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Die dramatische Beerdigung

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21.05.2020
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Die dramatische Beerdigung

Es war an einem kalten Abend im Januar. Vor einer Viertelstunde war Gerhards Mutter Elke im Krankenhaus an Grippe gestorben. Ihr Sohn wollte sie nur besuchen kommen, hatte sie sanft berührt, doch da lebte sie bereits nicht mehr. Er stand aufgewühlt im Zimmer. Elke lag mit geschlossenen Augen auf dem Krankenbett. Ihr Nachkomme begann zu weinen, als er seine tote Mutter, welche ein Alter von 94 Jahren erreicht hatte, vor sich liegen sah. Kurze Zeit später wurde sie von ein paar Bestattern abgeholt und die Todesursache konnte ein Arzt bestätigen, sodass sie nach ihrem Wunsch eingeäschert wurde. Der Kerl, der sie in den Ofen geschoben hatte, sah zu, wie die Flammen emporstiegen und der Körper der alten Frau immer mehr zerfiel. Im Krematorium erhöhte der Mitarbeiter die Temperatur auf 1200 Grad und nach eineinhalb Stunden öffnete er den Ofen und holte die geröstete Leiche heraus. Sie bestand nur noch aus Asche, Knochen und Zähnen. Diese wurden zermahlen und in eine Urne gekippt. Ein paar Tage später fand wie geplant die Beerdigung statt und die Angehörigen versammelten sich in der Kapelle vor dem Friedhof. Gerhard stand davor und sah, dass sein Enkel Rainer mit seinen Eltern auf ihn zukam. Ihm war unwohl zumute, als er an den tragischen Verlust dachte. Rainer ging in die volle Kapelle und trat mit seiner Großmutter in Kontakt. "Na, wie geht's?", fragte sie ihn. "Ach, ganz in Ordnung.", antwortete der Bursche. In der Kapelle herrschte eine ernste Atmosphäre, die von den Trauernden ausging. Ganz vorne befand sich der Sarg von Elke, in welchem die Urne von ihr war. Blumen verzierten ihn und davor war ein kleiner Wasserkessel aufgebaut. Darin war eine aus Metall bestehende Kelle zu sehen. "Rainer, sprenkel das Weihwasser auf den Sarg. Das macht man so", erklärte Helga ihrem Enkelkind. Rainer nahm die Kelle und bewässerte den Sarg mit dem geweihten Wasser. Im nächsten Moment tauchte er sie erneut in die klare Flüssigkeit und spritzte sie auf die unvorbereitete Oma. Sie war völlig durchnässt und sichtlich wütend. Der Boden war ebenfalls nass geworden. "Ich könnte dir eine reinhauen.", zischte sie, während die Trauernden das Geschehen fassungslos betrachteten. "Geh jetzt mit." Helga nahm ihren Enkel, der immer nur Unsinn im Kopf hatte, mit an einen der Plätze, der sich in der Nähe des Sarges befand. Der Rosenkranz wurde durchgehend gesprochen, während Weihrauch hervorgeholt wurde und zum Einsatz kam. "Zum Paradies sollen die Engel dich leiten", sprach der Pfarrer. Der Sohn der Verstorbenen begann zu weinen, als zwei Bestatter mit einem Radio in den Händen hereinkamen und traurige Musik gespielt wurde. Dadurch erkannte er die Endgültigkeit des Todes und dass er sie für immer verloren hatte. Rainer hatte ihn noch nie in einer solchen Trauer erlebt. Er verzog das Gesicht und schnäuzte in sein Taschentuch. Die Anwesenden erhoben sich allmählich, als die beiden Bestatter wie nach Plan den Sarg abheben und nach Draußen bringen wollten. Plötzlich rutschte einer der beiden aus und stürzte, worauf die hölzerne Kiste auf den Boden knallte. Die Leute waren völlig konsterniert und wussten nicht, wie sie reagieren sollten. Der Mann erhob sich langsam, doch er rutschte erneut aus und kam mit Wucht auf der Totenkiste auf. Es war zu hören, dass er etwas zerbrochen hatte. "Komm schon.", forderte ihn der andere Bestatter auf und fühlte sich vor den ganzen Leuten unwohl. "Der Boden ist nass.", berichtete ihm sein Kollege flüsternd, während er aufstand. Der Abkomme wurde von ein paar Angehörigen zurückgehalten, so sauer und traurig war er. Die beiden Männer trugen den Totenschrein schließlich ins Freie und die Anwesenden folgten ihnen. Dort zerbrach schlagartig die untere Seite des Sargs und die Urne landete auf dem Kiesboden. "Hey!", brüllte Gerhard, als die Vase zerbrach und die Asche austrat. Diese wehte davon, als die Trauernden sowie der Pfarrer die beiden Kerle mit Wut in den Augen ansahen.
 
