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  • Macht bis zum 15.08.2020 mit bei der ersten jährlichen Sommer-Challenge für Kindergeschichten: Zielgruppe Krümel.

Einkaufen zu Coronazeiten

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21.07.2020
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Einkaufen zu Coronazeiten

Es ist Dienstag. Das alleine würde ja schon reichen, da es der schlimmste Tag der Woche ist. Man hat schon einen Tag gearbeitet, sodass der Elan der sich über das Wochenende aufbauen konnte, zusammengeschrumpft ist wie eine Reiswaffel im Mund. Dazu kommt noch, dass das nächste Wochenende drei vielleicht auch vier Arbeitstage weit weg ist.
Apropos Reiswaffel. Ich muss einkaufen. Nichts mehr zu essen im Haus. Nicht einmal eine Tütensuppe die man sich mal eben machen könnte. Nichts. Alles weg. Das macht den Dienstag noch schlimmer, als er ohnehin schon war!
Entmutigt und ein wenig ängstlich bei dem Gedanken nach draußen zu gehen, um einzukaufen hake ich in Gedanken meine Liste ab.
Den Mundschutz habe ich schon auf.
Handdesinfektionsmittel ist in beiden meiner Hosentaschen.
Zur Not habe ich ein paar alkoholhaltige Erfrischungstücher in die hinteren Taschen gesteckt.
Dann kann es daran gehen meinen Rucksack zu packen. Das winzige Einmannzelt am Boden, falls ich draußen kampieren muss und eine dünne Decke zum zudecken. Den Fehler ohne Zelt zum Laden zu fahren mache ich nicht nochmal!
Eine Taschenlampe für nachts. Als Nächstes einen Teleskopschlagstock mit extra Feature um nicht wieder mein errungenes Mehl zu verlieren.
Eine Flasche mit rund einem Liter Wasser darin. Und natürlich meinen Geldbeutel.
Dann noch den betankten DeMi-Werfer über die Schulter hängen.
Der DeMi-Werfer ist ein von mir gebauter Desinfektionsmittel-Werfer, den ich jederzeit dabei habe, sobald ich vor die Tür trete. Natürlich hat auch dieser ein extra eingebaut. Er hat mich schon so manches Mal vor Ärger bewahrt, da er wie ein Flammenwerfer aus dem Film "Alien" von 1979 aussieht. Das macht Eindruck auf die Leute.
Zu Anfang dachte ich noch es wäre seltsam mit meinem selbstgemachten DeMi-Werfer einkaufen zu gehen, doch die Menschen bringen noch sehr viel merkwürdigere Dinge mit in den Laden. Ich habe mal einen Typen gesehen der sich aus PET-Flaschen eine Art Iron-Man Anzug gebaut hat. Nur war dieser nicht Rot- und Goldfarben, sondern durchsichtig, wie PET-Flaschen nun mal so sind, was durch die Krümmungen im Plastik den Menschen darin aussehen ließ als würde er zerlaufen.
Nachdem ich noch meine schweren Schuhe und die dicke Jacke angezogen habe kann es losgehen. Draußen sind es zwar etwa 16 °C aber man weiß nie, ob es nachts nicht friert. Wie ich so gehbereit da stehe und noch ein wenig die Ruhe genieße, kommt mein Kater Monty verschlafen aus dem Schlafzimmer geschlichen. Er setzt sich vor mir hin und maunzt, als wenn er mir sagen wollen würde: „Bring mir was mit, ich habe Hunger!“
Richtig, Katzenfutter muss ich auch besorgen.
„Ja ist ja gut, ich hole dir was zu essen.“, sage ich zu ihm und streichle kurz über seinen Kopf. Als ich die Hand wieder wegnehme, guckt er mich nur weiter an.
„Ich muss jetzt los, sonst bin ich zu spät.“, sage ich und will eigentlich nicht gehen, doch mir bleibt keine andere Wahl. Ich verlasse meine sichere Wohnung und schließe hinter mir die Tür ab.
Das Treppenhaus ist wie immer wie ausgestorben, nur ein wenig vereinzelter Müll liegt herum der schon von den Ratten nach essbaren Resten durchsucht wurde. Vermutlich ohne Erfolg.
Auf der Straße angekommen laufe ich nach links zur nächsten Bushaltestelle. Zum Glück fahren die Busse noch, sonst müsste ich etwa eine Stunde lang laufen. Die Bushaltestelle ist ebenfalls menschenleer und so warte ich alleine und einigermaßen unzufrieden auf den Bus. Ich hasse Busfahren. Immer auf der Hut sein und überall Menschen, die ich auch hasse, auf einem Haufen aus dem man nicht einfach raus kann. Also schon, aber nur wenn man aussteigt und läuft und das will ich nicht, also muss ich mitfahren.
Der Bus kommt mit nur 4 Minuten Verspätung und die nächste Straßenecke gefahren und hält vor mir. Eine ältere Frau steigt aus. Sie ist in schlichten Farben gekleidet, nur der kanariengelbe Kopfschutz fällt aus der Reihe, sodass sie an eine übergroße Funko Pop-Figur erinnert. Ich nicke der Frau zu und steige ein.
Im Bus ist es zu meiner Überraschung ziemlich leer und still. Keine Betrunkenen und keine Kinder. Super! Als hinter mir dann noch ein Typ ohne Maske einsteigt und der Busfahrer anfängt mit seinem coolen norddeutschen Akzent zu fragen, ob der Typ unter einem Stein lebe und deswegen nichts von der Maskenpflicht wisse, denke ich das Busfahren doch ganz okay ist.
An der nächsten Station steigen vier Jugendliche im Alter von vielleicht 14 Jahren ein. Drei Jungen und ein Mädchen die sich alle die gleiche Schutzmaske gekauft haben. Es prangt groß und in goldenen Lettern der Schriftzug "Fortnite" darauf. Sich munter unterhaltend plappern alle vier gleichzeitig und natürlich handelt auch ihr Gespräch von Fortnite. Ich dachte das wäre schon längst wieder in der Versenkung verschwunden, aus der es herausgekrochen kam!? Leider falsch gedacht. Es herrscht mittlerweile Streit darüber ob nun der Ranger, oder der Marodeur besser ist. Immer hitziger wird die Diskussion bis es für die furchtbaren vier, wie ich sie in Gedanken nenne, Zeit ist auszusteigen. Ich hasse Busfahren.
Nach 20 Minuten ist die Reise für mich ebenfalls beendet und das eigentliche Abenteuer kann beginnen: der Supermarkt. Daam dam daam!

