knifflig, und multiperspektivisches Erzählen gibt's ja durchaus, aber hier wechselt irgendwie auch der Protagonist.
Das ist ein Knackpunkt, an dem ich unbedingt arbeiten möchte. Hatte ich während des Schreibens irgendwie gar nicht so präsent.

Die Gänsehaut selbst ist es eigentlich nicht …
Stimmt, überarbeitet.

Ich frage mich, woher die Wut und später der Hass kommen mögen … Bislang gab es hierfür eigentlich keine Anzeichen.
Kurz zur Erklärung: Meine Vorstellung von einem Konstrukteur war es, dass er innere Bilder aus seinem Bewusstsein projizieren kann, sodass auch andere darin eintauchen können (habe hier an Infektion gedacht und die Szene wo die beiden in dem Café sitzen). Ein Skarabäus kann sich hingegen in das Bewusstsein eines anderen "eingraben", aber jede Veränderung darin ist ein Akt der Gewalt, weil es einen Einfluss von Außen gibt. Grundgedanke war, dass sich das daher auch in der Stimmung von Johnny niederschlagen wird und Skarabäen daher so gefürchtet sind.

Vielleicht wäre es schlüssiger, wenn sie gar nicht erst in die Konstruktion eintauchen konnte?
Ich bin mir hier noch nicht ganz sicher. Da muss ich noch mal überlegen, wie ich das zu meiner Zufriedenheit lösen kann.

Vielleicht fehlt hier aber noch etwas, denn dass sie ihn holen werden, weiß der Leser bereits. Vielleicht wäre es noch dramatischer, wenn der Leser eine weitere Information erhalten würde.
Gute Idee, das kann ich so machen.

Lieber @MRG, ich habe viele Stellen bzw. Details rausgesucht, aber das soll dich bitte nicht verunsichern, denn ich habe deine Geschichte wirklich gerne gelesen und mag die Welt, die du dir ausgedacht hast, sehr.
Vielen Dank für die Blumen! Das ist ein bestärkender Kommentar, auch wenn natürlich noch einiges an Arbeit vor mir liegt, damit die Geschichte noch besser wird. Du hast mir jedenfalls weitergeholfen und ich habe das Gefühl, dass ich gute Ansatzpunkte habe. Vor allem der Wechsel der Protagonisten macht mir Sorge .

Dranbleiben, unbedingt! :thumbsup:
Danke!

Hat mich gefreut, dass du dir die Zeit genommen hast, um diesen hilfreichen Kommentar zu verfassen.

Wünsche dir eine schöne Weihnachtszeit.


Beste Grüße
MRG



Guten Morgen @Friedrichard,

vielen Dank für die Flusenlese, habe ich verbessert. Habe da noch eine kurze Frage, kannst du mir erklären, ob man "Schuld" an der Stelle klein oder großschreibt? Da habe ich gerade noch ein Fragezeichen.

Schön, dass du es gerne gelesen hast und vielen Dank für deine Zeit und Mühe. Ich habe immer das Gefühl, dass meine Texte sprachlich besser werden, wenn du kommentierst. Vielen Dank!

Wünsche dir auch eine schöne Weihnachtszeit.


Beste Grüße
MRG




Guten Morgen @Nele Marie Scambalo,

vielen Dank für deine Zeit und den Kommentar. Ich finde, dass dir viele Dinge aufgefallen sind, die meinen Text noch besser machen. Vielen Dank! Wollte gerade auf einen Gegenbesuch vorbeikommen und da habe ich gesehen, dass du noch keinen Text hochgeladen hast. Freue mich schon bei dir zu kommentieren, um dir auch etwas zurückgeben zu können.

ich muss zugeben, am Anfang war ich etwas skeptisch, aber dann hat mich die Handlung doch noch gepackt. Lediglich das Ende fand ich etwas unbefriedigend.
Das freut mich zu lesen, genau das war die Sorge. Ich geben zu, dass die Geschichte nicht wirklich abgeschlossen ist und eher ein kleiner Ausschnitt ist. Arbeite momentan an der Welt und wollte schauen, ob es funktioniert. Vielen Dank für die Rückmeldung!

