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Frag Mr. Pepp!

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Frag Mr. Pepp!

Da lag er wieder an meine Frau geschmiegt, ließ sich kraulen, wurde getätschelt. „Ja, mein Süßer“, hauchte Anja.
Mit einem stummen Fluch auf den Lippen setzte ich mich ans andere Ende der Couch. Und dabei war ich nur schnell auf dem Klo gewesen.
Mr. Pepp hatte es schon lange vor mir gegeben. In unserem Haus, in das wir erst letzte Woche eingezogen waren, bekam Mr. Pepp dann ein eigenes Zimmer mit Kratzbäumen und Spielzeug. Sonnenseite, Blick auf den Garten. Ich musste mit dem kalten Keller vorliebnehmen und dort zwischen Kisten und Kartons, Wäschekörben und Bügelbrett, auf einem Schemel sitzend, meine Modelleisenbahn aufbauen. Tauschen würde ich an des Katers Stelle sicher nicht.

Die Vorabend-Quizsendung war zu Ende. Die ganze Zeit über hatte Anja mit dem Kater geschmust, kein Wort mit mir gesprochen und auch nicht mitgefiebert oder geraten. Sie stand auf, streichelte über das lange Fell und sagte, dass sie was fürs Abendessen und zum Naschen für den Krimi einkaufen möchte.
„Bringst du mir Süßes mit?“, fragte ich.
„Du bist zu fett“, sagte sie grinsend und ging in den Korridor. Mr. Pepp schnurrte zufrieden. Ich hätte gerne vom Kater gewusst, wie er es schaffte, dass Frauchen nur für ihn Leckerlis mitbrachte.
Majestätisch war Mr. Pepp auf meinem Platz liegen geblieben. Es schien, als grinste er mich frech an, als wäre er bereit, seine Position mit Fauchen und Kratzen zu verteidigen. Darauf wollte ich es nicht ankommen lassen. Schon einmal war ich nicht als Sieger hervorgegangen und musste eine böse Entzündung am Unterarm davontragen.
Ich hörte die Haustür ins Schloss fallen. Mr. Pepp miaute, als würde er „bis gleich“ sagen. Sofort schaltete ich den Fernseher aus, eilte in den Keller und holte die Plastikbox, in der wir den Kater beim Einzug transportiert hatten.
Ich stellte sie vor die Couch, öffnete das Türchen und kauerte mich mit etwas Abstand daneben, um nicht schon wieder Bekanntschaft mit seinen scharfen Krallen zu machen.
Mr. Pepp interessierte das nicht.
Ich griff nach hinten, fand seine Plüschmaus und quetschte sie hinter die Box. Er wirkte ein wenig misstrauisch wegen des lauten Piepens, krabbelte dann doch hinein.
Vorsichtig schloss ich das Türchen und zog mir Schuhe und Jacke an.

Draußen war es kalt, der Schnee rieselte. Fieser Winter; ich fror und ärgerte mich, keine Wollmütze aufgesetzt zu haben.
So gut kannte ich mich in der Gegend noch nicht aus. Doch ich wusste einen passenden Ort.
Neben der Sparkasse fand ich die Hofeinfahrt, die zu einem weitläufigen Spielplatz mit vielen Büschen und angrenzenden Gärten führte. Ich schritt hinein und stellte die Transportbox ab, öffnete sie, trat zurück und lugte um die Ecke. Mr. Pepp tastete sich heraus, blieb erst stehen und tapste dann durch den Schnee, versuchte gar, Schneeflocken zu fangen.

Kurze Zeit später hatte ich die Box zurück in den Keller gebracht und schrubbte Couch und Kissen und Wolldecke gründlich mit der Teppichbürste ab. Ich machte es mir mit einem Bier bequem … und spürte einen Juckreiz an der Haut, wischte mir über die tränenden Augen – und saugte erneut alles ab. Ich hätte etwas Langärmeliges anstatt des T-Shirts anziehen können, aber ich ließ mir nicht vom Kater vorschreiben, wie ich mich kleiden sollte.
Bierschlürfend scrollte ich am Handy durch die neuesten Facebook-Einträge und wartete auf meine Frau. Vielleicht brachte sie Schnitzel mit Rahmsoße und Tiefkühlpommes mit. Obwohl ich lieber Kroketten mochte.
Ich überlegte mir, was ich ihr sagen würde, sobald sie zurückkam. Dass ich wohl kurz eingenickt sein musste. Nein.
Dass ich Mr. Pepp nicht aus den Augen gelassen hätte, mir nur kurz ein Bier holen, nein, die Spülmaschine ausräumen wollte.
Dass die Katzenklappe noch nachschwang, als ich Mr. Pepp auf dem Katzenklo vermutete, und gerade dabei war, sie anzurufen.
Plötzlich hörte ich ein Geräusch im Flur. Die Katzenklappe! Anja hatte sie direkt nach dem Einzug einbauen lassen, obwohl der Kater bis dato die vier Wände nie verlassen hatte. Sie meinte, Mr. Pepp sollte selbst entscheiden, wann er dazu bereit wäre.
Der Kater schlich zu mir ins Wohnzimmer und fing an, sich zu putzen. Er sah aus wie immer. Keine Spur von Kälte, Einsamkeit, Frust oder Enttäuschung. Geblieben waren Hochnäsigkeit und Arroganz.
„Wie kommst du denn hierhin?“, fragte ich Mr. Pepp.
Mr. Pepp antwortete nicht.
Ich legte mein Handy beiseite und holte wieder die Transportbox. Erstaunlicherweise betrat er sie sofort. Draußen im Winter musste es ihm gut gefallen haben.

Diesmal nahm ich den SUV. Ich trat das Gaspedal durch; Vierradantrieb – der Panzer würde mich sicher über die rutschigen Straßen bringen. Mir fiel der Wald ein, an dem wir während des Umzugs vorbeigefahren waren.
Einige Kreisverkehre und Abbiegungen und enge Kurven später erreichte ich ihn. Vor einem Fußweg, der zum Wald führte, parkte ich das Auto.
Mit der Box zog ich los. Es war kälter geworden, ich hätte mir Handschuhe anziehen sollen. Durch eine tunnelartige Bahnunterführung kam ich zum Waldrand und entschied mich für eine der Abzweigungen. Der Schnee knirschte unter meinen Sneakers, die Kälte drang durch den dünnen Stoff der Jogginghose. Ich hätte mir gefütterte Schuhe und eine dickere Hose anziehen sollen. Egal, in ein paar Minuten würde ich wieder eingekuschelt auf meiner Couch liegen.

Der Weg wurde zum Pfad, der Pfad zum schneebedeckten Dickicht. Ich drängte Äste beiseite, die mir den Weg versperrten oder mich beim Zurückschnellen ins Gesicht gepeitscht hätten. Mehrere gefällte Baumstämme überstieg ich, blickte mich mehrfach um, obwohl keine Menschenseele unterwegs war. Alles wirkte gleich. Gleich weiß, gleich still.
Als ich auf eine Lichtung stieß, hielt ich an, spähte umher. Im Sommer sicher ein idyllisches Örtchen. Der Weiher in der Mitte war zu einer anderen Jahreszeit wohl schlammreich, sumpfig, mit nistenden Wildenten im Schilf. Ideale Bedingungen.
Jetzt lag vor mir nicht mehr als ein mit dicker Eisschicht zugefrorener Ententeich. Da hätten auch schwere Äste oder Steine nicht ausgereicht, das Eis zu brechen, um zumindest ein kleines Loch hineinzubekommen.

