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Eine Freundschaftsgeschichte

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Eine Freundschaftsgeschichte

Es war Dienstag, der 4. Juli 2017, ein strahlender Sommertag. Ich machte mich gerade auf zur Schule. Auf dem Weg sah ich Florian, den neuen in meiner Klasse. Doch im nächsten Moment verfinsterte sich meine Miene. Meine ehemalige Freundin Julia lief neben Florian her. Ehemalige darum, weil ich und Julia beide Florian etwas mehr als nur mochten. Irgendwann hatten wir uns so verstritten, dass wir unsere Freundschaft beendet hatten. Seitdem herrschte immer noch ,,Krieg“ zwischen uns. So einfach wollte ich mich allerdings nicht geschlagen geben. Ich beeilte mich, die beiden einzuholen und als ich neben Florian angelangt war, rief ich: ,,Hi, Flo!“ ,,Hey, Hanna!“, kam es zurück. Julia schien sichtlich verärgert. Ich grinste sie nur frech an. Endlich kamen wir an der Schule an. ,,Bis dann!“, rief er noch und verschwand dann. ,,Tschau!“, rief ich ihm hinterher. ,,Halt dich von ihm fern!“, zischte Julia und verschwand ebenfalls. Auch ich machte mich auf den Weg.

Als es nach der 6. Stunde klingelte, packte ich mein Zeug und lief hinaus. Auf dem Schulhof sah ich Flo. ,,Hey!“, rief ich. Er drehte sich zu mir um. ,,Heute schon was vor?“, fragte ich. Er wollte gerade antworten, da kam Julia. ,,Ja, hat er!“, zischte sie, ,,wir zwei wollten nämlich noch etwas unternehmen!“. ,,Ach ja? Was denn?“, fragte ich scheinbar interessiert. ,,Geht dich gar nix an!“, Julia funkelte mich hasserfüllt an, ,,ich hab gesagt, du sollst dich von ihm fern halten!“. Sie schupste mich völlig überraschend und ich stolperte zu Boden. ,,Julia, hör auf!“, versuchte Flo sie zu beruhigen. ,,Das ist nicht dein Kampf!“, versuchte Julia etwas ruhiger zu sprechen, ,,lass uns das klären!“. Lea, eine andere Freundin von mir, half mir auf und ich zischte: ,,Du willst also einen Kampf? Hier hast du ihn!“. Ich stürtzte mich auf sie und sie stürtzte nun ebenfalls auf den Boden. Wir rauften uns auf dem Boden und es stellten sich immer mehr Schüler um uns rum um zuzusehen. Nun etwas bestimmter rief Florian: ,,Hört auf!“, wir waren aber zu sehr mit dem jeweils anderen beschäftigt, sodass wir ihn nicht hörten. Mit einer Kraft, die wir beide ihm niemals zugetraut hätten, zog er uns auseinander und wieder hoch. Wir hatten beide ganz schön was abgekriegt, doch Florian kümmerte sich nicht darum und schrie nur wütend: ,,Was ist los mit euch!? Um mich kann man doch nicht einfach kämpfen und wer gewinnt bekommt mich oder was!?“, immer noch sauer und gleichzeitig schuldbewusst blickten wir beide zu Boden, ,,Ihr führt euch auf wie zwei kleine Kinder und dabei dachte ich dass ihr schon 14 seid!“. Er lies unsere Hände los und ging Heim. Betroffen sahen wir erst ihm nach und dann uns an. Langsam gingen die Schüler und Schülerinnen Heim oder wieder in die Schule zum Nachmittagsunterricht. Wir liesen uns von den Schulsanitätern versorgen und gingen dann ebenfalls Heim.

Bis Samstag herrschte zwischen Flo, Julia und mir Funkstille. Am Sonntag klingelte das Telefon. Ich sah drauf: ,,Julia“, stand dort. Ich nahm ab. ,,Ja?“, fragte ich vorsichtig in den Hörer. ,,H-hey..“, kam es zögernd zurück. Ich stutzte. So hatte ich Julia noch nie erlebt. ,,Hey…“, flüsterte ich zurück. ,,Wie geht’s dir so?“, fragte sie. Da ich sofort wusste, was sie meinte, antwortete ich: ,,Passt schon, langsam werde ich wieder. Und wie geht’s dir so?“ ,,Genauso“, sagte sie nur. ,,Hör zu…“, begann sie, ,,ich möchte mich wieder mit dir vertragen. Ich meine, es ist doch wirklich total blöd sich um ihn zu streiten. Es ist seine Entscheidung. Wenn er dich liebt, werde ich das akzeptieren. Wenn er mich liebt…“ ,,Ist das ebenso okay für mich…“, ergänzte ich.

