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Die Linien im Wasser (jimmysalaryman)

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08.01.2002
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Die Linien im Wasser (jimmysalaryman)

Mir liegt daran, dass diese Geschichte nicht einfach in die Archive der Wortkrieger abrutscht, ohne eine Empfehlung erhalten zu haben, denn ich halte das, was jimmysalaryman schildert für sehr gelungen.
Das fängt schon mal damit an, dass ich bis vor kurzem fest davon ausging, es handele sich um eine Katastrophe, die es wirklich gegeben hat, so anschaulich, echt und wirklichkeitsnah hat jimmysalaryman sie dargestellt. Und es geht weiter mit einem 14jährigen Jungen, der in dieser einen Nacht, die Schwelle zum Erwachsenen überschreitet und das geschieht fast beiläufig und ist dennoch etwas ganz Großes. Einerseits gezwungen durch Vater und Großvater, aber eben auch, weil er selbst so weit ist, erlebt dieser Junge Dinge, die man weder noch deutlich älteren Menschen zumuten möchte und erst recht nicht einem 14jährigen. Und es ist fast wie ein Dreiklang eine Hommage an den Vater und den Großvater und deren Integrität und beispiellose selbstlose Hilfsbereitschaft. Das alles wird miteinander verwoben und, obwohl sich Dramen abspielen, in einem unaufgeregtem Ton, fast schon sachlich, dargestellt. Mir hat diese Unaufgeregtheit sehr gefallen, da finden an keiner Stelle Effekthascheien statt, da wird nichts dramatisiert, aber gerade deswegen hat diese Erzählung eine unübersehbare und spürbare Wucht. Fazit: ein rundum gutgemachter Text.

 
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