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Drachen oder Drachen?

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16.02.2021
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Drachen oder Drachen?

Und wieder trage ich meine beige Sommerjacke. Heute ist verdammt schönes Wetter und durch eine steife Brise der perfekte Tag zum Drachen steigen lassen. Ich bin schon länger im Park, so wie viele andere an diesem schönen Spätsommertag. Der Hügel ist voller Leute die ihre Drachen steigen lassen. Mein billig-Lenkdrachen ist schon ewig in der Luft. Zu Anfang wollte ich noch kleine Kunststücke fliegen, aber weil das Teil ständig abgestürzt ist, belasse ich es dabei ihn einfach in der Luft zu behalten. Dann muss ich auch weniger aufpassen, dass ich nicht mit anderen Drachen kollidiere. Die Sonne scheint hell, weshalb ich eine geschmackvolle coole Sonnenbrille trage. Der Kontrast wird jedoch immer heller und ich bin geblendet. Der Geruch von Magie steigt in meine Nase. Seltsam. Der Himmel wird tatsächlich immer heller und ich sehe einen roten Drachen in der Ferne. Ungläubig nehme ich die Sonnenbrille ab und staune. Da fliegt tatsächlich ein roter Drache auf mich zu und lächelt mich sanftmütig an. Er zieht Kreise und ich vergesse wo ich bin. Die anderen Leute reagieren gar nicht auf dieses strahlende Geschöpf, das einen hellen Schweif aus bunten Funken hinter sich herzieht. "Gib mir einen Kuss oder fahr zur Hölle!" höre ich ihn rufen. Der Dialekt ist asiatisch und es klingt als hätte der Drache Kreide gefressen oder Schnaps gegurgelt. "Ja aber Drache!" sage ich. "Flieg lieber schnell weg, bevor dich die Leute sehen. Ich wusste ja nicht dass es dich gibt, aber wenn dich die Leute sehen wollen sie dich bestimmt einfangen und sonst was mit dir anstellen!" "Nein. Nur du kannst mich sehen! Gibst du mir einen Kuss?" "Nein keine Lust!" erwidere ich und überlege kurz. Da bekomme ich eine Idee... "Wie währs mit Feenstaub?" Der Drache schwebt langsam zu mir runter. Da bemerke ich, dass ich vor lauter Aufregung meinen Drachen abstürzen habe lassen. Egal. Der Drache ist jetzt wichtiger. "Ich weiß ja nicht warum du ein Bussi willst, aber ich küsse keine Drachen. Nur Drachenladies. Du verstehst?" Der Drache nickt verständnisvoll. "Also du hast Feenstaub?" meint er. "Ja klar! Hab ich selbst gesammelt!" versichere ich ihm. "Ja dann gib mir Feenstaub oder fahr zur Hölle!" schallt es in meinen Ohren. "Ein Bitte wäre angebracht!" erwidere ich in strengem Ton. "Ja gut. Bitte! Ich brauche die Kraft, um nach Hause fliegen zu können!" sagt er in traurigem Ton. "Ja wenn du das sagst... Klingt ernst! Hier!" Ich fasse in die Hosentasche und greife eine ordentliche Portion Feenstaub. Ich habe ihn letzten Monat mühevoll bei Vollmond gesammelt und es dauerte Stunden. Aber gut irgendwie will ich dem
Drachen helfen. Ich strecke die Hand aus und lasse den magischen Staub in das Maul des Drachen rieseln. Er bückt sich runter und schluckt. "Hab ich jetzt auch einen Wunsch frei?" frage ich den Drachen. Der allerdings schießt in Affentempo nach oben und ich höre noch wie er ruft: "Du kannst mich!" Und weg war der miese Glühwurm! Ich ärgere mich kurz und denke mir was solls! Egal. Ich gehe zu meinem Drachen, entheddere die Leine und mache weiter laut Programm. Nur gut, dass die anderen Leute im Park nichts mitbekommen haben. Meine naive Art mit dem ganzen wäre mir irgendwie peinlich gewesen. "Scheiß Drache." murmle ich während ich die Sonnenbrille wieder vor die Augen setze.