Beim Laden meines Vertrauens angekommen mache ich mich bereit; dehne mich und laufe auf der Stelle um warm zu werden. Noch schnell einen Schluck Wasser getrunken und den Teleskopschlagstock aus dem Rucksack gezogen, dann bin ich bereit für alles, was auf mich zukommt. Jedes Mal fühle ich mich in diesen Momenten wie Katniss Everdeen, wenn es für sie wieder in eine Arena geht. Und ungefähr so ist es ja auch, überlege ich. Aufregung erfüllt mich und gespannt warte ich auf den nächsten freien Einkaufswagen, denn ohne darf man den Laden nicht betreten.
Da! Ein junger Mann Mitte zwanzig schiebt mit demolierten Händen seinen Wagen zurück zum Einkaufswagenzurückbringundabholhaus, oder wie auch immer diese Häuschen heißen. Ich wittere eine Chance heute einkaufen zu können ohne hier übernachten zu müssen. Mit dem Schlagstock ausgerüstet spurte ich los und auf das Häuschen zu welches etwa fünfundzwanzig Meter entfernt ist.
Neben mir sehe ich noch eine Frau in einem Sportler Anzug losrennen und einen sehr dicken Herren der versucht mit seinem Senioren Scooter an uns vorbeizusausen. Das Ding muss frisiert sein, denke ich, denn der Mann braust mit 30 Km/h heran. Zum Glück ist er von weiter hinten gestartet, sodass ich zuerst am Wagen bin, nachdem ich der Frau im Sportler Anzug mit meinem Stock auf die Finger gehauen habe, die sie gerade nach dem roten Haltegriff ausgestreckt hat.
Etwas außer Atem, aber glänzend gelaunt mache ich mich daran meinen Wagen zu säubern. Dabei beobachte ich die Frau, die an ihren Fingern nuckelt und mich böse anstarrt. Der Mann mit dem Scooter hatte noch weniger Glück. Er wollte dem Häuschen ausweichen, als er merkte, dass er den Wagen nicht bekommen würde, doch die zu hohe Geschwindigkeit und das plötzliche herumreißen des Lenkers haben ihn ins Trudeln gebracht. Letztendlich ist er gegen die Seitenwand des Häuschens gebrettert und liegt nun da, wie ein Wal auf dem trockenen. Ich betrachte ihn, während ich mit dem Desinfektionsmittel aus meiner Tasche weiter den Wagen reinige. Ich bin zwar nicht besonders ängstlich was Keime angeht, doch man kann in diesen Zeiten nicht vorsichtig genug sein. Besonders da es auch solche Leute gibt die einen wissentlich anstecken wollen. Sie husten einen an, oder berühren alle Flächen und verteilen ihre Keime.
Der Mann keucht und versucht sich selbst zurück in den Scooter zu heben, doch seine dicken Ärmchen sind einfach zu schwach. Er sieht aus wie ein schwabbliger Käfer, der auf dem Rücken liegt. Und genau wie ein Käfer es tun würde strampelt er mit den Beinen in der Luft, doch niemand kommt ihm zur Hilfe. Zu groß ist die Angst der Leute darüber sich anzustecken, denn wer kann schon genau sagen, wer das Virus hat und wer nicht. Ich helfe ihm ebenfalls nicht. Teilweise da auch ich nicht bestimmt sagen kann, das er gesund ist abgesehen von seinen Organen die vermutlich in Fett ersticken. Teilweise auch einfach, weil er so lustig aussieht wie er da im Schmutz liegt.
Nachdem ich meinen Wagen zu Ende gereinigt habe, was vielleicht ein wenig länger gedauert hat als notwendig gewesen wäre, mache ich mich auf dem Weg. Die drei funktionierenden Rollen des Einkaufswagens ruckeln über den Asphalt des Parkplatzes und unaufhörlich Richtung Eingang des Supermarktes. Jetzt werde ich wirklich nervös.

An den vier riesigen Türen angekommen steigt Panik in mir auf und ich denke kurzzeitig daran einfach wegzulaufen und darauf zu hoffen durch ein Wunder nie wieder Nahrung zu mir nehmen zu müssen. Doch dauert es nur eine Sekunde, in der ich zögere, um zu merken das dies sehr unwahrscheinlich ist. Es bleibt nur noch Zeit für einen einzigen Gedanken. Heute fällt meine Wahl auf "This is SPARTA!".
Letzte Woche war es "Für Frodo".
Die Woche davor "Ich werde ewig fahren in Glanz und Chrom!"
Und die Woche davor "Krieg, Krieg bleibt immer gleich."
Vor mir erstreckt sich ein Bild des Chaos. Umgestürzte Regale und davor zerstreute Lebensmittel liegen herum.
Zwischen und vor allem unter den umgestürzten Regalen sind vereinzelt Menschen zu erkennen, die darunter eingeklemmt wurden. Ich könnte ihnen helfen, aber ich sammle lieber ein paar der noch nicht zertretenen Sachen ein. Darunter befinden sich eine Tüte Gummibärchen, eine Packung Weichspüler, mehrere lose Bonbons und eine zu meiner Überraschung zwei Milchpackungen die völlig unbeschadet darauf warten von mir eingepackt zu werden. Meine Finger durchsuchen weiter den Haufen, doch ich kann nichts mehr finden das essbar wäre.
Ich wische im Laufen, eine Hand nach der anderen, um den Wagen nicht loslassen zu müssen, an den alkoholhaltigen Erfrischungstüchern ab, die ich in meinen Taschen hatte. Achtlos werfe ich sie hinter mich. Hier ist ohnehin alles zugemüllt. Laute knalle und schreie sind in der Ferne zu hören. Kann sein das jemand eine Pistole dabei hat mit der er, oder sie, sich Nahrungsmittel erbeuten will.
Ich sehe auch Dinge durch die Luft fliegen. Zum Beispiel einen Fußball der irgendwie den Weg in den Laden gefunden hat. Vielleicht wurde er auch hier zum Kauf angeboten. Jetzt segelt er jedenfalls durch die Luft und landet in einem Gang, in den ich nicht hineinsehen kann. Auch Kinder werden geworfen. Meist von den Müttern, oder Vätern die wie in einem Labyrinth über die Regale sehen wollen. Nur machen sie das nicht, um den Ausgang zu finden, sondern halten entweder Ausschau nach anderen Leuten, oder nach Lebensmitteln, auch wenn die Regale wirklich wie ein Labyrinth angeordnet sind. Ich habe mich schon des Öfteren selbst darin verlaufen.

Um mich herum wird es plötzlich sehr still. Ich habe mich von den größten Ansammlungen weggeschlichen durch die Hoffnung auf weniger umkämpfte Gebiete. Hat scheinbar nicht funktioniert. Die leisen schreie und all die anderen kaum zu vernehmenden Geräusche sind zwar noch da, aber der Rest ist verschwunden. Keine Mäuse und anderes Getier zu hören, das durch die Haufen aus Zeug wühlt und selbst das leise Trommeln des Regens, der mittlerweile auf das riesige Dach fällt, scheint verstummt. Es ist als würde meine Umgebung sich in Acht nehmen. Erst denke ich das ich es schon nicht mehr gewohnt bin, wenn es mal still ist, doch dann mache ich vor mir ein neues, unbekanntes Geräusch aus. Jemand, oder etwas durchstreift die Gänge in meiner Nähe und gibt dabei leise schnüffelnde Geräusche von sich. Alles um dieses Wesen herum scheint gespannt den Atem anzuhalten. Plötzlich verstummt es, als wäre es auf etwas aufmerksam geworden. Ich höre es nicht mehr doch seine Anwesenheit ist beinahe spürbar.
Bei dem Gedanken das es ein umher streunender Castler sein könnte werden mir die Knie weich und Schweiß beginnt über mein Gesicht zu laufen.
Die Castler sind ein Haufen wahnsinniger die Gerüchten nach irgendwo im Laden eine Burg errichtet haben, in der sie wohnen. In diesem riesigen Laden kann ich mir das auch gut vorstellen. Die Burg soll nur aus Regalen und anderen Dingen bestehen, die hier zu finden sind. Und da es hier auch eine Möbelabteilung gibt, könnte an diesem Gerücht etwas Wahres dran sein.
Gerade als ich beschließe mich lieber aus dem Staub zu machen und mich umdrehen will höre ich von hinten ein lautes, schrilles Schreien. Aus dem Augenwinkel sehe ich einen Schlieren, der schnell auf mich zuzukommen scheint. Noch bevor ich mich richtig umdrehen, oder mit dem Schlagstock ausholen kann spüre ich einen heftigen Schmerz am Hinterkopf und um mich herum wird alles schwarz.

