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Ein langweiliger Tag wurde doch noch spannend.

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24.06.2001
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Ein langweiliger Tag wurde doch noch spannend.

Es war ein Tag wie jeder andere in den Ferien auch. Ich schlief bis 11.30. Meine Eltern mussten heute noch arbeiten. Meine Mutter war Busfahrerin und mein Vater Polizeibeamter.

Als ich gegen 13 Uhr etwa, endlich aus dem Haus ging, bummelte ich ein bisschen durch die Stadt.
Mir war dabei furchtbar langweilig. Plötzlich fiel mir ein, dass heute mein bester Freund Lutz seine erste Schiffahrt als Matrose tätigen würde. Er wollte schon immer Matrose werden und jetzt war sein großer Traum Wirklichkeit geworden. Er hatte bei Käpt´n Schulze angeheuert.

Käpt´n Schulze war ein so ziemlich souveräner Typ, der in fast jeder Lage cool blieb und auch immer nett zu seinen Leuten war.

Nachdem mir dieser Geistesblitz gekommen war, rannte ich so schnell ich konnte zum Hafen.
Das Schiff von Käpt´n Schulze hieß übrigens "Bonifatius." Die Bonifatius war im Jahr 999 n. Chr. fertiggestellt worden.
Dann sah ich blitzschnell jemanden auf mich zurennen, es war Lutz. Er keuchte: "Hallo, du wolltest doch schon heute um 12.15 Uhr am Hafen sein, um mich zu verabschieden. Na ja, du hast Glück gehabt, der Käpt´n hat nämlich vergessen seinem Steuermann zu sagen, dass er heute abfahren wollte. Die Abfahrt verschiebt sich deshalb auf ca. 17.30 Uhr. Sollen wir noch einen kleinen Stadtbummel machen? Denn so eine Reise von Hamburg bis nach Island dauert schon einige Monate, wenn ich überhaupt jemals zurückkehren werde..."

Wir bummelten durch die Stadt und sahen uns die Geschäfte an; ich fand das total langweilig, aber Lutz war da anderer Meinung, er war ein richtiger Geschäftsfanatiker.

Es wurde 17 Uhr und wir gingen zum Hafen zurück. Während wir an Bord der Bonifatius gingen, rief uns ein Matrose zu: "Die Abfahrt verschiebt sich um 2 Stunden, denn unser lieber Herr Steuermann muss unbedingt mit seiner Familie noch einen Kaffeeklatsch durchführen."
Lutz sagte zu mir:"Ich werde mich schon ein bisschen an Bord umgucken, wenn du jetzt müde bist, dann setz dich einfach hin, ich komme gleich wieder."
Ich setzte mich hin und nach einiger Zeit schlief ich ein.

Als ich wieder aufwachte, war das Schiff bereits in voller Fahrt. Ich erschrack, es war stockdunkel, als ich mich umblickte konnte ich kein bisschen von irgendeinem Hafen hinter mir sehen. Ich sprang auf und rannte sofort in die Kajüte vom Käpt´n.
Dort wahr Käpt´n Schulze gerade dabei einen Schweinebraten zu verzehren. Ich schrie ihn an: "Warum sind sie losgefahren ohne mich zu wecken? Und wo ist Lutz?" Darauf antwortete der Käpt´n ganz ruhig: " Wenn du mitten am Tag einschläfst bist du selber Schuld. Dein Freund hat gerade den Ausguck übernommen. Wenn du jetzt schon als blinder Passagier auf dem Schiff mitfährst, kannst du dich auch nützlich machen, ich habe gehört unser Koch sucht noch eine Aushilfe, du kannst direkt hinunter gehen und dich bewerben." Ich jammerte: "Können sie nicht noch schnell zurück fahren und mich nach Hause bringen?" Da musste der Käpt´n laut lachen. Er kicherte: "Schussligkeit muss bestraft werden." Und so blieb mir nichts anderes übrig als Koch auf einem Schiff für ein paar Monate zu arbeiten.

Nach dem Gespräch mit dem Käpt´n ging ich zu meinem Freund Lutz der immer noch auf dem Ausguck herumlungerte. Als er mich sah, zuckte er zusammen und brüllte mir zu: "Was machst du denn hier?" Ich erwiederte: "Ich bin eingepennt und erst wieder aufgewacht, als das Schiff schon losgefahren ist. Der Käpt´n hat gesagt, ich soll die ganze Fahrt über dem Koch helfen." Darauf meinte Lutz: "Oh Gott, du armer, als Koch zu arbeiten hat dir gerade noch gefehlt, was?"