,,Und wenn er keinen von uns liebt, ist das doch auch nicht so schlimm…“, sprach Julia weiter, ,,ich will nur nicht, dass ein Junge schuld daran ist, dass wir nicht mehr befreundet sind. Du bist mir wirklich wichtig…“. Ich staunte, wie nett Julia auf einmal wieder war. So war sie schon lange nicht mehr gewesen. Und wenn ich ehrlich war, wollte ich auch keinen Streit haben. ,,Du bist mir auch sehr wichtig…“, sprach ich schließlich. ,,Also wieder Freunde?“, fragte sie. ,,Wieder Freunde…“, flüsterte ich.

Am Montag liefen wir zusammen zur Schule und entschuldigten uns bei Florian. ,,Ihr seid also wieder Freunde?“, bemerkte er. ,,Das sind wir!“, riefen wir gleichzeitig und grinsten uns gegenseitig an. ,,Na dann…“, er lächelte. Dann flüsterte er zu Julia: ,,Ach ja, da wäre noch was…“, beugte sich zu ihr runter und küsste sie. Sie erwiderte seinen Kuss und als Flo sprach: ,,Sorry, muss dann mal…“ und verschwand blickte sie ihm noch völlig aufgelöst und verträumt hinterher. Ich grinste sie an und freute mich für sie, war aber eigentlich gar nicht traurig oder eifersüchtig. Wir grinsten uns nochmals an und verschwanden in unsere Klasse …

 
Seniors
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12.04.2007
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Hallo und herzlich willkommen hierorts,

liebe/r @jxnxy2004,

es ist immer ein Risiko, eine erste Veröffentlichung hierorts zu Wettbewerbszeiten einzustellen und ich weiß nicht, ob ich der richtige bin, Deine kleine Geschichte um die mutmaßlich erste „Liebe“ und der „Eifersucht“ gegenüber einem scheinbaren Konkurrenten zu kommentieren, denn ich bin der Auffassung, dass Liebe mehr ist, als wen (oder etwas) „gern“ zu haben und die „Liebe“ schon gar nix mit Besitz und Eigentum zu tun hat (weil man sonst seinen „geliebten“ Partner quasi enteignet und seiner Freiheit beraubt). Ich bevorzuge Freundschaft und – gesellschaftlich wie politisch gesehen – befürworte ich Solidarität, nix anderes als die Nächstenliebe, die ja auch den Fernsten einschließt.

Aber – jetzt nicht nach diesem Einstieg erschrecken – es wimmelt von Fehlern und der Text wirkt auf mich wie ein Schulaufsatz. Ich schließ dabei mein Recht auf Irrtum ein. Ich würde Dich (ich vermute in der 2004 Dein Geburtsdatun) für ein Opfer des Schreibenlernens nach Gehör einschätzen (zum Schluss kommt das ganz deutlich heraus).

Aber der Reihe nach, denn an den ersten zwei in das Geschehen einführendenSätzen gibts nix zu mosern!

Auf dem Weg sah ich Florian, den neuen in meiner Klasse.
Hier solltestu dem „Neuen“ die Substantivierung zugestehen! Anders wäre es, wenn der „Neue“ als Attribut/Adjektiv eines Schülers oder Klassenkameraden benannt wäre.

Irgendwann hatten wir uns so verstritten, dass wir unsere Freundschaft beendet hatten.
Sagt man bei Dir „ver-“ statt der üblichen Partizipbildung „gestritten“?
(Wobei es ja auch die Zusammensetzung "zerstritten" gibt)

Aber eines der Hilfsverben könntestu sparen. Ich schlag das erste vor, denn das an sich unbestimmte temporale „irgendwann“ verweist ja schon auf die Vorvergangenheit ...

Julia schien sichtlich verärgert.
Ja, da greif ich gerne auf meine eigene Schulzeit zurück, denn mein Klassenlehrer behauptete immer, nur die Sonne scheine und selbst der Mond habe sich nur das Licht von ihr geliehen.
Und er hat Recht!
Darum gleicht zumeist das Schicksal dem des „brauchen“, von dem gesagt wird, wer brauchen ohne zu gebraucht, braucht brauchen gar nicht zu gebrauchen. (heißt: „scheinen“ wird selten als Vollverb, öfters aber als Modalverb genutzt wie in diesem Fall. Also besser „schien sichtlich verärgert zu sein“. Die Dudenredaktion umgeht das Problem oft, indem sie „scheinen“ mit der Vorsilbe „erscheinen“ zum Vollverb adelt.)