Auf eine Fortsetzung der Geschichte wäre ich sehr neugierig. Da lässt sich sicherlich einiges draus machen. :)
Oh, vielen Dank. So etwas ist sehr ermutigend. Ich werde jedenfalls weiter daran arbeiten und meiner Fantasie freien Lauf lassen. Schön, dass du neugierig darauf bist.

Ein paar Anmerkungen habe ich natürlich auch noch:
An dieser Stelle muss ich dir sagen, dass mir deine Anmerkungen gut gefallen haben. Ich habe sie alle eingebaut, weil mich das überzeugt hat. Ich finde, dass du da viele Nuancen gesehen hast, die den Text sprachlich verbessert haben. Das weiß ich sehr zu schätzen und bin auf deinen ersten Text gespannt (oder habe ich den vielleicht übersehen? Dann kannst du mich da gerne verlinken. :-)

Ich bedanke mich für deine Mühe und wünsche dir eine schöne Weihnachtszeit.


Beste Grüße
MRG



Guten Morgen @Ebbe Flut,

und ein herzliches Willkommen von mir. Ich mochte deinen Kommentar, weil du da einen wichtigen Punkt bzw. logischen Fehler aufgedeckt hast! Vielen Dank dafür. Finde es schön, dass du dir die Zeit zum Kommentieren genommen hast.

den Text habe ich gerne gelesen. Schade, dass es "nur" ein Kapitel in einer größeren Geschichte war, ich hätte natürlich gerne noch mehr erfahren.
Das tut wirklich gut, das zu lesen. Ich gebe mir Mühe und werde weiter an dieser Welt arbeiten. Danke!

Das Setting macht mir direkt Lust auch in einem ähnlichen etwas zu schreiben.
Bin auf jeden Fall gespannt, was du daraus machst und falls du etwas darin geschrieben hast, kannst du mich sehr gerne verlinken, dann lasse ich dir einen Kommentar da. :-)

Vor einer Weile habe ich "Das Institut" von Stephen King gelesen, kennst Du das?
Ja, das hat mich unter anderem inspiriert. Habe das Buch absolut verschlungen und konnte nicht mehr aufhören. Stephen King ist ein Idol für mich, weil ich seine Geschichten so spannend finde!

Was mich ein klein bisschen gestört hat, war dass Jonny sofort wusste was es mit dem Skarabäus auf sich hat und was nun als nächstes mit ihm geschehen würde. Vielleicht bereitest Du das noch etwas besser vor. Du könnntest ihn von Mary gleich zu Beginn als ausgewiesenen Experten für die Mythen und Legenden des Übersinnlichen betiteln lassen.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt, da möchte ich mir auch etwas Zeit für nehmen, um das in einer Überarbeitung gerade zu biegen. Vielen Dank für dein aufmerksames Lesen, das hilft mir wirklich weiter.

Oder Du lässt ihn selbst Überrascht und Ahnungslos sein und schreibst noch das Kapitel noch soweit, bis er am nächsten Morgen plötzlich aus seinem Bett verschwunden ist.
Ja, da muss ich noch mal in mich gehen, da hast du einen guten Punkt.

Habe mich sehr über deinen Kommentar gefreut und habe auf jeden Fall etwas zum Nachdenken, damit ich diesen logischen Fehler ausbügeln kann. Sehr schön, das war sehr hilfreich.

Wünsche dir eine schöne Weihnachtszeit und bin auf deine Texte gespannt.


Beste Grüße
MRG
 
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Schön, dass du es gerne gelesen hast und vielen Dank für deine Zeit und Mühe. Ich habe immer das Gefühl, dass meine Texte sprachlich besser werden, wenn du kommentierst. Vielen Dank!
Solches erfahr ich gerne,

liebr MRG!

Habe da noch eine kurze Frage, kannst du mir erklären, ob man "Schuld" an der Stelle klein oder großschreibt?
Du meinst vor allem die Stelle
„Aber, Madame Tuskla, ich bin doch schuld.
zu der @sevas korrekt schreibt
"Schuld" müsste – denke ich – klein geschrieben werden.

„schuld sein“ immer klein, "Schuld(en) haben (tragen, geben u. a.)" i. d. R. groß.

Beim Adjektiv kannstu übrigens keinen Plural bilden und nicht selten kannstu sogar die adjektivistische Endung "-ig" anhängen.