Als ich erwache, weiß ich nicht wo ich bin. Grelles weißes Licht fällt durch meine Augenlider. Verwirrt setze ich mich auf. Wo zur heiligen Heuschrecke bin ich hier? Stellt sich mir die Frage bevor mit alles wieder einfällt. Das Geräusch im anderen Gang. Der Schlieren, der auf mich zukommt. Und der Schmerz am Hinterkopf.
Da muss sich irgendein bekloppter Bastard von hinten angeschlichen und mich ausgeknockt haben, überlege ich. Ein Wunder, das ich ihn nicht habe kommen hören, wo der Boden doch mit Müll bedeckt war. Das hilft mir jedoch immer noch nicht bei der Frage WO bei allen alten und neuen Göttern ich bin.
Ich blicke mich um. Scheinbar befinde ich mich noch im Laden, denn das grelle Licht scheint aus den gigantischen Lampen an der Decke der Einkaufshalle.
Etwas wackelig stehe ich auf und verlasse den kleinen Bunker artigen Unterschlupf, in dem ich lag. Dieser besteht aus mehreren gigantischen Kartons die mit Spanplatten verstärkt wurden und durch eine Menge Panzerband zusammengehalten wird.
Beim Blick um mich herum wird mir etwas übel vor Angst, als mir klar wird, dass die Gerüchte alle wahr sind.
Ich stehe auf einem Platz der mindestens 350m² einnimmt. Dieser ist umgeben von hohen Mauern, die aus allem bestehen, was man sich vorstellen kann. Fahrräder, Einkaufswagen, Kartons, Regale, Europaletten und so viel anderes Zeug wurde mit Sorgfalt zu einer richtigen Mauer aufgetürmt die wahrscheinlich an die 7 Meter hoch ist.
In der Mauer sind auch Türme zu erkennen richtig mit Treppen die hinaufführen und verstärken Bereichen auf der Oberseite der Mauer die als Wachtürme benutzt werden und in gleichen Abständen rundherum aufgestellt wurden.
Der riesige Platz, auf dem ich mich befinde, wurde mit gleichem bedacht erstellt. Wie in einer Stadt ist die ganze Fläche in verschiedene Bereiche unterteilt. Außen befinden sich nur einfache Hütten und kleine Bunker wie, der in dem ich lag, doch weiter innen kann ich aufwändigere Bauten erkennen. Da sind Häuser mit Fenstern und richtigen Wänden, Vorgärten und sogar Gartenzwergen, die überall verteilt herumstehen.
In der Mitte der Fläche befindet sich offensichtlich der Hauptpunkt. Ein riesiger Bau aus den besten Regalen und mit selbstgemachtem Betonmauern steht da wie ein Palast inmitten den damit verglichenen Häusern. Er ragt noch über die Schutzmauer rüber und von oben lässt sich mit Sicherheit der gesamte Laden überblicken, wenn man ein Fernrohr oder ähnliches hat. Vor diesem Palast befindet sich eine freie Fläche, die scheinbar so etwas wie einen zentralen Treffpunkt darstellen soll. Dort erkenne ich allerhand Leute, die sich genau so benehmen, wie ich es bei Menschen die in einer kleinen Stadt mitten in einem Supermarkt leben erwartet habe… durchgeknallt. Da ist zum Beispiel ein Mann der mit freiem Oberkörper und Cowboyhut eine Leuchtfackel in der Hand haltend schreiend in Kreis rennt. Dabei wird er von jemandem in einem T-Rex Ganzkörperkostüm gejagt der ebenfalls schreiend versucht die Leuchtfackel zu erreichen.
Ich sehe auch ein Dixi-Klo mit der Aufschrift TARDIS rumrennen. Da muss jemand den Boden herausgenommen haben und rennt damit jetzt durch die Gegend. Ab und an ‘‘landet" die ''TARDIS“ und ein Mann mit Trenchcoat und 3D-Brille kommt heraus, sieht sich um, schüttelt mit dem Kopf und steigt wieder in sein Dixi-Klo um weiter zu rennen.
Auch ein völlig mit weißer Farbe bedeckter Typ läuft umher und versucht andere von seiner göttlichen Kraft zu überzeugen, indem er immer wieder seine beiden Zeigefinger in einer Fingerfalle eingeklemmt und sie wieder befreit. Dabei ruft er: „Sehet her! Ich vollführe das Wunder der Befreiung!“. Dann befreit er seine Finger wieder und erwartet eine Würdigung, die eines wahren Gottes angemessen ist. Die meisten anderen kennen diesen Mann offenbar schon, denn sie suchen schnell das Weite, wenn sie ihn kommen sehen. An einer Stelle wurde ein kleines Theater aufgebaut. Gerade wird Episode III von Star Wars aufgeführt, denn ein Mann liegt am Boden, hinter ihm ein mit roter und gelber Farbe angemaltes Plakat, welches Lava darstellen soll und über ihm auf einem Podest stehend ein Mann in Robe der gerade sagt: „Es ist vorbei Anakin, ich stehe deutlich über dir!“
Das alles strömt in nur etwas mehr als 10 Sekunden auf mich ein. Schnell betrete ich den Bunker wieder und setze mich in eine Ecke. Das hilft mir mich zu sammeln und erstmal mit der Situation umgehen zu können. Nach und nach akzeptiere ich meine neue Umgebung.

