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Ein treuer weißer Wolf

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20.11.2008
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Ein treuer weißer Wolf

„Gott gab mir Mut, Gott gab mir Kraft. Und nun nimmt er sich beides zurück.“ Mit diesen Worten starb einer der größten Abenteurer unserer Zeit an den Ufern des Welve. James N. Nashville war berühmt und gefürchtet, als der beste Schütze in ganz West-Amerika.
Trotz großer Bemühungen und weiträumiger Suchaktionen
ist sein Schatz, sein durch Kopfgeld und Blutgeld angereichertes Vermögen, bis heute nicht gefunden worden. Man wähnt es tief, in den Bergen.

Mik erwachte. Sein Gesicht war mit Schweiß bedeckt, sein Atem ging flach, sein Kopf war hochrot. Der Wind heulte draußen vor dem Zelt und sein donnerndes Gebrüll erfüllte Miks Herz und Seele mit nicht erkennbarem Grauen. Große Schatten wisperten durch die Nacht und zeichneten sich dunkel auf der Plane des Zeltes ab. Mik stand langsam auf, die Decke um sich geschlungen und wankte zur Zelttür. Er öffnete sie und stolperte hinaus, in die unruhige Nacht. Ein leichter Nieselregen, traf seitlich auf Miks Gesicht und der Himmel donnerte jetzt so laut, als wolle er gleich auseinander brechen Der Himmel schien sein Antlitz zusammenzuziehen, schien von Schmerzen geplagt. Für einen Augenblick erstarb das Tosen und Mik glaubte ein schwaches Jaulen in der Ferne zu hören, dass sich vom Pfeifen des Windes abhob. Er zog die mitgenommene Decke enger um die Schultern und ging ein paar Schritte bis zur nahen Klippe. Das Tosen begann erneut, noch stärker als vorher und erstickte das ferne Jaulen. Das Zelt hinter ihm riss sich plötzlich aus seiner Verankerung und wurde zum Abgrund hingezogen. Es traf Mik am Rücken und zog ihn mit sich in den Abgrund…
Oben auf einem Felsen, stand ein einsamer, weißer Wolf in mitten des tosenden Sturms. Er heulte in die Nacht hinaus und sein Jaulen klang klagvoll und schmerzlich und übertönte sogar noch den rasenden Sturm. Als er sich umdrehte und mit dem Abstieg begann, klimperte es leise, unhörbar unter seinen Pfoten und eine einzelne Münze, kullerte hinunter…

Am nächsten Tag fand C.K. Thomas die Leiche des unglücklichen Wanderers, zerschellt am Boden der Klippe. Neben seinem Kopf lag, fast gänzlich versteckt in einer Pfütze, eine goldene Münze…

 

Hallo Brian!

Das ist dein vierter Text hier, aber du hast noch nie ein Wort zu einer Geschichte eines anderen gesagt. Dann ist es nicht verwunderlich, dass bei dir keine Kommentare eintrudeln, denn Leute, die nur Texte abladen und sich nur um ihr eigenes Geschreibsel kümmern, werden hier von den meisten Kritikern gemieden.
Also, mein Tipp: Revanchier dich, schreib Kommentare!

So und nun zu deiner ultrakurzen Geschichte:
Irgendwann ist ein Abenteurer gestorben, dem du zwar einen Absatz widmest, der aber sonst nichts mit deiner Geschichte zu tun hat.
Nein, es geht um "Mik", der in einem Sturm umkommt. Allerdings ist damit schon die gesamte Handlung umschrieben.
Dann ist da noch ein weißer Wolf, der zwar den Text betitelt, aber im Text nur einmal erwähnt wird und dessen Auftreten in drei Sätzen abgehandelt wird. (Hey, warum soll das Tier denn treu sein? Und wem gegenüber? Davon steht nichts im Text!)
Und schließlich taucht noch "C.K. Thomas" auf, der aber auch keine Bedeutung hat.

Tipp Nummer zwei: Überlege dir, was du eigentlich erzählen willst. Wenn du es weißt, baue damit einen Handlungsfaden auf und erzähle darum herum deine Geschichte.