Bis bald

Friedel
 
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Hi MRG,

ich finde den Text echt interessant. Dachte erst an so etwas wie Junior-Superhelden, die in einem Institut bei Professor X leben ...
Oder ist es eine Irrenanstalt? Diese Frage macht einen großen Teil der Spannung aus.

Das Institut bestand aus drei Gebäuden, früher war es ein Internat.
Dass es drei Gebäue sind, kommt gar nicht im Text vor. Könnte m.E. aus dem ersten Satz ganz raus.
Vorschlag: Das Institut war früher ein Internat.
Oder: Das Institut war in einem ehemaligen Internat untergebracht. / befand sich in einem ehemaligen

Eine Stehlampe verströmte grünes Licht. Es erinnerte an leuchtende Smaragde.
Würde ich zusammenführen.
Eine Stehlampe verströmte grünes Licht, das an ... erinnerte.

„Nee, was ist denn mit dem?“, antwortete vierzehnjährige Junge ohne Interesse.
"der" fehlt

Wirklich, ich red‘ keinen Müll.
Apostroph muss nicht sein, wenn Verb auf e endet.
sag/merk/mach/red/renn/lauf ...

„Scheiße, er hat das gemacht? Bist du dir ganz sicher?“ Der Junge war aufgesprungen,
Würde Johnny sagen, der Name ist ja schon genannt worden.

In der Ecke saß ein kleiner Junge mit schwarzen Haaren.
„Hey Billy, ich bin‘s, Mary.“
Der Junge mit den schwarzen Haaren
Kann man eleganter lösen.

ich würd’ so gerne
Siehe oben

Das ist doch alles Unsinn, Hamburg kann er nicht zeigen. Er ist kein Konstrukteur.
Da ist echt cool, mit dem Konstrukteur.
Wirkt geheimnisvoll.

Ihr fiel die Neonleuchte auf, die oben am Gang angebracht war, sie strahlte grünes Licht aus.
Wieso fällt sie ihr auf? Was ist daran besonders?
Woanders gab es doch das gleiche Licht.

öffnete die Tür einen Spalt weit.
die Tür spaltbreit.


Vor ihr lag braunes Backpapier, ihre Hände rührten in einer Schale, die sich darauf befand.
Das Fette kann weg. Unrelevant.

Er erreichte sie im Flur, kurz vor der Küche. Energisch legte er Mary die Hände um den Bauch und schwenkte sie zur Seite.
Ich denke, besser wäre: Er holte sie kurz vor der Küche ein.

Gib mir mein Handy!“ Mary ließ es über den Boden gleiten, es flog gegen die Tür der Küche.
Verstehe ich nicht. Wie kann das Handy gleiten und dann fliegen? Ist es zwischendurch abgehoben?
Oder meinst du: ... es knallte gegen die Küchentür.

Bist du verrückt.
Fragezeichen

„Was ist denn hier los?“, sagte
fragte

Was habt ihr euch denn dabei gedacht, im Flur rumzurennen! Los ihr beiden, wir gehen zum Direktor.“
zum Direktor!"

Er drehte und drehte, währenddessen fing sich die Luft an zu verändern. Sie bewegte sich kreisend, folgte seinen Händen und plötzlich entstand ein grauer Tornado in Miniaturformat.
Merkwürdige Formulierungen.
Er drehte ... ja was drehte er er?
Den zweiten Halbsatz kannst du streichen, das wird im Folgesatz klar.

„Bist du verrückt. Jetzt kommt die Tuskla“, sagte er leise. Er hatte recht. Die Tür öffnete sich und Madame Tuskla kam heraus.
verrückt? (Fragezeichen)
"Er hatte recht": Diese Erklärung kann weg. Wird auch so klar.

in einem 4-D Kino
4-D-Kino
gehen würde auch 4D-Kino

Johnny kam es vor, als wäre er in einem 4-D Kino. Er bewegte sich über die Brücke in Richtung des Kaiserkais. Dann bog er nach rechts ab in Richtung Sandtorkai, sah das Feuerwehrboot im Wasser liegen.
Wie kann/soll ich mir seine Bewegung über die Brücke vorstellen?
Bewegt er dabei seine Füße und wird seine Sicht gezoomt?