Die Frage wo ich bin, ist also erledigt. Nur blöd das sich nun unzählige neue Fragen stellen. Wie komme ich hier lebend wieder raus? Wer hat mich in diesen Bunker gebracht? Und wo bei Dumledores Bart sind meine bisher errungenen Einkäufe?
Ich muss sie finden, denn ohne sie war alles umsonst, auch wenn es nicht viel ist. Immerhin trage ich noch meinen Rucksack, doch er wurde durchwühlt. Zum Glück liegt alles entnommene direkt in einer anderen Ecke des Bunkers. Sogar mein Schlagstock ist darunter. Wird scheinbar Zeit das extra zu testen, dass ich eingebaut habe. Ich drücke auf einen kleinen Knopf am Griff und höre das charakteristische Geräusch eines Elektroschockers. Ich habe die Spitze umgebaut, nachdem ich dachte das ein Schlagstock allein vielleicht nicht ausreichen wird, doch habe ich es bisher noch nie an einem anderen Menschen als mir selbst ausprobiert. Hat schon ordentlich gezeckt und mich von Stuhl auf dem ich saß auf den Küchenboden befördert. Er sollte also seinen Zweck erfüllen.
Auch der DeMi-Werfer ist zum Glück noch da. Ich bin also noch voll ausgerüstet und kann weitere Schritte planen.
Als Erstes sollte ich meine Einkäufe suchen und dann versuchen von hier zu entkommen. Doch wo mit der Suche anfangen? Am besten wäre es, wenn ich mir einen Überblick verschaffen könnte. Dazu müsste ich am besten auf die Spitze des Palastes in der Mitte dieser Stadt steigen. Doch überhaupt ungesehen da hinzugelangen halte ich für unmöglich. Dann noch den Palast zu betreten und auf die Spitze zu spazieren ist ausgeschlossen. Bleibt noch die Mauer. Sie ist meine beste Chance, da sie nahe gelegen ist und auch hoch genug um das meiste sehen zu können. Das einzige Problem sind die Wachen die ständig darauf patrouillieren. Mit meinem Elektroschocker sollte ich das jedoch schaffen, nur darf nicht einer von ihnen Alarm schlagen. Wenn das passiert bin ich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit tot. Das sicherste wäre erstmal auszukundschaften wie sich die Wachen verhalten. Ich bleibe also im Bunker und lasse die Mauer nicht aus den Augen.
Langsam wird es ruhiger in der Stadt. Das Brüllen des Mannes im T-Rex Kostüm ist verschwunden und auch das Geschrei des mit Farbe überschütteten Typs verstummt nach einer Weile. Als nur noch die Wachen auf der Mauer patrouillieren und ich seit mittlerweile vier Stunden alles beobachtet habe kommt mein Einsatz. Leise und vorsichtig mache ich mich auf den Weg.
Ich habe in den Abläufen der Wachen eine Lücke gefunden, die es mir ermöglichen sollte einen Blick über die Stadt zu werfen. Zu ungefähr jeder vollen Stunde kommen zwei der Wachen aufeinander zu und laufen aneinander vorbei, sodass sie nun keine Einsicht mehr auf das haben, was in ihren Rücken passiert. Wirklich dumm sowas zu übersehen.
An der Mauer angekommen merke ich schnell das hier Profis am Werk gewesen sind, da sie so stabil zusammenhält, dass ich keine Geräusche beim Hochklettern mache. Ich hatte erwartet es würden hier und da kleine Teile wie Bücher, oder Schuhkartons herausfallen, doch nichts fängt auch nur an zu wackeln als ich weiterklettere. Oben angekommen versichere ich mich gebückt das mich auch wirklich niemand sehen kann und stelle mich dann aufrecht hin.
Die Stadt ist doch ein wenig kleiner als ich dachte, da sie an einer Innenwand des Ladens errichtet wurde. So ähnelt ihre Form mehr einem Halbkreis. Jedoch ist sie immer noch beeindruckend genug. Ich schaue mich weiter um und entdecke einen mit hohen Brettern eingezäunten Bereich mit der Aufschrift „Beutelager" etwa 20 Meter Nordwestlich von meiner Position.
Da muss mein Wagen sein, denke ich und grinse als ich merke das keine Wachen davorstehen. Das sollte ein Kinderspiel werden. Dann bleibt noch herauszufinden wie ich hier wieder wegkomme. Als ich mich umdrehe und von der Mauer hinuntersehe wird mir klar, dass es nicht leicht wird hier zu verschwinden. Es wurde ringsum die Stadtmauer eine Mischung verteilt, die man nur als Diabolisch bezeichnen kann. Sie besteht aus Öl das einen ins Rutschen bringt, Murmeln die, das ganze nochmal schlimmer machen und zu allem Überfluss auch noch Legosteinen, falls jemand auf die kommen könnte sich die Schuhe auszuziehen, um mehr Sicherheit beim Laufen zu haben. Wie ich da durchkommen soll, ist mir ein Rätsel, das ich erst noch lösen muss. Ich lasse mir unterwegs schon irgendwas einfallen. Vielleicht. Es könnte auch passieren das ich mit meinem Einkaufswagen vor diesem ‘‘Burggraben" stehe und keine Ahnung habe wie es weitergehen soll.
Zuerst also Richtung Nordwesten. Leise klettere ich wieder von der Mauer, wobei mir ein nützlicher Gegenstand auffällt. Eine Packung Silvesterkracher voll mit Knallfröschen und Raketen. Perfekt geeignet um ein Ablenkungsmanöver zu starten, wenn ich muss. Auch, wenn es mittlerweile Ende Mai ist und somit Silvester schon eine Weile zurückliegt, sollten die Raketen noch ihr Werk tun. Einen riesen Krach, eine Menge Rauch und hoffentlich viel Verwirrung.

Am umzäunten Bereich angekommen bleibe ich hinter einer Ecke eines Hauses aus Unmengen mit Sekundenkleber zusammengehaltenen DVD-Hüllen stehen und warte ein paar Minuten. Als in dieser Zeit niemand vorbeikommt, gehe ich los.
Das Brett, vor dem ich stehe und das als Tor fungiert misst etwa eineinhalb Meter in der breite und drei Meter in der Höhe. Die haben sich echt nicht lumpen lassen bei ihren Materialien. Bei den Schlössern allerdings war ein Vollidiot am Werk. Es handelt sich bei dem Tor um eine überdimensionale Schiebetür, das von einem Schubriegel zugehalten wird. Also kann man einfach am Tor ziehen und es geht auf. Kopfschüttelnd und mit einem Mitleidsvollem Blick rucke ich daran und ratternd öffnet es sich. Vor mir befinden sich etwa zwanzig Einkaufswagen die in drei Reihen nebeneinanderstehen. Manche davon sind bis zum Rand gefüllt und andere beinhalten nur ein paar wenige Lebensmittel. Die meisten jedoch strotzen nur so von Essbarem. „Holy moly!“, entfährt es mir als ich all diese guten Dinge sehe. Da sind Kekse, Maiskolben, Muffins, Brot, Milch, Schokolade, ganze Schinken und noch so viel mehr Leckereien in den Wagen.
Zeit alles einzupacken was ich kann. Also setze ich meinen Rucksack ab und wühle ein wenig darin. Mehrere Einkaufstaschen ziehe ich heraus und beginne umherzuschlendern. Zuerst stopfe ich alles in den Rucksack bis er fast zu schwer zum Aufsetzen ist. Dann werden die Tüten gefüllt. Solange bis auch diese beinahe platzen. Als letztes, suche ich einen Einkaufswagen, der nicht wirklich voll ist und räume ihn vollständig leer. Jetzt gehe ich wirklich einkaufen, denke ich.
Nach Lust und Laune greife ich in die umher stehenden Einkaufswagen und ziehe Dinge heraus manche davon, wie zum Beispiel Kokosnüsse und Trockenobst, lege ich zurück, doch der größte Teil landet in meinem Wagen. Wenn das so weitergeht muss ich in den nächsten Monaten keinen Fuß mehr in einen Supermarkt setzen.
Nachdem ich alle Wagen durchstöbert und alles, was mir gefällt eingepackt habe setze ich mich auf den Boden und esse einen Snickers den ich gerade gefunden habe. In diesem Chaos wird es niemanden stören, wenn ich dem Laden einen Schokoriegel "klaue". Außerdem habe ich seit etwa siebzehn Stunden nichts mehr gegessen. Während ich so vor mich hin kauend meine Umgebung betrachte, fällt mir ein Detail ins Auge, das meine Rettung sein könnte. Ein Griff im Boden halb bedeckt von Müll. Ich krieche auf allen vieren darauf zu, da ich es kaum fassen kann. Da ist tatsächlich eine Tür im Boden.
Ich ziehe am Griff und ein wenig knarrend öffnet sie sich langsam. Ich spähe hinunter, doch es ist viel zu dunkel um etwas zu erkennen. Zum Glück bin ich auf so eine Scheiße vorbereitet, denke ich. Im Rucksack, natürlich ganz unten, liegt meine Taschenlampe. Ich hole sie heraus und leuchte damit in das schwarze Loch. Ein paar Treppenstufen führen dort in einen dunklen Gang ohne Lampen. Soweit ich sehen kann führt er sehr weit Richtung Süden. Genau die Richtung in der der Ein- und Ausgang des Ladens liegt. Perfekt.
Nur einen kleinen Haken gibt es. Sollte ich versuchen meine Einkäufe da hinunterzulassen wird es einen höllischen Lärm geben der mit Sicherheit die ganze Stadt wecken wird. Der Einkaufswagen ist schließlich prall gefüllt und am Haltegriff hängen zwei ebenfalls volle Taschen. Dazu kommt noch mein schwerer Rucksack.
Es bleibt mir nur den Wagen Stufe für Stufe runterzulassen was natürlich ordentlich scheppert.
Ein Glück das ich über die Silvesterraketen gestolpert bin. Diese sollte ich irgendwo weit weg losgehen lassen. Mit so viel Abstand, dass mich niemand hören wird. Am besten wäre, denke ich, der Palast in der Stadtmitte. Der ist zentral gelegen und mit Glück entsteht auch ein Feuer das noch mehr Chaos veranstalten wird.
"Dann wolln wir ma ne Bombe basteln", flüstere ich als ich schon dabei bin die Zündschnüre mehrerer Raketen zu lösen. Das wollte ich schon immer mal machen. Die Schnüre klebe ich provisorisch mit Paketband, das ich hier gefunden habe, aneinander und erhalte so eine etwa siebzig Zentimeter lange Schnur, mit der ich alles zünden will. Leise vor mich hin summend mache ich mich ans Werk. Es sind auch Vulkane und diese Kästen dabei, die man nur anzünden und hinstellen muss. Einen dieser Kästen nehme ich auseinander und werfe alles, das nicht knallt weg. Das Schwarzpulver und die kleinen Kugeln, die für die Effekte verantwortlich sind, lege ich wieder in den Kasten. Das Gleiche mache ich mit den Raketen die nun keine Zündschnur mehr haben, mehreren anderen Kästen und den Vulkanen. Zum Abschluss verteile ich ein paar Knallerbsen obendrauf.
Es sind etwa einhundertfünfzig Gramm Chaos zusammengekommen. Das Ganze wickle ich in Paketband und achte darauf das die Lunte in meine Bombenmischung taucht. Jetzt nur noch ein Funke und das Ganze wird interessant.
Leise und schnell mache ich mich auf den Weg zum Palast.