Meter um Meter kämpfte ich mich durchs Gestrüpp. Zwischen dornigen Büschen setzte ich die Box ab, öffnete sie und ging etwas zurück. Ich wischte mir den Schnee von den Augenbrauen, strich mir übers Haar, hauchte mir in die Hände und rieb sie. Dann sah ich hinüber. Mr. Pepp war verschwunden. Seine Spuren endeten vor Sträuchern. Ade, Mr. Pepp, rief ich in die Kälte hinaus. Mr. Pepp antwortete nicht.

Je weiter ich umherirrte, desto mehr ähnelte sich alles. Ich versuchte, die Himmelsrichtung auszumachen, griff in meine Hosentasche und ärgerte mich. Mein Handy lag noch immer auf der Couch. Kreuz und quer verlor ich mich … und atmete dann erleichtert auf, als ich auf Lebenszeichen stieß: Fußspuren im Schnee. Intuitiv stellte ich einen Fuß in den Abdruck – und brüllte wütend. Dann kam mir die Idee, diesen, meinen eigenen Spuren, rückwärts zu folgen. Kurz darauf stand ich erneut vor den Gebüschen, wo ich den Kater seinem Schicksal überlassen hatte.
Ich rief nach Mr. Pepp. Mr. Pepp antwortete nicht.

Auf die Knie gestützt überlegte ich, atmete schwer aus, rieb mir die Hände, bewegte mich weiter. Die auf dem Boden liegenden Äste bemerkte ich erst, nachdem ich darauf getreten oder fast drüber gestolpert war. Glücklicherweise konnte ich mich auf den Beinen halten, rutschte weder aus, noch versank ich im Schnee. Das hätte mir noch gefehlt, mich wegen des Katers zu verletzen.
Die Bahnunterführung fand ich nicht.
Dafür aber wieder die Stelle, wo ich den Kater zuletzt gesehen hatte. Wieder rief ich nach Mr. Pepp.
Nach einer dreifachen Waldwanderung in weiten Schneckenkreisen entdeckte ich endlich einen Weg, der zu einer Straße führte. Raus hier aus dem tiefen, weißen, schweigenden Wald, dachte ich. Den SUV würde ich am nächsten Tag im Hellen finden, notfalls mithilfe eines ortskundigen Taxifahrers.

In den Straßen schützten keine dichten Bäume mehr vor dem Winter. Der Schnee war zu einem Schneesturm geworden, meine Finger zu dünnen, brüchigen Zweigen, mein lichtes Haar zu einem festgefrorenen Etwas auf einem kalten Schädel.
Die im Dunkeln kaum lesbaren Straßennamen auf den zugeschneiten Schildern sagten mir nichts. Ich erkannte auch kein Gebäude oder anderes Auffälliges wieder. Ich hatte das Gefühl für Zeit und Raum verloren.
Keinen einzigen Menschen konnte ich entdecken, den ich hätte fragen können. Warum auch? Schließlich war es Samstag Abend in einem verlassenen Kaff, und ein Wetter, bei dem sich noch nicht mal der Kommandant der Nachtwache vor die Mauer gewagt hätte.
Wütend trat ich gegen eine Laterne. Gefrorenes Eis fiel herunter und landete auf meinen Kopf. Trotz der Schmerzen brach ich in ein hysterisches Lachen aus. In der Ferne stand tatsächlich eine Telefonzelle. Meine Rettung.
Ich eilte über die Straße, rutsche auf Eis aus und landete auf dem harten, kalten Boden. Mir gelang es, den Sturz mit den Händen abzufedern. Zu meinem Glück fuhren bei dem Wetter keine Autos, die mich bei vergeblichen Bremsversuchen mitgeschleift hätten. Mühsam stand ich auf und eierte über den glatten Boden bis zur Telefonzelle.
Die Tür klemmte oder war eingefroren. Ich zog am Griff und zog und zog – bis die Tür nachgab und ich erneut auf den Boden stürzte und mit meinen lädierten Händen erneut versuchte, den Fang abzufedern. Mit steifen Fingern tastete ich in der Hosentasche. Natürlich hatte ich kein Kleingeld bei mir, nur die Schlüssel! Wer steckt sich schon Geld in die Jogginghose? Ich trat aus der Telefonzelle, schmiss die Tür zu und sah dann erst meine Erlösung, das Schild, das über dem Telefon hing: Kein Geld, keine Karte, kein Handy? Hier telefonieren. 0800 0800 108. R-Gespräch. Da zahlt der Angerufene.

„R-Gespräch? Was ist denn los, Stefan?“
„Ich hab mein Handy vergessen.“
„Wo steckst du überhaupt? Ich mach mir langsam Sorgen! Der Krimi hat schon angefangen, dein Essen ist kalt.“
„Ich wollte nur …“
„Vor der Katzenklappe war es nass. Hast du den armen Mr. Pepp bei der Arschkälte etwa rausgelassen?“
Ich überlegte. Der Kater hatte es zurückgeschafft. Er hatte wahrscheinlich auch keine Rückenschmerzen, keine blauen Flecken, Beulen, blaue Lippen, oder angebrochene Gliedmaßen davongetragen.
Mein Kopf dröhnte, die Muskeln zitterten, ich atmete schneller als gewöhnlich, spürte, wie sich mein Herzschlag beschleunigte. Ich hörte eine innere Stimme. War ich unterkühlt? War ich noch bei klaren Gedanken? Was sagte die fremde Stimme in mir? Sollte ich wirklich …?
„Ist ... ist Mr. Pepp in der Nähe?“
„Liegt neben mir. Wieso?“
„Weil, weil ...“, sprach ich bibbernd mit der fremden Stimme weiter. Von Schwindelgefühl befallen, lehnte ich mich an die Glastür. Nur keuchend konnte ich die Worte in den Hörer pressen: „Kannst du … kannst du Mr. Pepp bitte ans Telefon holen?“
 
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Hallo @GoMusic,

hat mir sehr gut gefallen dein Text. Eine nette Geschichte über den Partner, der jemand anderen mehr beachtet als einen selbst und wie man das versucht zu bereinigen. Wer kennt das nicht?

Ein paar kleine Anmerkungen habe ich noch.

Mr. Pepp gab schon vor mir.
Ich glaube da fehlt ein "es".

Die Vorabend-Quizsendung war zu Ende. Die ganze Zeit über hatte Anja kein Wort mit mir gesprochen und auch nicht mit geraten, so wie in der Zeit vor dem Kater.
Das "geraten" finde ich da alleinstehend nicht so gut gewählt.
Und oben stand ja, dass der Kater schon vor ihm da war, wie kann es dann eine Zeit vor dem Kater geben? Oder habe ich da etwas missverstanden?

seine Position mit Fauchen und Krallen zu verteidigen
Meiner Meinung nach reine Formsache: Fauchen ist etwas das man ausführt, Krallen eine Eigenschaft. Ich finde es sollte eher sowas wie "Fauchen und Kratzen" sein, aber das ist Geschmackssache.

und kauerte mich im gebührlichen Abstand daneben.
Ich bin wirklich kein Rechtschreibexperte, aber müsste das nicht "mich in gebührlichen Abstand daneben" heißen? Oder "mit gebührlichem Abstand daneben"?
Aber vielleicht irre ich mich auch.

und gerade dabei war, sie anrufen.
Anzurufen.