Das Feuerwehrboot sollte etwas größer sein. Am besten hätte es auch anstatt einer orangenen eine rote Bemalung. Vor seinen Augen vergrößerte sich das Boot, die Bemalung veränderte sich so, wie er es sich vorgestellt hatte.
sollte = müsste
Das mit der Bemalung klingt unrund.
Vorschlag: Das Feuerwehrboot war viel zu klein. Auch die Farbe stimmte nicht. Es sollte Rot anstatt Orange sein.

Merkwürdig. Ich kann mich nicht einmal an meinen eigenen Namen erinnern. Was will ich eigentlich? Wo will ich hin? Ich weiß es nicht. Ihn überkam Wut.
Ich würde die Gedanken kursiv darstellen. Dann vermischt sich das nicht mit dem restlichen Text.

Oh, Johnny!
"Oh, Johnny" und "Hamburg".
Woran denken da viele? An Jan Delay :lol:

„Weißt du, was ein Skarabäus ist?“ Sie schüttelte den Kopf.
Johnny atmete aus,
Zeilenumbruch vor dem Fetten, da Perspektivwechsel.

Irgendwie endet der Text für mich abrupt. Ist das so gewollt?

Und wenn ich mir den Titel anschaue, frage ich mich, ob überhaupt irgendetwas Besonderes über die Sonne gesagt wurde, was die Sonne im Teil soll.
Ansonsten:
Gerne gelesen.

Schöne Tage die Tage.
Liebe Grüße, GoMusic
 
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26.12.2014
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Moin MRG,

superinteressant. Ich habe das Gefühl, du kannst hier noch feilen, aber was ich lese, ist sehr spannend. Ich mag Texte, die einem was vor die Füße knallen, ohne viel zu erklären, Texte, die ihre Geheimnisse nicht gleich preisgeben.

Hamburg. Ich hab Hamburg gesehen, war direkt vor mir.

Hamburg bringe ich nur schwer mit den englischen Namen der Kinder zusammen. Da hätte ich eher eine Stadt aus dem angelsächsischen Raum erwartet. Ist nicht schlimm, ein kleiner Holpler vielleicht.

In der Ecke saß ein kleiner Junge mit schwarzen Haaren.

Dass du immer die Haare hervorhebst, das ist interessant, wirkt, als hätte es eine Bedeutung, die du verschweigst. Gutes Konzept.

„Holst du die Kekse? Sind in der Küche, da wo Madame Tuskla sie immer versteckt.“

Ich kann überhaupt nichts einordnen, warum wird in dem Institut gebacken und wieso sind da Kinder, am ehesten vermute ich eine Erziehungseinrichtung besonderer Art. Stört allerdings nicht, sogar im Gegenteil.

Mary ging aus dem Zimmer und bog nach rechts ab.

Auch diese Keks-Episode finde ich gut platziert, natürlich will man wissen, was es mit Hamburg auf sich hat, und du spannst uns auf die Folter.

Die Tür öffnete sich und Madame Tuskla kam heraus.

Nicht nötig, finde ich.

Die werden mich holen, sobald ich schlafe.

Das ist jetzt aber das Kapitel eines größeren Textes, oder? Fühlt sich an wie eine Leseprobe, ein Roman-Preview.

Das ist aber schon viel Schönes dabei, MRG! Du machst hier richtig feine Sachen, und ich habe das Gefühl, wenn du noch ein wenig an dem Text tüftelst, dann wird das klasse!

Viele Grüße
M.
 

MRG

Mitglied
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12.03.2020
Beiträge
155
Guten Abend @GoMusic,

habe mich sehr über deinen hilfreichen Kommentar gefreut. Ich habe deine Vorschläge und Anmerkungen aufgenommen und eingearbeitet. Mir ist aufgefallen, dass du sehr aufmerksam gelesen hast. Das schätze ich sehr. So jetzt zur Textarbeit:

ich finde den Text echt interessant. Dachte erst an so etwas wie Junior-Superhelden, die in einem Institut bei Professor X leben ...
Das hat mich sehr gefreut. Vielen Dank!

Wie kann/soll ich mir seine Bewegung über die Brücke vorstellen?
Bewegt er dabei seine Füße und wird seine Sicht gezoomt?
Das ist ein Punkt, über den ich mir noch keine Gedanken gemacht habe. Vor meinem geistigen Auge geht er einfach Schritt für Schritt, aber vielleicht kann ich das noch interessanter gestalten. Da muss ich noch mal drüber nachdenken, ich fühle mich da noch unsicher, wie ich das machen möchte.