 
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16.07.2020
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Hallo @Kobold ,

willkommen bei den Wortkriegern!
Erstmal solltest du wissen, dass du Kommentare hier nicht persönlich nehmen sollst. Wir sind alles hier, um zu lernen, also lass dich nicht verunsichern! ;)
Hier ein paar Anmerkungen zu deiner Geschichte:

Zu Anfang wollte ich noch kleine Kunststücke fliegen, aber weil das Teil ständig abgestürzt ist belasse ich es dabei ihn einfach in der Luft zu behalten.
Hinter "ist" muss ein Komma gesetzt werden.
Dann muss ich auch weniger aufpassen dass ich nicht mit anderen Drachen kollidiere.
Vor "dass" muss ein Komma.
Die anderen Leute reagieren gar nicht auf dieses strahlende Geschöpf das einen hellen Schweif aus bunten Funken hinter sich herzieht.
Vor "das" muss ein Komma.
Ich wusste ja nicht dass es dich gibt, aber wenn dich die Leute sehen wollen sie dich bestimmt einfangen und sonst was mit dir anstellen!"
Vor "dass" muss ein Komma.
Da bemerke ich dass ich vor lauter Aufregung meinen Drachen abstürzen habe lassen.
Vor "dass" muss ein Komma.
Ich brauche die Kraft um nach Hause fliegen zu können!"
Vor "um" muss ein Komma.
Nur gut dass die anderen Leute im Park nichts mitbekommen haben.
Vor "dass" kommt ein Komma.

Merk dir einfach, dass vor "dass" immer ein Komma kommt... ;)
Allgemein würde ich bei deiner Geschichte noch den Tag "Fantasy" hinzufügen.
Deine Kurzgeschichte lässt sich gut lesen, aber mir fehlt so ein bisschen die Wendung. Außerdem wird mir die Moral der Geschichte nicht so ganz klar. Warum genau hat der Protagonist den Drachen getroffen? Reiner Zufall oder hatte das einen anderen Sinn? Warum konnte nur dein Protagonist den Drachen sehen? Vielleicht könntest du anhand dieser Fragen deine Geschichte noch ein wenig aufpeppen, dann lässt sie sich auch besser lesen.
Vielleicht gibt es aber auch eine Botschaft hinter der Geschichte, die ich nur nicht verstanden habe... Ich würde mich freuen, wenn du mir diesbezüglich antworten könntest. :)
Ansonsten finde ich es gut, dass deine Kurzgeschichte mitten in einer Situation beginnt.

Als kleine Anmerkung: Es reicht, wenn du den Titel deiner Geschichte einmal als Überschrift schreibt...

LG chouette

 
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16.02.2021
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Ja also ich dachte es hat einen Reiz, bzw etwas lustiges wenn sich der Protagonist gar nix dabei denkt dass er einen Drachen sieht. Er stellt nicht die üblichen Fragen die jemand in der Situation gestellt hätte... Außerdem will ich offen lassen ob der Drache wirklich existiert. Als könnte es auch sein, dass mit dem Protagonisten einfach die Fantasie durchgegangen ist.
Die Botschaft ist dass man besondere Dinge erleben kann wenn man nicht voreingenommen ist. Andere hätten vielleicht Angst bekommen, und währen davon gerannt oder so...

 
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17.04.2007
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Hallo @Kobold,

ich melde mich auch mal, um dich mit Kommentaren zu verunsichern. ;)

Da gibt es so eine magische Taste rechts auf der Tastatur mit so einem Pfeil drauf, die macht Texte besser lesbar. ;)

Hier lässt der Protagonist einen Drachen steigen. Plötzlich taucht ein echter Drache auf, den nur er sehen kann, der einen Kuss verlangt, aber als Alternative eine Handvoll Feenstaub akzeptiert, bevor er sich zurückzieht.

Ich finde, den Einstieg könnte man eleganter lösen. Erst ist die Rede vom schönen Sommertag und dem Park, da stelle ich mir den Prota beim Spazieren vor. Dann lässt er plötzlich den Drachen steigen. Dann springt es zurück zum Sonnenschein. Ich fände es angenehmer, wenn ich gleich wüsste, was er tut. Wenn die Beschreibung des Sommertags später erfolgen würde, zusammen mit der blendenden Sonne, wäre es ein fließender Übergang.

Die Idee, dass der Drache nach einem Kuss fragt, gefällt mir. Das bricht so schön mit den bekannten Klischees von Drachen. Das gleiche mit dem Feenstaub. Ich fände es allerdings besser, wenn ich einen Sinn dahinter erkennen könnte.

Viele Grüße
Jellyfish

 

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