Der Schnee war zu einem Schneesturm geworden, meine Finger zu dünnen, brüchigen Zweigen, mein lichtes Haar zu einem festgefrorenen Etwas auf einem kalten Schädel.
Hat mir extrem gut gefallen, der Satz.

„Kannst du … kannst du Mr. Pepp bitte ans Telefon holen?“
Musste wirklich grinsen bei diesem letzten Satz.


Ich habe die Geschichte wirklich genossen und auch darauf gefiebert, dass es Mr. Pepp wieder zurückschaffst. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich selbst einen Kater daheim habe.

Viele Grüße
Murph
 
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Hi Murph,

hat mir sehr gut gefallen dein Text. Eine nette Geschichte über den Partner, der jemand anderen mehr beachtet als einen selbst und wie man das versucht zu bereinigen. Wer kennt das nicht?
Freut mich sehr, das du vorbeigeschaut hast und dir meine kleine Story gefallen hat.
Ja, Eifersucht, Neid ...
Den Prota handelt aus niedrigen Beweggründen ;)

Ein paar kleine Anmerkungen habe ich noch.
Danke dafür. Habe ich übersehen bzw. beim Hin- und Herüberarbeiten vergessen.
Habe alles korrigiert.

Der Schnee war zu einem Schneesturm geworden, meine Finger zu dünnen, brüchigen Zweigen, mein lichtes Haar zu einem festgefrorenen Etwas auf einem kalten Schädel.
Hat mir extrem gut gefallen, der Satz.
Danke dafür.

„Kannst du … kannst du Mr. Pepp bitte ans Telefon holen?“
Musste wirklich grinsen bei diesem letzten Satz.
Prima. Es sollte ein wenig witzig sein, ohne direkt auf die große Humorschiene zu fahren.

Ich habe die Geschichte wirklich genossen und auch darauf gefiebert, dass es Mr. Pepp wieder zurückschaffst. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich selbst einen Kater daheim habe.
Ich selbst habe keine Katze.
Aber so schlimm wie der Prota würde ich Tiere nicht sicher behandeln. ;)

Hast mir sehr geholfen. Danke!

Tollen Wochenstart und liebe Grüße,
GoMusic
 
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Hallo @GoMusic,
ich fand die Geschichte sehr unterhaltsam. Hab immer wieder schmunzeln müssen, vor allem im Mittelteil, als dein Prota durch den Schneesturm irrt und sich sein Unglück stetig steigert. Das hat mir vom Aufbau sehr gefallen. Auch, dass er seine ganze Wut auf Mr. Pepp projiziert statt sich seiner Frau gegenüber zu behaupten und dann hinter ihrem Rücken die große Show abzieht, fand ich gut. Weil es - obwohl nicht so getagged - eine humoristische Geschichte ist, will ich jetzt auch nicht über die Klischeehaftigkeit der Figuren meckern. Nur eines - ich hasse sie alle. Auch den Kater.
Das Ende fand ich besonders gelungen. Man kennt ja diese neurotischen Paare mit ihren neurotischen Haustieren, und das war für mich herrlich satirisch, wie sehr das Vieh mittlerweile vermenschlicht wird. Dass es eher nach Hause findet, habe ich bereits geahnt, als klar war, dass dein Prota sich verlaufen hatte, und natürlich habe ich auf den kathartischen Moment gehofft, wo er endlich mit der halb erfrorenen Faust auf den Tisch haut und seiner Tussi die Meinung geigt. Aber das wäre natürlich zu flach und vorhersehbar gewesen, also Ende gut, alles gut.

Die Stelle mit der Modelleisenbahn im Keller war mir fast ein bisschen zu drübber. Klar, es zeigt, wie er sich gängeln lässt, aber gerade, weil es am Anfang kommt, war mir das - humoristische Geschichte hin oder her - doch etwas zu flach. Aber das ist sicher auch Geschmackssache.



Da lag er wieder an meiner Frau geschmiegt
meine Frau

In unserem Haus, in dem wir erst letzte Woche eingezogen waren
in das

bekam Mr. Pepp sogar ein eigenes Zimmer mit Kratzbäumen und Spielzeug eingerichtet.
eingerichtet würde ich streichen. Klingt besser ohne und trifft es auch nicht genau. Spielzeug ist ja keine Einrichtung.

Tauschen würde ich an des Katers Stelle sicher nicht.
:D

Kurze Zeit später hatte ich die Box zurück in den Keller gebracht und saugte Couch und Kissen und Wolldecke gründlich mit der Teppichbürste ab.
saugen passt nicht. Eine Bürste saugt ja nicht. Vielleicht eher schrubben.

aber ich ließ mir nicht vom Kater vorschreiben, wie ich mich kleiden sollte.
:lol:

mir nur kurz ein Bier holen, nein, die Spülmaschine ausräumen wollte.
Er ist wirklich unerträglich mit seinem Geschleime.

Sie meinte, Mr. Pepp sollte selbst entscheiden, wann er dazu bereit wäre.
:rolleyes:

zum schneebedecktem Dickicht.
schneebedeckten

Der Schnee war zu einem Schneesturm geworden, meine Finger zu dünnen, brüchigen Zweigen, mein lichtes Haar zu einem festgefrorenen Etwas auf einem kalten Schädel.
Gefällt mir gut.

Wütend trat ich gegen eine Laterne. Gefrorenes Eis fiel herunter und landete auf meinen Kopf.
:thumbsup:

Viele Grüße von Chai
 
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Hallo Chai,

schön, dass du meine kleine Geschichte gelesen und kommentiert hast. Und so viel Smileys und Lob ... :)

ich fand die Geschichte sehr unterhaltsam.
Das freut mich.

Hab immer wieder schmunzeln müssen, vor allem im Mittelteil, als dein Prota durch den Schneesturm irrt und sich sein Unglück stetig steigert. Das hat mir vom Aufbau sehr gefallen.
Ja, habe versucht, die Dramatik zu steigern. Schön, dass du das als gelungen betrachtest.

Auch, dass er seine ganze Wut auf Mr. Pepp projiziert statt sich seiner Frau gegenüber zu behaupten und dann hinter ihrem Rücken die große Show abzieht, fand ich gut.
Ja, fieser Möp.
(Aber in Wahrheit ein Weichei.)

Weil es - obwohl nicht so getagged - eine humoristische Geschichte ist, will ich jetzt auch nicht über die Klischeehaftigkeit der Figuren meckern. Nur eines - ich hasse sie alle. Auch den Kater.
Habe "Humor" nicht getaggt, weil das, finde ich, die Paradedisziplin ist, bei der man als Autor nur verlieren kann.
"Ich finde das nicht lustig", "gar nicht witzig" usw. hört man da oft. Ich finde es schwierig, es für alle humorvoll zu machen.
Wenn man mit "Alltag" oder "Sonstiges" getaggt hat, habe ich noch nie jemanden sagen gehört "Ich finde das gar nicht so alltäglich", "hm, ist nicht sonstig genug" :lol:

Aber mal sehen, wenn es noch weitere lustig finden, kann ich meine Meinung vielleicht noch ändern und probieren, den Tag noch zu setzen. :Pfeif:

Das Ende fand ich besonders gelungen.
Offen, bizarr - so meine Idee.