Auf den Straßen ist keine Menschenseele und so gibt es keine Probleme auf dem Weg. Die "TARDIS" steht in einer kleinen Gasse und leises Schnarchen ist daraus zu hören.
Der Palast ist wahrlich beeindruckend mit seinen schönen Fenstern und den Zinnen am oberen Ende. Ein wenig kichernd und irre grinsend lege ich das explosive Päckchen genau vor eine Mauer des Palastes, die aus Spanplatten besteht.
Vielleicht passe ich hier besser rein als ich dachte. Ich bemerke Holzmehl das umherliegt und als ich hinter die nächste ecke sehe erkenne ich auch warum es da ist. Da hat sich jemand daran gemacht einen Skulpturengarten anzulegen. Überall stehen aus Holz gefertigte Figuren umher, von denen ein paar nur wenige Zentimeter groß sind und andere bis zu zwei Meter in die Höhe reichen. Jedoch war hier wohl kaum ein echter Künstler am Werk.
Die Figuren sind grob geschnitzt und bei einigen erkennt man nicht ansatzweise was sie darstellen sollen. Doch bei anderen ist immerhin eine Form zu erkennen. Da ist ein Hund mit Spinnenbeinen, mehrere Flamingos die die Hälse und Kopfe von Giraffen haben und auch ein Ding, das irgendwie nach einem Menschen aussieht, der gerade frontal gegen eine Mauer geschossen wurde. Er ist ganz platt auf einer Seite und hat die Arme von sich gestreckt.
Das ganze Zeug ist so hässlich, dass ich der Menschheit einem Gefallen tue, indem ich es verbrenne.
Ich sammle mehr Holzspäne und kleine Rindenstücke, lege sie rundum mein Paket und begieße alles mit Kettensägentreibstoff, der in einem roten Kanister neben einer der Skulpturen steht. Das wird der Hammer.
Ich mache mich bereit und nehme mein Zippo zur Hand. Einmal am Brennen zischt die Lunte und ich mache mich so schnell ich kann davon.

Gerade als ich wieder bei meinen Einkäufen angekommen bin, ist ein gewaltiger Knall zu hören, gefolgt von einer noch gewaltigeren Explosion. Irgendwas ist schneller gezündet und hat dann den Rest zur Explosion gebracht. Ein gigantischer Feuerball erscheint am Palast und überall sind bunte Effekte der Raketen zu sehen. Es dauert nur ein paar Augenblicke bis lautes Schreien zu hören ist. "Bringt Wasser und Blumenerde!", höre ich aus der Ferne als ich schon dabei bin den Wagen polternd die Stufen hinunterzulassen.
Wie erwartet macht es einen höllischen Lärm. Jedoch nicht laut genug um das Durcheinander am Palast zu übertönen. Ein heller Schein des Feuers das ausgebrochen ist erleuchtet den Palast, der an manchen Stellen ebenfalls brennt. Ich kann erkennen, das sämtliche Fensterscheiben zersprungen sind und einer der Türme komplett verschwunden ist. Das war der Wahnsinn!
Langsam lasse ich den Wagen weiter runter. Vereinzelt sind immer noch kleine knalle von den Effekten zu hören, doch mittlerweile bin ich so weit unten das ich sie nicht sehen kann.