,,Hey!“, rief ich. Er drehte sich zu mir um. ,,Heute schon was vor?“, fragte ich. Er wollte gerade antworten, da kam Julia. ,,Ja, hat er!“, zischte sie, ,,wir zwei wollten nämlich noch etwas unternehmen!“. ,,Ach ja? Was denn?“, fragte ich scheinbar interessiert. ,,Geht dich gar nix an!“, Julia funkelte mich hasserfüllt an, ,,ich hab gesagt, du sollst dich von ihm fern halten!“.
Zwo Dinge hier, die für Deine wörtlichen Reden insgesamt gelten:

a) wechselt der Sprecher, besser Zeilenwechsel (also a sagt … // b antwortet)

b) betrifft dem Ende der wörtlichen Rede, wie hier

… ihm fern halten!“.
gilt das Abschlusszeichen Punkt, Frage- oder Ausrufezeichen als Abschluss, es sei denn, es folgt direkt ein „Redebegleitsatz“ („… ihm fernhalte!", sagte er.)

Musstu alle wörtl. Reden nochmals abklopfen!

Ja, ab hier fürchte ich, dass Du ein Opfer des Experiments „Schreiben nach gehör“ bist

Ich stürtzte mich auf sie und sie stürtzte nun ebenfalls auf den Boden.
Das Verb schreibt sich schlicht „stürzen“, der Klang [ts] täuscht über die Schreibung des "Sturzes"

Wir rauften uns auf dem Boden und es stellten sich immer mehr Schüler um uns rumKOMMA um zuzusehen.
(Komma, weil der Infinitiv mit „um“ eingeleitet wird)

Die vollständigen Kommaregeln findetu hier
Komma
Ich empfehl den Duden, weil der das aktuellste vom Akruellen überhaupt liefert und glaube keiner, die Rechtschreibreform wäre schon vorbei!

Hier nun überrollt uns einiges (Du siehst den Fettdruck)

… schuldbewusst blickten wir beide zu Boden, ,,hr führt euch auf wie zwei kleine Kinder und dabei dachte ichKOMMA dass ihr schon 14 seid!“. Er lies unsere Hände los und ging Heim. Betroffen sahen wir erst ihm nach und dann uns an. Langsam gingen die Schüler und Schülerinnen Heim oder wieder in die Schule zum Nachmittagsunterricht. Wir liesen uns von den Schulsanitätern versorgen und gingen dann ebenfalls Heim.

- „heimgehen“ ist an sich ein Wort, umgestellt also „ging heim“
aber
die Verwechselung von lassen (Prät. „ließ“)und lesen (Imperativ „lies“) bestätigt eigentlich meine Hypothese vom Schreiben lernen nach Gehör ...

Ich meine, es ist doch wirklich total blödKOMMA sich um ihn zu streiten. Es ist seine Entscheidung. Wenn er dich liebt, werde ich das akzeptieren. Wenn er mich liebt…“ ,,Ist das ebenso okay für mich…“, ergänzte ich.
Die Auslassungspunkte direkt am Wort behaupten, da fehle wenigstens ein Buchstabe. Da wäre m. E. die Ästhetik des Apostrophes viel rationeller. Aber tatsächlich fehlt keine Endung. Also in aller Regel ein Leerzeichen vor den Punkten (die am Ende eines Satzes auch den Abschlusspunkt ersetzen, nicht aber Ausrufe- oder Fragezeichen!

Dass Du’s an sich weißt, zeigt sich hier

Wir grinsten uns nochmals an und verschwanden in unsere Klasse …

Kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. 's ist halt noch kein/e Meister/in vom Himmel gefallen. Was hätte er/sie auch davon außer einem gebrochenen Genick.

Wird schon werdem findet der

Friedel

 
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Ja, es passt zum Alter von 14 Jahren, meiner Meinung nach. Auch die Dialoge. Ich finde Julia wesentlich aktiver und selbstbewusstser als das andere Mädchen. Sie greift an und entschuldigt sich und kriegt den Typen am Ende. Das ist etwas unausgeglichen.

Ehemalige darum, weil ich und Julia beide Florian etwas mehr als nur mochten.
Würde das Drama wirklich so groß sein im Laufe weniger Tage?

 
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08.04.2021
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Hallo @jxnxy2004,
ich finde es unheimlich schade, dass du dir die ganzen Dialoge und den Lesefluss durch die fehlenden Absätze versaust. Das ist nämlich alles gar nicht schlecht geschrieben. Merke: Wechselt der Sprechende, wechselt die Zeile. Ansonsten ist es halt eine gewöhnliche Teeny-Story ohne besonderen Tiefgang. Aber da ich auch mal davon ausgehe, dass du Baujahr 2004 bist, ist das doch schon mal ein Anfang. Schön weitermachen. Schreiben ist das Geilste;)
Viel Spaß und Erfolg noch.

Sie schupste
schubsen
um uns rum um zuzusehen
das ist sehr verwirrend. Um uns herum, um zuzuschauen vielleicht, wäre schon mal eine Option. Und wenn man länger drüber nachdenkt, gibt es da noch zig andere und bessere Möglichkeiten, den Satz leserlicher zu machen.
Wir liesen uns von den Schulsanitätern versorgen
Wow. Schulsanitäter. So was gibt‘s? Ich bin definitiv in der Flaschen zeit aufgewachsen:).

 

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