Die Stelle mit der Modelleisenbahn im Keller war mir fast ein bisschen zu drübber. Klar, es zeigt, wie er sich gängeln lässt, aber gerade, weil es am Anfang kommt, war mir das - humoristische Geschichte hin oder her - doch etwas zu flach. Aber das ist sicher auch Geschmackssache.
Da hatte ich schon gekürzt. Mal sehen, wie das sonst noch so ankommt ...

Die Fehlerchen habe ich korrigiert. Danke auch dafür.

Habe mich sehr über deinen Besuch gefreut.
Schönen Tag und liebe Grüße,
GoMusic
 
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09.12.2019
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Hallo @GoMusic ,

ich habe auch einen Stubentiger, auch deswegen fand ich deine Geschichte sehr unterhaltsam. Durchgehend amüsant geschrieben als leichte Unterhaltung.

Also: Leg dich nicht mit der Katze an, die Kleinen gewinnen am Ende eh immer! Der Prota muss es leidvoll erfahren, und das Ende fand ich eine gute Idee. Er hat seine Lektion wohl gelernt!

Viele Grüße,
Rob
 
Wortkrieger-Team
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16.03.2015
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Hallo Rob,

danke fürs Lesen und Kommentieren.

fand ich deine Geschichte sehr unterhaltsam. Durchgehend amüsant geschrieben als leichte Unterhaltung.
Super. Freut mich natürlich sehr.

Der Prota muss es leidvoll erfahren, und das Ende fand ich eine gute Idee.
Ja, er muss leiden ;)
Schön, dass dir das (bizarre) Ende auch gefallen hat.

Lieben Dank nochmal und einen schönen Tag.
LG, GoMusic
 
Wortkrieger-Team
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16.03.2015
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Hallo @murphy_does_his_best , @Chai , @Rob F

ich habe alles nochmal überdacht und – nachdem ich weitere Testleser hatte – eine überarbeitete Version eingestellt.
Und ich stelle fest, dass es sofort lustiger geworden ist, da ich nun auch das Stichwort "Humor" getaggt habe.
Leider gelang es mir nicht, an entsprechenden Stellen Sitcom-Gelächter oder -klatschen mit in den Text einzubauen, aber vielleicht nehme ich demnächst eine Hörspiel-Kassette mit diesem Text auf.

:rotfl:

Danke nochmals und einen tollen Wochenstart.

Liebe Grüße, GoMusic
 
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14.05.2020
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Hallo @GoMusic ,

Deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Am Ende musste ich sogar laut lachen (bei mir eher selten beim Lesen wenn ich amüsiert bin). Als Katzen und Tierfreund an sich war ich zunächst auf der Seite von Mr. Pepp, Du hast es aber geschafft mein vollstes Mitgefühl für den armen Stefan zu wecken. Was mir aufgefallen ist:

Da lag er wieder an meine Frau geschmiegt, ließ sich kraulen, wurde getätschelt. „Ja, mein Süßer“, hauchte Anja.
Guter und überraschender Einstieg. Vor meinem inneren Auge lag da ein anderer Mann auf dem Sofa.
Ich musste mit dem kalten Keller vorliebnehmen und dort zwischen Kisten und Kartons, Wäschekörben und Bügelbrett, auf einem Schemel sitzend, meine Modelleisenbahn aufbauen.
Der Arme, da wächst das Mitgefühl.
Tauschen würde ich an des Katers Stelle sicher nicht.
Das verstehe ich dann aber nicht so ganz. Will Stefan keine sonnendurchfluteten Zimmer und von seiner Frau gekrault werden?
„Du bist zu fett“, sagte sie grinsend und ging in den Korridor.
Wie unsympathisch. Vielleicht macht sich Stefan ja jetzt mit seinem neuen Freund Mr.Pepp auf in ein neues Leben ;)
Ich griff nach hinten, fand seine Plüschmaus und quetschte sie hinter der Box heftig. Er wirkte ein wenig misstrauisch wegen des lauten Piepens, krabbelte dann doch hinein.
Mr. Pepp scheint für mich eine sehr intelligente Katze zu sein. Vielleicht ist da etwas mehr Anstrengung nötig um ihn in die Box zu locken.
Ich schritt hinein und stellte die Transportbox ab, öffnete sie, trat ein paar Schritte zurück und lugte um die Ecke
Mich irritiert die Ecke, Stefan stand für mich plötzlich nichtmehr im Wald sondern an einer Straßenecke. Vll kann man das etwas präziser beschreiben?
und spürte einen Juckreiz an der Haut, wischte mir über die tränenden Augen – und saugte erneut alles ab.
Oh je, noch mehr Verständnis für Stefan. Vielleicht doch kein neues Leben mit Mr.Pepp, der Allergie wegen.
Mr. Pepp antwortete nicht.
Find ich super, die Stellen - haben mich lächeln lassen.
Jetzt lag vor mir nicht mehr als ein zugefrorener Ententeich. Da half es nicht, schwere Äste oder Steine auf die Eisfläche zu werfen
Das mit dem Steine/Äste werfen versteh ich nicht, liegt vll. aber an mir. :/
Ade, Mr. Pepp, rief ich in die Kälte hinaus. Mr. Pepp antwortete nicht
Super.
Je weiter ich umherirrte, desto gleicher wirkte alles.
Ich stolpere über "desto gleicher". Vll. "Je mehr ich umherhirrte, desto mehr glich sich alles".
und schrie einen wütenden Schrei aus.
Stieß einen wütenden Schrei aus?
Den Tunnelzugang fand ich nicht
Ich weiß nicht welchen Tunnel du meinst. Beim zweiten Lesen dachte ich, vielleicht die Bahnunterführung? Für mich ist die beim ersten Lesen nicht genug heraus gestochen, als dass ich sie mir als Tunnel vorgestellt habe.
meine Finger zu dünnen, brüchigen Zweigen,
Total schönes Bild, finde ich.
Die im Dunklem kaum lesbaren Straßennamen
Im Dunkeln, oder?
Trotz der Schmerzen brach ich in ein hysterisches Lachen aus.
Hier bin ich etwas über das hysterisch gestolpert. Aus der Erzählung bis zu der Stelle war mir seine Verzweiflung noch nicht ganz klar.
Zwar nicht eine gute alte gelbe, sondern eine magentafarbende.
Ist seine Bewertung der Telefonzellen wichtig für die Erzählung?
Das hätte mir noch gefehlt, mich wegen des Katers zu verletzen.
siehe unten
Er hatte wahrscheinlich auch keine Rückenschmerzen, keine blauen Flecken, Beulen, blaue Lippen, oder angebrochene Gliedmaßen davongetragen.
Es kommt an einer Stelle so rüber, als hätte er sich nicht verletzt "Das hätte mir noch gefehlt, mich wegen des Katers zu verletzen" und dann ist er (plötzlich?) physisch sehr mitgenommen. Aber: vielleicht hab ichs mangels Konzentration auch überlesen.
: „Kannst du … kannst du Mr. Pepp bitte ans Telefon holen?“
Ich hab sooo gelacht. Super.

So jetzt merke ich, das ist recht viel geworden. Das war als Neuling mein Erstes "Kommentieren", kann sein, dass ich übergenau war. Wie gesagt, ich hab das Lesen Deiner Geschichte sehr genossen.

Liebe Grüße, Felis

P.S.: Hab die vorherigen Kommentare vorher nicht gelesen (wäre vll schlau gewesen), sorry wenn sich Anmerkungen doppeln.
 
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16.03.2015
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3.309
Hallo Felis,

schön, dass du hierhin gefunden hast.

Deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen.
Das freut mich sehr.