Als ich am Fuß der Treppe angekommen bin lasse ich den Wagen stehen und eile die Treppe wieder hinauf um die Luke zu schließen. Der Palast brennt nicht mehr, doch im Umkreis steht noch vieles in Flammen. Ich schließe die Luke und mache mich mit der Taschenlampe in der einen und dem schweren Wagen in der anderen Hand auf den Weg Richtung Kassen, wie ich hoffe. Mit all diesen Einkäufen voranzukommen während man gleichzeitig versucht möglichst viel vom Weg zu erhellen ist sehr mühsam und ich komme nur langsam voran. Nach einer Weile verliere ich das Zeitgefühl. Wie lange bin ich schon hier unten? Wie weit bin ich gelaufen? Keine Ahnung. Es kommt mir vor als müsste ich den Laden inzwischen unterirdisch verlassen haben, aber das ist eher unwahrscheinlich.
Rechts und links von dem Gang, in dem ich mich bewege, gehen Türen ab. Mache sind aus Holz und andere aus schwerem Metall. Einige besitzen nicht einmal ein Schloss und lassen sich nicht öffnen. Über mir befinden sich vereinzelt Leuchtstoffröhren, doch nirgends ist ein Lichtschalter zu sehen. Unter einer der Türen scheint ein schwacher grüner Schimmer hindurch.
Das Ganze beginnt unheimlich zu werden.
Abgesehen vom Rattern der Rollen des Einkaufswagens auf dem Betonboden ist alles ruhig. Jedenfalls bis von hinter mir ein leises Scharren ertönt, das nur das Geräusch einer schweren Eisentür sein kann, die aufgeschoben wird.
Ich blicke mich um und bekomme Angst davor was auf mich zukommen könnte. Bei dem Gedanken an die Weeping Angels steigt ein wenig Panik in mir auf. Ich mache sofort die Taschenlampe aus, um meinen Standort nicht zu verraten und horche gespannt. Sofort wird alles dunkel. In der Ferne sind Schritt zu hören die scheinbar in meine Richtung kommen und auch ein Murmeln kann ich vernehmen. Als die Schritte näher kommen erkenne ich die Stimme einer Frau, offenbar ganz in ein Gespräch mit sich selbst vertieft.
„War ja ne geile Idee den Hintereingang zu benutzen! Seit Stunden kein Licht mehr und ne Treppe ist auch keine da. Nächstes Mal lasse ich mir den Einkaufswagen nicht aus der Hand reißen!“
Die Stimme kommt immer näher. Wir werden zusammenstoßen und wer weiß wie die Frau tickt. Vielleicht ist sie völlig irre und greift mich an. Ich beschließe, dass es das Beste sein wird auf Konfrontation zu gehen. So leise ist kann setze ich den schweren Rucksack ab und nehme den DeMi-Werfer von der Schulter. Mein Daumen liegt auf einem kleinen Schalter der das eingebaute extra aktiviert. Als ich ihn baute und dachte es wäre cool ihn wie einen Flammenwerfer aus dem Film ‘‘Alien“ aussehen zu lassen dachte ich ebenfalls, dass es nichts schaden könnte, wenn ich wirklich einen Flammenwerfer einbaue.
Sollte ich den Schalter umlegen wird eine kleine Flamme vor einem Deospray gezündet. Wenn ich dann den Abzug betätige, wird natürlich nicht mehr das Desinfektionsmittel versprüht,
sondern das Deospray. Das alles zu bauen war überraschend einfach mit ein paar Anleitungen aus dem Internet.
Als die Schritte nur noch wenige Meter von mir entfernt sein können, lege ich den Schalter um und die Flamme leuchtet auf. Die Schritte und auch das Gemurmel verstummen auf der Stelle.
„Hallo?“, schallt es mir leise entgegen. „Wer ist da?“
„Bleiben Sie wo Sie sind.“, antworte ich. „Warum sind Sie hier?“
Die Frau antwortet mit einer verängstigten Stimme: „Ich wollte einkaufen, aber hab keinen Wagen bekommen. Also bin ich zum Hintereingang rein. Bitte tun Sie mir nicht weh.“
„Ich werde Ihnen nicht wehtun, wenn Sie mich in Ruhe lassen. Gehen Sie einfach.“, antworte ich.
Die Frau macht sich langsam auf den Weg an mir vorbei und murmelt, dass Sie mir danke und es sehr zu schätzen wisse nicht überfallen worden zu sein. Als sie direkt an mir vorbeikommt, erkenne ich sie plötzlich. Es ist die Frau in Sportler Anzug, der ich mit meinem Schlagstock auf die Finger gehauen habe, als es darum ging den Einkaufswagen zu bekommen.
Auch auf dem Gesicht der Frau macht sich ein Ausdruck des Wiedererkennens breit und wandelt sich gleich darauf zu Wut.
„Sie sind das!“, schreit sie, „Sie haben mir den Wagen weggenommen und mir den Mittelfinger gebrochen!“
Sie hält ihn mir entgegen und ich erkenne selbst im schwachen Licht des Flammenwerfers das er dick und blau angelaufen ist.
„Nehmen Sie ihren Ekelfinger aus meinem Gesicht. Das ist ja widerlich!“, sage ich.
„Der ist nur so ekelig, weil Sie mich mit dem Schlagstock gehauen haben!“, antwortet sie.
Da hat sie ohne Zweifel recht.
„Gehen Sie und ihr Finger einfach weiter und lassen mich zufrieden.“
Will ich gerade sagen, als die Frau von wo auch immer aus ihrem Sportler Anzug ein Messer zieht.
Eine etwa fünfundzwanzig Zentimeter lange gezackte Klinge blitz vor meinem Gesicht auf. Anscheinend will sie mich nicht einfach weiterlassen, sondern Rache für ihren Finger und dafür das sie ohne Einkaufswagen stundenlang im Dunkeln umhergeirrt ist. Irgendwie verständlich, doch trotzdem ziemlich übertrieben gleich ein Messer zu ziehen.
Ich trete ihr gegen das linke Schienbein und gehe ein paar Schritte von ihr weg. Die Frau flucht vor sich hin und wedelt mit ihrem Messer in der Luft herum. Mit dem DeMi-Werfer im Anschlag warte ich darauf, dass sie näherkommt. Langsam und wie ein Zombie ein Bein nachziehend stolpert sie auf mich zu.
„Ich werd dich aufschlitzen und mir den Wagen nehmen, du gemeine Kuh!“, brüllt sie.
‘Du gemeine Kuh‘ als Beleidigung finde ich ja etwas lahm, aber was soll man schon groß erwarten. Als sie nahe genug herangekommen ist und immer noch ihr Messer schwingt haue ich ihr den Kolben des DeMi-Werfers auf die Nase, wobei ich kurzzeitig die Flamme löschen muss, um mich nicht zu Verbrennen.
In der völligen Dunkelheit höre ich den Kolben auf etwas hartes treffen gefolgt von den Schmerzensschreien der Frau. Als die kleine Flamme wieder auflodert, sehe ich wie sich die Frau die Hände vor ihr Gesicht hält. Zwischen ihren Fingern quillt Blut hervor. Als sie ihre Hände sinken lässt kommt eine etwas zerdrückte Nase zum Vorschein.
„Jetz ham se mir au noch de Nase gebrochen. Das wird se Kof un kragn kostn!", sagt sie dumpf. Ich habe wirklich unterschätzt wie leicht sich eine Nase zermatschen lässt.
Noch wilder als zuvor schwingt sie das Messer umher und trifft mich an der Wange bevor ich sie abblocken kann. Ein scharfer Schmerz zuck an der Stelle auf und ich spüre das mir nun ebenfalls Blut vom Gesicht läuft. Ich beschließe das ich genug von der Frau und ihrem Messer habe und betätigte den Abzug des DeMi-Werfers.
Eine lange Feuerzunge erhellt den engen Gang, in dem wir uns befinden. Warum genau sie nicht gesehen hat das ich einen Flammenwerfer habe, oder ob es ihr nur egal war, kann ich nicht sagen. Jetzt schreit sie jedenfalls wie am Spieß und versucht ihren Sportler Anzug mit den Händen zu löschen der anscheinend aus einem leicht brennbaren Material besteht. Während sie noch immer dabei ist, sich zu löschen mache ich mich so schnell es mit meiner schweren Fracht möglich ist aus dem Staub.
Nachdem ich etwa fünfzig Meter gekommen bin ertönt ein ohrenbetäubendes Brüllen.
„Ih mah dih zu Kleihol!“, schreit die noch leicht glimmende Frau, die offensichtlich völlig die Fassung verloren hat. Ich höre wie sie mir hinterherrennt. Immer lauter werden die Geräusche bis ich mich abrupt umdrehe und mich mit dem DeDi-Werfer bereit mache. Den Schlagstock habe ich derweilen in einer Gürtelschnalle stecken. Als ich die Frau im Schein der kleinen Flamme des DeDi-Werfers erkennen kann lege ich den Hebel daran erneut um, sodass die Flamme erlischt und wieder Desinfektionsmittel abgegeben wird.
Mit weit aufgerissen Augen kommt die Frau schwer atmend auf mich zu gerannt. Ich betätige den Abzug und höre das leise 'Pfffft' des ausströmenden Desinfektionsmittels. Mein Plan sieht vor das es in den geöffneten Augen und den Verbrennungen der Frau ziemlich brennen wird. Und gleich darauf sind auch schon erneut laute Schmerzensschreie zu hören. Ich lege den DeMi-Werfer auf den Boden und ziehe die Taschenlampe aus meiner Hosentasche. Als das Licht der Lampe auf die Frau fällt, steht diese nur zusammengekrümmt da und schreit, während sie die Hände auf den Augen hat. Jetzt ist meine Chance gekommen. Ich ziehe den Schlagstock hervor und drücke auf den Knopf, der den Taser aktiviert und piekse ihr in die Seite.
Sofort fängt sie an wie wild zu zucken und in einem höheren Ton als vorher zu kreischen. Da ich keine Ahnung habe wie lange man jemanden Tasern sollte damit man von der Person nicht mehr verfolgt werden kann, halte ich die Taserspitze einfach ein paar Sekunden auf ihrer Seite.
Als ich sie wegnehme, klappt die Frau zusammen wie ein nasser Sack. So wie sie da am Boden liegt könnte sie einem fast leidtun, mit der immer noch blutenden Nase, den verbrannten stellen auf der Haut und den zu Berge stehenden Haaren. Aber nur fast.
„Hmm“, mache ich, zucke mit den Schultern und drehe mich wieder zu meinen Einkäufen um.