Auf einmal erschrack er so, dass er fast von seinem Ausguck heruntergefallen wäre, er rief: "Ein anderes Schiff, dort ist ein anderes Schiff und ich kann eine ganz kleine Insel sehen und das Schiff hat glaub´ich eine Piratenflagge."
Der Käpt´n kam aus seiner Kajüte gestürmt, immer noch den Schweinebraten mampfend, er lief zum Steuermann hoch und flüsterte ihm zu: "Sofort Kurs auf die kleine Insel die dort vorne ist nehmen." Das Schiff wendete und fuhr auf die Insel zu.
Doch das Piratenschiff nahm direkt Kurs auf uns zu, es fuhr mit einer unheimlichen Geschwindigkeit und hatte uns fast eingeholt. Da gab ein Pirat den anderen Piraten ein Zeichen zum Kentern.
Die Piraten sprangen in kleine Boote und rasten auf uns zu. Als sie uns erreicht hatten kletterten sie an der Bonifatius hoch.
Die Meisten von uns sprangen in die Rettungsboote und ruderten auf die Insel zu. Lutz und ich gehörten zu den wenigen, die kein Rettungsboot mehr erreicht hatten. Wir versteckten uns in einer Truhe vor den Piraten. In der Truhe war es ziemlich muffig aber uns blieb keine andere Wahl, wären wir hinausgeklettert, hätten uns die Piraten erwischt.

Plötzlich spürten wir, dass jemand die Kiste in der wir uns befanden wegtrug. Wir hörten Männerstimmen und wurden kräftig durchgerüttelt. Anscheinend waren die Piraten gerade dabei unsere Kiste auf ihr Schiff zu transportieren. Dann wurden wir endlich wieder abgestellt.

Nach einer Weile, als wir keine Stimmen mehr hörten und alles ruhig um uns herum war, wagten wir uns die Truhe zu öffnen. Wir befanden uns in einem völlig dunklen Raum. Dann kletterten wir aus der Truhe hinaus und entdeckten eine Treppe. Wir stiegen vorsichtig die Treppe hinauf, auf einmal stand vor uns ein Pirat, vor Schreck purzelte ich die Treppe hinunter und fiel in eine dunkle Ecke wo mich niemand sehen konnte. Was aus Lutz geworden war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Nach dem sturz von der Treppe wurde ich bewusstlos.

Als ich wieder zu mir kamm, lief eine ganze Masse von Piraten durch den Raum. Zum Glück hatte mich keiner von ihnen entdeckt. Ich lugte aus meiner Ecke hervor und plötzlich guckte einer von den Piraten zu mir und schrie: "Dort vorne, dort ist er." Jetzt packten mich die Piraten und trugen mich in den Schiffskerker. Als sie mich eingeschlossen hatten und wieder weggegangen waren, hörte ich eine Stimme sagen: "Na, haben sie dich jetzt auch gefunden?" Es war Lutz, ich erkannte ihn an der Stimme. Wir unterhielten uns ein bisschen, dabei wussten wir nicht wieviel Zeit vergangen war.

Nach einer Weile spürten wir, dass das Schiff nicht mehr fuhr, es fielen Lichtschimmer in den Kerker.
Plötzlich entdeckte ich ein kleines Loch in der Wand. Ich sagte zu Lutz: "Sieh mal, dort vorne ist ein Loch, so dünn wie wir sind passen wir doch bestimmt durch oder? Als wir durch das Loch gekrochen waren, fandern wir uns auf einmal am Hamburger Hafen wieder.
Wir fingen an zu jubeln, verabschiedeten uns voneinander und rannten auf dem schnellsten Wege nach Hause. Zuhause erzählte ich meinen Eltern ersteinmal die ganze Story, sie waren überglücklich dass ich wieder da war.
Lutz wollte übrigens seitdem nichts mehr von der Seefahrt wissen und erlernte einen anderen Beruf.

 
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07.02.2001
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Hallo hulkhogen,
erschlag´ mich nicht gleich, aber muss ein wenig Kritik üben:

1. Du bist nicht sorgfältig genug. Einige Tipp- und Kommafehler sind nicht zu übersehen. Zumindest die Tippfehler müssen nicht sein, dafür gibt es ja z.B. das Rechtschreibkorrekturprogramm von Word.

2. Die Geschichte scheint mir etwas an den Haaren herbeigezogen.
Warum hat Lutz seinen Freund nicht gesucht, kurz bevor sich das Schiff zur Abfahrt bereit machte?
Er wußte doch, dass er sich noch an Bord befand.

Das nur als kleines Beispiel, aber für ein Erstlingswerk( zumindest auf kurzgeschichten.de ) war es ja auch gar nicht mal schlecht.

Grüße, Kritiker.

 
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27.07.2001
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An sich eine ganz nette Geschichte, aber sie hat doch einige derbe Logikfehler.
Dass der Freund im Dunkeln ein anderes Schiff erkennen kann, kann ich ja noch nachvollziehen, aber dass er eine Piratenflagge im Dunkeln erkennt, klingt etwas eigenartig - es sei denn er hat ein Nachtsichtgerät.
Dass der Käpt'n den Protagonisten "zur Strafe" nicht von Bord lässt, wirkt auch recht konstruiert. Wenn das Schiff auf hoehr See gewesen wäre und eine Rückkehr Tage gedauert hätte wäre das noch nachvollziehbar gewesen.
Merkwürdig finde ich auch, dass im Kerker des Piratenschiffes ein so großes Loch in der Wand ist, dass man bequem durchschlüpfen kann.
Fazit: Eine interessante Grundidee, aus der man aber hätte mehr machen könne.

 

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