Am Ende musste ich sogar laut lachen (bei mir eher selten beim Lesen wenn ich amüsiert bin).
ist mein erster Versuch, etwas Lustiges zu schreiben. Und bisher fanden es alle Kommentatoren sogar lustig bzw. humorvoll.
Bin richtig überrascht, ist es doch sauschwer, die richtige Mischung zu finden, nicht abzudriften ins Alberne.

Als Katzen und Tierfreund an sich war ich zunächst auf der Seite von Mr. Pepp, Du hast es aber geschafft mein vollstes Mitgefühl für den armen Stefan zu wecken.
Das finde ich gut, dass ich sogar Tierfreunde auf die Seite des leidenden Menschen ziehen konnte :)

Guter und überraschender Einstieg. Vor meinem inneren Auge lag da ein anderer Mann auf dem Sofa.
Ja, das war auch so gedacht, bzw. sollte angedeutet werden; allerdings kein Muss. Du bist der erste, der das anmerkt.

Tauschen würde ich an des Katers Stelle sicher nicht.
Das verstehe ich dann aber nicht so ganz. Will Stefan keine sonnendurchfluteten Zimmer und von seiner Frau gekrault werden?
Nö, das ist genau anders herum gemeint. Der Kater würde nicht tauchen wollen, wenn Stefan ihn fragen würde.

Ich griff nach hinten, fand seine Plüschmaus und quetschte sie hinter der Box heftig. Er wirkte ein wenig misstrauisch wegen des lauten Piepens, krabbelte dann doch hinein.
Mr. Pepp scheint für mich eine sehr intelligente Katze zu sein. Vielleicht ist da etwas mehr Anstrengung nötig um ihn in die Box zu locken.
Mr. Pepp ist schlau, ja.
Vielleicht geht er deshalb wieder in die Transportbox, da er weiß, er wird gewinnen. :D

Ich schritt hinein und stellte die Transportbox ab, öffnete sie, trat ein paar Schritte zurück und lugte um die Ecke
Mich irritiert die Ecke, Stefan stand für mich plötzlich nichtmehr im Wald sondern an einer Straßenecke. Vll kann man das etwas präziser beschreiben?
Noch befindet er sich hier in der Hofeinfahrt, deshalb die Ecke.

Mr. Pepp antwortete nicht.
Find ich super, die Stellen - haben mich lächeln lassen.
Ja, habe das erst ziemlich spät beim Entstehungsprozess der Story als wiederkehrendes Element oder so ähnlich eingebaut.
Da sollte ja auch klar sein, dass Mr. Pepp auch nicht antwortet, bzw. den Rückweg nicht verraten würde, wenn Anja ihm tatsächlich am Ende das Telefon überreicht. :lol:

Jetzt lag vor mir nicht mehr als ein zugefrorener Ententeich. Da half es nicht, schwere Äste oder Steine auf die Eisfläche zu werfen
Das mit dem Steine/Äste werfen versteh ich nicht, liegt vll. aber an mir. :/
Gemeint war (Achtung Katzenfreunde, bitte die Ohren zuhalten) dass er es nicht schaffen würde, den zugefrorenen Teich aufzubrechen, um den Kater dort zu ersäufen.

Je weiter ich umherirrte, desto gleicher wirkte alles.
Ich stolpere über "desto gleicher". Vll. "Je mehr ich umherhirrte, desto mehr glich sich alles".
Danke hierfür und auch für die anderen Tipps.
Habe das angepasst.

und schrie einen wütenden Schrei aus.
Stieß einen wütenden Schrei aus?
"stieß" geht nicht wegen Wortwiederholung. Habe es nun anders gemacht.

Den Tunnelzugang fand ich nicht
Ich weiß nicht welchen Tunnel du meinst. Beim zweiten Lesen dachte ich, vielleicht die Bahnunterführung? Für mich ist die beim ersten Lesen nicht genug heraus gestochen, als dass ich sie mir als Tunnel vorgestellt habe.
Ah, okay. Habe aus Tunnel Bahnunterführung gemacht.

Trotz der Schmerzen brach ich in ein hysterisches Lachen aus.
Hier bin ich etwas über das hysterisch gestolpert. Aus der Erzählung bis zu der Stelle war mir seine Verzweiflung noch nicht ganz klar.
Na ja, er ist schon leicht lädiert an dieser Stelle der Story. Außerdem krachte ihm im Satz vorher gerade erst ein Eisklumpen auf'm Kopp. :)

Zwar nicht eine gute alte gelbe, sondern eine magentafarbende.
Ist seine Bewertung der Telefonzellen wichtig für die Erzählung?
Hast recht. Irgendwie war ich da auch immer hängengeblieben. Ist nun gekillt, da unwichtig.

Es kommt an einer Stelle so rüber, als hätte er sich nicht verletzt "Das hätte mir noch gefehlt, mich wegen des Katers zu verletzen" und dann ist er (plötzlich?) physisch sehr mitgenommen.
Er ist bis dahin noch nicht körperlich mitgenommen, fühlt sich noch stark.

Das war als Neuling mein Erstes "Kommentieren", kann sein, dass ich übergenau war.
Ich fand deinen Kommentar super. Nicht, weil dir meine Story so gut gefallen hat, sondern generell. Du hast deine persönliche Meinung untergebracht, sie mit Textstellen untermauert, Fehler gefunden und Vorschläge gemacht, und auch durch Rückfragen geholfen, den Text zu verbessern.
Alles bestens!

Wie gesagt, ich hab das Lesen Deiner Geschichte sehr genossen.
Vielen, lieben Dank für deinen Besuch. Dein Kommentar ging runter wie Öl. Hast mir gut geholfen.
Habe mich sehr gefreut.

Wünsche dir viel Spaß hier im Forum.

Liebe Grüße, GoMusic
 
Senior
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21.12.2015
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1.244
Hallo @GoMusic ,

Es gibt Katzenfanatiker und Katzenhasser. So teilt sich die Menschheit in zwei Lager. Dein Prota zählt wahrscheinlich zu den letzteren. Woran das wohl liegt?

Da lag er wieder an meine Frau geschmiegt, ließ sich kraulen, wurde getätschelt. „Ja, mein Süßer“, hauchte Anja.
Anja hatte Mr. Pepp bekommen, als wir noch nicht zusammenlebten.

Tja , mein Lieber. Erstens hat Mister Pepp ältere Rechte. Zweitens miaut und schnurrt er beim Kraulen wahscheinlich viel schöner und überzeugender als du.

„Bringst du mir Süßes mit?“, fragte ich.
„Du bist zu fett“, sagte sie grinsend und ging in den Korridor. Ich hätte gerne vom Kater gewusst, wie er es schaffte, dass Frauchen nur für ihn Leckerlies mitbrachte.

Drittens bewahrt er seine schlanke, geschmeidige Figur trotz der vielen Leckerlis, die er einheimst. Keine Ahnung, wie er das fertigbringt. Vielleicht ist er nachts unterwegs per Katzenklappe :D.


und spürte einen Juckreiz an der Haut, wischte mir über die tränenden Augen – und saugte erneut alles ab.

Von @The Incredible Holg gibt es eine sehr schöne Katzengeschichte @Kälteschlaf. Da könntest du die Lösung für dein Problem finden. Ich selber musste meine Familie vor die Wahl zwischen mir und dem Meerschweinchen meines Sohnes stellen - Katzenhaarallergie.