Vorschlag: Das Feuerwehrboot war viel zu klein. Auch die Farbe stimmte nicht. Es sollte Rot anstatt Orange sein.
Finde ich deutlich besser und ich habe mir erlaubt, das so in meinen Text aufzunehmen.

Ich würde die Gedanken kursiv darstellen.
Muss ich da einen Befehl direkt in den Text setzen oder wie kann ich das kursiv machen? Stehe da gerade etwas auf dem Schlauch.

Woran denken da viele? An Jan Delay :lol:
Ja, das stimmt!

Irgendwie endet der Text für mich abrupt. Ist das so gewollt?
Es ist wohl mehr ein Ausschnitt aus der Welt, als eine abgeschlossene Kurzgeschichte.

Und wenn ich mir den Titel anschaue, frage ich mich, ob überhaupt irgendetwas Besonderes über die Sonne gesagt wurde, was die Sonne im Teil soll.
Habe ich angepasst. Der Grundgedanke war, dass ein Skarabäus damals mit dem Sonnengott Ra assoziiert worden ist. Daher der Gedanke Konstrukteur auf der einen Seite und der Skarabäus auf der anderen Seite, der in dem Bewusstsein des anderen "gestaltet".

Ansonsten:
Gerne gelesen.
Vielen Dank, hat mich sehr gefreut.

Ich hoffe, dass du eine frohe Weihnachtszeit hattest und wünsche dir einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Beste Grüße
MRG




Guten Abend @Manlio,

vielen Dank für deinen Kommentar, hat mich gefreut.
superinteressant. Ich habe das Gefühl, du kannst hier noch feilen, aber was ich lese, ist sehr spannend.
Das habe ich gerne gelesen. Danke!

Hamburg bringe ich nur schwer mit den englischen Namen der Kinder zusammen. Da hätte ich eher eine Stadt aus dem angelsächsischen Raum erwartet.
Ja, das stimmt. Ich weiß noch nicht genau, wie ich das verändern möchte. In meiner Vorstellung hatte ich schon Hamburg, vielleicht muss ich die Namen anpassen. Tue mich mit Namen allerdings immer furchtbar schwer und mochte Johnny, Mary und Billy. Werde das wohl erst mal so lassen, bis mir da etwas besseres einfällt.

Auch diese Keks-Episode finde ich gut platziert, natürlich will man wissen, was es mit Hamburg auf sich hat, und du spannst uns auf die Folter.
Ich bin froh, dass du das schreibst. Ich habe mich gefragt, ob es die Geschichte wirklich voranbringt und ob das so passt. Schön, dass es für dich funktioniert hat.

Das ist jetzt aber das Kapitel eines größeren Textes, oder?
Ja, es ist mehr ein Ausschnitt aus der Welt, das stimmt.

Das ist aber schon viel Schönes dabei, MRG! Du machst hier richtig feine Sachen, und ich habe das Gefühl, wenn du noch ein wenig an dem Text tüftelst, dann wird das klasse!
Vielen Dank dafür, ich bin gerade noch dabei an der Perspektive zu tüfteln. Hat mich gefreut.

Ich hoffe, dass du auch eine schöne Weihnachtszeit hattest und wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr.


Beste Grüße
MRG
 
Wortkrieger-Team
Senior
Monster-WG
Beitritt
16.03.2015
Beiträge
3.305
Hallo MRG,

habe mich sehr über deinen hilfreichen Kommentar gefreut. Ich habe deine Vorschläge und Anmerkungen aufgenommen und eingearbeitet. Mir ist aufgefallen, dass du sehr aufmerksam gelesen hast. Das schätze ich sehr.
Das freut mich sehr.

Muss ich da einen Befehl direkt in den Text setzen oder wie kann ich das kursiv machen?
Einfach den Text markieren und oben bei den Buttons den mit dem schrägen I auswählen (dritter von links; wenn du mit der Maus drüberfährst, steht da im Kontextmenü "Kursiv").

Schon mal guten Rutsch.
Liebe Grüße, GoMusic
 

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