Jetzt da niemand mehr da ist, der mich töten möchte brauche ich mir nur noch Gedanken darüber zu machen was ich tun soll, sobald ich zu einer Treppe komme, die nach oben führt, denn irgendwie muss ich hier ja wieder rauskommen. Es dauert nicht lange und ich merke das der Gang nun leicht bergauf führt. Sollte ich wirklich Glück haben und ohne Treppen nach oben kommen? Ich gelange an eine Biegung und schätze, dass ich nach links gehen sollte, da ich glaube das die Kassen in dieser Richtung liegen. Und offenbar war meine Entscheidung richtig, denn nach weiteren, durch die Steigung anstrengenden, zehn Minuten sehe ich einen hellen Schimmer in der Nähe. Ist es möglich, dass ich immer noch im Laden bin? Das Licht wird heller und ich laufe inzwischen keuchend darauf zu. Die Aussicht darauf endlich hier wegzukommen macht mir Beine.
Als es um mich herum mit einem Mal strahlend hell wird, merke ich erst mit welcher Geschwindigkeit ich unterwegs war, um das Licht zu erreichen. Nachdem etwa sieben Metern Bremsweg hinter mir liegen sehe ich mich um. Ich befinde mich definitiv noch im Laden und bin von hohen Regalen umgeben die meine Sicht auf nur vier Meter beschränken. Wofür die Gänge, in denen ich umhergeirrt bin benutzt werden, kann ich immer noch nicht sagen. Auf der Tür zum Gang ist nichts zu sehen und auch sonst ist kein Hinweis darauf zu entdecken. Von der Decke jedoch hängt ein Schild mit der Aufschrift ´Kasse´ und einem Pfeil nach rechts. Offensichtlich bin ich in der Nähe der Kassen und des Ausgangs.
Ich sehe wieder andere Leute die nach Lebensmitteln suchen und keine Castler sind. Die Gefahr das die anderen meinen übervollen Wagen sehen und dann auf die Idee kommen könnten sich zu bedienen muss ich wohl eingehen. Langsam mache ich mich auf den Weg.

Im Labyrinth aus Regalen spähe ich erst um jede Ecke bevor ich weitergehe. So kann ich vier Begegnungen mit anderen Menschen vermeiden bis ich in der Ferne ein vertrautes Piepen höre. Die Scanner der Kassen. Ich eile auf das Geräusch zu, finde mich aber nur vor Regalen wieder. Die Kassen müssen genau dahinter sein, doch ich komme nicht dahin. Auf der Suche nach einem anderen Weg entferne ich mich wieder. Es ist wirklich wie in einem Labyrinth hier drin, denke ich und versuche mir die Abzweigungen zu merken, um die ich gehe.
Ich werde unachtsam und holpere um die nächste Ecke. Natürlich steht jemand dahinter. „Ey, können Sie nicht gucken wo Sie hinlau… ach du scheiße, sieh sich einer diesen Wagen an!“ sagt der Mann, mit dem ich zusammenstieß.
„Wo haben Sie das denn alles her?“, fragt er.
„Haben Sie schon mal von den Castlern gehört?“, frage ich zurück.
Der Mann antwortet: „Na da können Sie einen drauf lassen. Die gibt es doch wohl nicht wirklich, oder?“
„Na und ob es die gibt. Voll die netten Leute und geben jeden so viele Sachen wie man will. Die haben sich direkt an der Ladezone postiert und greifen sich alles was angeliefert wird.“, antwortete ich.
Der Mann schaut mich verdutzt an.
„Na, ich hab gehört, dass die alle verrückt sind und in einer kleinen Stadt irgendwo hier im Laden wohnen wie die Wilden.“
„Na klar sind die verrückt, oder wie würden Sie es nennen, wenn ihn jemand so alles an Lebensmitteln gibt, was sie haben wollen?“, frage ich.
Der Mann schaut erst ein wenig skeptisch und wirft dann noch einen Blick in meinen Einkaufswagen.
Dieser scheint ihn zu überzeugen, denn er fragt: „Und in welche Richtung muss ich um zu denen zu kommen? Und wie weit?“
„Sie müssen etwa zweihundert Meter in die Richtung.“, sage ich und zeige in eine völlig willkürliche Richtung.
„Boah, das ja nett! Da mache ich mich am besten gleich auf den Weg bevor alles weg ist.“, sagt der Mann und eilt davon ohne noch ein weiteres Wort zu sagen.
Ich bleibe noch kurz stehen und schüttle mit dem Kopf. Was für ein leichtgläubiger Idiot, denke ich.

Nach gut einer weiten viertel Stunde kann ich die Kassen erneut hören und mit einem Male auch sehen. Endlich bin ich hier und kann dieses Tollhaus verlassen.
Trotz der gigantischen Ausmaße des Ladens sind die Kassen erstaunlich leer. Nur eine Handvoll Menschen ist an ihnen verteilt. Vielleicht liegt es daran das es erst sieben Uhr morgens ist, oder ein normaler Mittwoch an dem die meisten Menschen arbeiten. Dabei fällt mir auf. Es ist Mittwoch! Ich bin die ganze Nacht im Laden gewesen! Doch kommt es mir in Wahrheit noch viel länger vor.
Als ich an einer Kasse stehe und alles aufs Band lege, schaut mich die schlecht gelaunte Kassiererin an.
„Wir haben doch erst ne Stunde auf wie haben Sie das denn alles gefunden?“, fragt sie misstrauisch.
Ich antworte nur das ich da so eine Stelle kenne und fahre fort meine Waren auf das Band zu legen.
Noch während sie dabei ist alles einzuscannen, hole ich mein Handy aus der Tasche und wähle die Nummer des nächsten Taxiunternehmens. In zehn Minuten kann der nächste Wagen hier sein. Ich bezahle bei der Kassiererin ungefähr eine Monatsmiete und verlasse schnell den Laden.