Je weiter ich umherirrte, desto mehr ähnelte sich alles. Ich versuchte, die Himmelsrichtung auszumachen, griff in meine Hosentasche und ärgerte mich. Mein Handy lag noch immer auf der Couch. Kreuz und quer verlor ich mich …

Ab da war ich auf dem Horrortrip. Falls du die Geschichte mal interaktiv verwendest, könntest du die Zuhörer rätseln lassen, wie es weitergeht. Märchenschluss wäre auch möglich ...

Kein Geld, keine Karte, kein Handy? Hier telefonieren. 0800 0800 108. R-Gespräch. Da zahlt der Angerufene

Ist ja Humor (hier vor allem, wenn man trotzdem lacht über das kostenlose Telefon). Dazu passt der Schluss natürlich hervorragend.

Hat Spaß gemacht. der Text hat durchaus Untiefen, in denes Schlimmeres lauert.

Liebe Grüße
wieselmaus
 
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Ich drängte Äste beiseite, die mir den Weg versperrten oder mich beim Zurückschnellen ins Gesicht gepeitscht hätten.

Ja, da ist wahrlich ein Gedränge in den „zivilisierten“, also zumeist in Reih und Glied gepflanzten Klaftern (ein Klafter zu ca. drei Kubikmetern) Holz, wenn sich da „Unterholz“ drängelt, und ich hab dich auch nicht in den copywrite Ereignissen übersehn,

lieber GoMusic,

aber nun ist Zeit für den Liebhaber vom Wolf und seinen Derivaten und doch kein Katzenfeind (wenn auch nicht unbedingt Freund) zu dieser peppigen Beziehung zwischen Tier und Mensch, vor allem benachteiligt-männl. Geschlechts und es ist wirklich erstaunlich, welchen Orientierungssinn das Getier hat. So kann ich auch den frischen Hundebesitzer beruhigen, wenn der (mehr oder weniger gerade) kastrierte Rüde einer „heißen“ Spur gefolgt ist, dass er den Weg zurückfinde (sofern er nicht den Weg im Feierbendverkehr nimmt und große Suchaktionen i. d. R. (also nicht unbedingt immer) unnötig sind. Naja, dass ein Tier von Australien aus den Weg nach dem ehemaligen Zuhause in Mitteleuropa finde, steh ich auch eher ungläubig gegenüber. Schon all der Schwimmkünste wegen ...
Aber da sind Katz und Maus, pardon, Hund ähnlich, finden doch Raubkatze und Wolf in Dormaalocyon latouri ihren gemeinsamen Adam, pardon, Ahn. Aber ja, es ist so gemein, wenn die Gattin den Kater statt des Hausherrn krault. Und auf jeden Fall passt die dahinplätschernde, lakonische Erzählstimme zu diesem schweren Schicksal.

Zwo, drei Flüschen sind noch aufzulesen

Ich hätte gerne vom Kater gewusst, wie er es schaffte, dass Frauchen nur für ihn Leckerlies mitbrachte.
„Leckerlis“ ohne Dehnungs-e

Ich griff nach hinten, fand seine Plüschmaus und quetschte sie hinter der Box heftig.
Besser Akkusativ, „hinter die Box quetschen“.
Aber was bedeutet „heftig“ in dem Fall?

Ich eilte über die Straße, rutsche auf Eis aus und landete auf de[m] harten, kalten Boden.

Ich zog am Griff und zog und zog – bis die Tür nachgab und ich erneut auf den Boden stürzte und mit meinen lädierten Händen erneut versuchte, den Fang abzufedern.
Fang? – unser Held wird doch nicht trunken sein?

Gern gelesen vom

Friedel
 
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Hallo Kahasimir,

schön, dass du vorbeigeschaut hast.

musste ab der Mitte wirklich schmunzeln, wo fröstelnd durch das Dickicht gestapft wird.
Das freut mich :)

Das Ende hat meine Vermutung (ab dem Wald) dann bestätigt, dass der Kater vermutlich ohne ein gekrümmtes Haar lange vor dem Prota wieder auf der umkämpften Couch thront
Ja, kein gekrümmtes Haar, genau :lol:

Müsste es nicht "auf dem harten, kalten Boden" und "landete auf meinem Kopf" heißen?
Danke, da hat Friedrichard später auch schon eingegriffen.

Lockere Lektüre, gern gelesen. Das Schlusswort hat etwas wirklich comicartiges, musste da sofort an ältere amerikanische Sitcoms a la "King of Queens" denken.
"Comicartig" mag ich.

Der Prota ist am Ende seiner Nerven, die Frau am anderen Ende der Leitung macht ein komisch-verdutztes Gesicht, Lacher vom Band, Full Shot auf den Kater (vielleicht noch ein Zwinkern seinerseits), Überblende zur nächsten Folge.
Ja, so habe ich mir das vorstellt. Dazu unten mehr.

Solche Serien können mir mittlerweile gestohlen bleiben, deinen Text fand ich aber sehr angenehm und auch entspannend zu lesen, wobei ich ja doch irgendwie gespannt war, was in der Geschichte noch passiert.
"Entspannend", und das bei dem armen Kerl :)

Vielen, lieben Dank.


Liebe wieselmaus,

Es gibt Katzenfanatiker und Katzenhasser. So teilt sich die Menschheit in zwei Lager. Dein Prota zählt wahrscheinlich zu den letzteren. Woran das wohl liegt?
Ganz einfach: An seiner Allergie, am Neid :Pfeif:

Tja , mein Lieber. Erstens hat Mister Pepp ältere Rechte. Zweitens miaut und schnurrt er beim Kraulen wahscheinlich viel schöner und überzeugender als du.
"als du"? Du meinst, ich wäre der Prota? Ich hätte ein Erlebnis niedergeschrieben? Neeeiiin, natürlich nicht. :cool:

Drittens bewahrt er seine schlanke, geschmeidige Figur trotz der vielen Leckerlis, die er einheimst. Keine Ahnung, wie er das fertigbringt. Vielleicht ist er nachts unterwegs per Katzenklappe :D.
Ja, gute Idee :thumbsup:

Ab da war ich auf dem Horrortrip. Falls du die Geschichte mal interaktiv verwendest, könntest du die Zuhörer rätseln lassen, wie es weitergeht. Märchenschluss wäre auch möglich ...
"Horrortrip": Ist das nun gut oder nicht?
Die Geschichte ist tatsächlich schon anderweitig verwendet worden. Dazu unten mehr.

Ist ja Humor (hier vor allem, wenn man trotzdem lacht über das kostenlose Telefon). Dazu passt der Schluss natürlich hervorragend.
Was ist am kostenlosen Telefon so witzig oder eben nicht witzig? :lol:
Die gab es doch bis vor kurzem tatsächlich, solche R-Anrufe in der Telefonzelle.

Von @The Incredible Holg gibt es eine sehr schöne Katzengeschichte @Kälteschlaf. Da könntest du die Lösung für dein Problem finden. Ich selber musste meine Familie vor die Wahl zwischen mir und dem Meerschweinchen meines Sohnes stellen - Katzenhaarallergie.
Ich erinnere mich. Muss ich mir noch mal durchlesen.
Danke für den Tipp.

Hat Spaß gemacht. der Text hat durchaus Untiefen, in denes Schlimmeres lauert.
Das freut mich sehr.
"Untiefen, in denen Schlimmeres lauert". Hui!

Vielen, lieben Dank.

Hallo Friedel,

danke für deinen Besuch und die Fusel, die du gefunden hast.