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09.08.2020
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Moin Julian,

so richtig weiß ich nicht, was ich von deiner Story halten soll. Für mich ist sie weder Fisch noch Fleisch. Der Text ist stellenweise ziemlich skurril, an anderen dann wieder ernst, ich weiß nicht, das macht deinen Text nicht abgedreht genug, die beiden Aspekte halten sich zu sehr die Balance, um bei mir als Leser irgendwas auszulösen. Außer Kopfschütteln hier und da. Ich nehme einfach mal an, dass du eher in die skurrile Richtung wolltest. Da würde ich empfehlen, da noch einen drauf zu setzen. Oder du nimmst die absurden Stellen (Weihwasser, Ausrutscher) raus und gehst voll in die entgegengesetzte Richtung, dann wäre der Text aber ehrlich gesagt nicht gut. So, wie er jetzt ist, kann ich damit leider nicht viel anfangen. Du schreibst auch sehr sachlich und beschreibend, da ist nicht viel Substanz, abgesehen von dem Potenzial für das Skurrile.

Trotz der Kürze sind mir leider auch so einige Dinge aufgefallen:

Vor einer Viertelstunde war Gerhard Mutter Elke im Krankenhaus an Grippe gestorben.
Gerhards
Ihr Nachkomme begann zu weinen, als er seine tote Mutter, welche ein Alter von 94 Jahren erreicht hatte Komma vor sich liegen sah.
Im Krematorium erhöhte der Mitarbeiter die Temperatur auf 1200 Grad und nach eineinhalb Stunden öffnete er den Ofen und holte die geröstete Leiche heraus. Sie bestand nur noch aus Asche, Knochen und Zähnen.
Kann man da noch von einer Leiche sprechen? Und ist rösten hierbei das richtige Wort? Oder bedürfte es bei der Hitze und Zerstörung nicht eines stärkeren Adjektivs?

Sie bestand nur noch aus Asche, Knochen und Zähnen. Diese wurden zermahlen und in eine Urne gekippt.
Was genau? Knochen oder Zähne oder beides? Ich würde dem Dilemma aus dem Weg gehen und schlicht alles sagen.

Gerhard stand davor und sah, dass sein Enkel Rainer mit seinen Eltern auf ihn zukam. Ihm war unwohl zumute, als er an den tragischen Verlust dachte. Rainer ging in die volle Kapelle und trat mit seiner Großmutter in Kontakt. "Na, wie geht's?", fragte sie ihn. "Ach, ganz in Ordnung.", antwortete der Bursche.
Also seine Tochter oder ein Sohn? Warum erfahren wir von denen nichts weiter? Wirkt irgendwie komisch.
Ohne Witz, ich dachte, er redet jetzt mit der Toten. Wie ein Medium. Das ist alles so verwirrend geschrieben, die Wahl des Ausdrucks ist auch nicht optimal. Bei solchen Familienverhältnissen musst du echt aufpassen, da ist der Leser schnell raus.

Darin war eine aus Metall bestehende Kelle zu sehen.
Es gibt so viele schöne Alternativen zu diesem hässlichen Ausdruck.
Eine Metallkelle
eine metallene Kelle
eine Kelle aus Metall

"Rainer, sprenkel das Weihwasser auf den Sarg. Das macht man so.", erklärte Helga
Du hast bei der wörtlichen rede da immer den Punkt drin, der muss weg. Zudem würde ich empfehlen, nach jeder wörtlichen Rede eine neue Zeile anzufangen. Da sieht der Text auch gleich viel attraktiver aus.

Helga nahm ihren Enkel, der immer nur Unsinn im Kopf hatte Komma mit an einen der Plätze, der sich in der Nähe des Sarges befand.
Behaupte das nicht einfach so, zeig uns doch noch mehr von diesem Unsinn.

Dadurch erkannte er die Endgültigkeit des Todes und dass er sie für immer verloren hatte.
Wen? Die Endgültigkeit? Der Bezug ist hier unpräzise.

Rainer hatte ihn noch nie in einer solchen Trauer erlebt.
Wen?
Er verzog das Gesicht und schnäuzte in sein Taschentuch.
Wer? Rainer oder Gerhard?
Der Abkomme wurde von ein paar Angehörigen zurückgehalten, so sauer und traurig war er.
Hier stellt sich dieselbe Frage.

Dort zerbrach schlagartig die Untere Seite des Sargs und die Urne landete auf dem Kiesboden.
untere

"Hey!", brüllte Gerhard,Leerzeichen als die Vase zerbrach und die Asche austrat.
Diese wehte davon, als die Trauernden, kein Komma sowie der Pfarrer die beiden Kerle mit Wut in den Augen ansahen.
So viel von mir, ich hoffe, du kannst was mit meiner Rückmeldung anfangen.