Draußen ist es ruhig und friedlich. Kaum Menschen und Autos sind unterwegs, da der Laden relativ ländlich gelegen ist. Vögel sind zu hören und ich lasse mir die kühle Morgenluft durch mein zerzaustes Haar wehen.
Im Taxi, das nach wirklich genau zehn Minuten vor mir stand überfällt mich auf einmal eine heftige Müdigkeit. Die ganze Nacht war ich unterwegs und habe viele Dinge gesehen und erlebt die ich gerne nicht mitgemacht hätte. Der Taxifahrer hilft mir beim ein- und ausladen meiner Einkäufe und ich bezahle ihm ein gutes Trinkgeld. Ich nehme die ersten Tüten zur Hand und trage sie hoch in meine Wohnung. Als ich die Tür öffne, kommt schon Monty um die nächste Ecke gelaufen und fängt an zu miauen. Als ich ihn zur Begrüßung über den Kopf streicheln will, läuft er davon in die Küche und bleibt vor seinem leeren Napf stehen. „Ich freu mich auch dich zu sehen, du Arschloch.“, sage ich und bringe die Tüten in die Küche.
Als ich nach mehrfachen hinauftragen und wieder heruntergehen meine Sachen in der Wohnung habe und alles in der Küche aufgetürmt steht, wird mir erst bewusst wie viel ich da eigentlich gekauft habe. Gemeinsam mit Monty erkunde ich die erworbenen Dinge und er schnuppert an allem das ihm gefällt. In manchen der Einkaufswagen, die ich bei den Castlern geplündert habe, war auch Tiernahrung, die natürlich in meinem Wagen gelandet ist. An einer Dose Thunfisch bleibt Monty stehen und guckt mich mit großen, grünen Augen an. Ich stehe auf, nehme die Dose zur Hand und leere den gesamten Inhalt auf einen Teller. Diesen stelle ich vor ihm hin und sofort stürzt er sich auf den Fisch während ich einen Snickers essend danebenstehe. Wir werden in der nächsten Zeit nicht hungern müssen und sollte die Pandemie so lange andauern bis die Vorräte aufgebraucht sind, werde ich wohl den Castlern einen erneuten Besuch abstatten. Dieses Mal jedoch besser vorbereitet.
Doch dazu kam es nicht.
Ende.
 
Monsieur le Directeur
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Der erläuternde Text unter dem "Anmerkungen zum Text"-Feld steht da nicht zum Spaß. In das Feld gehören nur textrelevante Informationen, deine Anmerkungen wurden daher gelöscht.
 
Wortkrieger-Team
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22.10.2011
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Hallo Newt, herzlich willkommen bei den Wortkriegern.
Du hast eine Humorgeschichte über das Einkaufen zu diesen Zeiten eingestellt, mit ihren Übertreibungen geht sie in den satirischen Bereich. Von der Idee her zwar vorhersehbar, aber in den Übertreibungen dann doch wieder recht vergnüglich.
Was ich schade fand, das war das Ende. Das klingt, als sollte da jetzt noch eine Fortsetzung kommen. Ich würde wenigstens andeuten, weshalb es nicht mehr zum Einkauf kommt oder aber diese Stelle
Doch dazu kam es nicht.
Ende.
einfach weglassen. "Ende" zu schreiben, wenn man am Ende der Geschichte angelangt ist, ist ohnehin eigentlich unnötig.

Okay, weitere inhaltliche Anmerkungen lass ich mal. Denn dein Text enthält so insgesamt noch ganz schön viele Fehler. Es nützt ja nichts, wenn du im Infobereich darauf hinweist, dass wir bitte nicht auf Fehler achten sollen. Das Forum hier beschäftigt sich zwar auch mit Textarbeit, ist aber vor allem auch eine Seite, auf der Geschichten gelesen werden können, und die müssen nun mal lesbar sein. Wenn man zahlreiche Kommafehler hat, gibts keine richtige Textstruktur mehr beim Lesen. Da führt kein Weg dran vorbei.
Im Moment ist noch nicht ganz klar, ob dein Text wegen der Fehlermenge in unser Korrekturcenter verschoben wird. Also wundere dich nicht. Aber auch dann helfen dir meine Tipps schon mal weiter.

Ich mach mal den Anfang und helfe dir technisch auf die Sprünge, dann wird dein Text lesbar und du kannst dich ganz der inhaltlichen Diskussion über deinen Text widmen.
Noch ein Tipp dazu. Es empfiehlt sich, andere Geschichten zu kommentieren, wenn man gerne Kommentare zu seiner eigenen Geschichte haben will. Man ist ja neu auf der Seite, keiner kennt einen, besser ist, es, sich ein bisschen einzubringen, dann reagieren die anderen schon. Aber das Allerwichtigste: Geschichte lesbar machen.

Los gehts:
Man hat schon einen Tag gearbeitet, sodass der Elan KOMMA der sich über das Wochenende aufbauen konnte, zusammengeschrumpft ist wie eine Reiswaffel im Mund. Dazu kommt noch, dass das nächste Wochenende drei KOMMA vielleicht auch vier Arbeitstage weit weg ist.
Nicht einmal eine Tütensuppe KOMMA die man sich mal eben machen könnte.
Entmutigt und ein wenig ängstlich bei dem Gedanken KOMMA nach draußen zu gehen, um einzukaufen KOMMA hake ich in Gedanken meine Liste ab.
Dann kann es daran gehen KOMMA meinen Rucksack zu packen.
Das winzige Einmannzelt am Boden, falls ich draußen kampieren muss und eine dünne Decke zum zZudecken. Den Fehler KOMMA ohne Zelt zum Laden zu fahren KOMMA mache ich nicht nochmal!
Als Nnächstes einen Teleskopschlagstock mit extra Feature KOMMA um nicht wieder mein errungenes Mehl zu verlieren.
Natürlich hat auch dieser ein Extra eingebaut.
Zu Anfang dachte ich noch KOMMA es wäre seltsam KOMMA mit meinem selbstgemachten DeMi-Werfer einkaufen zu gehen, doch die Menschen bringen noch sehr viel merkwürdigere Dinge mit in den Laden.
Ich habe mal einen Typen gesehen KOMMA der sich aus PET-Flaschen eine Art Iron-Man Anzug gebaut hat.
Nur war dieser nicht Rrot- und Ggoldfarben, sondern durchsichtig, wie PET-Flaschen nun mal so sind, was durch die Krümmungen im Plastik den Menschen darin aussehen ließ KOMMA als würde er zerlaufen.
Nachdem ich noch meine schweren Schuhe und die dicke Jacke angezogen habe KOMMA kann es losgehen.
Draußen sind es zwar etwa 16 °C KOMMA aber man weiß nie, ob es nachts nicht friert.
„Ja ist ja gut, ich hole dir was zu essen“, sage ich zu ihm und streichle kurz über seinen Kopf. (Kein Punkt am Ende der wörtlichen Rede. Diese Regel gilt nur bei Frage- und Ausrufezeichen.)
„Ich muss jetzt los, sonst bin ich zu spät“, sage ich und will eigentlich nicht gehen,
Das Treppenhaus ist wie immer wie ausgestorben, nur ein wenig vereinzelter Müll liegt herum KOMMA der schon von den Ratten nach essbaren Resten durchsucht wurde.
So, mal bis hierhin, ich würde mir an deiner Stelle, wenn du weiterschreiben willst, mal die Kommaregeln reinziehen, damit du nicht immer wieder vor demselben Problem stehst.
Du kannst dazu hier in unserem Servicebereich, genauer im Korrekturcenter nachschauen, im Internet gibt es aber auch jede Menge übersichtliche und gute Seiten. Zum Beispiel diese: Kommaregeln einfach erklärt

Als weitere Hilfe, der Dudenkorrektur: Rechtschreibprüfung online Man kann zwar immer nur eine kleine Textmenge eingeben, aber es ist trotzdem eine Hilfe.

Bis dann und viel Erfolg beim Überarbeiten.
Novak
 

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