Und um die Kommasetzung musst du dich unbedingt kümmern. Die Dinger sitzen bei dir andauernd da, wo sie nicht hingehören.

So, das war's.

Grüße
Chris

 

Hallo Brian!

Doch, wenn du unter deiner Geschichte antwortest, fällt mir das auf, selbst wenn das Monate dauert. Ich gucke nämlich immer unter die "Neuen Beiträge".
Ich antworte hier auf deine PN, denn das hier ist doch der Ort zum diskutieren.

Du bist erzürnt? Soso.

Erstmal, die Ausreden, warum mache Leute hier nur Texte posten und keine Kritik abgeben, kenne ich zu genüge. Überzeugen tun sie mich nicht. In deinem Fall: Was wäre denn dagegen einzuwenden, wenn du mal unter einen Text schreibst, dass er dir gefällt? Der Autor würde sich freuen.
Und übrigens, beim Kritisieren lernt man eine Menge übers Schreiben. Das ist also für jeden Schreiberling/Autor zu empfehlen.

Und dann kommt wieder mal die Klage: Das, was du machst, ist keine konstruktive Kritik. Hey, dann schreib du doch mal konstruktive Kritik, mach mir/uns vor, wie es geht!

Ich mag nunmal keine Texte, die nur Rätsel aufgeben, aber nichts wirklich erzählen. Wenn du das anders sieht, deine Sache. Aber meine Meinung ist meine Meinung, und die werde ich auch äußern. Dazu ist kg.de doch da. (Wenn du nur Schmeicheleien hören willst, würde ich empfehlen, deine Texte ausschließlich Freunden zu lesen zu geben.)
Interpretieren schön und gut, aber zu so etwas muss ein Autor genügend Anhaltspunkte geben. Das ist in deinem Text allerhöchstens ansatzweise geschehen.
Und was soll der Leser interpretieren, wenn ein Typ (C.K. Thomas) auftaucht, der selbst laut deiner PN keinerlei Bedeutung hat? Seltsam heißt doch nicht sinnlos!

Ich kann mich nur wiederholen: Überlege dir, was du eigentlich erzählen willst. Wenn du es weißt, baue damit einen Handlungsfaden auf und erzähle darum herum deine Geschichte.

Grüße
Chris

 

Ja ich war erzürnt, ich mag es einfach nicht wenn jemand so selbstgefällig redet, was du ja auch in deiner Antwort jetzt nicht getan hast.
Es tut mir auch Leid wenn ich, was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so ist, etwas zu heftig reagiert habe und ich hoffe du nimmst diese Entschuldigung an.

Ob du Ausreden akzeptierst ist mir egal, ich weis das es keine Ausreden sind. Ich weiss ja durchaus, dass man beim kritiesieren viel lernt und ob du es glaubst oder nicht ich respektiere auch deine Meinung, aber ich bitte dich auch meine Meinung zu respektieren. Kg.de ist dazu da seine Meinung zu äußern, aber das heisst nicht das man sie frontal dem Schreiberling ins Gesicht hauen muss. Überleg mal, wenn du gerade deine ersten Geschichten schreiben würdest und ich würde schreiben: "Da fehlt jeder Aufbau, was willst du mir eigentlich erzählen?" dann würdest du es vielleicht besser akzeptieren als ich, aber glücklich wärst du sicherlich auch nicht damit. Ich finde man kann auch friedlich seine Meinung sagen z.B so: "Das gefällt mir nicht, da solltest du was ändern. Der Abenteurer ist der notwendig, ich meine warum hast du ihn eingebaut."

Ich will keine Schmeicheleien hören, dann würde ich gar keine Geschichten schreiben, aber ich sagte ja schon oben, das da eine Gratwanderung möglich ist, ohne seine eigene Meinung zu unterlaufen.

Was will ich eigentlich erzählen? Ich will von einem Schicksal berichten, dem Schicksal eines armen Jungen.(Warum ist der oben, ist doch ein netter Interpretationsansatz. Hat er Angst, wirkt er entschlossen?) Ob ich sage:"Wanderer fanden den Jungen" oder ob ich sage:"C.K. Thomas fand den Jungen, dass macht keinen Unterschied, bis darauf, das der Leser zu C.K. Thomas noch eine Geschichte sich selbst im Kopf gestalten kann.