Einen angenehmen Start ins Wochenende
 
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21.05.2020
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Moin Julian,

so richtig weiß ich nicht, was ich von deiner Story halten soll. Für mich ist sie weder Fisch noch Fleisch. Der Text ist stellenweise ziemlich skurril, an anderen dann wieder ernst, ich weiß nicht, das macht deinen Text nicht abgedreht genug, die beiden Aspekte halten sich zu sehr die Balance, um bei mir als Leser irgendwas auszulösen. Außer Kopfschütteln hier und da. Ich nehme einfach mal an, dass du eher in die skurrile Richtung wolltest. Da würde ich empfehlen, da noch einen drauf zu setzen. Oder du nimmst die absurden Stellen (Weihwasser, Ausrutscher) raus und gehst voll in die entgegengesetzte Richtung, dann wäre der Text aber ehrlich gesagt nicht gut. So, wie er jetzt ist, kann ich damit leider nicht viel anfangen. Du schreibst auch sehr sachlich und beschreibend, da ist nicht viel Substanz, abgesehen von dem Potenzial für das Skurrile.

Trotz der Kürze sind mir leider auch so einige Dinge aufgefallen:

Vor einer Viertelstunde war Gerhard Mutter Elke im Krankenhaus an Grippe gestorben.
Gerhards
Ihr Nachkomme begann zu weinen, als er seine tote Mutter, welche ein Alter von 94 Jahren erreicht hatte Komma vor sich liegen sah.
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Im Krematorium erhöhte der Mitarbeiter die Temperatur auf 1200 Grad und nach eineinhalb Stunden öffnete er den Ofen und holte die geröstete Leiche heraus. Sie bestand nur noch aus Asche, Knochen und Zähnen.
Kann man da noch von einer Leiche sprechen? Und ist rösten hierbei das richtige Wort? Oder bedürfte es bei der Hitze und Zerstörung nicht eines stärkeren Adjektivs?

Sie bestand nur noch aus Asche, Knochen und Zähnen. Diese wurden zermahlen und in eine Urne gekippt.
Was genau? Knochen oder Zähne oder beides? Ich würde dem Dilemma aus dem Weg gehen und schlicht alles sagen.

Gerhard stand davor und sah, dass sein Enkel Rainer mit seinen Eltern auf ihn zukam. Ihm war unwohl zumute, als er an den tragischen Verlust dachte. Rainer ging in die volle Kapelle und trat mit seiner Großmutter in Kontakt. "Na, wie geht's?", fragte sie ihn. "Ach, ganz in Ordnung.", antwortete der Bursche.
Also seine Tochter oder ein Sohn? Warum erfahren wir von denen nichts weiter? Wirkt irgendwie komisch.
Ohne Witz, ich dachte, er redet jetzt mit der Toten. Wie ein Medium. Das ist alles so verwirrend geschrieben, die Wahl des Ausdrucks ist auch nicht optimal. Bei solchen Familienverhältnissen musst du echt aufpassen, da ist der Leser schnell raus.

Darin war eine aus Metall bestehende Kelle zu sehen.
Es gibt so viele schöne Alternativen zu diesem hässlichen Ausdruck.
Eine Metallkelle
eine metallene Kelle
eine Kelle aus Metall

"Rainer, sprenkel das Weihwasser auf den Sarg. Das macht man so.", erklärte Helga
Du hast bei der wörtlichen rede da immer den Punkt drin, der muss weg. Zudem würde ich empfehlen, nach jeder wörtlichen Rede eine neue Zeile anzufangen. Da sieht der Text auch gleich viel attraktiver aus.

Helga nahm ihren Enkel, der immer nur Unsinn im Kopf hatte Komma mit an einen der Plätze, der sich in der Nähe des Sarges befand.
Behaupte das nicht einfach so, zeig uns doch noch mehr von diesem Unsinn.

Dadurch erkannte er die Endgültigkeit des Todes und dass er sie für immer verloren hatte.
Wen? Die Endgültigkeit? Der Bezug ist hier unpräzise.

Rainer hatte ihn noch nie in einer solchen Trauer erlebt.
Wen?
Er verzog das Gesicht und schnäuzte in sein Taschentuch.
Wer? Rainer oder Gerhard?
Der Abkomme wurde von ein paar Angehörigen zurückgehalten, so sauer und traurig war er.
Hier stellt sich dieselbe Frage.

Dort zerbrach schlagartig die Untere Seite des Sargs und die Urne landete auf dem Kiesboden.
untere

"Hey!", brüllte Gerhard,Leerzeichen als die Vase zerbrach und die Asche austrat.
Diese wehte davon, als die Trauernden, kein Komma sowie der Pfarrer die beiden Kerle mit Wut in den Augen ansahen.
So viel von mir, ich hoffe, du kannst was mit meiner Rückmeldung anfangen.

Einen angenehmen Start ins Wochenende
Ich bedanke mich für die konstruktive Kritik und dass Du mich auf einige Schreibfehler hingewiesen hast. Mit "Abkomme" habe ich Gerhard gemeint. Das hätte ich vielleicht etwas deutlicher formulieren können.
Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende.
 

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