„Leckerlis“ ohne Dehnungs-e
Jau, stimmt. Jetzt wird mir das Wort auch nicht mehr markiert in der Textverarbeitung angezeigt ... :Pfeif:

Besser Akkusativ, „hinter die Box quetschen“.
Aber was bedeutet „heftig“ in dem Fall?
Ist korrigiert.
Heftig ist weg.

Ich eilte über die Straße, rutsche auf Eis aus und landete auf de[m] harten, kalten Boden.
Ich zog am Griff und zog und zog – bis die Tür nachgab und ich erneut auf den Boden stürzte und mit meinen lädierten Händen erneut versuchte, den Fang abzufedern.
Fang? – unser Held wird doch nicht trunken sein?
Danke auch dafür.
Fang soll natürlich Sturz sein.

Gern gelesen
Prima.
Auch dir lieben Dank.

Ihr habt mir sehr geholfen.

Zur Idee der Geschichte:
Ich las von einer Ausschreibung zu Katzengeschichten, wo ein Teil des Erlöses an eine Katzenhilfe e.V. geht.
Und da hatte ich den Einfall, zum kleinen Film, den ich mal für ein Filmfestival gemacht habe, die entsprechende Geschichte zu schreiben, sozusagen für einen guten Zweck.
Die Story ist ein wenig ausführlicher geworden, auch der Name des Katers hat sich geändert. Damals hatte ich auch nur 99 Stunden Zeit für die Realisierung des Films ab Bekanntgabe des Themas. Und der Film sollte auch genau 99 Sekunden lang sein.
Ich habe hier mal die etwas längere Version von damals verlinkt, nachdem ich ihn anonymisiert habe.

Schönen Tag und treibt es morgen nicht zu heftig.

Liebe Grüße,
GoMusic

Edit:
Ich erwähne euch auch mal kurz, falls ihr auch Interesse an der Verfilmung habt, @murphy_does_his_best , @Chai , @Rob F , @Felis Kato ;)
 
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Also, @GoMusic , so was aber auch! Was hatte ich für einen Spaß mit dieser Geschichte! Und zwar nicht nur mit dem erfreulichen Ergebnis, sondern während der gesamten Dauer, obwohl ich mir lange Zeit gar nicht mal so sicher war, überhaupt lachen zu dürfen. Erst nahm ich sogar an, es würde im Genre Horror münden. :eek: Du schreibst „schnell" und die Spannung wächst. Natürlich wuchs im gleichen Maßen meine Schadenfreude. Und es kam mir so vor, als konntest du zweitweise nicht damit aufhören, den blöden Protagonisten leiden zu lassen. Hat der überhaupt einen Namen? Egal!
Hauptsache der Kater hat einen. Langhaarkatzen, die im Turbotempo Kilometer im Schnee zurücklegen ... so eine will ich auch. So what! Mr. Pepp kann’s.

„Wie kommst du denn hierhin?“, fragte ich Mr. Pepp.
Mr. Pepp antwortete nicht.

Ich rief nach Mr. Pepp. Mr. Pepp antwortete nicht.

Ganz wunderbar, vor allem dass diese Wiederholung mit dem letzten Satz der KG endet. :thumbsup: Wer braucht da einen genialen ersten?;)

Zu meinem Glück fuhren bei dem Wetter keine Autos, die mich bei vergeblichen Bremsversuchen mitgeschleift hätten.

Hier konnte ich dann mein Lachen nicht mehr unterdrücken. :D

Nur keuchend konnte ich die Worte in den Hörer pressen, von denen ich selbst überrascht war: „Kannst du … kannst du Mr. Pepp bitte ans Telefon holen?“

Wie passend du ganz gesamte Surrounding angepasst hast. Zum Glück, denn wäre er clever und attraktiv (sorry, wenn ich ihm zu nahe trete) oder Frauchen eine freundliche, fürsorgliche Ehefrau wäre, wenn keine Modelleisenbahn im Keller stehen würde, oder das Wetter ganz herrlich ... ja, dann wäre ich vermutlich in einen Konflikt mit mir selbst geraten.

Hab vielen Dank für diese unterhaltsame Geschichte.

Kanji

Deine Geschichte ist hundertmijonenmal besser als der Film! Der Prot im Film fällt ja gar nicht :Pfeif:
 
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Und da hatte ich den Einfall, zum kleinen Film, den ich mal für ein Filmfestival gemacht habe, die entsprechende Geschichte zu schreiben, sozusagen

Wirklich gut, dass auch bildende Künste von uns bedient werden können ...

Gruß übern Rhein aufe annere Seite vom

Friedchen
 
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Lieber @GoMusic ,

"als du"? Du meinst, ich wäre der Prota? Ich hätte ein Erlebnis niedergeschrieben? Neeeiiin, natürlich nicht.

Ich doch nicht, ich habe doch nur deinen Prota persönlich angesprochen. Jetzt habe ich allerdings den Film dazu gesehen ... :D
Immer schön Abstand halten am Vatertag.

Gruß wieselmaus
 
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Hey @GoMusic,
gelungene Geschichte mit hohem Fremdschämfaktor.
Die ganze Zeit über hatte Anja kein Wort mit mir gesprochen und auch nicht mit gefiebert oder geraten, so wie in der Zeit vor dem Kater.
Das versteh ich ehrlich gesagt nur schwer, es gab also eine Beziehungs-Zeit vor dem Kater, der zu Anja kam, als sie noch alleine wohnte und jetzt, wo sie zusammengezogen sind, wird dem Prota erst klar, dass er sich hinten anstellen muss? Schon mühsam so, einfacher wäre, es hätte den Kater vor ihm gegeben.

Auf den Knien gestützt überlegte ich, atmete schwer aus, rieb mir die Hände, bewegte mich weiter. Auf dem Boden liegende Äste bemerkte ich erst,
, Auf die Knie gestützt? Anfänge vllt variieren.

nachdem ich darauf getreten oder fast drüber gestolpert wäre
nachdem ich darauf getreten (…) wäre passt nicht, war.

In den Straßen schützten keine dichten Bäume mehr vor dem Winter. Der Schnee war zu einem Schneesturm geworden, meine Finger zu dünnen, brüchigen Zweigen, mein lichtes Haar zu einem festgefrorenen Etwas auf einem kalten Schädel.
schöne Stelle.

Wütend trat ich gegen eine Laterne. Gefrorenes Eis fiel herunter und landete auf meinen Kopf. Trotz der Schmerzen brach ich in ein hysterisches Lachen aus. In der Ferne stand tatsächlich eine Telefonzelle. Meine Rettung.
:lol: schön irre.

Die Tür klemmte oder war eingefroren. Ich zog am Griff und zog und zog – bis die Tür nachgab und ich erneut auf den Boden stürzte und mit meinen lädierten Händen erneut versuchte, den Fang abzufedern.
Hätte passend gefunden, er haut sich die Zellentür vor die eigene Nase.

„Weil, weil ...“, sprach ich bibbernd mit der fremden Stimme weiter. Von Schwindelgefühl befallen, lehnte ich mich an die Glastür. Nur keuchend konnte ich die Worte in den Hörer pressen, von denen ich selbst überrascht war: „Kannst du … kannst du Mr. Pepp bitte ans Telefon holen?“
Etwas hanebüchen, aber lustig.