Vielleicht hast du recht und es ist sinnlos von den Leuten zu verlangen, diese Geschichte nur als Moment zu betrachten und das weitere an den wenigen Anhaltspunkten oder ganz anders herauszusuchen. Aber so schreibe ich nunmal. Du kannst gerne deine Fantasie einsetzten und schwupps schon weisst du warum Mik auf der Bergkuppe ist, oder warum der Wolf treu ist. Ich will doch auch nicht das diese Geschichte ein Epos wird, es ist nur ein Moment.

Nochmals sorry wegen der PN.

MfG Brian

 

Hallo Brian,

Erst einmal ein wenig Lob: Sprachlich ist deine Story für mein Dafürhalten ausgereift, liest sich flott und für Abenteuerstories angemessen. Du beschreibst weder zu viel, noch zu wenig. Solltest nur auf Wortwiederholungen achten:

Das Zelt hinter ihm riss sich plötzlich aus seiner Verankerung und wurde zum Abgrund hingezogen. Es traf Mik am Rücken und zog ihn mit sich in den Abgrund…
Ersetze gleiche Wörter und Wendungen in aufeinanderfolgenden Sätzen durch Synonyme wie "Es traf Mik am Rücken und stürzte mit ihm in die Tiefe". Klingt meiner Meinung nach besser. :)

Nun aber zum Problematischen, nämlich der Handlung. Da hat Chris leider Recht. Ich meine, man versteht, worum es geht, aber die Charaktere sind einem so fern, dass man sich für die gar nicht interessiert. Was wissen wir über die?

James N. Nashville, Abenteurer, lange tot, Schatz hinterlassen
Mik, hat Angst und stirbt im Sturm, (Sucht er den Schatz?)
Wolf, jault (bewacht er den Schatz? will er Mik warnen?)
C.K. Thomas, findet Miks Leiche

Tut irgendwer irgendwas in der Geschichte? Handelt jemand aktiv und motiviert? Jedenfalls wissen wir Leser nichts von. Ein Bild ist da, die Story fehlt. Bei deinem nächsten Werk will ich eine lesen. :)

 

Hallo Brian,

für mich ist das höchstens ein Ausschnitt von einem Buch, das noch geschrieben werden müsste...

Schade das nichts einen Zusammenhang hat. Wenn der Wolf, den Wanderer aus dem Zelt gelockt hätte um ihn zu retten - ok oder ihn zum Schatz gelockt hätte -ok oder den Schatz in einem wilden Kampf verteidigt hätte -ok

Was Dir aber sehr gut gelungen ist, ist die Stimmung in den Bergen mit diesem Sturm. Da möchte ich nicht dabei gewesen sein :-)

Also ich hätte gern etwas mehr Inhalt - nix für ungut

gdeki

 

Danke für eure beiden Kommentare.

Das kleine Lob von euch Beiden für meine Erzählstil, nehme ich dankend an.

Was die Handlung betrifft, so muss ich zugeben, meine Geschichte, ist eben nicht wirklich eine Geschichte. Schon klar wir sind hier auf kurzgeschichten.de, da sollte man eine Geschichten erwarten, deshalb muss ich einräumen, dass sie nicht wirklich hierher passt.
Was ich eigentlich zeigen will, ist weder eine konkrete Handlung, noch ein sinnloses Gewirwarr aus Eindrücken, nein was ich zeigen will ist ein Moment, wie merkwürdig das auch klingen mag. Ich will das die Leute Mik da oben stehen sehn im Sturm, den Wolf hören. Der Rest ist eine Art Untermalung.
Wie gesagt vielleicht ist das hier nicht wirklich der richtige Adresse um sowas zu posten, ich sehe ein, dass das aussieht, als würde man mal eben schnell ein paar Sätze tippen.

Na ja, ich wollte zumindest noch einen Erkärversuch machen, nochmals danke für eure Stellungnahmen. :)

 

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