Hat schon zwischendurch ein bissl was von Kevin - Allein zu Haus. Anjas Blick hätte ich gerne gesehen, wie er da vor ihr steht in steifgefrorener Jogging-Hose, mit blauen Flecken und Beulen.
Gerne gelesen, kurzweiliger Spaß.

Peace, linktofink
 
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Hallo Kanji,

Was hatte ich für einen Spaß mit dieser Geschichte!
Super. Das freut mich wahnsinnig.

während der gesamten Dauer, obwohl ich mir lange Zeit gar nicht mal so sicher war, überhaupt lachen zu dürfen.
Ja, da spielt vielleicht so etwas wie Mitleid oder gar Fremdschämen eine Rolle :)

Und es kam mir so vor, als konntest du zweitweise nicht damit aufhören, den blöden Protagonisten leiden zu lassen.
Hehe. Leiden soll er ...

Ganz wunderbar, vor allem dass diese Wiederholung mit dem letzten Satz der KG endet. :thumbsup: Wer braucht da einen genialen ersten?;)
Du sagts es!

Zum Glück, denn wäre er clever und attraktiv (sorry, wenn ich ihm zu nahe trete) oder Frauchen eine freundliche, fürsorgliche Ehefrau wäre, wenn keine Modelleisenbahn im Keller stehen würde, oder das Wetter ganz herrlich ... ja, dann wäre ich vermutlich in einen Konflikt mit mir selbst geraten.
Kein Problem von wegen clever oder attraktiv. Auch wenn du den Darsteller im Film ansprichst. Ich bin im Film der hinter der Kamera, zugleich der Regisseur und Produzent :cool:

Deine Geschichte ist hundertmijonenmal besser als der Film! Der Prot im Film fällt ja gar nicht :Pfeif:
Da stimme ich dir voll zu. :lol:
Nach gewisser Zeit fallen einem schon weitere Dinge ein. (Für den Film damals hatte ich nur etwa 4 Tage Zeit.)

Habe mich sehr über deinen Kommentar gefreut, liebe Kanji.


Hallo Friedel,

schön, dass du dir auch den Streifen angeschaut hast,

Wirklich gut, dass auch bildende Künste von uns bedient werden können ...
Bildende Künste ... ja. im Sinne von (bewegliche) Bilder sicherlich :lol:

Danke fürs erneute Reinschauen.


Liebe wieselmaus,

danke auch dir fürs erneute Reinschauen.

ich habe doch nur deinen Prota persönlich angesprochen. Jetzt habe ich allerdings den Film dazu gesehen ... :D
Hehe. Bin eh nicht im Film zu sehen ... ;)

Wünsche euch einen tollen Feiertag.

Liebe Grüße, GoMusic

P.S.: Über deine Vorschläge denke ich noch in Ruhe nach, @linktofink
Danke im Voraus.
 
Mitglied
Monster-WG
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Hey @GoMusic ,

ich komme aktuell wenig zum Lesen und erst recht kaum zum Schreiben hier auf Wk, da bietet es sich deine kurze Geschichte doch an.

Hab nicht viel, nur einen Eimer Kleinkram:

chon einmal ging ich nicht als Sieger hervor

Wie wäre es direkt mit Verlierer?

So gut kannte ich mich in der Gegend nicht aus. Doch ich wusste einen passenden Ort.

Wenn es eine eher ländliche Gegend ist und er sogar einen SUV hat, hätte ich fast darauf getippt, dass der Gute mehr Plan von seiner Umgebung hat. Jetzt nicht unbedingt jeden Busch, aber trotzdem.
Ich dachte übrigens erst, dass er so weit rausfährt, um die Katze mit einem Spaten totzuschlagen und dann zu verbuddeln. Gut, einfach aussetzen kann man sie natürlich auch.

Ich überlegte mir, was ich ihr sagen würde, sobald sie zurückkam.

Da hat er sich vorher keine Gedanken zu gemacht?

Ich legte mein Handy beiseite und holte wieder die Transportbox. Erstaunlicherweise betrat er sie sofort.

Hat die Box Löcher? So eine Fahrt dauert doch eine Weile, das macht keine Katze freiwillig mit.

und ein Wetter, bei dem sich noch nicht mal der Kommandant der Nachtwache vor die Mauer gewagt hätte.

Nette Anspielung.

Wütend trat ich gegen eine Laterne. Gefrorenes Eis fiel herunter und landete auf meinen Kopf.

Klassiker :lol:.

Deine Geschichte war für mich ein netter Happen zwischendurch. Nichts weltbewegendes und auch kein Text, der mich groß zum Nachdenken gebracht hat, aber den Anspruch scheint er auch nicht zu haben. Bin mir auch immer noch nicht sicher, wie viel du mit diesem Kommentar anfangen kannst.

Liebe Grüße und bleib gesund
Meuvind
 
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16.03.2015
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Hallo linktofink,

schön, dich auch unter meiner kleinen Story zu finden.

Jetzt habe ich auch endlich ein wenig Zeit, um deine guten Vorschläge zu nutzen und dir zu antworten.

gelungene Geschichte mit hohem Fremdschämfaktor.
Danke :bounce:

es gab also eine Beziehungs-Zeit vor dem Kater, der zu Anja kam, als sie noch alleine wohnte und jetzt, wo sie zusammengezogen sind, wird dem Prota erst klar, dass er sich hinten anstellen muss? Schon mühsam so, einfacher wäre, es hätte den Kater vor ihm gegeben.
Im allerersten Entwurf war es tatsächlich anders, nämlich unkomplizierter. Weiß auch nicht, warum ich das geändert hatte.
Ich habe es nun versucht, einigermaßen besser hinzukriegen. Mr. Pepp gab es nun also schon lange vor dem Prota.

Auf die Knie gestützt? Anfänge vllt variieren.
Auf, Auf habe ich geändert.
"Auf den Knien" scheint korrekt zu sein, zumindest hat Friedrichard keine Einwände gehabt.

nachdem ich darauf getreten oder fast drüber gestolpert wäre
nachdem ich darauf getreten (…) wäre passt nicht, war.
Stimmt, danke.

Hätte passend gefunden, er haut sich die Zellentür vor die eigene Nase.
Auch ne gute Idee. Ich wollte aber, dass er sich die Hände noch mehr verletzt, da er mit den kaputten Dingern anschließend in seiner Hosentasche herumwühlen muss. ;)

„Weil, weil ...“, sprach ich bibbernd mit der fremden Stimme weiter. Von Schwindelgefühl befallen, lehnte ich mich an die Glastür. Nur keuchend konnte ich die Worte in den Hörer pressen, von denen ich selbst überrascht war: „Kannst du … kannst du Mr. Pepp bitte ans Telefon holen?“
Etwas hanebüchen, aber lustig.
"Hanebüchen"? Ja. Und zudem verrückt ...

Hat schon zwischendurch ein bissl was von Kevin - Allein zu Haus.
Jetzt, wo du das sagst. Kam mit beim Schreiben gar nicht in den Sinn.

Anjas Blick hätte ich gerne gesehen, wie er da vor ihr steht in steifgefrorener Jogging-Hose, mit blauen Flecken und Beulen.
Wäre auch ein toller Anblick geworden. :lol:

Gerne gelesen, kurzweiliger Spaß.
Das freut mich sehr.

Dein Kommentar hat den Text ein Stück besser gemacht (finde ich).
Ich danke dir.

Schönen Abend noch und liebe Grüße,
GoMusic

P.S.: Danke im Voraus, Meuvind. Ich schaffe es heute nicht mehr ...
 

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